Kultureinrichtungen nutzen Hausrecht - Senatorin Gote begrüßt freiwilliges Festhalten an Maskenpflicht

Do 31.03.22 | 10:51 Uhr
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Archivbild: Zuschauer in der Komischen Oper Berlin tragen eine FFP2-Maske. (Quelle: dpa/XAMAX)
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Audio: rbb24 Inforadio | 31.03.2022 | Ulrike Gote | Bild: dpa/XAMAX Download (mp3, 10 MB)

Die Berliner Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) begrüßt den Vorstoß einzelner Kultureinrichtungen, auch nach dem 1. April an einer Maskenpflicht festhalten zu wollen. Diesen Schritt hatten am Mittwoch unter anderem die Staatsoper Unter den Linden, die Deutsche Oper und die Komische Oper angekündigt. Sie wollen eine Maskenpflicht im Foyer und am Sitzplatz per Hausrecht verfügen. Grundsätzlich entfällt mit Greifen des Basisschutzes in Berlin am 1. April eine solche Pflicht in diesem Bereich.

Sie sei "sehr froh" über diese Entscheidung, denn so könne gerade im Kulturbereich der Betrieb aufrechterhalten werden, sagte Gote am Donnerstagmorgen im rbb24 Inforadio. Auch ihre Verwaltung werde an einer Maskenpflicht für die Beschäftigten festhalten, kündigte sie an.

Gote: Senat wird schnell reagieren

Gote kritisierte in dem Interview erneut, dass ab Freitag die Maskenpflicht in vielen Bereichen wegfällt: "Ich habe tatsächlich ein mulmiges Gefühl, wenn ich an die nächsten zwei Wochen denke, weil wir damit ab morgen ein wirklich mildes Mittel, was uns sehr geholfen hat in der Pandemie, nämlich das Masketragen, nicht mehr anwenden können."

Zur Frage, ob Berlin zum Hotspot erklärt werden könnte, um strengere Corona-Maßnahmen einzuführen, sagte Gote, zurzeit sei das nicht rechtssicher möglich. Die Lage in den Berliner Krankenhäusern sei zwar "recht angespannt, aber nicht so, dass eine konkrete Überlastung direkt droht."

In diesem Zusammenhang verwies Gote auch darauf, dass Berlin darauf vorbereitet sei, falls sich die Situation in den nächsten Wochen - gerade durch den Wegfall der Maske - verschlechtere: "Wenn das Abgeordnetenhaus den Hotspot erklärt, dann werden wir sehr schnell handeln können."

Sendung: rbb24 Inforadio, 31. März 2022, 6:45 Uhr

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7 Kommentare

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  1. 7.

    Der Vergleich mit einer Grippeimpfung hinkt "etwas". Hier wird aus bekannten Stämmen ein "Cocktail" zusammengestellt - also jetzt sehr einfach ausgedrückt - aber ich hoffe verständlich.
    Bei C19 war nichts bekannt - man fing bei Null an und ist jetzt erst in der Lage einen angepassten Impfstoff zu entwickeln.
    Das ist ein "winziger" Unterschied.

  2. 6.

    Die Rede ist vom Jahr davor. Da waren es offiziell schon knapp 20.000. Impfen lassen hätte man auch damals können

  3. 5.
    Antwort auf [Frank] vom 31.03.2022 um 11:01

    Hallo Frank,
    ich bin zu 100 Prozent Ihrer Meinung.

  4. 4.

    Im Jahr 2019 sind 1650 Menschen in Deutschland in Folge einer Grippe gestorben. Mit Covid sind es seit 2020 bisher fast 130.000 Menschen. Mit allgemeinen Aussagen in Kommentaren kann ich immer wenig anfangen. Mir hilft immer nur Konkretes. Mit Sicherheit helfen Masken nicht nur gegen Covid, sondern auch gegen Grippe.

  5. 3.

    3 staatlich subventionierte Spieltstätten halten daran fest... was für ein großer Wurf.
    Na da wird Frau Gote zukünftig nicht mehr einkaufen gehen... und sich aus der privat finanzierten Orten wie Kinos und Tipi macht ohne ... Wühlmäuse bis 31.03. Schlossparktheater steht nichts mehr auf der Homepage von wegen Maske usw. fernhalten.

  6. 2.

    Masken tragen ist weiterhin sehr wichtig. Damit die Inzidenz niedrig bleibt. Das ist weiterhin sehr sehr wichtig. Nur so bleiben auch die an Corona gestorbenen niedrig. Das sollte für uns alle das wichtigste bleiben.!

  7. 1.
    Antwort auf [Frank] vom 31.03.2022 um 11:01

    Die Grippewelle vor 3 Jahren hat auch eine fünfstellige Zahl Todesopfer gefordert. Vor allem ältere und geschwächte. Sie haben natürlich damals bereits überall eine Maske getragen?

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