Abstimmung in Potsdam - Rundfunkrat wählt Ulrike Demmer zur neuen rbb-Intendantin

Fr 16.06.23 | 21:19 Uhr
  61
Ulrike Demmer, Kandidatin für die Intendantenwahl des rbb, steht am 08.06.2023 in dem Gebäude des Fernsehzentrums. (Quelle: dpa/Fabian Sommer)
Video: rbb|24 Abendschau | 16.06.2023 | H. Christ/T. Bittner | Bild: dpa/Fabian Sommer

Entscheidung in Potsdam: Die Journalistin Ulrike Demmer hat das Rennen um die rbb-Spitze für sich entschieden. Heide Baumann hatte zuvor ihre Kandidatur zurückgezogen. Demmer äußerte sich in der rbb24 Abendschau zu ihren Zielen und Aufgaben.

Der rbb-Rundfunkrat hat sich am Freitag für Ulrike Demmer als neue Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg ausgesprochen. Auf Demmer entfielen 16 Stimmen. Damit wurde sie mit der notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit der anwesenden Rundfunkratsmitglieder gewählt.

Ulrike Demmer war in der Vergangenheit unter anderem für das ZDF, den "Spiegel" sowie Radioeins vom rbb als Journalistin tätig. Zwischen 2016 und 2021 war sie stellvertretende Regierungssprecherin unter der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Konkurrentin Baumann zog Kandidatur zurück

Insgesamt waren 25 der 30 Rundfunkratsmitglieder zu der Wahl erschienen. Ein Mitglied verließ die Runde vorzeitig, so dass im finalen Durchgang 24 Mitglieder wählten. Das Gremium war damit nach den Regelungen des rbb-Staatsvertrages beschlussfähig.

Zuvor hatte der Rundfunkrat hinter verschlossenen Türen mehrere Stunden lang über den Stand des Bewerbungsverfahrens debattiert. Die Managerin Heide Baumann, die zunächst ebenfalls zur Wahl stand, hatte ihre Kandidatur nach dem zweiten Wahlgang zurückgezogen.

Die designierte Intendantin ist für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt. Demmer sagte am Freitag in der rbb24 Abendschau, sie gehe davon aus, dass sie im September das Amt übernehmen werde. In den kommenden Tagen soll ein Arbeitsvertrag ausgehandelt werden. Zuständig dafür ist der rbb-Verwaltungsrat, der den Sender in wirtschaftlichen und finanziellen Fragen berät und kontrolliert.

Demmer: rbb ist auf einem guten Weg

Demmer äußerte sich am Freitag in der rbb24 Abendschau zu ihren Zielen und Aufgaben. Sie sehe den rbb auf einem guten Weg, sagte die 50-Jährige. Sie kenne den Sender als sehr kreative Rundfunkanstalt und glaube, dass die Krise eine Chance für den rbb sei, gestärkt daraus hervorzugehen. "Es ist großes kreatives Potenzial im Sender vorhanden, und ich freue mich auf die Zusammenarbeit und glaube, dass es eine Möglichkeit gibt zu zeigen, dass man auch in Zeiten knapper Kassen sehr gutes Programm machen kann", so Demmer.

Ihre frühere Arbeit als stellvertretende Regierungssprecherin der Bundesregierung stehe der Unabhängigkeit des rbb nicht entgehen. Der rbb sei auch mit ihr als neuer Intendantin staatsfern und unabhängig. "Ich habe fast 20 Jahre als kritische und unabhängige Journalistin gearbeitet. [...] Wenn Sie mal so lange wie ich Journalistin waren, das legen Sie ja nicht einfach ab."

Der rbb sei besonders in der regionalen Berichterstattung unersetzlich, unersetzlich bleibe er aber mit gutem Programm, so Demmer weiter. Die Berichterstattung des rbb beispielsweise aus Brandenburg würde zeigen, wie relevant die Themen auch über die Region hinaus sind, sagte sie rbb24 Brandenburg aktuell.

Außerdem sicherte Demmer den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ihre Unterstützung zu. "Ich sehe den rbb auf einem guten Weg [...] und möchte den Kolleginnen und Kollegen [...] den Rücken freihalten, dass Sie das weiter machen können und in Zukunft noch besser."

