Eine Grafik der Corona-Fallzahlen in Brandenburg (Bild: rbb)
Bild: rbb

Corona-Grafiken | Berliner Ampel - Das sind die aktuellen Fallzahlen in Berlin und Brandenburg

Die Corona-Pandemie in Berlin und Brandenburg: Wie viele Neuinfizierte gibt es - und wo? Werden Krankenhausbetten knapp? Und wo steht die Ampel? Alle wichtigen Erkenntnisse in ständig aktualisierten Grafiken. Von Haluka Maier-Borst, Jenny Gebske und Arne Schlüter

Aktuell

Für Berlin sehen die Zahlen wie folgt aus (Stand: 07.03.2021, 16:00 Uhr):

- Seit Anfang der Epidemie bestätigte Coronavirus-Infektionen: 131.974
- Binnen 24 Stunden sind an Infektionen hinzugekommen: 110
- Corona-Patienten, die im Krankenhaus liegen: 639, davon werden intensivmedizinisch 203 Personen behandelt und hiervon wiederum 155 beatmet.
- Mit dem Coronavirus infizierte gestorbene Menschen: 2.894 (+2)

Die Berliner Gesundheitsämter konzentrieren sich seit dem 23.10.2020 bei der Kontaktverfolgung vornehmlich auf Risikogruppen. Insofern kann es sein, dass aufgrund dieser Strategieänderung die aktuellen Fallzahlen niedriger ausfallen und nicht aufgrund einer realen Änderung im Infektionsgeschehen.

 

Für Brandenburg sehen die Zahlen wie folgt aus (Stand: 08.03.2021, 10:30 Uhr):

- Seit Anfang der Epidemie bestätigte Coronavirus-Infektionen: 78.160
- Binnen 24 Stunden sind an Infektionen hinzugekommen: 76
- Corona-Patienten, die im Krankenhaus liegen: 318, davon werden 80 Personen intensivmedizinisch behandelt und hiervon wiederum 65 beatmet*
- Mit dem Coronavirus infizierte gestorbene Menschen: 3.086 (+3)

*Am Wochenende meldet Brandenburg keine Zahlen für die Belegung der Krankenhäuser.

Das Brandenburger Gesundheitsministerium hat mit dem 01.02.2021 sein Meldeverfahren angepasst, um weniger Diskrepanz zu den Zahlen des Robert-Koch-Instituts zu haben. Infolgedessen hat sich die Zahl der kumulativ gemeldeten Fälle und auch die Zahl der Toten verändert. Um keine verzerrten Trends darzustellen, verteilt rbb|24 diese Differenz über die letzten 28 Tage.

Die Grafiken im Text spiegeln den gleichen Stand wider. Teils dauert es ein wenig, bis die Änderungen nach der Aktualisierung auch angezeigt werden.

Die Neuinfektionen für Berlin und Brandenburg mit 7-Tage-Schnitt und die kumulierten Fallzahlen zeigen die folgenden Grafiken. Sie können dabei für die Neuinfektionen den Zeitraum auswählen: seit Anfang der Pandemie im März - oder ab 1. September, dem Zeitpunkt als ungefähr die zweite Phase begann. Das können Sie auch für alle weiteren Grafiken mit täglichen Updates.

Sollten die Grafiken nicht angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.

Wie viele Menschen sind inzwischen geimpft

Hier finden Sie aktuelle Angaben zur Zahl der in den letzten 24 Stunden geimpften Menschen und welcher Anteil der Bevölkerung inzwischen mindestens eine Impfdosis erhalten hat.

Aktuell bildet der Trend bei den gemeldeten Neuinfektionen den Verlauf am besten ab. Diese Zahl schwankt stark mit dem Wochenrhythmus. Deswegen wählt rbb|24 eine eigene Art der Darstellung: den Vergleichstrend zwischen den vergangenen sieben Tagen und den zwischen den sieben Tagen zuvor.

