06.10.2020, Berlin: Zahlreiche Fahrgäste steigen am Berliner U-Bahnhof Neukölln in eine U-Bahn ein oder kommen aus den Türen heraus (Bild: dpa/Christoph Soeder)
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Beschränkungen wegen Corona - Was in Berlin jetzt erlaubt ist - und was verboten

Die Corona-Regelungen sind in Berlin zunächst mehrfach gelockert und nun teilweise wieder verschärft worden. Es gibt Einschränkungen beim Alkoholkonsum, in Gaststätten sowie bei privaten Feiern. Hier finden Sie den aktuellen Stand der Ge- und Verbote im Überblick.

Hinweis: Die untenstehenden Angaben beziehen sich auf die Pressekonferenz des Senats vom 20. Oktober. Die Maßnahmen sollen ab dem 24. Oktober gelten, zunächst müssen sie in die Corona-Verordnung [gesetze.berlin.de] aufgenommen werden. Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz werden als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeldern von bis zu 25.000 Euro bestraft.

Hier finden Sie einen Überblick über die bisher eingeführten und die nun vorerst angekündigten Regelungen in Berlin:

Kontaktbeschränkungen

Erlaubt: Physische Kontakte sind erlaubt, allerdings empfiehlt der Senat, diese möglichst gering zu halten. Bei Kontakten soll zudem der Mindesabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Der Mindestabstand kann dem Senat zufolge im Öffentlichen Nahverkehr, beim Sport, bei körpernahen Dienstleistungen und in Kitas "wenn nötig unterschritten werden".

Nicht erlaubt: Seit dem 10. Oktober dürfen zwischen 23 und 6 Uhr nur noch höchstens fünf Personen aus unterschiedlichen Haushalten oder nur Personen aus zwei Haushalten gemeinsam unterwegs sein. Die Maßnahme ist vorerst bis zum 31. Oktober befristet.

Eine Karte auf der Orte hervorgehoben sind, an denen eine Alltagsmaske getragen werden muss (Bild: rbb)In diesen Straßen gilt Maskenpflicht

Mund-Nasen-Schutz

Die Maskenpflicht im öffentlichen Raum wird ausgeweitet, das hat der Senat am 20. Oktober beschlossen. Sie gilt überall dort, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist: auf Märkten, in Warteschlangen und in diesen Einkaufstraßen: Tauentzienstraße, Kurfürstendamm, Schloßstraße, Wilmersdorfer Straße, Bergmannstraße, Karl-Marx-Straße, Bölschestraße, Alte Schönhauser Straße, Friedrichstraße und in der Altstadt Spandau.

Weiterhin vorgeschrieben ist das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes in Geschäften, in Schulen (außer im Unterricht), in Museen, Kinos und Theatern, im Öffentlichen Nahverkehr, an Bahnhöfen und Flughäfen, in Gewerbebetrieben, in Gaststätten (sofern man sich nicht an seinem Tisch befindet), in Arztpraxen, in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, in Taxen und bei privaten Fahrten mit Personen aus einem fremden Haushalt, und in Indoor-Sportstätten (nicht während der Sportausübung). Wer gegen die Maskenpflicht verstößt, riskiert ein Bußgeld zwischen 50 und 500 Euro.

Seit dem 3. Oktober gilt zudem eine Maskenpflicht in Büro- und Verwaltungsgebäuden: Die Mund-Nasenbedeckung muss immer dann getragen werden, wenn man sich von seinem Schreibtisch entfernt, also für den Gang zur Toilette, zum Ausgang, zur Kantine und der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann. Bei der Arbeit am Schreibtisch muss keine Maske getragen werden.

Seit dem 5. September gilt die Maskenpflicht auch bei Demonstrationen mit mehr als 100 Teilnehmern. Sie kann aber auch bei weniger Teilnehmern angeordnet werden, wenn während der Veranstaltung zum Verstoß des Infektionsschutzes aufgerufen oder gesungen wird.

