Ansiedlung in Brandenburg - Tesla und das Wasser: Wer sagt was?

Fr 24.07.20 | 15:44 Uhr | Von Philip Barnstorf
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19.07.2020, Brandenburg, Grünheide: Blick auf das künftige Tesla-Firmengelände (Drohnenaufnahme). (Quelle: dpa/Zinken)
Audio: Antenne Brandenburg | 24.07.2020 | Autor: Philip Barnstorf | Bild: dpa/Zinken

Die Diskussion um die Wasserversorgung der in Grünheide geplanten Tesla-Fabrik reißt nicht ab: Die Versorgung der entstehenden Fabrik scheint gesichert. Aber was passiert, wenn Tesla seine Fabrik ausbaut und immer mehr Menschen in die Region ziehen? Von Philip Barnstorf

Für die Tesla-Fabrik, wie sie derzeit offiziell beantragt ist, gibt es eigentlich schon fertige Lösungen bei Wasserver- und -entsorgung. Sowohl der Wasserverband Strausberg Erkner (WSE), der das Werk beliefern soll, als auch Landesumweltministerium und Landeswirtschaftsminister Steinbach bestätigen: Derzeit darf der WSE 15 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr aus dem Boden pumpen. Damit kann er die geplante Fabrik mit den offiziell von Tesla beantragten 1,5 Millionen Kubikmetern Wasser jährlich versorgen.

Das Abwasser soll über eine noch zu bauende 10-Kilometer-Leitung von der Fabrik nach Erkner und von dort über schon bestehende Netze weiter ins Klärwerk Münchehofe fließen.

Wo liegt also das Problem?

Problem 1: Der Vertrag

Das ist zunächst der Vertrag, den WSE und Tesla über die Wasserversorgung schließen müssen, damit die Pläne umgesetzt werden können. Der WSE sagt, er habe Tesla schon im Mai einen Vertragsentwurf zugeschickt, worauf Tesla erst im Juli und nicht sehr konstruktiv reagiert habe. Das Landesumweltministerium sieht dagegen auch den WSE in der Bringschuld: Schon Anfang Juli habe das Land den Verband auf "juristische Mängel" in seinem Vertragsentwurf hingewiesen, hieß es von einer Ministeriumssprecherin. Der WSE widerspricht: Der Vertrag sei "juristisch einwandfrei", sagte Sprecherin Sandra Ponesky dem rbb und kritisierte die Einmischung der Regierung als "befremdlich".

Poneskys Verband geht noch weiter: Laut einem verbandsinternen Schreiben gefährdeten die schleppenden Vertragsverhandlungen inzwischen sogar den für November 2020 avisierten Wasseranschluss der Fabrik, sodass das ganze Projekt "grundsätzlich gefährdet" sei. Das Umweltministerium ist abermals anderer Meinung. Auch Tesla erwartet laut Brancheninsidern "keine Verzögerung für das Gesamtprojekt". Schließlich hält auch Wirtschaftsminister Steinbach, der regelmäßig zwischen den Beteiligten der Tesla-Ansiedlung moderiert, die Probleme für "lösbar". Bei den anscheinend schwierigen Vertragsverhandlungen ist er optimistisch: "Es geht um eine einzige Klausel in einem längeren Papier mit ganz vielen Paragraphen. Da sage ich: Entschuldigung, das muss man lösen können." Was in dieser Klausel steht, wollte der SPD-Politiker nicht sagen.

Problem 2: Teslas fehlende Unterschrift

Weiter moniert der WSE in seinem internen Schreiben, dass Tesla sich im Vertrag nicht auf die derzeit beantragten 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr festlegen wolle, weil das Unternehmen schon mit Fabrikerweiterungen und entsprechend höherem Wasserverbrauch plane. Unmittelbar dazu äußerten sich weder Tesla noch das Umweltministerium. Letzteres teilte aber mit, dass es Gespräche gebe zur weiteren Wasserversorgung "vor dem Hintergrund der zu erwartenden Entwicklung des Gebietes". Konkrete Anträge zur Wasserentnahme lägen von Tesla aber nicht vor. Auch den Vorwurf, die Landesbehörden übergingen den WSE zugunsten Teslas, weist das Umweltministerium "strikt zurück".

