Beschränkungen wegen Corona - Was in Berlin jetzt erlaubt ist - und was verboten

Radfahrer fahren entlang einer Allee in Berlin (Quelle: dpa/Florian Gaertner)
Bild: dpa-Symbolbild/Florian Gaertner

Die Corona-Beschränkungen in Berlin werden vorerst nicht gelockert. Es gilt das 2G-Optionsmodell: Zutritt in bestimmte Bereiche haben nur noch Geimpfte und Genesene. Seit 4. Oktober entfällt die Maskenpflicht in den Klassenstufen 1 bis 6. Eine Übersicht über die Regeln.

Der Senat hat am 5.10.2021 die Achte Änderungsverordnung der Dritten Infektionsschutzmaßnahmenverordnung [berlin.de] beschlossen. Diese Verordnung tritt am 10.10.2021 in Kraft.

2G-Optionsmodell

Betreiber von Einrichtungen, Veranstaltungen und ähnlichen Unternehmungen können selbst entscheiden, ob sie die 2G-Regel anwenden. Dies gilt beispielsweise für Dienstleistungen, in der Gastronomie sowie im Kultur- und Sportbereich.

Unter der 2G-Bedingung dürfen nur Geimpfte und Genesene eingelassen werden. Gelten 2G-Bedingungen, muss das Personal künftig nur geimpft oder genesen sein, wenn es mit Kundinnen und Kunden in unmittelbaren Kontakt kommt. Die 2G-Bedingung kann auch für einzelne Tage oder begrenzte Zeiträume genutzt werden.

Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, können künftig unter 2G-Bedingungen teilhaben, wenn sie über einen ärztlichen Nachweis ihrer Impfunfähigkeit und einen negativen PCR-Test verfügen.

Bei bei einer Anwendung der 2G-Option muss der Nachweis der Impfung oder der Genesung von Corona digital verifizierbar sein - etwa über die Corona Warn App des Bundes oder die CovPass-App des Robert Koch-Instituts. Auch ausgedruckte QR-Codes sind digital verifizierbar. Die Nachweise müssen beim Eintritt digital und mit einem Lichtbildausweis abgeglichen werden. Auf die Geltung der 2G-Bedingung haben die Verantwortlichen hinzuweisen.

Soweit die 2G-Bedingung gilt, besteht keine Pflicht zur Einhaltung des Mindestabstands und keine Maskenpflicht.

Die 2G-Option wird für Hotels, Beherbergungsbetriebe, Ferienwohnungen und ähnliche Einrichtungen und ferner für Museen, Galerien und Gedenkstätten sowie Bibliotheken und Archive eröffnet.

Die Zulassung von Großveranstaltungen darf eine Auslastung von bis zu 100 Prozent umfassen. Bei Veranstaltungen mit mehr als 2.000 zeitgleich anwesenden Personen gilt unter 2G-Bedingungen keine Personenobergrenze.

Grundsätzliche Versorgungsbereiche wie der Einzelhandel aber auch Gottesdienste und Wahlen sind von der 2G-Option ausgenommen.

Kinder unter 12 Jahren dürfen an 2G-Veranstaltungen teilnehmen und 2G-Einrichtungen betreten und nutzen, wenn sie negativ getestet sind.

Kontaktbeschränkungen

Die Beschränkungen für private Kontakte in geschlossenen Räumen sowie im Freien sind aufgehoben worden.

Öffentliche und private Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind angehalten, unbürokratisch Home-Office für Büroangestellte und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ähnliche Tätigkeiten ausüben, zu ermöglichen. Eine Home-Office-Pflicht besteht nicht mehr.

Alle Bürger sind angehalten, sich vor privaten Treffen testen zu lassen oder sich mit sogenannten Selbsttests zu untersuchen, um eine Coronavirus-Infektion auszuschließen. Jeder ist angehalten, auf Reisen zu verzichten - und auch bei privaten Treffen eine Maske zu tragen.

Testpflicht und verpflichtende Testangebote

Arbeitgeber sind dazu verpflichtet, mindestens zwei Mal pro Woche einen kostenlosen Antigen-Schnelltest [Point-of-Care (PoC)-Antigen-Test] oder solche zur Selbstanwendung unter Aufsicht anzubieten.

Die Arbeitgeber müssen auf Wunsch eine Bescheinigung über das tagesaktuelle Testergebnis ausstellen, die dem von der Gesundheitsverwaltung zur Verfügung gestellten Muster entspricht.

Die Testpflicht entfällt für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit körperlichem Kontakt zu Kundinnen und Kunden, wenn sie:

- vollständig geimpft sind und die zweite Impfung gegen Covid-19 mindestens 14 Tage zurückliegt,

- von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind und eine Impfung gegen Covid-19 erhalten haben,

- in den vergangenen sechs Monaten an Covid-19 erkrankt waren und genesen sind.

Schreibt die Verordnung vor, dass ein negativer Test nötig ist, so gilt dies auch nicht für Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr.

Quarantänepflicht

Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss Quarantäne- und weitergehenden Testpflichten nachkommen:

- Bei einem positiven PoC-Schnelltest oder Selbsttest, der unter Aufsicht durchgeführt wurde (beim Arbeitgeber oder im Rahmen einer erweiterten Einlasskontrolle), müssen sich Betroffene unverzüglich einem PCR-Test unterziehen. Bis zur Vorlage des Testergebnisses gilt die Pflicht zur häuslichen Quarantäne.

- Bei einem positiven PoC-Selbsttest, der nicht unter Aufsicht durchgeführt wurde, gilt zunächst nur die Pflicht, unverzüglich einen PCR-Test durchführen zu lassen. In diesem Fall gilt zwar keine Quarantänepflicht, allerdings sollten sich Betroffene vorsorglich in häusliche Isolation begeben.

- Bei einem positiven PCR-Test muss die häusliche Quarantäne für mindestens 14 Tage in Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt eingehalten werden. Für die Beendigung der Quarantäne ist ein negativer Corona-Test erforderlich.

Während der Quarantäne sind sämtliche Kontakte mit haushaltsfremden Personen verboten.

Wird die Quarantänepflicht nicht eingehalten oder nach einem positiven PoC-Test kein PCR-Test vorgenommen, droht ein Bußgeld von mindestens 1.000 Euro.