Hier finden Sie die aktuelle Zahl der gemeldeten Corona-Fälle in Berlin und seinen Bezirken, in Brandenburg, den Landkreisen und kreisfreien Städten sowie die Zahl der an Covid-19 Verstorbenen. Außerdem die Zahl der neuen Fälle pro 100.000 Einwohnern der letzten sieben Tage. Das ist ein Kriterium für die sogenannte Corona-Notbremse. Wie sinnvoll diese bundeseinheitliche Regelung ist, können Sie hier nachlesen.

Die Berliner Ampel

Für die Berliner Ampel gilt die simple Formel: Zwei Mal Gelb bedeutet für den Senat Redebedarf. Zwei Mal Rot heißt Handlungsbedarf. Allerdings sind die Werte, die der Senat für seine Ampel angibt, nicht immer deckungsgleich mit den Werten anderer Stellen. So benutzt der Senat für die Bettenauslastung das INEVA-Register, bundesweit gilt aber das Divi-Register als Maßstab. Wir geben hier beide Werte an, wobei der Wert des Senats die Ampelfarbe bestimmt.

Die Corona-Ampel ist wie folgt aufgebaut:

1. Die Reproduktionszahl R

Ist der R-Wert unterhalb 1,1 steht die Ampel auf Grün. Ist er über 1,1 und das 3 Tage in Folge, springt die Ampel auf Gelb. Bei einem R-Wert drei Tage in Folge über 1,2 steht die Ampel auf Rot.

2. Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen

Liegt die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen unter 20, ist dieser Teil der Ampel grün. Liegt diese Zahl über 20, so ist die Ampel gelb. Überschreitet die Zahl die Marke von 30, so wird hier die Ampel rot.

3. Anteil der für Covid-19-Patient*innen benötigten Plätze auf Intensivstationen

Dieser Teil der Ampel ist grün, solange der Anteil an Covid-19-Patient*innen laut Senat unter 15 Prozent liegt. Steigt der Wert über 15 Prozent, ist die Ampel gelb. Ist der Anteil bei über 25 Prozent, schaltet die Ampel auf Rot.

Wichtig: Die gezeigte Ampel für die Intensivbetten zeigt sowohl die Daten des Senats als auch die Daten des Intensivregisters, Divi. Diese beiden Angaben können minimal von einander abweichen. Die Farbgebung richtet sich nach dem Wert des Senats. Weiter unten erklären wir, wieso wir dennoch auch die Angabe des Divi-Registers zeigen.

Außerdem zeigen wir hier nur noch den R-Wert des Senats und verzichten auf unsere eigene R-Wert-Berechnung. Das tun wir, weil inzwischen der Senat auch die Unsicherheit des R-Werts mit angibt, was unser zentraler Kritikpunkt war und Grund für die eigene Berechnung. Den Verlauf des R-Werts für Berlin mit oberer und unterer Schätzung sehen Sie hier:

Die obere und untere Schätzung als Angaben zur Unsicherheit der Berechnung sind wichtig. Inbesondere bei schnellen Veränderungen der Fallzahlen oder niedrigen Fallzahlen kann nämlich der R-Wert stark schwanken.

Wie viele der Fälle sind im Krankenhaus?

Hier finden Sie die Zahl der Covid-19 Erkrankten in Krankenhäusern in Berlin und Brandenburg. Aufgeführt ist auch, wie viele intensivmedizinisch behandelt, beziehungsweise beatmet werden.

Die Zahlen für die Krankenhauspatienten und die Intensivpatienten hier stammen vom Senat beziehungsweise vom Ministerium für Gesundheit und nicht vom Divi-Register. Für die Auslastung der Intensivstationen in ganz Berlin und Brandenburg hingegen nutzen wir die Divi-Daten. Wieso erklären wir weiter unten.

Wie ist die Lage auf den Intensivstationen?

Wir listen hier für Berlin und Brandenburg auf, welcher Anteil an Intensivbetten durch Covid-19-Patieten belegt ist – und wie viele Intensivbetten noch frei sind.

Wie viele Menschen versterben mit Covid-19?

