Ein Schild an einer Straßenlaterne vor dem Brandenburger Tor am Luisenplatz fordert zum Einhalten der Maskenpflicht zwischen 09 bis 19 Uhr auf. (Quelle: dpa/Soeren Stache)
Bild: dpa-Zentralbild

Beschränkungen wegen Corona - Was in Brandenburg jetzt erlaubt ist - und was verboten

Nach wie vor herrscht in Brandenburg ein äußerst dynamisches Infektionsgeschehen, hinzu kommen neue Gefahren durch das mutierte Coronavirus B117. Die Landesregierung hat deshalb am 21. Januar die Schutzmaßnahmen nochmals überarbeitet. Der Überblick.

Hinweis: Die Brandenburger Landesregierung hat die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern vom 19. Januar 2021 weitgehend übernommen. Der bestehende Lockdown wurde vorerst bis zum 14. Februar verlängert. Die neue Eindämmungsverordnung tritt am Samstag, den 23. Januar 2021, in Kraft. Zuvor muss sie noch im Gesetzesblatt veröffentlicht werden.

In diesen Beitrag wurden die vorläufigen Informationen aus einer Mitteilung der Staatskanzlei übernommen. Änderungen, die sich aus der endgültigen Landesverordnung ergeben, sind möglich.

Ausgangsbeschränkungen

Das Betreten des öffentlichen Raums ist in Brandenburg nur noch mit einem triftigen Grund erlaubt. Als mögliche Gründe hat die Landesregierung etwa Behördengänge, die Betreuung pflegebedürftiger Personen, den Besuch von Ehe- oder Lebenspartnern, Sport allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts sowie die Bewegung an der frischen Luft genannt.

Kontaktbeschränkungen

Im privaten und öffentlichen Raum dürfen sich Menschen aus höchstens zwei Haushalten treffen. Dabei darf ein Haushalt nur mit einer haushaltsfremden Person zusammenkommen. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

Weiterhin gilt aber, dass sich höchstens fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Kinder bis 14 Jahren sind davon ausgenommen. Ein Hausstand allein kann selbstverständlich ohne Personenbegrenzung in der eigenen Wohnung zusammenkommen. Eine Familie mit zwei Erwachsenen und drei Jugendlichen, die alle älter als 14 Jahren sind, darf aber keinen weiteren Besuch in ihrer Wohnung empfangen, wenn alle anwesend sind.

Für die Zeit des Lockdowns gilt außerdem ein Alkoholverbot: Im öffentlichen Raum dürfen grundsätzlich keine alkoholischen Getränke mehr getrunken werden.

Die Kontaktbeschränkung gilt nicht für die Wahrnehmung des Sorge- oder Umgangsrechts oder eines familiengerichtlich angeordneten begleiteten Umgangs, die Begleitung unterstützungsbedürftiger Personen, begleitete Außenaktivitäten mit Kindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahr, insbesondere von Grundschulen, Kindertagesstätten, Kindertagespflegestellen und Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Eingliederungshilfe oder im Rahmen einer nachbarschaftlich organisierten Kinderbetreuung, die Ausübung beruflicher, dienstlicher oder der Umsetzung öffentlich-rechtlicher Aufgaben dienender ehrenamtlicher Tätigkeiten, bei denen ein Zusammenwirken mehrerer Personen zwingend erforderlich ist.

Einschränkung des Bewegungsradius

Es gilt eine Beschränkung des Bewegungsradius: Touristische Ausflüge, Sport und Bewegung im Freien dürfen nur noch in einem Umkreis von 15 Kilometern um den jeweiligen Landkreis oder die kreisfreie Stadt herum stattfinden, sobald dort an einem Tag eine Sieben-Tages-Inzidenz von mehr als 200 vorliegt.

Notwendige Fahrten über diesen Radius hinaus, wie etwa zur Arbeit oder zum Arzt, sind weiterhin möglich. Entscheidend ist der Inzidenzwert, den das Land täglich aktuell meldet [kkm.brandenburg.de]. Dieser muss außerdem von der "zuständigen Behörde" in "geeigneter Weise öffentlich bekanntgegeben" werden, heißt es in der aktuellen Eindämmungsverordnung [bravors.brandenburg.de]. Ab dann gelte die Einschränkung der 15-Kilometer-Radius mindestens fünf Tage lang.

