Collage: Die Grafik im Vordergrund zeigt die Corona-Neuinfektionen in Berlin seit September 2020. Die Grafik oben rechts zeigt die Corona-Neuinfektionen in Brandenburg seit September 2020. (Quelle: rbb24/datawrapper)
Bild: rbb24/datawrapper

Corona-Grafiken | Berliner Ampel - Das sind die aktuellen Fallzahlen in Berlin und Brandenburg

Die Corona-Pandemie in Berlin und Brandenburg: Wie viele Neuinfizierte gibt es - und wo? Werden Krankenhausbetten knapp? Und wo steht die Ampel? Alle wichtigen Erkenntnisse in ständig aktualisierten Grafiken. Von Haluka Maier-Borst, Jenny Gebske und Arne Schlüter

Aktuell

Für Berlin sehen die Zahlen wie folgt aus (Stand: 20.04.2021, 17:15 Uhr):

- Seit Anfang der Epidemie bestätigte Coronavirus-Infektionen: 160.479
- Binnen 24 Stunden sind an Infektionen hinzugekommen: 759
- Corona-Patienten, die im Krankenhaus liegen: 731, davon werden intensivmedizinisch 315 Personen behandelt und hiervon wiederum 246 beatmet.
- Mit dem Coronavirus infizierte gestorbene Menschen: 3.163 (+10)

Für Brandenburg sehen die Zahlen wie folgt aus (Stand: 21.04.2021, 11:00 Uhr):

- Seit Anfang der Epidemie bestätigte Coronavirus-Infektionen: 97.661
- Binnen 24 Stunden sind an Infektionen hinzugekommen: 554
- Corona-Patienten, die im Krankenhaus liegen: 511, davon werden 151 Personen intensivmedizinisch behandelt und hiervon wiederum 123 beatmet*
- Mit dem Coronavirus infizierte gestorbene Menschen: 3.479 (+10)

*An Wochenenden und Feiertagen meldet Brandenburg keine Zahlen für die Belegung der Krankenhäuser. Wir führen deshalb an diesen Tagen den bestehenden Stand fort.

Mehrfach gab es Änderungen bei der Teststrategie und Revisionen der Datenstände. rbb|24 versucht diese Veränderungen, soweit es geht abzufangen. Zum Beispiel haben wir Differenzen an Fallmeldungen auf mehrere Tage verteilt und nicht nur auf den einen Tag der Korrekturmeldung. Trotzdem weisen wir darauf hin, dass in der Regel der beste Indikator für die aktuelle Lage die Wochenvergleiche sind. Vergleiche über längere Zeiträume sind dagegen schwierig.

Die Grafiken im Text spiegeln den gleichen Stand wider. Teils dauert es ein wenig, bis die Änderungen nach der Aktualisierung auch angezeigt werden.

Die Neuinfektionen für Berlin und Brandenburg mit 7-Tage-Schnitt und die kumulierten Fallzahlen zeigen die folgenden Grafiken. Sie können dabei für die Neuinfektionen den Zeitraum auswählen: seit Anfang der Pandemie im März - oder ab 1. September, dem Zeitpunkt als ungefähr die zweite Phase begann. Das können Sie auch für alle weiteren Grafiken mit täglichen Updates.

Sollten die Grafiken nicht angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.

Wie viele Menschen sind inzwischen geimpft

Hier finden Sie aktuelle Angaben zur Zahl der in den vergangenen 24 Stunden geimpften Menschen und welcher Anteil der Bevölkerung inzwischen mindestens eine Impfdosis erhalten hat.

Aktuell bildet der Trend bei den gemeldeten Neuinfektionen den Verlauf am besten ab. Diese Zahl schwankt stark mit dem Wochenrhythmus. Deswegen wählt rbb|24 eine eigene Art der Darstellung: den Vergleichstrend zwischen den vergangenen sieben Tagen und den zwischen den sieben Tagen zuvor.

Hier finden Sie die aktuelle Zahl der gemeldeten Corona-Fälle in Berlin und seinen Bezirken, in Brandenburg, den Landkreisen und kreisfreien Städten sowie die Zahl der an Covid-19 Verstorbenen. Außerdem die Zahl der neuen Fälle pro 100.000 Einwohnern der letzten sieben Tage. Das ist ein Kriterium für die sogenannte Corona-Notbremse. Wie sinnvoll diese bundeseinheitliche Regelung ist, können Sie hier nachlesen.