Quarantäne-Regelungen der Bezirke finden Sie hier [berlin.de].

Kontaktpersonen-Quarantäne

Von der Absonderungspflicht aufgrund eines engen Kontaktes zu einer positiv auf Covid-19 getesteten Person befreit sind:

- Personen, die vollständig geimpft sind,

- Personen, die von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind und die eine Impfung gegen Covid-19 erhalten haben,

- Personen, die in den letzten sechs Monaten an Covid-19 erkrankt waren und genesen sind.

Ausnahmen gelten bei Virusvarianten, bei Vorliegen von Symptomen sowie im Krankenhausbereich. Für den Pflegebereich sind bei hoher Durchimpfungsrate weitergehende Befreiungen von der Absonderungspflicht geregelt.

Mund-Nasen-Schutz

Das Tragen einer FFP2-Maske ohne Ventil (oder vergleichbare Maske) ist verpflichtend:

- In Bus, U-Bahn, S-Bahn, Tram und auf Fähren für Fahrgäste

- In Fernbussen, Fern- und Regionalverkehrszügen für Fahrgäste

- Auf Bahnhöfen, Flughäfen und Fährterminals für Fahrgäste

- In Arztpraxen für Besucherinnen und Besucher sowie Patientinnen und Patienten

- In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen für Besucherinnen und Besucher sowie Patientinnen und Patienten, die sich nicht auf ihrem Zimmer aufhalten oder Besuch empfangen

- Bei der Erbringung und Inanspruchnahme erlaubter körpernaher oder sexueller Dienstleistungen unter 3G-Bedingungen

- In Taxen, (Charter-)Bussen und sonstigen Fahrzeugen

Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 14 Jahren können in diesen Fällen einen medizinischen Gesichtsschutz tragen.

Das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske (OP-Maske oder FFP2-Maske ohne Ventil) ist verpflichtend:

- In Supermärkten und Geschäften

- In Bus, U-Bahn, S-Bahn, Tram und auf Fähren für das Personal

- In Fernbussen, Fern- und Regionalverkehrszügen für das Personal

- Auf Bahnhöfen, Flughäfen und Fährterminals für das Personal

- In Gewerbebetrieben

- In Gaststätten inklusive der Außenbereiche, wenn im 3G-Modell geöffnet wird

- Bei kulturellen Veranstaltungen und Dienstleistungen unter 3G-Bedingungen für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich nicht an ihrem Platz aufhalten. Sofern der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann und bei geschlossenen Räumen keine maschinelle Lüftung vorhanden ist, gilt die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen auch am Sitzplatz.

- In der beruflichen Bildung und allgemeinen Erwachsenenbildung in geschlossenen Räumen

- In Büro- und Verwaltungsgebäuden, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann (nicht am festen Arbeitsplatz)

- In Arztpraxen für das Personal

- In Krankenhäusern für das Personal (Ausnahme: Bei der unmittelbaren Versorgung vulnerabler Patientengruppen muss das Personal eine FFP2-Maske tragen).

- In Pflegeeinrichtungen für Bewohnerinnen und Bewohner, die sich nicht in ihrem Zimmer oder bei Mahlzeiten an ihrem festen Sitzplatz aufhalten.

- In Schulgebäuden. Auf dem Schulgelände darf die Maske im Freien abgelegt werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Seit 04.10. entfällt die Maskenpflicht in den Klassenstufen 1 bis 6.

- Bei privaten Fahrten für Personen aus einem fremden Haushalt (ausgenommen die Fahrerinnen und Fahrer selbst)

- Auf Märkten und in Warteschlangen

- Bei Demonstrationen

- In Indoor-Sportstätten (nicht während der Sportausübung)

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist an allen Orten im öffentlichen Raum dringend empfohlen, an welchen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Für Kinder bis 6 Jahre besteht keine Maskenpflicht.

Eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske gilt auch in Büro- und Verwaltungsgebäuden: Die Mund-Nasenbedeckung muss immer dann getragen werden, wenn man sich von seinem Schreibtisch entfernt, also für den Gang zur Toilette, zum Ausgang, zur Kantine, im Fahrstuhl oder wenn der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann. Bei der Arbeit am Schreibtisch muss keine Maske getragen werden.

Für Bedürftige stellt der Senat ein Kontingent an Masken bereit, die von den Bezirken verteilt werden.

Wer gegen die Maskenpflicht verstößt, riskiert ein Bußgeld von mindestens 50 Euro.

Einkaufen

Für den gesamten Einzelhandel besteht keine Testpflicht mehr. Die Personenanzahl ist derart zu begrenzen, dass die Besucherinnen und Besucher von Verkaufsstellen den Mindestabstand zueinander einhalten können. Die erlaubte Fläche pro Kundin bzw. Kunden beträgt 5 Quadratmeter. Eine Pflicht zur Anwesenheitsdokumentation (per Luca-App oder Ausfüllen von Kontaktformularen) besteht nicht.

Auch Wochenmärkte dürfen unabhängig vom Sortiment ohne negativen Test besucht werden.

In Innenräumen von Geschäften und Dienstleistungsbetrieben müssen Kundinnen und Kunden grundsätzlich eine medizinische Maske tragen.

Flohmärkte, Kunstmärkte sowie Spezialmärkte dürfen wieder öffnen.

Universitäten und Hochschulen

Das Wintersemester beginnt für die Fachhochschulen am 01. Oktober 2021 und für die Universitäten und Kunsthochschulen am 18. Oktober 2021. Die privaten Hochschulen starten teilweise bereits früher in das Wintersemester. Lehre und Studium sollen zum überwiegenden Teil wieder in Präsenz stattfinden. Für den Betrieb der staatlichen, privaten und konfessionellen Hochschulen wurden u.a. folgende Grundsätze vereinbart:

- Lehrveranstaltungen und Prüfungen können in Präsenz unter Beachtung der Schutz- und Hygieneregeln stattfinden.

- Hochschulbibliotheken dürfen Leihbetrieb anbieten sowie Arbeitsplätze und PC-Pools öffnen.

- Nur wer geimpft, genesen oder getestet ist, kann die Angebote der Hochschulen wahrnehmen und Zugang zu den Services erhalten.