Maskenpflicht

Grundsätzlich haben alle Personen ab sechs Jahren im öffentlichen Raum überall dort eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, wo die Einhaltung des Mindestabstands zu anderen nicht möglich ist.

Dazu gehören zum Beispiel Banken, Postfilialen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, Behörden und der ÖPNV. Auch in Bahnhöfen sowie in den dazugehörigen Bereichen (insbesondere Wartebereiche, Haltestellen, Bahnsteige und Bahnhofsvorplätze) ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. In all diesen Bereichen müssen ab dem 23. Januar medizinische Masken, also OP-Masken oder FFP2-Masken, getragen werden.

Auch in allen Arbeits- und Betriebsstätten sowie in Büro- und Verwaltungsgebäuden haben die Beschäftigten sowie Besucherinnen und Besucher eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sofern der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. In Aufzügen müssen alle Personen eine Maske tragen. Auch in all diesen Bereichen müssen ab dem 23. Januar medizinische Masken, also OP-Masken oder FFP2-Masken, getragen werden.

Medizinische Masken müssen ab dem 23. Januar auch bei zulässigen körpernahen Dienstleistungen wie Physiotherapie getragen werden. Pflegepersonal muss beim Umgang mit der zu betreuenden Person FFP2-Masken tragen.

Bei Gerichtsverhandlungen darf auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verzichtet werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann oder die Ausbreitung übertragungsfähiger Tröpfchenpartikel durch geeignete technische Vorrichtungen mit gleicher Wirkung verringert wird.

Ausgenommen von der Maskenpflicht bleiben zum Beispiel Gehörlose oder Menschen, denen das aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist. Dies muss durch ein ärztliches Zeugnis nachgewiesen werden. Auch Kinder bis sechs Jahre sind ausgenommen.

Wer in Brandenburg gegen die Maskenpflicht verstößt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 50 bis 250 Euro rechnen.

Schulen, Universitäten und berufliche Bildung

Die Präsenzpflicht an den Brandenburger Schulen bleibt ausgesetzt. Vorerst bis auf Weiteres soll der Schulunterricht generell per Home-Schooling stattfinden.

Die Notbetreuung in Grundschule und Hort wird fortgesetzt. Die Öffnungen der Horte sind an die Regelungen im schulischen Bereich angepasst worden.

Für die Abschlussklassen an den Mittelschulen, Gymnasien und Berufsschulen gelten andere Regeln, sie sollen weiterhin in Präsenz unterrichtet werden. Ausnahmen gelten hier für:

- Jahrgangsstufe 10 aller Schulformen

- Jahrgangsstufe 12 an Gymnasien, 13 an Gesamtschulen, beruflichen Gymnasien und Schulen des Zweiten Bildungsweges

- im letzten Ausbildungsjahr des jeweiligen beruflichen Bildungsgangs an beruflichen Schulen (OSZ)

Unterricht in Bildungseinrichtungen wie Hochschulen, Musikschulen, Kunstschulen, Volkshochschulen, Fahr-, Flug- und Segelschulen ist nur mit jeweils bis zu fünf Schülerinnen und Schülern zulässig.

Kitas und Horte

Geöffnet bleiben Krippe, Kindergarten, Hort, Kindertagespflegestellen und sonstige Kindertagesbetreuungsangebote, die Kinder sollen aber wenn möglich zu Hause betreut werden.

Die Einrichtungen müssen geschlossen werden, wenn im betroffenen Landkreis oder in der kreisfreien Stadt eine Inzidenz von 300 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner erreicht ist.

Alleinerziehende haben einen Anspruch auf Notbetreuung an den Schulen und im Hort, soweit eine häusliche oder sonstige individuelle oder private Betreuung nicht organisiert werden kann. Die Auflistung der systemrelevanten Berufe, die einen Anspruch auf Notbetreuung haben, wurde um die Steuerrechtspflege und das Bestattungswesen erweitert.