Die Berliner Ampel

Für die Berliner Ampel gilt die simple Formel: Zwei Mal Gelb bedeutet für den Senat Redebedarf. Zwei Mal Rot heißt Handlungsbedarf. Allerdings sind die Werte, die der Senat für seine Ampel angibt, nicht immer deckungsgleich mit den Werten anderer Stellen. So benutzt der Senat für die Bettenauslastung das INEVA-Register, bundesweit gilt aber das Divi-Register als Maßstab. Wir geben hier beide Werte an, wobei der Wert des Senats die Ampelfarbe bestimmt.

Die Corona-Ampel ist wie folgt aufgebaut:

1. Die Reproduktionszahl R

Ist der R-Wert unterhalb 1,1 steht die Ampel auf Grün. Ist er über 1,1 und das 3 Tage in Folge, springt die Ampel auf Gelb. Bei einem R-Wert drei Tage in Folge über 1,2 steht die Ampel auf Rot.

2. Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen

Liegt die Zahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner*innen unter 20, ist dieser Teil der Ampel grün. Liegt diese Zahl über 20, so ist die Ampel gelb. Überschreitet die Zahl die Marke von 30, so wird hier die Ampel rot.

3. Anteil der für Covid-19-Patient*innen benötigten Plätze auf Intensivstationen

Dieser Teil der Ampel ist grün, solange der Anteil an Covid-19-Patient*innen laut Senat unter 15 Prozent liegt. Steigt der Wert über 15 Prozent, ist die Ampel gelb. Ist der Anteil bei über 25 Prozent, schaltet die Ampel auf Rot.

Wichtig: Die gezeigte Ampel für die Intensivbetten zeigt sowohl die Daten des Senats als auch die Daten des Intensivregisters, Divi. Diese beiden Angaben können minimal von einander abweichen. Die Farbgebung richtet sich nach dem Wert des Senats. Weiter unten erklären wir, wieso wir dennoch auch die Angabe des Divi-Registers zeigen.

Außerdem zeigen wir hier nur noch den R-Wert des Senats und verzichten auf unsere eigene R-Wert-Berechnung. Das tun wir, weil inzwischen der Senat auch die Unsicherheit des R-Werts mit angibt, was unser zentraler Kritikpunkt war und Grund für die eigene Berechnung. Den Verlauf des R-Werts für Berlin mit oberer und unterer Schätzung sehen Sie hier:

Die obere und untere Schätzung als Angaben zur Unsicherheit der Berechnung sind wichtig. Inbesondere bei schnellen Veränderungen der Fallzahlen oder niedrigen Fallzahlen kann nämlich der R-Wert stark schwanken.

Wie viele der Fälle sind im Krankenhaus?

Hier finden Sie die Zahl der Covid-19 Erkrankten in Krankenhäusern in Berlin und Brandenburg. Aufgeführt ist auch, wie viele intensivmedizinisch behandelt, beziehungsweise beatmet werden.

Die Zahlen für die Krankenhauspatienten und die Intensivpatienten hier stammen vom Senat beziehungsweise vom Ministerium für Gesundheit und nicht vom Divi-Register. Für die Auslastung der Intensivstationen in ganz Berlin und Brandenburg hingegen nutzen wir die Divi-Daten. Wieso erklären wir weiter unten.

Wie ist die Lage auf den Intensivstationen?

Wir listen hier für Berlin und Brandenburg auf, welcher Anteil an Intensivbetten durch Covid-19-Patieten belegt ist – und wie viele Intensivbetten noch frei sind.

Wie viele Menschen versterben mit Covid-19?

Hier finden Sie die Zahl der mit Covid-19-Befund verstorbenen Menschen in Berlin und Brandenburg. Auch hier zeigen wir den 7-Tage-Durchschnitt.

Zu beachten ist, dass die Totenzahlen den Infektionszahlen in etwa zwei bis vier Wochen hinterher laufen. Außerdem wichtig: Mehrere Untersuchungen zeigen, dass die meisten Menschen, die mit Corona sterben, auch tatsächlich an Corona sterben [mehr Informationen: PDF von pathologie.de]

Welche Altersgruppe ist wie stark betroffen?

