Schild Spielstraße (© imago/NBL Bildarchiv)

An Sonn- und Feiertagen - Friedrichshain-Kreuzberg sperrt 18 Straßen fürs Spielen

Um die wiedereröffneten Spielplätze zu entlasten, erlaubt der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg Nachbarschafts-Initiativen seit Sonntag, Straßen temporär zu Spielstraßen zu erklären.

Die Initiativen haben sich dafür zuvor beim Bezirksamt angemeldet und betreuen auch den Spielbetrieb mit Abstandsregeln. Bis zu 30 Straßen in der Nähe von Spielplätzen dürfen so an den kommenden Sonn- und Feiertagen zwischen 12 und 18 Uhr bespielt werden. Für 18 Straßenabschnitte haben sich bereits ausreichend ehrenamtliche Kiezlotsen gefunden. Sie sollen dafür sorgen, dass auf den temporären Spielstraßen die Corona-Abstandsregeln eingehalten werden.

Diese Regelung gilt bisher ausschließlich in Friedrichshain-Kreuzberg.

Folgende Straßen werden abschnittsweise zu Spielstraßen:

- Friedrichstraße

- Böckhstraße

- Arndtstraße

- Lilienthalstraße

- Lachmannstraße

- Dresdener Straße

- Waldemarstraße

- Wassertorstraße

- Lausitzer Platz

- Lübbener Straße

- Cuvrystraße

- Paul-Lincke-Ufer

- Rudolfstraße

- Helmerdingstraße

- Gärtnerstraße

- Bänschstraße

- Liebigstraße

- Richard-Sorge-Straße

Archivbild: Kinder absolvieren auf der ersten temporären Spielstraße in Berlin am 07.08.2019 einen Fahrradparcours. (Quelle: dpa/Jörg Carstensen)
Kinder absolvieren im August 2019 auf einer Spielstraße einen Fahrradparkours.

Sendung: Abendschau, 03.05.2020, 19:30 Uhr

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45 Kommentare

  1. 45.

    Stimmt. So was schlimmes, jetzt gibt´s ganze ACHTZEHN Spielstraßen mehr in Friedrichshein. Die Regierung sollte das Geld, was sie ausgeben, lieber an Autofirmen spenden...

  2. 44.

    Es wird aber in keinem Artikel erwähnt, wer das wann und wie lange auf welcher Grundlage genehmigt hat. Bin gespannt ob das Bezirksamt antwortet.

  3. 43.

    Eine Grundlage im Sinne eines Gesetzes ist hier nicht notwendig, sondern der Erlass einer Verordnung im Sinne der Straßenverkehrsordnung. Dafür sind die Straßenberkehrsbehörden zuständig, die den Bezirksämtern zugeordnet sind.

  4. 42.

    Auf welcher gesetzlichen Grundlage beruht das ? Welches Gesetz hindert mich die Straßen zu durchfahren ...bekomme keine Antwort darauf

  5. 41.

    Dann sollten sie schnell umziehen, damit sie etwas davon haben. Vielleicht bekommen sie auch noch eine preiswerte Wohnung und die Wahlen stehen ja auch vor der Tür.

  6. 40.

    In diesen 18 Straßen „darf“ die Polizei dann mal gerne den Laser rausholen und messen. Wieviele Fälle des Fahrens jenseits der Schrittgeschwindigkeit (so ab 10 km/h) würde es wohl geben?? Aber so ein Quatsch, man blitzt lieber auf 3-spurigen Straßen, da nimmt man mehr ein.

    Sie dürften das natürlich gerne auch auf allen „regulären Spielstraßen“ sowie vor Schulen in 30’er-Zonen tun!!!

  7. 39.

    Lustiger Nebeneffekt: In der Lübbener haben einige Anwohner bei der Gelegenheit zum ersten Mal entdeckt, dass Ihre Straße auch sonst eigentlich eine Spielstraße ist...

  8. 38.

