Eine Passantin mit Kinderwagen ueberquert den Radweg in der Friedrichstrasse in Berlin Mitte (Bild: imago images/Bildgehege)
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Beschränkungen wegen Corona - Was in Berlin jetzt erlaubt ist - und was verboten

Wegen der Sorge vor den Coronavirus-Mutationen bleibt das öffentliche und private Leben noch bis mindestens 28. März eingeschränkt - auch in Berlin. Gleichzeitig gibt es Lockerungen, die teilweise an Inzidenzzahlen gekoppelt sind. Ein Überblick.

Kontaktbeschränkungen

Physische Kontakte sind grundsätzlich erlaubt, allerdings empfiehlt der Senat, diese stark einzuschränken. Bei privaten Zusammenkünften dürfen fünf Personen aus zwei Haushalten gleichzeitig anwesend sein, Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

Gemeinschaften aus zwei festen Haushalten dürfen für Kinder bis zwölf Jahre gemeinsam eine private Kinderbetreuung organisieren.

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind angehalten, unbürokratisch Home-Office für ihre Beschäftigten zu ermöglichen. Insbesondere ist jeder angehalten, auf Reisen zu verzichten.

Ausgangsbeschränkungen

Eine zeitlich definierte Ausgangssperre gibt es nicht. Allerdings sind die Berliner "angehalten", für das Verlassen der eigenen Wohnung einen triftigen Grund zu haben. Kann man keinen glaubhaft machen, wird es bei Kontrollen teuer. Zu den triftigen Gründen zählen unter anderen:

- Sport und Bewegung an der frischen Luft

- Weg zur Schule, Kita, Arbeit oder einer ehrenamtlichen Tätigkeit

- Termine bei Gerichten und Behörden

- Arztbesuche

- Einkäufe

- Versorgung und Betreuung von Kindern mit Sorge- oder Umgangsrecht, Angehörigen oder Tieren

- Pflege des eigenen Gartens, zum Beispiel in einer Kleingartensiedlung

- Einkehr in Gotteshäusern

Mund-Nasen-Schutz

Die Maskenpflicht im öffentlichen Raum gilt überall dort, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist, etwa in Warteschlangen oder auf Parkplätzen. Außerdem in Einkaufsstraßen und anderen belebten Straßen und Plätzen. Dazu zählen laut Verordnung aktuell 15 Straßen, 16 Plätze und vier weitere Orte: die Altstadt Spandau, der Hackesche Markt, das Kottbusser Tor und der Lustgarten. Außerdem gilt die Maskenpflicht bei allen Veranstaltungen - außer bei solchen, die ausschließlich unter Nutzung von Fahrzeugen durchgeführt werden.

In geschlossenen Räumen soll grundsätzlich eine medizinische Maske (FFP2, OP oder KN95) getragen werden. Alltagsmasken aus Stoff oder andere Bedeckungen sind nicht mehr erlaubt.

Für Bedürftige stellt der Senat ein Kontingent an Masken bereit, die von den Bezirken verteilt werden. Wer gegen die Maskenpflicht verstößt, riskiert ein Bußgeld zwischen 50 und 500 Euro.

Eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske gilt auch in Büro- und Verwaltungsgebäuden: Die Mund-Nasenbedeckung muss immer dann getragen werden, wenn man sich von seinem Schreibtisch entfernt, also für den Gang zur Toilette, zum Ausgang, zur Kantine, im Fahrstuhl und wenn der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann. Bei der Arbeit am Schreibtisch muss keine Maske getragen werden.

Die Maskenpflicht (Alltagsmaske oder medizinische Gesichtsmaske) gilt auch bei Demonstrationen (siehe unten).

Schulen

Bereits seit dem 22. Februar werden die Schulen schrittweise wieder geöffnet. Den Anfang hatten Schüler der Klassenstufen 1 bis 3 gemacht. Für sie gibt es Wechselunterricht in halber Klassengröße. Die Präsenzpflicht ist ausgesetzt. Die Rückkehr in die Klassenzimmer ist also freiwillig. Für Kinder bis zur 6. Klasse ist weiterhin eine Notbetreuung möglich.

Für Abschlussklassen (10. bis 13. Klasse) kann in halber Klassen- bzw. Gruppenstärke Präsenzunterricht stattfinden, insofern sich die jeweiligen Schulleitungen mit den Schülern, der Elternvertretung und der Schulaufsicht darauf verständigen.