Hier finden Sie die Zahl der mit Covid-19-Befund verstorbenen Menschen in Berlin und Brandenburg. Auch hier zeigen wir den 7-Tage-Durchschnitt.

Zu beachten ist, dass die Totenzahlen den Infektionszahlen in etwa zwei bis vier Wochen hinterher laufen. Außerdem wichtig: Mehrere Untersuchungen zeigen, dass die meisten Menschen, die mit Corona sterben, auch tatsächlich an Corona sterben [mehr Informationen: PDF von pathologie.de]

Welche Altersgruppe ist wie stark betroffen?

Der Berliner Senat und das Robert-Koch-Institut geben an, wie viele gemeldete Infizierte in welchem Alter sind. Dabei zeigt sich, dass die meisten Betroffenen jünger als 60 Jahre sind. Daten für das Land Brandenburg in ähnlicher Detailtiefe liegen rbb|24 nicht vor.

Ferner hat sich die Altersverteilung unter den Infizierten seit dem Frühjahr so verändert.

Die folgenden Grafiken zeigen, ergänzend zu den Zahlen der Neuinfektionen oben im Beitrag, den Vergleich der Neuinfektionen wochentagsweise. Sie zeigen, wie viele Neuinfektionen es zum Beispeil am Montag dieser Woche gab und wie viele am Montag der vorherigen Woche. In dieser Grafik sind Trendwenden mitunter schon vorab zu erkennen.

Im Kontext der Fallzahlen muss auch die Quote der positiven Tests beachtet werden. Je niedriger die Positivquote liegt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die meisten Fälle entdeckt und nachverfolgt werden können. Die Nachverfolgung ist personell aufwändig; ist die Positivquote hoch, können überlastete Gesundheitsämter mögliche infizierte Kontaktpersonen teilweise nicht mehr ermitteln.

Warum wählt rbb|24 einen 7-Tage-Trend?

Die Meldungen zu den täglichen Neuinfektionen unterliegen vielen Schwankungen. Der 7-Tage-Trend soll diese abfangen. Gleichzeitig birgt der 7-Tage-Trend aber die Gefahr, dass aktuelle Veränderungen sich zu langsam abbilden. Darum zeigt rbb|24 auch den Einzeltrend für jeden Tag, aber im Verhältnis zum selben Wochentag eine Woche früher.

Wann ist der Trend steigend, sinkend oder gleichbleibend?

Sinkend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent weniger Neuinfektionen gemeldet werden.

Steigend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent mehr Neuinfektionen gemeldet werden.

Gleichbleibend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche der Unterschied unterhalb von zehn Prozent mehr oder weniger liegt. Gleichbleibend ist der Trend zudem, wenn der Unterschied zwar prozentual größer ist, aber die absolute Differenz weniger als fünf gemeldete Neuinfektionen beträgt. Damit wird bei niedrigen Fallzahlen der Einfluss von Schwankungen reduziert.

Wieso passen die Inzidenz-Zahlen und Trends bei rbb|24 nicht zu denen von Berliner Senat, Brandenburger Regierung oder RKI?

rbb|24 übernimmt die 7-Tage-Inzidenz-Zahlen vom Berliner Senat und vom Brandenburger Ministerium für Gesundheit. Der Berliner Senat rechnet seine 7-Tage-Inzidenz allerdings immer basierend auf dem Datenstand vom Vortag [berlin.de]. Das kann dazu führen, dass an einzelnen Tagen die absoluten Zahlen im Wochentagsvergleich zurückgehen und dennoch die Inzidenz steigt. Ebenfalls erklärt das, wieso der 7-Tage-Trend bei rbb|24 von dem des Senats mitunter abweicht. rbb|24 rechnet den 7-Tage-Trend nämlich basierend auf den neuesten absoluten Zahlen.