Auch in den Innenbereichen von Horteinrichtungen außerhalb der Betreuungs- und Bildungsangebote, die in Gruppen-, Bewegungs- und sonstigen pädagogischen Räumen stattfinden, sowie für Lehrendenzimmer gilt die Maskenpflicht. In allen Aufenthaltsräumen muss regelmäßig gelüftet werden.

Seit dem 4. Januar ist die Hortbetreuung für Grundschulkinder untersagt. Der Hort organisiert für die Kinder der ersten bis vierten Jahrgangsstufe eine Notbetreuung im Rahmen der Kindertagesbetreuung.

Verpflichtung zum Home-Office

Arbeitgeber werden verpflichtet, ihren Beschäftigten - soweit es die Tätigkeit erlaubt und die technischen Voraussetzungen bestehen - Home-Office zu ermöglichen. Sie sollen auch flexible Arbeitszeiten anbieten, damit sich der Berufsverkehr zu Stoßzeiten entzerren kann. Die Brandenburger Landesregierung bezieht sich dabei auf den Entwurf der neuen Corona-Arbeitsschutzverordnung des Bundesarbeitsministeriums [bmas.de].

Mit mehr Home-Office soll auch das Fahrgastaufkommen ÖPNV verringert werden. Zudem sollen zusätzlich eingesetzte Verkehrsmittel die Lage entspannen.

Einzelhandel

Grundsätzlich gilt, dass vorerst bis 14. Februar Geschäfte geschlossen bleiben müssen. Ausgenommen sind Lebensmittelgeschäfte und Getränkemärkte, Drogerien, Apotheken, Buch- und Zeitungshandel, Futtermittelmärkte, Tankstellen, Tabakhändler, Banken, Poststellen, Werkstätten, Waschsalons, Weihnachtsbaumverkaufsstellen, Optiker und Hörgeräteakustiker, sowie Abhol- und Lieferdienste. Bau und Gartenfachmärkte sind für Kunden mit Gewerbeschein geöffnet. Der Großhandel bleibt offen.

Der Einzelhandel muss sicherstellen, dass sich nicht mehr als eine Kundin oder ein Kunde pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche aufhält. Ab einer Verkaufsfläche von mehr als 800 Quadratmetern ändert sich diese Bezugsgröße auf 20 Quadratmeter pro Kundin und Kunde. Verkaufspersonal wird hierbei nicht mit eingerechnet.

Gastronomie

Alle Gastronomiebetriebe bleiben geschlossen. Nur Außer-Haus-Verkauf und Lieferungen sind noch erlaubt. Imbissbuden dürfen weiterhin ihre Speisen verkaufen, diese dürfen dort aber nicht verzehrt werden.

Kantinen müssen geschlossen sein,
jedoch können Speisen und Getränke zur Mitnahme angeboten werden. Die Schließungsanordnung gilt nicht für Betriebe, sofern die Essensversorgung der Beschäftigten nicht anders möglich ist. Sie gilt nicht für Schulkantinen.

Kultur und Freizeit

Wie bereits unter dem Punkt "Veranstaltungen" erwähnt, bleiben sämtliche Kultureinrichtungen vorerst geschlossen. Clubs und Diskotheken bleiben ebenfalls geschlossen. Auch Tierparks und Zoologische Gärten in Brandenburg dürfen nicht öffnen.

Religiöse Feiern

Gottesdienste, Trauungen, Taufen und Beerdigungen können unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln mit Gästen weiter stattfinden. Werden dazu mehr als zehn Personen erwartet, muss dies mindestens zwei Tage zuvor beim zuständigen Ordnungsamt angemeldet werden. Während der Zeremonien und Zusammenkünfte darf nicht gesungen werden.

Bei Zusammenkünften nach Trauungen, Taufen und Beerdigungen sind höchstens zehn Personen aus zwei verschiedenen Haushalten zulässig, Kinder bis 14 Jahre werden nicht eingerechnet.

Unterhaltungsveranstaltungen und Demonstrationen

Alle Veranstaltungen mit Unterhaltungscharakter sind verboten. Kultureinrichtungen bleiben geschlossen. Bei Sportbegegnungen im Profibereich sind keine Zuschauer zugelassen.