- Die Maskenpflicht an Hochschulen wird an die aktuellen Vorgaben für Veranstaltungen angepasst.

- Für Veranstaltungen, die in Präsenz durchgeführt werden, stellen die Hochschulen eine zur Kontaktverfolgung angemessene Anwesenheitsdokumentation sicher. Die Nutzung der Corona-Warn-App wird ergänzend empfohlen.

- Für Hochschulen wird der Grundsatz des Lehrbetriebs mit Online-Formaten aufgehoben.

- Spezifische Vorgaben für die Künste und den Sport gelten entsprechend der jeweiligen aktuellen Regelungen der Berliner Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

Weitere Informationen finden Sie hier [berlin.de].

Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Beschäftigte werden gebeten, sich mit spezifischen Nachfragen an ihre jeweiligen Einrichtungen zu wenden. Hier finden Sie die Informationsseiten der Berliner Hochschulen zur Corona-Prävention.

Kitas

Einrichtungen der Kindertagesförderung arbeiten derzeit im Regelbetrieb.

Kinder mit Husten oder Schnupfen (auch ohne Fieber) werden in Berliner Kitas nicht betreut. Es sei denn, ein tagesaktueller Corona-Schnelltest weist ein negatives Ergebnis aus. Ein solcher Test kann auch als Selbsttest in der Kita durchgeführt werden. Auch Kinder, die eine überstandene Erkrankung mit dem Coronavirus vor mindestens 28 Tagen und höchsten 6 Monaten nachweisen können werden betreut.

Beschäftigte mit Kontakt zu Kindern müssen sich zwei Mal pro Woche auf das Coronavirus testen lassen.

Fahrschulen, Volkshochschulen und andere Bildungseinrichtungen

Fahr-, Boots und Flugschulen sowie ähnliche Einrichtungen dürfen nur von Kundinnen und Kunden aufgesucht werden, die negativ getestet sind. Seit der Öffnung müssen die Betriebe ihrem Personal regelmäßige Testangebote machen.

Volkshochschulen sowie weiteren Einrichtungen der allgemeinen Erwachsenenbildung, Musikschulen, Jugendkunstschulen, Jugendverkehrsschulen, Gartenarbeitsschulen sowie freien Einrichtungen im Sinne des Schulgesetzes dürfen wieder Präsenzunterricht durchführen.

Gastronomie, Kantinen und Alkoholverbote

Gaststätten dürfen unter Einhaltung strenger Hygienevorgaben für den Publikumsverkehr öffnen. Personengrenzen gibt es nicht mehr.

Sofern sich Gäste nicht an ihrem Sitzplatz aufhalten, müssen sie eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Das gilt auch für Außenbereiche.

Auch für das Personal gilt eine Maskenpflicht. Der Besuch der Außenbereiche von Restaurants, Cafés und Bars sowie die Benutzung derer sanitären Anlagen ist ohne Vorlage eines negativen Testergebnisses erlaubt. Gaststätten dürfen ihre Innenräume nur für Personen öffnen, die einen aktuellen negativen Corona-Test oder einen Impf- beziehungsweise Genesenennachweis vorlegen können. In Gastronomiebetrieben, die unter 2G-Bedingungen öffnen, entfällt die Verpflichtung zum Tragen einer Gesichtsmaske und die Pflicht zur Einhaltung des Mindestabstandes. Der Impfnachweis oder Nachweis einer Corona-Genesung muss digital und mit einem Lichtbildausweis abgeglichen werden.

Betreiberinnen und Betreiber sind dazu verpflichtet, ein Schutz- und Hygienekonzept zu erstellen, das die Regulierung der Gästeanzahl, die Kontaktnachverfolgung sowie die Einhaltung der Abstands- und Kontaktregeln sicherstellt. Beim Besuch von geschlossenen Räumen von Gaststätten werden die Verantwortlichen verpflichtet, Nachweise zur Testung, Impfung oder Genesung zu überprüfen und bei fehlendem Nachweis den Zutritt zu verweigern.

Das nächtliche Verbot von Ausschank, Abgabe und Verkauf von alkoholischen Getränken ist aufgehoben. Auf Parkplätzen ist der Verzehr von Alkohol wieder gestattet, in Grünanlagen bleibt er verboten.

Unternehmenskantinen dürfen Speisen und Getränke in Innenräumen anbieten. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens entfällt die Pflicht, ein negatives Corona-Testergebnis vorzulegen.

Körpernahe Dienstleistungen

Bei der Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen, etwa in Friseursalons, Solarien, Kosmetiksalons und ähnlichen Einrichtungen müssen Kundinnen und Kunden ein negatives Coronavirus-Testergebnis vorweisen, geimpft oder genesen sein und eine FFP2-Maske tragen. Sofern das 2G-Modell nicht eingesetzt wird, gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Kundinnen und Kunden.

Im 2G-Modell entfällt die Pflicht zum Tragen einer Maske.

Bei körpernahen Dienstleistungen, die aus medizinischen, therapeutischen oder seelsorgerischen Gesichtspunkten notwendig sind, entfällt die Testpflicht.

Prostitution

Prostitutionsgewerbe dürfen unter Einhaltung strenger Vorgaben öffnen. Sexuelle Dienstleistungen dürfen angeboten und in Anspruch genommen werden. Gesichtsnahe Praktiken sind im 3G-Modell nicht gestattet. Der Betrieb von Prosititutionsfahrzeugen sowie die Ausrichtung von Prostitutionsveranstaltungen ist ausschließlich unter 2G-Bedingungen gestattet.

Kultur, Freizeit, Veranstaltungen

Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind mit bis zu 1.000 Personen erlaubt, gibt es eine maschinelle Lüftung, sind es 2.000 Personen. An Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen nur Personen teilnehmen, die geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Bei Veranstaltungen im Freien liegt die Obergrenze dann bei 2.000 Personen. Eine Testpflicht gilt ab 100 Teilnehmern. Sofern sich Besucherinnen und Besucher nicht auf ihrem Platz aufhalten, müssen sie eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Kann ein Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden, besteht die Pflicht zum Tragen einer Maske auch am fest zugewiesenen Platz, wenn nicht alle Personen geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Findet eine Veranstaltung unter 2G-Bedingungen statt, so entfällt unter anderem die Pflicht zum Tragen einer Maske.