Problem 3: Der erwartete Zuzug nach Grünheide

Schließlich warnt der WSE in seinem internen Schreiben in dramatischem Ton vor Wasserknappheit in den kommenden Jahren. Das aktuell jährliche 15-Millionen-Kubikmeter-Wasserkontingent reiche zwar für die derzeitige Bevölkerung und die Tesla-Fabrik in der ersten Ausbaustufe, nicht aber für die erwarteten zuziehenden Menschen und Unternehmen. Schon Ende 2022 könne es zu Engpässen kommen. Deshalb müsse das Land dem WSE möglichst schnell mehr Wasserförderung erlauben. Tatsächlich hat der WSE schon größere Förderkontingente und neue Brunnen in Spitzmühle und Hangelsberg beantragt. Damit könnte er statt 15 fast 20 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr aus der Erde holen und zuziehende Menschen wie Unternehmen versorgen. Der WSE sieht den Ball also im Feld der Landesbehörden. Das Landesumweltamt teilte dazu nur mit, dass bisher nicht alle genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen vorlägen.

Anscheinend sorgt also nicht die Fabrik, die derzeit gebaut wird, für Probleme, sondern von Tesla wohl schon anvisierte Ausbaustufen und der erwartete Zuzug in die Region in den kommenden Jahren. "Dass die Ausbaustufen zwei und drei ein Problem darstellen, das wussten wir schon seit einem Jahr", sagt Wirtschaftsminister Steinbach. "Hier gehen einfach die Verhandlungen mit den zugehörigen Institutionen ein bisschen zu langsam." Alles scheint also davon abzuhängen, wieviel mehr Leute und Unternehmen in den kommenden zwei, drei Jahren in die Region ziehen, wie schnell das Land zusätzliche Wasserförderung erlaubt, und wie schnell Tesla seine Fabrik erweitern will.

Problem 4: Vorzeitige Genehmigung

Bisher macht das Unternehmen keine Anstalten, sein Tempo zu drosseln. Vor gut einer Woche hat der kalifornische E-Autobauer weitere Bauschritte beim Landesumweltamt beantragt. Dabei geht es um Pfahlgründungen, Gebäudehüllen und Tragkonstruktionen. Auch der Innenausbau von Gießerei und Presswerk sowie Wasserleitungen sind Teil des Antrags. Der ist allerdings noch nicht vollständig, weil Tesla noch einige Unterlagen nachreichen muss. Erst danach kann das Landesumweltamt den Antrag prüfen. Wie bei allen bisherigen Baumaßnahmen auf dem Teslagelände, geht es um eine sogenannte vorzeitige Genehmigung. Das heißt, falls die Gesamtgenehmigung für das Projekt ausbleibt, muss Tesla alles auf eigene Kosten zurückbauen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 24.07.2020, 07:30 Uhr

Beitrag von Philip Barnstorf

56 Kommentare

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  1. 56.

    Ich kann mich noch gut an das Gejammer erinnern: Gebt uns Arbeit Gebt uns Arbeit. - Und : Kommt die DM nicht zu uns, Gehen Wir zur DM. Jetzt kommt, wirklich mal ein Milliarden Euro schwerer Unternehmer mit tausenden von Arbeitsplätzen, mehr oder weniger freiwillig nach Brandenburg, wird wieder gejammert. Warum E.-Autos statt BMW, Warum E.-Autos statt Wasserstoff Technologien, Warum Mischwald statt 3 Quadratkilometer Monowald, Warum bekommen die Wasserwerke keine Investitionen vom Land, Warum an der A10 und nicht an der Dorftraße in Elbe-Elster, Warum musste Karl der Käfer sterben, und und und ??? Blühende Landschaften, entstehen nicht von alleine, Und Holzplantagen oder Windräder am Berliner Ring, sind noch lange keine Blühenden Landschaften !!!

  2. 55.

    Was? Ob ich andere Leute nur als Aufschneider bezeichnen kann, weil ich mich ständig in Widersprüche verwickelt und deshalb mit Schwänken von Thema ablenken ablenken und andere anherrsche, dass man gefälligst beim Thema bleiben solle oder weil ich Ihnen immer wieder einen Spiegel vorhalten, in seit Monaten die immer gleiche Fratze zu sehen ist?

    Den geringen Anteil jüngerer oder andere Bäume konnte man bekanntlich auch auf den Fotos des RBB sehen.

  3. 54.

    Man sah auch jüngere Bäume, die noch nicht "hiebreif" waren. Dort reduzieren und man hat mit den Bäumen aus Vogelsdorf einen ziemlich jungen Mischwald. Alle anderen waren auch nicht 150 Jahre. Ich bin Naturfreund und kein Betonstädter. Mein Pilzgebiet begann in Spreenhagen. Reißen Sie sich doch endlich mal zusammen. Können Sie nur so ?

