Corona-Grafiken | Berliner Ampel - Das sind die aktuellen Fallzahlen in Berlin und Brandenburg

Sa 04.12.21 | 10:09 Uhr | Von Haluka Maier-Borst und Jenny Gebske
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Corona-Infektionen seit März 2020 in Berlin. Grafik oben links: Corona-Infektionen seit März 2020 in Brandenburg (Stand 19.11.2021) (Quelle: rbb24/Datawrapper)
Bild: rbb24/Datawrapper

Die Corona-Pandemie in Berlin und Brandenburg: Wie viele Neuinfizierte gibt es? Wie hoch ist die Sieben-Tage-Inzidenz? Und wie viele Menschen sind geimpft? Alle wichtigen Erkenntnisse in ständig aktualisierten Grafiken. Von Haluka Maier-Borst, Jenny Gebske, Arne Schlüter und Sophia Mersmann

Aktuell

  • Das Wichtigste im Überblick

Die Neuinfektionen für Berlin und Brandenburg mit 7-Tage-Schnitt und die kumulierten Fallzahlen zeigen die folgenden Grafiken. Sie können dabei für die Neuinfektionen den Zeitraum auswählen: seit Anfang der Pandemie im März - oder für die letzten Monate. Das können Sie auch für alle weiteren Grafiken mit täglichen Updates.

Sollten die Grafiken nicht angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.

Aktuell bildet der Trend bei den gemeldeten Neuinfektionen den Verlauf am besten ab. Diese Zahl schwankt stark mit dem Wochenrhythmus. Deswegen wählt rbb|24 eine eigene Art der Darstellung: den Vergleichstrend zwischen den vergangenen sieben Tagen und den zwischen den sieben Tagen zuvor.

Wo liegen die Hospitalisierungsinzidenzen?

Durch die Impfungen ist die reine Inzidenz nur bedingt aussagekräftig. Denn eine Inzidenz von hundert bei einer ungeimpften Bevölkerung ist etwas anderes als bei einer zumindest in Teilen geimpften Bevölkerung. Gleichwohl kann es immer noch zu Überlastungen auf den Intensivstationen kommen.

Mit dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 18. November wurden darum flächendeckende Regelungen an die Hospitalisierungsinzidenz gekoppelt. Hierbei gibt es ein Stufenmodell.

- Liegt der Wert über 3: Es gilt die 2G-Regel (geimpft oder genesen) für Freizeiteinrichtungen, Veranstaltungen, gastronomische Einrichtungen und körpernahe Dienstleistungen sowie Hotels.

- Liegt der Wert über 6: Es gilt 2GPlus, Geimpfte und Genesene müssen zusätzlich einen aktuellen Test vorweisen.

- Liegt der Wert über 9: In Abstimmung mit den jeweiligen Landtagen weitere Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen oder Verbote von Veranstaltungen

Allerdings gibt es bei diesem Indikator erhebliche Verspätungs- und Unterschätzungsphänomene wie zum Beispiel "Zeit Online" [zeit.de], "Der Spiegel" [spiegel.de] und NDR [ndr.de] zeigen. rbb|24 stellt darum für jeden Tag die Hospitalisierunginzidenz dar:
- wie sie am aktuellen Tag gemeldet wurde
- und wie sie eine Woche später basierend auf Nachmeldungen und Korrekturen aussieht.

So wollen wir vermeiden, dass wir in der selben Kurve einen Abwärtstrend nur deshalb zeigen, weil bei früheren Tagen bereits Nachmeldungen eingeflossen sind. Gleichzeitig wollen wir mit der Plus-7-Tage-Kurve zeigen, dass der aktuelle Wert noch erheblich durch Nachmeldungen wohl korrigiert wird.

Ferner finden Sie die Hospitalisierungsinzidenz hier auch noch nach Altersgruppen aufgeschlüsselt. Hier nehmen wir allerdings die Rohdaten des RKIs weswegen es eben für aktuellere, unvollständige Werte erhebliche Verzerrungen geben kann.

Wie viele Menschen sind inzwischen geimpft

Hier finden Sie aktuelle Angaben zur Zahl der in den vergangenen 24 Stunden geimpften Menschen und welcher Anteil der Bevölkerung inzwischen mindestens eine Impfdosis erhalten hat oder vollständig geimpft ist.

Hier finden Sie separat Angaben zum Teil der Bevölkerung, der schon eine Auffrischungsimpfung bekommen hat. Dies wird deshalb unabhängig von Erstimpfung und vollständiger Impfreihe angezeigt, weil die Booster-Impfung einen leicht anderen Effekt hat. Für die Älteren und Menschen mit Vorerkrankungen minimiert sie wohl noch mehr das Risiko von schweren Verläufen. Bei Jüngeren geht es – noch mehr als bei Erst- und Zweitimpfung – vor allem darum, dass sie so eine Infektion und entsprechende Weiterverbreitung vermeiden.