Private Feiern und Zusammenkünfte

Erlaubt: Private Veranstaltungen dürfen stattfinden. Der Senat hat die Teilnehmerzahl mit seinem Beschluss vom 20. Oktober aber weiter begrenzt. In geschlossenen Räumen dürfen sich nur noch der eigene Haushalt sowie fünf andere Personen oder maximal Menschen aus zwei Haushalten treffen. Im Freien dürfen nicht mehr als 25 Personen zusammenkommen. In den vergangenen Wochen hatte der Berliner Senat die zulässige Höchstzahl für private Feiern und Zusammenkünfte mehrfach reduziert.

(Korrektur: In einer früheren Version dieses Beitrags hieß es, bei privaten Zusammenkünften in geschlossenen Räumen dürften maximal sechs Personen zusammenkommen. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.)

Die Regelungen für Gaststätten gelten auch für geschlossene Gesellschaften in Gaststätten, aber auch in anderen für private Feierlichkeiten angemieteten Räumen. Dazu gehört beispielsweise die Pflicht einer Mund-Nasen-Bedeckung für Personal mit Gästekontakt und für Gäste, sofern sie sich nicht auf ihrem Sitzplatz aufhalten. Es gilt eine Dokumentationspflicht für die Anwesenden. Außerdem müssen alle Innenräume gut belüftet werden.

Kultur und öffentliche Feiern

Erlaubt: Öffentliche Veranstaltungen dürfen stattfinden. Die zugelassene Personenzahl wird vom Senat dabei phasenweise erhöht, aktuell und bis zum 31. Dezember 2020 sind das Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit bis zu 1.000 zeitgleich Anwesenden. Ebenso lange sind Veranstaltungen im Freien nur mit bis zus 5.000 zeitgleich Anwesenden möglich.

Diese Obergrenzen gelten grundsätzlich nur, wenn die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln gewährleistet werden kann. Außerdem müssen alle Innenräume gut belüftet werden. Gäste müssen bei allen kulturellen Veranstaltungen ihre Kontaktdaten für eine eventuelle Nachverfolgung von Infektionsketten hinterlegen. Die Betreiber sind verpflichtet, diese Daten nach vier Wochen zu vernichten.

Unter Einhaltung der Hygienestandards dürfen Museen, Galerien, Bibliotheken und ähnliche Bildungseinrichtungen wieder für den Publikumsverkehr öffnen. Kinos, Messen und Spezialmärkte sowie nicht überwiegend öffentlich geförderte Theater und Konzerthäuser dürfen ebenfalls wieder Besucher empfangen. Besucher müssen in den genannten Einrichtungen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn sie nicht auf ihrem Platz sitzen.

Verboten: Clubs und Diskotheken dürfen ihr reguläres Angebot nicht aufnehmen. Das heißt, die Ausrichtung von Tanzlustbarkeiten ist weiterhin verboten. Großveranstaltungen mit mehr als 5.000 Menschen sind bis mindestens Ende des Jahres untersagt. Der Senat hat ein entsprechendes Verbot wegen der wieder stärker steigenden Infektionszahlen verlängert.

Einzelhandel

Erlaubt: Alle Geschäfte dürfen unabhängig von der Größe der Verkaufsfläche öffnen. Es darf sich dort seit 27. Juni maximal eine Person pro zehn Quadratmeter aufhalten. Kundinnen und Kunden müssen beim Einkauf Mund und Nase bedecken. Ausgenommen davon sind Kinder unter sechs Jahre und Menschen, die aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen keine Maske tragen können.

Nicht erlaubt: In den geöffneten Läden dürfen keine Anreize wie etwa Sitzgelegenheiten zur Verfügung stehen, um Kundinnen und Kunden länger als nötig im Geschäft zu halten. Das gilt auch für Einkaufszentren. Geschäfte dürfen zudem vom 10. Oktober an zwischen 23 und 6 Uhr nicht öffnen. Ausnahmen sind etwa für Apotheken oder Tankstellen geplant, letztere dürfen in der Nacht aber keinen Alkohol mehr verkaufen. Die Maßnahme ist vorerst bis zum 31. Oktober befristet.

