Mobilität - E-Autos auch in Brandenburg immer gefragter

Ein Elektroauto von VW lädt an einer Zapfsäule für Strom. (Quelle: dpa/Christoph Hardt/Geisler-Fotopres)
Bild: dpa/Christoph Hardt/Geisler-Fotopress

Ab Sommer dieses Jahres sollen in Grünheide bei Tesla die ersten Elektro-Autos vom Band laufen, wenn mit dem Genehmigungsverfahren alles funktioniert. Doch besteht in Brandenburg und Deutschland eine gesteigerte Nachfrage nach Elektro-Autos?

 

E-Autos boomen in ganz Deutschland und auch in Brandenburg. Das belegen Zahlen des Kraftfahrtbundesamts: So ist im vergangenen Jahr die Zahl zugelassener Autos mit alternativen Antrieben im Vergleich zum Vorjahr zwischen Elbe und Oder um das Zweieinhalbfache angestiegen. Rund 16 Prozent aller Neuzulassungen waren E- oder Hybridautos, so das Amt weiter. Diesen Trend bestätigen auf rbb-Anfrage auch märkische Autohändler. Zwar sagten einige Händler, dass ihre Kunden noch verhalten reagierten. Aber dennoch bestätigten auch sie, dass das Kundeninteresse dennoch insgesamt sehr hoch sei.

Steigendes Intersesse an größere Auswahl gekoppelt

Das gesteigerte Kundeninteresse, so jedenfalls das Resultat einer rbb-Recherche, korrespondiere auch mit einer mittlerweile riesigen Auswahl an E-Autos auf dem Markt. Neben Tesla haben Hersteller wie Renault, VW oder Hyundai auch eine breite Angebotspalette auf den Markt gebracht, beton Julian Affeldt von der Interessengemeinschaft (IG) Elektromobilität Berlin-Brandenburg. Auch preislich sei von Klein bis Luxus eigentlich mittlerweile alles dabei.

Affeldts Angaben zufolge gebe es es außerdem immer mehr Ladestationen. "Also ich glaube, dass das Thema Ladeinfrastruktur, öffentliche Ladeinfrastruktur sich inzwischen zurechtgeschuckelt hat", erklärt er. Es gebe hier und da noch Orte, wo man das Thema noch nicht erkannt habe. "Aber ansonsten kann man in gan vielen Bereichen Brandenburgs auch an den Autobahnen entlang problemlos laden", so der IG-Sprecher.

Interessenten müssen sich zum Teil auf längere Lieferzeiten einstellen

Allerdings müssten sich Kaufinteressenten zum Teil gedulden. Es könne einige Zeit nach der Bestellung ins Land ziehen, bis das Fahrzeug geliefert werde. Das hänge davon ab, wie die jeweiligen Hersteller aufgestellt sind, erklärt Affeldt. So sei es schon vorgekommen, dass 11 Monate ins Land gezogen sei, bis ein Hersteller geliefert habe. Andere Modelle seien sogar ausverkauft. Die "normale Lieferzeit" liege im Schnitt bei vier bis fünf Monaten, hieß es.

Beim Thema Ladestationen auch noch spannend: Es gebe mittlerweile einige Mieter, die gegen ihre Vermieter klagten, weil die keine Ladeinfrastruktur auf den Autostellplätzen vorfänden, obwohl Mieter darauf ein Recht haben, hieß es.

Sendung: Antenne Brandenburg, 20.04.2021, 14:40 Uhr

24 Kommentare

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  1. 24.

    Es ging mir im den Satz im Artikel: "Neben Tesla haben Hersteller wie Renault, VW oder Hyundai auch eine breite Angebotspalette" Viele Medien sind ob Tesla völlig aus dem Häuschen. Vergessen wird dabei die Modellgeschichte von Renault/Nissan die wesentlich länger am Markt deutlich breiter als Tesla aufgestellt sind. Bei Tesla gibt es gerade mal vier Modelle: S,3,X,Y, letzteres aber noch nicht offiziell in der EU. Dem gegenüber war die Lokalredaktion im Podcast neulich beeindruckt vom der ersten Fahrt im Nissan Leaf, der bereits vor dem Model S in der 1. Generation auf den Markt gekommen ist und sich auch bedeutend besser verkauft hatte.

    War das Ihnen zu viel Werbung für die Konkurrenz? Dem kann ich abhelfen. Empfehlen kann ich den in der EU niemanden mehr. Die Gründe sind der japanische Ladeanschluss und das schlechte Thermomagement. In der Klasse gibt es mittlerweile bessere.

    Der Sentry Modus von T. ist ein Alleinstellungsmerkmal, jedoch nicht nur in China umstritten.

  2. 23.

    Man stelle sich vor 1000000 Pferdekutschen werden durch Benzinautos ersetzt. Bei 50L Tankgröße macht macht das 500000 Fässer Öl. Da kann man Apotheken bauen so viel man will, so viele Raffinerien haben wir gar nicht zur Verfügung. Und wie sollen die Apotheker das Zeug schnell genug in die Autos bekommen? Was das für Schlangen an den Apotheken gibt!