Der Berliner Senat und das Robert-Koch-Institut geben an, wie viele gemeldete Infizierte in welchem Alter sind. Dabei zeigt sich, dass die meisten Betroffenen jünger als 60 Jahre sind. Daten für das Land Brandenburg in ähnlicher Detailtiefe liegen rbb|24 nicht vor.

Ferner hat sich die Altersverteilung unter den Infizierten seit dem Frühjahr so verändert.

Die folgenden Grafiken zeigen, ergänzend zu den Zahlen der Neuinfektionen oben im Beitrag, den Vergleich der Neuinfektionen wochentagsweise. Sie zeigen, wie viele Neuinfektionen es zum Beispeil am Montag dieser Woche gab und wie viele am Montag der vorherigen Woche. In dieser Grafik sind Trendwenden mitunter schon vorab zu erkennen.

Im Kontext der Fallzahlen muss auch die Quote der positiven Tests beachtet werden. Je niedriger die Positivquote liegt, desto wahrscheinlicher ist es, dass die meisten Fälle entdeckt und nachverfolgt werden können. Die Nachverfolgung ist personell aufwändig; ist die Positivquote hoch, können überlastete Gesundheitsämter mögliche infizierte Kontaktpersonen teilweise nicht mehr ermitteln.

Warum wählt rbb|24 einen 7-Tage-Trend?

Die Meldungen zu den täglichen Neuinfektionen unterliegen vielen Schwankungen. Der 7-Tage-Trend soll diese abfangen. Gleichzeitig birgt der 7-Tage-Trend aber die Gefahr, dass aktuelle Veränderungen sich zu langsam abbilden. Darum zeigt rbb|24 auch den Einzeltrend für jeden Tag, aber im Verhältnis zum selben Wochentag eine Woche früher.

Wann ist der Trend steigend, sinkend oder gleichbleibend?

Sinkend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent weniger Neuinfektionen gemeldet werden.

Steigend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche mindestens zehn Prozent mehr Neuinfektionen gemeldet werden.

Gleichbleibend ist der Trend, wenn im Vergleich zur Vorwoche der Unterschied unterhalb von zehn Prozent mehr oder weniger liegt. Gleichbleibend ist der Trend zudem, wenn der Unterschied zwar prozentual größer ist, aber die absolute Differenz weniger als fünf gemeldete Neuinfektionen beträgt. Damit wird bei niedrigen Fallzahlen der Einfluss von Schwankungen reduziert.

Wieso passen die Inzidenz-Zahlen und Trends bei rbb|24 nicht zu denen von Berliner Senat, Brandenburger Regierung oder RKI?

rbb|24 übernimmt die 7-Tage-Inzidenz-Zahlen vom Berliner Senat und vom Brandenburger Ministerium für Gesundheit. Der Berliner Senat rechnet seine 7-Tage-Inzidenz allerdings immer basierend auf dem Datenstand vom Vortag [berlin.de]. Das kann dazu führen, dass an einzelnen Tagen die absoluten Zahlen im Wochentagsvergleich zurückgehen und dennoch die Inzidenz steigt. Ebenfalls erklärt das, wieso der 7-Tage-Trend bei rbb|24 von dem des Senats mitunter abweicht. rbb|24 rechnet den 7-Tage-Trend nämlich basierend auf den neuesten absoluten Zahlen.

Ferner gibt es mitunter teils erhebliche Unterschiede zwischen der 7-Tage-Inzidenz, die das RKI angibt, und derjenigen, die die Bundesländer vermelden. Grund hierfür ist, dass das RKI die Inzidenz basierend auf dem Meldedatum und nicht dem Berichtsdatum berechnet, so wie die Länder. Sprich, wenn ein Corona-Fall vor 8 Tagen diagnostiziert, aber erst vor 6 Tagen offiziell dem Gesundheitsamt und dem RKI berichtet wurde, so zählt dieser Fall in den Statistiken der Länder noch in die aktuelle 7-Tage-Inzidenz hinein. Für das RKI hingegen fällt dieser Fall dann schon aus dem 7-Tage-Fenster heraus. Wieso das problematisch ist, hat der Datenjournalist und Programmierer Sebastian Vollnhals hier erklärt [twitter.com].

Wieso wählt rbb|24 zwei unterschiedliche Quellen für die Daten zu Krankenhaus- und Intensivbetten?