7-Tage-Inzidenz aufgeteilt nach Geimpften und Ungeimpften

Seit Ende September weist der Berliner Senat auch die Inzidenz separat für Geimpfte und Ungeimpfte aus. Hier können Sie die Entwicklung dieser Inzidenz sehen, es muss jedoch auf einige Einschränkungen hingewiesen werden:

1. Die Statistik umfasst nur symptomatische, positiv-getestete Fälle. Dies macht Sinn, weil Geimpfte sich wahrscheinlich seltener testen lassen. Gleichzeitig ist damit die hier angegebene Inzidenz über alle Bevölkerungsgruppen per se niedriger als die Inzidenz basierend auf allen positiven Fällen.

2. Weil die Aufschlüsselung nach geimpften und ungeimpften Fällen Zeit braucht, gibt der Senat die aufgeschlüsselte Inzidenz mit einer Woche Verspätung heraus. Entsprechend läuft diese Grafik auch immer eine Woche hinterher.

3. Fälle, bei denen der Impfstatus unklar ist, werden in die Inzidenz der Ungeimpften hineingerechnet. Potenziell wird hier also die Inzidenz für die Ungeimpften überschätzt. Ferner merkt der Senat an: "Unbekannt ist die Zahl der länger als 6 Monate Genesenen, die durch eine einfache Impfung auch einen vollständigen Schutz erhalten haben. Dies kann zu einer Unterschätzung der Inzidenz in der nicht oder nicht vollständig geimpften Bevölkerung führen."

4. Da das Impfquotenmonitoring des RKIs wohl nicht alle Impfungen erfasst, ist die Bevölkerung mit Impfschutz potenziell größer und entsprechend die Inzidenz in dieser Bevölkerungsgruppe womöglich überschätzt. Dem entgegen stehen positive Fälle, bei denen die vollständige Impfung zu spät gemeldet wird und die somit nicht in die Fallstatistik fallen. Dies könnte also zu einer Unterschätzung.

Für Brandenburg fehlt eine kontinuierlich aktualisierte Analyse der Inzidenz aufgesplittet nach Geimpften und Ungeimpften.

Wie viele der Fälle sind im Krankenhaus?

Hier finden Sie die Zahl der Covid-19 Erkrankten in Krankenhäusern in Berlin und Brandenburg. Aufgeführt ist auch, wie viele intensivmedizinisch behandelt, beziehungsweise beatmet werden.

Die Zahlen für die Krankenhauspatienten und die Intensivpatienten hier stammen vom Senat beziehungsweise vom Ministerium für Gesundheit und nicht vom Divi-Register. Für die Auslastung der Intensivstationen in ganz Berlin und Brandenburg hingegen nutzen wir die Divi-Daten. Wieso erklären wir weiter unten.

Wie viele Menschen versterben mit Covid-19?

Hier finden Sie die Zahl der mit Covid-19-Befund verstorbenen Menschen in Berlin und Brandenburg. Auch hier zeigen wir den 7-Tage-Durchschnitt.

Zu beachten ist, dass die Totenzahlen den Infektionszahlen in etwa zwei bis vier Wochen hinterher laufen. Außerdem wichtig: Mehrere Untersuchungen zeigen, dass die meisten Menschen, die mit Corona sterben, auch tatsächlich an Corona sterben [mehr Informationen: PDF von pathologie.de]

Wie ist die Lage in den einzelnen Regionen?

Hier finden Sie die aktuelle Zahl der gemeldeten Corona-Fälle in Berlin und seinen Bezirken, in Brandenburg, den Landkreisen und kreisfreien Städten sowie die Zahl der an Covid-19 Verstorbenen. Außerdem die Zahl der neuen Fälle pro 100.000 Einwohnern der letzten sieben Tage, wobei wir hier uns auf die RKI-Zahlen beziehen und nicht die Landeszahlen.

Zu beachten ist hierbei, dass es nicht nur um die Fälle geht, die binnen der letzten sieben Tage gemeldet wurden, aber auch in den Meldezeitraum fallen. Was das genau bedeutet, können Sie hier nachlesen.

Wie ist die Lage auf den Intensivstationen?

Zudem listen hier für Berlin und die Landkreise Brandenburgs auf, welcher Anteil an Intensivbetten durch Covid-19-Patieten belegt ist – und wie viele Intensivbetten noch frei sind.

Die Berliner Ampel

Für die Berliner Ampel gilt die simple Formel: Zwei Mal Gelb bedeutet für den Senat Redebedarf. Zwei Mal Rot heißt Handlungsbedarf. Allerdings sind die Werte, die der Senat für seine Ampel angibt, nicht immer deckungsgleich mit den Werten anderer Stellen. So benutzt der Senat für die Bettenauslastung das INEVA-Register, bundesweit gilt aber das Divi-Register als Maßstab. Wir geben hier beide Werte an, wobei der Wert des Senats die Ampelfarbe bestimmt.