Für Schülerinnen und Schüler, die das Probejahr am Gymnasien (7. Klasse) nicht bestanden hätten, wird erst am Ende der Jahrgangsstufe 8 über einen Wechsel an eine andere Schulform entschieden.

Mündliche, schriftliche und praktische Prüfungen in der beruflichen Bildung sind in Präsenzform möglich - unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen.

Etwaige Praktika sollen entfallen.

Ab dem 9. März beginnt für alle Grundschulstufen, also auch für die 4. bis einschließlich 6. Klassen, in halber Klassen- und Gruppenstärke Präsenzunterricht.

Die Klassen 10 bis 13 sollen ab dem 17. März im Wechselmodell in den Präsenzunterricht zurückkehren.

Unklar bleibt, wann die Klassenstufen 7 bis 9 zum Präsenzunterricht zurückkehren können.

Universitäten und Hochschulen

An den Berliner Hochschulen ist der Präsenzunterricht ausgesetzt. Wissenschaftliche Bibliotheken dürfen bis dahin nur Online-Dienste und den Leihbetrieb anbieten. Wie es um die Ausleihe von Präsenzbeständen bestellt ist, sollte direkt bei den Bibliotheken erfragt werden.

Der Publikumsverkehr an den Hochschulen ist eingestellt.

Ausnahmen gelten nur in den Lehrbereichen, wo kein digitales Format möglich ist: Labore, medizinisch-klinische Lehre und Kunst. Auch bereits geplante Präsenzprüfungen, inklusive Aufnahmeprüfungen, sowie für Praxisformate, die zwingend erforderlich sind, dürfen durchgeführt werden. Das gilt auch für unaufschiebbare medizinische Praktika der Charité.

Die Teilnehmerzahl ist dabei auf höchstens 25 Personen in einem Raum zu begrenzen. Für Studierende ist die Teilnahme freiwillig. Bei Nichtteilnahme entstehen ihnen keine Nachteile.

Für Abschluss- und Hausarbeiten werden die Bearbeitungszeiten bis zum 31. März 2021 verlängert oder es werden vergleichbare Regelungen getroffen. Hochschulbeschäftigte, deren Tätigkeiten nicht zwingend eine Präsenz auf dem Campus erfordern, sollen so weit wie möglich im Home-Office arbeiten.

Kitas

Ab dem 9. März kehren die Kindertagesstätten und -pflegestellen in Berlin zum "eingeschränkten Regelbetrieb" zurück. Jedem Kind sollen mindestens sieben Stunden pro Tag an Betreuungszeit zustehen - unabhängig davon, ob die Eltern in systemrelevanten Berufen tätig sind.

Fahrschulen, Volkshochschulen und andere Bildungseinrichtungen

Fahr-, Boots und Flugschulen bleiben bis zum 8. März geschlossen. Ab der Öffnung müssen die Betriebe ihrem Personal regelmäßige Testangebote machen.

Volkshochschulen sowie weiteren Einrichtungen der allgemeinen Erwachsenenbildung, Musikschulen, Jugendkunstschulen, Jugendverkehrsschulen, Gartenarbeitsschulen sowie freien Einrichtungen im Sinne des Schulgesetzes dürfen keinen Präsenzunterricht durchführen.

Einkaufen

Der Lebensmitteleinzelhandel, Wochenmärkte für Lebensmittel, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien und Tierbedarfsgeschäfte dürfen in Berlin öffenen - ebenso Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten und Banken sowie Buchhandlungen.

Gartencenter, Blumenläden und Babyfachmärkte dürfen seit dem 7. März wieder öffnen. Es gelten die gleichen Regeln wie in Supermärkten: Es herrscht Maskenpflicht, zudem muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander gewährleistet sein.

Grundsätzlich dürfen auch alle anderen Geschäfte öffnen. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 gilt für sie jedoch das "Click & Meet"-Konzept: Vor dem Betreten des Ladens muss ein Termin vereinbart werden, der Besuch muss dokumentiert werden, um eine Kontaktnachverfolgung zu gewährleisten. Bei einer Inzidenz von unter 50 entfällt diese Regelung. Dann darf je nach Ladenfläche eine Person auf zehn oder 20 Quadratmeter kommen. In Läden dürfen keine Anreize geschaffen werden, mit denen die Kundschaft zu unnötogem Verweilen angehalten wird, Sitzgelegenheiten etwa. Das gilt auch für Einkaufszentren.

