Corona-Grafiken | Berliner Ampel - Das sind die aktuellen Fallzahlen in Berlin und Brandenburg

Grafik-Collage: Corona-Neuinfektionen in Berlin seit März 2020. Oben links: Corona-Neuinfektionen in Brandenburg seit März 2020. (Quelle: rbb24/datawrapper)
Bild: rbb24/datawrapper

Die Corona-Pandemie in Berlin und Brandenburg: Wie viele Neuinfizierte gibt es? Wie hoch ist die Sieben-Tage-Inzidenz? Und wie viele Menschen sind geimpft? Alle wichtigen Erkenntnisse in ständig aktualisierten Grafiken. Von Haluka Maier-Borst, Jenny Gebske und Arne Schlüter

Aktuell

Das RKI meldet als aktuelle Inzidenzen (Stand: 14.06.2021, 00:00 Uhr):

- Berlin: 15,4
- Brandenburg: 6,6

Für Berlin sehen die weiteren Zahlen laut Senat wie folgt aus (Stand: 14.06.2021, 10:00 Uhr):

- Binnen 24 Stunden sind an Infektionen hinzugekommen: 6
- Corona-Patienten, die im Krankenhaus liegen: 159, davon werden intensivmedizinisch 87 Personen behandelt und hiervon wiederum 56 beatmet.
- Mit dem Coronavirus infizierte gestorbene Menschen: 3.517 (+-0)

Für Brandenburg sehen die Zahlen gemäß Ministerium wie folgt aus (Stand: 14.06.2021, 10:00 Uhr):

- Binnen 24 Stunden sind an Infektionen hinzugekommen: 13
- Corona-Patienten, die im Krankenhaus liegen: 48, davon werden 19 Personen intensivmedizinisch behandelt und hiervon wiederum 16 beatmet*
- Mit dem Coronavirus infizierte gestorbene Menschen: 3.756 (+1)

*An Wochenenden und Feiertagen meldet Brandenburg keine Zahlen für die Belegung der Krankenhäuser. Wir führen deshalb an diesen Tagen den bestehenden Stand fort.

Datenkorrekturen bei Gesundheitsämtern in Berlin und Brandenburg führen an manchen Tagen zu negativen Neuinfektionszahlen. Damit diese Korrekturen die Trendanalysen nicht vezerren, behält sich rbb|24 vor, die Differenzen über mehrere Tage zu verteilen. Entsprechend weichen die hier dargestellten Zahlen mitunter von offiziellen Tagesberichten ab.

Die Grafiken im Text spiegeln den gleichen Stand wider. Teils dauert es ein wenig, bis die Änderungen nach der Aktualisierung auch angezeigt werden.

Die Neuinfektionen für Berlin und Brandenburg mit 7-Tage-Schnitt und die kumulierten Fallzahlen zeigen die folgenden Grafiken. Sie können dabei für die Neuinfektionen den Zeitraum auswählen: seit Anfang der Pandemie im März - oder ab 1. September, dem Zeitpunkt als ungefähr die zweite Phase begann. Das können Sie auch für alle weiteren Grafiken mit täglichen Updates.

Sollten die Grafiken nicht angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.

Wo ist die 7-Tage-Inzidenz wie hoch?

Hier finden Sie die aktuelle Zahl der gemeldeten Corona-Fälle in Berlin und seinen Bezirken, in Brandenburg, den Landkreisen und kreisfreien Städten sowie die Zahl der an Covid-19 Verstorbenen. Außerdem die Zahl der neuen Fälle pro 100.000 Einwohnern der letzten sieben Tage, wobei wir hier uns auf die RKI-Zahlen beziehen und nicht die Landeszahlen. Diese 7-Tage-Inzidenz ist ein Kriterium für die sogenannte Corona-Notbremse.

Zu beachten ist hierbei, dass es nicht nur um die Fälle geht, die binnen der letzten sieben Tage berichtet wurden, aber auch in den Meldezeitraum fallen. Was das genau bedeutet, haben wir hier erklärt.

Wie viele Menschen sind inzwischen geimpft

Hier finden Sie aktuelle Angaben zur Zahl der in den vergangenen 24 Stunden geimpften Menschen und welcher Anteil der Bevölkerung inzwischen mindestens eine Impfdosis erhalten hat.