Audio: rbb24 Inforadio | 17.06.2023 | Torsten Sydow

Vernau bleibt vorerst im Amt

Bis zum Amtsantritt der neuen Intendantin wird der rbb weiterhin von Katrin Vernau geführt. Die frühere WDR-Verwaltungsdirektorin Vernau war im September des vergangenen Jahres interimsweise zur Intendantin gewählt worden. Sie hatte sich nicht am offiziellen Bewerbungsverfahren für die neue Intendanz beteiligt.

Zuvor hatte der rbb die frühere Intendantin Patricia Schlesinger fristlos gekündigt. Schlesinger steht im Verdacht als Intendantin öffentliche Gelder veruntreut zu haben, zudem wird ihr eine unseriöse Finanzplanung vorgeworfen. Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt in der Sache gegen Schlesinger und weitere Beschuldigte.

 

Sendung: rbb24 Abendschau, 16.06.2023, 19:30 Uhr

61 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 61.

    Demokratie und Gebürenzahler, die Worte lese ich nirgends.
    Es wäre schön wenn in die ganze Sache mal ein demokratischer Ansatz bekommt. Der " Chef" von ganzen ist ja eigentlich der Gebürenzahler. Solange der überholte Ansatz der "Grüppchen" die die Unabhängigkeit des ÖRR kondolieren, ohne selbst kondoliert zu werden. beibehalten wird, wird das meiner Meinung nach nichts.
    - Wahl des Rundfunkrates durch den Gebührenzahler
    - Kandidaten nur ohne Parlamentarisches-oder Parteiamt
    - B11 für die "Neue" wäre (ist?) aber schon mal ein erster Schritt.

  2. 60.

    Du glaubst auch das jeder Politiker oder Posteninhaber in Berlin eine Berliner oder Brandenburger ist? Einige, viele vom Rundfunkrat sind es aber nicht. Und der RBB sendet weiter als nur bis Brandenburg. Ich gebe Torsten recht

  3. 59.

    Warum fehlten 5 Rundfunkräte?

  4. 58.

    Für welchen Sender gilt Ihre Aussage noch gleich? Die 30 Mitglieder des rbb-Rundfunkrates stammen aus Berlin und Brandenburg.

  5. 57.

    Hmm, der Presse nach aber auch hier auf RBB wurde der Begriff Ausschlusskriterium verwendet, noch bevor die Wahl losgingt. Der Begriff Ausschlusskriterium sollte nicht inflationär benutzt werden, er ist fest definiert. Wenn der Begriff also doch nicht als Ausschreibungsbedingung festgelegt wurde, dann passt etwas nicht am verfahren bzw der Berichterstattung. Wenn jedoch ein Ausschlusskriterium vorlag, dann muss das ganze verfahren neu angesetzt werden, da Herr Weyrauch nachträglich zugelassen wurde. Und das widerspricht den rechtlichen Grundlagen.

  6. 56.

    Dem schließe ich mich an. Ein Soziologe der AWO, ein Potsdamer Provinzanwalt und diverse Politiker im Rundfunkrat meinten ganz genau zu wissen, was der rbb braucht. Ohne jegliche Rundfunkerfahrung oder ernstzunehmender Erfahrung in der Führung eines Unternehmens dieser Größe und zudem noch teilweise selbst ausgesprochen üppig im Bezug von Steuergeldern ausgestattet.

  7. 55.

    Wow - Du sprichst mir aus tiefster Seele. Wenn es nach dem geht was im RBB gesendet wird, hat man das Gefühl das man 17 Mio exDDRlern die eigene mediale Identifizierung nehmen will. Man stelle sich vor heute müssten alle DDR-TV im Westen sehen und die eigene Vergangenheit vergessen

  8. 54.