Für die Berliner Corona-Ampel nutzt rbb|24 sowohl die Angaben des Senats als auch das Divi-Intensivregister, für das eine bundesweite Meldepflicht gilt. Der Senat bezieht sich bei seinen Zahlen auf das Ineva-Register mit Datenstand vom Vortag 13 Uhr. Die Angaben des Divi werden jeweils jeden Tag um 15 Uhr aktualisiert. Um also aktueller und umfassender bei den intensivmedizinischen Daten zu sein, zeigen wir auch die Zahlen des Divi.

Dennoch nutzen wir bei der Grafik für die Krankenhauspatienten die Senatszahlen bzw. die Zahlen des Ministerium für Gesundheit in Brandenburg. Der Grund hierfür ist, dass das Divi-Register nur Auskunft über die Intensivplätze gibt. Um auch Daten zu "normalen" Covid-19-Klinikpatienten geben zu können, stützen wir uns darum auf diese beiden Quellen - auch wenn sie weniger aktuell sind.

Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen der Grafik für Berlin und der Grafik für Brandenburg. Während wir in Berlin die Intensivpatienten des Senats einzeichnen, sind es in Brandenburg die beatmungspflichtigen Intensivpatienten. Der Hintergrund ist, dass lange Brandenburg nur die beatmungspflichtigen Patienten angab, Berlin lange nur die Intensivpatienten allgemein. Um die Datenlage seit Anfang der Pandemie gleich zu halten, führen wir weiterhin diese leicht unterschiedlichen Metriken fort.

Warum zeigt rbb|24 keine Berechnung der Verdopplungszeit mehr?

Das Modell für eine Verdopplungszeit geht davon aus, dass nach x Tagen doppelt so viele, nach weiteren x Tagen vier Mal so viele Menschen infiziert sind. Diese Zahlen sind interessant, wenn sie exponentiell steigen. Inzwischen ist die Infektionsdynamik aber eine andere, die Verdopplungszeit hat damit keine wirkliche Aussagekraft mehr. Entsprechend haben wir uns entschieden, diese Grafik nicht mehr fortzuführen.

Wieso zeigt rbb|24 keine Karte?

rbb|24 verzichtet auch auf eine Darstellung der gemeldeten Fallzahlen oder Fallzahlen pro Einwohner auf Karten, denn laut Robert-Koch-Institut [rki.de] gilt: "Die Meldung hat an das Gesundheitsamt zu erfolgen, in dessen Bezirk sich die betroffene Person derzeitig aufhält oder zuletzt aufhielt." Wenn sich also jemand infiziert und testen lässt, ist in der Regel das Gesundheitsamt seines Wohnorts zuständig. Das muss aber nicht der Ort sein, an dem er potenziell am meisten andere Menschen angesteckt haben könnte.

Über die Hälfte der Brandenburger pendelt, auch viele Berliner arbeiten außerhalb von Berlin und noch mehr bewegen sich zwischen den Bezirken. Sie könnten also an einem Arbeitsplatz in einem anderen Landkreis oder Bezirk wesentlich mehr Menschen angesteckt haben als am Wohnort. Trotzdem zeigen wir inzwischen neben den weiträumigeren Brandenburger Landkreisen auch für die Berliner Bezirke eine Tabelle. Der Grund ist, dass zeitweilig nur einzelne Bezirke aufgrund hoher Fallzahlen als Risikogebiet galten. Wir wollen aber weiterhin den Eindruck einer "Gefahrenkarte" vermeiden.

Warum fehlen Angaben zu den Genesenen oder den "aktiv Infizierten"?

Das Infektionsschutzgesetz verlangt keine Meldung von genesenen Menschen. Entsprechend sind die Zahlen hierzu lediglich Schätzungen, die sich in ihrer Berechnung noch dazu zwischen Berlin und Brandenburg unterscheiden.

Als genesen gelten in Berlin [berlin.de]:

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

- hospitalisierte Fälle 7 Tage nach Entlassung; bzw. bei fehlenden Daten 28 Tage nach Erkrankungsbeginn oder Meldedatum

In Brandenburg dagegen gelten als genesen [msgiv.brandenburg.de]:

- nicht hospitalisierte Fälle 14 Tage nach Meldedatum

- zu hospitalisierten Fällen fehlt eine Angabe, wie sie in die Berechnung einfließen.

Weil die Zahl der Genesenen eben nur eine Schätzung ist und noch dazu eine, die nicht einheitlich gehandhabt wird, ist auch die Berechnung der aktiv Infizierten problematisch. Man würde dafür geschätzte Genesene von den genau gezählten Infizierten abziehen.