Aktuell bildet der Trend bei den gemeldeten Neuinfektionen den Verlauf am besten ab. Diese Zahl schwankt stark mit dem Wochenrhythmus. Deswegen wählt rbb|24 eine eigene Art der Darstellung: den Vergleichstrend zwischen den vergangenen sieben Tagen und den zwischen den sieben Tagen zuvor.

Die Berliner Ampel

Für die Berliner Ampel gilt die simple Formel: Zwei Mal Gelb bedeutet für den Senat Redebedarf. Zwei Mal Rot heißt Handlungsbedarf. Allerdings sind die Werte, die der Senat für seine Ampel angibt, nicht immer deckungsgleich mit den Werten anderer Stellen. So benutzt der Senat für die Bettenauslastung das INEVA-Register, bundesweit gilt aber das Divi-Register als Maßstab. Wir geben hier beide Werte an, wobei der Wert des Senats die Ampelfarbe bestimmt.

Die Corona-Ampel ist wie folgt aufgebaut:

1. Die Reproduktionszahl R

Ist der R-Wert unterhalb 1,1 steht die Ampel auf Grün. Ist er über 1,1 und das 3 Tage in Folge, springt die Ampel auf Gelb. Bei einem R-Wert drei Tage in Folge über 1,2 steht die Ampel auf Rot.

2. Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen

Liegt die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen unter 20, ist dieser Teil der Ampel grün. Liegt diese Zahl über 20, so ist die Ampel gelb. Überschreitet die Zahl die Marke von 30, so wird hier die Ampel rot.

3. Anteil der für Covid-19-Patient*innen benötigten Plätze auf Intensivstationen

Dieser Teil der Ampel ist grün, solange der Anteil an Covid-19-Patient*innen laut Senat unter 15 Prozent liegt. Steigt der Wert über 15 Prozent, ist die Ampel gelb. Ist der Anteil bei über 25 Prozent, schaltet die Ampel auf Rot.

Wichtig: Die gezeigte Ampel für die Intensivbetten zeigt sowohl die Daten des Senats als auch die Daten des Intensivregisters, Divi. Diese beiden Angaben können minimal von einander abweichen. Die Farbgebung richtet sich nach dem Wert des Senats. Weiter unten erklären wir, wieso wir dennoch auch die Angabe des Divi-Registers zeigen.

Außerdem zeigen wir hier nur noch den R-Wert des Senats und verzichten auf unsere eigene R-Wert-Berechnung. Das tun wir, weil inzwischen der Senat auch die Unsicherheit des R-Werts mit angibt, was unser zentraler Kritikpunkt war und Grund für die eigene Berechnung. Den Verlauf des R-Werts für Berlin mit oberer und unterer Schätzung sehen Sie hier:

Die obere und untere Schätzung als Angaben zur Unsicherheit der Berechnung sind wichtig. Inbesondere bei schnellen Veränderungen der Fallzahlen oder niedrigen Fallzahlen kann nämlich der R-Wert stark schwanken.

Wie viele der Fälle sind im Krankenhaus?

Hier finden Sie die Zahl der Covid-19 Erkrankten in Krankenhäusern in Berlin und Brandenburg. Aufgeführt ist auch, wie viele intensivmedizinisch behandelt, beziehungsweise beatmet werden.

Die Zahlen für die Krankenhauspatienten und die Intensivpatienten hier stammen vom Senat beziehungsweise vom Ministerium für Gesundheit und nicht vom Divi-Register. Für die Auslastung der Intensivstationen in ganz Berlin und Brandenburg hingegen nutzen wir die Divi-Daten. Wieso erklären wir weiter unten.

Wie ist die Lage auf den Intensivstationen?

Wir listen hier für Berlin und Brandenburg auf, welcher Anteil an Intensivbetten durch Covid-19-Patieten belegt ist – und wie viele Intensivbetten noch frei sind.

Wie viele Menschen versterben mit Covid-19?

Hier finden Sie die Zahl der mit Covid-19-Befund verstorbenen Menschen in Berlin und Brandenburg. Auch hier zeigen wir den 7-Tage-Durchschnitt.

