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Bild: rbb|24

Corona-Grafiken | Berliner Ampel - Das sind die aktuellen Fallzahlen in Berlin und Brandenburg

Die Corona-Pandemie in Berlin und Brandenburg: Wie viele Neuinfizierte gibt es - und wo? Werden Krankenhausbetten knapp? Und wo steht die Ampel? Alle wichtigen Erkenntnisse in ständig aktualisierten Grafiken. Von Haluka Maier-Borst, Jenny Gebske und Arne Schlüter

Aktuell

Für Berlin sehen die Zahlen wie folgt aus (Stand 30.11.2020, 16:30 Uhr):

- Seit Anfang der Epidemie bestätigte Coronavirus-Infektionen: 65.145
- Binnen 24 Stunden sind an Infektionen hinzugekommen: 925
- Corona-Patienten, die im Krankenhaus liegen: 1.142, davon werden intensivmedizinisch 316 Personen behandelt und hiervon wiederum 249 beatmet.
- Mit dem Coronavirus infizierte gestorbene Menschen: 565 (+12)

Die Berliner Gesundheitsämter konzentrieren sich seit dem 23.10.2020 bei der Kontaktverfolgung vornehmlich auf Risikogruppen. Insofern kann es sein, dass aufgrund dieser Strategieänderung die aktuellen Fallzahlen niedriger ausfallen und nicht aufgrund einer realen Änderung im Infektionsgeschehen.

 

Für Brandenburg sehen die Zahlen wie folgt aus (Stand 30.11.2020, 11:00 Uhr):

- Seit Anfang der Epidemie bestätigte Coronavirus-Infektionen: 20.135
- Binnen 24 Stunden sind an Infektionen hinzugekommen: 218
- Corona-Patienten, die im Krankenhaus liegen: 485, davon werden intensivmedizinisch 112 Personen behandelt und hiervon wiederum 72 beatmet (Stand 30.11., 10:00 Uhr)
- Mit dem Coronavirus infizierte gestorbene Menschen: 370 (+4)

Die Grafiken im Text spiegeln den gleichen Stand wider. Teils dauert es ein wenig, bis die Änderungen nach der Aktualisierung auch angezeigt werden.

Die Neuinfektionen für Berlin und Brandenburg mit 7-Tage-Schnitt und die kumulierten Fallzahlen zeigen die folgenden Grafiken. Sie können dabei für die Neuinfektionen den Zeitraum auswählen: seit Anfang der Pandemie im März - oder ab 1. September, dem Zeitpunkt als ungefähr die zweite Phase begann. Das können Sie auch für alle weiteren Grafiken mit täglichen Updates.

Sollten die Grafiken nicht angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.

Aktuell bildet der Trend bei den gemeldeten Neuinfektionen den Verlauf am besten ab. Diese Zahl schwankt stark mit dem Wochenrhythmus. Deswegen wählt rbb|24 eine eigene Art der Darstellung: den Vergleichstrend zwischen den vergangenen sieben Tagen und den zwischen den sieben Tagen zuvor.

Hier finden Sie die aktuelle Zahl der gemeldeten Corona-Fälle in Berlin und seinen Bezirken, in Brandenburg, den Landkreisen und kreisfreien Städten sowie die Zahl der an Covid-19 Verstorbenen. Außerdem die Zahl der neuen Fälle pro 100.000 Einwohnern der letzten sieben Tage. Das ist ein Kriterium für die sogenannte Corona-Notbremse. Wie sinnvoll diese bundeseinheitliche Regelung ist, können Sie hier nachlesen.

Für die Berliner Ampel gilt die simple Formel: Zwei Mal Gelb bedeutet für den Senat Redebedarf. Zwei Mal Rot heißt Handlungsbedarf.

Die Corona-Ampel ist wie folgt aufgebaut:

1. Die Reproduktionszahl R

Ist der R-Wert unterhalb 1,1 steht die Ampel auf Grün. Ist er über 1,1 und das 3 Tage in Folge, springt die Ampel auf Gelb. Bei einem R-Wert drei Tage in Folge über 1,2 steht die Ampel auf Rot.

2. Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen

Liegt die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen unter 20, ist dieser Teil der Ampel grün. Liegt diese Zahl über 20, so ist die Ampel gelb. Überschreitet die Zahl die Marke von 30, so wird hier die Ampel rot.

3. Anteil der für Covid-19-Patient*innen benötigten Plätze auf Intensivstationen

Dieser Teil der Ampel ist grün, solange der Anteil an Covid-19-Patient*innen unter 15 Prozent liegt. Steigt der Wert über 15 Prozent, ist die Ampel gelb. Ist der Anteil bei über 25 Prozent, schaltet die Ampel auf Rot.

Wichtig: Zum einen basiert die hier gezeigte Ampel für die Intensivbetten auf den Daten des Intensivregisters, Divi. Die Auslastung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten, die hier angezeigt wird, kann also minimal von den Zahlen des Senats abweichen. Weiter unten erklären wir, wieso wir das so machen.

Außerdem zeigen wir hier nur noch den R-Wert des Senats und verzichten auf unsere eigene R-Wert-Berechnung. Das tun wir, weil inzwischen der Senat auch die Unsicherheit des R-Werts mit angibt, was unser zentraler Kritikpunkt war und Grund für die eigene Berechnung. Den Verlauf des R-Werts für Berlin mit oberer und unterer Schätzung sehen Sie hier:

Die obere und untere Schätzung als Angaben zur Unsicherheit der Berechnung sind wichtig. Inbesondere bei schnellen Veränderungen der Fallzahlen oder niedrigen Fallzahlen kann nämlich der R-Wert stark schwanken.

Wie viele der Fälle sind im Krankenhaus?

Hier finden Sie die Zahl der Covid-19 Erkrankten in Krankenhäusern in Berlin und Brandenburg. Aufgeführt ist auch, wie viele intensivmedizinisch behandelt, beziehungsweise beatmet werden.

Die Zahlen hier stammen vom Senat beziehungsweise vom Ministerium für Gesundheit und nicht vom Divi-Register. Wieso erklären wir weiter unten.

Wie viele Menschen versterben mit Covid-19?

Hier finden Sie die Zahl der mit Covid-19-Befund verstorbenen Menschen in Berlin und Brandenburg. Auch hier zeigen wir den 7-Tage-Durchschnitt.

Zu beachten ist, dass die Totenzahlen den Infektionszahlen in etwa zwei bis vier Wochen hinterher laufen. Außerdem wichtig: Mehrere Untersuchungen zeigen, dass die meisten Menschen, die mit Corona sterben, auch tatsächlich an Corona sterben [mehr Informationen: PDF von pathologie.de]

Welche Altersgruppe ist wie stark betroffen?

Der Berliner Senat und das Robert-Koch-Institut geben an, wie viele gemeldete Infizierte in welchem Alter sind. Dabei zeigt sich, dass die meisten Betroffenen jünger als 60 Jahre sind. Daten für das Land Brandenburg in ähnlicher Detailtiefe liegen rbb|24 nicht vor.

Ferner hat sich die Altersverteilung unter den Infizierten seit dem Frühjahr so verändert.

Die folgenden Grafiken zeigen, ergänzend zu den Zahlen der Neuinfektionen oben im Beitrag, den Vergleich der Neuinfektionen wochentagsweise. Sie zeigen, wie viele Neuinfektionen es zum Beispeil am Montag dieser Woche gab und wie viele am Montag der vorherigen Woche. In dieser Grafik sind Trendwenden mitunter schon vorab zu erkennen.

Im Kontext der Fallzahlen muss auch die Quote der positiven Tests beachtet werden. Je niedriger die Positivquote liegt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die meisten Fälle entdeckt und nachverfolgt werden können. Die Nachverfolgung ist personell aufwändig; ist die Positivquote hoch, können überlastete Gesundheitsämter mögliche infizierte Kontaktpersonen teilweise nicht mehr ermitteln.

Warum wählt rbb|24 einen 7-Tage-Trend?

Die Meldungen zu den täglichen Neuinfektionen unterliegen vielen Schwankungen. Der 7-Tage-Trend soll diese abfangen. Gleichzeitig birgt der 7-Tage-Trend aber die Gefahr, dass aktuelle Veränderungen sich zu langsam abbilden. Darum zeigt rbb|24 auch den Einzeltrend für jeden Tag, aber im Verhältnis zum selben Wochentag eine Woche früher.

