Beschränkungen wegen Corona - Was in Berlin jetzt erlaubt ist - und was verboten

Mi 24.11.21 | 12:31 Uhr
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Symbolbild: Auf einem Schild vor dem Zoo wird auf die 2G-Regel hingewiesen. In der Hauptstadt gilt die 2G-Regel mit weiteren Einschränkungen für Ungeimpfte. (Quelle: dpa/F. Sommer)
Bild: dpa/F. Sommer

Ab dem 27. November 2021 tritt in Berlin eine erweiterte 2G-Regel in Kraft. So wird etwa die 2G-Regelung auf den Einzelhandel ausgeweitet. Außerdem besteht künftig bei der 2G-Bedingung eine Maskenpflicht. Eine Übersicht über die Regeln.

Der Senat hat am 23.11.2021 die elfte Verordnung der Dritten Infektionsschutzmaßnahmenverordnung [berlin.de] beschlossen. Diese Regelungen gelten ab 27.11.2021.

Erweiterung der 2G-Regelung

- Grundsätzliche Maskenpflicht bei 2G-Bedingung;

- Masken- oder Testpflicht im Bereich der körpernahen Dienstleistungen;

- 2G und Maskenpflicht in der Innengastronomie;

- Abstandsgebot oder Testpflicht im Bereich der Sportausübung in geschlossenen Räumen;

- Testpflicht und Höchstauslastung von 50 Prozent der Kapazität des Veranstaltungsortes bei Tanzlustbarkeiten und ähnlichen Unternehmen in geschlossenen Räumen.

Ausweitung der 2G-Regelung auf

- Einzelhandel, ausgenommen bleibt die Grundversorgung;

- Übernachtungen in Hotels, Beherbergungsbetrieben u.a.;

- Volkshochschulen, Einrichtungen der allgemeinen Erwachsenenbildung, Musikschulen u.a.;

- Fahrschulen und ähnliche Einrichtungen

- Beschränkung der zulässigen Personenzahl bei Großveranstaltungen ab 01.Dezember 2021;

- Maskenpflicht auf Weihnachtsmärkten, Öffnung auch unter 2G-Bedingungen möglich

2G- und 3G-Modelle

Im Wesentlichen erhalten entweder nur geimpfte und genesene Personen (2G) oder auch zusätzlich negativ getestete Personen (3G) Zutritt.

Die 2G-Bedingung sieht vor:

- Der Zutritt ist auf Personen beschränkt, die vollständig geimpft sind oder als genesen gelten.

- Die Impf- und Genesenennachweise müssen digital verifizierbar sein – etwa über die Corona Warn App des Bundes oder die CovPass-App des Robert Koch-Instituts. Auch ausgedruckte QR-Codes sind digital verifizierbar.

- Das Vorliegen der Impf- oder Genesenennachweise der Gäste und Kunden muss mit der Anwesenheitsdokumentation erfasst werden.

- Das 2G-Modell kann auch tagesweise oder für einen begrenzten Zeitraum gelten.

- Personal mit unmittelbaren Kunden- und Gästekontakt muss entweder vollständig geimpft sein oder als genesen gelten oder einen aktuellen negativen Coronatest vorlegen.

Kinder unter 18 Jahren dürfen an 2G-Veranstaltungen teilnehmen und 2G-Einrichtungen betreten und nutzen, wenn sie negativ getestet sind.

Auch Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können und dies durch ein Attest oder Mutterpass nachweisen können, können künftig unter 2G-Bedingungen teilhaben. Diese Personen müssen allerdings einen negativen PCR-Test vorlegen.

Im 3G-Modell erhalten neben Geimpften und Genesenen ebenfalls negativ getestete Personen Zutritt.

Verpflichtung zum 2G-Modell

Sind Innenräume betroffen, ist das 2G-Modell für folgende Veranstaltungen, Dienstleistungen und Einrichtungen verpflichtend:

- Alle Veranstaltungen mit mehr als 20 Personen, auch private Feiern

- Körpernahe Dienstleistungen im Bereich der Körperpflege (etwa Friseure und Kosmetikstudios)

- Restaurants und weitere gastronomische Betriebe

- Museen, Kinos, Clubs, Theater, Konzertsäle und ähnliche kulturelle Einrichtungen

- Stadtrundfahrten, Stadtführungen und ähnliche touristische Angebote

- Gedecke Sportanlagen inklusive Fitnessstudios und Hallenbäder

- Saunen, Thermen und ähnliche Einrichtungen

- Spielhallen, Vergnügungsparks und ähnliche Einrichtungen

- Sexuelle Dienstleistungen

Regelungen am Arbeitsplatz

Die Arbeitsstätte darf nur von genesenen, geimpften oder getesteten Personen aufgesucht werden (3G-Regelung). Die Einhaltung dieser 3G-Regelung soll vom Arbeitgeber täglich kontrolliert und dokumentiert werden.

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind angehalten, ihren Mitarbeitern Home-Office oder mobiles Arbeiten zu ermöglichen, sodass Büroarbeitsplätze zu maximal 50 Prozent besetzt werden.

Testangebote

Jede Person kann mindestens einmal pro Woche eine kostenlose Testung mittels PoC-Antigen-Test (sogenannte Schnelltests) in den landeseigenen und gewerblichen Testzentren in Anspruch zu nehmen.

Für Tests können sowohl die zwölf senatseigenen Teststellen, als auch die gewerblichen Teststellen genutzt werden. Anspruch auf eine kostenlose PCR-Nachtestung besteht grundsätzlich nur in den senatseigenen Testzentren. Die gewerblichen Teststellen führen in der Regel keine PCR-Nachtestung durch. Einzige Ausnahme: In einer gewerblichen Teststelle wurde eine Person positiv durch einen Schnelltest getestet und erhält nun direkt vor Ort den kostenlosen PCR-Test.