Jahrmärkte, Kunst- und Gebrauchtwarenmärkte (Flohmärkte), Spezialmärkte und Volksfeste sind verboten.

Kundinnen und Kunden müssen beim Einkauf Mund und Nase bedecken (FFP2- oder OP-Maske) und den Mindestabstand einhalten. Ausgenommen davon sind Kinder unter sechs Jahre und Menschen, die aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen keine Maske tragen können

Gastronomie und Körperpflege

Friseurbetriebe dürfen unter Einhaltung folgender besonderer Hygiene- und Schutzmaßnahmen seit dem 1. März 2021 wieder geöffnet werden: Kundinnen und Kunden dürfen nur nach vorheriger Terminvereinbarung bedient werden, zwischen den Kundensitzen ist ein Sicherheitsabstand von zwei Metern zu gewährleisten, innerhalb dessen sich keine Kundinnen und Kunden aufhalten dürfen. Wartende Kunden dürfen sich nicht innerhalb der Betriebsräume aufhalten; die übrigen, schon zuvor in der Verordnung festgelegten allgemeinen Hygiene- und Schutzvorschriften gelten weiter.

Gaststätten dürfen nicht für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Sie dürfen lediglich Speisen und Getränke zur Abholung und Lieferung, aber keine Sitz- oder Stehgelegenheiten in Innen- oder Außenbereichen anbieten. Für die Abholung sind geeignete Vorkehrungen zur Vermeidung von Menschenansammlungen zu treffen.

Von 23 Uhr bis sechs Uhr darf kein Alkohol verkauft werden. Generell ist der Ausschank von Alkohol in Einwegbehältnissen wie Gläsern, Tassen oder Bechern nicht gestattet. Das Verbot, Alkohol zu trinken, gilt nur noch in Grünanlagen sowie auf Parkplätzen. Das Verbot für den öffentlichen Raum insgesamt ist gestrichen.

Kantinen müssen für den Publikumsverkehr geschlossen bleiben. Essen und Getränke dürfen nur noch zur Mitnahme angeboten werden. Kann die Belegschaft auf diese Weise nicht angemessen versorgt werden, dürfen Speisen und Getränke in Ausnahmefällen vor Ort verzerrt werden, wenn Hygieneregeln und Mindestabstände beachtet werden.

Die Registrierungspflicht gilt weiterhin, auch wenn vieles, etwa die Bewirtung im Restaurant, nicht mehr möglich ist. (Hier galt zuletzt: Gäste im Innen- und Außenraum mussten sich mit ihren Kontaktdaten in Listen eintragen, damit Gesundheitsämter eventuelle Infektionsketten nachvollziehen können. Gäste waren verpflichtet, vollständige und wahrheitsgemäße Angaben zur Anwesenheit zu machen. Andernfalls drohte eine Bußgeld - sowohl Gästen wie Gastwirten.)

Kosmetik-, Sonnen- und Tattoostudios sowie Massagepraxen und andere körpernahe Dienstleistungen dürfen mit der neuen Verordnung vom 7. März wieder angeboten werden. Allerdings besteht eine Reihe von Auflagen zu Hygieneregeln und Testungen. Auch Dampfsaunen, Dampfbäder und ähnliches bleiben geschlossen.

Prostitution bleibt weiterhin untersagt.

Für die Außengastronomie gibt es frühestens ab dem 22. März eine Öffnungsperspektive,
aber auch nur dann, wenn der Inzidenzwert niedriger als 50 ist. Sollte der Wert wieder ansteigen und sich zwischen 50 und 100 bewegen, gelten die Kontaktverfolgungen, Vorreservierungen, Schnelltest.

Kultur, Freizeit, Veranstaltungen

Der Leihbetrieb von Bibliotheken ist seit dem 22. Februar zulässig. Allerdings kann es Einschränkungen bei den Öffnungszeiten und der Anzahl der Standorte geben.

Kinos, Theater, Opern- und Konzerthäuser kulturelle Veranstaltungsstätten in öffentlicher und privater Trägerschaft dürfen derzeit nicht für den Publikumsverkehr öffnen. Museen, Galerien, Gedenkstätten dürfen unter strengen Auflagen öffnen. Neben Zugangsbeschränkungen gilt in geschlossenen Räumen eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske.