Für Veranstaltungen ohne Unterhaltungscharakter gilt: Unter freiem Himmel sind höchstens 100 zeitgleich Anwesende erlaubt, in geschlossenen Räumen höchstens 50 zeitgleich Anwesende. Ausgenommen von diesen Obergrenzen sind Gerichtsverhandlungen. Veranstalter müssen Hygienekonzepte vorlegen und sicherstellen, dass sich die Teilnehmer an die geltenden Abstands- und Hygieneregeln halten sowie Mundschutz tragen.

Für das Demonstrationsrecht gibt es schärfere Einschränkungen. Neu ist zum Beispiel eine Obergrenze: Versammlungen unter freiem Himmel sind ab dem 16. Dezember ausschließlich ortsfest und mit höchstens 500 Teilnehmenden zulässig, wenn die Veranstalter auf der Grundlage eines individuellen Hygienekonzeptes auch den Zutritt der Teilnehmer auf die Veranstaltung regulieren können.

Demos seien verboten, wenn die Zahl neuer Infektionen in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt auf mehr als 200 je 100.000 Einwohner in einer Woche steigt, betonte Innenminister Michael Stübgen (CDU).

Sport und Sportveranstaltungen

Der Sportbetrieb auf und in allen Sportanlagen ist untersagt. Das gilt insbesondere für Gymnastik-, Turn- und Sporthallen, Fitnessstudios, Tanzstudios, Tanzschulen, Bolzplätze, Skateranlagen und vergleichbare Einrichtungen.

Indoor-Sport ist grundsätzlich untersagt. Ausgenommen sind Sportanlagen, die ausschließlich zu medizinisch notwendigen oder zu sozialtherapeutischen Zwecken genutzt werden. Dieses Verbot gilt nicht für den Individualsport allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts, solange er im Freien stattfindet; die Ausübung von Kontaktsport ist untersagt, sofern dies mit der Person eines anderen Haushalts erfolgt. Der Schulbetrieb in Schwimmbädern bleibt erlaubt. Profisportler dürfen weiterhin trainieren.

Zuschauer bei Sportevents wie Profi-Fußballspielen sind nicht mehr erlaubt.

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

Besuche in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern und vergleichbaren Einrichtungen sind bezüglich der Anzahl und des Zeitfensters der Besucher*innen stark eingeschränkt. Jeder Patient oder Bewohner darf höchstens einen Besucher pro Tag empfangen. Diese Personengrenze gilt aber nicht für die Begleitung Sterbender.

Besucher*innen haben während des gesamten Aufenthalts in der Einrichtung und in den dazugehörigen Außenbereichen eine FFP2-Maske zu tragen. Die Tragepflicht gilt nicht für Besucher, die unmittelbar vor dem Besuch der Einrichtung mittels eines Antigen-Schnelltests nach den RKI-Anforderungen negativ getestet wurden.

Personen mit Symptomen, die auf eine Erkrankung mit Covid-19 im Sinne der dafür jeweils aktuellen Kriterien des Robert Koch-Instituts hinweisen, sind nach wie vor vom Besuchsrecht ausgeschlossen.

Das Personal in solchen Einrichtungen hat grundsätzlich eine FFP2-Maske zu tragen. Beschäftigte müssen sich mindestens an zwei Tagen pro Woche einem Corona-Test unterziehen. Die jeweiligen Einrichtungen sollen die erforderlichen Testungen organisieren.

Dienstleistungen

Kosmetik- und Nagelstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios, Sonnenstudios und ähnliche Betriebe müssen geschlossen bleiben. Dampfsaunen, Dampfbäder, Spaßbäder, Schwimmbäder, Bordelle, Swingerclubs und ähnliche Angebote sind ebenso untersagt. Auch Friseurbetriebe müssen schließen.