Großveranstaltungen mit mehr als 2.000 und bis zu 25.000 Personen sind nur nach Zulassung durch die zuständige Senatsverwaltung erlaubt. Großveranstaltungen können im 2G-Modell mit einer Auslastung von 100% durchgeführt werden. Unter 2G-Bedingungen gilt keine Personenobergrenze.

Außerdem ist das Singen in geschlossenen Räumen nach Maßgabe des Hygienerahmenkonzepts Kultur wieder zulässig. Auch diese verschärften Regelungen von Zusammenkünften gelten grundsätzlich nur, wenn die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln gewährleistet werden kann. Außerdem müssen alle Innenräume gut belüftet werden. Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlegen. Die Betreiber sind verpflichtet, diese Daten nach vier Wochen zu vernichten.

Kinos, Theater, Opern- und Konzerthäuser etc. dürfen wieder ihre Innenräume für Besucher öffnen. Es gilt eine Personenobergrenze von 1.000 zeitgleich anwesenden Personen in Innenräumen sowie 2.000 Personen im Freien.

Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird ein fester Sitzplatz zugewiesen, auf dem sie sich grundsätzlich aufhalten sollen. Sofern Besucherinnen und Besucher den Platz verlassen, müssen sie eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Bei Veranstaltungen müssen alle Beteiligten einen aktuellen negativen Corona-Test, einen vollständigen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen. Findet eine Veranstaltung unter 2G-Bedingungen statt, so entfällt unter anderem die Pflicht zum Tragen einer Maske.

Museen, Galerien und Gedenkstätten dürfen unter Einhaltung folgender Regelungen öffnen: Ein Schutz- und Hygienekonzept, das auf Verlangen der zuständigen Behörde vorgelegt werden kann, muss erstellt werden. Es muss eine medizinische Maske getragen werden. In Außenbereichen kann die Maske abgelegt werden, wenn die Einhaltung des Mindestabstandes gesichert ist. Die 2G-Option wird für Museen, Galerien und Gedenkstätten sowie Bibliotheken und Archive eröffnet.

Die Personenzahl wird auf eine Besucherin beziehungsweise einen Besucher pro fünf Quadratmeter Ausstellung- bzw. Betriebsfläche begrenzt. Für Einrichtungen mit mehr als 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche gilt, dass bei der über 800 Quadratmeter übersteigenden Fläche nur eine Besucherin bzw. ein Besucher pro 20 Quadratmeter zugelassen ist.

Stadtrundfahrten und Führungen können wieder stattfinden. Ein negativer Test bzw. Impf- oder Genesenen-Nachweis muss vorliegen, wenn geschlossene Räume aufgesucht werden. Die Maskenpflicht entfällt unter 2G-Bedigungen.

Die Außenanlagen von Tierpark und Zoo sind für den Publikumsverkehr ohne Testpflicht geöffnet. Die Innenbereiche von Zoo, Tierpark und Botanischem Garten öffnen ebenfalls. Die Besucheranzahl muss reguliert werden und zum Betreten der geschlossenen Räume ist unter 3G-Bedingunen eine medizinische Maske ohne Ventil erforderlich. Im Freien darf diese abgelegt werden, wenn die Einhaltung des Mindestabstandes gesichert ist.

Vergnügungsstätten, Freizeitparks und Betriebe für Freizeitaktivitäten sowie Spielhallen, Spielbanken, Wettvermittlungsstellen und ähnliche Betriebe dürfen wieder öffnen. Besucherinnen und Besucher benötigen einen negativen Test bzw. Impf- oder Genesenen-Nachweis.

Jahrmärkte und Volksfeste dürfen im Freien wieder stattfinden. Es gelten dieselben Vorschriften wie für Veranstaltungen im Freien.

Clubs und Diskotheken dürfen für Geimpfte und Genesene wieder öffnen. Ein negativer Corona-Test der Gäste reicht nicht. Tanzveranstaltungen und ähnliche Unternehmen, die in geschlossenen Räumen stattfinden, dürfen nur noch unter 2G-Bedingungen für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Die Maskenpflicht entfällt hier. Bei Veranstaltungen mit mehr als 2.000 zeitgleich anwesenden Personen gilt unter 2G-Bedingungen keine Personenobergrenze.

Der Leihbetrieb von Bibliotheken ist zulässig. Allerdings kann es Einschränkungen bei den Öffnungszeiten und der Anzahl der Standorte geben. Nutzer müssen bei dem Besuch von Bibliotheken grundsätzlich eine medizinische Maske tragen. Unter dem 2G-Modell entfällt die Maskenpflicht.

Private Feiern und Veranstaltungen

Private Veranstaltungen, insbesondere Hochzeitsfeiern, Geburtstagsfeiern, Abschlussfeiern oder Feierlichkeiten anlässlich religiöser Feste in geschlossenen Räumen dürfen mit bis zu 50 zeitgleich anwesenden Personen stattfinden. Im Freien sind bis zu 100 zeitgleich anwesende Personen erlaubt. Auch hier gelten die jeweiligen Masken-, Test- und Sitzplatzzuweisungs-Pflichten.

Bei privaten Veranstaltungen mit mehr als 20 Personen sind folgende Vorgaben einzuhalten:
- Veranstalterinnen und Veranstalter erstellen ein Schutz- und Hygienekonzept, das die Einhaltung des Mindestabstandes, die Dokumentation aller Anwesenden zur Kontaktnachverfolgung und eine ausreichende Belüftung festhält.
- Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen bei Veranstaltungen in Innenräumen geimpft, genesen oder negativ getestet sein.
- In Innenräumen und Außenbereichen tragen alle eine medizinische Maske. Wer sich am festen Sitzplatz aufhält, darf die Maske abnehmen.
- Allen Besucherinnen und Besuchern wird ein fester Sitzplatz zugewiesen. Sofern alle Teilnehmerinnen negativ getestet, geimpft oder genesen sind, entfällt diese Vorgabe. Die Abstandsregeln gelten weiterhin.

Die konkrete Handhabung bei Eheschließungen kann sich von Bezirk zu Bezirk jedoch unterscheiden. Die zulässige Teilnehmerzahl bei Eheschließungen und die für die einzelnen Eheschließungsstandorte geltenden Regelungen müssen deshalb beim jeweiligen Standesamt erfragt werden.