    Man kann sich viele Gedanken über die Integrität der neuen Intendantin machen. Niemand sollte ihr etwas unterstellen, aber aufhorchen lässt ihre eigene Selbstdarstellung schon. "Ich habe fast 20 Jahre als kritische und unabhängige Journalistin gearbeitet. Wenn Sie mal so lange wie ich Journalistin waren, das legen Sie ja nicht einfach ab." Wer weiter denkt, fragt sich, wie Frau Demmer das hingekriegt hat als weltweit einzige kritische und unabhängige Regierungssprecherin. Kein Kabinettmitglied steht so parteiisch zur Regierung wie ein Regierungsprecher. Vielleicht wird Frau Demmer fabelhafte Arbeit beim rbb leisten und ihre Integrität Tag für Tag beweisen. Doch die Personalie ist zweitrangig. Vorrangig ist das Wohl des rbb. Frau Demmer hätte niemals Intendantin werden dürfen. Zu groß ist ein zukünftig mögliches Schadenspotential. Um so etwas zu verhindern, gäbe es sinnvolle Strukturen. Einfach NEIN zu solchen Konstellationen, egal welche Meriten die Person hat.

  9. 53.

    Stimmt. Danke für die Info. Das die 30 dazu nicht taugen haben wir nun seit Monaten erlebt. Ich denke die decken auch nur 20% Zuschauer ab die da irgendwo organisiert sind in den jeweiligen Vereinen usw. Anders kann man sich den zum Teil gesendeten Müll nicht erklären wenn die Archive mit Qualität gefüllt sind und kaum angetastet werden

  10. 52.

    "Eine Gehaltsobergrenze war ein vorher festgelegtes Ausschlusskriterium für das Auswahlverfahren." Der Presse zu Folge war eine Gehaltsobergrenze eben nicht genannt worden. Anscheinend ist nur Weyrauch, erst nachdem er einer von 4 ausgewählten Kandidaten war, eine genannt worden. Die nun gewählte Intendantin hat wie berichtet wurde ab nun die Möglichkeit über ihr Gehalt zu verhandeln. Der eine Kandidat wird vergrault mit einer Gehaltsobergrenze die nun Gewählte darf nun darüber verhandeln. Wäre es nicht fair gewesen allen Kandidaten eine Obergrenze zu nennen, ich meine allen 50, dann kann man die die das nicht wollen schon aussortieren bevor man sie als Kandidat überhaupt ins Rampenlicht stellt. Es sieht eher so aus als wollte man Weyrauch loswerden. Er war bei radio bremen Programmdirektor, also eine Stufe unter dem Intendanten und hatte offenbar ein sehr gutes Berliner Radio- und Medienprofil ohne (wie die jetzt Gewählte), zuvor in der Politik gewesen zu sein.

  11. 51.

    Tut mir leid, aber Sie unterliegen einem Irrtum. Das Ausschlusskriterium war vorher bekannt. Und wenn Sie sich mit mit dem Vergabeverfahren für öffentlichen Einrichtungen auseinandersetzen wurden, werden sie die Unzulänglichkeit ihres Kommentars erkennen. Sorry.

  12. 50.

    Dann hätte die Findungskommission jemanden ausgewählt der nicht geeignet war, weil seine Gehaltsforderung zu hoch wäre. Sollte dass nicht die Findungskommssion vorab mit den 50 auszuwählenden Kandidaten klären? Eine einfache Zahl und wer drübergeht wird garnicht vorausgewählt. Wo hat dann dann die Findungskommission noch geschlampt? Hat sie wirklich die 2 (oder 4) besten Kandidaten ausgewählt? Oder hat sie noch mehr solcher Fehler gemacht? Vielleicht sind ja unter den unbekannten 46 nicht ausgewählten Bewerbern viel fähigere also die 4 ausgewählten? Und wie kommt es dass die Findungskommission eine Kandidatin auswählte, die erst bei der Mitarbeiteranhörung feststellt, dass ihr Angebot nicht zum RBB passt? Hat sich die Findungskommission überhaupt mit den Vorhaben zur RBB-Gestaltung, also den Angeboten, der 50 Bewerber auseinandergesetzt?

  13. 49.

    Senderrat? Und bitte mal die Besetzung der aktuellen Bundesregierung anschauen und dann den Kommentar überdenken.

  14. 48.

    Sie haben schon verstanden, daß die Wahl durch den Rundfunkrat erfolgt und nicht durch den rbb?? Und nun informieren Sie sich noch über die Zusammensetzung und Zusammenstellung desselben und überlegen Ihren Kommentar nochmal.