Das Aquarium des Zoologischen Gartens Berlin sowie die Tierhäuser des Zoologischen Gartens und des Tierparks Berlin-Friedrichsfelde dürfen unter Auflagen öffnen. Die Außenbereiche des Tierparks sind - bis auf den Streichelzoo - geöffnet, allerdings gilt eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Maske auf dem gesamten Gelände.

Auch sogenannte Vergnügungsstätten dürfen nicht für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Hier nennt der Senat beispielsweise "Freizeitparks, Betriebe für Freizeitaktivitäten sowie Spielhallen, Spielbanken, Wettvermittlungsstellen und ähnliche Betriebe".

Weiterhin gilt: Clubs und Diskotheken dürfen ihr reguläres Angebot nicht aufnehmen. Das heißt, die Ausrichtung von Tanzlustbarkeiten ist weiterhin verboten.

Veranstaltungen im Freien dürfen nur mit bis zu 50 Anwesenden stattfinden. Für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen gilt die Grenze von 20 gleichzeitig Anwesenden. Auch diese verschärften Regelungen von Zusammenkünften gelten grundsätzlich nur, wenn die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln gewährleistet werden kann. Außerdem müssen alle Innenräume gut belüftet werden. Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlegen. Die Betreiber sind verpflichtet, diese Daten nach vier Wochen zu vernichten.

Für Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie für Kinos gibt es frühestens ab dem 22. März eine Öffnungsperspektive. Unter Berücksichtigung der dann aktuellen Infektionslage wollen Bund- und Länderspitzen über Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen, Reisen und Hotels beraten werden.

Private Feiern und Veranstaltungen

Bei Hochzeiten dürfen höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten anwesend sein, das Hochzeitspaar inklusive. Nicht mitberechnet werden ausführende Personen wie Pfarrer*innen oder Standesbeamtinnen und Standesbeamte.

Beerdigungen und Feierlichkeiten anlässlich einer Beerdigung sind im Freien mit bis zu 50 Personen und in geschlossenen Räumen mit bis zu 20 Personen zulässig. Die für die Durchführung der Beisetzung erforderlichen Personen bleiben dabei unberücksichtigt.

ÖPNV und Autofahrten

In allen öffentlichen Verkehrsmitteln besteht eine Maskenpflicht, wenn möglich soll ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Das gilt auch für Fähren, Flughäfen, Taxis, Bahnhöfe und Züge. Wer in Bussen und Bahnen ohne Mund-Nasen-Schutz unterwegs ist, muss mit einer Geldstrafe rechnen (zwischen 50 und 500 Euro). Wer mit Freunden, Bekannten oder anderen Personen in einem Auto fährt, muss ebenfalls eine Maske tragen, wenn der Mitfahrer in einem anderen Haushalt lebt. Wichtig: In all diesen Fällen muss eine medizinische Gesichtsmaske getragen werden.

In Bussen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ist der Kontakt mit den Fahrerinnen und Fahrern zu vermeiden. Ein Ticketverkauf im Bus ist nicht möglich.

Sport

Bis zu fünf Personen aus höchsten zwei Haushalten dürfen gemeinsam Freizeitsport ausüben. Diese Regelung gilt unabhängig vom Alter. Ebenfalls zulässig ist der gemeinsame Sport in festen Gruppen von bis zu 20 Kindern bis zwölf Jahren.

Der Amateursport wird ausgesetzt. Das heißt, es dürfen keine Trainings der Sportvereine im Freien und in Hallen stattfinden. Dies gilt auch für den Wettkampfbetrieb.

Damit gilt, dass auch Fitnessstudios, Strandbäder, Freibäder und Hallenbäder geschlossen sind. In den Corona-Stufenplänen für die Berliner Schulen ist momentan kein Schulschwimmen vorgesehen.

Reha-Sport ist erlaubt. Der ärztlich verordnete Sport ist in Gruppen von bis zu zehn Personen möglich, in begründeten Einzelfällen dürfen auch mehr Menschen teilnehmen.

Professioneller sportlicher Wettkampfbetrieb in der Bundesliga und internationalen Ligen darf stattfinden, allerdings sind Zuschauer untersagt. Auch die Berliner Fußball-Teams der Regionalliga Nordost dürfen trainieren.