Ferner impliziert zudem der Ausdruck "aktiv Infizierte", dass genau diese Menschen aktuell das Problem sind. Das wird aber in der Mehrheit der Fälle nicht so sein, weil es sich dabei um diagnostizierte und bereits isolierte Fälle handelt. Das Problem sind die noch nicht entdeckten Fälle. Außerdem beachtet diese Rechnung keine Zeitverzüge durch Nachmeldungen oder einem Anstau der Proben.

Daher verzichtet rbb|24 derzeit auf eine entsprechende Darstellung von Genesenen und aktiv Infizierten. Die Zahl der Neuinfzierten der letzten Woche und der Woche zuvor ist aber ein grober Richtwert für den derzeitigen Stand der Epidemie. Das ist auch medizinisch gesehen sinnvoll, da bei der Mehrheit der leicht verlaufenden Erkrankungen nach ungefähr 14 Tagen die Symptome abklingen.

Was Sie jetzt wissen müssen

Beitrag von Haluka Maier-Borst und Jenny Gebske

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6447 Kommentare

  1. 6447.

    Zu lansam für eine Herdenimmunität mittels Durchseuchung, vorallem, da ja Reinfektionen durch neue Stämme nach durchgemachter Erstinfektion bekannt sind.

  2. 6446.

    Schon recht, aber von den 24 Tausend hat auch ein unbekannter Anteil die Möglichkeit ernsthaft zu erkranken oder zu sterben. Und auch die 24 Tausend die gegen "ihren" Corona-Virus von heute immun werden, haben die Chance bei der nächsten Ziehung eine andere Corona-Variante zu erhalten und das Spiel von vorne durchzumachen.

    Ok, ich hoffe, dass ich im Beitrag Ironie gefunden habe. Hier lege ich nur nach.

  3. 6445.

    Danke, auch @Peter a - Die Prognose der erwarteten ITS-Belegung auf der Grundlage des "Alters-Durchschnitts" der Ungeimpften zu bilden, halte ich für kompliziert, eigentlich sogar für unsicher. In #6441 hat Matthias einen hübschen Schlusssatz dazu geschrieben. Für die aktuell dominierende Virus-Variante wird die Prognose stimmen. Aber schon die britische Variante mit ihrem abweichenden Verhalten hat uns doch ein Bein gestellt.

    Ein ständiges Nachsteuern, welcher Inzidenzwert denn nun gerade "böse" ist, halte ich auch für schädlich, weil ich mal prognostiziere, dass der "böse" Wert sich nicht nur nach oben verändert, sondern teilweise auch nach unten korrigiert werden müsste.

  4. 6444.

    Die gute Meldung: Seit gestern haben weitere 24.808 Neu-Infizierte + Dunkelziffer die Chance, gegen Corona immun zu werden.

  5. 6443.

    "Welche Rolle spielen die Schnelltests in Deutschland ?"
    Meine Frau hilft beim Testen in der Grundschule. (Sie ist seit 13 Monaten in Kurzarbeit 0 und hat viel Zeit.) Letzte Woche beim Probetesten gab es keinen positiven Fall. Diesen Montag dafür gleich mehrere. Nach positivem Bestätigungstest (hat meine Frau so entschieden, den zu machen, einen wirklichen Plan, was/wann bei welchem Ergebnis zu tun ist, gibt es bisher nicht) ging es dann zum PCR, bei dem von Ihr getesteten Schüler ebenfalls positiv, die anderen weiß sie nicht.
    Und wer sich zuhause testet, macht das ja eigentlich auch nur aus Gründen der eigenen Sicherheit (shoppen kann man damit ja nicht) und wird bei zwei Strichen auf der Anzeige dann wohl im Regelfall auch einen PCR machen.
    Also ich denke schon, dass sich die Schnelltests letztlich in der Inzidenz bemerkbar machen.

  6. 6442.

    Da man immer wieder über Datenschutzverletzungen in Testcentern hört, scheint es so das man Daten erhebt und offensichtlich auch speichert, sonst hätte man ja kein Datenschutzproblem.
    Was mit den Daten passiert?
    Negativ wird keiner wissen und wahrscheinlich auch nicht wollen.
    Positiv Tests auswerten wäre schon allein notwendig um den Nutzen darzustellen und somit den Aufwand zu rechtfertigen, bzw. die Methodik zu validieren, optimieren.