  15. 47.

    Wenn es Pressefreiheit gibt, kann es keine Instanz geben die das macht, was Sie beschreiben.

  16. 46.

    Genau, er will das Gehaltsgefüge des Rundfunks nicht untergraben…. ARD Leute halt. Schön die Pfründe sichern.

  17. 44.

    Der Senderrat sollte dringend reformiert werden mit Menschen aus allen Regionen unserer Republik und vielleicht auch mal die Zuschauer abstimmen lassen. Ich finde auch das Deutschland in vielen Bereichen zu sehr Süddeutsch dominiert wird (politisch und medial). Das schafft keine Vielfältigkeit sondern Eintönigkeit und eingeschränkte Sichtweisen. Ich hätte mir auch im RBB jemanden gewünscht aus der Region

  18. 43.

    Rundfunkrat
    Der Rundfunkrat vertritt die Interessen der Allgemeinheit und überwacht die Einhaltung der Programmgrundsätze. Er berät den:die Intendant:in in allgemeinen Programmangelegenheiten. 51 Mitglieder sind aus dem Land Baden-Württemberg und 23 Mitglieder aus dem Land Rheinland-Pfalz entsandt.
    Fazit: Der Osten ist garnicht erst vertreten und wird aus der Entfernung regiert ohne Bezug zur Senderegion und Historie. Da gebe ich hier einigen Recht. Sollte man ändern, Treuhand ist vorbei

  19. 42.

    Und noch interessanter (gleicher Artikel Berliner Zeitung) warum Herr Weyrauch auch noch abgesprungen ist.

  20. 41.

    Bin in ostBerlin mit SFB/Rias groß geworden. Muss aber auch feststellen das in den letzten Jahren das Angebot aus DDR-Filmen/Serien/Shows massiv zurückgenommen wurde und man mehr aus exWBerlin-Perspektive sendet. Aber auch die schönen alten WBerlin-Serien sieht man kaum noch. Etwas mehr Nostalgie für die Menschen die noch ÖffRechtl schauen statt wie die jüngere Generation die zu Streamingkanälen tendieren, wäre toll. Gibt es eigentlich keine fähigen RBBler die Intendanz können statt Importe?

  21. 40.

    "Eine Gehaltsobergrenze war ein vorher festgelegtes Ausschlusskriterium für das Auswahlverfahren."
    Diese Obergrenze war und ist die alleinige Erfindung des Verwaltungsratsvorsitzenden Ehlers unter der typischen politischen Einflussnahme des Ministerpräsidenten Woidke (SPD).
    Insofern stimmt Ihre Argumentation hinten und vorne nicht und ist absoluter Quatsch.
    Ich empfehle Ihnen dazu die ausführliche und unabhängige Berichterstattung des "Cicero" und wünsche eine erhellende Lektüre.

  22. 39.

    Zumal ja das Amt vor September sowieo nicht neu besetzt wird. Da wäre wirklich noch Zeit für die Auswahl weiterer Kandidaten gewesen.

    Aber irgendwie ist es auch so schön ehrlich, wie hier der ÖRR wieder zeigt, dass er sich nicht reformieren lässt.

  23. 38.

    Ja, sicher doch.
    Dieser grünlinks ausgerichtete Merkelsender hat jetzt die passende und gewünschte Chefin bekommen.
    Was für ein trauriges Beispiel von Filz im RR gepaart mit Unfähigkeit und Andienerei!

  24. 37.

    Der rbb ist aus dem Sender Freies Berlin und dem ORB hervorgegangen und es sind mitnichten alle Journalisten (u.a. Jessy Wellmer, Marion Brasch, etc.) aus dem “Westen” oder aus West-Berlin… das sind nur Ihre Mutmaßungen, keine Fakten.

  25. 36.

    Eine Gehaltsobergrenze war ein vorher festgelegtes Ausschlusskriterium für das Auswahlverfahren. Das bedeutet, wer das nicht akzeptiert, muss vom verfahren ausgeschlossen werden. Daher wurde Herr weyrauch zu Recht vom Verfahren ausgeschlossen. Das ist in öffentlichen Ausschreibungen und vergaben so festgelegt.