Gottesdienste

In Berlin dürfen drinnen und draußen Gottesdienste stattfinden, es gelte keine Obergrenzen für Teilnehmende. Allerdings müssen die festgelegten Hygiene- und Infektionsschutzstandards eingehalten werden. Zum Schutz der Teilnehmenden muss ein Hygienekonzept umgesetzt werden, das dem Hygienerahmenkonzept der Senatsverwaltung für Kultur entspricht. Gottesdienste mit mehr als zehn Teilnehmenden müssen spätestens zwei Werktage vorher dem zuständigen Ordnungsamt angekündigt werden.

Leider erscheint die Regelung zum Gemeindesingen in Innenräumen unklar. Der entsprechende Paragraf in der Verordnung scheint dies zu erlauben. Im erklärenden FAQ steht hingegen, dass gemeinsames Singen in Innenräumen nicht erlaubt ist, unter freiem Himmel ist es hingegen unter strengen Auflagen erlaubt.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Der Besuch von Menschen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ist nur noch deutlich eingeschränkt erlaubt. Laut Senatsverordnung dürfen Patienten einmal am Tag von einer symptomfreien Person Besuch bekommen - für eine Stunde. Patienten und Patientinnen unter 16 Jahren, Schwerstkranke und Sterbende unterliegen keinen Beschränkungen bei der Anzahl der Besucher.

Besucher in Pflegeheimen müssen ein negatives, maximal 24 Stunden altes Testergebnis vorweisen und beim Besuch verpflichtend eine medizinische Maske tragen. Keine Einschränkung gibt es für sterbende Patienten, auch Seelsorge bleibt erlaubt.

Es gibt allerdings je nach Betreiber zum Teil noch strengere Regelungen: An allen DRK-Standorten wie dem Westend dürfen nur Patienten bis 16 Jahre und Schwerstkranke eine Stunde Besuch pro Tag von einer symptomfreien Person empfangen. An allen Vivantes-Kliniken sind Ausnahmen für Kinder und Schwerstkranke in Absprache mit den behandelnden ÄrztInnen möglich.

Auch für Neugeborene und ihre Mütter gilt das einstündige Besuchsrecht am Tag durch eine einzige Person. Geschwister des Babys unter 16 Jahren dürfen die besuchende Person begleiten. Für Geburten gilt, dass sich Frauen einen Menschen aussuchen dürfen, der sie begleitet.

Menschen mit Symptomen, die auf Covid-19 hinweisen, dürfen nur in besonders begründeten Einzelfällen zu Besuch kommen und müssen eine schriftliche Genehmigung des Krankenhauses einholen. Auch hier müssen in Innenräumen Masken getragen werden. Eventuell bestehen bestimmte Ansprüche an den verwendeten Maskentyp, je nach Station.

Krankenhäuser dürfen planbare Aufnahmen, Operationen und Eingriffe unter der Voraussetzung durchführen, solange sie noch ein Kontingent an Plätzen für Corona-Patienten freihalten und die Rückkehr in einen Krisenmodus wegen einer Verschärfung der Pandemielage jederzeit kurzfristig umgesetzt werden kann.

Demonstrationen

Für Demos gibt es keine Personenobergrenzen, allerdings müssen die Hygiene-Richtlinien eingehalten werden. Die Veranstalter müssen vorab in einem Konzept erklären, wie sie die Einhaltung dieser Regeln sicherstellen wollen. Auf Wunsch ist dieses Konzept der zuständigen Behörde auszuhändigen. Es gilt der Mindestabstand von 1,5 Metern unter Teilnehmern, die nicht gemeinsam in einem Haushalt leben.

Bei Demos mit mehr als 20 Teilnehmern gilt die Maskenpflicht. Sie kann aber auch verordnet werden, wenn während der Veranstaltung zum Verstoß des Infektionsschutzes aufgerufen oder gesungen wird.

Reisen

Bund und Länder appellieren weiterhin auf unnötige Reisen zu verzichten.

Einreisende aus Risikogebieten im Ausland müssen sich digital unter einreiseanmeldung.de anmelden - vor der Einreise. Die neue Web-Anwendung ersetzt die bisherigen Aussteigekarten in Papierform. Für die Einreisenden gelten Quarantäne-, Test- und Meldepflichten.

Es werden drei Arten von Risikogebieten unterschieden: Hochinzidenzen-Gebiete, Virusvarianten-Gebiete und Risikogebiete. Reisende aus Virusvarianten-Gebieten müssen sich für 14 Tage in Quarantäne begeben, ansonsten gilt eine Quarantäne-Pflicht von zehn Tagen.