Und zu beachten sind zwei wichtige Änderungen:

Zum 2. September 2021 änderte der Senat die Datengrundlage der Ampel: Sie berücksichtigt seitdem, wie viele Menschen nach einer Covid-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden. Dieser Wert ersetzt in der Ampel den Wochentrend (relative Veränderung) der 7-Tage-Inzidenz.

Zuvor hatte der Senat sein System zur Auswertung des Infektionsgeschehens schon einmal zum 23. Juli 2021 verändert und dabei die relative Veränderung der 7-Tage-Inzidenz neu eingeführt und damit den 4-Tage-R-Wert als Indikator innerhalb der Corona-Warnampel ersetzt.

Die Corona-Ampel ist wie folgt aufgebaut:

1. Hospitalisierungs-Inzidenz (seit 02.09.2021)

Die Hospitalisierungs-Inzidenz gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner nach einer Infektion mit dem Coronavirus innerhalb von einer Woche ins Krankenhaus eingewiesen wurden. Ist ein Wert von 4 erreicht, zeigt das entsprechende Ampelsignal Gelb, bei 8 dann Rot.

(Die Hospitalisierungs-Inzidenz ersetzt seit dem 2. September den Wochentrend, der wiederum Ende Juli den bis dahin genutzten 4-Tage-R-Wert ersetzte.)

2. Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen (neue Grenzwerte seit 31.08.2021)

Liegt die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen unter 35, ist dieser Teil der Ampel grün. Liegt diese Zahl über 35, so ist die Ampel gelb. Überschreitet die Zahl die Marke von 100, so wird hier die Ampel rot.

3. Anteil der für Covid-19-Patient*innen benötigten Plätze auf Intensivstationen (neue Grenzwerte seit 31.08.2021)

Dieser Teil der Ampel ist grün, solange der Anteil an Covid-19-Patient*innen laut Senat unter 5 Prozent liegt. Steigt der Wert über 5 Prozent, ist die Ampel gelb. Ist der Anteil bei über 20 Prozent, schaltet die Ampel auf Rot.

Wichtig: Die gezeigte Ampel für die Intensivbetten zeigt sowohl die Daten des Senats als auch die Daten des Intensivregisters, Divi. Diese beiden Angaben können minimal von einander abweichen. Die Farbgebung richtet sich nach dem Wert des Senats. Weiter unten erklären wir, weshalb wir dennoch auch die Angabe des Divi-Registers zeigen.

Ergänzende Grafiken

Hier zeigen wir weitere Daten, die das aktuelle Geschehen mehr in Kontext setzen.

Der Berliner Senat und das Robert-Koch-Institut geben zum Beispiel an, wie viele gemeldete Infizierte in welchem Alter sind. Dabei zeigt sich, dass die meisten Betroffenen jünger als 60 Jahre sind. Und dass bisher in jeder Welle immer zuerst die Jüngeren sich infizieren und dann nach und nach die Älteren. Daten für das Land Brandenburg in ähnlicher Detailtiefe liegen rbb|24 nicht vor.

Ferner hat sich die Altersverteilung unter den Infizierten seit dem Frühjahr so verändert.

Ergänzend zu den Zahlen der Neuinfektionen oben im Beitrag stellen wir hier den Vergleich der Neuinfektionen wochentagsweise dar. Sie zeigen, wie viele Neuinfektionen es zum Beispiel am Montag dieser Woche gab und wie viele am Montag der vorherigen Woche. In dieser Grafik sind Trendwenden mitunter schon vorab zu erkennen.

Im Kontext der Fallzahlen muss auch die Quote der positiven Tests beachtet werden. Je niedriger die Positivquote liegt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die meisten Fälle entdeckt und nachverfolgt werden können. Die Nachverfolgung ist personell aufwändig; ist die Positivquote hoch, können überlastete Gesundheitsämter mögliche infizierte Kontaktpersonen teilweise nicht mehr ermitteln.

Benutzt rbb|24 überall nur die Daten von Senat, Gesundheitsministerium und RKI?

Mehrfach gab es Änderungen bei der Teststrategie und Revisionen der Datenstände. rbb|24 versucht diese Veränderungen, abzufangen. Zum Beispiel haben wir nachträgliche Korrekturen an Fallmeldungen auf mehrere Tage verteilt und nicht nur auf den einen Tag der Korrekturmeldung. Trotzdem weisen wir darauf hin, dass in der Regel der beste Indikator für die aktuelle Lage die Wochenvergleiche sind. Vergleiche über längere Zeiträume sind dagegen schwierig. Weil sich die Testkapazitäten, die Teststrategie, die Virusvarianten und die Durchimpfungsquote verändert haben.

Wie verlässlich sind die Daten am Wochenende?

