Kalayci im Gesundheitsausschuss - Bürger sollen sich Impfstoff in Berlin weiterhin aussuchen können

Archiv - Dilek Kalayci (SPD), Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, spricht vor dem Corona-Impfzentrum der Arena mit Journalisten. (Bild: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa/Paul Zinken

Berlinerinnen und Berliner sollen weiterhin wählen können, welchen Impfstoff sie bevorzugen. Die Wahlfreiheit ergebe sich einfach aus dem Impfmanagement in der Stadt, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses.

"Was spricht dagegen, wenn man weiß, in diesem Impfzentrum gibt es Impfstoff XY, dass man sich danach dann auch richten kann?", fragte die Senatorin. "Ich werde kein Geheimnis daraus machen, in welchem Impfzentrum gerade welcher Impfstoff geimpft wird." Daraus ergebe sich von selbst, dass sich die Menschen, die geimpft werden möchten, mit dem Impfzentrum auch für einen bestimmten Impfstoff entschieden.

Biontech/Pfizer in zwei Impfzentren, Moderna im dritten

"Wir haben jetzt diese schlichte, einfache Sortierung Impfzentrum gleich Impfstoff. Das kann später komplexer werden, dass wir in einem Impfzentrum auch mehrere Impfstoffe haben", sagte Kalayci.

Eine andere Situation ergebe sich, wenn auch in den Arztpraxen geimpft werde. Das ist allerdings erst für eine spätere Impfphase vorgesehen. Alle Impfzentren arbeiten momentan noch nicht unter voller Auslastung.

Derzeit kommt im Impfzentrum in Berlin-Treptow und in dem auf dem Messegelände der Impfstoff von Biontech/Pfizer, im Impfzentrum im Stadtteil Wedding dagegen der des US-Herstellers Moderna zum Einsatz.

Sendung: Abendschau, 18.01.2021, 19.30 Uhr

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18 Kommentare

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  1. 18.

    70% bis Sommer!
    Aus der bisherigen Impfgeschwindigkeit habe ich gerade mit ,komplexem Dreisatz-Verfahren’ die 70% errechnet. Es kam raus tatsächlich der Sommer ... 2023.

  2. 17.

    "Werden in Zukunft häufiger von Virusvarianten hören"

  3. 16.

    Ich wusste bis dato gar nicht, dass man sich den Impfstoff aussuchen konnte. Ich dachte, es bliebe bei: kommt er oder kommt er nicht.
    Aber Frau Kalayci macht es ihrem Parteigenossen Lauterbach gleich: irgendetwas sagen - Hauptsache in den Medien, täglich.

  4. 15.

    Bei dem Tempo wäre ich schon froh, wenn ich dieses Jahr überhaupt noch geimpft werde.

  5. 14.

    Das macht schon Sinn, denn während bei den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna über 90 Prozent Impfschutz nachgewiesen wurden, bietet der von AstraZeneca nur 60-70 Prozent Sicherheit. Insofern möchte ich schon entscheiden können, welches Mittel ich mir spritzen lasse und welches nicht.

  6. 13.

    Haupsache impfen, das schnell, Wohnungsnah ohne viel Tara. Einfach machen und nicht nur reden. Soviel Impfstoff ranschaffen in kurzer Zeit wie eben möglich.

  7. 12.

    Zielführender wäre die Fortgesetzte Impf-Erfolgskontrolle und zeitnahe Veröffentlichunng festgestellter Risiken und Mängel. - Diese ewigen Wahl-Werbeaktionen tragen den Dunst von persönlichem Versagen und verschlepptem schlechten Gewissens.

  8. 11.

    .....reden, reden...und schlecht realisieren....das ist..leider...das Markenzeichen...!
    Oft nachweisbar!

  9. 10.