Übersicht: Wer ist für einen PCR-Test anspruchsberechtigt und welcher Nachweis ist erforderlich? [berlin.de]

Folgende Personengruppen haben weiterhin ausschließlich über die senatseigenen Testzentren Anspruch auf einen kostenlosen PCR Test:

- Bedürftige, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können und an einer 2G-Veranstaltung teilnehmen möchten,

- Personen, deren zuvor außerhalb einer Teststelle durchgeführte Schnelltest in Eigenanwendung positiv ist,

- Personen, deren Corona-Warn-App ein erhöhtes Risiko anzeigt,

- Personen, die vom Gesundheitsamt oder von den behandelnden Ärztinnen und Ärzten offiziell als Kontaktpersonen festgestellt wurden.

Übersicht der landeseigenen Teststellen

Testpflicht

Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, mindestens zwei Mal pro Woche einen kostenlosen Antigen-Schnelltest [Point-of-Care (PoC)-Antigen-Test] oder solche zur Selbstanwendung unter Aufsicht anzubieten. In Krankenhäusern gilt eine tägliche Testpflicht für patientennah arbeitendes Personal.

Die Arbeitgeber müssen auf Wunsch eine Bescheinigung über das tagesaktuelle Testergebnis ausstellen, die dem von der Gesundheitsverwaltung zur Verfügung gestellten Muster entspricht.

Die Testpflicht entfällt für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit körperlichem Kontakt zu Kundinnen und Kunden, wenn sie vollständig geimpft sind oder als genesen gelten.

Schreibt die Verordnung vor, dass ein negativer Test nötig ist, so gilt dies auch nicht für Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr.

Quarantänepflicht

Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss Quarantäne- und weitergehenden Testpflichten nachkommen:

- Bei einem positiven PoC-Schnelltest oder Selbsttest, der unter Aufsicht durchgeführt wurde (beim Arbeitgeber oder im Rahmen einer erweiterten Einlasskontrolle), müssen sich Betroffene unverzüglich einem PCR-Test unterziehen. Bis zur Vorlage des Testergebnisses gilt die Pflicht zur häuslichen Quarantäne.

- Bei einem positiven PoC-Selbsttest, der nicht unter Aufsicht durchgeführt wurde, gilt zunächst nur die Pflicht, unverzüglich einen PCR-Test durchführen zu lassen. In diesem Fall gilt zwar keine Quarantänepflicht, allerdings sollten sich Betroffene vorsorglich in häusliche Isolation begeben.

- Bei einem positiven PCR-Test muss die häusliche Quarantäne für mindestens 14 Tage in Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt eingehalten werden. Für die Beendigung der Quarantäne ist ein negativer Corona-Test erforderlich.

Während der Quarantäne sind sämtliche Kontakte mit haushaltsfremden Personen verboten. Die Quarantänepflichten gelten vorerst bis zum 15. Januar 2022.

Wird die Quarantänepflicht nicht eingehalten oder nach einem positiven PoC-Test kein PCR-Test vorgenommen, droht ein Bußgeld von mindestens 1.000 Euro.

Quarantäne-Regelungen der Bezirke finden Sie hier [berlin.de].

Kontaktpersonen-Quarantäne

Von der Absonderungspflicht aufgrund eines engen Kontaktes zu einer positiv auf Covid-19 getesteten Person befreit sind:

- Personen, die vollständig geimpft sind,

- Personen, die von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind und die eine Impfung gegen Covid-19 erhalten haben,

- Personen, die in den letzten sechs Monaten an Covid-19 erkrankt waren und genesen sind.

Ausnahmen gelten bei Virusvarianten, bei Vorliegen von Symptomen sowie im Krankenhausbereich. Für den Pflegebereich sind bei hoher Durchimpfungsrate weitergehende Befreiungen von der Absonderungspflicht geregelt.

Mund-Nasen-Schutz

Das Tragen einer FFP2-Maske ohne Ventil (oder vergleichbare Maske) ist verpflichtend:

- In Bus, U-Bahn, S-Bahn, Tram und auf Fähren für Fahrgäste

- In Fernbussen, Fern- und Regionalverkehrszügen für Fahrgäste

- Auf Bahnhöfen, Flughäfen und Fährterminals für Fahrgäste

- In Arztpraxen für Besucherinnen und Besucher sowie Patientinnen und Patienten

- In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen für Besucherinnen und Besucher sowie Patientinnen und Patienten, die sich nicht auf ihrem Zimmer aufhalten oder Besuch empfangen

- Bei der Inanspruchnahme medizinisch notwendiger körpernaher Dienstleistungen

- Bei der Erbringung und Inanspruchnahme erlaubter körpernaher oder sexueller Dienstleistungen

- In Taxen, (Charter-)Bussen und sonstigen Fahrzeugen

Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 14 Jahren können in diesen Fällen einen medizinischen Gesichtsschutz tragen.

Das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske (OP-Maske oder FFP2-Maske ohne Ventil) ist verpflichtend:

- In Supermärkten und Geschäften

- In Bus, U-Bahn, S-Bahn, Tram und auf Fähren für das Personal

- In Fernbussen, Fern- und Regionalverkehrszügen für das Personal

- Auf Bahnhöfen, Flughäfen und Fährterminals für das Personal

- In Gewerbebetrieben, die nicht im 2G-Modell öffnen

- In Gaststätten inklusive der Außenbereiche, wenn nicht im 2G-Modell geöffnet wird

- Bei kulturellen Veranstaltungen und Dienstleistungen unter 3G-Bedingungen für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich nicht an ihrem Platz aufhalten. Sofern der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann und bei geschlossenen Räumen keine maschinelle Lüftung vorhanden ist, gilt die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen auch am Sitzplatz.

- In der beruflichen Bildung und allgemeinen Erwachsenenbildung in geschlossenen Räumen

- In Büro- und Verwaltungsgebäuden, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann (nicht am festen Arbeitsplatz)

- In Arztpraxen für das Personal

- In Krankenhäusern für das Personal (Ausnahme: Bei der unmittelbaren Versorgung vulnerabler Patientengruppen muss das Personal eine FFP2-Maske tragen).