Ferner gibt es mitunter teils erhebliche Unterschiede zwischen der 7-Tage-Inzidenz, die das RKI angibt, und derjenigen, die die Bundesländer vermelden. Grund hierfür ist, dass das RKI die Inzidenz basierend auf dem Meldedatum und nicht dem Berichtsdatum berechnet, so wie die Länder. Sprich, wenn ein Corona-Fall vor 8 Tagen diagnostiziert, aber erst vor 6 Tagen offiziell dem Gesundheitsamt und dem RKI berichtet wurde, so zählt dieser Fall in den Statistiken der Länder noch in die aktuelle 7-Tage-Inzidenz hinein. Für das RKI hingegen fällt dieser Fall dann schon aus dem 7-Tage-Fenster heraus. Wieso das problematisch ist, hat der Datenjournalist und Programmierer Sebastian Vollnhals hier erklärt [twitter.com].

Wieso wählt rbb|24 zwei unterschiedliche Quellen für die Daten zu Krankenhaus- und Intensivbetten?

Für die Berliner Corona-Ampel nutzt rbb|24 sowohl die Angaben des Senats als auch das Divi-Intensivregister, für das eine bundesweite Meldepflicht gilt. Der Senat bezieht sich bei seinen Zahlen auf das Ineva-Register mit Datenstand vom Vortag 13 Uhr. Die Angaben des Divi werden jeweils jeden Tag um 15 Uhr aktualisiert. Um also aktueller und umfassender bei den intensivmedizinischen Daten zu sein, zeigen wir auch die Zahlen des Divi.

Dennoch nutzen wir bei der Grafik für die Krankenhauspatienten die Senatszahlen bzw. die Zahlen des Ministerium für Gesundheit in Brandenburg. Der Grund hierfür ist, dass das Divi-Register nur Auskunft über die Intensivplätze gibt. Um auch Daten zu "normalen" Covid-19-Klinikpatienten geben zu können, stützen wir uns darum auf diese beiden Quellen - auch wenn sie weniger aktuell sind.

Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen der Grafik für Berlin und der Grafik für Brandenburg. Während wir in Berlin die Intensivpatienten des Senats einzeichnen, sind es in Brandenburg die beatmungspflichtigen Intensivpatienten. Der Hintergrund ist, dass lange Brandenburg nur die beatmungspflichtigen Patienten angab, Berlin lange nur die Intensivpatienten allgemein. Um die Datenlage seit Anfang der Pandemie gleich zu halten, führen wir weiterhin diese leicht unterschiedlichen Metriken fort.

Warum zeigt rbb|24 keine Berechnung der Verdopplungszeit mehr?

Das Modell für eine Verdopplungszeit geht davon aus, dass nach x Tagen doppelt so viele, nach weiteren x Tagen vier Mal so viele Menschen infiziert sind. Diese Zahlen sind interessant, wenn sie exponentiell steigen. Inzwischen ist die Infektionsdynamik aber eine andere, die Verdopplungszeit hat damit keine wirkliche Aussagekraft mehr. Entsprechend haben wir uns entschieden, diese Grafik nicht mehr fortzuführen.

Wieso zeigt rbb|24 keine Karte?

rbb|24 verzichtet auch auf eine Darstellung der gemeldeten Fallzahlen oder Fallzahlen pro Einwohner auf Karten, denn laut Robert-Koch-Institut [rki.de] gilt: "Die Meldung hat an das Gesundheitsamt zu erfolgen, in dessen Bezirk sich die betroffene Person derzeitig aufhält oder zuletzt aufhielt." Wenn sich also jemand infiziert und testen lässt, ist in der Regel das Gesundheitsamt seines Wohnorts zuständig. Das muss aber nicht der Ort sein, an dem er potenziell am meisten andere Menschen angesteckt haben könnte.