  26. 35.

    Lesen Sie ml bei der Berliner Zeitung nach, warum Frau Leopold als erstes abgesprungen ist. Ein guter Kommentar.

  27. 34.

    Juliane Leopold, ARD-Chefredakteurin für Digitales, hatte schon am Mittwoch angekündigt, nicht mehr kandidieren zu wollen.
    Sie gab zu verstehen, dass der Sender kein Interesse an einer Modernisierung bzw. Digitalisierung hatte.

    Bleibt also alles wie gehabt gesichert!

  28. 33.

    Wie ich schon wieder das Jahresgehalt gehört habe ist mir gleich schlecht geworden 180 bis 250Tausend Euro im Jahr. Da frage ich mich wieso so viel genügt nicht ein Monatsgehalt in vierstelliger Summe denn dieses sind unsere Gebühren Gelder die dafür verwendet werden.

  29. 32.

    Wie kann es eigentlich sein, dass nur 24 Personen abgestimmt haben. War die Wahl nicht wichtig genug. Wenn man verhindert ist, darf man keine Vertretung mit entsprechender Vollmacht entsenden.
    Irgendwie sehr merkwürdig…

  30. 30.

    Der Intendant des Bayerischen Rundfunks war von 2011 bis 2021 Ulrich Wilhelm, vordem Regierungssprecher der Bundesregierung. Er hat dem Bayerischen Rundfunk nicht geschadet...

  31. 29.

    Geb ich Dir absolut recht. RBB sendet eigentlich zu 80% für Wessis im tiefsten Osten (historisch betrachtet). Der MDR ist historisch regionaler geprägt. Mal ehrlich, die Jugend konsumiert eher im Stream als das ÖR-TV und die alten Menschen bekommen Heimat und TV-Historie kaum noch zu sehen obwohl es die größte Zielgruppe ist. Warum wieder ein West-Export auf Spitzenpositionen landet finde immer fragwürdig, eigentlich sollten mal RBB-Zuschauer wählen statt Chefs

  32. 27.

    2 Quoten werden nicht erfüllt. 1. Herren, 2. Ostherkunft.
    Das Sendegebiet ist exDDR, die Intendanz immer tiefster Westen ohne Bezug zur Region/Geschichte

  33. 26.

    Von den 30 Mitgliedern des Rundfunkrats waren an diesem wichtigen Tag nur 25, dann 23, dann 24 anwesend. Gab's Streit oder hatte man keine Lust oder musste man dringend das Auto zum TÜV brigen? Dieses System einer Kontrolle des ÖRR muss dringendst reformiert werden. Ein "Ehrenamt" ist zwar freiwilig, verpflichtet aber zu Seriosität und ernsthaftem Befassen mit der Materie. Wer das nicht packt, soll zuhause bleiben.

  34. 25.

    "An der Spitze mit einer ehemaligen Regierungssprecherin sei der rbb staatsfern und unabhängig!"
    Na klar, 100% !

  35. 23.

    Vernau kannte die Bewerbungsfrist. Da gibt es nichts zu deuten. Und die Kandidaten wurden von dem Findungsgremium ausgewählt. Demmer war mit vorgeschlagen. Auch eindeutig. Wenn von den vorgeschlagenen dann nur noch eine Person übrig bleibt und gewählt wird, ist das unkritisch. Gewählt wurde jemand, der vorgeschlagen war. Basta. Nun bitte nach Vorne blicken. Gibt genug zu tun.

  36. 22.

    An der Spitze mit einer ehemaligen Regierungssprecherin sei der rbb staatsfern und unabhängig!
    Und da ist es wieder.... das seltsame Gefühl im Bauch!

  37. 20.

    Gewünscht hätte ich mir Frau Vernau. Die Nachbewerbung abzulehnen hat ein Geschmäckle vor allem jetzt da nur eine Kandidatin übrig blieb.
    Die Argumentation zu irgendwas Nähe zu haben ( Frau Demmer) ist Quatsch, jeder hat zu irgendwas eine Nähe.
    Was unbedingt geändert werden muss, dieser provinzielle Vorspann im Abendprogramm.
    Ebenso die Kommentarfunktion, es nerven bis zu 20 Fehlermeldungen und dann weiß man immer noch nicht ob er durch ist. Gerne auch mit verifizierter Anmeldung.