Zu beachten ist, dass die Totenzahlen den Infektionszahlen in etwa zwei bis vier Wochen hinterher laufen. Außerdem wichtig: Mehrere Untersuchungen zeigen, dass die meisten Menschen, die mit Corona sterben, auch tatsächlich an Corona sterben [mehr Informationen: PDF von pathologie.de]

Welche Altersgruppe ist wie stark betroffen?

Der Berliner Senat und das Robert-Koch-Institut geben an, wie viele gemeldete Infizierte in welchem Alter sind. Dabei zeigt sich, dass die meisten Betroffenen jünger als 60 Jahre sind. Daten für das Land Brandenburg in ähnlicher Detailtiefe liegen rbb|24 nicht vor.

Ferner hat sich die Altersverteilung unter den Infizierten seit dem Frühjahr so verändert.

Die folgenden Grafiken zeigen, ergänzend zu den Zahlen der Neuinfektionen oben im Beitrag, den Vergleich der Neuinfektionen wochentagsweise. Sie zeigen, wie viele Neuinfektionen es zum Beispeil am Montag dieser Woche gab und wie viele am Montag der vorherigen Woche. In dieser Grafik sind Trendwenden mitunter schon vorab zu erkennen.

Im Kontext der Fallzahlen muss auch die Quote der positiven Tests beachtet werden. Je niedriger die Positivquote liegt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die meisten Fälle entdeckt und nachverfolgt werden können. Die Nachverfolgung ist personell aufwändig; ist die Positivquote hoch, können überlastete Gesundheitsämter mögliche infizierte Kontaktpersonen teilweise nicht mehr ermitteln.

Benutzt rbb|24 überall nur die Daten von Senat, Gesundheitsministerium und RKI?

Mehrfach gab es Änderungen bei der Teststrategie und Revisionen der Datenstände. rbb|24 versucht diese Veränderungen, abzufangen. Zum Beispiel haben wir Differenzen an Fallmeldungen auf mehrere Tage verteilt und nicht nur auf den einen Tag der Korrekturmeldung. Trotzdem weisen wir darauf hin, dass in der Regel der beste Indikator für die aktuelle Lage die Wochenvergleiche sind. Vergleiche über längere Zeiträume sind dagegen schwierig.

Warum wählt rbb|24 einen 7-Tage-Trend?

Die Meldungen zu den täglichen Neuinfektionen unterliegen vielen Schwankungen. Der 7-Tage-Trend soll diese abfangen. Gleichzeitig birgt der 7-Tage-Trend aber die Gefahr, dass aktuelle Veränderungen sich zu langsam abbilden. Darum zeigt rbb|24 auch den Einzeltrend für jeden Tag, aber im Verhältnis zum selben Wochentag eine Woche früher.

Wann ist der Trend steigend, sinkend oder gleichbleibend?

Sinkend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent weniger Neuinfektionen gemeldet werden.

Steigend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent mehr Neuinfektionen gemeldet werden.

Gleichbleibend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche der Unterschied unterhalb von zehn Prozent mehr oder weniger liegt. Gleichbleibend ist der Trend zudem, wenn der Unterschied zwar prozentual größer ist, aber die absolute Differenz weniger als fünf gemeldete Neuinfektionen beträgt. Damit wird bei niedrigen Fallzahlen der Einfluss von Schwankungen reduziert.

Wieso passen die Inzidenz-Zahlen und Trends bei rbb|24 nicht zu denen von Berliner Senat, Brandenburger Regierung oder RKI?

rbb|24 übernimmt die 7-Tage-Inzidenz-Zahlen vom Berliner Senat und vom Brandenburger Ministerium für Gesundheit. Der Berliner Senat rechnet seine 7-Tage-Inzidenz allerdings immer basierend auf dem Datenstand vom Vortag [berlin.de]. Das kann dazu führen, dass an einzelnen Tagen die absoluten Zahlen im Wochentagsvergleich zurückgehen und dennoch die Inzidenz steigt. Ebenfalls erklärt das, wieso der 7-Tage-Trend bei rbb|24 von dem des Senats mitunter abweicht. rbb|24 rechnet den 7-Tage-Trend nämlich basierend auf den neuesten absoluten Zahlen.