Sowohl Berlin als auch Brandenburg haben ihr Datenangebot verringert. rbb|24 arbeitet darum mit einigen Ersatzlösungen, die sich wie folgt darstellen:

Berlin:

Der Senat meldet am Wochenende neue Fallzahlen, aber keine neue Zahlen zu Hospitalisierungen und Toten. Weil die Trends bei Hospitalisierungen und Totenzahlen träger sind, führen wir am Wochenende schlicht die Stände vom Freitag weiter. Die ITS-Auslastung führen wir allerdings basierend auf dem Divi-Register täglich aktualisiert weiter.

Brandenburg:

Brandenburg meldet weiterhin am Wochenende Neuinfektionen, darum nutzen wir diese auch weiterhin für unsere Trenddarstellungen. Hingegen werden inzwischen nur noch an bestimmten Tagen Zahlen für die Belegung der Krankenhäuser angegeben. Wir führen deshalb an den übrigen Tagen den bestehenden Stand fort. Auch hier liefert uns das Divi-Register aber zumindest für die Intensivstationen aktuellere Zahlen zu. Die Totenzahlen werden ebenfalls täglich aktuell gehalten.

Warum wählt rbb|24 einen 7-Tage-Trend?

Die Meldungen zu den täglichen Neuinfektionen unterliegen vielen Schwankungen. Der 7-Tage-Trend soll diese abfangen. Gleichzeitig birgt der 7-Tage-Trend aber die Gefahr, dass aktuelle Veränderungen sich zu langsam abbilden. Darum zeigt rbb|24 auch den Einzeltrend für jeden Tag, aber im Verhältnis zum selben Wochentag eine Woche früher.

Wann ist der Trend steigend, sinkend oder gleichbleibend?

Sinkend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent weniger Neuinfektionen gemeldet werden.

Steigend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent mehr Neuinfektionen gemeldet werden.

Gleichbleibend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche der Unterschied unterhalb von zehn Prozent mehr oder weniger liegt. Gleichbleibend ist der Trend zudem, wenn der Unterschied zwar prozentual größer ist, aber die absolute Differenz weniger als fünf gemeldete Neuinfektionen beträgt. Damit wird bei niedrigen Fallzahlen der Einfluss von Schwankungen reduziert.

Wieso wählt rbb|24 zwei unterschiedliche Quellen für die Daten zu Krankenhaus- und Intensivbetten?

Für die Berliner Corona-Ampel nutzt rbb|24 sowohl die Angaben des Senats als auch das Divi-Intensivregister, für das eine bundesweite Meldepflicht gilt. Der Senat bezieht sich bei seinen Zahlen auf das Ineva-Register mit Datenstand vom Vortag 13 Uhr. Die Angaben des Divi werden jeweils jeden Tag um 15 Uhr aktualisiert. Um also aktueller und umfassender bei den intensivmedizinischen Daten zu sein, zeigen wir auch die Zahlen des Divi.

Dennoch nutzen wir bei der Grafik für die Krankenhauspatienten die Senatszahlen bzw. die Zahlen des Ministerium für Gesundheit in Brandenburg. Der Grund hierfür ist, dass das Divi-Register nur Auskunft über die Intensivplätze gibt. Um auch Daten zu "normalen" Covid-19-Klinikpatienten geben zu können, stützen wir uns darum auf diese beiden Quellen - auch wenn sie weniger aktuell sind.

Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen der Grafik für Berlin und der Grafik für Brandenburg. Während wir in Berlin die Intensivpatienten des Senats einzeichnen, sind es in Brandenburg die beatmungspflichtigen Intensivpatienten. Der Hintergrund ist, dass lange Brandenburg nur die beatmungspflichtigen Patienten angab, Berlin lange nur die Intensivpatienten allgemein. Um die Datenlage seit Anfang der Pandemie gleich zu halten, führen wir weiterhin diese leicht unterschiedlichen Metriken fort.

Warum zeigt rbb|24 keine Berechnung der Verdopplungszeit mehr?

Das Modell für eine Verdopplungszeit geht davon aus, dass nach x Tagen doppelt so viele, nach weiteren x Tagen vier Mal so viele Menschen infiziert sind. Diese Zahlen sind interessant, wenn sie exponentiell steigen. Inzwischen ist die Infektionsdynamik aber deutlich komplexer, die Verdopplungszeit hat damit nur eine begrenzte Aussagekraft. Entsprechend haben wir uns entschieden, diese Grafik nicht mehr fortzuführen.

Wieso zeigt rbb|24 keine Karte?

rbb|24 verzichtet auch auf eine Darstellung der gemeldeten Fallzahlen oder Fallzahlen pro Einwohner auf Karten, denn laut Robert-Koch-Institut [rki.de] gilt: "Die Meldung hat an das Gesundheitsamt zu erfolgen, in dessen Bezirk sich die betroffene Person derzeitig aufhält oder zuletzt aufhielt." Wenn sich also jemand infiziert und testen lässt, ist in der Regel das Gesundheitsamt seines Wohnorts zuständig. Das muss aber nicht der Ort sein, an dem er potenziell am meisten andere Menschen angesteckt haben könnte.

