Bauhaus-Architektur im Barnim - Neues Besucherzentrum der Bauhaus-Bundesschule in Bernau eröffnet

Fr 11.02.22 | 19:51 Uhr
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Archivbild: Die ehemaligen Bundesschule, Bauhaus in Bernau. (Quelle: dpa/A. Riedl)
Eines der historischen Gebäude in Bernau |Audio: Antenne Brandenburg | 11.02.2022 | Andreas Oppermann | Bild: dpa/A. Riedl

Mehr als nur Weimar und Dessau: In Bernau steht mit der ehemaligen ADGB-Bundesschule eines der bedeutendsten Bauhaus-Denkmäler. Nun wurde ein neues Besucherzentrum eröffnet.

Das Besucherzentrum für das Weltkulturerbe der Bauhaus-Bundesschule in Bernau (Barnim) ist am Freitag eröffnet worden. Neben den Ausstellungen und Führungen soll es dort in Zukunft regelmäßig Vorträge geben. 2,7 Millionen Euro hat die Stadt Bernau für das neue Besucherzentrum, einen flachen Beton-Neubau, ausgegeben. 600.000 davon waren Fördermittel.

Neben den Bauhaus-Gebäuden in Weimar und Dessau ist die Bernauer Bundesschule das bedeutendste Denkmal der Bauhausschule.

"Das Bauhaus ist ein Phänomen"

Seit 2017 ist die Bundeschule in Bernau Weltkulturerbe der Unesco. Das neue Besucherzentrum solle dies bekannter machen, sagte Bernaus Bürgermeister André Stahl (Linke) dem rbb. Die Hoffnung ist, dass die Besucherzahlen steigen. "Das Bauhaus ist ein Phänomen. Es gibt ein doch recht breites Interesse", so Stahl. Neben dem breiten Fachpublikum gebe es auch sehr viele Menschen, die sich für das Bauhaus begeistern sollen.

1927 beauftragte der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund (ADGB) der Weimarer Republik den Bauhausdirektor Hannes Meyer mit dem Projekt. Meyer war der Nachfolger von Walter Gropius am Bauhaus. Während der Nazi-Zeit wurde in den Räumen Führungsleute ausgebildet, in der DDR fanden in den Gebäuden wieder Gewerkschaftsausbildung und ein Lehrlingswohnheim sein Dach. Inzwischen hat es der Klinik-Konzern Michel gekauft, um eine Pflegeschule zu eröffnen.

Besucherzentrum in Bernau

Weimar, Dessau, Bernau

Auch Bundesministerin Klara Geywitz (SPD) war bei der Eröffnung des Besucherzentrums am Freitag dabei. "Wenn man jetzt sagt, Bernau in einer Reihe mit Weimar und Dessau, dann klingt das ganz selbstverständlich", sagte sie. Geywitz habe in den 1990er Jahren das Gelände besucht und großartig gefunden, sagte sie. "Aber ich dachte mir auch: Das ist ganz schön groß, was macht man damit?" Geywitz dankte dem Land Brandenburg für die Unterstützung des Bauprojekt.

Das Besucherzentrum ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Das Gebäude ist barrierefrei zugänglich, der Eintritt kostenlos.

Sendung: Antenne Brandenburg, 11.02.2022, 16 Uhr

Mit Material von Andreas Oppermann

1 Kommentar

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  1. 1.

    Die Frau Minister hätte das benachbarte Bauhaus-Archiv in Berlin ja auch erwähnen können.

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