Dieter Kosslick, Berlinale 2017 (Quelle: dpa/Kay Nietfeld)
Bild: dpa-Zentralbild

Festivaldirektor Kosslick über Sexismus-Debatte - #Metoo-Diskussion hat Folgen für Filmauswahl der Berlinale

Die Sexismus-Diskussion hat auch Folgen für die Filmauswahl der Berlinale. "Die #metoo-Debatte hat große Auswirkungen gehabt", sagte Festivaldirektor Dieter Kosslick (69) der Deutschen Presse-Agentur. "Man schaut Filme jetzt auch anders an." Wenn früher auf der Leinwand eine Sekretärin "vernascht" wurde, dann hat man gesagt: Na gut, das steht eben so im Drehbuch. Jetzt sagt man: Naja, das müssen wir jetzt nicht auch noch zeigen", sagte der Chef der Berliner Filmfestspiele (15. bis 25. Februar).

"Es gibt noch ganz schön viele Filme, in denen für Frauen demütigende Szenen vorkommen", so Kosslick. "Wir haben aber auch Filme, die das Thema Missbrauch und Machtmissbrauch aufgreifen. Es gibt einige Filme, in denen am Ende der Mann "der Blöde" ist."

"Es gibt sehr, sehr gute deutsche Filme!"

Er habe sich für den Wettbewerb bislang rund 150 Filme unter anderem aus den USA, Deutschland, Polen, Frankreich und Italien, aber auch aus Ländern in Asien, Lateinamerika und Afrika angesehen. "Aber die Auswahl ist noch nicht beendet", sagte Kosslick.

Unter den bereits bekanntgegebenen Wettbewerbsfilmen sind mit "In den Gängen" von Thomas Stuber und "Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot" von Philip Gröning bereits zwei deutsche Produktionen. "Es wird nicht dabei bleiben", kündigte Kosslick an. "Es gibt sehr, sehr gute deutsche Filme."

Sendung: Abendschau, 26.12.2017, 19.30 Uhr

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    @ Miles Faber:

    Es muß heißen ... "Hoffen wir mal, daß ..."
    Soviel zu Kommentaren. OMG! So schwer ist Deutsch nun auch wieder nicht.

  2. 1.

    Hoffen wir mal das wir diesen Berlinale Direktor bald los sind. - Wenn sich ein Mann Filme anschaut wo der Mann am Ende "der Blöde" ist - was wird wohl Frau von solch einem Mann halten? - Genau. Und wenn ein Festiivaldirektor solche Filme aussucht dann ist er eben "Blöde". - Die Berlinale-Leute verdienen nur gut Geld und wenn man sie auf gute Filme hinweist, dann spielen sie den Oberlehrer. - Die "Berline" ist seit dem sie am Potsdamer Platz ist eine Insel und das ist schade für Berlin. - Seit 14 Jahren muß ich als Berichterstatter das ertragen!

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