Geimpfte und genesene Menschen werden bei der Bestimmung der anwesenden Personenzahl bei privaten Veranstaltungen inklusive Beerdigungen nicht mitgezählt.

ÖPNV und Autofahrten

In allen öffentlichen Verkehrsmitteln besteht die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske. Wenn möglich soll ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Das gilt auch für Fähren, Flughäfen, Taxis, Bahnhöfe und Züge. Wer in Bussen und Bahnen ohne Mund-Nasen-Schutz unterwegs ist, muss mit einer Geldstrafe rechnen (zwischen 50 und 500 Euro).

Wer mit Freunden, Bekannten oder anderen Personen in einem Auto fährt, muss ebenfalls eine Maske tragen, wenn der Mitfahrer in einem anderen Haushalt lebt. Wichtig: In all diesen Fällen muss eine medizinische Gesichtsmaske getragen werden.

Sport

Amateursport ist unter Einhaltung von Schutz- und Hygienekonzepten möglich.

Sport im Freien ist in Gruppen ohne Zahlenbeschränkung, ohne Test und auch bei Unterschreitung des Mindestabstands erlaubt. Außerdem ist Sport in geschlossenen Räumen in Gruppen zulässig, wenn alle Anwesenden negativ getestet sind. Ausnahmen gelten für Kinder bis einschließlich 14 Jahre. Diese dürfen ohne Testvorlage in festen Gruppen von bis zu 20 Personen trainieren. Sofern eine Betreuungsperson anwesend ist, muss diese einen negativen Corona-Test vorweisen können. Auch für Profisportler gelten Ausnahmen von der Testpflicht. In geschlossenen Räumen ist die Unterschreitung des Mindestabstands von 1,5 Metern zulässig. Außerdem besteht dort die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Diese kann während der Sportausübung abgenommen werden.

Wettkämpfe im Freien sind in allen Sportarten mit Zuschauenden erlaubt. Ab 500 zeitgleich Anwesenden besteht eine Testpflicht.

Strand- und Freibäder können nach vorheriger Genehmigung des örtlich zuständigen Gesundheitsamtes wieder öffnen. Die Betreiber müssen ein Nutzungs- und Hygienekonzept vorlegen. Auch Hallenbädern ist die Öffnung gestattet. Besucherinnen und Besucher müssen negativ getestet, vollständig geimpft oder genesen sein. Die Öffnung der Bäder ist auch unter 2G-Bedingungen gestattet.

Saunen, Thermen und ähnliche Einrichtungen dürfen öffnen, aber nur von Besucherinnen und Besuchern aufgesucht werden, die negativ getestet sind. Aufgüsse und Dampfbäder in Saunen, Thermen und ähnlichen Einrichtungen sind nur unter 2G-Bedingungen erlaubt.

Fitness-, Sport- und Tanzstudios dürfen unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften öffnen. Besucherinnen und Besucher müssen einen negativen Corona-Test beziehungsweise Impf- oder Genesenennachweis vorlegen und vorab einen Termin vereinbaren. Bei sogenannten gedeckten Sportanlagen, Fitness- und Tanzstudios und ähnlichen Einrichtungen muss, außer während der Sportausübung, eine medizinische Gesichtsmaske getragen werden. Öffnen die genannten Einrichtungen im 2G-Modell, so entfällt unter anderem die Pflicht zum Tragen einer Gesichtsmaske. Der Nachweis muss digital und mit einem Lichtbildausweis abgeglichen werden.

Reha-Sport ist erlaubt. Der ärztlich verordnete Sport ist in Gruppen von bis zu zehn Personen möglich, in begründeten Einzelfällen dürfen auch mehr Menschen teilnehmen.

Gottesdienste

In Berlin dürfen Gottesdienste sowohl im Freien als auch in Innenräumen stattfinden, es gelten keine Obergrenzen für Teilnehmende. Allerdings müssen die festgelegten Hygiene- und Infektionsschutzstandards eingehalten werden. An religiös-kultischen Veranstaltungen dürfen auch Personen teilnehmen, die nicht negativ getestet wurden. Teilnehmende von Gottesdiensten müssen medizinische Masken tragen, sofern sie sich nicht an ihrem Platz aufhalten.

Das Gemeindesingen ist in Innenräumen erlaubt, wenn die in dem Hygienerahmenkonzept festgelegten Hygiene- und Infektionsschutzstandards eingehalten werden. Unter freiem Himmel ist ein 15-minütiger Gemeindegesang mit medizinischer Gesichtsmaske möglich.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Die Besuchsrechte in Kliniken, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sind deutlich eingeschränkt. Seit dem 4. September gilt in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen für Besuchende eine allgemeine FFP2-Maskenpflicht. Außerdem müssen Patentinnen und Patienten außerhalb des Zimmers oder bei Besuch eine FFP2-Maske tragen. Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sind dazu verpflichtet, eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen, wenn sie sich nicht auf ihrem Zimmer aufhalten oder Besuch empfangen. Schwerstkranke und sterbende Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sind hiervon ausgenommen.

In Krankenhäusern und teilstationären Pflegeeinrichtungen gilt ein grundsätzliches Besuchsverbot für Personen, die laut den aktuellen Kriterien des Robert Koch-Instituts typische Covid-19-Symptome zeigen. Ausnahmen gelten unter anderem für den Besuch schwerstkranker und sterbender Personen.

Besuchseinschränkungen in Krankenhäusern

Für Besucherinnen und Besucher in Krankenhäusern, Reha- oder Behinderteneinrichtungen gilt die 3G-Regel. Diese Vorgabe entfällt für den Besuch von schwerstkranken und sterbenden Patientinnen und Patienten.

Die Berliner Krankenhäuser legen eigenständig Besuchsregeln im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie fest. Bitte informieren Sie sich vorab über die geltenden Besuchsregeln der jeweiligen Krankenhäuser.