  4. 53.

    Ah, Ihnen gehen wieder einmal die Argumente aus, so dass Sie ausfallend werden. Oder haben Sie einfach nur vergessen, dass die Kiefern laut Frau Dr. Schroeder mit 140 Jahren das Ende der Umtriebszeit erreicht haben?

  5. 52.

    Würden Sie sich nach Grünheide wagen und immer wieder diesen Stuss predigen ? Ausgeholzten Kiefernald kann man ganz schnell in Mischwald verwandeln. Nähe Vogelsdorf stehen schon ziemlich große aufgezogene Laubbäume. Nun werden Sie endlich normal.

  6. 51.

    Sir haben offensichtlich nach Monaten immer noch nicht verstanden, dass die Kiefernmonokulturen nur deshalb typisch sind, weil die Brandenburger den Wald möglichst schnell zu Geld machen wollten. Für Natur interessieren Sie sich immer noch nicht.

    Und auch wenn Sie gerne immer wieder in der Vergangenheit schwelgen, so ist das hier weiterhin ein seit rd. zwei Dekaden rechtskräftig überplantes Industriegebiet.

    Ach ja, Musk ist übrigens Kanadier südamerikanische Herkunft.

  7. 50.

    Lassen Sie doch endlich mal den Stuss mit dem "Industriegebiet!. Auch zu Stasizeiten war dort kein Industriegebiet. Man opferte brandenburgtypischen Wald-meist Kiefer- für die Musksche E-Schlorrenproduktion. Hoffentlich geht alles so auf wie es mit der Natur vereinbar ist / wäre. Ringsum Berlin ist es noch halbwegs grün. Andere Großstädte beneiden uns darum. Unendliche Steigerung mit immer mehr an Produktion ist mit der Natur nicht zu machen. Unsere Erde leidet überall. Neu sich besinnen sagte schon Goethe. Kennen Sie den überhaupt aus der Literatur ? Nun ist Schicht im Schacht; belöffeln Sie ihre Nachbarn.

  8. 49.

    Sätze wie der, auf den Sie abheben, finden sich in vielen Berichten über den Fabrikneubau in dem Industriegebiet. Der gehört da schon immer wieder rein, weil sich mancher Leser nur oberflächlich für das Thema interessiert.

    PS: Wo liegt das Industriegebiet, auf dem Sie in #45 hingewiesen haben?

  9. 48.

    Den letzten Satz hätte der Verfasser doch wohl wegassen müssen. Was wäre die Folge eines Rückbaues ? Blamage reicht nicht. Wer müßte alles zurücktreten und was würde der Staatsanwalt unternehmen müsen ? Haben Sie mal Mut oder fürchten Sie um ihren tollen Job ? Umschulen auf Dachdecker. Hochaktueller Beitrag heute bei rbb 24.

  10. 47.

    Oh ja !!! Die A10 ist komplett, mindestens 6 , bzw. 8 Spurig ausgebaut. Mindestens jede 4 Kilometer, gibt es eine Autobahn-Auffahrt. Und jede paar Kilometer eine Bahnstrecke und einen Bahnhof, wo Regios und S-Bahnen nach Berlin fahren. Und statt Solarfeldern, Windparks und Maisfeldern an der A10, gibt es Gewerbe-und Industrie-Gebiete. Und statt, Fördergelder nur in den BER und in BER-Nähe zu versenken, profitiert das gesamte Berliner Umland. Aber leider ist heutzutage, die Nähe zu osteuropäischen Arbeitskräften wichtiger, als selbst, den eigenen Nachwuchs zu fördern und zu bilden. Da bleibt nur Grünheide und das restliche BER-Umfeld als Gewerbe-bzw Industriegebiet übrig, solange man nicht das gesamte Berliner Umland gleichmäßig fördert und durch Bahnstrecken und Straßen erschließt. Die A10 ist nunmal im Süden und Osten von Berlin am besten ausgebaut und die Bahnlinien genauso. Um Westberlin, war ja, Jahrzehnte lang, auch eine störende Mauer, die, die Infrastruktur unterbrochen hat.

  11. 46.

    Da Sie ja vorgeben, die Gegend zu kennen, lassen Sie uns bitte an Ihrem geheimen Wissen zu einem weiteren überplanten Industriegebiet mit Auto- und Eisenbahnanschluss in Flughafennähe teilhaben.

