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Bild: rbb|24

Corona-Grafiken | Berliner Ampel - Das sind die aktuellen Fallzahlen in Berlin und Brandenburg

Die Corona-Pandemie in Berlin und Brandenburg: Wie viele Neuinfizierte gibt es - und wo? Werden Krankenhausbetten knapp? Und wo steht die Ampel? Alle wichtigen Erkenntnisse in ständig aktualisierten Grafiken. Von Haluka Maier-Borst, Jenny Gebske und Arne Schlüter

Aktuell

Für Berlin sehen die Zahlen wie folgt aus (Stand: 21.01.2021, 16:30 Uhr):


- Seit Anfang der Epidemie bestätigte Coronavirus-Infektionen: 115.517
- Binnen 24 Stunden sind an Infektionen hinzugekommen: 901
- Corona-Patienten, die im Krankenhaus liegen: 1.510, davon werden intensivmedizinisch 393 Personen behandelt und hiervon wiederum 308 beatmet.
- Mit dem Coronavirus infizierte gestorbene Menschen: 1.996 (+39)


Die Berliner Gesundheitsämter konzentrieren sich seit dem 23.10.2020 bei der Kontaktverfolgung vornehmlich auf Risikogruppen. Insofern kann es sein, dass aufgrund dieser Strategieänderung die aktuellen Fallzahlen niedriger ausfallen und nicht aufgrund einer realen Änderung im Infektionsgeschehen.

 

Für Brandenburg sehen die Zahlen wie folgt aus (Stand: 21.01.2021, 08:00 Uhr):

- Seit Anfang der Epidemie bestätigte Coronavirus-Infektionen: 63.809
- Binnen 24 Stunden sind an Infektionen hinzugekommen: 1.055
- Corona-Patienten, die im Krankenhaus liegen: 1.023, davon werden 218 Personen intensivmedizinisch behandelt und hiervon wiederum 159 beatmet
- Mit dem Coronavirus infizierte gestorbene Menschen: 2.017 (+38)

Das Brandenburger Gesundheitsministerium meldete am 26. Dezember, dass es eine umfangreiche Daten-Korrektur des Landkreises Teltow-Fläming gab. Damit diese Fälle nicht die Indikatoren vollkommen verzerren, hat rbb|24 diese Fälle gleichmäßig auf die letzten 14 Tage verteilt.

Die Grafiken im Text spiegeln den gleichen Stand wider. Teils dauert es ein wenig, bis die Änderungen nach der Aktualisierung auch angezeigt werden.

Die Neuinfektionen für Berlin und Brandenburg mit 7-Tage-Schnitt und die kumulierten Fallzahlen zeigen die folgenden Grafiken. Sie können dabei für die Neuinfektionen den Zeitraum auswählen: seit Anfang der Pandemie im März - oder ab 1. September, dem Zeitpunkt als ungefähr die zweite Phase begann. Das können Sie auch für alle weiteren Grafiken mit täglichen Updates.

Sollten die Grafiken nicht angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.

Hinweis: Aufgrund technischer Probleme zeigen die Grafiken nicht den aktuellen Stand der Pandemie-Lage in Berlin und Brandenburg. Wir arbeiten daran, das Problem zu beheben.

Wie viele Menschen sind inzwischen geimpft

Hier finden Sie aktuelle Angaben zur Zahl der in den letzten 24 Stunden geimpften Menschen und welcher Anteil der Bevölkerung inzwischen mindestens eine Impfdosis erhalten hat.

Aktuell bildet der Trend bei den gemeldeten Neuinfektionen den Verlauf am besten ab. Diese Zahl schwankt stark mit dem Wochenrhythmus. Deswegen wählt rbb|24 eine eigene Art der Darstellung: den Vergleichstrend zwischen den vergangenen sieben Tagen und den zwischen den sieben Tagen zuvor.

