Olympia-Starter aus der Region - Deutsche Basketballer erstmals seit 1992 im Olympia-Viertelfinale

Die deutschen Basketballer Johannes Thiemann und Niels Giffey klatschen ab (Quelle: dpa/Swen Pförtner)
Audio: Inforadio | 31.07.2021 | Jakob Rüger | Bild: dpa/Swen Pförtner

Erstmals seit 29 Jahren sind die deutschen Basketballer ins Olympia-Viertelfinale eingezogen. Die Berlinerin Lara Lessmann hat bei der Olympia-Premiere ihres Sports BMX ebenso das Finale erreicht wie Diskuswerferin Kristin Pudenz aus Potsdam.

Sie mussten auf Schützenhilfe der US-Amerikaner hoffen, hatten dann aber Gewissheit: Die deutschen Basketballer sind erstmals seit 29 Jahren ins Viertelfinale bei Olympischen Spielen eingezogen. Das Team von Bundestrainer Henrik Rödl unterlag zwar zuvor den Australiern mit 76:89 (40:44), kam aber dank des 119:84-Sieges der Amerikaner gegen Tschechien als einer der besten Gruppendritten in die Runde der letzten Acht.

Wer der Gegner des deutschen Teams mit den Alba-Spielern Johannes Thiemann und Maodo Lo sowie den Berlinern Niels Giffey und Moritz Wagner im Viertelfinale am Dienstag wird, wird am Sonntag ausgelost. Möglich sind Frankreich als Sieger der Gruppe A oder der beste der Gruppe C, Slowenien oder Spanien.

BMX-Fahrerin Lara Lessmann (Quelle: picture alliance / SVEN SIMON)
BMX-Fahrerin Lara Lessmann | Bild: picture alliance / SVEN SIMON

Lessmann steht im BMX-Freestyle-Finale

Die Berlinerin Lara Lessmann ist bei der Olympia-Premiere des BMX-Freestyle-Wettbewerbs ins Finale eingezogen. Am Samstag kam die 21-Jährige mit 69,70 Punkten auf den sechsten Platz. Die Entscheidung über die Medaillen fällt am Sonntag. Die Bestwertung im Vorkampf im Ariake Urban Sports Park erhielt Weltmeisterin Hannah Roberts aus den USA mit 87,70 Punkten.

Lange war unklar, ob Lessmann überhaupt an der Olympia-Premiere ihres Sports teilnehmen kann. Im Training am Rande der Weltmeisterschaften Anfang Juni brach sich die zweimalige WM-Medaillengewinnerin bei einem Sturz das Schlüsselbein. Seitdem stützt eine Titanplatte ihren Knochen.

"Durch meine Verletzung hatte ich natürlich ein bisschen mehr Druck. Dennoch lief es ziemlich gut. Ich hatte super viel Spaß", sagte Lessmann in der ARD: "Als die Sekunde angefangen hat, war ich sofort drin im Flow und konnte alles zeigen, was geht. Natürlich möchte ich morgen nochmal einen drauflegen."

Triathlon-Mixed-Staffel verpasst Medaille

Ebenfalls auf dem sechsten Rang gelandet und damit eine Medaille verpasst hat die Mixed-Staffel im Triathlon. Das Quartett um die Potsdamerin Laura Lindemann kam am Samstagmorgen nach 300 Metern Schwimmen, 6,8 Kilometern Radfahren und 2 Kilometern Laufen mit nur 36 Sekunden Rückstand auf das Podest. Gold ging an Großbritannien vor den USA und Weltmeister Frankreich.

"Das war heute ein versöhnlicher und guter Abschluss für unser Team", sagte Sportdirektor Jörg Bügner und blickte nach vorne: "Wir haben immer gesagt, dass wir einen Mehrjahresplan verfolgen und wir in Paris in die Medaillenränge kommen wollen. Ich denke, da sind wir auf einem guten Weg."

Lindemann übergab als Zweite an Jonas Schomburg, der ebenfalls für Potsdam startet und die Mannschaft im Kampf um Bronze hielt. Anabel Knoll und Justus Nieschlag konnten den Anschluss an die vorderen Plätze nicht mehr halten.

Potsdamer Diskuswerferin Pudenz zieht ins Finale ein

Diskuswerferin Kristin Pudenz aus Potsdam ist ins Finale eingezogen. Die 28-Jährige wurde mit einer Weite von 63,73 Metern Vierte in der Qualifikation. Auch ihre deutschen Teamkolleginnen Marieke Steinacker aus Leverkusen (63,22 Meter) und Claudine Vita aus Neubrandenburg (62,46 Meter) schafften den Sprung in den Endkampf der besten Zwölf am Montag. Die Bestweite in der Qualifikation warf die US-Amerikanerin Valarie Allman mit 66,42 Metern.

"Ich mache mir keine Gedanken über eine Medaille. Im Finale ist alles möglich", sagte Pudenz nach der Vorausscheidung in der ARD.

Ihr Teamkollege Clemens Prüfer belegte im Finale am Samstag den elften Platz. Gleich im ersten Versuch gelang dem Potsdamer mit 61,75 m sein bester Versuch des Tages. Der Olympiasieg ging an den Schweden Daniel Stahl (68,90 m).

Sendung: rbb UM6, 31.07.2021, 18 Uhr

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