Corona Fallzahlen in Berlin und Brandenburg
Bild: rbb|24

Corona-Grafiken | Berliner Ampel - Das sind die aktuellen Fallzahlen in Berlin und Brandenburg

Die Kurve der bestätigten Corona-Infizierten war zwischenzeitlich deutlich abgeflacht. Doch nun steigt sie wieder - vor allem in Berlin. Was bedeutet das? Alle wichtigen Erkenntnisse in ständig aktuellen Grafiken. Von Haluka Maier-Borst, Jenny Gebske und Arne Schlüter

Aktuell

Für Berlin sehen die Zahlen wie folgt aus (Stand 28.09.2020, 19 Uhr):

- Seit Anfang der Epidemie bestätigte Coronavirus-Infektionen: 14.326
- Binnen 24 Stunden sind an Infektionen hinzugekommen: 131
- Im Krankenhaus liegen an Corona-Patienten: 80, davon werden intensivmedizinisch 24 Personen behandelt.
- Gestorben mit dem Coronavirus infizierte Menschen: 228

Für Brandenburg sehen die Zahlen wie folgt aus (Stand 28.09.2020, 11 Uhr):

- Seit Anfang der Epidemie bestätigte Coronavirus-Infektionen: 4.256
- Binnen 24 Stunden sind an Infektionen hinzugekommen: 7
- Im Krankenhaus liegen an Corona-Patienten: 6, davon wird intensivmedizinisch eine Person behandelt.
- Gestorben mit dem Coronavirus infizierte Menschen: 173

Die Grafiken im Text spiegeln den gleichen Stand wider. Teils dauert es ein wenig, bis die Änderungen nach der Aktualisierung auch angezeigt werden.

Die Ausbreitung der Corona-Epidemie hat sich im Vergleich zu März und April verlangsamt. Gleichzeitig ist aber die Zahl der Neuinfektionen höher als im Frühsommer. Die Neuinfektionen für Berlin und Brandenburg mit 7-Tage-Schnitt und die absoluten, kumulierten Fallzahlen zeigen die folgenden Grafiken.

Sollten die Grafiken nicht angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.

Aktuell bildet der Trend bei den gemeldeten Neuinfektionen den Verlauf am besten ab. Diese Zahl schwankt stark mit dem Wochenrhythmus. Deswegen wählt rbb|24 zwei Arten der Darstellung: den Vergleichstrend zwischen den vergangenen sieben Tagen und den zwischen den sieben Tagen zuvor.

Der  Vergleich wochentagsweise, zeigt, wie viele Neuinfektionen es z.B. am Montag dieser Woche gab und wie viele am Montag der vorherigen Woche.

Die Berliner Corona-Ampel

Ferner zeigen wir neu hier an dieser Stelle den Stand der Berliner Corona-Ampel.

Die Corona-Ampel ist wie folgt aufgebaut.

1. Die Reproduktionszahl R

Ist der R-Wert unterhalb 1,1 steht die Ampel auf Grün. Ist er über 1,1 und das 3 Tage in Folge, springt die Ampel auf Gelb. Bei einem R-Wert drei Tage in Folge über 1,2 steht die Ampel auf Rot.

2. Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen

Liegt die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen unter 20, ist dieser Teil der Ampel grün. Liegt diese Zahl über 20, so ist die Ampel gelb. Überschreitet die Zahl die Marke von 30, so wird hier die Ampel rot.

3. Anteil der für Covid-19-Patient*innen benötigten Plätze auf Intensivstationen

Dieser Teil der Ampel ist grün, solange der Anteil an Covid-19-Patient*innen unter 15 Prozent liegt. Steigt der Wert über 15 Prozent, ist die Ampel gelb. Ist der Anteil bei über 25 Prozent, schaltet die Ampel auf Rot.

Wichtig: Wir zeigen hier nur noch den R-Wert des Senats und verzichten auf unsere eigene R-Wert-Berechnung. Das tun wir, weil inzwischen der Senat auch die Unsicherheit des R-Werts mit angibt, was unser zentraler Kritikpunkt war und Grund für die eigene Berechnung. Den Verlauf des R-Werts für Berlin mit oberer und unterer Schätzung sehen Sie hier:

Die obere und untere Schätzung als Angaben zur Unsicherheit der Berechnung sind wichtig. Inbesondere bei schnellen Veränderungen der Fallzahlen oder niedrigen Fallzahlen kann nämlich der R-Wert stark schwanken.

Wie sieht es in meiner Stadt in meinem Landkreis aus?