Hier finden Sie die aktuelle Zahl der gemeldeten Corona-Fälle in Berlin und seinen Bezirken, in Brandenburg, den Landkreisen und kreisfreien Städten sowie die Zahl der an Covid-19 Verstorbenen. Außerdem die Zahl der neuen Fälle pro 100.000 Einwohnern der letzten sieben Tage. Das ist ein Kriterium für die sogenannte Corona-Notbremse. Wie sinnvoll diese bundeseinheitliche Regelung ist, können Sie hier nachlesen.

Die Berliner Ampel

Für die Berliner Ampel gilt die simple Formel: Zwei Mal Gelb bedeutet für den Senat Redebedarf. Zwei Mal Rot heißt Handlungsbedarf. Allerdings sind die Werte, die der Senat für seine Ampel angibt, nicht immer deckungsgleich mit den Werten anderer Stellen. So benutzt der Senat für die Bettenauslastung das INEVA-Register, bundesweit gilt aber das Divi-Register als Maßstab. Wir geben hier beide Werte an, wobei der Wert des Senats die Ampelfarbe bestimmt.

Die Corona-Ampel ist wie folgt aufgebaut:

1. Die Reproduktionszahl R

Ist der R-Wert unterhalb 1,1 steht die Ampel auf Grün. Ist er über 1,1 und das 3 Tage in Folge, springt die Ampel auf Gelb. Bei einem R-Wert drei Tage in Folge über 1,2 steht die Ampel auf Rot.

2. Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen

Liegt die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen unter 20, ist dieser Teil der Ampel grün. Liegt diese Zahl über 20, so ist die Ampel gelb. Überschreitet die Zahl die Marke von 30, so wird hier die Ampel rot.

3. Anteil der für Covid-19-Patient*innen benötigten Plätze auf Intensivstationen

Dieser Teil der Ampel ist grün, solange der Anteil an Covid-19-Patient*innen laut Senat unter 15 Prozent liegt. Steigt der Wert über 15 Prozent, ist die Ampel gelb. Ist der Anteil bei über 25 Prozent, schaltet die Ampel auf Rot.

Wichtig: Die gezeigte Ampel für die Intensivbetten zeigt sowohl die Daten des Senats als auch die Daten des Intensivregisters, Divi. Diese beiden Angaben können minimal von einander abweichen. Die Farbgebung richtet sich nach dem Wert des Senats. Weiter unten erklären wir, wieso wir dennoch auch die Angabe des Divi-Registers zeigen.

Außerdem zeigen wir hier nur noch den R-Wert des Senats und verzichten auf unsere eigene R-Wert-Berechnung. Das tun wir, weil inzwischen der Senat auch die Unsicherheit des R-Werts mit angibt, was unser zentraler Kritikpunkt war und Grund für die eigene Berechnung. Den Verlauf des R-Werts für Berlin mit oberer und unterer Schätzung sehen Sie hier:

Die obere und untere Schätzung als Angaben zur Unsicherheit der Berechnung sind wichtig. Inbesondere bei schnellen Veränderungen der Fallzahlen oder niedrigen Fallzahlen kann nämlich der R-Wert stark schwanken.

Wie viele der Fälle sind im Krankenhaus?

Hier finden Sie die Zahl der Covid-19 Erkrankten in Krankenhäusern in Berlin und Brandenburg. Aufgeführt ist auch, wie viele intensivmedizinisch behandelt, beziehungsweise beatmet werden.

Die Zahlen für die Krankenhauspatienten und die Intensivpatienten hier stammen vom Senat beziehungsweise vom Ministerium für Gesundheit und nicht vom Divi-Register. Für die Auslastung der Intensivstationen in ganz Berlin und Brandenburg hingegen nutzen wir die Divi-Daten. Wieso erklären wir weiter unten.

Wie ist die Lage auf den Intensivstationen?

Wir listen hier für Berlin und Brandenburg auf, welcher Anteil an Intensivbetten durch Covid-19-Patieten belegt ist – und wie viele Intensivbetten noch frei sind.

