U-Bahn-Linien U1 und U3 - Hochbahnhof Schlesisches Tor hat jetzt einen Aufzug

Fr 09.06.23 | 13:55 Uhr
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Der neu installierte Aufzug am U-Bahnhof Schlesisches Tor U1/U3 in Berlin Kreuzberg. (Quelle: BVG, Dennis Vilcan)
Bild: BVG, Dennis Vilcan

Der Berliner Hochbahnhof Schlesisches Tor ist nach Angaben der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ab jetzt auch per Aufzug erreichbar. Es seien am Freitag zwei Aufzüge in Betrieb gegangen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Aufzüge, so die BVG weiter, würden die Außenbahnsteige der Linien U1 und U3 mit der jeweils darunter liegenden Straßenebene verbinden.

Der Bau sei aufgrund der Lage und der engen Platzverhältnisse technische aufwendig gewesen und in Abstimmung mit dem Denkmalschutz umgesetzt. "Die Kosten für den barrierefreien Ausbau des über 120 Jahre alten Bahnhofs betragen rund 3,5 Millionen Euro", so die BVG.

Nach Angaben der BVG sind gut 80 Prozent der Berliner U-Bahnhöfe inzwischen stufenlos, also per Lift oder Rampe erreichbar. Man arbeite mit Hochdruck daran, alle Bahnhöfe barrierefrei zu gestalten, so die Verkehrsbetriebe weiter. Die bislang barrierefreien Bahnhöfe sind im Liniennetz der BVG [pdf zum Download] mit einem Aufzug oder einem Rampensymbol gekennzeichnet.

Sendung: rbb24 Abendschau, 09.06.2023, 19:30 Uhr

16 Kommentare

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  1. 16.

    Die sehen sicher bald so aus wie die am Zoologischen Garten. Winzig, so dass sich die Leute davor stauen, dreckig, nach Urin stinkend und wenn man oben angekommen ist, wird man von den vielen Pennern am Bahnhof Zoo empfangen. Ach ja, Berlin ist schon was Besonderes.

  2. 15.

    Na prima, BZA Kreuzberg hat kein Veto eingelegt. Ist das Grüne Bezirksamt zuständig, wer hat denn die Abnahme gemacht? Wenn der Aufzug sofort nach Inbetriebnahme nicht mehr funktioniert und die Feuerwehr mit 14 Kräften das Edelglas zerdeppern muss, um die Steckengebliebenen rauszuholen?

  3. 14.

    Nun ist der schon defekt. Wer ist eigentlich der Hersteller und welch Zulieferer sind beteiligt ? Optisch macht das Ding wirklich was her; ob aber BERLIN-tauglich ? Warum ist das heute alles so ? 3,5 Millionen !

  4. 13.

    Na da bin ich aber gespannt wie lange der funktionstüchtig bleibt und wir lange wird es wohl dauern bis er mit Graffiti verunstaltet ist.Schätze demnächst haben sich die Ersten verewigt.

  5. 12.

    Wunderschön! Und genau in der wichtigsten Blickachse auf die Station. Wer eine solche Denkmalpflege hat, kann auch gut auf sie verzichten.

    Und gern nochmal in einem Jahr nachschauen, wie die Scheiben dann ausschauen. Oder in einem halben.

  6. 11.

    Möchte gar nicht wissen, wie das Ding in wenigen Tagen aussehen wird....

  7. 10.

    Was haben Einfamilienhaussiedlungen(Privatsache) mit öffentlicher Barrierefreiheit zu tun? Ein Recht auf selbstbestimmte Mobilität istdoch ganz was anderes. Und glauben Sie mir: dem Rollstuhl und dem Kinderwagen ist es ziemlich egal ob es geschmackvoll aussieht.Die Aufzüge sollen funktionieren und möglichst nicht nach pipi riechen wie leider oft.
    Investitionen in gesellschaftliche Teilhabe lohnen immer.
    Beim Schl.Tor glaube ich allerdings nicht an gute Funktionsfähigkeit, aber wenn wenigstens eine Seite nicht defekt ist, fährt man bis zu einem Bahnhof mit Mittelbahnsteig vor oder zurück und wechselt. Selbst diese Zumutung ist dann besser als nichts.

  8. 9.

    Gut, dass hier anders als an der Möckernbrücke das Bezirksamt nicht zunächst ein Veto eingelegt hat. Hier steht der Aufzug nicht auf einem Stück Rasen.

  9. 8.

    Dass ich das noch erleben darf. Gefühlte 10 Jahre hat es gedauert....

  10. 7.

    Super Sache! Bleibt nur zu hoffen, daß er funktioniert und immer gehegt und gepflegt wird.

  11. 6.

    Für mich ist das eine sehr gelungene Lösung, die sich bspw. auch innerhalb vieler historischer Kirchen wiederfindet: Ein Bau aus Glas, der mit dem Vorfindbaren nicht in Konkurrenz tritt, sich vielmehr zurücknimmt. Innerhalb etlicher hist. Kirchen gibt es Winterkirchen aus Glas, weil die Heizung eines riesengroßen Raumes im Winter in der Tat nicht lohnt und auch garnicht sinnvoll wäre.

    Ein solcher Bezug war bspw. bei der gängigen 1970er Jahre-Architektur vollkommen anders: Das Neue so, als ob es das Alte nicht gäbe. Das war ja schließlich potenzieller Abrisskandidat.

  12. 5.

    Liebe RBB Redaktion. Könntet ihr mal bitte bei der BVG nachfragen wann endlich am Mierendorffplatz ein Aufzug gebaut wird. Hätte schon vor 20 Jahren passieren können. Der Mierendorffplatz war mal ein wichtiger Knotenpunkt unter anderem zum ehemaligen Flughafen Tegel. Andere nicht wichtigen U- Bahnhöfe (Halemweg) haben schon einen Aufzug. Besten Dank an euch.

  13. 4.

    Wenn ein störungs- und wartungsarmer aufzugstyp verbaut wurde, ist es gut angelegtes Geld.

    ÖPNV ist für alle, die sich benehmen können und Auto haben, da. Behinderte, mütter/Väter mit Kinderwagen, omi/Opa mit Rollator, Leute mit Gepäck usw.

    Gleichzeitig sollten jedoch die strafen für Vandalismus erhöht werden. Ich wäre dafür, dass die Täter die Schäden ihr restliches Arbeitsleben abzählen müssten.

  14. 3.

    Bevor hier nur negativ kritisiert wird.

    Ich finde es super! Ein Aufzug ist für Menschen mit Behinderung sowie Eltern mit Kinderwagen wichtig.
    Kosten sind sehr hoch, da musste ich auch kurz schlucken.
    Aber es muss uns das wert sein.

    Aussehen ist Geschmackssache! Finde es. Gut das er einen eigenen Stil hat und nicht dem alten angepasst wurde. Damit bleibt das schöne Alte im Vordergrund.

  15. 2.

    Oh Gott, wie hässlich! Hätte man sich nicht ein Beispiel an der S-Bahn nehmen können beim Bahnhof Botanischen Garten? Das ist wenigsten halbwegs gut gelöst.Von der Beteiligung des Denkmalschutzes ist jedenfalls nichts zu sehen. Für das Geld kann man eine kleine Einfamilenhaussiedlung bauen.

  16. 1.

    Viel zu teuer. Mit dem Geld hätte man an anderen Stellen mehr bewegen können.

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