Hier finden Sie die aktuelle Zahl der gemeldeten Corona-Fälle in Berlin, den Landkreisen und kreisfreien Städten in Brandenburg sowie die Zahl der an Covid-19 Verstorbenen je 100.000 Einwohner. Außerdem zeigen wir Ihnen auch die Zahl der neuen Fälle pro 100.000 Einwohnern der letzten sieben Tage. Das ist ein Kriterium für die sogenannte Corona-Notbremse. Wie sinnvoll diese bundeseinheitliche Regelung ist, können Sie hier nachlesen.

Wie hoch ist die Positivquote bei den Tests?

Im Kontext der Fallzahlen muss auch die Quote der positiven Tests beachtet werden. Je niedriger die Positivquote liegt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die meisten Fälle entdeckt und nachverfolgt werden können.

Wie viele der Fälle sind im Krankenhaus?

Hier finden Sie die Zahl der Covid-19 Erkrankten in Krankenhäusern in Berlin und Brandenburg. Aufgeführt ist auch, wie viele intensivmedizinisch behandelt, also etwa beatmet werden.

Wie viele Alte und wie viele Junge sind betroffen?

Der Berliner Senat und das Robert-Koch-Institut geben an, wie viele gemeldete Infizierte in welchem Alter sind. Dabei zeigt sich, dass die meisten Betroffenen jünger als 60 Jahre sind. (Daten für das Land Brandenburg liegen rbb|24 nicht vor).

Warum wählt rbb|24 einen 7-Tage-Trend?

Die Meldungen zu den täglichen Neuinfektionen unterliegen vielen Schwankungen. Der 7-Tage-Trend soll diese abfangen. Gleichzeitig birgt der 7-Tage-Trend aber die Gefahr, dass aktuelle Veränderungen sich zu langsam abbilden. Darum zeigt rbb|24 auch den Einzeltrend für jeden Tag, aber im Verhältnis zum selben Wochentag eine Woche früher.

Wann ist der Trend steigend, sinkend oder gleichbleibend?

- Sinkend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent weniger Neuinfektionen gemeldet werden.

- Steigend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent mehr Neuinfektionen gemeldet werden.

- Gleichbleibend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche der Unterschied unterhalb von zehn Prozent mehr oder weniger liegt. Gleichbleibend ist der Trend zudem, wenn der Unterschied zwar prozentual größer ist, aber die absolute Differenz weniger als fünf gemeldete Neuinfektionen beträgt. Damit wird bei niedrigen Fallzahlen der Einfluss von Schwankungen reduziert.

Warum zeigt rbb|24 keine Berechnung der Verdopplungszeit mehr?

Das Modell für eine Verdopplungszeit geht davon aus, dass nach X Tagen doppelt so viele, nach weiteren X Tagen vier Mal so viele Menschen infiziert sind. Diese Zahlen sind interessant, wenn sie exponentiell steigen. Inzwischen ist die Infektionsdynamik aber eine andere, die Verdopplungszeit hat damit keine wirkliche Aussagekraft mehr. Entsprechend haben wir uns entschieden, diese Grafik nicht mehr fortzuführen.

Wieso zeigt rbb|24 keine Karte und auch keine Aufschlüsselung nach Berliner Bezirken?

rbb|24 verzichtet auch auf eine Darstellung der gemeldeten Fallzahlen oder Fallzahlen pro Einwohner auf Karten, denn laut laut Robert-Koch-Institut [rki.de] gilt: "Die Meldung hat an das Gesundheitsamt zu erfolgen, in dessen Bezirk sich die betroffene Person derzeitig aufhält oder zuletzt aufhielt." Wenn sich also jemand infiziert und testen lässt, ist in der Regel das Gesundheitsamt seines Wohnorts zuständig. Das muss aber nicht der Ort sein, an dem er potenziell am meisten andere Menschen angesteckt haben könnte.

Über die Hälfte der Brandenburger pendelt, auch viele Berliner arbeiten außerhalb von Berlin und noch mehr bewegen sich zwischen den Bezirken. Sie könnten also an einem Arbeitsplatz in einem anderen Landkreis oder Bezirk wesentlich mehr Menschen angesteckt haben als am Wohnort.

Warum fehlen Angaben zu den Genesenen oder den "aktiv Infizierten"?

Das Infektionsschutzgesetz verlangt keine Meldung von genesenen Menschen. Entsprechend sind die Zahlen hierzu lediglich Schätzungen, die sich in ihrer Berechnung noch dazu zwischen Berlin und Brandenburg unterscheiden.