    Ja, es gibt noch viel Verbesserungsbedarf. Viele Kinder, die die Straßen hier im Kiez vom 1. Mai ohne Autos kennen und dann immer mit größtem Vergnügen die Straßen zum Spiel nutzen (bis die Horden einfallen oder die Polizei räumt) - waren jetzt überrascht, dass da ja immer noch Autos im Weg rumstehen. (Parkverbotsschilder aufstellen klappt hier in der Straße ansonsten mehrmals im Jahr für Filmarbeiten auch wochentags ohne Probleme - sollte also für die Kinder auch möglich sein) Naja, wir haben in der DresdEner Straße und auf dem angrenzenden Spielplatz (neben der INA Parkhauskita) ca. drei 10L Eimer Zigarettenkippen und Glasscherben aufgesammelt. Wäre also schön die "Spielstraßen" jeweils am Morgen gründlich reinigen zu lassen - auch von Kot - beides leider auch alltäglich auf dem Spielplatz ;)
    Pflege und tägliche Reinigung der Spielplätze wäre im Kiez notwendig und wird bisher leider vernachlässigt. Auf den Spielplätzen sieht es schlimmer aus als auf den Schultoiletten. Leider!

  9. 37.

    Großstadt = Auto? Spielstraße = Feld?

    Wenn Sie Spielstraßen nicht von Äckern unterscheiden können, sollten Sie Ihren Führerschein abgeben. Ich finde die Regelung sehr gut und würde mir wünschen, dass sich 1. andere Bezirke und andere Städte ein Beispiel daran nehmen und 2. diese Idee „nach Corona“ nicht wieder beerdigt wird. Dabei wohne ich weder in Kreuzberg noch habe ich je die Grünen gewählt. :-P

  10. 34.

    Ach wie herrlich, die Autofahrer fühlen sich ihres natürlichen Habitats beraubt und wettern gegen spielende Kinder auf den Straßen. Vermutlich ist das nur ein Testballon der GRÜNEN, um die endgültige Vertreibung des motorisierten Individualverkehrs aus der Stadt vorzubereiten, ne?!

  11. 33.

    Als erstes mal ist das eine Nette Idee aber auch nicht mehr. Ich Wohne in der Richard-Sorge-Str. und konnte mir Gestern das Treiben auf der Spielstraße anschauen und was ich sehen musste war nicht grad gut. Corona-Abstands-regeln wurden kaum bis gar nicht eingehalten und da Rede ich nicht von Familien. Und wer sich auf einen Ruhigen Sonntag gefreut hat musste die Fenster zu lassen und den Fernseher lauter machen. Dann haben die Leute auch noch Ihren Müll vom Essen und Trinken einfach am Straßenrand liegen lassen. Zum Schluss mussten die Aufpasser auch noch mit einigen Diskutieren da es einige nicht verstanden haben das 18 Uhr Schluss ist was dazu führte das die Strasse erst 18:30 wieder Frei war. Mein Fazit: Nette Idee nur Corona wird nicht eingedämmt und die Straßenreiniger müssen Überstunden machen ganz Toll.

  12. 32.

    Die deutsche Provinz glänzt jetzt nicht gerade durch die Abwesenheit von Autos. In Berlin haben deutlich weniger Menschen ein Auto als in dünner besiedelten Gebieten.

  13. 31.

    .... Der nächste Schritt ist, dass Strassen für den Anbau von Biokartoffeln geräumt werden... Eine Großstadt setzt Zeichen...

  14. 30.

    Es ist doch immer wieder schön wenn es jemand nicht schafft seine Blockwartmentalität unter Kontrolle zu halten...
    Mensch, leben und leben lassen. Lass doch die Kinder einfach mal spielen, davon wird keiner sterben!

  15. 28.

    Von der Idee her nicht schlecht. Von der Durchführung aber sehr schlecht. Hier wurde offiziell Fußball gespielt. Miond. 10 Kinder dicht miteinander. Kommentar von den Verantwortlichen vor Ort: "Für den Abstand sind die Erziehungsberechtigten verantwortlich". Nur waren keine Eltern dabei! Von den Verantwortlichen wurde nicht eingegriffen. ich hatte diese angesprochen; diese standen übrigens auch nicht mit mind. 1,5m Abstand da. Leider fehlten auch die entsprechenden richtigen Verkehrsschilder. Also sehr Verbesserungswürdig.

  16. 27.

    Für mich ein Bezirk mit der meisten Steuerverschwendung.
    Grün muss endlich raus aus dem Senat. Es gibt gerade viel wichtigere Themen.

  17. 26.

    Juhu! Unser Dorf soll schöner werden! Macht Straßen zu Feldern, weg mit den Wohngebieten. Dann ist es hier genauso idyllisch wie in Schwaben.
    Der realistische Umkehrschluss lautet: Wenn euch die Großstadt zu unheimlich ist, dann geht doch zurück in die Provinz!!!

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