Wasserknappheit in der Lausitz - Peitzer Teiche müssen teilweise notabgefischt werden

Mo 15.08.22 | 10:44 Uhr
  5
Karpfenernte in Peitz (Bild: dpa)
Karpfenernte in Peitz | Bild: dpa-Zentralbild

Die Wasserknappheit in der Lausitz zwingt die Peitzer Edelfisch Handelsgesellschaft zum Handeln. Wie Geschäftsführerin Ramona Oppermann dem rbb sagte, werde damit begonnen, einige Teiche abzufischen.

"Das wird in den frühesten Morgenstunden gemacht. Da versucht man die Fische so umzusetzen, dass man noch tiefere Teiche nutzt", so Oppermann. "Wenn das nicht mehr möglich ist, freuen sich unsere Prädatoren", erklärt sie. Raubvögel würden dann die Fische aus den flachen Wasserzonen "ernten", so Oppermann.

Besserer Teichschutz gefordert

Angesichts der angespannten Wassersituation fordert Oppermann einen besseren Schutz von Teichanlagen durch das Land. "Wir haben mindestens zehn Jahre Strukturwandel, in denen sich das Grundwasser erst wieder neu bilden muss", so Oppermann. Aktuell stammt ein großer Teil des Wassers aus den Tagebauen, da dort Grundwasser abgepumpt werden muss. Mit dem Ende der Braunkohleförderung steht dieses Wasser nicht mehr zur Verfügung.

Oppermann fordert vom Umweltministerium Projekte in Teichwirtschaften, die die Teichlandschaften als solche besser schützen. Werde diese nicht gepflegt, sei sie in drei Jahren zugewachsen, so Oppermann. "Dann ist weder Fisch noch Vogel da. Dann ist die Verdunstung noch größer und es wird gar kein Wasser mehr zurückgehalten", erklärt sie.

Oppermann sagte, dass die Rolle der Teiche in der Landschaft häufig unterschätzt werde. "Wir sind ein Wasserrückhalt. Wir haben rund um Peitz 1.000 Hektar Wasserfläche, die für den grundwasserspiegel und für den Rückhalt unwahrscheinlich dienlich ist", so die Geschäftsführerin.

Im vergangenen Jahr konnten in Peitz über 500 Tonnen Fisch geerntet werden, 2020 waren es sogar fast 600.

Sendung: Antenne Brandenburg, 15.08.2022, 12:30 Uhr

5 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 5.

    Wie bei anderen Artikeln mache ich mir auch an dieser Stelle die Mühe Ihnen zu erklären, dass der Ostsee seit Monaten nicht befüllt wird.
    Gern geschehen

  2. 4.

    Wasserknappheit? In der Lausitz?
    Wird nicht, nach wie, vor der Ostsee unnützer Weise befüllt? Ist das nicht Wasser, was die Lausitz eher nötig hätte um weiter existieren zu können? In diese Zeiten?

  3. 3.

    Es kann ja sein, dass ich total daneben liege,aber wenn die Peitzer Edelfisch GmbH im Besitz der Teiche ist, müsste sie doch auch für die Pflege der Gewässer zuständig sein. Im Kommentar kommt es so rüber, als sollte die Pflege von übergeordneter Stelle erfolgen .

  4. 2.

    Das gleiche gilt für "Meeresfrüchte", ebenfalls ein Unding.

  5. 1.

    "Im vergangenen Jahr konnten in Peitz über 500 Tonnen Fisch geerntet werden"

    Bei der Tötung von Tieren von "ernten" zu sprechen ist ein absolutes Unding.

Nächster Artikel