Für Dienstleistende im Gesundheitsbereich und sonstige helfende Berufe, soweit sie medizinisch notwendige Behandlungen erbringen, gilt das nicht. Insbesondere im Bereich der Physio-, Ergo- oder Logotherapie, Podologie sowie der Fußpflege, die nicht rein kosmetischen Zwecken dient. Körpernahe Dienstleistungen wie zum Beispiel medizinisch notwendige Massagen und notwendige Fußpflegen sind weiterhin erlaubt.

Verkehr und Flughäfen

In den öffentlichen Verkehrsmitteln besteht die Pflicht zum Tragen eines Schutzes, der Mund und Nase bedeckt. Davon ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren und Personen mit Attest oder körperlicher Einschränkung.

Eine Ausnahme vom allgemeinen Abstandsgebot hat Brandenburg für die für den Publikumsverkehr zugänglichen Bereiche von Flughäfen geschaffen, sofern diese den ordnungsgemäßen Betrieb nicht anders aufrechterhalten können.

In Bussen und Bahnen ist der Kontakt mit den Fahrerinnen und Fahrern zu vermeiden. Allerdings ist es den örtlichen Verkehrsunternehmen in Brandenburg laut Aussage des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) mittlerweile selbst überlassen, ob sie den vorderen Türbereich von Bussen absperren.

In Bahnhöfen, auf Bahnhofsvorplätzen, in Wartebereichen und auf Bahnsteigen besteht Maskenpflicht.

Reisen in und aus dem In- und Ausland

Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, auf alle nicht notwendigen privaten Reisen und Besuche - auch von Verwandten - ganz zu verzichten.

Betreiber von Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätzen, Wohnmobilstellplätzen ist es untersagt, Personen zu touristischen Zwecken wie Freizeitreisen zu beherbergen. Hotels und Pensionen dürfen keine Touristen beherbergen, sondern nur noch Reisende, die geschäftlich oder aus anderen notwendigen Gründen unterwegs sind.

Ausnahme: Das Verbot gilt nicht für die Vermietung und Verpachtung von Ferienwohnungen und -häusern, die auf der Grundlage eines Miet- oder Pachtvertrags mit einer Laufzeit von mindestens einem Jahr nicht nur vorübergehend genutzt werden.

Touristische Ausflüge, Sport und Bewegung im Freien dürfen dann nur noch in einem Umkreis von 15 Kilometern um den jeweiligen Landkreis oder die kreisfreie Stadt herum stattfinden, sobald dort eine 7-Tages-Inzidenz von über 200 vorliegt.

Reisebusreisen, Stadtrundfahrten, Schiffsausflüge und vergleichbare touristische Angebote sind untersagt.

Reiserückkehrer aus Risikogebieten

Wer aus einem Corona-Risikogebiet im Ausland nach Brandenburg kommt, muss vom 13. Januar an nicht nur zehn Tage in Quarantäne, sondern sich auch zwingend auf Corona testen lassen. Das gilt auch für das Nachbarland Polen. Die neue Quarantäneverordnung legt fest, dass sich Einreisende höchstens 48 Stunden vor oder unmittelbar nach ihrer Einreise auf das Coronavirus testen lassen müssen. Die Regelung gilt zunächst bis Ende des Monats.

Die allgemeine Quarantäne-Dauer für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten beträgt zehn Tage. Die Quarantäne kann mit einem negativen Corona-Test verkürzt werden. Dieser Test darf allerdings erst frühestens am fünften Tag nach der Einreise aus einem Risikogebiet durchgeführt werden. Sollten innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise für Covid-19 typische Symptome auftreten, muss ein weiterer Test gemacht werden.

Auch für den "kleinen Grenzverkehr" gelten strenge Regeln: Auch kurze Einkaufsbesuche ziehen eine Quarantäne nach sich. Es gibt aber weiterhin Ausnahmen, etwa für Pendler oder Schüler, Auszubildende und Studierende, Arztbesuche sowie für Besuche von Verwandten ersten Grades oder Lebenspartnern.

Rückkehrer aus Risikogebieten müssen sich digital unter einreiseanmeldung.de anmelden - vor der Einreise. Die neue Web-Anwendung ersetzt die bisherigen Aussteigekarten in Papierform.

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245 Kommentare

  1. 245.