Über die Hälfte der Brandenburger pendelt, auch viele Berliner arbeiten außerhalb von Berlin und noch mehr bewegen sich zwischen den Bezirken. Sie könnten also an einem Arbeitsplatz in einem anderen Landkreis oder Bezirk wesentlich mehr Menschen angesteckt haben als am Wohnort. Trotzdem zeigen wir inzwischen neben den weiträumigeren Brandenburger Landkreisen auch für die Berliner Bezirke eine Tabelle. Der Grund ist, dass zeitweilig nur einzelne Bezirke aufgrund hoher Fallzahlen als Risikogebiet galten. Wir wollen aber weiterhin den Eindruck einer "Gefahrenkarte" vermeiden.

Warum fehlen Angaben zu den Genesenen oder den "aktiv Infizierten"?

Das Infektionsschutzgesetz verlangt keine Meldung von genesenen Menschen. Entsprechend sind die Zahlen hierzu lediglich Schätzungen, die sich in ihrer Berechnung noch dazu zwischen Berlin und Brandenburg unterscheiden.

Als genesen gelten in Berlin [berlin.de]:

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

- hospitalisierte Fälle 7 Tage nach Entlassung; bzw. bei fehlenden Daten 28 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

In Brandenburg dagegen gelten als genesen [msgiv.brandenburg.de]:

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Meldedatum

- zu hospitalisierten Fällen fehlt eine Angabe, wie sie in die Berechnung einfließen.

Weil die Zahl der Genesenen eben nur eine Schätzung ist und noch dazu eine, die nicht einheitlich gehandhabt wird, ist auch die Berechnung der aktiv Infizierten problematisch. Man würde dafür geschätzte Genesene von den genau gezählten Infizierten abziehen.

Ferner impliziert zudem der Ausdruck "aktiv Infizierte", dass genau diese Menschen aktuell das Problem sind. Das wird aber in der Mehrheit der Fälle nicht so sein, weil es sich dabei um diagnostizierte und bereits isolierte Fälle handelt. Das Problem sind die noch nicht entdeckten Fälle. Außerdem beachtet diese Rechnung keine Zeitverzüge durch Nachmeldungen oder einem Anstau der Proben.

Daher verzichtet rbb|24 derzeit auf eine entsprechende Darstellung von Genesenen und aktiv Infizierten. Die Zahl der Neuinfzierten der letzten Woche und der Woche zuvor ist aber ein grober Richtwert für den derzeitigen Stand der Epidemie. Das ist auch medizinisch gesehen sinnvoll, da bei der Mehrheit der leicht verlaufenden Erkrankungen nach ungefähr 14 Tagen die Symptome abklingen.

Erläuterungen

Nach einer Umstellung in der Meldesoftware des Landes Berlin wurden für den 22. April zu wenig Fälle gemeldet. In der Grafik wurde das so ausgeglichen: Das Fallwachstum zwischen dem 21. und 23. April wurde auf beide Tage gleich verteilt. Das ist eine vereinfachende Annahme. Der Senat verweist nach wie vor darauf, dass die Daten aufgrund technischer Umstellungen in der Meldesoftware der Berliner Gesundheitsämter unvollständig sind.

Des Weiteren meldet Brandenburg keine Fallzahlen abends mehr. In der Berechnung der Fallzahlen am 19. April wurden daher die wahrscheinlich niedrigeren gemeldeten Infektionszahlen vom Morgen verwendet. Seitdem werden die Fallzahlen vom Morgen verwendet.

Zuletzt: Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hat am 10.07.2020 eine Datenrevision durchgeführt. Bei der Überprüfung der Zahlen wurden 33 falsch klassifizierte Fälle in den Monaten April und Mai neu bewertet und rückwirkend korrigiert. rbb|24 hat, um diese Korrektur nachzubilden, für den Zeitraum 01.04.2020 bis 03.05.2020 jeden Tag eine Neuinfektion abgezogen. Die Überlegung dahinter ist, keinen falschen aktuellen Wochentrend wiedergeben zu wollen und gleichzeitig zu verhindern, dass die bereits vollzogene Dynamik der Infektionen zum Beispiel nicht durch einen einzelnen Tag mit negativen Neuinfektionen verzerrt wird.

 

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Beitrag von Haluka Maier-Borst und Jenny Gebske

Kommentar

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5579 Kommentare

  1. 5579.