- In Pflegeeinrichtungen für Bewohnerinnen und Bewohner, die sich nicht in ihrem Zimmer oder bei Mahlzeiten an ihrem festen Sitzplatz aufhalten.

- In Schulgebäuden. Auf dem Schulgelände darf die Maske im Freien abgelegt werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird.

- Bei privaten Fahrten für Personen aus einem fremden Haushalt (ausgenommen die Fahrerinnen und Fahrer selbst)

- Auf Weihnachtsmärkten, Märkten und in Warteschlangen

- Bei Demonstrationen

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist an allen Orten im öffentlichen Raum dringend empfohlen, an welchen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Für Kinder bis 6 Jahre besteht keine Maskenpflicht.

Eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske gilt auch in Büro- und Verwaltungsgebäuden: Die Mund-Nasenbedeckung muss immer dann getragen werden, wenn man sich von seinem Schreibtisch entfernt, also für den Gang zur Toilette, zum Ausgang, zur Kantine, im Fahrstuhl oder wenn der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann. Bei der Arbeit am Schreibtisch muss keine Maske getragen werden.

Für Bedürftige stellt der Senat ein Kontingent an Masken bereit, die von den Bezirken verteilt werden.

Wer gegen die Maskenpflicht verstößt, riskiert ein Bußgeld von mindestens 50 Euro.

Einkaufen

Im Einzelhandel gilt ab 27.11.2021 die 2G-Regel. Die Grundversorgung ist davon ausgenommen. Die Personenanzahl ist derart zu begrenzen, dass die Besucherinnen und Besucher von Verkaufsstellen den Mindestabstand zueinander einhalten können. Die erlaubte Fläche pro Kundin bzw. Kunden beträgt 5 Quadratmeter. Eine Pflicht zur Anwesenheitsdokumentation (per Luca-App oder Ausfüllen von Kontaktformularen) besteht nicht.

Auch Wochenmärkte dürfen unabhängig vom Sortiment ohne negativen Test besucht werden.

In Innenräumen von Geschäften und Dienstleistungsbetrieben müssen Kundinnen und Kunden grundsätzlich eine medizinische Maske tragen.

Flohmärkte, Kunstmärkte sowie Spezialmärkte dürfen wieder öffnen.

Auf Weihnachtsmärkten besteht eine Maskenpflicht. Weihnachtsmärkte können unter 2G-
Bedingungen geöffnet werden.

Universitäten und Hochschulen

Lehre und Studium finden zum überwiegenden Teil wieder in Präsenz statt. Für den Betrieb der staatlichen, privaten und konfessionellen Hochschulen wurden u.a. folgende Grundsätze vereinbart:

- Lehrveranstaltungen und Prüfungen können in Präsenz unter Beachtung der Schutz- und Hygieneregeln stattfinden.

- Hochschulbibliotheken dürfen Leihbetrieb anbieten sowie Arbeitsplätze und PC-Pools öffnen.

- Nur wer geimpft, genesen oder getestet ist, kann die Angebote der Hochschulen wahrnehmen und Zugang zu den Services erhalten.

- Die Maskenpflicht an Hochschulen wird an die aktuellen Vorgaben für Veranstaltungen angepasst.

- Für Veranstaltungen, die in Präsenz durchgeführt werden, stellen die Hochschulen eine zur Kontaktverfolgung angemessene Anwesenheitsdokumentation sicher. Die Nutzung der Corona-Warn-App wird ergänzend empfohlen.

- Für Hochschulen wird der Grundsatz des Lehrbetriebs mit Online-Formaten aufgehoben.

- Spezifische Vorgaben für die Künste und den Sport gelten entsprechend der jeweiligen aktuellen Regelungen der Berliner Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

Impfungen für Studierende
Nur wer geimpft oder genesen ist, oder einen aktuellen negativen Test vorweisen kann, erhält Zugang zu den Angeboten der Hochschulen vor Ort. Der Berliner Senat appelliert an alle Studierenden, die vielfältigen Möglichkeiten für eine Impfung gegen das Coronavirus in Berlin zu nutzen und damit die Rückkehr auf den Campus im Wintersemester zu unterstützen.

Studierende haben verschiedene Möglichkeiten, sich in Berlin impfen zu lassen.

Mehrere Berliner Hochschulen bieten Impfungen in den eigens eingerichteten Impfstellen an oder über mobile Impf-Teams:
- Freie Universität Berlin [www.impfzentrum.fu-berlin.de]
- Humboldt Universität zu Berlin [www.hu-berlin.de]
- Technische Universität Berlin [tu.berlin]

Weitere Informationen finden Sie hier [berlin.de].

Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Beschäftigte werden gebeten, sich mit spezifischen Nachfragen an ihre jeweiligen Einrichtungen zu wenden. Hier finden Sie die Informationsseiten der Berliner Hochschulen zur Corona-Prävention.

Schulen

An den Berliner Schulen gilt die Präsenzpflicht. Für Schülerinnen und Schüler sowie das Schulpersonal besteht in Innenräumen die Pflicht, eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen. Bei Prüfungen, Klausuren und Klassenarbeiten darf diese jedoch abgenommen werden.

In Berlin testen sich alle Schülerinnen und Schüler sowie auch alle Beschäftigten, die in regelmäßigem Kontakt mit den Schülerinnen und Schülern sind, verpflichtend drei Mal pro Woche selbst in der Schule.

