Wegen Brückenbauarbeiten - B1 in Brandenburg an der Havel wird voll gesperrt

Do 22.02.24 | 15:29 Uhr
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Archivbild: Baustelle einer Brücke der Bundesstraße B 1 in Brandenburg am14.02.2024.(Quelle: dpa/Soeren Stache)
Bild: dpa/Soeren Stache

Die Bundesstraße 1 in Brandenburg an der Havel wird von Freitag, 23.02.2024 ab 18 Uhr, bis voraussichtlich Mittwoch, 28.02.2024 um 5 Uhr voll gesperrt. Das teilte der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg am Mittwoch mit.

Die Umleitung führt über die B 102 Paterdamm und über die Kreisstraße K 6948 Rotscherlinde, Krahne, Reckahn und Göttin nach Brandenburg an der Havel. In umgekehrter Reihenfolge gilt die Umleitung für den Verkehr stadtauswärts.

Grund für die Vollsperrung sind Brückenbauarbeiten, die seit Anfang Februar im Bereich der Brücke über die Deutsche Bahn in Brandenburg laufen.

Vollsperrung gilt auch für Geh- und Radverkehr

Weil eine Spundwand laut Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg nur während einer Vollsperrung in die Böschung eingebracht werden kann und das entsprechende Gerät auf dem Geh- und Radweg stehen muss, gilt die Vollsperrung auch für den Geh- und Radverkehr, der auf die Potsdamer Landstraße ausweichen kann und über die Fußgängerbrücke am Hauptbahnhof in die Stadt gelangt.

Doch auch schon jetzt ist Brandenburg an der Havel mit dem Auto nur mühsam zu erreichen. Einfacher wird es in den kommenden Tagen, die Stadt über den RE 1 oder Busse zu erreichen. Die Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel richten einen Pendelverkehr ein. Die Busse steuern eine Fußgängerbrücke über die Bahnschienen am Hauptbahnhof an. Fahrgäste können dadurch praktisch um die Baustelle herumlaufen. Es gebe einen neuen Fahrplan mit ausreichend Zeit, um Anschlüsse zum RE 1 zu erreichen, sagte Jörg Vogler, der Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe, dem rbb.

Die Vollsperrung ist auch für den Rettungsdienst eine Herausforderung. Bisher konnten Feuerwehr und Polizei wie die Busse der Verkehrsbetriebe durch die Baustelle fahren. Ab Freitag 18 Uhr ist das nicht mehr möglich. Im Ortsteil Schmerzke, südlich der Baustelle, hat die Stadt deswegen kurzerhand eine provisorische Feuerwehrwache eingerichtet und Personal sowie einen Rettungswagen angemietet. Der zuständige Beigeordnete Thomas Barz spricht von Kosten im sechsstelligen Bereich und von einer "absoluten Ausnahmesituation".

Bis Mittwoch früh um 5 Uhr soll die B1 wegen der Arbeiten an der Brücke komplett gesperrt sein. Dabei geht es vorerst nur darum, Teile der maroden Brücke so zu stabilisieren, dass der Verkehr wenigstens einseitig über die B1 in Brandenburg wieder fließen kann. Abbruch und Neubau der Brücke, die aus zwei Teilen besteht, beginnen erst danach. Die Arbeiten sollen insgesamt bis Anfang April dauern.

Sendung: Antenne Brandenburg, 24.02.2024, 6 Uhr

3 Kommentare

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  1. 3.

    Die Berichte über die Baustelle beziehen sich oft ausschließlich auf die Verkehrsbehinderungen. Die Belastung der Anwohner der Umleitungsstrecke ist ebenfalls massiv. Lärm und Stau gehen an Mensch und Infrastruktur nicht spurlos vorbei. Hier würde ich mir mehr mediale Aufmerksamkeit und Rücksicht der umgeleiteten Fahrer, besonders bei der Einhaltung der Tempolimits, wünschen.

  2. 2.

    Soweit ich weiß wurde der Bau einer Behelfsbrücke aus Kostengründen abgelehnt. @rbb wissen Sie wie viel das gekostet hätte?
    Eventuell wurden die Mehrkosten aller jetzt behinderten Bereiche nicht vollständig betrachtet, wenn man sich die Kosten beim Rettungswesen und die verlorene Zeit durch endlose Staus betrachtet. Sie werden allerdings auf vielen Schultern abgeladen.

  3. 1.

    Was die Stadt hier verzapft ist einfach lächerlich. Alle Brücken marode, Ampeln die den Verkehr eher behindern bzw. für alle Verkehrsteilnehmer gefährlich machen(siehe Kreuzung Esso. Jahrelange Untätigkeit wird hier wieder einmal direkt auf den Bürger abgewälzt und niemand will es gewesen sein.

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