    Die Zahlen sind anschaulich, führen aber immer noch nicht zum aktiven Handeln, um Impfstoff zu beschaffen. Es ist verwunderlich, daß der Pharmaindustrie die Gewinne aus der Pandemie gesichert und nicht alle Optionen zur Steigerung der Serumherstellung genutzt werden. Wieso ist es nicht möglich die Kapazitäten der Merck Gruppe, mit Hauptsitz in Darmstadt, zu nutzen und zu verpflichten Corona-Impfstoff für Europa u.a. herzustellen? Der US-Präsident Biden macht es in den USA vor und hat die konkurrierende Merck Gruppe zur Herstellung des Impfstoffes Johnson & Johnson in den USA verpflichtet! Worauf warten wir?? Weltweit fehlt Impfstoff, doch der Begriff „Zwangslizenz“ wird in der Diskussion ausgeklammert, könnte aber viele Menschenleben retten.

  2. 5578.

    Es fehlt an Biontech und Co. für die Ü80 Jährigen. In Berlin sind (Stand laut RBB letzte Woche)67 % in der Altersgruppe geimpft, in BB sind es nur 25%.Im Impfzentrum Eberswalde ist nur eine Impfstrasse für Biontech und Co. belegt auf den andere wird Astrazeneca geimpft. Vermutlich wird auf der einen Straße nachgeimpft. Viele warten auf Impftermin. Woher nehmen wenn nix da ist und von Umverteilung aus anderen Ländern wo mit Biontech schon andere Prios geimpft werden, will man wohl nix wissen. Armes Deutschland, arme Brandenburger.

    Danke an das RBB Team tolle Darstellungen und super Informativ.

  3. 5577.

    Ich glaube, Sie überschätzen maßlos, wer sich für den Inhalt der Kommentare überhaupt interessiert. ;-)
    Aber selbst die korrigierten gemeldeten Fallzahlen sind für einen Sonntag eine Steigerung für Deutschland, die Kurve hat weider eine deutliche Tendenz nach oben - wie auch bei unseren Nachbarländern allg. zu beobachten ist. Interessant wäre zu beobachten, ob es wieder einen Zusammenhang mit der Fallzahl und -entwicklung in der jeweiligen Grenznähe gibt oder die Verhinderung von Einschleppungen jetzt besser ist mit den neuen Grenzregelungen. Das gleiche gilt natürlich auch für das Ausbreitungsgeschehen zwischen Gebieten innerhalb Deutschlands.

  4. 5576.

    Vielleicht noch nicht an den Selbsttests aber die vermehrten Schnelltests in den Kitas und sonstigen Einrichtungen dürften zu einem Anstieg der Fallzahlen führen. Sonst würde es wenig Sinn ergeben. Nach einer Weile sollte dann der dämpfende Effekt durch frühere Erkennung und Eingrenzung einsetzen. Die Pandemiebeauftragte von Tübingen hat sowas gestern im TV angedeutet. Seit die Schnelltests in breiterer Menge zum Einsatz kamen, gab es mehr Anfragen auf PCR Tests, weil viele asymptomatische Fälle dabei sind. Ist ja das Ziel der Schnelltests. Leider fehlen noch Zahlen zu den Schnelltests und sicher auch den Selbstestungen.

  5. 5575.

    Lieber rbb, können Sie einfach die aktuellen Inzidenzien in Zahlen ausgedrückt gleich am Anfang dieser Seite aufführen? Diese Statistiken mit Diagrammen etc. sind ja sehr schön, aber im Moment ist die die Angabe der Inzidenz in Zahlen am Wichtigsten. Dann muss man nicht erst lange herumsuchen. Danke!

  6. 5574.

    Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass es an den Selbsttests liegt. Die ersten wurden am 24.02. zugelassen. Selbst wenn Jemand die noch am selben Tag im Internet bestellt hat, scheint mir das mit Bestätigung durch PCR-Test ziemlich knapp zu sein. Glaube auch nicht, dass schon so viele bei den teuren Preisen bestellt haben. Und die von Aldi gestern verkauften dürften als bestätigter positiver PCR frühestens am 12. veröffentlicht werden.