Dienstleistungen und Gastgewerbe

Erlaubt: Restaurants und Imbisse sind geöffnet. Seit dem 2. Juni dürfen Kneipen und Shisha-Bars wieder bewirten. Auch Buffets sind wieder erlaubt. Bei allem müssen Gäste und Bedienung aber Abstands- und Hygieneregeln einhalten. Der Verzehr von Speisen und Getränken muss an Tischen oder sitzend an Theke oder Tresen stattfinden. Wenn Gäste ihren Tisch verlassen, müssen sie im Innenraum immer eine Mund-Nasen-Schutzmaske tragen, also beispielsweise beim Gang zur Toilette.

Gruppen von bis zu sechs Personen dürfen mit geringem Abstand an einem Tisch sitzen. Im Freien kann der Mindestabstand unterschritten werden, sofern der Schutz vor Tröpfcheninfektionen und Aerosolen sichergestellt ist. Gäste im Innenraum (und seit 5. September auch im Außenraum) von Gaststätten müssen sich mit ihren Kontaktdaten in Listen eintragen, damit Gesundheitsämter eventuelle Infektionsketten nachvollziehen können. Nach vier Wochen müssen die Daten vernichtet werden. Kantinen in Betrieben dürfen ebenfalls öffnen, sofern die Hygienemaßnahmen eingehalten werden.

Seit 5. September sind Gäste verpflichtet, vollständige und wahrheitsgemäße Angaben zur Anwesenheit zu machen. Andernfalls droht ein Bußgeld zwischen 50 und 500 Euro. Wirte können Gästen auch den Zugang verwehren. Am 29. September legte der Senat fest, dass auch Gastronomen Bußgelder in dieser Größenordnung zahlen müssen, insofern sie die abgegebenen Informationen nicht auf Plausibilität prüfen.

Friseurbetriebe sind geöffnet. Zudem können medizinisch notwendige Behandlungen, etwa in Podologiepraxen, durchgeführt werden. Kosmetik-, Sonnen- und Tattoostudios sowie Massagepraxen sind ebenfalls offen. Für Kunden und Kundinnen gilt eine Maskenpflicht. Fahrschulen dürfen öffnen, sofern Fahrlehrer und -lehrerinnen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Körpernahe Dienstleistungen im Prostitutionsgewerbe dürfen erbracht werden, gesichtsnahe Praktiken sind aber verboten. Es dürfen zudem keine sexuellen Leistungen in Fahrzeugen oder aus Partys erbracht werden.

Nicht erlaubt: Clubs und Diskotheken müssen weiter geschlossen bleiben. Auch Dampfsaunen, Dampfbäder und ähnliches dürfen weiterhin nicht öffnen. Zudem hat der Senat eine Sperrstunde für Geschäfte und Gaststätten beschlossen: Zwischen 23 und 6 Uhr dürfen diese nicht öffnen - vorerst bis zum 31. Oktober.

Schulen und Universitäten

Erlaubt: Die Schulen befinden sich im Regelbetrieb. Es gilt eine Maskenpflicht für Lehrkräfte und Schüler, jedoch nicht im Unterricht selbst, sondern in den Schulgebäuden nur auf Fluren, in der Toilette, in Aufenthalts- und Begegnungsräumen. Auf Wunsch der Eltern kann sich eine Klasse aber freiwillig darauf verständigen, dass der Mund-Nasen-Schutz auch im Unterricht getragen wird. Die Abstandsregel von 1,50 Meter muss in den Schulen nicht mehr eingehalten werden.

Symptomfreie Beschäftigte aller Berliner Schulen können sich kostenfrei testen lassen, zum Beispiel in der Charité-Teststelle am Campus Virchow-Klinikum, in den drei Teststellen der Vivantes-Kliniken in Prenzlauer Berg, Tempelhof-Schöneberg und Spandau sowie im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe. Schülerfahrten dürfen stattfinden.