Wie viele Menschen versterben mit Covid-19?

Hier finden Sie die Zahl der mit Covid-19-Befund verstorbenen Menschen in Berlin und Brandenburg. Auch hier zeigen wir den 7-Tage-Durchschnitt.

Zu beachten ist, dass die Totenzahlen den Infektionszahlen in etwa zwei bis vier Wochen hinterher laufen. Außerdem wichtig: Mehrere Untersuchungen zeigen, dass die meisten Menschen, die mit Corona sterben, auch tatsächlich an Corona sterben [mehr Informationen: PDF von pathologie.de]

Welche Altersgruppe ist wie stark betroffen?

Der Berliner Senat und das Robert-Koch-Institut geben an, wie viele gemeldete Infizierte in welchem Alter sind. Dabei zeigt sich, dass die meisten Betroffenen jünger als 60 Jahre sind. Daten für das Land Brandenburg in ähnlicher Detailtiefe liegen rbb|24 nicht vor.

Ferner hat sich die Altersverteilung unter den Infizierten seit dem Frühjahr so verändert.

Die folgenden Grafiken zeigen, ergänzend zu den Zahlen der Neuinfektionen oben im Beitrag, den Vergleich der Neuinfektionen wochentagsweise. Sie zeigen, wie viele Neuinfektionen es zum Beispeil am Montag dieser Woche gab und wie viele am Montag der vorherigen Woche. In dieser Grafik sind Trendwenden mitunter schon vorab zu erkennen.

Im Kontext der Fallzahlen muss auch die Quote der positiven Tests beachtet werden. Je niedriger die Positivquote liegt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die meisten Fälle entdeckt und nachverfolgt werden können. Die Nachverfolgung ist personell aufwändig; ist die Positivquote hoch, können überlastete Gesundheitsämter mögliche infizierte Kontaktpersonen teilweise nicht mehr ermitteln.

Warum wählt rbb|24 einen 7-Tage-Trend?

Die Meldungen zu den täglichen Neuinfektionen unterliegen vielen Schwankungen. Der 7-Tage-Trend soll diese abfangen. Gleichzeitig birgt der 7-Tage-Trend aber die Gefahr, dass aktuelle Veränderungen sich zu langsam abbilden. Darum zeigt rbb|24 auch den Einzeltrend für jeden Tag, aber im Verhältnis zum selben Wochentag eine Woche früher.

Wann ist der Trend steigend, sinkend oder gleichbleibend?

Sinkend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent weniger Neuinfektionen gemeldet werden.

Steigend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent mehr Neuinfektionen gemeldet werden.

Gleichbleibend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche der Unterschied unterhalb von zehn Prozent mehr oder weniger liegt. Gleichbleibend ist der Trend zudem, wenn der Unterschied zwar prozentual größer ist, aber die absolute Differenz weniger als fünf gemeldete Neuinfektionen beträgt. Damit wird bei niedrigen Fallzahlen der Einfluss von Schwankungen reduziert.

Wieso passen die Inzidenz-Zahlen und Trends bei rbb|24 nicht zu denen von Berliner Senat, Brandenburger Regierung oder RKI?

rbb|24 übernimmt die 7-Tage-Inzidenz-Zahlen vom Berliner Senat und vom Brandenburger Ministerium für Gesundheit. Der Berliner Senat rechnet seine 7-Tage-Inzidenz allerdings immer basierend auf dem Datenstand vom Vortag [berlin.de]. Das kann dazu führen, dass an einzelnen Tagen die absoluten Zahlen im Wochentagsvergleich zurückgehen und dennoch die Inzidenz steigt. Ebenfalls erklärt das, wieso der 7-Tage-Trend bei rbb|24 von dem des Senats mitunter abweicht. rbb|24 rechnet den 7-Tage-Trend nämlich basierend auf den neuesten absoluten Zahlen.