Als genesen gelten in Berlin [berlin.de]:

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

- hospitalisierte Fälle 7 Tage nach Entlassung; bzw. bei fehlenden Daten 28 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

In Brandenburg dagegen gelten als genesen [msgiv.brandenburg.de]

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Meldedatum

- zu hospitalisierten Fällen fehlt eine Angabe, wie sie in die Berechnung einfließen.

Weil die Zahl der Genesenen eben nur eine Schätzung ist und noch dazu eine, die nicht einheitlich gehandhabt wird, ist auch die Berechnung der aktiv Infizierten problematisch. Man würde dafür geschätzte Genesene von den genau gezählten Infizierten abziehen.

Ferner impliziert zudem der Ausdruck "aktiv Infizierte", dass genau diese Menschen das Problem sind. Das wird aber in der Mehrheit der Fälle nicht so sein, weil es sich dabei um diagnostizierte und bereits isolierte Fälle handelt. Das Problem sind die noch nicht entdeckten Fälle.

Daher verzichtet rbb|24 derzeit auf eine entsprechende Darstellung von Genesenen und aktiv Infizierten. Die Zahl der Neuinfzierten der letzten Woche und der Woche zuvor ist aber ein grober Richtwert für den derzeitigen Stand der Epidemie. Das ist auch medizinisch gesehen sinnvoll, da bei der Mehrheit der leicht verlaufenden Erkrankungen nach ungefähr 14 Tagen die Symptome abklingen.

Erläuterungen

Nach einer Umstellung in der Meldesoftware des Landes Berlin wurden für den 22. April zu wenig Fälle gemeldet. In der Grafik wurde das so ausgeglichen: Das Fallwachstum zwischen dem 21. und 23. April wurde auf beide Tage gleich verteilt. Das ist eine vereinfachende Annahme. Der Senat verweist nach wie vor darauf, dass die Daten aufgrund technischer Umstellungen in der Meldesoftware der Berliner Gesundheitsämter unvollständig sind.

Des Weiteren meldet Brandenburg keine Fallzahlen abends mehr. In der Berechnung der Fallzahlen am 19. April wurden daher die wahrscheinlich niedrigeren gemeldeten Infektionszahlen vom Morgen verwendet. Seitdem werden die Fallzahlen vom Morgen verwendet.

Zuletzt: Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hat am 10.07.2020 eine Datenrevision durchgeführt. Bei der Überprüfung der Zahlen wurden 33 falsch klassifizierte Fälle in den Monaten April und Mai neu bewertet und rückwirkend korrigiert. rbb|24 hat, um diese Korrektur nachzubilden, für den Zeitraum 01.04.2020 bis 03.05.2020 jeden Tag eine Neuinfektion abgezogen. Die Überlegung dahinter ist, keinen falschen aktuellen Wochentrend wiedergeben zu wollen und gleichzeitig zu verhindern, dass die bereits vollzogene Dynamik der Infektionen zum Beispiel nicht durch einen einzelnen Tag mit negativen Neuinfektionen verzerrt wird.

 

Was Sie jetzt wissen müssen

Beitrag von Haluka Maier-Borst und Jenny Gebske

Kommentar

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1759 Kommentare

  1. 1758.

    Danke! Genauso ist es! Diese Panikmacherei ist furchtbar! Niemand hinterfragt, nicht zu glauben wie sich die Menschen täuschen lassen, hier wird gegen die Wissenschaft gearbeitet und mehr Schaden angerichtet als es Corona je schaffen wird!
    Mal goggeln was ist eine Panemie?

  2. 1757.

    Ist ja 'ne tolle Idee!
    Dann kommen alle zu Ihnen feiern - ohne Maßnahmen.
    Viel Spaß und bleiben Sie gesund

    Die Bezirke mit Fallzahlen kann man bei berlin.de einsehen.

  3. 1756.

    Jahrzehntelang musste ich an der Arbeit Maske, Haube, Handschuhe und teilweise Schutzkleidung tragen, auch im Hochsommer bei 26°C. Wohlgemerkt, darin arbeiten und meist stehend. Ich weiss nicht, was das Gejammere wegen der Maskenpflicht soll; so müssten ja ganze Berufsgruppen nach kurzer Zeit berufsunfähig werden und Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen können :(

  4. 1755.

    Man kann doch Berlin nicht alles insgesamt über einen Kamm schweren. Ich wüßte gern Mal, wie es in den einzelnen Bezirken und Ortsteilen mit Corona aussieht. Ich denke Mal, in denen Ortsteilen Gen 0 und völlig anders als Mitte, also warum ganz Berlin mit Auflagen bestrafen, dann doch nur die Feiernden und Demonstranten

  5. 1753.