  38. 19.

    Diese Wahl interessiert viele nicht. Laut dem „Reuters Institute Digital News Report 2023“ geht das Interesse gerade junger Menschen in Deutschland im Alter von 18-34 Jahren am Konsum von Nachrichten stetig zurück. Nur noch 28 Prozent dieser Altersgruppe gaben an, Vertrauen in die Nachrichten zu haben. 38 Prozent erklärten, den Nachrichten eher nicht oder gar nicht zu vertrauen. Über ein Drittel war sich nicht sicher, ob öffentlich-rechtliche Nachrichten wichtig oder unwichtig sind.

  39. 18.

    Der Personalrat des RBB und die Freienvertretung hatten gestern mittag öffentlich und schriftlich noch vor der Sitzung, auf der Frau Demmer dann gewählt wurde ein neues Bewerberverfahren gefordert. Steht im Wortlaut im Internet der Text
    Das spricht Bände.
    Aus Sicht der Arbeitnehmer und freien Mitarbeiter des RBB war das Verfahren somit vermurkst.
    Mir ist es unverständlich wie Frau Demmer bei dieser geballten Ablehnung glauben kann, den Sender führen zu können.

  40. 17.

    Wie kann ein ÖR unabhängig sein, wenn in den Beiräten Personen mit Parteibüchern sitzen die wiederum eine Intendantin wählen, die Jahre lang stellvertretende Regierungssprecherin war. Das sieht mir schon sehr nach Gemauschel aus. Man hat nichts aus den Vorfällen gelernt. Kein Wunder, dass sich immer mehr Leute dem ÖR abwenden.

  41. 16.

    Man hätte beim rbb auch das Modell einer 10-köpfigen Belegschaftsintendanz wählen können, wo die Mitglieder ähnlich wie bei einem Betriebsrat von einem Teil ihrer Arbeitszeit freigestellt werden.
    Normalerweise wird uns an allen Ecken und Enden vorgekaut, wie schön die Moderne ist, und dass man an alten Machtstrukturen rütteln muss.
    Eine Belegschaftsindendanz hätte auch deutlich mehr Vielfalt und Debatten sowie den notwendigen innerbetrieblichen Reformwillen in den Vordergrund geschoben.
    Aber offenbar war der rbb-Skandal einfach nicht groß genug, dass man hier ebenso eine große Reform angesteuert hätte.
    Naja, schauen wir mal, wie sich Programm und Nachrichten entwickeln.

  42. 15.

    Offensichtlich kennen alle die hier ihre "Meinung" äußern die Kandidatin sehr genau. Gebt ihr die Chance, es kann nur besser werden. Den Abgesprungen hat offensichtlich der Mut verlassen sich dieser desolaten ARD/rbb-Struktur zu stellen oder wie Herr W. zu wenig Geld zu verdienen. So einen braucht's auch nicht.

  43. 14.

    Eine Intendantin bezeichnet sich als staatsfern und unabhängig.
    Dies lässt aufhorchen, denn als Bürger genügt schon die Aussage, man sei regierungsfern oder regierungskritisch, und man bekommt einen gewissen Stempel aufgedrückt.
    Ganz gleich, ob man dem Staat trotzdem wohlgesonnen ist und Deutschland mag.
    Bei den einen ist Unabhängigkeit eine Auszeichnung.
    Ich werde mir ab heute noch viel öfter die Eigenschaft unabhängig zuweisen. Scheint eine gute Sache zu sein.
    Wenn man stellv. Regierungssprecherin war, sehe ich übrigens eine Kollision mit Journalismus.
    Bezeichnend ist, dass dies offenbar schon gar nicht mehr als Problem angesehen wird.
    Weiß man, ob sie einer politischen Partei angehört?
    Ich hoffe jedenfalls, dass Frau Demmer nicht beim Regionalen spart und Strukturen im oberen Lohnsegment deutlich verschlankt und auch insgesamt bereit ist, deutlich zu sparen.
    Ebenso wünsche ich mir vom rbb, dass man sich etwas kritischer mit Grünen Politikkonzepten auseinandersetzt.