Ferner gibt es mitunter teils erhebliche Unterschiede zwischen der 7-Tage-Inzidenz, die das RKI angibt, und derjenigen, die die Bundesländer vermelden. Grund hierfür ist, dass das RKI die Inzidenz basierend auf dem Meldedatum und nicht dem Berichtsdatum berechnet, so wie die Länder. Sprich, wenn ein Corona-Fall vor 8 Tagen diagnostiziert, aber erst vor 6 Tagen offiziell dem Gesundheitsamt und dem RKI berichtet wurde, so zählt dieser Fall in den Statistiken der Länder noch in die aktuelle 7-Tage-Inzidenz hinein. Für das RKI hingegen fällt dieser Fall dann schon aus dem 7-Tage-Fenster heraus. Wieso das problematisch ist, hat der Datenjournalist und Programmierer Sebastian Vollnhals hier erklärt [twitter.com].

Wieso wählt rbb|24 zwei unterschiedliche Quellen für die Daten zu Krankenhaus- und Intensivbetten?

Für die Berliner Corona-Ampel nutzt rbb|24 sowohl die Angaben des Senats als auch das Divi-Intensivregister, für das eine bundesweite Meldepflicht gilt. Der Senat bezieht sich bei seinen Zahlen auf das Ineva-Register mit Datenstand vom Vortag 13 Uhr. Die Angaben des Divi werden jeweils jeden Tag um 15 Uhr aktualisiert. Um also aktueller und umfassender bei den intensivmedizinischen Daten zu sein, zeigen wir auch die Zahlen des Divi.

Dennoch nutzen wir bei der Grafik für die Krankenhauspatienten die Senatszahlen bzw. die Zahlen des Ministerium für Gesundheit in Brandenburg. Der Grund hierfür ist, dass das Divi-Register nur Auskunft über die Intensivplätze gibt. Um auch Daten zu "normalen" Covid-19-Klinikpatienten geben zu können, stützen wir uns darum auf diese beiden Quellen - auch wenn sie weniger aktuell sind.

Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen der Grafik für Berlin und der Grafik für Brandenburg. Während wir in Berlin die Intensivpatienten des Senats einzeichnen, sind es in Brandenburg die beatmungspflichtigen Intensivpatienten. Der Hintergrund ist, dass lange Brandenburg nur die beatmungspflichtigen Patienten angab, Berlin lange nur die Intensivpatienten allgemein. Um die Datenlage seit Anfang der Pandemie gleich zu halten, führen wir weiterhin diese leicht unterschiedlichen Metriken fort.

Warum zeigt rbb|24 keine Berechnung der Verdopplungszeit mehr?

Das Modell für eine Verdopplungszeit geht davon aus, dass nach x Tagen doppelt so viele, nach weiteren x Tagen vier Mal so viele Menschen infiziert sind. Diese Zahlen sind interessant, wenn sie exponentiell steigen. Inzwischen ist die Infektionsdynamik aber eine andere, die Verdopplungszeit hat damit keine wirkliche Aussagekraft mehr. Entsprechend haben wir uns entschieden, diese Grafik nicht mehr fortzuführen.

Wieso zeigt rbb|24 keine Karte?

rbb|24 verzichtet auch auf eine Darstellung der gemeldeten Fallzahlen oder Fallzahlen pro Einwohner auf Karten, denn laut Robert-Koch-Institut [rki.de] gilt: "Die Meldung hat an das Gesundheitsamt zu erfolgen, in dessen Bezirk sich die betroffene Person derzeitig aufhält oder zuletzt aufhielt." Wenn sich also jemand infiziert und testen lässt, ist in der Regel das Gesundheitsamt seines Wohnorts zuständig. Das muss aber nicht der Ort sein, an dem er potenziell am meisten andere Menschen angesteckt haben könnte.