    Na dann kann ich ja ganz beruhigt weiter arbeiten. In der Fahrschule darf ich demzufolge 16 Kontakte am Tag haben, 11 im Fahrzeug und dann noch 5 zum Theorieunterricht.

    Das soll mal wieder einer verstehen.

  2. 244.

    Guten Abend.
    Sind Kinder ab 6 Jahren auch verpflichtet OP-Masken zu tragen oder reichen da weiterhin die Stoffmasken ?
    Gibt es überhaupt OP-Masken für Kinder?

  3. 243.

    Betreff: Bildungsminister / Kultusminister

    Googeln Sie mal alle 16 Kultusminister und schauen, was diese eigentlich für Berufe haben. Es gibt 2 Pädagogen, die meisten sind Anwälte und Verwaltungsleute, und ein Ingenieur für Betontechnologie ist auch dabei.

    Darum kommt nichts Vernünftiges dabei heraus. Weil die fehlbesetzt sind. Man sollte schon Ahnung haben, worum es geht und nicht nur auf einen Posten in einem Ministerium scharf gewesen sein. Nun sind die sogen. Kultusminister gefordert - und versagen natürlich kläglich. So hatten die sich ihr Ministerleben nämlich nicht vorgestellt ...

    Diese Behörde KULTUSMINISTERKONFERENZ ist überhaupt nicht im Grundgesetz vorgesehen und wird nicht im Parlament kontrolliert - nachzulesen in "Außer Dienst" von Helmut Schmidt von 2008.
    Da könnten sich die Journalisten mal draufstürzen. Diese KMK gehört aufgelöst.

  4. 241.

    Ich finde Ihren Beitrag ok. Mein Sohn sitzt mit 26 Mitschülern in einer sog. Abschlussklasse ( Jahrgang 10 ) in Landkreis TF mit einem I-Wert jenseits der 300.
    Vom Bildungsministerium wird dieser Wahnsinn forciert. Ich wurde ins Homeoffice geschickt und bin dankbar dafür! Dafür muss mein Sohn nun jeder Tag 8 Stunden in der Virenkammer verbringen. Wir warten jeden Tag drauf, dass es uns trifft.
    Kann mir einer erklären, was in diesen regierenden Köpfen vorgeht?? ich verstehe es einfach einfach nicht mehr....

  5. 240.

    Wir haben einen Hund aus dem Tierschutz erworben/ adoptiert, dieser muss in NRW abgeholt werden, dabei verlasse ich die 15km Zone, ist das ohne weiteres möglich ?

  6. 239.

    Corona ist ein furchtbares Phänomen unserer Zeit. Was mir aber unter den Nägeln brennt: Liebe Landespolitik, wie wäre es mit der Einführung von Kontaktbeschränkungen in der Arbeitswoche äquivalent zu jenen, die in der Freizeit gelten? Wie viele Büros/Firmen/Standorte wären noch arbeitsfähig? An die heilige Kuh der marktkapitalistischen Wirtschaft traut sich keiner ran (sagt ein Mensch jenseits des links- oder rechtsextremen (auch Afd) politischen Spektrums; Wahlen 2000-2020).

  7. 238.

    Sie schreiben:
    "Guten Morgen, wenn ich das richtig verstehe darf mein alleinsteher Bruder uns als Familie (2 Erwachsene+1 Kind unter 14) besuchen, wir ihn aber nicht??? Das ist ja mehr als lächerlich :-)))"

    Das ist so falsch verstanden. Lesen Sie sich bitte § 7 Abs. 5 noch einmal genau durch. Wenn sich zwei Haushalte treffen, darf der eine Haushalt nur aus einer Person bestehen, egal wo man sich trifft. Träfe man sich im öffentlichen Raum, dann kann man ja auch nicht sagen, dass sich nur ein bestimmter Haushalt mit einem anderen trifft, aber umgekehrt sei dem nicht so...

  8. 237.

    Ehrlich jetzt, der Vergleich hinkt.
    Die Brille vom Optiker ist für die Augen, die Brille vom Bauhaus für den ... (fängt auch mit "A" an, sitzt aber weiter unten).

  9. 236.