Diese Selbsttests sind nur gültig, wenn sie unter Aufsicht durchgeführt wurden. Auch können Selbsttest vorgelegt werden mit einer Bescheinigung, doch darf diese Erklärung nicht von den Eltern, den Erziehungsberechtigten noch sonstigen nahestehenden Personen erstellt werden. Schülerinnen und Schüler können sich alternativ auch in öffentlichen Testzentren testen lassen. Bei Schülerinnen und Schülern kann der negative Nachweis auch mittels Antigen-Schnelltests erwogen werden. Die Testung sollte als Fremdtestung durch oder unter Aufsicht vor Ort von geschulten Personen (überwachter Antigen-Test zur Eigenanwendung) erfolgen.

Alle Beschäftigten mit Kontakt zu Schülerinnen und Schülern müssen ebenfalls drei Mal pro Woche einer Testpflicht nachkommen.

Hier sind auch Selbsttests zulässig, die ohne eine Aufsicht erfolgen. Geimpfte und genesene Schulmitarbeiterinnen und Schulmitarbeiter sind von der Testpflicht ausgenommen.

Schülerinnen und Schüler, die durch ihren Schulbesuch regelmäßigen Coronatests unterzogen werden, sind von möglichen weiteren Testpflichten – etwa zur Teilnahme an kulturellen Angeboten – befreit. Als Nachweis dient der Schülerausweis.

Mehr Informationen zur Teststrategie an Schulen finden Sie hier [berlin.de].

Sofern Schülerinnen und Schüler enge Kontaktpersonen von positiv getesteten anderen Schülerinnen und Schülern sind, beträgt die Quarantäne für Kontaktpersonen 5 Tage. Abweichende Regelungen der Gesundheitsämter sind unzulässig.

Zur regelmäßigen Beurteilung des Infektionsgeschehens an den Berliner Grundschulen, allgemeinbildenden weiterführenden Schulen sowie an den beruflichen Schulen kommt der Corona-Stufenplan wieder zum Einsatz.

Folgende Stufen sieht der Plan vor:

Grün
: Regelunterricht unter Beachtung der allgemein geltenden Hygieneregelungen. Schulfahrten und internationaler Austausch sind möglich.

Gelb: Wechselunterricht. Mischung aus Präsenzunterricht mit verstärkten Hygieneregeln – etwa einer Maskenpflicht im Unterricht und ggf. eine Halbierung der Lerngruppen zur Sicherung des Mindestabstands und schulisch angeleitetem Lernen zu Hause. Es wird eine Notbetreuung angeboten.

Rot: Schulschließungen und Unterricht im Alternativszenario bei erheblichen landesweiten Infektionsgeschehen. Es wird eine Notbetreuung angeboten.

Zum Stufenplan für Berliner Schulen kommen Sie hier [berlin.de].

Kitas

Einrichtungen der Kindertagesförderung arbeiten derzeit im Regelbetrieb. Alle Kinder erhalten somit eine Betreuung gemäß individuellem Gutschein. Eltern erhalten von ihrer Kita Antigen-Schnelltests für zwei wöchentliche Testungen pro Kind und werden gebeten, ihre Kinder regelmäßig auf das Coronavirus zu testen.

Beschäftigte mit Kontakt zu Kindern müssen sich zwei Mal pro Woche auf das Coronavirus testen lassen. Die Testpflicht entfällt für geimpfte und genesene Personen.

Fahrschulen, Volkshochschulen und andere Bildungseinrichtungen

Fahr-, Boots und Flugschulen sowie ähnliche Einrichtungen dürfen nur von Kundinnen und Kunden aufgesucht werden, die geimpft oder genesen sind. Die 2G-Regel gilt ab 27.11. Seit der Öffnung müssen die Betriebe ihrem Personal regelmäßige Testangebote machen.

Volkshochschulen sowie weiteren Einrichtungen der allgemeinen Erwachsenenbildung, Musikschulen, Jugendkunstschulen, Jugendverkehrsschulen, Gartenarbeitsschulen sowie freien Einrichtungen im Sinne des Schulgesetzes dürfen wieder Präsenzunterricht durchführen. Ab 27.11. gilt die 2G-Regel.

Gastronomie, Kantinen und Alkoholverbote

Gaststätten dürfen unter Einhaltung strenger Hygienevorgaben für den Publikumsverkehr öffnen. Personengrenzen gibt es nicht mehr. In Innenräumen ist das 2G-Modell verpflichtend: Gäste müssen vollständig geimpft oder genesen sein und eine medizinische Maske tragen. Die Verantwortlichen der Gaststätten sind dazu verpflichtet, die entsprechenden Nachweise einzufordern und Gästen bei Nichtvorlage den Zutritt zu verweigern.

Im Freien ist das 2G-Modell optional. Sofern die 2G-Option nicht angewandt wird, gelten zusätzliche Vorgaben: Der Verzehr von Speisen und Getränken ist nur am Tisch zulässig. Sofern sich Gäste nicht an ihrem Sitzplatz aufhalten, müssen sie eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Auch für das Personal gilt eine Maskenpflicht.

Im Außenbereich ist die Benutzung der sanitären Anlagen ohne Vorlage eines negativen Testergebnisses erlaubt.

Das nächtliche Verbot von Ausschank, Abgabe und Verkauf von alkoholischen Getränken ist aufgehoben.

Unternehmenskantinen dürfen Speisen und Getränke in Innenräumen anbieten. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens entfällt die Pflicht, einen 2G-Nachweis vorzulegen.

Körpernahe Dienstleistungen

Bei der Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen, etwa in Friseursalons, Solarien, Kosmetiksalons und ähnlichen Einrichtungen gilt die 2G-Bedingung. Kundinnen und Kunden sind dazu verpflichtet, einen Impf- oder Genesenennachweis vorzulegen. Außerdem besteht nach Wahl des Verantwortlichen eine Masken- oder Testpflicht.

Bei körpernahen Dienstleistungen, die aus medizinischen, therapeutischen oder seelsorgerischen Gesichtspunkten notwendig sind, entfällt die Pflicht zur 2G-Bedingung. In diesem Fall müssen Kundinnen und Kunden, sofern möglich, eine FFP2-Maske tragen.