Für Schüler, die zur Risikogruppe gehören oder die mit einer Person aus der Risikogruppe zusammenwohnen, ist das schulisch angeleitete Lernen zu Hause möglich. Entsprechende ärztliche Nachweise müssen Eltern hierfür vorlegen.

An den Berliner Hochschulen dürfen Bibliotheken für den Leihbetrieb öffnen. Für das Wintersemester ist eine Mischung aus digitalem Lehr- und Präsenzlehrbetrieb vorgesehen, soweit es die Infektionslage zulässt.

Kitas

Erlaubt: Seit 22. Juni haben Eltern wieder einen vollen Betreuungsanspruch für ihre Kinder. Die konkreten Ausgestaltungen müssen in enger Abstimmung zwischen Trägern und Eltern und unter Berücksichtigung der Gegebenheiten vor Ort erfolgen. Auch die Eingewöhnung von neuen Kindern ist möglich.

Nicht erlaubt: In vielen Einrichtungen dürfen Kinder von nur einer Person gebracht und abgeholt werden. Zudem gilt bei zahlreichen Kitas für Personen über 6 Jahre die Pflicht, Mund und Nase zu bedecken.

ÖPNV und Autofahrten

Erlaubt: In allen öffentlichen Verkehrsmitteln besteht eine Maskenpflicht, wenn möglich soll ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Das gilt auch für Fähren, Flughäfen, Taxis, Bahnhöfe und Züge. Wer in Bussen und Bahnen ohne Mund-Nasen-Schutz unterwegs ist, muss mit einer Geldstrafe rechnen (zwischen 50 und 500 Euro). Wer mit Freunden, Bekannten oder anderen Personen in einem Auto fährt, muss ebenfalls eine Maske tragen, wenn der Fahrer in einem anderen Haushalt lebt.

Nicht erlaubt: In Bussen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ist der Kontakt mit den Fahrerinnen und Fahrern zu vermeiden. Daher ist der vordere Türbereich abgesperrt. Ein Ticketverkauf im Bus ist nicht möglich.

Sport

Erlaubt: Sport ist überall gestattet. Sportvereine dürfen im Freien und in Hallen trainieren. Grundsätzlich gilt dabei der Mindestabstand. Kontaktsport ist ebenfalls in einigen Fällen erlaubt, etwa für Kaderathleten, Bundesligateams und Profisportler und für das Training im Gruppen- und Mannschaftssport, sofern dieses in festen Trainingsgruppen von nicht mehr als 30 Personen inklusive Funktionsteam stattfindet. Auch bei Tanzpaaren, Kampf- und Wassersportlern sind Kontakte zum Teil wieder möglicht. Über die genauen Bestimmungen für die jeweiligen Sportarten informiert die Senatsverwaltung auf ihrer Website [berlin.de].

Der Wettkampfbetrieb ist seit dem 21. August wieder für alle Sportarten erlaubt, auch Zuschauer sind zugelassen, solange die Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden.

Fitnessstudios, Strandbäder, Freibäder und Hallenbäder haben geöffnet, allerdings müssen Gäste sich in der Regel vorher online ihre Tickets buchen [berlinerbaeder.de]. Die Karten sind wegen der Pandemie beschränkt, Abstandsregeln gelten auf Liegeflächen und in den Becken. Umkleidebereiche sind teilweise geschlossen. Zudem müssen Anwesenheitsdokumentationen geführt werden.

Nicht erlaubt: In geschlossenen Räumlichkeiten tragen Besucherinnen oder Besucher außerhalb der sportlichen Betätigung einen Mund-Nasen-Schutz. Gesänge und Sprechchöre auf Fantribünen sollen unterlassen werden.

Gottesdienste

Erlaubt: Wenn die Abstandsregeln eingehalten werden, dürfen sich 500 Menschen in einem Raum oder in einer Halle aufhalten. Voraussetzung ist eine ausreichende Belüftung. Seit dem 1. September sind Veranstaltungen mit maximal 750 Personen erlaubt. Indoor-Veranstaltungen mit nicht mehr als 1.000 Personen sind seit 1. Oktober wieder möglich.