Besuchseinschränkungen in Pflegeeinrichtungen

Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeinrichtungen dürfen täglich Besuch empfangen, sofern strenge Hygienerichtlinien eingehalten werden und sie während des Besuchs eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Besucherinnen und Besucher müssen innerhalb des Gebäudes zu jeder Zeit eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil tragen. Die Maskenpflicht entfällt in den Zimmern der Bewohnenden, wenn alle Anwesenden vollständig geimpft sind oder nach einer Covid19-Erkrankung als genesen gelten.. Weiterhin ist der Besuch nur Personen gestattet, die:

- einen negativen POC-Antigen-Corona-Schnelltest oder

- einen negativen PCR-Test auf das Coronavirus

vorweisen können. Schnelltests dürfen nicht älter als 24 Stunden sein. Für vollständig geimpfte Personen sowie Menschen, die nach einer Covid-19-Erkrankung genesen sind, entfällt die Testpflicht bei der Vorlage entsprechender Nachweise.

Veranstaltungen in Pflegeeinrichtungen

Kulturelle Veranstaltungen – etwa Konzerte, Theatervorführungen oder Tanzveranstaltungen – dürfen unter Einhaltung der geltenden Abstandsregeln und Personenobergrenzen in Pflegeeinrichtungen stattfinden. Es gilt hierbei keine Masken- oder Testpflicht. Auch der gemeinsame Sport in den Innenräumen der Pflegeeinrichtungen ist ohne Vorlage eines negativen Testergebnisses erlaubt, ebenso der gemeinsame Gesang.

Demonstrationen und politische Kundgebungen

Für Demos gibt es keine Personen-Obergrenzen, allerdings müssen die Hygiene-Richtlinien eingehalten werden. Die Veranstalter müssen vorab in einem Konzept erklären, wie sie die Einhaltung dieser Regeln sicherstellen wollen. Auf Wunsch ist dieses Konzept der zuständigen Behörde auszuhändigen. Es gilt der Mindestabstand von 1,5 Metern unter Teilnehmern, die nicht gemeinsam in einem Haushalt leben. Bei Versammlungen in geschlossenen Räumen müssen alle Teilnehmenden einen aktuellen negativen Corona-Test oder einen Nachweis über eine vollständige Corona-Impfung vorweisen.

Bei Demonstrationen und Versammlungen muss eine medizinische Maske getragen werden, es sei denn es handelt sich um einen Autokorso. Aber auch hier sind Teilnehmende an Autokorsos von der Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske nur befreit, wenn sie sich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts im Fahrzeug befinden.

Hotels

In Hotels, Beherbergungsbetrieben, Ferienwohnungen und ähnlichen Einrichtungen dürfen nur Personen beherbergt werden, die am Tag der Anreise negativ getestet sind und darüber hinaus an jedem dritten Tag des Aufenthalts ein negatives Testergebnis nachweisen. Besucherinnen und Besucher sind dazu verpflichtet, ihre Personendaten zur Kontaktnachverfolgung anzugeben. In geschlossenen Räumlichkeiten der Beherbergungsstätten müssen Besucherinnen und Besucher eine medizinische Maske tragen.

Für gastronomische Angebote gelten die Bedingungen wie für Gaststätten; etwa die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske im Freien. Außerdem müssen Gäste der Innengastronomie einen aktuellen negativen Corona-Test oder einen Impf- beziehungsweise Genesenennachweis vorlegen. Diese Pflicht entfällt für beherbergte Personen. Die 2G-Option wird für Hotels, Beherbergungsbetriebe, Ferienwohnungen und ähnliche Einrichtungen eröffnet.

Reisen

Es werden zwei Arten von Risikogebieten unterschieden: Hochrisikogebiete und Virusvarianten-Gebiete. Die aktuelle Liste der Risikogebiete gibt es auf der Seite des Robert-Koch-Instituts [rki.de]. Für Einreisende gelten unterschiedliche Melde-, Test- und Quarantänepflichten.

Einreisende aus allen Risikogebieten im Ausland müssen sich vor der Einreise digital unter einreiseanmeldung.de anmelden. Vollständig geimpfte und genesene Personen können auf dem Portal auch Impf-, Genesenen- oder Testnachweise hinterlegen.

Bundesweit gilt eine Testpflicht für alle Personen, die in die Bundesrepublik einreisen, unabhängig aus welchen Gebieten die Einreise erfolgt.

Der Test darf frühestens 48 Stunden vor Einreise gemacht worden sein. Bei Einreisen aus Virusvarianten-Gebieten darf der Test nicht älter als 24 Stunden sein. PCR-Tests sind zulässig, wenn sie maximal 72 Stunden vor Einreise durchgeführt wurden. Personen, die als vollständig geimpft oder genesen gelten, können alternativ entsprechende Nachweise hinterlegen. Reisen Genesene oder Geimpfte aus Virusvarianten-Gebieten ein, gilt auch für sie die Testpflicht.

Das zuständige Gesundheitsamt des jeweiligen Bezirks [rki.de] darf auf Verlangen das Testergebnis einsehen. Dieses muss für mindestens zehn Tage aufbewahrt werden. Impf- und Genesenen-Nachweise können einen negativen Testnachweis ersetzen.

Alle Ausnahmen von Test- und Meldepflichten finden Sie in der Einreiseverordnung des Bundesgesundheitsministeriums.

Reisende aus Virusvarianten-Gebieten müssen sich für 14 Tage in Quarantäne begeben, ansonsten gilt eine Quarantäne-Pflicht von zehn Tagen. Nach Einreise aus einem Hochrisikogebiet kann die Quarantäne frühestens nach fünf Tagen beendet werden - Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten sind von dieser Regelung ausgeschlossen. Von der Quarantäne-Pflicht ausgenommen sind Geimpfte und Genesene; dies gilt allerdings nicht für Reisen aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten.

Die Quarantäne-Regelung gilt auch im sogenannten kleinen Grenzverkehr, also für Reisende, die sich weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Sie gilt aber nicht für Durchreisende, Berufspendler und medizinisches Personal wie Ärzte und Pfleger. Weitere Ausnahmen gibt es für den Besuch naher Verwandter und Lebensgefährten.

Mehr Infos zur Einreise aus Risikogebieten finden Sie hier [auswaertiges-amt.de].