Prostitution

Prostitutionsgewerbe dürfen unter Einhaltung strenger Vorgaben öffnen. Sexuelle Dienstleistungen dürfen angeboten und in Anspruch genommen werden. Ab 15.11. gilt die 2G-Regel. Kundinnen und Kunden sind dazu verpflichtet, vorab einen Termin zu vereinbaren.

Der Betrieb von Prostitutionsfahrzeugen sowie die Ausrichtung von Prostitutionsveranstaltungen ist ausschließlich unter 2G-Bedingungen gestattet.

Kultur, Freizeit, Veranstaltungen

Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 20 Personen ist das 2G-Modell verpflichtend. Es sind bis zu 1.000 Personen erlaubt. Gibt es eine maschinelle Lüftung, sind bis zu 2.000 Personen zulässig. Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit weniger als 20 Personen können im 2G- oder 3G-Modell durchgeführt werden.

Sofern sich Besucherinnen und Besucher nicht auf ihrem Platz aufhalten, müssen sie eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Kann ein Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden, besteht die Pflicht zum Tragen einer Maske auch am fest zugewiesenen Platz, wenn nicht alle Personen geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Findet eine Veranstaltung unter 2G-Bedingungen statt, so entfällt unter anderem die Pflicht zum Tragen einer Maske, außerdem kann auf die Einhaltung des Mindestabstandes verzichtet werden.

Ab 01.12. können Großveranstaltungen mit mehr als 2000 Anwesenden im Freien oder mehr als 1000 Anwesenden in geschlossenen Räumen nur bis zu einer absoluten Zahl von 5000 Zuschauenden mit voller Kapazität und für den 5000 Personen überschreitenden Teil mit maximal 50 Prozent der weiteren Kapazität genehmigt werden. Das 2G-Modell ist verpflichtend und es sind gesonderte Schutzmaßnahmen einzuhalten.

Außerdem ist das Singen in geschlossenen Räumen nach Maßgabe des Hygienerahmenkonzepts Kultur wieder zulässig. Auch diese verschärften Regelungen von Zusammenkünften gelten grundsätzlich nur, wenn die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln gewährleistet werden kann. Außerdem müssen alle Innenräume gut belüftet werden. Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlegen. Die Betreiber sind verpflichtet, diese Daten nach vier Wochen zu vernichten.

Kinos, Theater, Opern- und Konzerthäuser etc. dürfen ihre Innenräume für Besucher öffnen. Es gilt eine Personenobergrenze von 1.000 zeitgleich anwesenden Personen in Innenräumen sowie 2.000 Personen im Freien. Im Bereich dieser kulturellen Einrichtungen gilt die 2G-Bedingung.

Bei Veranstaltungen müssen alle Beteiligten einen vollständigen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen.

Museen, Galerien und Gedenkstätten dürfen besucht werden. Das 2G-Modell ist verpflichtend, sofern geschlossene Räume betroffen sind. Bei Veranstaltungen in genannten Einrichtungen gelten gesonderte Vorgaben.

Stadtrundfahrten und Führungen können wieder stattfinden. Sofern geschlossene Räume betroffen sind, ist das 2G-Modell verpflichtend. Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen. Im Freien können Veranstalterinnen und Veranstalter das 3G-Modell wählen. Im 3G-Modell besteht für alle Teilnehmenden die Pflicht, eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen, wenn sie sich nicht an ihrem Platz aufhalten.

Die Außenanlagen von Tierpark und Zoo sind für den Publikumsverkehr geöffnet. Die Innenbereiche von Zoo, Tierpark und Botanischem Garten dürfen ebenfalls öffnen, sofern das 2G-Modell umgesetzt wird.

Vergnügungsstätten, Freizeitparks und Betriebe für Freizeitaktivitäten sowie Spielhallen, Spielbanken, Wettvermittlungsstellen und ähnliche Betriebe dürfen wieder öffnen. Soweit geschlossene Räume betroffen sind, gilt auch hier ab 15.11. die 2G-Regelung. Besucherinnen und Besucher brauchen Impf- oder Genesenennachweis.

Jahrmärkte und Volksfeste dürfen im Freien wieder stattfinden. Es gelten dieselben Vorschriften wie für Veranstaltungen im Freien.

Clubs und Diskotheken dürfen für Geimpfte und Genesene wieder öffnen. Ein negativer Corona-Test der Gäste reicht nicht. Tanzveranstaltungen und ähnliche Unternehmen, die in geschlossenen Räumen stattfinden, dürfen nur noch unter 2G-Bedingungen für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Es besteht eine Testpflicht und eine Höchstauslastung von 50 Prozent der Kapazität des Veranstaltungsortes.

Im Freien sind Tanzveranstaltungen mit bis zu 2.000 Personen möglich. Veranstalterinnen und Veranstalter können zwischen dem 2G- und 3G-Modell wählen.

Der Leihbetrieb von Bibliotheken ist zulässig. Allerdings kann es Einschränkungen bei den Öffnungszeiten und der Anzahl der Standorte geben. Nutzer müssen bei dem Besuch von Bibliotheken grundsätzlich eine medizinische Maske tragen.

Private Feiern und Veranstaltungen

Private Veranstaltungen, insbesondere Hochzeitsfeiern, Geburtstagsfeiern, Abschlussfeiern oder Feierlichkeiten anlässlich religiöser Feste in geschlossenen Räumen dürfen mit bis zu 50 zeitgleich anwesenden Personen stattfinden. Im Freien sind bis zu 100 zeitgleich anwesende Personen erlaubt. Auch hier gelten die jeweiligen Masken-, Test- und Sitzplatzzuweisungs-Pflichten.