    Sicher gibt es auch solche Beispiele,das habe ich in meinem letzten Satz ja schon angedeutet. Allerdings bezweifle ich,dass diese in der Mehrheit sind. Die vielen Masken unter der Nase,die ich sehe,bestätigen das.

    Ich persönlich finde es gut,dass Leute sich beschweren und nicht alles hinnehmen. Geradezu beruhigend,dass Leute noch nachdenken.

  6. 1752.

    Ich weiß nicht, ob Sie schon mal einen Gottesdienst besucht haben. Mit den von Ihnen erwähnten Veranstaltungen - in Bars, bei feucht-fröhlichen Feiern oder in Fußballstadien - sind Gottesdienste sicher nicht zu vergleichen.

  7. 1751.

    Ob das Maskentragen in der Öffentlichkeit zur Eindämmung der Pandemie überhaupt nur ein bisschen beitragen kann, ist nur eine vage Vermutung und für mich nicht sehr plausibel.... Seit Beginn der Pandemie sind die bekannten Übertragungswege überall da, wo in schlecht gelüfteten, womöglich überheizten Innenräumen viel gesprochen, gegrölt, gesungen oder gebetet wird. Meistens minuten- bis stundenlange sogenannte Face–to-Face-Kontakte in Bars, bei Feiern oder gemütlichem Beisammensein in privatem Umkreis. Auch Gottesdienst- und Stadion-Gesänge wo Unmengen an Aerosolen freigesetzt werden und sich über Stunden in der Luft halten können sind potenziell gefährlich. Beim Einkaufen oder in Bus und Bahn mit relativ kurzen Kontakten und mit meist schweigenden Menschen ist die Gefahr im Vergleich eher gering. Die Maske hilft aber kaum, da lnfektiöse ihre ansteckenden Aerosole auch an der Maske vorbei und hindurch husten können.

  8. 1750.

    Gestern war ich 30 Minuten mit der BVG unterwegs:
    Am Bahnsteig: ein Mann barfuss und sehr unsauber kommt auf mich zu, kommt mir viel zu nah. Ich sage ihm er soll mich in Ruhe lassen. Er: man ey man muss nur auf Gott vertrauen!
    Ein junger Mann ohne Maske wird von einem älteren Herrn angesprochen, seine Maske aufzusetzen. Er: is doch meine Sache! Ich mach was ich will.
    In der Bahn:
    Eine Omi kommt rein mit Maske, setzt sich hin nimmt die Maske ab und fängt an zu essen.
    Im Bus: Drei junge Männer tragen die Maske als Rotzlätzchen unter der Nase. 4Junge Frauen steigen ein, Tragen die Maske auch unter der Nase und reden und lachen laut.
    Zwei Omis das gleiche.
    Eine weitere Omi steigt ohne Maske ein. Ich sage höflich: sind sie bitte so freundlich und setzen ihre Maske auf?
    Sie blubbert: son Quatsch alles!
    Fazit:
    13 Menschen in 30 Minuten, denen andere total egal sind.
    SO WIRD DAS WOHL NICHTS MIT einem ENDE DER PANDEMIE LEUTE!

  9. 1749.

    Da sind sie falsch informiert. Ich wohne auch am Stadtrand und hier halten sich wenige an die Regeln. Das fällt insbesondere in den Lokalen/ Restaurants auf. Dort wird gefeiert und das ohne Abstand...

  10. 1748.

    "Wir wohnen am Stadtrand, hier halten sich alle an alle Auflagen ".
    Woher wollen Sie das wissen?
    Glauben Sie wirklich, dass in den Parks von Neukölln und Kreuzhein die Leute aus dem Kiez Partys feiern?

  11. 1747.

    Wennn jetzt wieder Beschränkungen kommen, dann bitte Mal nach Bezirken und Ortsteilen unterscheiden. Wir wohnen am Stadtrand, hier halten sich alle an alle Auflagen und leider wird nie gesagt, wie hier die Infektionen sind, aber ich denke, sehr niedrig

  12. 1746.

    Ganz ehrlich...ich habe mich letztens mit einer Servicekraft unterhalten...sie hat keine Probleme damit eine Maske zu tragen. Sie hat mir erläutert das sie es furchtbar findet wie die Kunden sich teilweise benehmen: Kunden beschweren sich über das Maske tragen wenn sie zur Toilette gehen,sie beschweren sich einen kleinen Zettel auszufüllen der eigentlich zu ihrem Schutz gehört. Solche Probleme, mit solchen verständnislosen Kunden müssen sich Servicekräfte und Kassierer tagtäglich rumschlagen. Das Maske tragen ist kein Problem.... machen sie sich mal darüber Gedanken

  13. 1744.