Ferner gibt es mitunter teils erhebliche Unterschiede zwischen der 7-Tage-Inzidenz, die das RKI angibt, und derjenigen, die die Bundesländer vermelden. Grund dafür ist, dass positive Testergebnisse erst mit Zeitverzögerung bei den Landesbehörden und dem RKI bekannt werden. Wenn zum Beispiel an einem Tag ein Fall am Nachmittag gemeldet wird, aber erst am nächsten Morgen weiter übermittelt wird, kann dieser Fall in Daten zum aktuellen Tag nicht auftauchen.

Der Berliner Senat versucht dies auszugleichen, indem er, wie gesagt, seine Inzidenzberechnung mit einem Tag Zeitverzug macht. Sprich der aktuelle Inzidenzwert basiert auf Fällen, die bis gestern gemeldet und bis heute übermittelt wurden. Dadurch ist dieser Inzidenzwert zwar leicht veraltet, basiert aber auf vollständigeren Daten. Das RKI dagegen rechnet auch den heutigen Meldetag voll ein. Das führt, vereinfacht gesagt, zu einer Art 6,5-Tage-Inzidenz, da die Fälle fehlen, die spät am Nachmittag gemeldet, aber noch nicht weiter übermittelt wurden. Wieso das problematisch ist, hat der Datenjournalist und Programmierer Sebastian Vollnhals hier erklärt [twitter.com].

Wieso wählt rbb|24 zwei unterschiedliche Quellen für die Daten zu Krankenhaus- und Intensivbetten?

Für die Berliner Corona-Ampel nutzt rbb|24 sowohl die Angaben des Senats als auch das Divi-Intensivregister, für das eine bundesweite Meldepflicht gilt. Der Senat bezieht sich bei seinen Zahlen auf das Ineva-Register mit Datenstand vom Vortag 13 Uhr. Die Angaben des Divi werden jeweils jeden Tag um 15 Uhr aktualisiert. Um also aktueller und umfassender bei den intensivmedizinischen Daten zu sein, zeigen wir auch die Zahlen des Divi.

Dennoch nutzen wir bei der Grafik für die Krankenhauspatienten die Senatszahlen bzw. die Zahlen des Ministerium für Gesundheit in Brandenburg. Der Grund hierfür ist, dass das Divi-Register nur Auskunft über die Intensivplätze gibt. Um auch Daten zu "normalen" Covid-19-Klinikpatienten geben zu können, stützen wir uns darum auf diese beiden Quellen - auch wenn sie weniger aktuell sind.

Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen der Grafik für Berlin und der Grafik für Brandenburg. Während wir in Berlin die Intensivpatienten des Senats einzeichnen, sind es in Brandenburg die beatmungspflichtigen Intensivpatienten. Der Hintergrund ist, dass lange Brandenburg nur die beatmungspflichtigen Patienten angab, Berlin lange nur die Intensivpatienten allgemein. Um die Datenlage seit Anfang der Pandemie gleich zu halten, führen wir weiterhin diese leicht unterschiedlichen Metriken fort.

Warum zeigt rbb|24 keine Berechnung der Verdopplungszeit mehr?

Das Modell für eine Verdopplungszeit geht davon aus, dass nach x Tagen doppelt so viele, nach weiteren x Tagen vier Mal so viele Menschen infiziert sind. Diese Zahlen sind interessant, wenn sie exponentiell steigen. Inzwischen ist die Infektionsdynamik aber eine andere, die Verdopplungszeit hat damit keine wirkliche Aussagekraft mehr. Entsprechend haben wir uns entschieden, diese Grafik nicht mehr fortzuführen.

Wieso zeigt rbb|24 keine Karte?

rbb|24 verzichtet auch auf eine Darstellung der gemeldeten Fallzahlen oder Fallzahlen pro Einwohner auf Karten, denn laut Robert-Koch-Institut [rki.de] gilt: "Die Meldung hat an das Gesundheitsamt zu erfolgen, in dessen Bezirk sich die betroffene Person derzeitig aufhält oder zuletzt aufhielt." Wenn sich also jemand infiziert und testen lässt, ist in der Regel das Gesundheitsamt seines Wohnorts zuständig. Das muss aber nicht der Ort sein, an dem er potenziell am meisten andere Menschen angesteckt haben könnte.