Bei privaten Veranstaltungen mit mehr als 20 Personen sind folgende Vorgaben einzuhalten:
- In Innenräumen ist das 2G-Modell verpflichtend
- Veranstalterinnen und Veranstalter erstellen ein Schutz- und Hygienekonzept, das die Einhaltung des Mindestabstandes, die Dokumentation aller Anwesenden zur Kontaktnachverfolgung und eine ausreichende Belüftung festhält.
- Im Freien gilt: Allen Besucherinnen und Besuchern wird ein fester Sitzplatz zugewiesen. Sofern alle Teilnehmerinnen negativ getestet, geimpft oder genesen sind, entfällt diese Vorgabe. Die Abstandsregeln gelten im 3G-Modell weiterhin. Sind nur Geimpfte und Genesene anwesend (2G), entfallen sie ebenfalls.

Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit weniger als 20 Personen können im 2G- oder 3G-Modell durchgeführt werden.

Die konkrete Handhabung bei Eheschließungen kann sich von Bezirk zu Bezirk jedoch unterscheiden. Die zulässige Teilnehmerzahl bei Eheschließungen und die für die einzelnen Eheschließungsstandorte geltenden Regelungen müssen deshalb beim jeweiligen Standesamt erfragt werden.

Geimpfte und genesene Menschen werden bei der Bestimmung der anwesenden Personenzahl bei privaten Veranstaltungen inklusive Beerdigungen nicht mitgezählt.

ÖPNV und Autofahrten

In allen öffentlichen Verkehrsmitteln besteht die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske und die 3G-Regel. Sofern Fahrgäste nicht geimpft oder genesen sind, müssen sie bei der Nutzung eines Verkehrsmittels einen Nachweis über einen negativen Corona-Schnelltest mit sich führen. Wenn möglich soll ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Das gilt auch für Fähren, Flughäfen, Taxis, Bahnhöfe und Züge. Wer in Bussen und Bahnen ohne Mund-Nasen-Schutz unterwegs ist, muss mit einer Geldstrafe rechnen (zwischen 50 und 500 Euro).

Wer mit Freunden, Bekannten oder anderen Personen in einem Auto fährt, muss ebenfalls eine Maske tragen, wenn der Mitfahrer in einem anderen Haushalt lebt. Wichtig: In all diesen Fällen muss eine medizinische Gesichtsmaske getragen werden.

Sport

Amateursport ist unter Einhaltung von Schutz- und Hygienekonzepten möglich.

Sport im Freien ist in Gruppen ohne Zahlenbeschränkung, ohne Test und auch bei Unterschreitung des Mindestabstands erlaubt. Außerdem ist Sport in geschlossenen Räumen in Gruppen zulässig, wenn alle Anwesenden negativ getestet sind. Ausnahmen gelten für Kinder bis einschließlich 14 Jahre. Diese dürfen ohne Testvorlage in festen Gruppen von bis zu 20 Personen trainieren. Sofern eine Betreuungsperson anwesend ist, muss diese einen negativen Corona-Test vorweisen können. Auch für Profisportler gelten Ausnahmen von der Testpflicht. In geschlossenen Räumen ist die Unterschreitung des Mindestabstands von 1,5 Metern zulässig. Außerdem besteht dort die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Diese kann während der Sportausübung abgenommen werden.

Wettkämpfe im Freien sind in allen Sportarten mit Zuschauenden erlaubt. Ab 500 zeitgleich Anwesenden besteht eine Testpflicht.

Hallenbädern ist die Öffnung ausschließlich im 2G-Modell gestattet.

Ab 15.11. gilt für Saunen, Thermen und ähnliche Einrichtungen, soweit geschlossene Räume betroffen sind, die 2G-Regel.

Fedeckten Sportanlagen, Fitness- und Tanzstudios und ähnlichen Einrichtungen dürfen nur im 2G-Modell öffnen. gilt ab 15.11. die 2G-Regel. Ausnahmen gelten für Kinder bis einschließlich 14 Jahre. Diese dürfen in festen Gruppen von bis zu 20 Personen trainieren. Sofern eine Betreuungsperson anwesend ist, muss diese einen Impf- bzw. Genesenennachweis vorweisen können. Auch für Profisportlerinnen und Profisportler sowie Schülerinnen und Schüler gelten Ausnahmen.

Reha-Sport ist erlaubt. Der ärztlich verordnete Sport ist in Gruppen von bis zu zehn Personen möglich, in begründeten Einzelfällen dürfen auch mehr Menschen teilnehmen.

Gottesdienste

In Berlin dürfen Gottesdienste sowohl im Freien als auch in Innenräumen stattfinden, es gelten keine Obergrenzen für Teilnehmende. Allerdings müssen die festgelegten Hygiene- und Infektionsschutzstandards eingehalten werden. An religiös-kultischen Veranstaltungen dürfen auch Personen teilnehmen, die nicht negativ getestet wurden. Teilnehmende von Gottesdiensten müssen medizinische Masken tragen, sofern sie sich nicht an ihrem Platz aufhalten.

Das Gemeindesingen ist in Innenräumen erlaubt, wenn die in dem Hygienerahmenkonzept festgelegten Hygiene- und Infektionsschutzstandards eingehalten werden. Unter freiem Himmel ist ein 15-minütiger Gemeindegesang mit medizinischer Gesichtsmaske möglich.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Patientennahes Personal in Krankenhäusern muss geimpft, genesen oder täglich getestet sein. Krankenhausträgerinnen und Krankenhausträger müssen allen patientennah arbeitenden Mitarbeitenden ein tägliches Testangebot unterbreiten, welchem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachkommen müssen.

Die Besuchsrechte in Kliniken, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sind deutlich eingeschränkt. In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gilt für Besuchende eine allgemeine FFP2-Maskenpflicht. Außerdem müssen Patentinnen und Patienten außerhalb des Zimmers oder bei Besuch eine FFP2-Maske tragen. Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sind dazu verpflichtet, eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen, wenn sie sich nicht auf ihrem Zimmer aufhalten oder Besuch empfangen. Schwerstkranke und sterbende Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sind hiervon ausgenommen.