Über die Hälfte der Brandenburger pendelt, auch viele Berliner arbeiten außerhalb von Berlin und noch mehr bewegen sich zwischen den Bezirken. Sie könnten also an einem Arbeitsplatz in einem anderen Landkreis oder Bezirk wesentlich mehr Menschen angesteckt haben als am Wohnort. Trotzdem zeigen wir inzwischen neben den weiträumigeren Brandenburger Landkreisen auch für die Berliner Bezirke eine Tabelle. Der Grund ist, dass zeitweilig nur einzelne Bezirke aufgrund hoher Fallzahlen als Risikogebiet galten. Wir wollen aber weiterhin den Eindruck einer "Gefahrenkarte" vermeiden.

Wieso werden keine Daten zu Varianten mehr gezeigt?

Aktuell ist die Delta-Variante die dominierende Variante mit teilweise 99% an Prävalent. Entsprechend führen wir diese Grafik vorerst nicht weiter.

Warum fehlen Angaben zu den Genesenen oder den "aktiv Infizierten"?

Das Infektionsschutzgesetz verlangt keine Meldung von genesenen Menschen. Entsprechend sind die Zahlen hierzu lediglich Schätzungen, die sich in ihrer Berechnung noch dazu zwischen Berlin und Brandenburg unterscheiden.

Als genesen gelten in Berlin [berlin.de]:

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

- hospitalisierte Fälle 7 Tage nach Entlassung; bzw. bei fehlenden Daten 28 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

In Brandenburg dagegen gelten als genesen [msgiv.brandenburg.de]:

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Meldedatum

- zu hospitalisierten Fällen fehlt eine Angabe, wie sie in die Berechnung einfließen.

Weil die Zahl der Genesenen eben nur eine Schätzung ist und noch dazu eine, die nicht einheitlich gehandhabt wird, ist auch die Berechnung der aktiv Infizierten problematisch. Man würde dafür geschätzte Genesene von den genau gezählten Infizierten abziehen.

Ferner impliziert zudem der Ausdruck "aktiv Infizierte", dass genau diese Menschen aktuell das Problem sind. Das wird aber in der Mehrheit der Fälle nicht so sein, weil es sich dabei um diagnostizierte und bereits isolierte Fälle handelt. Das Problem sind die noch nicht entdeckten Fälle. Außerdem beachtet diese Rechnung keine Zeitverzüge durch Nachmeldungen oder einem Anstau der Proben.

Daher verzichtet rbb|24 derzeit auf eine entsprechende Darstellung von Genesenen und aktiv Infizierten. Die Zahl der Neuinfizierten der letzten Woche und der Woche zuvor ist aber ein grober Richtwert für den derzeitigen Stand der Epidemie. Das ist auch medizinisch gesehen sinnvoll, da bei der Mehrheit der leicht verlaufenden Erkrankungen nach ungefähr 14 Tagen die Symptome abklingen.

Was Sie jetzt wissen müssen

Beitrag von Haluka Maier-Borst und Jenny Gebske

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10102 Kommentare

  1. 10102.

    "Dieses Dogma ist ein weit verbreitetes Irrtum."

    Das ist es nicht. Die Umlaufmenge des Virus bis hin zu Null-Covid entscheidet über die Anzahl der Erkrankungen, solange sich das Virus unkontrolliert über alle Bevölkerungsteile ausbreiten kann. Sie können natürlich etwas anderes behaupten, es bleibt aber auf dem wissenschaftlichen Stand der Flacherdentheorie, egal, wie wortreich Sie es verpacken.

  2. 10101.

    Ich versuche jetzt ein drittes Mal, meinen Kommentar zu schreiben, Bezug Eichenholz #10076
    "Der einzige Vorteil der zeitlichen Zuordnung von Hospitalisierungen in der RKI-Statistik ist, dass die Zahlen ohne zeitliche Verschiebung miteinander korreliert werden können"
    Ich habe das aufgegriffen und mit Daten vom RKI gerechnet.
    Beispiel: Heute vor 1 Jahr, am 4. 12. 20 betrug die 7-Tage-Inzidenz 149,1 und die für Hospitalisierung 10,68. Damit mussten7,2 % der Infizierten ins Krankenhaus. Auf dem Höhepunkt der Welle, 24. 12. waren es 7,3 %, also praktisch gleich. Auf dem Höhepunkt der 3. Welle, Ende April waren es nur noch 5,6 %. Meiner Meinung nach ein Erfolg der Impfungen!
    Aktuell berechne ich für den 11. 11. 21 nur noch 3,2 %. Ende November mir Nowcastwerten nur noch 2,5 %. Unabhängig vom Impfstatus ist das Risiko, ins Krankenhaus zu müssen also deutlich kleiner als vor einem Jahr.