  44. 13.

    ...sie hatte mir seinerzeit schon bei "THADEUSZ und die Beobachter" so gut gefallen. Analytisch, eloquent, meinungsstark... Den Abstecher als Regierungssprecherin hatte ich nicht ganz verstanden. Aber sie wird ihre Gründe gehabt haben... Ich wünsche ihr und dem rbb, dass es einen gelungenen Neuanfang gibt und die Zuschauer wieder gerne einschalten... Toi, toi, toi.

  45. 12.

    Da hat die Findungskommission also 50 Bewerbungen gehabt, aber es ist wohl höchst geheim, wer das war. Sie sollte die 4 “geeignetsten” auswählen. Unter den 46 nicht zur Wahl ausgewählten sind also alle schlechter als die 4 ausgewählten? Von den 4 ausgewählten ist eine Kandidatin die sagt dass ihr “Angebot” zu ungeeignet sei und nach ersten Gesprächen und zieht daher zurück. Einem anderen wird erst sehr spät mitgeteilt dass das mit seinen Vorstellungen (u.a. dem Gehalt) nichts wird. Hätte man so etwas nicht vorher klären können? Man wollte wohl nicht. Er hätte genau die Erfahrung die man brauchte: Berliner Journalismuserfahrung und bislang Intendant von Radio Bremen. Es bleiben 2 übrig: 1 Managerin von Microsoft und Vodafon. 1 Journalistin die später Regerierungssprecherin von Merkel war. Dort war sie per Amt dafür zuständig die Politik der Bundesregierung in positivem Licht darzustellen. Die geeignetste von 50 Bewerbern?

  46. 11.

    Die Frau tut mir jetzt schon Leid. Die anderen drei sind nicht umsonst abgesprungen.

  47. 10.

    Berliner Wahlen 2023: es gibt möglichst nur einen Kandidaten, und der wird so lange gewählt, bis er die Wahl gewinnt.

  48. 9.

    Carsten Linnemann war mein Favorit. Er kann auch Journalismus.
    Er hat jetzt Friedrich Merz in Italien auf Youtube interviewt. Und das war auch politisch voll korrekt. Aber lustiger!
    Man sollte dem Nachwuchs mehr zutrauen!

  49. 7.

    Sehr schade, dass der RBB inzwischen so abgehalftert ist, dass aus den eigenen Reihen niemand für die Intendanz in Frage kam.

  50. 6.

    Eine Regierungssprecherin also.. Das passt doch..

  51. 5.

    Der Sendebeitrag in der Abendschau hierzu war deutlich besser als dieser Artikel. Sowohl das problematische Auswahlverfahren als auch die Vergangenheit der nun gewählten Intendantin als Regierungssprecherin und die mitnichten reformierende oder kritische Kraft im Haus des zdf und damit der ard sind hochproblematisch. Es wird dem gesamten Team des rbb aufgebürdet, die eigentliche Arbeit zu leisten - so wie bisher auch. Von Verwaltungs- oder Medienkompetenz kann man sich schon jetzt verabschieden. Man traut sich in den Räten wieder bzw. immer noch nicht, eine rationale Wahl zu treffen. Hier geht es nur um das geringste Übel, um die kleinstmögliche Änderung.

  52. 3.

    Eine ehemalige Regierungssprecherin…
    Bin ich der einzige mit seltsamen Gefühlen dabei?

  53. 2.

    Bei allem Respekt vor dem journalistisch-fachlichen Know-how von Frau Demmer bin ich davon überzeugt, dass es jemanden mit echten Managementqualitäten braucht, um dieses Haus wieder ins richtige Fahrwasser zu führen. Schade, dass der rbb-Rundfunkrat scheinbar bei der Auswahl dies nicht ausreichend schwer als Kriterium anwendet. So werden die Probleme des Hauses nicht gelöst werden.

  54. 1.

    Was ist denn das für eine Wahl, wenn von vier KandidatInnen drei abspringen?
    Da hätte man doch wirklich ein neues Verfahren starten können.

Nächster Artikel