Über die Hälfte der Brandenburger pendelt, auch viele Berliner arbeiten außerhalb von Berlin und noch mehr bewegen sich zwischen den Bezirken. Sie könnten also an einem Arbeitsplatz in einem anderen Landkreis oder Bezirk wesentlich mehr Menschen angesteckt haben als am Wohnort. Trotzdem zeigen wir inzwischen neben den weiträumigeren Brandenburger Landkreisen auch für die Berliner Bezirke eine Tabelle. Der Grund ist, dass zeitweilig nur einzelne Bezirke aufgrund hoher Fallzahlen als Risikogebiet galten. Wir wollen aber weiterhin den Eindruck einer "Gefahrenkarte" vermeiden.

Warum fehlen Angaben zu den Genesenen oder den "aktiv Infizierten"?

Das Infektionsschutzgesetz verlangt keine Meldung von genesenen Menschen. Entsprechend sind die Zahlen hierzu lediglich Schätzungen, die sich in ihrer Berechnung noch dazu zwischen Berlin und Brandenburg unterscheiden.

Als genesen gelten in Berlin [berlin.de]:

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

- hospitalisierte Fälle 7 Tage nach Entlassung; bzw. bei fehlenden Daten 28 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

In Brandenburg dagegen gelten als genesen [msgiv.brandenburg.de]:

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Meldedatum

- zu hospitalisierten Fällen fehlt eine Angabe, wie sie in die Berechnung einfließen.

Weil die Zahl der Genesenen eben nur eine Schätzung ist und noch dazu eine, die nicht einheitlich gehandhabt wird, ist auch die Berechnung der aktiv Infizierten problematisch. Man würde dafür geschätzte Genesene von den genau gezählten Infizierten abziehen.

Ferner impliziert zudem der Ausdruck "aktiv Infizierte", dass genau diese Menschen aktuell das Problem sind. Das wird aber in der Mehrheit der Fälle nicht so sein, weil es sich dabei um diagnostizierte und bereits isolierte Fälle handelt. Das Problem sind die noch nicht entdeckten Fälle. Außerdem beachtet diese Rechnung keine Zeitverzüge durch Nachmeldungen oder einem Anstau der Proben.

Daher verzichtet rbb|24 derzeit auf eine entsprechende Darstellung von Genesenen und aktiv Infizierten. Die Zahl der Neuinfzierten der letzten Woche und der Woche zuvor ist aber ein grober Richtwert für den derzeitigen Stand der Epidemie. Das ist auch medizinisch gesehen sinnvoll, da bei der Mehrheit der leicht verlaufenden Erkrankungen nach ungefähr 14 Tagen die Symptome abklingen.

Was Sie jetzt wissen müssen

Beitrag von Haluka Maier-Borst und Jenny Gebske

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7403 Kommentare

  1. 7403.

    Das mag vielleicht für die RKI Positivquoten von Berlin gelten, aber nicht für den Rest, 10 Minuten recherchiert mit folgenden Ergebnissen:

    Positivquote für Gesamtdeutschland lt RKI
    Wo 19: 8,2%
    Wo 20: 5,8%
    Wo 21: 4,1%
    Wo 22: 3,1%

    und für Berlin lt Senat
    Wo 19: 7,2%
    Wo 20: 5,5%
    Wo 21: 3,4%
    Wo 22: 2,7%
    Und das ohne Presseanfrage und Taschenrechner.

  2. 7402.

    Liebe Connifee,

    lesen Sie doch bitte mal die Fußnote, die da seit Monaten steht.

    "*Angabe des ARS-RKI zur Repräsentativität: Tendenziell sind Krankenhauslabore gegenüber den niedergelassenen Laboren unterrepräsentiert.
    **Das RKI gibt nicht mehr kumuliert die Zahlen für Positivtests an. rbb|24 benötigt darum Presseanfragen, um die Positivquote zu errechnen. Das kann mitunter zu Zeitverzügen führen."

    Genau, wir müssen da nachfragen und händisch die Daten nachtragen- Das können wir einfach nicht permanent leisten und machen wir entsprechend in etwa ein Mal im Monat.

    Grüße

    HMB

  3. 7401.

    Verlogen erscheint mir ein unpassendes Wort.