  12. 45.

    Der Herr Neumann hat wohl die unheilbare Tesleritis. Bleiben Sie beim Thema Llandesregierung gab sich damals mit 5 Ordnern von Tesla bestens informiert. Der Wasserverband und so viele mahnende Bürger werden durch die Salamitaktik über die Bühne geführt. Denkt der Herr Steinbach nicht an zukünftige Wahlen ? Grünheide-einst ein beschauliches Stück Erholungsgebiet wird überstrapaziert; völlig verändert. Der Teslaverkehr wird zum Himmel stinken. Baupreise steigen ins uferlose. Es gab eine andere Lösung Nähe A10 und BER. Man muss nur die Gegend kennen. Den skrupellosen Musk kennen wir schon ziemlich gut aus Berichten aus den USA. Ein Wohltäter ist der nun mal nicht.

  13. 44.

    Wenn sie etwas können, was in der Arbeitswelt gefragt ist, sehe ich in einer Anstellung kein Hindernis.

  14. 43.

    Elon Musk und Tesla, wollen deshalb auch Hugenotten aus Frankreich in Berlin und Brandenburg ansiedeln.

  15. 42.

    Alles falsch!
    1. Das Unternehmen wurde 2004 in Berlin gegründet und mit der letzten Erweiterung 2010 , in Bad Harzburg vorerst abgeschlossen. Angesichts der drohenden Wirtschaftskrise wurde das Büro aufgelöst und verkauft, die provisorische Geschäftsstelle in Halberstadt errichtet. Das Lager wird langfristig in den neuen Standorten integriert.

    2. Nein, wir hatten genügend Interessenten aus anderen Bundesländern, es gibt Leute, die legen auf einen Arbeitsplatz wert und sind bereit zu pendeln.

    Das Foto auf der Facebookseite war die letzte zugängliche Wohnung in Bad Harzburg , mit Brockenblick.

    Sobald der neue Standort bezugsfertig ist, gibt es wieder einen Telefoneintrag und Internetpräsentation.

  16. 41.

    Mir gehört ein Touristikunternehmen, mit verschiedenen Bereichen. In Berlin Wohnungsvermittlungen & Verkauf, in Bad Harzburg ein Prospektlager, der veranstalteten Veranstaltungen u nd in Halberstadt die Niederlassung, die in Kürze umzieht und demnächst auch wieder im Internet erreichbar ist.

    Da es keine Bewerber aus Berlin-Brandenburg gab, werden dort keine Arbeitsplätze entstehen, sondern auf die neuen Standorte in Sachsen-Anhalt und Sachsen verteilt.

  17. 40.

    Sicherlich hat es Ihre laut Ihrem persönlichen Facebook-Eintrag seit einem Jahr existierende Firma schwerer. Arbeitskräfte zu rekrutieren als Firmen, die eine disruptive Technik zur Großserienreife gebracht oder auch nur Firmen, die keine Ausreden brauchen, weil sie nicht im Telefonbuch stehen.

  18. 39.

    Ich weiß nicht wo sie arbeiten.
    Ich kenne es nur von meinem Schwager bei Mercedes. Die suchen auch dringend Fachkräfte. Allerdings schreiben sie die Stellen die bei ihm in der Abteilung unbesetzt bleiben nicht aus.
    Allerdings kann das kein Argument sein, dass hier Fachkräfte fehlen ( die sollen ja schließlich überall in DE fehlen), keine Arbeitsplätze zu schaffen.

  19. 38.

    Es fehlen definitiv Fachkräfte. Es muss unbedingt Initiative von beiden Seiten kommen. Falls Sie die Diskussion um das Tesla -Werk , schon länger verfolgt haben, wissen Sie vielleicht , dass unsere Firma, in mehreren Bereichen , Personal gesucht hat. Aus fast allen Bundesländern gab es Interessenten. Nur frage ich mich, warum keiner aus Berlin-Brandenburg? Einige Arbeitsplätze sollten schließlich extra in Brandenburg geschaffen werden.

  20. 37.

    Die Mitarbeiter der Grünen Liga wussten das nicht. das Zauneidechsen in der Kiefernmonokultur leben leben und haben das deshalb nicht vor dem OVG vorgebracht. Haben Sie denen schon Ihre fachliche Beratung angeboten,damit die lernen,dass es auch als die unter Biologen bekannten potentielle Habitate gibt?