In Krankenhäusern und teilstationären Pflegeeinrichtungen gilt ein grundsätzliches Besuchsverbot für Personen, die laut den aktuellen Kriterien des Robert Koch-Instituts typische Covid-19-Symptome zeigen. Ausnahmen gelten unter anderem für den Besuch schwerstkranker und sterbender Personen.

Besuchseinschränkungen in Krankenhäusern

Für Besucherinnen und Besucher in Krankenhäusern, Reha- oder Behinderteneinrichtungen gilt die 3G-Regel. Diese Vorgabe entfällt für den Besuch von schwerstkranken und sterbenden Patientinnen und Patienten.

Die Berliner Krankenhäuser legen eigenständig Besuchsregeln im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie fest. Bitte informieren Sie sich vorab über die geltenden Besuchsregeln der jeweiligen Krankenhäuser.

Besuchseinschränkungen in Pflegeeinrichtungen

Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeinrichtungen dürfen täglich Besuch empfangen, sofern strenge Hygienerichtlinien eingehalten werden und sie während des Besuchs eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Alle Besucherinnen und Besucher sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen täglich eine negative Testbescheinigung vorlegen. Das gilt auch für Geimpfte. Besucherinnen und Besucher müssen innerhalb des Gebäudes zu jeder Zeit eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil tragen. Die Maskenpflicht entfällt in den Zimmern der Bewohnenden, wenn alle Anwesenden vollständig geimpft sind oder nach einer Covid19-Erkrankung als genesen gelten.

Veranstaltungen in Pflegeeinrichtungen

Kulturelle Veranstaltungen – etwa Konzerte, Theatervorführungen oder Tanzveranstaltungen – dürfen unter Einhaltung der geltenden Abstandsregeln und Personenobergrenzen in Pflegeeinrichtungen stattfinden. Auch der gemeinsame Sport in den Innenräumen der Pflegeeinrichtungen ist ohne Vorlage eines negativen Testergebnisses erlaubt, ebenso der gemeinsame Gesang.

Demonstrationen und politische Kundgebungen

Für Demos gibt es keine Personen-Obergrenzen, allerdings müssen die Hygiene-Richtlinien eingehalten werden. Die Veranstalter müssen vorab in einem Konzept erklären, wie sie die Einhaltung dieser Regeln sicherstellen wollen. Auf Wunsch ist dieses Konzept der zuständigen Behörde auszuhändigen. Es gilt der Mindestabstand von 1,5 Metern unter Teilnehmern, die nicht gemeinsam in einem Haushalt leben. Bei Versammlungen in geschlossenen Räumen müssen alle Teilnehmenden einen aktuellen negativen Corona-Test oder einen Nachweis über eine vollständige Corona-Impfung vorweisen. Das 2G-Modell ist möglich.

Bei Demonstrationen und Versammlungen muss eine medizinische Maske getragen werden, es sei denn es handelt sich um einen Autokorso. Aber auch hier sind Teilnehmende an Autokorsos von der Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske nur befreit, wenn sie sich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts im Fahrzeug befinden.

Hotels

Touristische Übernachtungen sind ab 27.11. nur unter 2G- Bedingung möglich. Besucherinnen und Besucher sind dazu verpflichtet, ihre Personendaten zur Kontaktnachverfolgung anzugeben.

Für gastronomische Angebote gelten die Bedingungen wie für Gaststätten: In Innenräumen muss die 2G-Regel umgesetzt werden.

Reisen

Es werden zwei Arten von Risikogebieten unterschieden: Hochrisikogebiete und Virusvarianten-Gebiete. Die aktuelle Liste der Risikogebiete gibt es auf der Seite des Robert-Koch-Instituts [rki.de]. Für Einreisende gelten unterschiedliche Melde-, Test- und Quarantänepflichten.

Einreisende aus allen Risikogebieten im Ausland müssen sich vor der Einreise digital unter einreiseanmeldung.de anmelden. Vollständig geimpfte und genesene Personen können auf dem Portal auch Impf-, Genesenen- oder Testnachweise hinterlegen.

Bundesweit gilt eine Testpflicht für alle Personen, die in die Bundesrepublik einreisen, unabhängig aus welchen Gebieten die Einreise erfolgt.

Der Test darf frühestens 48 Stunden vor Einreise gemacht worden sein. Bei Einreisen aus Virusvarianten-Gebieten darf der Test nicht älter als 24 Stunden sein. PCR-Tests sind zulässig, wenn sie maximal 72 Stunden vor Einreise durchgeführt wurden. Personen, die als vollständig geimpft oder genesen gelten, können alternativ entsprechende Nachweise hinterlegen. Reisen Genesene oder Geimpfte aus Virusvarianten-Gebieten ein, gilt auch für sie die Testpflicht.

Das zuständige Gesundheitsamt des jeweiligen Bezirks [rki.de] darf auf Verlangen das Testergebnis einsehen. Dieses muss für mindestens zehn Tage aufbewahrt werden. Impf- und Genesenen-Nachweise können einen negativen Testnachweis ersetzen.

Alle Ausnahmen von Test- und Meldepflichten finden Sie in der Einreiseverordnung des Bundesgesundheitsministeriums.

Reisende aus Virusvarianten-Gebieten müssen sich für 14 Tage in Quarantäne begeben, ansonsten gilt eine Quarantäne-Pflicht von zehn Tagen. Nach Einreise aus einem Hochrisikogebiet kann die Quarantäne frühestens nach fünf Tagen beendet werden - Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten sind von dieser Regelung ausgeschlossen. Von der Quarantäne-Pflicht ausgenommen sind Geimpfte und Genesene; dies gilt allerdings nicht für Reisen aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten.

Die Quarantäne-Regelung gilt auch im sogenannten kleinen Grenzverkehr, also für Reisende, die sich weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Sie gilt aber nicht für Durchreisende, Berufspendler und medizinisches Personal wie Ärzte und Pfleger. Weitere Ausnahmen gibt es für den Besuch naher Verwandter und Lebensgefährten.

