Beratung in mehreren Sprachen - Impfungen für Geflüchtete in Berlin werden fortgesetzt

Modulare Flüchtlingsunterkunft, In den Leonorengärten, Leonorenstraße, Lankwitz, Steglitz-Zehlendorf. Quelle: dpa/Joko
Bild: dpa/Joko

Die Corona-Impfungen in Berliner Unterkünften für Geflüchtete werden fortgesetzt. Seit Mittwoch seien dort wieder mobile Impfteams im Einsatz, sagte der Sprecher der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, Stefan Strauß, am Mittwoch. Dabei werde ab sofort der Impfstoff von Biontech-Pfizer genutzt. Die Sozialverwaltung hatte am Montag angekündigt, die Impfungen für Geflüchtete vorerst einzustellen.

Informationskampagne in den Unterkünften

Zuvor wurde der Impfstoff von Johnson & Johnson verwendet, der in Deutschland inzwischen in der Regel nur noch bei Menschen ab 60 Jahren genutzt werden soll. Hintergrund sind Hinweise auf mögliche Risiken. Ähnlich wie bei dem Impfstoff von Astrazeneca war es in sehr seltenen Fällen zu Hirnvenenthrombosen im Zusammenhang mit einer Impfung gekommen. Die Ständige Impfkommission empfahl das Präparat daraufhin für Personen im Alter über 60 Jahren.

Strauß sagte, auch die Aufklärungskampagne in den Unterkünften des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) gehe weiter. So sollen dort Ärztinnen und Ärzte der Charité in mehreren Sprachen über die Corona-Impfungen informieren.

Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) hatte am Donnerstag im Abgeordnetenhaus auf Hindernisse beim Impfen von Flüchtlingen in Berlin hingewiesen. Es gebe wie in anderen Bevölkerungsgruppen zum Teil Vorbehalte gegen die Immunisierung. Gerüchte und Falschinformationen etwa aus den sozialen Medien sorgten für zusätzliche Verunsicherung. Häufig sei Aufklärung dann nur in der Muttersprache der Flüchtlinge möglich.

Sendung: Inforadio, 12.05.2021, 14 Uhr

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