Nicht erlaubt: Körperkontakt und das Herumreichen von Gegenständen sind nicht gestattet. In geschlossenen Räumen darf nur gemeinsam gesungen werden, wenn die Räume gut belüftet sind und die Singenden ausreichend Abstand einhalten können. Veranstaltungen unter freiem Himmel mit mehr als 5.000 Personen sind bis mindestens Ende des Jahres verboten.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Erlaubt: Der Besuch von Menschen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ist nur noch deutlich eingeschränkt erlaubt. Laut Senatsverordnung dürfen Patienten einmal am Tag von einer symptomfreien Person Besuch bekommen - für eine Stunde. Keine Einschränkung gibt es für sterbende Patienten, auch Seelsorge bleibt erlaubt.

Es gibt allerdings je nach Betreiber zum Teil noch strengere Regelungen: In DRK-Standorten wie dem Westend sowie in allen Vivantes-Kliniken dürfen nur Patienten bis 16 Jahre und Schwerstkranke eine Stunde Besuch pro Tag von einer symptomfreien Person empfangen.

Menschen mit Symptomen, die auf Covid-19 hinweisen, dürfen generell nicht zu Besuch in Kliniken kommen. in Innenräumen müssen Masken getragen werden. Für Geburten gilt, dass sich Frauen einen Menschen aussuchen dürfen, der sie begleitet. Nach der Geburt dürfen Mütter allerdings keinen Besuch mehr empfangen.

Nicht erlaubt: Krankenhäuser dürfen planbare Aufnahmen, Operationen und Eingriffe unter der Voraussetzung durchführen, solange sie noch ein Kontingent an Plätzen für Corona-Patienten freihalten und die Rückkehr in einen Krisenmodus wegen einer Verschärfung der Pandemielage jederzeit kurzfristig umgesetzt werden kann.

Demonstrationen

Erlaubt: Öffentliche Versammlungen sind sowohl unter freiem Himmel als auch in geschlossenen Räumen ohne allgemeine Begrenzung der Teilnehmerzahl erlaubt. Gleichwohl variiert die Zahl der zugelassenen Teilnehmer je nach nutzbarer Fläche des Versammlungsortes.

Denn auch auf Demos müssen die Hygienerichtlinien eingehalten werden. Außerdem gilt der Mindestabstand von 1,5 Metern unter Teilnehmern, die nicht gemeinsam in einem Haushalt leben. Die Veranstalter müssen vorab in einem Konzept erklären, wie sie die Einhaltung dieser Regeln sicherstellen wollen. Auf Wunsch ist dieses Konzept der zuständigen Behörde auszuhändigen.

Seit 5. September gilt die Maskenpflicht bei Demos mit mehr als 100 Teilnehmern. Sie kann aber auch verordnet werden, wenn während der Veranstaltung zum Verstoß des Infektionsschutzes aufgerufen oder gesungen wird.

Reisen

Erlaubt: Urlauber, die aus Risikogebieten im Ausland zurückkommen, müssen einen aktuellen negativen Coronatest nachweisen oder direkt nach Ankunft in häusliche Quarantäne. Das zuständige Gesundheitsamt ihres Bezirks [rki.de] müssen sie in jedem Fall über den Aufenthalt in einem Risikogebiet informieren. Wenn sie kein aktuelles negatives Testergebnis vorweisen können, müssen Rückkehrer innerhalb zehn Tagen nach ihrer Ankunft einen Test machen, bis zum Ergebnis bleiben sie zwingend in Quarantäne. Dieser Test innerhalb der Frist ist für sie kostenlos. Ein positives Ergebnis wird grundsätzlich an das jeweilige Gesundheitsamt übermittelt, verstößt ein Infizierter gegen die Quarantänepflicht und wird dabei erwischt, kann das mehrere Tausend Euro kosten.