Über die Hälfte der Brandenburger pendelt, auch viele Berliner arbeiten außerhalb von Berlin und noch mehr bewegen sich zwischen den Bezirken. Sie könnten also an einem Arbeitsplatz in einem anderen Landkreis oder Bezirk wesentlich mehr Menschen angesteckt haben als am Wohnort. Trotzdem zeigen wir inzwischen neben den weiträumigeren Brandenburger Landkreisen auch für die Berliner Bezirke eine Tabelle. Der Grund ist, dass zeitweilig nur einzelne Bezirke aufgrund hoher Fallzahlen als Risikogebiet galten. Wir wollen aber weiterhin den Eindruck einer "Gefahrenkarte" vermeiden.

Warum fehlen Angaben zu den Genesenen oder den "aktiv Infizierten"?

Das Infektionsschutzgesetz verlangt keine Meldung von genesenen Menschen. Entsprechend sind die Zahlen hierzu lediglich Schätzungen, die sich in ihrer Berechnung noch dazu zwischen Berlin und Brandenburg unterscheiden.

Als genesen gelten in Berlin [berlin.de]:

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

- hospitalisierte Fälle 7 Tage nach Entlassung; bzw. bei fehlenden Daten 28 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

In Brandenburg dagegen gelten als genesen [msgiv.brandenburg.de]:

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Meldedatum

- zu hospitalisierten Fällen fehlt eine Angabe, wie sie in die Berechnung einfließen.

Weil die Zahl der Genesenen eben nur eine Schätzung ist und noch dazu eine, die nicht einheitlich gehandhabt wird, ist auch die Berechnung der aktiv Infizierten problematisch. Man würde dafür geschätzte Genesene von den genau gezählten Infizierten abziehen.

Ferner impliziert zudem der Ausdruck "aktiv Infizierte", dass genau diese Menschen aktuell das Problem sind. Das wird aber in der Mehrheit der Fälle nicht so sein, weil es sich dabei um diagnostizierte und bereits isolierte Fälle handelt. Das Problem sind die noch nicht entdeckten Fälle. Außerdem beachtet diese Rechnung keine Zeitverzüge durch Nachmeldungen oder einem Anstau der Proben.

Daher verzichtet rbb|24 derzeit auf eine entsprechende Darstellung von Genesenen und aktiv Infizierten. Die Zahl der Neuinfzierten der letzten Woche und der Woche zuvor ist aber ein grober Richtwert für den derzeitigen Stand der Epidemie. Das ist auch medizinisch gesehen sinnvoll, da bei der Mehrheit der leicht verlaufenden Erkrankungen nach ungefähr 14 Tagen die Symptome abklingen.

Erläuterungen

Nach einer Umstellung in der Meldesoftware des Landes Berlin wurden für den 22. April zu wenig Fälle gemeldet. In der Grafik wurde das so ausgeglichen: Das Fallwachstum zwischen dem 21. und 23. April wurde auf beide Tage gleich verteilt. Das ist eine vereinfachende Annahme. Der Senat verweist nach wie vor darauf, dass die Daten aufgrund technischer Umstellungen in der Meldesoftware der Berliner Gesundheitsämter unvollständig sind.

Des Weiteren meldet Brandenburg keine Fallzahlen abends mehr. In der Berechnung der Fallzahlen am 19. April wurden daher die wahrscheinlich niedrigeren gemeldeten Infektionszahlen vom Morgen verwendet. Seitdem werden die Fallzahlen vom Morgen verwendet.

Zuletzt: Der Landkreis Potsdam-Mittelmark hat am 10.07.2020 eine Datenrevision durchgeführt. Bei der Überprüfung der Zahlen wurden 33 falsch klassifizierte Fälle in den Monaten April und Mai neu bewertet und rückwirkend korrigiert. rbb|24 hat, um diese Korrektur nachzubilden, für den Zeitraum 01.04.2020 bis 03.05.2020 jeden Tag eine Neuinfektion abgezogen. Die Überlegung dahinter ist, keinen falschen aktuellen Wochentrend wiedergeben zu wollen und gleichzeitig zu verhindern, dass die bereits vollzogene Dynamik der Infektionen zum Beispiel nicht durch einen einzelnen Tag mit negativen Neuinfektionen verzerrt wird.