    Wart' mal ab, wenn's so kommt wie bei der engl. Premier League, nur 41 Fälle!!! Aber unsre Multis sind imun, auch gegen Empathie!!!
    Den Profi-Sport kann man mit den Gladiatoren gleichsetzen! Belustigung einiger weniger. Der Massen- und Vereinssport, der allen gut tut(vorallem jetzt), ist verboten und viele Fitness-Studios werden das auch nicht überleben!!!

  10. 235.

    Ja, das ist so. Ist nicht sehr logisch! Wahrscheinlich ist hier nicht mit Mathe zu rechnen, denn da wäre 2+1 = 1+2!!!
    Aber auch mit dem Bewegungsradius kann ich das nicht nachvollziehen. Die Kanzlerin hat bei der PK gesagt, es zählt der Wohnort(nicht die Haustür). Also Ortsschild plus 15km. Die BB-Landesregierung sagt: Kreisgrenze plus 15km.
    Bei der PK hieß es: wenn in einem Landkreis die 7-Tage-Inzidenz über 200 liegt, dann dürfen sich die Bewohner dieses Landkreises nicht mehr weiter als 15km von ihrem Wohnort entfernen. Außer Pendler und so.

  11. 234.

    Guten Morgen, wenn ich das richtig verstehe darf mein alleinsteher Bruder uns als Familie (2 Erwachsene+1 Kind unter 14) besuchen, wir ihn aber nicht??? Das ist ja mehr als lächerlich :-)))

  12. 233.

    Hallo,
    hier kann man die Regeln nachlesen: https://bravors.brandenburg.de/verordnungen/4__sars_cov_2_eindv

    Nach §4 Abs. 1.9 dürfen Bestattungen stattfinden. Nach §4 Abs. 2 gilt die 15-km-Regel nur für die Einwohner des Landkreises bzw. kreisfreien Stadt und auch nur für Sport und Bewegung an frischer Luft. D.h., ich sehe keine Hindernisse für diese Beerdigung.

    ALLES LIEBE und mein Mitgefühl,
    Andreas

  13. 231.

    Brille persönlich beim Optiker abholen - ist möglich und erlaubt, weil triftiger Grund.
    Demgegenüber:
    Brille persönlich im Baumarkt kaufen - für Privatpersonen derzeit nicht möglich.

  14. 230.

    Diese Regeln sind notwendig, und doch ein echtes Ärgernis, weil gewisse Umstände einfach übersehen werden und man dann keine Ahnung hat ob man eine Ordnungswidrigkeit begeht, ....

    Ich habe z.B. in wenigen Tagen eine Bestattung, die 15km werden dabei mehrfach geknackt.
    Dann habe ich Gäste aus anderen Bundesländern, z.B. aus Rheinland/Pfalz, diese Gäste müssen dann mehrere Bundesländer durchqueren. Niemand weiß, wie man diese Bestattung nachweisen muss, im Falle einer Kontrolle.
    Niemand weiß, ob die 15km-Regel dann keine Rolle mehr spielt.
    Niemand hat Bock auf Beamte die dann den erhobenen Zeigefinger schwingen und den Dicken machen.

    Mein Verständnis hört bei diesem Durcheinander absolut auf !

  15. 228.

    Ich muss diese Woche in der Stadt 25 km entfernt eine Brille beim Optiker abholen. Optiker sind zwar geöffnet aber ob das Abholen erlaubt ist?

  16. 227.

    Na dann müsste der Landkreis Elbe Elster aber umgehend die Kitas schließen, die Werte liegen weit über dem Grenzwert.

  17. 226.

    Auszug RBB-Beitrag:
    "Eine Familie mit zwei Erwachsenen und drei Jugendlichen, die alle älter als 14 Jahren sind, darf aber keinen weiteren Besuch in ihrer Wohnung empfangen, wenn alle anwesend sind."
    Richtig wäre:
    "Eine Familie mit zwei Erwachsenen und drei Jugendlichen, die alle älter als 13 Jahre sind, darf aber keinen weiteren Besuch in ihrer Wohnung empfangen, wenn alle anwesend sind."

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