    Aktuell ist die erste Ausbaustufe. Für die nächsten müssen neue Anträge gestellt werden und bis dahin auch die angekündigten Fördergenehmigungen vorliegen. Wer sagt, dass andere Firmen sich im WSE-Gebiet ansiedeln werden? Wo gibt es dort größere freie Gewerbeflächen? Genau deshalb hat ja die Gemeinde dieses Industriegebiet auf ihrer Internetseite angeboten.

    Arbeiteten Sie eigentlich in Grünheide oder stören Sie sich nur an anderen Pendlern?

  21. 36.

    Keine Ahnung wie es dort aussieht. Ich habe in meinem Familien- und Bekanntenkreis niemand der ohne Lohn und Brot ist. Auch fehlt mir die Kenntnis ob die BVG und S-Bahn Personal in der KFZ- Fertigung sucht.
    Die bald Arbeitslosen aus dem Werk in Ludwigsfelde zumindest wissen dann wo sie fündig werden können.

    Und das Fachkräfte fehlen, halte ich nur für die halbe Wahrheit.
    Man kann nicht auf der einen Seite Arbeitslose haben und auf der anderen Seite Mangel an Arbeitskräften beklagen.
    Da muss von beiden Seiten mehr Initiative kommen. Zum einen die Bereitschaft Arbeit nachzugehen und auf der anderen Seite auch Menschen die Chance zu geben, die nicht 20 Jahre alt sind und gleichzeitig 50 Jahre Berufserfahrung mitbringen.

  22. 35.

    Wie sieht es denn bei der BVG und der Bahn aus? Dort werden doch auch Fachkräfte gesucht. Wir hatten kürzlich auch einen Verkehrsplaner gesucht. Da gab es keine Antworten. Bei mir um die Ecke habe ich ein großes Plakat gesehen, es werden Mitarbeiter in diversen Sparten gesucht, sogar Architekten.

    Sachsen-Anhalt ist das Land der Frühaufsteher, zu früh für Berlin?

  23. 34.

    Zwar schon Beitrag davor geschrieben. Aber nochmal gesondert. Mecredes plant einen massiven Stellenabau. Unter anderem auch in Ludwigsfelde. Die dort ihren Arbeitsplatz verlieren, verschwinden nicht einfach sondern wollen sicher am besten wieder in ihrem Fachbereich arbeiten.
    Da kommt Tesla wie gerufen.

  24. 33.

    Warum müssen alle Arbeitskräfte dorthin ziehen? Aus Berlin, Potsdam (ca. 50min), Oranienburg (ca. 50min), Bernau (ca. 30min, KW (ca. 15min), Frankfurt/Oder (ca. 40min) und allem kleineren Ortschaften, die dazwischen und dicht am Ring liegen, kommt man innerhalb einer Stunde zum Tesla Werk. Je nach Berliner Stadtteil manchmal nur 20 Minuten.
    Es gibt sicher auch die die direkt vor der Tür ihren Arbeitsplatz haben. Aber die nur innerhalb Berlins gleich oder länger unterwegs sind. Sei es weil man wegen der Familie nicht einfach hin und her ziehen kann.
    Es sollten sich also genug Arbeitskräfte finden lassen, z.B. die die bald bei Mercedes in Ludwigsfelde entlassen werden, die nicht extra deswegen nach Grünheide ziehen müssen.

    Und wenn ihnen das mit dem Wasser so auf der Brust drückt, fordern sie von der Politik, dass sie auf Berlin zu geht. Berlin hat genug Wasser. Das was Tesla und die eventuellen Ansiedlungen verbrauchen sind da Peanuts.

  25. 32.

    Das ist auch nur Ihre Meinung! Mich stören die Brandenburger in Berlin nicht, sondern arrogante Mitmenschen, die für andere entscheiden, was für die gut oder schlecht ist. Sie schließen doch auch von sich auf andere.

  26. 31.

    Ich hatte Sie schon einmal auf die Diplomarbeit aufmerksam gemacht, die die Faktoren analysiert, warum BMW Anfang der 2000der Jahre Leipzig anderen Standorten vorgezogen hat - die Abwesenheit eines oberflächlich verlaufenden Grundwasserleiters war eines davon, als nur noch 5 Bewerber übrig waren - Grünheide war ausgeschieden. Ebenso hatte ich Sie erinnert, daß auf einer Gemeindevertreterversammlung in Grünheide damals versprochen wurde, dass Freienbrink-Nord in das LSG rückgegliedert würde, wenn BMW nicht käme. Damals saß der Schrecken der Arbeitslosigkeit der Nachwendejahre noch tief bei den Menschen, so daß sie Kröten zu schlucken bereit waren, heute fehlen in der Region Fachkräfte. Beide Argumente hier also nochmals. Da ich Redundanz jedoch hasse, das nächste Mal per copy and paste.