 

Was Sie jetzt wissen müssen

Beitrag von Haluka Maier-Borst und Jenny Gebske

Kommentar

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4784 Kommentare

  1. 4784.

    Auch wenn Sie das sicher nicht wissenschaftlich finden werden, möchte ich Sie auf eine Stellungnahme von Prof. Drosten gegenüber dem Spiegel bezüglich der aktuellen Maßnahmen hinweisen: https://www.gmx.net/magazine/news/coronavirus/corona-live-ticker-drosten-kritisiert-homeoffice-regelungen-35447530
    Darin sieht auch Prof. Drosten die bestehenden Maßnahmen und deren aktuelle Anpassung kritisch und als nicht hinreichend und schlägt vor die Null anzupeilen - also als Ziel eine Null-Fälle-Strategie anzustreben: "Es wäre absolut erstrebenswert, jetzt auf die Null zumindest zu zielen".

  2. 4783.

    Hm ist schwierig zu sagen aber was passiert denn wenn...
    Es ist ja festgelegt, das man redebedarf hat wenn 2 Ampeln auf rot stehen usw. ich habe aber noch nix gehört ob es diesen Bedarf auch gibt, wenn 2 Ampeln auf grün stehen.

  3. 4782.

    Mit Blick auf den Verlauf der täglichen Meldungen, würde ich aus der aktuellen Rate schätzen, daß Berlin etwa 1 Monat noch braucht und Brandenburg etwa 2 Monate, um auf Werte wie am Anfang der Welle zu kommen. Ich finde deshalb das Zieldatum 14.2. zum Erreichen des Inzidenzzieles < 50/100000EW/7d sehr optimistisch, vorallem auch deshalb, da ja nicht wirklich neue Maßnahmen und Strategien zur Eindämmung beschlossen wurden. Sehe ich das zu pessimistisch?

  4. 4781.

    Kürzlich war hier ja kurz das Thema Auswertung der Impfdaten aktuell. Kam heute in den Tagesthemen, das dies Teil des Vertrages zwischen Israel und Pfizer ist. Vorrangig weil Israel ein durchgehend digitalisiertes Gesundheitssystem hat. Die Israelis bezahlen mit viel Geld und Daten dass sie als erste auf der Liste stehen.
    Da gibt es schon erste Daten die wohl recht zuversichtlich machen was die Immunisierung aber evtl. auch die Übertragung angeht. Ansteckungsgefahr schon 3 Wochen nach erstimpfung um 30% gesenkt. Durch Impfung wohl deutlich mehr Antikörper als bei Infektion mit dem Virus.

  5. 4780.

    Da wohl gerade der Wurm drinnen ist und nichts ankommt, was eine Rechnung enthält, nun in Prosa. Ich habe den Median der IFR für die Altersklassen aus dieser WHO-Veröffentlichung (https://www.who.int/bulletin/online_first/BLT.20.265892.pdf) entnommen und damit anhand der Bevölkerungsstruktur Deutschlands einen Erwartungswert für die Todesfälle bei vollständiger Durchseuchung abgeschätzt und mit den bisher gemeldeten Todesfällen im RKI-Dashboard verglichen. Das nach Abschätzung über die Medianwerte dann etwa Halbzeit. Ist das so seriös oder steckt da ein Denkfehler drinnen?

  6. 4779.

    Ja das ist ja das verwirrende in dem Beispiel in Neukölln. Nun bezahlt die Stadt ein Hotel explizit für diese Dienstleistung und bevorzugt trotzdem die häusliche Quarantäne und lässt das Hotel leer stehen. Den Sinn dahinter dürfte kaum jemand erklären können.

  7. 4778.