Wann ist der Trend steigend, sinkend oder gleichbleibend?

Sinkend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent weniger Neuinfektionen gemeldet werden.

Steigend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent mehr Neuinfektionen gemeldet werden.

Gleichbleibend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche der Unterschied unterhalb von zehn Prozent mehr oder weniger liegt. Gleichbleibend ist der Trend zudem, wenn der Unterschied zwar prozentual größer ist, aber die absolute Differenz weniger als fünf gemeldete Neuinfektionen beträgt. Damit wird bei niedrigen Fallzahlen der Einfluss von Schwankungen reduziert.

Wieso wählt rbb|24 zwei unterschiedliche Quellen für die Daten zu Krankenhaus- und Intensivbetten?

Für die Berliner Corona-Ampel nutzt rbb|24, anders als der Senat, auf das Divi-Intensivregister, für das eine bundesweite Meldepflicht gilt. Der Senat bezieht sich bei seinen Zahlen hingegen auf das Ineva-Register mit Datenstand vom Vortag 13 Uhr. Um aktueller und umfassender bei den intensivmedizinischen Daten zu sein, setzen wir auf das Divi als Datenquelle.

Dennoch nutzen wir bei der Grafik für die Krankenhauspatienten die Senatszahlen bzw. die Zahlen des Ministerium für Gesundheit in Brandenburg. Der Grund hierfür ist, dass das Divi-Register nur Auskunft über die Intensivplätze gibt. Um auch Daten zu "normalen" Covid-19-Klinikpatienten geben zu können, stützen wir uns darum auf diese beiden Quellen - auch wenn sie weniger aktuell sind.

Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen der Grafik für Berlin und der Grafik für Brandenburg. Während wir in Berlin die Intensivpatienten des Senats einzeichnen, sind es in Brandenburg die beatmungspflichtigen Intensivpatienten. Der Hintergrund ist, dass lange Brandenburg nur die beatmungspflichtigen Patienten angab, Berlin lange nur die Intensivpatienten allgemein. Um die Datenlage seit Anfang der Pandemie gleich zu halten, führen wir weiterhin diese leicht unterschiedlichen Metriken fort.

Warum zeigt rbb|24 keine Berechnung der Verdopplungszeit mehr?

Das Modell für eine Verdopplungszeit geht davon aus, dass nach x Tagen doppelt so viele, nach weiteren x Tagen vier Mal so viele Menschen infiziert sind. Diese Zahlen sind interessant, wenn sie exponentiell steigen. Inzwischen ist die Infektionsdynamik aber eine andere, die Verdopplungszeit hat damit keine wirkliche Aussagekraft mehr. Entsprechend haben wir uns entschieden, diese Grafik nicht mehr fortzuführen.

Wieso zeigt rbb|24 keine Karte?

rbb|24 verzichtet auch auf eine Darstellung der gemeldeten Fallzahlen oder Fallzahlen pro Einwohner auf Karten, denn laut Robert-Koch-Institut [rki.de] gilt: "Die Meldung hat an das Gesundheitsamt zu erfolgen, in dessen Bezirk sich die betroffene Person derzeitig aufhält oder zuletzt aufhielt." Wenn sich also jemand infiziert und testen lässt, ist in der Regel das Gesundheitsamt seines Wohnorts zuständig. Das muss aber nicht der Ort sein, an dem er potenziell am meisten andere Menschen angesteckt haben könnte.

Über die Hälfte der Brandenburger pendelt, auch viele Berliner arbeiten außerhalb von Berlin und noch mehr bewegen sich zwischen den Bezirken. Sie könnten also an einem Arbeitsplatz in einem anderen Landkreis oder Bezirk wesentlich mehr Menschen angesteckt haben als am Wohnort. Trotzdem zeigen wir inzwischen neben den weiträumigeren Brandenburger Landkreisen auch für die Berliner Bezirke eine Tabelle. Der Grund ist, dass zeitweilig nur einzelne Bezirke aufgrund hoher Fallzahlen als Risikogebiet galten. Wir wollen aber weiterhin den Eindruck einer "Gefahrenkarte" vermeiden.