  7. 5573.

    Die haben wohl Ihren Kommentar gelesen und nochmal nachgezählt. Sind schon wieder deutlich weniger.
    Wir müssen aber damit rechnen, dass die Zahlen als auch die Positivquote allein auf Grund der häufigeren Schnelltests wieder hochgeht, auch wenn das nicht zwingend mehr Fälle bedeutet.

  8. 5572.

    Folge der ersten Selbsttests, könnte ich mir vorstellen. Das dürfte die ganze Woche hochgehen. Hätte nicht gedacht, dass das so schnell geht.
    Könnte also mehr Licht im Dunklen sein, nicht zwingend mehr Infektion.

  9. 5571.

    https://www.worldometers.info/coronavirus/country/germany/
    weist bereits jetzt schon über 12000 neugemeldete Fälle für Deutschland aus - an einem Sonntag(!). Das wird wohl hoch morgen. Mal sehen, was beim RKI im Dashboard morgen früh steht.

  10. 5570.

    Berlin hat auf die Risikogruppen bzw. stärker aufs Alter fokussiert daher jetzt deutlich weniger Sterbefälle. Brandenburg mehr auf die riskanten übertragenden Berufsgruppen, daher stärkerer Rückgang der Fallzahlen. Somit momentan wieder relativ auf vergleichbaren Niveaus. BRB ist etwas älter als Berlin daher empfindlicher fürs Sterben.

  11. 5569.

    Ja - ist meine Rede seit einem halben Jahr. Immer ist nur die Gesamtinzidenz im Blick. Aber selbst die Inzidenz pro Altersgruppe wäre noch zuwenig. Beispiel:
    Inzidenz in B bei AK -14 nun auf das Doppelte angewachsen seit zwei Wochen - mehr, als in den anderen AK. Man könnte nun sagen, "Aha, die Schulöffnungen?!", doch so einfach ist es nicht. Die Gesamtinzidenz bei den Kinder kommt da noch immer aus Neukölln und nunmehr auch dem benachbarten Treptow. Da ist sie 5-mal (!) so groß, wie in Pankow, das auch recht kinderreich ist.
    Also ist das dann eine Sache für die zuständigen Gesundheitsämter, und weniger für die Politik.

  12. 5568.

    Auf
    https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/coronavirus-echtzeit-karte-deutschland-landkreise-infektionen-ausbreitung
    gibt es jetzt auch die Möglichkeit der graphischen Darstellung der Entwicklung relativ zur Vorwoche. Interessante zusätzliche Sicht auf die Daten.

  13. 5567.

    Die täglich gemeldeten Sterbeziffern in Zusammenhang mit SARS-CoV-2 in Brandenburg scheinen nicht weiter zu fallen. Das würde im Rahmen des üblichen Zeitversatzes zum Meldetrend bei den Neuinfektionen passen - aber eigentlich nicht so richtig zur Wirksamkeit der Impfungen. In Berlin dagegen fällt die entsprechende Sterbeziffer trotz schon länger geändertem Trend bei den Neuinfektionen - wie eigentlich erhofft und erwartet als Impfwirkung. Warum dieser Unterschied zwischen B und BRB?

  14. 5566.

    Mit Laufenlassen dachte ich eher, wenn die größte Gefahr gebannt ist, gucken wir zumindest in der Öffentlichkeit nicht mehr auf Fallzahlen oder Ähnliches, sondern fokussieren auf die zügige Durchimpfung weltweit. Wir sehen ja das selbst das bürokratische und träge D schneller Impfen kann als das Virus sich ausbreitet. Wenn man da richtig Gas gibt, könnte man ja bald richtig locker lassen.
    Zwischenzeitlich ist natürlich die differenzierte Betrachtung nach Risiko und Geografie dringend notwendig um regional schnell lockern zu können Trend scheint aber anders zu sein. BRB differenziert ja beim Lockern weiterhin nicht nach Landkreis oder Dörfern, Städten, Ämtern sondern nach Landeszahlen.