  3. 10100.

    Grundsätzliche Antwort, ja.
    Entweder direkt in der Gesundheitskarte mit entsprechendem Speicherchip oder das ganze auch als Softwarevariante auf dem Mobilgerät. Das Zertifikat geht ja heute schon auch in einige Krankenkassenapps und von dort auch in das Wallet zu laden.
    Wann? Keine Ahnung. Beschleunigt sicher durch die Fälscher von solchen Dokumenten.
    Für die die nun an die Alten ohne Handy denken, das ganze geht problemlos in stromloser Plastikkarte.
    Info
    https://www.bundesgesundheitsministerium.de/elektronische-patientenakte.html

  4. 10099.

    (2)Um Missverständnisse zu vermeiden:
    1. Impfungen sind wichtig und notwendig, auch wenn sie nicht unsere ursprünglichen Erwartungen erfüllen. Ob sie es bei ausnahmslos bei allen sind, ist ein separates Thema.
    2. Maßnahmen, die zu Risikominimierung führen halte ich für sinnvoll und notwendig wenn es direkt um den Schutz vulnerabler Gruppen geht. Es ist einfach menschlich unabdingbar, dass man versucht diejenigen zu schützen, die schutzbedürftig sind.
    3. Maßnahmen, die zur Eindämmung führen sollen halte ich für wichtig - wenn sie nach einer kurzen Zeit (oder im Endeffekt) nicht zum Wiederaufflammen der Epidemie führen.

    Eine Pandemie ist mehr als Summe aller Einzelerkrankungen. Deshalb sollte das Herausfinden optimaler Strategien den erfahrensten Epidemiologen überlassen werden, die in der Lage sind auch mittel- und langfristige Ziele zu definieren. Wie z.B. den Herren Streeck und Stöhr eben. Und nicht den Medien, Politikern oder dem aufgeregtem Bürger.

  5. 10098.

    Auch das zaghafte Vorgehen bzgl. Quarantäne der Schüler spricht genau dafür. Das Mantra Schule offen lassen steht, weil man 1,5 Jahre von den Schülern reichlich gefordert hat, obwohl die individuelle Gefährdung überschaubar war und wahrscheinlich auch noch ist.
    Auch wenn einige es nicht glauben wollen, aus volkswirtschaftlicher Sicht ist auch die Breite Impfung der Jugend ein Gewinn auch wenn es medizinisch individuell fragwürdig ist.
    Und nicht vergessen, viele heute 12jährige sollen laut Koalitionsvertrag bei der nächsten Bundestagswahl wählen dürfen. 2 Parteien der neuen Regierung sind gerade unter den Jugendlichen ziemlich beliebt.
    Alles nur eine Interpretation ohne eigene Wertung.

    Für meinen 12jährigen ist die Impfung auch sowas wie Teilhabe an der Lösung des Problems. Bald hat die gesamte große Familie 100% Impfquote und immer noch Null COVID.
    Wie groß der Anteil der geimpften an der Verbreitung ist weiß ich nicht. Der Anteil am Problem volle ITS ist wohl weiter gering.

  6. 10097.

    "(lassen aber auch nur den Schluss zu), dass man immer möglichst wenig Virus im Umlauf haben sollte, um möglichst wenig Menschen damit zu gefährden, egal zu welcher Jahreszeit."
    Dieses Dogma ist ein weit verbreitetes Irrtum. Ähnlich wie: "wir müssen eine sehr hohe Impfquote erreichen um Leben zu retten".
    Eine Pandemie, wenn sie von (inzwischen) omnipräsenten genetisch instabilen RNA-Viren, die sich über Luft ausbreiten verursacht wird, folgt nicht mechanischen Regeln, die besagen, dass mehr immer mehr bringt und weniger weniger. Diese Viren sind nach aktuellem Kenntnisstand nicht ausrottbar. Und Pandemien sind keine einfachen Phänomene mit simpler Kausalität sondern komplexe Prozesse mit volatilen Ausbreitungen und vielen stochastischen Subabläufen, die wir nicht zu Ende verstehen. Wenn wir Impfstoffe hätten, die eine stabile, mehrjährige Immunität sichern, wäre die Vorgehensweise klar. Wenn Eindämmung sich immer nachhaltig auswirken würde - ebenfalls. Ist aber nicht der Fall.

  7. 10096.