Bereits wenige Stunden Aufenthalt in einem Risikogebiet reichen für diese Pflicht aus, der Senat hat - anders als Bundesländer wie Bayern - keine bestimmte Dauer festgelegt. Die Durchreise durch ein Risikogebiet bedeutet allerdings laut Senat keinen Aufenthalt, dementsprechend unterliegen Personen, die lediglich durch ein solches Gebiet fahren, nicht der Quarantänepflicht. Zur Durchreise gehören auch kurze Aufenthalte wie Umsteigen oder eine kurze Pause auf einem Rastplatz. Falls jedoch Flughafen, Bahnhof oder Rastplatz dabei verlassen werden, zählt das als Aufenthalt im Risikogebiet.

Rückkehrer können sich direkt an der Teststelle Flughafen Schönefeld, am Hauptbahnhof oder am Zentralen Omnibusbahnhof testen lassen, auch symptomlos. Kommen sie aus einem Risikogebiet, ist der Test kostenfrei. Kommen sie nicht aus einem Risikogebiet, ist der Test kostenpflichtig. Testmöglichkeiten bieten auch ausgewählte Arztpraxen - aber nur nach Terminvereinbarung. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sich die Getesteten in Quarantäne begeben.

Mehr Infos zur Einreise aus Risikogebieten finden Sie hier [auswaertiges-amt.de]. Die aktuelle Liste der Risikogebiete gibt es auf der Seite des Robert-Koch-Instituts [rki.de] und in der folgenden Grafik. Wenn Ihnen diese nicht angezeigt wird, klicken Sie bitte hier.

Urlauber aus inländischen Corona-Hotspots wie momentan auch Berlin dürfen aktuell in folgenden Bundesländern nicht mehr ohne einen aktuellen negativen Corona-Test beherbergt werden: Hamburg, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein. In allen anderen Bundesländern wurde das Beherbergungsverbot inzwischen entweder von Gerichten für unwirksam erklärt, wieder von der Landesregierung zurückgenommen oder gar nicht erst umgesetzt.

Ansonsten gibt es im innerdeutschen Verkehr momentan keine Reisebeschränkungen, auch nicht für Reisende mit Wohnsitz in Risikogebieten. Pendler- und Warenverkehr sind ebenfalls ausdrücklich nicht betroffen, Familienbesuche möglich.

Auch in Berlin gelten für Einreisende keine Einschränkungen. Berliner Hotels, Ferienwohnungen und andere Unterkünfte sind eingeschränkt für touristische Zwecke geöffnet.

Zudem haben viele Bundesländer Hotels, Gaststätten und Campingplätze unter Auflagen wieder geöffnet, teilweise jedoch unter einer Beschränkung der Gästezahl. Wellnessbereiche sind vielerorts eingeschränkt nutzbar. Gäste müssen in Hotels Kontakt- und Anwesenheitsdaten hinterlegen, die nach vier Wochen gelöscht werden müssen.

Nicht erlaubt: In Berliner Hotels müssen Spa- und Wellnessbereiche geschlossen bleiben.

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431 Kommentare

  1. 431.

    In Kirchen darf man auch singen..... im Stadion, also unter freiem Himmel, ist das natürlich zu gefährlich und daher verboten.
    Es mag in Bayern anders sein aber in Berlin muss man nicht in die Kirche gehen.... daher geht das Recht auf Religionsausübung nicht vor ihrem Recht auf leben.
    Und das mit den 1.000 Leuten betrifft ALLE Veranstaltungen drinnen.

  2. 430.

    Gottesdienste
    Erlaubt: Wenn die Abstandsregeln eingehalten werden, dürfen sich 500 Menschen in einem Raum oder in einer Halle aufhalten. Voraussetzung ist eine ausreichende Belüftung. Seit dem 1. September sind Veranstaltungen mit maximal 750 Personen erlaubt. Indoor-Veranstaltungen mit nicht mehr als 1.000 Personen sind seit 1. Oktober wieder möglich.

    Wie lange soll das eigentlich noch so bleiben? In den Hygienekonzepten der Kirchen wird meist nur das Tragen des MNS "empfohlen". Soweit ich das mitbekommen habe, ist Delmenhorst die erste Stadt, die im Moment auch die Gottesdienste verbietet... In Bayern geht auch das Grundrecht Religionsausübung vor das Recht auf Leben...