    Noch ein Versuch: Nach https://www.who.int/bulletin/online_first/BLT.20.265892.pdf Median IFR(70+)=0,27%, IFR(<70)=0,05%. D 83 Mio. EW, 65+:18 Mio, <65: 65 Mio. Bei kompletter Durchseuchung aus den Medianwerten erwartet (Abschätzung): 65+: 48600 Tote, <65: 32500 Tote also insgesamt 81100 Todesfälle. RKI(21.1.) 49783 Todesfälle (davon 80+:34586), das sind bereits 61% der Abschätzung über die Medianwerte
    Aber noch kürzer kann ich das nicht mehr fassen.

  8. 4777.

    Sie meinen die Studie des Epidemiologen Ioannidis von der Stanford University? Dann ist doch wohl alles über Sinn und Unsinn des Lockdowns gesagt! Und nicht nur Sinn und Unsinn des Lockdowns, die Panikmache über Mutationen entbehren jeder Logik, solange auch diese nicht nach wissenschaftlichen Vorgaben isoliert wurden! Was nützen Computersimulationen und der dortigen Aufrechnung ohne praktischen Nachweis?

  9. 4776.

    (2)also was ich sagen will:
    -es muss niedrigschwellig sein,
    -allgemein bekannt sein, (möglichst als Teil einer für jedermann einfach zu verstehenden Strategie) und
    -vor allem blitzschnell.
    Meist ist man ja nur 2 , 3 Tage sehr stark infektiös und wenn man das abends feststellt zum Beispiel und man muss zu hause bleiben, ist am nächsten Morgen vielleicht schon jemand angesteckt. Berliner Hotelquarantäne ist ein positiver Ansatz der nicht sinnvoll umgesetzt wird. Man darf ja nicht vergessen, für die meisten ist es nur ein bisschen Husten. Daher machen viele sicher wenig Aufhebens darum. Für die Gesellschaft ist es aber ein Desaster und es macht statistisch natürlich etwas aus ob nun jeder noch 1-2 weitere Haushaltsmitglieder ansteckt, oder eben nicht. Hotelquarantäne richtig angewandt - da wäre ich dafür.

  10. 4775.

    Punkt 1: siehe meinen letzten Post mit der Abschätzung nach WHO Veröffentlichung
    Punkt 2: Noch keine Veröffentlichung gefunden, wo das so zusammen drinnen ist

  11. 4774.

    Ich hab gerade einen Panorama Beitrag zur Impfstoffforschung und gerechten Verteilung gesehen. Thema war auch Patentschutz wenn die Grundlagenforschung als auch die Risiken der Produktion weitgehend vom Staat getragen werden.
    Gibt es eigentlich auch in der Pharmabranche sowas wie FRAND regeln? Das löst ja in der Technik viele Konflikte, wenn auch oft erst vor Gericht und hat u. a. dazu geführt, dass Technischer Fortschritt auch zu sinkenden Preisen führen kann.

  12. 4773.

    Optimal wäre: Schnelltest im Badezimmer selbst gemacht, wenn positiv, dann muss es superschnell gehen. Unverzüglich die Wohnung verlassen um Partner/Partnerin Kinder nicht auch anzustecken (laut Heinsbergstudie, Streek, kam es nur in 15% der Haushalte zu übertragungen, andere Studien sprechen von bis zu 40%). -ab in das Quarantäne-/Isolationshotel. So ist es leider immer noch nicht. Isolationshotels müssten bekannt sein.Das Berliner Hotel musste ich jetzt erstmal ca. 30 min recherchieren und ich habe bisher nicht gewußt dass es das gibt. Wer das nicht gerade zufällig beiläufig irgendwo liest erfährt es nicht. Eigentlich sollte das eine allgem. Strategie sein: wer infiziert ist, wird gleich rausgenommen. Meiner Recherche nach, kann man da aber nicht einfach hin, sondern man muss das über das Gesundheitsamt am nächsten Morgen klären.Und da muss man erst mal durchkommen -ob die einen Schnelltest akzeptieren oder nicht vorher eine PCR verlangen? So funktioniert Hotelquarant. leider nicht.