    In BW verliert der Internationale Impfpaß der WHO für 2G seine Gültigkeit.
    https://www.swp.de/panorama/bw-baden-wuerttemberg-gelber-impfpass-reicht-nicht-aus-1-12-digitaler-impfnachweis-2g-plus-61097993.html
    In der Verordnung zur Ausgangssperre wird er auch in BRB nicht mehr anerkannt. Soll damit in der Zukunft generell das sog. Internationale Impfbuch der WHO in D und der EU abgeschafft werden? Ausgegeben werden die gelben Hefte noch. Wo wird denn international momentan schon der EU-Impfnachweis für Coronaimpfungen anerkannt? Ist demnächst zu erwarten, daß dieses EU-Impfzertifikat auf alle Impfungen ausgeweitet wird?
    Wo finde ich dazu Informationen?

  8. 10095.

    Könnte man denken. Die Realität sieht aber ohnehin anders aus, denn, soweit ich das mitbekommen habe, werden nur die positiv getesteten Schüler in Quarantäne verfrachtet. Die anderen, da negativ getestet, haben weiterhin Präsenz.
    Aber nur theoretisch. Denn ein großer Teil der Elternschaft lässt seine Kinder bei Bekanntwerden eines Falls gleich für den Rest der Woche zuhause! War bei meinem Enkel, 2.Klasse, gerade so - von 23 Schülern blieben 11 weg.

    Man sollte die Relationen nicht aus den Augen verlieren. Die (ungeimpften) Kinder stellen nur ca. 17% der Berliner Bevölkerung dar. Die schlimmen älteren Ungeimpften aktuell ca. 10%. Wie groß ist dann der Anteil der Geimpften an der Verbreitung wohl? Wo sollte man ganz genau hinsehen?

  9. 10094.

    Unabhängig davon, wie zynisch oder nicht die Aussagen gemeint waren, ist es für mich unerträglich, dass derzeit jeden Tag! zwischen 300 und 500 Personen in Deutschland an oder mit Corona sterben. Wann kommt endlich der bundesweite Lockdown, um die Lage im gesamten Land zu beruhigen, die Ansteckungen zu verringern und schwere Verläufe sowie gar Todesfälle zu verhindern?

    Allen einen gesegneten zweiten Advent

    Dr. Christian Zacker
    Rechtsanwalt

  10. 10093.

    Das divi weist in seinem Tagesreport seit Wochen einen Anteil extern beatmeter IntensivpatientInnen von etwas über 50 % aus. Für Berlin und Brandenburg lauten die Werte laut rbb, der sich auf die Angaben des Brandenburger Gesundheitsinisteriums bzw. des Brandenburger Gesundheitsinisteriums bezieht, 73 % bzw. 82 %. Wie kommt es zu diesen Differenzen?

  11. 10092.

    Nachtrag, da heute mal wieder kaum was durchkommt. "Alternative schnelles Durchseuchen der Kinder scheint doch ziemlich riskant für alle anderen." Das ist für mich keine Alternative. Aber es ist doch hinlänglich bekannt (Vergangenheit, RKI-Empfehlunge für Schulen in Abh. von Infektionsinzidenz, andere Staaten), wie man Infektionsinzidenzen senkt und nahe bei Null hält, dafür bedarf es nicht zwingend einer Breitenimpfung (man kann, aber man muß nicht). Dabei vorallem aktuell auch im Hinterkopf die vielen aktuellen Meldungen über Impfstoffmangel für Auffrischungen bzw. überhaupt für Erwachsene. Es war von einigen Ärzten und Virologen zu hören, daß man generell die Infektionszahlen (unabhängig vom Impfstatus) jetzt und schnell stark senken sollte - aber ich habe keine umfassenden Maßnahmen in die Richtung in der Woche vernommen oder nicht so verstanden.

  12. 10090.

    >> Ein Blick nach Schweden zeigt, die Zahlen sind niedrig.<<
    Da wäre ich vorsichtig: In Schweden hat sich die Inzidenz binnen 14 Tagen verdoppelt, in D wächst sie (auf höherem Niveau) bei weitem nicht mehr so stark.

    >> einen sterilen Immunitätsteppich in den Bevölkerungsgruppen ... erreichen<<
    Ich denke, das ist eine Illusion. Die Immunität von Genesenen mag besser sein als die von Geimpften, aber sie lässt auch mit der Zeit nach und wirkt bei manchen Varianten gar nicht mehr. Das befürchtet man jetzt ja bei Omikron. Ich denke, die Herdenimmunität, auf die ja noch viel Hoffnung gerichtet ist, ist eine Fata Morgana.

  13. 10089.

    Nachdem die letzten Kommentare wieder nicht veröffentlicht wurden, versuche ich es erneut.
    Es muss dringend geändert werden, dass positiv Getestete in Quarantäne geschickt werden, ohne gleichzeitig medizinisch betreut zu werden. Symptomatisch Erkrankte bleiben allein bis der Notarzt kommt.
    An den Arztpraxen klebt der Zettel, wenn sie Symptome aufweisen, die auf Corvid19 hindeuten, betreten Sie nicht die Praxis.

  14. 10088.