Warum fehlen Angaben zu den Genesenen oder den "aktiv Infizierten"?

Das Infektionsschutzgesetz verlangt keine Meldung von genesenen Menschen. Entsprechend sind die Zahlen hierzu lediglich Schätzungen, die sich in ihrer Berechnung noch dazu zwischen Berlin und Brandenburg unterscheiden.

Als genesen gelten in Berlin [berlin.de]:

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

- hospitalisierte Fälle 7 Tage nach Entlassung; bzw. bei fehlenden Daten 28 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

In Brandenburg dagegen gelten als genesen [msgiv.brandenburg.de]:

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Meldedatum

- zu hospitalisierten Fällen fehlt eine Angabe, wie sie in die Berechnung einfließen.

Weil die Zahl der Genesenen eben nur eine Schätzung ist und noch dazu eine, die nicht einheitlich gehandhabt wird, ist auch die Berechnung der aktiv Infizierten problematisch. Man würde dafür geschätzte Genesene von den genau gezählten Infizierten abziehen.

Ferner impliziert zudem der Ausdruck "aktiv Infizierte", dass genau diese Menschen aktuell das Problem sind. Das wird aber in der Mehrheit der Fälle nicht so sein, weil es sich dabei um diagnostizierte und bereits isolierte Fälle handelt. Das Problem sind die noch nicht entdeckten Fälle. Außerdem beachtet diese Rechnung keine Zeitverzüge durch Nachmeldungen oder einem Anstau der Proben.

Daher verzichtet rbb|24 derzeit auf eine entsprechende Darstellung von Genesenen und aktiv Infizierten. Die Zahl der Neuinfzierten der letzten Woche und der Woche zuvor ist aber ein grober Richtwert für den derzeitigen Stand der Epidemie. Das ist auch medizinisch gesehen sinnvoll, da bei der Mehrheit der leicht verlaufenden Erkrankungen nach ungefähr 14 Tagen die Symptome abklingen.

Erläuterungen

Nach einer Umstellung in der Meldesoftware des Landes Berlin wurden für den 22. April zu wenig Fälle gemeldet. In der Grafik wurde das so ausgeglichen: Das Fallwachstum zwischen dem 21. und 23. April wurde auf beide Tage gleich verteilt. Das ist eine vereinfachende Annahme. Der Senat verweist nach wie vor darauf, dass die Daten aufgrund technischer Umstellungen in der Meldesoftware der Berliner Gesundheitsämter unvollständig sind.

Des Weiteren meldet Brandenburg keine Fallzahlen abends mehr. In der Berechnung der Fallzahlen am 19. April wurden daher die wahrscheinlich niedrigeren gemeldeten Infektionszahlen vom Morgen verwendet. Seitdem werden die Fallzahlen vom Morgen verwendet.

Zuletzt: Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hat am 10.07.2020 eine Datenrevision durchgeführt. Bei der Überprüfung der Zahlen wurden 33 falsch klassifizierte Fälle in den Monaten April und Mai neu bewertet und rückwirkend korrigiert. rbb|24 hat, um diese Korrektur nachzubilden, für den Zeitraum 01.04.2020 bis 03.05.2020 jeden Tag eine Neuinfektion abgezogen. Die Überlegung dahinter ist, keinen falschen aktuellen Wochentrend wiedergeben zu wollen und gleichzeitig zu verhindern, dass die bereits vollzogene Dynamik der Infektionen zum Beispiel nicht durch einen einzelnen Tag mit negativen Neuinfektionen verzerrt wird.

 

Was Sie jetzt wissen müssen

Beitrag von Haluka Maier-Borst und Jenny Gebske

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3084 Kommentare

  1. 3084.

    Kann man das mit Zahlen belegen? Oder ist das nur ein Gefühl. Gibt es die Anzahl Tests aufgeschlüsselt nach Landkreisen in Brandenburg?

  2. 3083.

    Wenn ich ihren Studien folge, irritiert mich doch diese November-Maßnahme:
    "Für Kinder bis zwölf Jahren ist weiter Training an der frischen Luft in festen Gruppen von bis zu zehn Personen möglich."
    Wenn 13jährige in der Schule keine "Überträger" sind, aber dann beim Training an frischer Luft?
    Ein Training ist wohl m.E. besser zu händeln, als unerwünschte Kontakte auf dem Schulweg bzw. Schulhof.
    Oder verstehe ich da etwas nicht?