  3. 429.

    Lieber rbb, wie sieht es denn jetzt mit den Mitarbeitern im Supermarkt aus? Die sehe ich allenthalben immer noch ohne Masken in den engen Fluren vor, neben und hinter mir herumspringen.

    Müssen die jetzt immer noch keine Masken tragen? Andere Arbeitnehmer wie Schaffner oder Bedienstete in Verwaltungen müssen die doch auch tragen, ebenso Polizisten (sogar im Freien).

  4. 428.

    " Was in Berlin jetzt erlaubt ist - und was verboten "

    eigentlich egal , die infektionen steigen trotzdem und zeigen damit die Hilflosisigkeit der Maßnahmen , aber Besseres gibt es bisher nicht

  5. 427.

    "In geschlossenen Räumen dürfen sich nur noch der eigene Haushalt sowie fünf andere Personen oder maximal Menschen aus zwei Haushalten treffen."
    Also wieviel Menschen jetzt maximal? Oder meinten Sie: "Menschen aus maximal zwei Haushalten"? Ggfs bitte noch mal korrigieren. Danke!

  6. 426.

    Dann müssen Sie bei der Prostituierten eben auch einen Mund-Nasenschutz tragen. Wo ist da das Problem?

  7. 425.

    Liebe rbb-Leute,

    eure Beschreibung über unerlaubtes in Kitas ist irreführend, weil nicht exakt hervorgeht, ob eine generelle Maskenpflicht für das Personal in Kitas von der Senatsverwaltung vorgeschrieben wurde, oder eben auch nicht.
    In den aktuellen Veröffentlichungen der Senatsverwaltung konnte Ich jedenfalls nichts konkretes dazu finden,
    was letztlich auch Sinn macht - auch weil der Senat dies aus vielerlei Gründen nicht so genau festlegen kann und nicht festlegen mag.

  8. 424.

    Zum Punkt Reisen: Im Artikel steht, dass Berliner*Innen für die Einreise in ein anderes Bundesland ein maximal 48 Stunden altes, negatives Testergebnis haben müssen. Stimmt das so? Das gilt sicherlich für Urlauber, die in einem Hotel etc. unterkommen, aber das ist keine generelle Einreisebestimmung oder? Wie ist das also bei der Unterbringung/Übernachtung bei der Familie/Partner? Das wäre mir sonst neu.

    Danke

  9. 423.

    Es ist eine typisch deutsche Regel.....warum einfach wenn es auch kompliziert geht.
    Und immer dran denken ..... die eigene Familie ist das gefährlichste .... ich weiss grad den Stand nicht so ... sind die jetzt aktuell gefährlicher als Party-People oder Reiserückkehrer ?
    Naja was unzweifelhaft ungefährlich ist..... 1.000 wildfremde Leute die sich für eine Versammlung treffen, aber bitte nicht draußen..... viel zu gefährlich !
    Ironie Ende

  10. 422.

    Prostituierte dürfen weiter Ihre Dienste anbieten, aber in Einkaufsstraßen soll man eine Mund- und Nasenbedeckung tragen. Sehr lustige Regeln! Im grunde könnt Ihr froh sein, dass man hier zensiert werden kann, andernfalls würde ich schreiben, was ich wirklich denke!

  11. 421.

    Die Verwirrung hat der RBB ja jetzt aufgelöst - die Angabe mit den maximal 6 Personen war falsch. Was mich aktuell noch immer irritiert ist, das manche Familienfeiern jetzt größer ausfallen können. Wenn man einen Haushalt mit 6 Personen (Eltern + 4 Kinder wie bei uns damals zuhause) hat, darf man bis einschließlich Freitag mit 4 weiteren Personen feiern, weil bis Freitag die maximale Obergrenze von 10 Personen für Privatfeiern gilt. Ab Samstag darf diese Familie mit 11 Personen feiern, da sie zu ihrem Haushalt (6 Personen) 5 weitere Personen einladen darf. Hier hat entweder jemand nicht zuende gedacht oder einfach angenommen, dass ein Haushalt = maximal 4 Personen bedeutet.