Schulen

An den Berliner Schulen gilt die Präsenzpflicht. Für Schülerinnen und Schüler sowie das Schulpersonal besteht in Innenräumen die Pflicht, eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen. Seit 4. Oktober 2021 entfällt die Maskenpflicht in den Klassenstufen 1 bis 6. Ab der Jahrgangsstufe 7 besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske weiterhin. Bei Prüfungen, Klausuren und Klassenarbeiten darf diese jedoch abgenommen werden. In der Ferienbetreuung und bei Lernangeboten in den Herbstferien besteht keine Maskenpflicht.

In Berlin testen sich alle Schülerinnen und Schüler sowie auch alle Beschäftigten, die in regelmäßigem Kontakt mit den Schülerinnen und Schülern sind, verpflichtend zwei Mal pro Woche selbst in der Schule. Diese Selbsttests sind nur gültig, wenn sie unter Aufsicht durchgeführt wurden. Auch können Selbsttest vorgelegt werden mit einer Bescheinigung, doch darf diese Erklärung nicht von den Eltern, den Erziehungsberechtigten noch sonstigen nahestehenden Personen erstellt werden. Schüler*innen können sich alternativ auch in öffentlichen Testzentren testen lassen. Bei Schülerinnen und Schüler kann der negative Nachweis auch mittels Antigen-Schnelltests erwogen werden. Die Testung sollte als Fremdtestung durch oder unter Aufsicht vor Ort von geschulten Personen (überwachter Antigen-Test zur Eigenanwendung) erfolgen.

Alle Beschäftigten mit Kontakt zu Schülerinnen und Schülern müssen ebenfalls zwei Mal pro Woche einer Testpflicht nachkommen, können dies allerdings auch mit Selbsttests erfüllen, die ohne eine Aufsicht erfolgen. Geimpfte und genesene Schulmitarbeiterinnen und Schulmitarbeiter sind von der Testpflicht ausgenommen. Für geimpfte oder genesene Schülerinnen, Schüler oder Lehrkräfte ist die Teilnahme am Präsenzunterricht an Schulen auch zulässig, ohne dass sie zweimal in der Woche getestet werden. Mehr Informationen zur Teststrategie an Schulen finden Sie hier [berlin.de].

Sofern Schülerinnen und Schüler enge Kontaktpersonen von positiv getesteten anderen Schülerinnen und Schülern sind, beträgt die Quarantäne für Kontaktpersonen 5 Tage. Abweichende Regelungen der Gesundheitsämter sind unzulässig.

Zur regelmäßigen Beurteilung des Infektionsgeschehens an den Berliner Grundschulen, allgemeinbildenden weiterführenden Schulen sowie an den beruflichen Schulen kommt der Corona-Stufenplan wieder zum Einsatz.

Folgende Stufen sieht der Plan vor:

Grün
: Regelunterricht unter Beachtung der allgemein geltenden Hygieneregelungen. Schulfahrten und internationaler Austausch sind möglich.

Gelb: Wechselunterricht. Mischung aus Präsenzunterricht mit verstärkten Hygieneregeln – etwa einer Maskenpflicht im Unterricht und ggf. eine Halbierung der Lerngruppen zur Sicherung des Mindestabstands und schulisch angeleitetem Lernen zu Hause. Es wird eine Notbetreuung angeboten.

Rot: Schulschließungen und Unterricht im Alternativszenario bei erheblichen landesweiten Infektionsgeschehen. Es wird eine Notbetreuung angeboten.

Zum Stufenplan für Berliner Schulen

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  1. 1073.

    In Berlin darf man ab heute wieder zum Friseur gehen - aber nur mit Impfung UND negativem Selbstzahlertest UND FFP2-Maske! Wow. So ist das, wenn Leute die Maßnahmen formulieren, die in der Baumschule Namen getanzt haben, anstelle Deutsch LK zu machen. Dann würden die Folgesätze auch zum vorherigen Kontext passen, die Schachtelsätze überschaubar bleiben und die Nebensätze zum Hauptsatz passen.
    § 17 Dienstleistungen

    (1) Bei der Inanspruchnahme von Dienstleistungen im Bereich der Körperpflege wie Friseurbetriebe, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe sowie Sonnenstudios ist vom Personal eine medizinische Gesichtsmaske und von Kundinnen und Kunden eine FFP2-Maske zu tragen. Dienstleistungen können unter der 2G-Bedingung angeboten werden, dann finden Satz 1 und § 1 Absatz 2 keine Anwendung. Dienstleistungen im Bereich der Körperpflege dürfen nur von Personen in Anspruch genommen werden, die negativ getestet sind.

  2. 1072.

    Nachdem mind. 80% geimpft sind, sollten nun mal die Verprechen der Politik eingelöst werden und alle Maßnahmen fallengelassen werden! Andere Länder machen das vor, bei weit niedrigeren Quoten!

    https://www.welt.de/vermischtes/article234261302/RKI-schaetzt-Impfquote-nach-Umfrage-hoeher-als-gedacht.html

    Aber Koalitionsgespräche sind eben wichtiger!

  3. 1071.

    In den Öffis tragen viele keine FFP2 und es interissert niemanden auch nicht dem Personal das kontrolliert. Alles Blödsinn!

  4. 1070.

    Für Demos keine Obergrenze...soso. Und entweder also mit Abstand und Maske... Oder(wie eben bei mir geschehen) im Auto laut hupend und in den Lautsprecher blökend, Abends nach 20:00 durchs Wohngebiet, so dass man nicht mal in der eigenen Wohnung bei geschlossenen Fenstern, versteckt unter ohrenumschließenden 108db Kopfhörern, seine Ruhe hat, vor diesen schwachsinnigen Coronaleugnern. Unfassbar!

  5. 1069.

    Nennen sie doch mal ein Land, dass bei den Maßnahmen ohne angedrohte Strafen auskommt.
    Ein Land in dem die Bevölkerung aus freien Stücken sich an Ausgangssperren usw. hält.

  6. 1068.

    Super ! Ihrer Logik zufolge soll Gesundheitsschutz peinlich sein - wieder was gelernt, das nicht nachahmenswert ist. Wie ärgerlich, dass es Länder gibt, die es wirklich im Sinne des Gesundheitsschutzes haushoch besser machen (wo fast jeder alle Maßnahmen einhält und dementsprechende Ergebnisse zum Neidischwerden geliefert werden) als im ständig diskutierenden, nölenden, leerdenkenden Deutschland, wo viele immer noch denken, mit KOhlekraft und Verbrennungsmotoren viel Spaß dabei haben zu wollen, unseren Planeten aufzurauchen.