Außerdem müssen Rückreisende aus Risikogebieten einen Coronavirus-Test vorlegen. Dieser darf frühestens 48 Stunden vor Einreise gemacht worden sein. Wer aus einem Hochrisikogebiet (Hochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebiet) einreist, muss den Test zwingend vor der Einreise machen. Das zuständige Gesundheitsamt des jeweiligen Bezirks [rki.de] darf auf Verlangen das Testergebnis einsehen. Dieses muss für mindestens zehn Tage aufbewahrt werden.

Die Quarantäne-Regelung gilt auch im sogenannten kleinen Grenzverkehr, also für Reisende, die sich weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Sie gilt aber nicht für Durchreisende, Berufspendler und medizinisches Personal wie Ärzte und Pfleger. Weitere Ausnahmen gibt es für den Besuch naher Verwandter und Lebensgefährten.

Mehr Infos zur Einreise aus Risikogebieten finden Sie hier [auswaertiges-amt.de]. Die aktuelle Liste der Risikogebiete gibt es auf der Seite des Robert-Koch-Instituts [rki.de].

Touristische Übernachtungen in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben sind ohne Ausnahmen untersagt. Ansonsten gibt es im innerdeutschen Verkehr momentan keine Reisebeschränkungen, auch nicht für Reisende mit Wohnsitz in Risikogebieten.

Pendler- und Warenverkehr sind ebenfalls ausdrücklich nicht betroffen, Familienbesuche sind möglich.

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739 Kommentare

  1. 739.

    Na das ist doch mal ein Menschenfreund, wie wir ihn uns für diese Gesellschaft nur wünschen können. Lasst die Alten krepieren, nicht dann, wenn ihre Zeit auf natürlichem Wege abgelaufen ist, sondern, weil sie sich ruhig mit Corona anstecken sollen und dann noch weniger Kontakte zur Außenwelt haben, bis sie schließlich einsam sterben. Keine Frage, dass die nachwachsende Generation wichtig ist. Aber ist es nicht oft diese Altersgruppe, die Regeln missachtet, um Party machen zu können (oder was sonst so kolossal wichtig ist)? Solche Leute sorgen dafür, dass die Infektionszahlen immer wieder steigen und Einschränkungen verlängert werden, sind dann aber schnell dabei, ihre "Kritik" in die Gegend zu blasen. Die vielzitierte Eigenverantwortung verstehen viele nicht, sie beinhaltet nämlich auch Rücksicht auf und Fürsorge für andere. Was auch immer "misantroph" heißen soll, Sie sind wohl eher ein Misantrop!

  2. 738.

    "Eingeschränkter Regelbetrieb, bei einer täglichen Betreuung von 7 Stunden für jedes Kind, in den Kindertagesstätten."
    Welche Einschränkung ist gemeint? Eventuell der massive Personalausfall durch Erkrankung/Quarantäne wegen Covid?

  3. 737.

    Richtig gedacht! Das wird genau der Hintergrund sein- Hürden bauen und Steine in den Weg, damit eh keiner kommt. Und die armen (leeren) Geschäfte werden dann wahrscheinlich noch nicht mal Hilfen bekommen, weil sie ja „öffnen“ durften...
    alles ganz schlau durchdacht von denen da oben. Und weitere großartige Öffnungen wird es sicherlich eh nicht geben, da die Inzidenzen durch die viele (Schnell-und Selbst-)testerei wieder flott ansteigen werden. Es ist alles kalkuliert

  4. 736.

    Gut und schön, leider wird total vergessen, dass es doch schon eine Reihe Geimpfter gibt. Natürlich möchte ich keinen Freibrief für diese Personen, aber muss man tatsächlich für sie Testkapazitäten und Tests verschwenden? Geimpfte werden in den Regularien überhaupt nicht berücksichtigt. Dass ist wieder einmal deutlich zu kurz gedacht...

  5. 735.

    @Andrea, Hilfe gibts hier nur im Internet. Ich denke gar nicht daran, mir wegen irgend eines benötigten Pipifaxes einen Termin zu holen, und dann noch für eine begrenzte Zeit durch den Laden zu hecheln. Die betroffenen Läden können einem Leid tun, die Schöpfer der Massnahmen aber such, da gibt wohl Defizte unterm Dach

  6. 734.