  15. 5565.

    In den RKI Berichten ist sowas gut aufgehoben, aber leider eben nur aufgehoben. Ich denke die Berichte werden nur von sehr wenigen gelesen und verstanden. Hier ist es dann Aufgabe der Politik und der Medien das ganze fürs tägliche Leben und für jeden verständlich zu übersetzen.
    Aber einfach und verständlich geht ja nicht mehr. Obwohl genau das ein Schlüssel für Akzeptanz ist. Wer will schon komplizierte Regeln fürs tägliche Leben. Da wird uns ja schon in der Arbeit und beim Finanzamt das Leben oft genug schwer gemacht.

  16. 5564.

    Es wäre generell mal eine (eigentlich kontinuierliche) Evaluierung der einzelnen Maßnahmen nach ihrer erzielten Wirksamkeit in "freier Wildbahn" wünschenswert. Davon hört man fast gar nichts.

  17. 5563.

    "... differenzierter ermittelt und kommuniziert werden müsste. " Das sieht es (nicht nur) in Brandenburg und insbesondere in Frankfurt aber sehr dunkel aus - eigentlich wird ja außer Rohdaten und Inzidenzen ohne Kontext gar nichts mehr an Details kommuniziert.
    "... gesamt Inzidenz weniger relevant für die Risikobewertung ..." Den Weg geht das RKI in seinen Berichten ja schon eine ganze Weile und weist (grob und in Anätzen) zusätzlich sowas wie eine Kohorteninzidenz aus.

  18. 5562.

    "Laufenlassen nach Immunisierung der gefährdeten, wäre sicher auch eine Variante." Im Prinzip ja, aber unter Randbedingungen. Wenn man die Pandemie nicht stoppt und die Infiziertenzahl bei den Jüngeren hoch bleibt, dann wird es immer wieder neue Wellen von Escape-Mutanten geben und dann sind die gefährdeten Personen der Infektion wieder mehr oder minder voll ausgeliefert mit entsprechender Steigerung der Hospitalisierung. Es würde also nur gehen, wenn man immer wieder recht schnell optimal angepaßte Impfstoffe entwickelt für vulnerable Gruppen - also ähnlich wie bei Influenza (allerdings schwankt dort die Wirksamkeit der Impfung jährlich sehr stark). Dafür würde man sich jede Menge Impfstoff sparen für die weniger gefährdeten Gruppen.
    Ansonsten ja. Aber eine differenziertere Betrachtung war schon die ganze Zeit mehr als nötig - Vorschläge dazu gab es u.a. auch hier mehr als genug.

  19. 5561.

    Ja das sieht anschaulich aus.
    Hoffentlich ist der momentane Anstieg der Einstieg in den steilen Teil der S-Kurve.
    Für Brandenburg sieht es ganz schön gestolpert aus. Mal schnell mal gar nix dann wieder langsam. Effektiv sieht auch auf niedrigem Level anders aus.
    Wenn ich so Fahrrad fahre, komme ich nicht weit oder bin schnell müde.

  20. 5560.

    Das würde dann aber bedeuten dass mit zunehmender Impfquote die gesamt Inzidenz weniger relevant für die Risikobewertung werden müsste, oder differenzierter ermittelt und kommuniziert werden müsste.
    Das Restrisiko bei jüngeren für schwere Verläufe besteht ist aber bei weitem geringer. Die Krankenhausbelegung ist ja ethisch eigentlich auch schon schwierig, da dort gezählte Fälle eigentlich schon zu spät sind. Wer will schon gerne ins KHS.
    Da wir uns noch einige Zeit intensiv mit dem Thema beschäftigen dürfen, muss also eine differenziertere Bewertungsschlüssel her. Laufenlassen nach Immunisierung der gefährdeten, wäre sicher auch eine Variante.

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