  13. 4772.

    Nette Grafik die mit den Cov19 Toten. Welche Altersgruppe ist denn am meisten betroffen? Laut Statistik liegt diese über dem durchschnittlichen Lebenserwartungsalter von 81 Jahren. 83 Millionen Einwohner leben in Deutschland, davon sind 5 Millionen über 80 Jahre. 50000 Cov19 Tote, die meisten über 80zig bilden also 1% der Toten über 80zig. Will das nicht auf die Gesamtbevölkerung herunterrechnen, diese Prozentzahl ist dann ausschlaggebend für den Lockdown?
    Björn, sie sind mir immer noch die Studie, die das Virusisolat Cov19 nach DFG oder Kochsche Postulate nachweist, schuldig.

  14. 4771.

    Sind individuelle Treffen auf dem Spielplatz inzwischen verboten. Im Frühjahr mussten ja sogar die Spielplätze in jedem Dorf geschlossen werden, auch wenn es da kaum Kinder und erst recht keine Infizierten gab
    Unabhängig von der besch... Situation hilft es den Kindern doch hin und wieder mal mit gleichaltrigen am besten Freunden zu spielen.
    Die Eltern müssen dabei nicht miteinander kuscheln. Selbst wenn es schief gehen würde, wäre das ja nachverfolgbar.
    Soweit ich es verstehe, dient die Idee der Notbetreuung in Kitas sowieso nicht dem Schutz der Kinder sondern soll die Eltern zwingen zu Hause zu bleiben und der Beruhigung der Erzieher dienen. Schaut her wir denken auch an euch.
    Die geregelte Ernährung ist in der Tat ein schwieriges Problem, weil abwechselnd Döner und McDonalds auf Dauer Folgen haben könnte. Sind ja nicht alle Hobbykoch.

  15. 4770.

    Mir ging es auch nur um den Begriff 'Unterstellung'. Über die Maßnahme an sich kann man immer diskutieren.

  16. 4769.

    Das ist mir klar, daß sehr oft falsche Begriffe verwendet werden und es oft lustig durcheinander geht. Ich hatte darauf schon mal hingewiesen und kräftig Gegenwind bekommen, deswegen lasse ich das hier lieber zu wiederholen.

  17. 4768.

    Nun, es wurde vor wenigen Tagen ein Urteil des Amtsgerichts Weimar veröffentlicht, das wunderbar logisch und folgerichtig dieses "hätte, könnte, sollte" beleuchtet. So wie sich das aus juristischer Sicht gehört und ja auch schon lange erwartet wurde.

  18. 4767.

    Tja fragt sich was in dem Zusammenhang mit Quarantäne gemeint wird. Die beiden Begriffe Isolation und Quarantäne werden scheinbar willkürlich verwendet, obwohl es eindeutige Definitionen gibt.
    Die Hotels sollten nur der Isolation dienen. Quarantäne im Hotel wäre ja nur sinnvoll für den Fall dass z.B. Alleinerziehende in Isolation müssten und die Kinder nicht vernünftig betreut werden können also mit müssen unter Abwägung des Risikos.
    Hier wird auch noch von häuslicher Quarantäne gesprochen. Vielleicht sollten die Ämter und Medien sich auf einheitliche Begriffe einigen.

  19. 4766.

    Muss man auch mal sagen, weil es selten ist.... ist eine nette sachliche Diskussion.
    Ich stimme da mit ihnen in allen Punkten überein.
    Aber Punkt 2 würde ich eine andere Schlussfolgerung ziehen.... jeder könnte aber wegen könnte würde ich die „Ausgangssperre“ trotzdem für nicht gerechtfertigt halten.

  20. 4765.

    Wertes RBB-Team, wieso aktualisieren Sie eigentlich seit dem 9.1. nicht mehr die Berliner Zahlen zur Auslastung der Intensivbetten? Auf der DIVI Seite sind da täglich ganz andere Zahlen als die vom 8.1.

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