Mehr Infos zur Einreise aus Risikogebieten finden Sie hier [auswaertiges-amt.de].

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1100 Kommentare

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  1. 1100.

    Genau, so steht es auch in der Pressemitteilung des Senats zur neuen Coronaschutz-Verordnung drin. Das müsste die Redaktion tatsächlich nochmal korrigieren.

  2. 1099.

    In Brandenburg müssen sich geimpfte Schüler(innen) nicht testen (lassen). Ist das in Berlin anders? Es wird überall suggeriert, dass alle in der Schule getestet sind...

  3. 1098.

    Liebe rbb Redaktion,

    könnten Sie überprüfen ob es stimmt, dass in Berlin ab Sa im ÖPNV nicht mehr die FFP2 Pflicht gilt, sondern nur noch OP-Maskenpflicht.

    'Weil es nun eine bundesweit einheitliche Regelung gibt, ändert sich in Berlin auch die Maskenpflicht. Das Infektionsschutzgesetz des Bundes schreibt vor, dass in öffentlichen Verkehrsmitteln eine OP-Maske oder eine FFP2-Maske getragen werden muss.'

    https://www.morgenpost.de/berlin/article233921279/BVG-und-S-Bahn-Das-gilt-ab-Mittwoch-im-Nahverkehr.html

  4. 1097.

    Ich gehe wieder raus, wenn im Restaurant nicht der Impfstatus geprüft wird.

  5. 1096.

    Sie wissen aber schon, das die Impfung für Sie ist und nicht dafür, das Herr Müller sich freut, oder?
    Sie können natürlich trotzig sein, aber dem Virus ist das herzlich egal.

  6. 1095.

    In Pflegeheimen in Berlin gilt wieder Testpflicht für BesucherInnen , unabhängig von gültiger Impfung.

  7. 1094.

    Auf der aktuellen Länderkarte ist Deutschland kein Hochrisikogebiet!

    Im Vergleich zum Jahr 2020 liegen die Inzidenzzahlen in Deutschland trotz der hohen Impfquote erheblich höher!

    Die epidemische Lage soll trotz steigender Inzidenzzahlen Ende November auslaufen!

    Mit einem Schnelltest mit negativem Ergebnis ist es nicht erlaubt, den Frisör oder ein Restaurant zu besuchen!

    Trotz Impfung sterben Menschen am Corona-Virus oder können andere Menschen mit und ohne Impfung anstecken!

    Worum geht es?

  8. 1092.

    Was macht man, wenn man den 2.ten Impftermin hat aber nicht die Öffentlichen Verkehrsmittel nutzen kann um zu seinem Termin zu fahren ?

  9. 1091.

    Es geht doch nicht darum, dass die Haare liegen. Nicht verstanden? Es geht darum, dass ein Berliner Friseur beim Abwandern von Kunden Existenznöte hat.

  10. 1090.

    Ich könnte mich über das kopf- und konzeptlose Agieren des Senats totlachen. Wir gehen häufig essen, werden in den seltensten Fällen auch nur gefragt, ob wir geimpft sind. Ein Nachweis wird schon gar nicht verlangt.

    Und, liebe Mitmenschen, steigt mal ohne Maske in den Bus ein. Der Fahrer interessiert sich nur für sein Lenkrad und sein Gehalt. Wozu einen Hinweis auf die Maskenpflicht geben? Ich habe mir wieder ein Auto gekauft und passe auf mich selbst auf.

    Alle Verordnungen, alle Regeln sind Makulatur vom Senat.

  11. 1088.

    Sollte eine 2G + Regelung kommen, werde ich mich ein drittes Mal nicht mehr Impfen lassen, da ich mich dann von der Bundesregierung ganz schön verarscht vorkomme. Wo ist dann die Freiheit für Geimpfte, wenn ich mich trotzdem Testen lassen muss. Schönen Dank an Hr. Müller schon mal. Zum Glück ist seine Amtszeit bald vorbei.

  12. 1087.

    Meine Berliner Kunden fahren nun nach Brandenburg zum Hasre schneiden. Danke Herr Müller.

    Sollte es für alltägliche Dinge 2G+ geben, werde i h und meine Familie nicht nie wieder impfen lassen.
    Für Großveranstaltungen oder Partys, Bars, Discos verstehe ich dies aber

  13. 1085.

    Vielleicht sollte noch erwähnt werden, daß unter 2G für Beschäftigte ohne Impfung oder Genesung neben dem aktuellen Test auch durchgängig Maske tragen müssen (Auskunft vom Gesundheitsamt Friedrichshain Kreuzberg auf Nachfrage). Dies gilt generell in geschlossenen Räumlichkeiten und ist besonders für die Gastronomie relevant.

  14. 1084.

    Was wäre eigentlich, wenn wir, jeder für sich erstmal, Vernunft walten lassen? Ohne darauf zu hoffen, durch Ordnungsrufe unterstützt zu werden.....

  15. 1083.

    nette Ideen, aber wer will das kontrollieren ?
    vor allem da man kinder und jugendliche ja ausklammert obwohl diese Gruppen ebenfalls hohe zahlen aufweisen.
    tja wieder nett gedacht und falsch gemacht .

  16. 1082.

    Nirgendwo werden die Bibliotheken erwähnt - zählen diese zu kulturellen Einrichtungen und tritt damit das Tragen von FFP2-Masken bzw. die 2G-Regel ab 15.11.2021 auch dort in Kraft, oder zählen sie zur Kategorie Supermarkt und bleiben (außer dem Tragen von medizinischen Masken) ohne Regel?

  17. 1081.

    Was bringt 2G für den Friseur, wenn dann doch alle nach Brandenburg zum Haare schneiden fahren ! Ich bin der Meinung, das es schon einheitlich für alle Bundesländer sein sollte!

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