    Ich denke, man sollte den kürzesten Weg nehmen (minimiert das Risiko unterwegs) und das am nächsten gelegene Impfzentrum nehmen. Wenn es jetzt nach Impfstoffwahl geht, strömen womöglich alle in eines, und die anderen dürfen dafür weitere Wege in Kauf nehmen, weil das in ihrer Nähe bereits ausgebucht ist....

  10. 9.

    Die Senatorin hat Recht, denn de facto kann ein Berliner auswählen. Wiederholter Hinweis darauf gut, weil der Impfbereitschaft sicher eher zuträglich. Keine Auswahl wäre sicher eher abträglich.

  11. 8.

    Sehr geehrte Frau Senatorin, entwirren Sie erst einmal das Verkehrschaos in der Puschkin Allee vor dem Impfzentrum Arena und sorgen Sie für Hinweisschilder für die Anfahrt! Sie sammeln keine Wählerstimmen mit weltfremden Ideen. Es ist nicht die Zeit, in der sich Politikerinnen mit besonders radikalen Ideen bessere Positionen für kommende Wahlen schaffen können. ( Das gilt auch für Ihre Senatskollegin Breitenbach). Nichts schadet jetzt mehr, als Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufzuhetzen.

  12. 7.

    Kaum bis kein Impfstoff aber die Bevölkerung wählen lassen, was ist das wir ein Unsinn.
    Vielleicht sollte die Senatorin erstmal dafür sorgen das überhaupt etwas klappt ehe sie große Versprechen macht.

  13. 6.

    Ich hoffe doch, dass ich mir den aussuchen kann - aus dem Angebot. Bin auch nie zur Grippeimpfung gegangen und hatte bisher keine. (wir Impfen mal - die Grippe könnte kommen).

  14. 5.

    In welcher Traumwelt lebt denn Frau Kalayci oder schwebt diese Frau gerade auf Wölckchen sieben. Weiß Frau Kalayci vielleicht wo man mehr Impfstoff herbekommt. An dieser Aussage von Frau Kalayci sehe ich auch daß diese Frau als Gesundheit Senatorin fehl besetzt ist.

  15. 4.

    Es ist so lächerlich, was führen die hier für eine Debatte Frau Kalayci ??
    Sorgen Sie doch zunächst mal für ausreichend Impfstoff !!!

  16. 3.

    Nicht genug Impfstoff vorhanden, aber rumposaunen, das man sich aussuchen "darf", welchen Impfstoff man geimpft bekommen möchte. Merkt Sie eigentlich noch, was Sie da von sich gibt?

  17. 2.

    Super da bin ich ja begeistert wird jetzt ein Supermarkt für Impfstoffe eröffnet?? Nächste Frage wann wird dieser eröffnet? Oh man nichts bekommt man hier auf die Reihe aber schön das man sich schon Impfstoffe aussuchen darf der blanke Hohn

  18. 1.

    Kalayci!
    Letzte Woche kam meine Nachbarin (85 Jahre alt) mit FFP2-Maske zu mir an die Tür. Etliche Seiten Impfeinladung, Datenschutzaufklärungen, eine wenigsagende Berlinkarte mit allen Impfzentren (von denen ja viele noch gar nicht eröffnet sind), Telefonnummern en masse u.a. zum Landesdatenschutzbeauftragten usw. etc. etc.
    Unübersichtlicher geht's nicht. Und dazu kommt noch die Frage, welcher Impfstoff... das ist doch - drastisch gesagt - scheißegal und verwirrt insbesondere diejenigen, also die Älteren, die aktuell prioritär geimpft werden sollen.

    HABEN SIE KEINE KOMMUNIKATIONSBERATER??? Die liebe Nachbarin ist eigentlich noch geistig fit, war aber ganz aufgelöst und ich musste ihr erstmal ausführlich erklären, was sie machen muss. Nicht, dass ich ihr nicht gerne helfe. Aber: Das kann es doch nicht sein! Und was machen Menschen mit Ihren verwirrenden Infos, die keine Ansprechpartner in ihrer Umgebung haben?

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