    Diesen Beitrag von rbb24 kennen sie sicherlich schon, ansonsten bitte mal reinschauen:
    https://www.rbb24.de/politik/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/11/schulen-berlin-steigende-corona-zahlen-hybridunterricht-gew.html

  3. 3082.

    Mein Dank an alle Mitmenschen, die dazu beigetragen haben, dass wir nicht weiterhin auf rote Ampeln zurasen, bis eine Vollbremsung notwendig wäre. Hoffentlich reicht die Bremswirkung. Nur noch knapp über 200 .... Weiter so!

    Dank an alle im Voraus, die sich freiwillig impfen lassen werden, um sich und andere zu schützen.

    Zahlenspiele und Meckern nützen wahrscheinlich niemandem, außer den Schreibern gegen Langeweile.

    Hauptsache mit "AHA" und Freundlichkeit die dunkle Jahreszeit überstehen!

    LG auch an alle Andersdenkenden

  4. 3081.

    Das ist recht einfach zu erklären: wo mehr getestet wird, gibt es mehr Fälle.

    Z. B. Heime, Schulen, etc.

  5. 3080.

    Gibt es irgendeine überzeugende Erklärung für die sehr ungleiche Verteilung der Anzahl an neuen Meldungen in Brandenburg. Der Unterschied zwischen Südbrandenburg und Nordwestbrandenburg ist ja schon erheblich.
    Zu den weiter hohen neuen Meldungszahlen aus Frankfurt/Oder gibt es auch keinerlei Informationen der Stadt Frankfurt/Oder. Gibt es dazu Erkenntnisse zum Kontext?

  6. 3079.

    Ich möchte nur aufzeigen, den Diskurs und Meinungsaustausch fördern, habe Selbstundständig gerade geantwortet, wegen alter Schule usw.! Das ist die Botschaft!

  7. 3077.

    Der Artikel der Süddeutschen "Lasst die Schulen offen!" bezieht sich auf eine Studie deren Stichtag am 18.11. war und sich über das letzte halbe Jahr erstreckte.
    Die Pressemitteilung der Deutsche Akademie für Kinder - und Jugendmedizin eV - Lasst die Schulen offen! - bezieht sich auf eben diese Studie und ist vom 20.11. Aktueller geht es nicht!!
    " Bei über 32.000 Schulen in Deutschland waren Mitte November nur 106 Schulen geschlossen. Eine aktuelle Analyse des RKI zum Ausbruchsgeschehen in Deutschland attestierte den Schulen, dass sie nicht schwer betroffen sind. Trotzdem führen solche einzelnen Infektionen immer wieder zu Schließungen, Quarantäne ganzer Klassenverbände und entsprechend zu großer Verunsicherung. Allerdings ist zu beachten, dass die wenigsten Schüler in Quarantäne tatsächlich infiziert sind.".

  8. 3076.

    Selbstverständlich, bin aus der alten Schule: Glaube nie was man dir glaubhaft machen will ohne es zu überprüfen! Deswegen Diskurs und Meinungsaustausch!

  9. 3075.

    (2)... die von Ihnen verlinkten Studien dürften aus einer Zeit stammen als Kinder noch nicht betroffen waren,also bevor die Viren in Schulen und Kitas kamen.Zudem sind in der Vergangenheit ein Haufen Studien gemacht worden(z.B. Badenwürttemberstudie an Kindern,deren Zwischenergebnisse Mininsterpräsident Kretschmer als Mittel nutzte um Schulen zu öffnen) die so nicht funktionieren. Denn für viele Studien wurde symptomabhängig ausgewählt. Je älter man ist desto eher bekommt man Symptome. Infizierte Kinder fallen so unter den Tisch. Bei der Badenwürttemberstudie wurde zudem dazu aufgerufen in den Zeitugen etc. Wenn dann Eltern Symptome hatten könnte es sein dass sie sagen: wir hatten da doch sowas komisches, komm lass uns mal mitmachen. Symptomlose Kinder hatten nichts. Und da in den Haushalten nur eine Übertragungsrate von 15% ist, laut Streeks Heinsbergstudie, blieben bei der BWstudie Haushalte mit nur infizierten Kindern unberücksichtigt, mit nur infizierten Eltern überproportional.