  7. 1067.

    Und weiter geht das Spiel….
    Berlin beschließt in Selbstherrlichkeit das ein Impfpass bei 2G seine Gültigkeit verliert und erhebt jeden Gastronom der das möchte in den Stand von Polizei und Zoll zwecks Ausweiskontrolle.
    Vielleicht sollte man Nägel mit Köpfen machen und ihnen auch gleich erlauben Quarantäne Anordnungen zu verhängen.
    Es ist erschreckend was man per Verordnung sich noch alles erlaubt.

  8. 1064.

    Jeder macht es besser als Deutschland, das ist nicht wirklich schwer. Aber in ihrer Selbstherrlichkeit werden unsere Politiker nicht über den Tellerrand sehen, bzw. ihre Fehler zugeben. Das Ganze ist mehr als peinlich!

  9. 1063.

    Ganz ehrlich, mich interessiert dieses 2 G nur in sofern, dass ich mich von solchen Orten fernhalte. Es ist unbestritten, dass auch diese Menschen sich infizieren bzw. Überträger sind. Und ich begebe mich freiwillig ganz sicher nicht in solche Einrichtungen und laufe Gefahr mich anzustecken.
    Bleibt mal schön unter Euch !!!

  10. 1062.

    In dem Link geht es um den Unterschied… Deutschland sind alle möglichen Zahlen am wichtigsten…. Dänemark nimmt es lockerer.

  11. 1061.

    Welcher Improzensatz steht in dem von Ihnen geannten Link zu Dänemark (den ich dort trotz Suche nicht fand)?

  12. 1060.

    Hätte die Regierung von Anfang an dafür gesorgt das mehr Vertrauen unter der Bevölkerung herrscht und als die Impfstoffe auf den Markt gekommen sind eine vernünftige Aufklärungskampagne gestartet und gewisse Impfstoffe vom Markt genommen dann wären wir vielleicht heute ein wenig dort wo Dänemark jetzt steht. Aber hier im Lande herrschte und herrscht keine Einigkeit. Jedes Bundesland kochte und kocht sein eigenes Süppchen. In Dänemark hat auch nicht jede Kommune ihr eigenes Ding gemacht. Dort wurde auch die Opposition fest mit in die Arbeit eingebunden. Der Gesundheitsminister hat zudem nicht nur mit sogenannten Experten zusammengearbeitet, sondern auch mit vielen Ärzten in den Kliniken. Und nicht nur mit Theoretikern und deren Schreckensszenarien. Vielleicht sollte man sich auch mal an dem digitalen Gesundheitssystem der Dänen orientieren. Dadurch konnten dort viele gefährdete Personen mit zum Teil Vorerkrankungen sofort gefunden werden, das Alter spielte dabei keine Rolle.

  13. 1059.

    Auch Sie sollten mitbekommen haben, dass die Impfdaten nicht stimmen und viel zu niedrig angesetzt sind.
    Das RKI (als Behörde Spahns Ministerium unterstellt!) hat selber zugegeben, gar nicht zu wissen, wieviele tatsächlich geimpft sind und eingeräumt, da nicht alle Betriebsärzte / Hausärzter bisher gemeldet haben (und manche BA gar keinen Zugriff auf das System haben) , die Quote vermutlich sehr viel höher ist.
    Und auf solche Zahlen, die man weder kennt, noch dass sie stimmen, stützt man solche Verordnungen???
    Ist nur die Frage: Wird die "offzielle" Impfquote bewusst zu niedrig angesetzt oder tatsächlich aus Unkenntnis darüber, wieviele sich haben impfen lasssen, aber in keiner Statistik auflaufen?

  14. 1058.

    Hieß es nicht ursprünglich mal, wenn jeder die Möglichkeit zur Impfung hat, also im September, werden SÄMTLICHE Maßnahmen für ALLE aufgehoben? Da war nie die Rede davon, dass alle vom Säugling bis zum Greis, und letztere 3x, 4x, 5x...geimpft sein müssen. So kann man das Spiel natürlich noch 10 Jahre weitertreiben...

  15. 1057.

    GB 65,3% geimpft
    In Sachen Dänemark
    Jetzt ist die Impfquote so hoch.
    https://www.tagesspiegel.de/wissen/hohe-inzidenz-hohe-impfquote-mit-daenischer-gelassenheit-durch-die-corona-pandemie/27465998.html
    Im Juli, als schon weitestgehend die Maskenpflicht aufgehoben war, lag die Impfquote bei 61%.
    Das sollte man eher vergleichen.... was war in Dänemark bei gleicher Impfquote schon möglich wo hier noch alle nach immer mehr Möglichkeiten gesucht haben um bloß nichts zu riskieren.

  16. 1056.

    komplett geimpft:
    Portugal 78,8 %
    Dänemark 73,4 %
    Deutschland 61,9 %
    https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-impfung-daten-100.html

  17. 1055.

    Es ist immer schwierig von sich auf alle zu schließen.
    Fein das sie AZ vertragen haben. Aber das bedeutet doch nicht das es alle vertragen. Ich bin letztens bei rot über die Ampel gegangen...ist nix passiert.... bedeutet das nun Straßen sind sicher und Ampeln braucht man nicht ?
    Die Impfung ist ein Angebot, dass man annimmt oder auch nicht. Niemand muss sich rechtfertigen.
    Das ist bei allen anderen Angeboten auch so oder müssen sie sich permanent dafür rechtfertigen warum sie dieses oder jenes nicht machen bzw. machen ?

  18. 1054.

    „Wer schützt also die Menschen vor den NICHT getesteten infektiösen Geimpften?“
    Das ist die berühmte Eigenverantwortung….. jeder entscheidet für sich ob er sich diesem Risiko aussetzt oder lieber zum Selbstschutz eine ffp2 Maske trägt oder noch sicherer zu Hause bleibt.
    Denn die andere Möglichkeit wäre…. testen bis zum Sankt Nimmerleinstag…. denn mehr als eine Impfung wird es nicht geben.
    Und da wäre man auch bei der Verhältnismäßigkeit…. permanent jeden und überall testen weil es sein kann das….

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