    Der Satz in den Anführungszeichen war eine Antwort bzw. Frage an "Andreas" mit diesem Kommentar:
    "Hm es soll Masken geben die sie persönlich gegen eine Infektion schützen, damit wären sie nicht auf die Mithilfe ider Bevölkerung angewiesen ihrem schutzbedürftig nachzukommen."
    Ich fand und finde es selbstverständlich Mitmenschen mit meinen Möglichkeiten zu schützen, dazu gehört auch das Tragen einer Maske. Ich habe - leider - genug Erfahrung mit den von Ihnen genannten Erkrankungen.
    Ich akzeptiere auch die AHA-Regeln als Eingriff in die Grundrechte, in der Hoffnung, dass Maßnahmen wieder gelockert werden können, Branchen nicht um ihre Existenz fürchten müssen, Krankenhäuser nicht wieder "normale" OPs verschieben müssen usw., usw., usw.

  14. 1743.

    "Wenn ich Sie richtig verstehe, sollen alle Masken tragen, die zur Risikogruppe gehören bzw. sich und seine Mitmenschen schützen wollen"

    Lieber Herr/Frau Jasa,

    diese Problematik ist keineswegs so einfach wie Sie meinen bzw. andere glauben lassen wollen.
    Wenn ich Sie richtig verstehe, halten Sie es für pragmatisch und vernünftig dass Riskogruppen von der Allgemeinheit geschützt werden, die dann ihrerseits gewisse Einschränkungen akzeptiert.

    Darf ich fragen seit wann Sie diese Ansicht vertreten? Oder anders: waren Sie schon in der Vergangenheit dafür? Es gibt viele Menschen, die über ein geschwächtes Immunsystem verfügen, es würde Sie wundern wie viele es sind. Alle diejenigen, die Immunsuppresiva wegen einer Autoimmunerkrankung nehmen, alle Krebspatienten, deren Immunsystem durch Zytostatika oder Bestrahlung für Monate geschädigt ist, alle Leukemiäpatienten nach Knochenmarktransplantation. Wir reden über Tausende von Menschen für die "normale" Keime tödlich sein können..

  15. 1742.

    Es reicht ja schon mit dem ÖPNV täglich unterwegs zu sein,um auf diese Zeit zu kommen.
    Mir tun die Angestellten leid,die während ihrer gesamten Arbeitszeit das Ding tragen müssen. Als ob von einer Servicekraft oder einem Kassierer irgendeine Gefahr ausgehen würde.. Die Kontakte sind viel zu kurz,der Abstand zu groß. Wenn ich dagegen die vollen Bahnen sehe,weiß ich,dass es schon lange nicht mehr um Logik geht..

    @jasa
    Wer die Maskenpflicht nicht als Eingriff in seine Grundrechte sieht,hält offenbar nicht viel von denen. Es ist etwas anderes,inwieweit man diesen Eingriff akzeptiert. Das reicht von 'gar nicht' bis 'vollkommen'.

  16. 1741.

    Ich habe ca. 2-3 Stunden MNS täglich bewußt angeführt (Arbeitsweg mit öffentlichen Verkehrsmittel, am Arbeitsplatz, Einkaufen etc.)
    Schön für Sie, wenn Sie sie täglich nur ca. eine halbe Stunde tragen müssen.
    Daher verstehe ich noch weniger, dass sie auf meinen Kommentar an "Andreas", der das Maskentragen als Eingriff in seine Grundrechte versteht, so kommentieren.
    Ich möchte Sie doch bitten, mich selbst die "Länge" meines Kommentars entscheiden zu lassen.

  17. 1740.

    Es wird hier zu oft mit unpassenden Kategorien gearbeitet. Zum Beispiel "Intelligenz" und "Egoismus".
    Wer mit "Egoismus" argumentiert, merkt nicht, dass man den Spieß auch umdrehen kann. "Egoistisch" kann man auch denjenigen nennen, der auf ein Recht auf Nicht-Ansteckung pocht und deshalb damit einverstanden ist, seinetwegen sehr vielen anderen den Broterwerb, Bewegungsfreiheit, das Recht auf Bildung, das Recht auf freie Atmung und Lächeln etc. wegzunehmen.
    Die übermäßige Intelligenz wiederum, die durch die List der Vernunft das Virus auzurotten versucht, verschlimmert nur das Problem. Etwa durch zu spitzfindige PCR-Tests: Gesunde Mitbürger werden massenhaft zu Unrecht zum Ansteckungsrisiko erklärt. Weder mehr Intelligenz noch Nicht-Egoismus helfen uns weiter. Es kommt auf anderes an.

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