  10. 3074.

    Epidemien verlaufen in Entwickungen. Bei Influenza läuft das so: 1. Phase: reisende Erwachsene die die Erkrankung nach Europa bringen (Kindern sind nicht betroffen). 2. Phase : Berufstätigen im Inland stecken andere Berufstätige im Inland an (Kinder nicht betroffen). 3. Phase unter den angesteckten sind auch hin und wieder Lehrer und Kitaerzieher. diese tragen jetzt die Grippe zu den Kindern (Kinder fast nie betroffen). 4.Phase: Kinder stecken Kinder an. Der R-Wert von Kindern ist fast 3mal so hoch wie der der Erwachsenen. (Kinder stark betroffen). Zu Covid-19: Hier darf man davon ausgehen dass es hier etwa genauso läuft. Im Frühjahr wurden Kitas und Schulen geschlossen (Lockdown)und erst im Sommer wieder geöffnet. Somit dürfte die 3.Phase irgendwann im Sept/Okt gestartet sein. Und jetzt gerade beginnt quasi Phase 4: Kinder stecken Kinder an. Aus Israel, USA und Frankreich gibt es eindeutige Studien dass ohne Atemhygiene (MNS, Lüften) sich SARS-CoV-2 extrem schnell verbreitet.

  11. 3073.

    Hallo,

    wir können immer nur für die gesamte Grafik entscheiden, wie viele Nachkommastellen wir den interaktiven Elementen mitgeben. Da wir für den 7-Tage-Schnitt die erste Nachkommastelle angeben wollten, ist dies auch der Fall bei den täglichen Zahlen. Sehen Sie uns das bitte nach.

    Grüße

    Haluka Maier-Borst

  12. 3072.

    Ich habe nichts behauptet und weder von Hotspots noch Superspreader-Events geschrieben!
    Ich habe meine Meinung geäußert - ist das nicht Sinn eines Blogs?
    Es gibt auch andere Studien und Berichte:
    https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/coronavirus/Zwei-Hamburger-Schulen-machen-zu-die-Ida-Ehre-Schule-auf-,idaehreschule114.html
    https://www.news4teachers.de/2020/10/breitet-sich-das-coronavirus-unentdeckt-in-schulen-aus-studie-zaehlt-sechsmal-mehr-infizierte-kinder-als-bislang-angenommen/

  13. 3071.

    Hallo, rbb-Team,
    ich hatte schon einmal angefragt und verstehe immer noch nicht,
    warum in den Grafiken der in Berlin und Brandenburg an Corona
    Gestorbenen "Neue Tote 15,0" usw. zu lesen ist. Beim 7-Tage-Schnitt
    ist die Nachkommastelle ja noch vertretbar.
    Ansonsten vielen Dank für die ausführlichen Darstellungen.

  14. 3070.

    "Es ist klar, dass der Virus nicht hinter der Schultür wartet, jedoch wenn er erstmal in der Schule ist, zieht er leider seine Kreise durch die einzelnen Klassen."
    Das ist eben nicht klar! Das können Sie nicht so einfach behaupten. Nach einer weiteren deutschen Studie gibt es bei Schulkindern keine Hinweise auf eine unentdeckte, hohe Dunkelziffer.
    "Zunehmend zeigten Daten, dass die ursprüngliche Befürchtung von Schulen als Infektions-Hotspots sich nicht erfüllt habe. Zwar gebe es Corona-Infektionen an Schulen, es komme dort "aber nur selten zur Ausbreitung auf weitere Personen. Hinweise auf Ausbrüche mit vielen nachgewiesenen sekundären Infektionsfällen (sogenannte Superspreader-Events) gibt es bisher nicht"
    https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/sars-cov-2-covid-19-dunkelziffer-schulen-kinder-corona-1.5123603
    https://www.dakj.de/pressemitteilungen/dakj-presseinformation-lasst-die-schulen-offen/

    Womöglich sind Schulen für Lehrer die Orte mit dem niedrigsten Infektionsrisiko.