  12. 420.

    Ist das wirklich von Bedeutung?
    Dies ist kein fiktives Rechenspiel sondern real.
    Va/Mu +3 Kinder .... Opa und Oma .... weiteres erwachsenes Kind mit Partner.
    Diese 9 Personen dürfen nur bei bei den ersten Feiern ..5+4 erlaubt....alles andere wären immer 2+7 also nicht erlaubt.
    Es sind immer die gleichen 9 Personen nur die Wohnung ist eine andere.....
    Und daran soll man sich allen Ernstes halten ....selten so gelacht.

  13. 419.

    Lieber @RBB, Jetzt bin ich komplett verwirrt. Zuerst Hatten Sie auf dieser Seite zu stehen: "eigener Haushalt + 5 weitere Personen". Jetzt steht hier "In geschlossenen Räumen dürfen nur noch maximal sechs Personen teilnehmen oder Personen aus maximal zwei Haushalten." Das ist ein großer Unterschied, denn bei der ersten Meldung stand nicht, wie groß der eigene Haushalt ist - der kann ja auch gerne mal 5 Personen umfassen und das wären dann 5+5 = 10. Könnten Sie bitte bestätigen, dass 6 Personen insgesamt die maximale Obergrenze sind und dass das mit dem "eigener Haushalt + 5 weitere Personen" nicht richtig war?

  14. 417.

    Irgendwie reden wir aneinander vorbei. Ich kenne die "AHA" Regel, ich weiß worum es da geht. Ob das stimmt, keine Ausbrüche in diesen verschiedenen Bereichen, ist fraglich. Ich kann das nicht nachvollziehen. Was ist mit Reise Rückkehrer aus risikogebieten. Über die Kontakt-Nachverfolgung von Corona-Infizierten! sagte er gar nicht.
    Arbeitnehmer z.b. Friseure waren im Urlaub und mitunter noch nicht getestet.

    Ich hatte nur auf einen Kommentar geschrieben, wie man sich in ÖPNV verhalten sollte. Wo ist da das Problem!!!

  15. 416.

    @RBB: Danke für die Erklärung. Ich hatte es nämlich so verstanden, dass man sich bundesweit geeinigt hat und dadurch auch sofort die neuen Regeln, die sich an den Inzidenzen orientieren, gelten. Dass das noch gar nicht in Kraft ist, verstehe ich jetzt erst. (Deshalb auch meine Frage weiter unten, ob sich denn jetzt im Bereich Sport etwas ändert. Dann kann ich ja -noch- heut abend regulär hingehen, super!)
    Danke auch für die Aktualisierung des Kursivtextes oben ("Hinweis 1, Hinweis 2"), dadurch weiß man ab jetzt sofort Bescheid und wundert sich nicht, warum alles immer noch mit Geltung vom 10.10. an aufgeführt ist.
    :-)

  16. 415.

    Liebe Angela,
    die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz müssen erst von den einzelnen Bundesländern übernommen werden. Erst wenn der Berliner Senat neue Corona-Regeln verkündet, werden wir diese Übersichtsseite aktualisieren.
    Viele Grüße
    rbb|24

  17. 414.

    Lieber RBB, wann werden denn die Beschlüsse des gestrigen Abends aufgenommen?

  18. 413.

    ...Zitat "wir haben keine Ausbrüche beim Einkaufen, bei Friseuren, im Öffentlichen Nahverkehr....."
    Tja was meint er nun mit Ausbruch !

  19. 412.

    Hast recht in der Verordnung steht es nicht mehr drin wurde vielleicht vergessen ... hab nur mal Berichte in Zeitungen gesehen.....
    Die Wortlaut war aber 10qm pro Kunde....Verkaufsfläche. Es spiel keine Rolle ob da Regale oder sonst was stehen es geht NICHT um freie Fläche.

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