    Und wenn wir in der Pandemie eines gelernt haben, dann doch das das mit der Eigenverantwortung nicht gut genug klappt. Wussten wir aber schon vorher, ist nämlich gut untersucht. Das geben Psychologie und Soziologie einfach nur in sehr begrenzten Umfang und bei einem geringen Teil der Individuen her.

    Hinzu kommt der Effekt, dass alles was nicht explizit verboten ist, als erlaubt und unbedenklich wahrgenommen wird. Und da helfen auch Aufklärungskampagnen nur in geringem Umfang.

    Und niedrige Fallzahlen oder nicht:
    Bei extrem guten Bedingungen mit weiterhin mittelschweren Einschränkungen und Testpflicht schaffen wir es auf R ~ 0,66. Wenn wir jetzt zuviel lockern liegen wir aber schnell wieder bei R > 1 un die nächste Welle fängt an zu rollen. Zudem droht ja noch die Delta-Variante, die gerade in Großbritannien zeigt was sie kann.

    Menschen wie Sie unterschätzen halt, wie fragil die positive Entwicklung der letzten Wochen ist.

  4. 7400.

    Da Berlin.de heute 17 mehr Positive gemeldet hat, als das RKI, kann man alle Zahlen eh nicht mehr ernst nehmen.
    Aber zu der Frage vom Verhältnis der gemeldeten zum Geschehen auf der Intensiv gibt meine Tabelle folgende Zahlen her.
    KW 20 zum Beispiel wurden 1947 neue Fälle gemeldet. In den folgenden 14 Tagen reduziert sich die Zahl derer im KH um 193, davon reduziert sich die Zahl auf der IT um 103 und die Zahl der beatmeten um 67. Nur am 6.6. gabs 3 Neuzugänge im KH. 0,0150987 % der Berliner wurden in den letzten 7 Tagen positiv getestet.

  5. 7399.

    "Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, das Verhältnis der täglichen Krankenhauseinweisungen und Neuaufnahmen auf den ITS zu den Fallzahlen (...) nachzulesen? Das wäre eine sinnvolle Ergänzung. "
    Das wäre nicht die einzige sinnvolle Ergänzung, die das tatsächliche Gefahrenpotential abbilden würde. Man könnte bspw. auch die Sterbestatistiken an Wirklichkeit anpassen, indem statt jeden Tod jedes Testpositiven als "Coronatod" zu zählen (was seit Beginn der Pandemie der Fall ist), die Totenscheine auswerten und schauen was der Arzt als primäre Erkrankung und unmittelbare Todesursache dort eingetragen hat. Im zweiten (vertraulichen Abschnitt) der Todesfallbescheinigung (Sterbeurkunde) gibt es eine entsprechende Rubrik. Viele Länder gehen da viel differenzierter vor, die Britten unterscheiden zw. "Deaths of previously positve tested", "Deaths within 28 days of positive test" und "Deaths with COVID-19 on the death certificate"
    Bei uns leider nicht. Und kein Mensch erklärt warum.

  6. 7398.

    Ich finde es verlogen, wenn man jetzt an alle appelliert, weiterhin irgendwelche Regeln einzuhalten. Das macht nur bei einer deutlichen Lockerung der Regeln Sinn. Es fällt schwer, Eigenverantwortung zu übernehmen, wenn man gar keinen Spielraum hat. Irgendwann wurde mal gesagt, wir müssen strenge Regeln erstellen, weil es ohne nicht geht. Die Welle kam dann aber auch mit strengen Regeln, nur dass die Gesellschaft wieder nicht gelernt hat, Eigenverantwortung zu übernehmen.
    Ich befürworte zB. einen Maskenzwang nur während des Berufsverkehrs zu festgelegten Zeiten und eine Empfehlung, wenn 1,5m nicht eingehalten werden können. Als Übergangslösung und von mir aus nur so lange, wie die Ampel grün ist. Wenn die Lockerungen etwas weiter gehen, hätte ich auch nichts dagegen. Es kann sich ja jeder selbst schützen, dafür haben wir doch die FFP2-Masken.

  7. 7397.

    Weil das hier schon mehrfach gefragt wurde. Es steht als ** unter der Grafik und wurde vom rbb Team ebenfalls erklärt. Im Lagebericht sind m.e. Nur die Grafiken aber eben nicht die Zahlen.