    Seite 21 im Lagebericht des RKI (Donnerstag) liefert doch einige Argumente für die Impfung der Jugendlichen und evtl. auch der Kinder. Ja die erkranken nicht schwer, aber bei der hohen Trefferquote und Ausbreitungsgeschwindigkeit ist schon der Ausfall durch Quarantäne und krankschreiben ein Riesenproblem, weil die Schulen ja immer noch teilweise im Nachholmodus arbeiten.
    Da kann man den politischen Druck nachvollziehen, muss man natürlich nicht gut finden.
    Alternative schnelles durchseuchen der Kinder scheint doch ziemlich riskant für alle anderen.

  15. 10087.

    Ich glaube nicht, dass so eine Strategie realistisch und mit voller Kontrolle umsetzbar ist.
    Liebe Kinder spielt mal ein Quartal wilde Sau und lasst euch ordentlich durchseuchen, aber haltet euch bitte von den Eltern und Großeltern fern. Viele von denen wollen sich selbst nämlich nicht schützen und rennen ungeimpft durch die Gegend.
    Und machen wir uns nix vor im Sommer haben die Kinder ziemlich normal leben können. Maskenpflicht in den meisten Schulen aufgehoben, Sportvereine hatten eine halbwegs normale Trainigs- und Wettkampfsaison. Hat das Virus scheinbar nicht interessiert und lieber auf den Herbst/Winter gewartet um in die Vollen zu greifen.

  16. 10086.

    Liebe Hannah, Sie selbst haben immer wieder kritisiert, dass vulnerable Gruppen nicht ausreichend geschützt werden (können). Jetzt wollen Sie die Virusausbreitung steuern, obwohl wir noch nicht einmal wissen, mit welchen Maßnahmen genau wir das Virus optimal eindämmen können, was Sie auch immer wieder kritisieren.
    Beide Kritikpunkte sind angebracht, beide Kritikpunkte lassen aber auch nur den Schluss zu, dass man immer möglichst wenig Virus im Umlauf haben sollte, um möglichst wenig Menschen damit zu gefährden, egal zu welcher Jahreszeit.

  17. 10085.

    Ähnliches hatte Streeck schon mal vorgeschlagen.
    "... in Altersgruppen, die statistisch gesehen ein sehr geringes Erkrankungsrisiko aufweisen ..." führt dann wieder auf die zögerliche Sicht der Stiko, die Impfung für Kinder allg. zu empfehlen, was aber von der Politik als massiv gefordert wird, um die allg. Impfquote zu steigern.

  18. 10084.

    >>>Aber wer soll das entscheiden: "Ja, wir lassen frühzeitiger sterben, um im Winter weniger ITS-Belastung zu haben "?<<<
    Hm.
    Vielleicht muss man gar nicht über Leben und Tod entscheiden wenn man die Alternativen weniger emotional aber dafür pragmatischer betrachtet?
    Vielleicht, wenn man die Pandemie in Altersgruppen, die statistisch gesehen ein sehr geringes Erkrankungsrisiko aufweisen während der Sommermonate durchlaufen lässt, setzt man die älteren und vulnerablen im Falle einer (eventuellen) Infektion und (eventueller) Hospitalisierung einem geringeren Risiko aus, als wenn es zu den Zeiten passiert, wenn die ITS voll sind und eine optimale Pflege nicht gewehrleistet werden kann?
    Wir befinden uns seit einiger Zeit in einer Phase, in der sich Pandemie und Endemie überlappen. Mit jeder Infektion und Genesenem, der über immunologisches Gedächtnis verfügt nähern wir uns dem relativen Wunschzustand in dem humanes Reservoir für Viren immer knapper wird.

  19. 10083.

    Liebe Herren Peter a und Gerhard, niemand plädiert hier empathielos für frühzeitiges Sterben, erst recht nicht Klaus Stöhr. Das ist ein Verkennen der Aussage! Das das Virus einen saisonalen Charakter hat, müsste nach zwei Jahren und eindeutigen Wellen von Oktober bis April für alle erkennbar sein. Es ist nur von Vorteil einen sterilen Immunitätsteppich in den Bevölkerungsgruppen zu erreichen, die von dem Virus kaum betroffen sind. Bei gleichzeitigem Schutz der vulnerablen Gruppen. Jetzt stecken sich alle gleichzeitig an. Der Impfschutz hat bei vielen nachgelassen. Die abgeschotteten Kinder plagen sich nun noch mit dem RS-Virus rum und füllen besorgniserregend die Kinderstationen. Ein Blick nach Schweden zeigt, die Zahlen sind niedrig. Und ich kann mich nicht daran erinnern, dass dort ein großes Kindersterben stattgefunden hat, bei immer geöffneten Schulen. Für den verfehlten Schutz der alten Menschen am Anfang, hat man sich entschuldigt und z.B. Pflegeheime besser ausgestattet.

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