    Und nun noch eine Erklärung, warum man bei Lidl usw. die Anzahl der Kunden über die Einkaufswagen oder Körbe steuern kann und dies nicht beim restlichen Einzelhandel nicht klappt ?
    Hat man da festgestellt, das es letztes Jahr nicht geklappt hat ?
    Oder überlegt man sich nur .... wie können wir den Kunden den Zugang so schwer machen das keiner Lust hat einkaufen zu gehen.... bei den Reisen hat man dies auch gemacht.
    https://www.n-tv.de/politik/Warum-koennen-wir-das-Reisen-nicht-verbieten--article22316803.html

  7. 733.

    Infos dazu habe ich nur bei
    https://www.berlin.de/special/shopping/nachrichten/6465351-4346120-geschaefte-duerfen-ab-dienstag-oeffnen-t.html
    und
    https://www.berlin.de/special/shopping/6465843-1724943-click-meet-shopping-mit-termin.html
    gefunden.
    Die Webseiten der Anbieter sind wohl naoch auf dem "Fire and Forget Status" - ähm click and collect oder reserve.

    Shoppingspass sieht anders aus - aber besser als nichts.

  8. 732.

    Vielleicht einfach auch mal an andere denken und die 60 einhalten? Ist das so schwer? Stellen Sie sich halt einen Timer

  9. 731.

    Ich frage mich gerade, wie Kaufhof oder MediaMarkt... kontrollieren will, ob meine gebuchte Einkaufsstunde vorbei ist. Irgendwie ist doch das praktisch gar nicht umsetzbar.

  10. 729.

    Mal eine Frage in die Runde: Wo und wie kann mn einen diese Click und Meet Termine machen?

    Wenn ich z. B. bei Karstadt einkaufen möchte, wo mache ich da einen dieser Termine? Muss ich auf deren Internetseite schauen, ob das Geschäft Click und Meet Termine anbietet? Kann ich dann einen Termin über deren Seite buchen?

    Habe bisher nirgendwo etwas dazu gefunden, wie das organisiert ist. Help!

  11. 728.

    Was mir nicht ganz klar ist. Kontaktverfolgung ist ja eigentlich das a und o. Die Gastronomie hatteund hat noch immer eine Registrierungspflicht für Gäste. Weshalb nicht der Supermarkt/Discounter obwohl dort weder von Seiten der Kunden, noch von Seiten der Märkte auf AHA Regeln geachtet wird?

  12. 727.

    In keinem Baumarkt, Möbelgeschäft oder Schuhladen habe ich solch ein Gedränkel festgestellt wie in den Supermärkten.
    Es ist unverständlich weshalb diese Läden unter den einschlägigen Vorschriften nicht öffnen dürfen.

  13. 726.

    Die Therapie darf nicht schädlicher sein als die Krankheit!

  14. 725.

    Nein natürlich nicht.... aber ich denke mal der Wareneinsatz ist groß. So ein Essen zu machen kostet doch einiges. Und genau dieses einige fällt nun weg. Und bevor sie mich falsch verstehen … ich finde es vollkommen ok das jeder Gastronom dieses Geld erhält.
    Das Familien davon leben ist auch unstrittig. Aber es ist auch abhängig von der Rechtsform des Unternehmens in Sachen Unternehmerlohn.
    https://rsw.beck.de/aktuell/daily/meldung/detail/sg-speyer-kurzarbeitergeld-auch-fuer-geschaeftsfuehrer

    Es ist nur sehr ruhig geworden, was die Gastro betrifft. Da steigen eher die Getränkehändler usw. auf die Barrikaden... naja was an die Öffentlichkeit über Nachrichten dringt.

  15. 724.

    Das hört sich an, als ob Sie denken, dass man jetzt 25% Gewinn macht. Außer Miete, Versicherungen, Strom, Gas, sind auch andere Verträge weiterzuzahlen, aus denen man nicht rauskommt, z. B. Tischwäsche, Darlehensrückzahlungen, Beiträge wie Gema, ARD, Telefon usw, das läppert sich zusammen. Ganz abgesehen davon, dass der eigene Verdienst ausfällt, von dem meistens nicht nur ein Angehöriger lebt, sondern beide Ehepartner. Die meisten Restaurants sind Familienunternehmen, somit bricht alles weg und die Privatkosten müssen auch beglichen werden. Auch hier fallen Miete, Strom usw. an und das sorgt in einer ganzen Familie für schlaflose Nächte.

  16. 723.

    Gut, geht voran. Friseur ist wichtig. Rest kommt schon noch.

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