  3. 22.

    "Auch hier belegt Tesla wieder, welche Eigenschaften ein Auto haben muss, um Aufmerksamkeit zu generieren: S3XY! "
    Aufmerksamkeit ala Tesla:
    Der Tesla „Sentry Mode“, zu Deutsch „Wächtermodus“ genannt, ist eine Funktion zur Überwachung gegen Einbruch und Fahrzeug Diebstahl. Aktiviert man den Wächtermodus im geparkten Fahrzeug, wird die Umgebung kontinuierlich von den Fahrzeugkameras überwacht.
    Zum Post:
    Dicht dran: Missbrauch der Kommentarfunktion für werbliche Zwecke

  4. 21.

    sorry, aber 1.000.000 Fahrzeuge á 3,5 kW benötigen nur 3,5 GigaWatt

  5. 20.

    Oder einen für Forschungszwecke geförderten Wasserstofftank. Die Ladesäule lässt sich auch fördern, wenn die für alle zugänglich wird...(Stecker über den Zaun hängen)...;-)

  6. 19.

    Ab und zu Zug fahren ist super. Wer denkt, er macht sich dabei zu schmutzig, der sollte sich überlegen wie schmutzig es ist, das Hochwasser in Greifswald zu stoppen. Individualverkehr ist das falsche Pferd-on the road to nowhere.

  7. 18.

    Ganz entspannt mit dem Zug? Entspannt mit Schuhen auf den Sitzen im "weißen Kleidchen" sauber ohne Krach ankommen? Das empfindet jeder anders, der Gleichschaltungsoffensive zum Trotz.

  8. 17.

    Das kann man elegant umgehen, indem man sich für die eigene Ladesäule ein Dieselaggregat in den Garten stellt ;-).

  9. 16.

    Um den gesamten Primärenergiebedarf von knapp 800 TWh meist fossiler Kraftfahrzeuge durch batterieelektrische Fahrzeuge zu ersetzen, bedurfte es lediglich gut 200 TWh Strom. Das wäre weniger als pro Jahr bereits heute EE-Strom zur Verfügung steht.

  10. 15.

    Bei nur 3,5kW Ladestrom pro Fahrzeug braucht man bei nur 1000000 Fahrzeuge 350 Gigawatt anstehende, verfügbare Leistung. Zur Zeit sind in D nicht viel mehr als 80 Gigawatt zur Verfügung. Viel Spaß beim Laden. Da kann man hunderttausende Ladestationen bauen, die trotzdem kein Auto laden können, weil da dann die Elektroneneselchen in den Leitungen nicht ausreichen. Ist Physik. Aber Naturgesetze zählen ja in unserer grün veblendeten Gesellschaft nichts mehr.

  11. 14.

    Und es gibt einige Seitenstraßen in Berlin, da wird abends so viel geladen, dass der Betrieb einer weiteren Mikrowelle den Rahmen sprengen würde ;-)

    Für Fahrten in Brandenburg reicht es auch. Während der Arbeitszeit in Berlin laden und voll geladen zurück. Aber fahr mal nach München. Wo sind da zwischen Hof und Triptis Ladesäulen??

  12. 13.

    da würden sich 2 Flughäfen anbieten : Brescia u. Verona , aber von dort zum Gardasee ist ein Auto unverzichtbar , also insgesamt eine klimapositive Aktion ( Ironie ende )

  13. 12.

    Kaffetrinken am Gardasee mit Auto? Das machen nur arme Schlucker.
    Als Mensch von Welt macht man das mit dem Privatjet.

  14. 11.

    " Zug ganz entspannt und umweltfreundlich... "

    inwiefern umweltfreundlich ? der Zug fährt mit Strom oder Diesel

  15. 10.

    Sie sollten nochmal über den Sinn Ihrer Frage nachdenken, falls Sie meinen es kommt dreckiger Kohlestrom in den Akku.....Fehlanzeige!

  16. 9.

    " Immerhin schafft man es mit dem Zug ganz entspannt und umweltfreundlich von Berlin Hbf zum Lago Maggiore in 11 Stunden. "

    mag sein , aber wenn man dort nicht nur Keffee trinken will ? dann kommt der Mietwagen um die Umgebung zu erkunden..

  17. 8.

    Wie wir inzwischen wissen, ist auch unsere Atmosphäre für solche Fahrten ungeeignet. Man kann sich das noch ein paar Jahre schön reden, aber nicht mehr sehr lange.
    Immerhin schafft man es mit dem Zug ganz entspannt und umweltfreundlich von Berlin Hbf zum Lago Maggiore in 11 Stunden.

  18. 6.

    ...und wenn die Sonne nicht scheint, mit dem Dynamo vom Hometrainer?

  19. 5.

    Ich tanke mein Auto mit Strom vom Dach, es gibt nichts zu meckern.

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