  15. 3069.

    Da kann ich Ihnen nur zustimmen.
    "Man darf sie nur nicht als Projektionsfläche für die eigenen Befindlichkeiten missbrauchen."
    Kinder können sehr gut, Empfindungen ihrer Bezugspersonen lesen. Viele dieser Bezugspersonen können ihr eigenen Befindlichkeiten, Sorgen und Zukunftsängste nicht einfach ausschalten.
    Daher sehe ich es als eine große Herausforderung bei einem Spagat zwischen "alles ist gut (heile Welt)" und "pass' auf (man kann sterben)".
    Einen guten Mittelweg zu finden, müsste das Ziel sein!

    Und wenn ich dann Frau Scheeres höre: "Die Ansteckungen finden außerhalb der Schulen statt", könnte ich nur noch ...
    Was bringt diese Aussage? Und dann noch nicht einmal an den eigens entwickelten Stufenplan umsetzen!
    Es ist klar, dass der Virus nicht hinter der Schultür wartet, jedoch wenn er erstmal in der Schule ist, zieht er leider seine Kreise durch die einzelnen Klassen. (Geschwister, Klassengrößen, Toilettensituation, Personalmangel etc,)

  16. 3068.

    Man sollte nicht den Fehler machen, Kinder zu unterschätzen. Die sind oft stabiler, anpassungsfähiger und pragmatischer als ihre Eltern. Mit liebevoller und empathischer Begleitung kommen sie ganz gut durch dieses ganze Theater. Man darf sie nur nicht als Projektionsfläche für die eigenen Befindlichkeiten missbrauchen.

  17. 3067.

    Sorry, aber m.E. ist dies, auch ohne Studie, jedem klar.
    Deshalb bin und war ich auch immer dafür, die Klassen zu halbieren, um dem gesamten Schulleben mehr "gefühlte Sicherheit" zu geben.
    Nur wenn sich Lehrer und Erzieher gesichert fühlen, können sie dies auch an die Schüler weitergeben.
    Dieses ständige Hin und Her an Maßnahmen bringt alle nur in eine verworrene und unübersichtliche Lage.
    Und wenn dann noch das wichtigste - das Elternhaus - Ruhe und Besonnenheit ausstrahlt, kommen auch die Kinder zufriedener durch diese Sch...-Zeit.
    Meine Meinung!

  18. 3066.

    Quelle Web.de:
    "Kinder sind durch das Coronavirus gesundheitlich am wenigsten gefährdet. Dennoch leiden sie mit am meisten unter den Folgen der Pandemie. Denn gerade in ihrer Lebensphase sind soziale Kontakte und Routine im Alltag besonders wichtig. Die Kontaktverbote hatten – und haben – für Kinder und Jugendliche deshalb besonders gravierende Folgen.
    Dies zeigt die internationale Studie “COVID KIDS”, die von Forscherinnen und Forschern der Universitäten Tübingen und Luxemburg durchgeführt wurde. Sie macht deutlich: Seit der Pandemie geht es Kindern und Jugendlichen in Deutschland deutlich schlechter.
    Gaben für die Zeit vor der Pandemie mehr als 95 Prozent der Befragten aus Deutschland an, mit ihrem Leben zufrieden oder sehr zufrieden gewesen zu sein, so waren dies für die Zeit während der Pandemie nur noch 53 Prozent. "

  19. 3065.

    Es ist schon lange her, dass ich mit im Labor Zellkulturen gearbeitet habe.
    Deshalb habe ich im Handbuch die Definition nochmal nachgeschlagen.
    "Cytopathic effect (CPE), structural changes in a host cell resulting from viral infection. CPE occurs when the infecting virus causes lysis (dissolution) of the host cell or when the cell dies without lysis because of its inability to reproduce."

    Fazit: CPE ist das unmittelbare Ergebnis viraler Infektion. Es ist eine Bedingung sine qua non um die Zelle als infiziert bezeichnen zu können. Für Sie ist es aber offensichtlich ein Faktor, dessen Anwesenheit die methodische Glaubwürdigkeit des Nachweises in Frage stellt.
    Ich fürchte, hier trennen sich unsere Wege.

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