  7. 6441.

    Also weiß man eigentlich schon ziemlich genau wie aktiv das Virus in welchen Bevölkerungsgruppen ist. Man hat Altersaufteilung, Gefährdete Berufsgruppen. Ich gehe davon aus das irgendwer auch weiß, wer im KHS landet, also wie alt und welche Berufsgruppe und auch wer gute Chancen hat aus eigener Kraft wieder nach Hause zu kommen. Wenn man das alles korrekt zusammenführt kann man also die Lage und das Risiko daran besser bewerten als an der nackten Fallzahl und damit gezielter agieren.
    Problem bleibt dass man nicht hinreichend zuverlässig herausfindet, wo die Infektion stattfindet. Aus meiner eigenen Erfahrung aber auch nur halbherzig versucht. Da hilft dann nur der radikale Weg, der aber nicht akzeptiert wird.
    Politiker wäre nix für mich. Physikalische Größen halten sich an ihre Gesetze und kann man deshalb zuverlässig messen und beeinflussen. Menschen, Tiere und Viren machen das leider nicht.

  8. 6440.

    Leider sind die Grafiken immer noch nicht aktualisiert. Positivquoten sind sogar über einen Monat alt, dann kann man sie eigentluch auch weglassen.

  9. 6439.

    Die Positivrate der PCR-tests liegt bei 12% laut Täglichem Lagebericht des RKI vom 20.04.2021. Das ist nicht gut - es ist ziemlich hoch. Ende Dezember 2020 war sie auch bei 12% angekommen, um dann weiter zu steigen und am 03.01.2021 ihren Höhepunkt mit 15,9% zu erreichen. Zwischen dem 10. und 17.01.2021 fiel sie dann wieder unter 12%. (siehe diese rbb-Seite)
    Negative Schnelltests gehen ja nicht in die RKI-Statistik ein, denn sie werden nicht an das RKI gemeldet, soweit ich weiß, während positive Schnelltests per PCR nachgetestet werden sollen, was zum Teil nicht immer passieren wird, wenn die Leute zum Beispiel zu Hause testen. Das BAG (Amt für öffentliche Gesundheit der Schweiz) veröffentlicht aus solchen Gründen die Positivrate seit Ende März 21 nicht mehr. Ich fand die Positivrate immer sehr aussagekräftig. Welche Rolle spielen die Schnelltests in Deutschland ? Hat sich die Aussagekraft der Positivrate durch die Schnelltests in Deutschland geändert? Gibt es darüber Informationen?

  10. 6438.

    Mir ist eine Anmerkung zu meinem Beitrag #6415 wichtig:
    Die Angaben zu Portugal sind der 7-Tage-Durchschnitt der gemeldeten Neuinfektionen auf 1 Millionen (!) Einwohner gerechnet. (In meinem Beitrag stand fälschlicherweise 100 000)
    1 260 am 28.01.2021.
    96,4 am 01.03.2021
    43,5 am 01.04.2021

    7-Tagesdurchschnitt (arithmetischer Mittelwert von 7 Tagen) und die in Deutschland meistgebräuchliche auch vom RKI verwendete 7-Tages-Inzidenz auf 100 000 Einwohner (aufaddierte Summe von 7 Tagen) sind unterschiedliche Berechungen.

    Inhaltlich bleibt es jedoch dabei: Der Lockdown in Portugal zeigt deutlich wie man von extrem hoch auf einigermaßen niedrig kommt, trotz
    - der neuen Variante,
    - der im ersten Quartal 2020 noch geringen Impfquote und
    - der noch kälteren Jahreszeit zu Beginn dieses Jahres.

    Quelle war: https://www.srf.ch/news/international/coronavirus-weltweit-die-internationale-lage-in-der-uebersicht-3
    Dort runterscollen und bei "Länder hinzufügen" Portugal eingeben.

  11. 6436.

    Dazu möchte ich gern auf den aktuellen RKI-Bericht hinweisen
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Apr_2021/2021-04-20-de.pdf?__blob=publicationFile
    und zwar auf die Abb. 7 S.10.

  12. 6435.

    Hallo RBB,
    wann werden die Grafiken wieder aktualisiert? Gibt es derzeit Verzögerungen?
    Um welche Uhrzeit kann man mit der kompletten Seite rechnen?
    Danke für eine kurze Info.
    Schönen Abend noch!