  8. 7396.

    Wie kommen Sie darauf? Kann jeden Mittwoch im Lageberichts des RKI eingesehen werden bzw etwas verzögert im Lagebericht des Berliner Senates.

  9. 7395.

    Heute ist es wieder ein Fall mehr bei Berlin.de. Das sind dann insgesamt 8 mehr in fünf Wochen. Aber so lange sich die Inzidenz dadurch nur um 0,4 % unterscheidet, regt mich das nicht auf. Die Zahlen interessieren eh keinen Politiker.

  10. 7394.

    Witzig. Da hat sich bestimmt einer vertippt. Dass Berlin.de ständig andere Zahlen hat als das RKI, daran haben wir uns ja schon gewöhnt. Auch wenn das für mich nicht nachvollziehbar ist. 00:00 Uhr Einsendeschluss ist 00:00 Uhr. Da Berlin seit dem 07.05.21 seinen Meldeschluss an das RKI angeglichen hat, dürften eigentlich keine unterschiedlichen Zahlen kommen.

  11. 7393.

    Liebe Redaktion,
    eine Korrektur von -61 in OSL entspricht etwa den gesamten gemeldeten Fällen in OSL von 29.5.-11.6 (genau sind es in dem Zeitraum 65 laut LAVG Berichten). Es waren zwei Ausreißer dabei in dem Zeitraum: 2.6. +19 und 29.5. +20 (Berichtsdatum). Ist es Ihnen möglich herauszubekommen, was da genau in der umfangreichen Korrektur berichtigt wurde?

  12. 7392.

    Weil das seit einiger Zeit immer per schriftlicher abfrage nur zu erfahren ist. Daher wird es nur noch einmal im Monat aktualisiert. Demnächst sollte es aber ein Update geben.

  13. 7391.

    Wieso wird eigentlich die Grafik mit den Positivquoten nicht mehr aktualisiert, der letzte Wert ist vom 9.5.?

  14. 7390.

    Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, das Verhältnis der täglichen Krankenhauseinweisungen und Neuaufnahmen auf den ITS zu den Fallzahlen der letzten 1-2 Wochen nachzulesen? Oder so was ähnliches. Das würde eine gute Aussage zur derzeitigen Gefährdungslage geben und wäre eine sinnvolle Ergänzung zur Belegung der ITS-Betten.

  15. 7389.

    Warum steht im RKI-Dashboard (https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_0/) für BRB -41 und im Bericht -40 (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html)? Trotz der unterschiedlichen Veröffentlichungszeit kann sich doch die bis Mitternacht gemeldete Zahl nicht mehr verändern?

  16. 7388.

    Für Berlin vermute ich 1 Tag Verzug, für Brandenburg 2 Tage, deswegen liegt das normale WE-Tal in Berlin auf So-Mo und in Brandenburg auf Mo-Di. Bei den jetzigen kleinen Zahlen ist das nur nicht mehr so deutlich zu erkennen. Und die Frühschicht beim RKI gibt dann wahrscheinlich die Zahlen, die am Vortag aufgelaufen sind, an die Öffentlichkeit raus.

  17. 7387.

    Für Berlin vermute ich 1 Tag Verzug, für Brandenburg 2 Tage, deswegen liegt das normale WE-Tal in Berlin auf So-Mo und in Brandenburg auf Mo-Di. Bei den jetzigen kleinen Zahlen ist das nur nicht mehr so deutlich zu erkennen. Und die Frühschicht gibt dann die Zahlen, die am Vortag aufgelaufen sind, an die Öffentlichkeit raus.

  18. 7386.

    RBB benutzt ihr eigentlich für die RKI Meldungen 24 Stundenzeit 18:40 Uhr oder Amizeit ?

    Ich kann mir nicht vorstellen das die Gesundheitsämter das RKI Nachts um 3 Uhr arbeitet und Meldungen rausgibt .

  19. 7384.

    Kann leider nicht mehr weiter zurück scrollen. Ich hatte da doch die Frage gestellt ob man grundsätzlich "Weltreisende" nicht lieber in Quarantäne nimmt. Nun ist es wieder zu spät ? Webasto war damals klüger.

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