  13. 6434.

    Kann ich ja mal wieder die Vorwarnzeit der KV einwerfen, die genau das macht.
    Die Inzidenz in den Risikogruppen ermittelten und nach Risiko für schweren Verlauf bzw. ITS-Bedarf wichten und zusammen mit den vorhandenen Kapazitäten die Zeit bis zur Überlastung des Systems zu prognostizieren.

  14. 6433.

    Da richtigerweise von Alt nach jung geimpft wird. Von 1000 infizierten sehr alten Senioren landen sagen wir 200 auf der Intensivstation, von 10 000 jüngeren landen auch 200 auf der Intensivstation. Also kann ich rechnerisch die Neuinfektionen steigen lassen (aber auch mit der Gefahr sie immer weniger unter Kontrolle zu bekommen). Gegenrechnen muss man folgendes:
    -schwer kalkulierbare Kündigungen des Pflegepersonals weil sie das Ausbügeln des Versagens bei antiepidemischen Maßnahmen leid sind (Verringerung der ITS-Plätze durch Personalmangel),
    -verlängerte Liegezeiten der Jungen (sie sterben nicht früh sondern eher seltener, liegen dadurch aber länger)
    - Impfstofflieferengpässe
    - Verringerung der Wirksamkeit von Impfstoffen oder Unwirksamkeit durch neue Mutanten (vielleicht wird es auch mal eine Mutante geben, gegen die man nicht impfen kann)
    - neu auftretenden Komplikationen bei Impfstoffen
    - Reinfektion bereits geimpfter durch neue Mutanten
    - unbekannte Überraschungen

  15. 6432.

    Sorry, ich versuche ihn mal zu lösen.

    In meiner naiven Vorstellung sind mit fortschreitender priorisierter Impfung immer weniger ernsthaft durch das Virus gefährdete Menschen ungeschützt und ein immer größerer Teil der Ungeimpften bekommt nur noch Schnupfen bzw. bleibt symptomlos.

  16. 6431.

    Du verursachst gerade einen Knoten in meinem Hirn ;-)

    Warum kann ich bei steigendem Impfortschritt die Inzidenz steigen lassen und verhindere dennoch eine Überlastung der ITS? Die Inzidenz zeigt doch weiterhin die Infektionen pro 100.000 Einwohner. Und damit (mehr oder weniger direkt) die erwartete Belastung in ein paar Wochen.

  17. 6430.

    Es kommt darauf an, was man will. Will man weiterhin nur die ITS vor kurzfristiger Überlastung bewahren, braucht man die Maßnahmen nur daran ausrichten und kann wohl die Inzidenzgrenzen mit zunehmendem Impffortschritt immer weiter nach oben anpassen und theoretisch demnächst auf das Testen auch ganz verzichten. Will man zusätzlich die Gefahr durch Virusmutationen (und dadurch Welle 4 im Herbst) verringern, kann man die Inzidenz jedoch nicht unkontrolliert ansteigen lassen. Hier kommt dann halt die Bundesbremse ins Spiel, wenn die Länder die Inzidenz nicht unter 100 halten können. Schön ist das nicht und 100 ist wohl auch viel zu hoch dafür..

  18. 6429.

    Das Problem ist, daß man alle mit nur einer Zahl glücklich machen will. Ursprünglich ging das RKI von der klin. Symptomatik von COVID-19 aus und die Tests waren als Differntialdiognostik gedacht, wobei Multitarget eigentlich immer die Empfehlung war. Dann gibt es die Epidemiologen, die möglichst alle Infektionen erfassen möchten, um gut den Verlauf modellieren und Vorhersagen zur Ausbreitung machen zu können. Dann gibt es noch die Sicht der Kliniker in der ITS, die vorrangig an der knappen Ressource ITS-Betten interssiert sind. Bei den Kartendarstellungen ist das ähnlich verschieden. Den Epidemiologen interessiert, wo die Infektion war - den Kliniker interessiert mehr, in welchem KH Patienten zu erwarten sind (deswegen trifft hier die RKI-Sicht mit der Meldung am Heimatgesundheitsamt gut).

  19. 6428.

    Danke, dass Sie immer wieder auf die Problematik der Bewertung des PCR-Tests (Symptome?, Anzahl der getesteten Genabschnitte und Ct-Wert) hinweisen. Irgendwann muss das doch mal durchdringen!

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