  27. 30.

    Es erleichtert uns, daß Grenzwerte überwacht werden, wenn's denn besser funktioniert als bei dem Betanken von Fahrzeugen auf dem Bauplatz im WSG, dem Aufstellen mobiler Toiletten und dem Einsammeln der einen Zauneidechse, die auf den 93 ha heimisch war. Das waren alles verdammt vertrauensbildende Maßnahmen für die ortsansässige Bevölkerung.
    Und Wasser ist für die erste Ausbaustufe da, wenn man da ein bissel hoch - und dort ein bissel runterrechnet. Und die zweite, dritte und vierte Ausbaustufe, die Herr Minister Steinbach für bald folgend angekündigt hat? Und das nachziehende Gewerbe, mit dem alle rechnen? Und die Ansiedlungen der zuziehenden Arbeitskräfte? Wird schon alles: Hokuspokusfidibus!

  28. 29.

    Das ist nur Ihre Meinung. Man kann sich auch gerne über Sabotage von Kraftverkehr und Berufspendlern unterhalten, hier geht es aber ums Wasser und nicht um Emotionen und was Sie persönlich stört. Sie müssen nicht von sich auf andere schließen. In Grünheide ist nun mal Platz, und Wassermehrförderungspläne sind in Arbeit.
    Wir sagen ja auch nicht dass uns in Berlin die Brandenburger stören, was defacto der Fall ist.

  29. 28.

    Warum soll ich froh sein, wenn Tesla nur Müll produziert, der nur überall rumsteht, den Verkehr auf Busspuren, Geh+Radwegen blockiert, durch Mißachtung der Regeln an Bahnübergängen eine Gefahr für den Zugverkehr ist, durch lautes Gehupe Anwohner nervt und beim lernen, lesen, arbeiten und schlafen stört, ... usw. Das ist kein Wohlstand, das ist die Hölle. Bei vielen DIngen ist es nicht gut, sie einfach mal zu machen, sondern gar nicht erst auf die Idee zu kommen.
    @11: Wieso ist das gute Arbeit, wenn er solchen Unsinn macht, der nur Arbeitskräfte bindet, die woanders dringend gebraucht werden? Besser wäre, Elon Musk würde Hartz 4 bekommen.
    @1+4 So einfach lösen sich die Bedenken nicht in Luft auf. Man kann maximal nur soviel Grundwasser entnehmen, wie auch wieder nachfließt. Bei den Wasserproblemen in Brandenburg istbdas ein Problem. Irgendwann ist kein Grundwasser mehr da.

  30. 27.

    Welche Fakten belegen, dass dieses für eine PKW-Fabrik überplante Industriegebiet für eine PKW-Fabrik ungeeignet sein soll? Das VG und danach das OVG hätten dafür ein offenes Ohr.

    Das Li/Co-Argument ist so alt wie die Standortentscheidung. Putzigerweise hat sich bisher kein Fabrikgegner gefunden, der selber auf andere belastende Produkte verzichten möchte. Stöbern Sie mal in den alten Kommentaren auch zum gesellschaftlichen und politischen Konsens.

    Womit fahren Sie eigentlich fast täglich an der Baustelle vorbei. Hoffentlich nur mit dem Rad auf einer Runde um den Block. Mit einem Verbrenner z.B. zum Pendeln nach Berlin würden Sie wesentlich mehr und vor allem permant die Umwelt belasten.

  31. 26.

    Der WSE hat aber auch gesagt, dass für die erste Ausbaustufe genügend Wasser vorhanden sei.

    Woe Sie bei Interesse den Anteagsunterlagen von schon im Januar hätten entnehmen können, ist eine Vorbehandlug der "Industeieabwässer" geplant. Wie bereits mehrfach bei diesem Scheinargument ausgeführt, ist das in der Bundesrepublik seit Jahrzehnten Standard. Es gibt dazu Grenzwerte, die überwacht werden.

  32. 25.

    Haben Sie zufällig einen Link zu den zu den von Ihnen angedeuteten "fachlich fundierten Argumenten"?

  33. 24.

    Auch wenn man den ökologischen Nutzen der E-Mobilität nicht infrage stellt, auch wenn man bei Fahrzeugen eine Spitzengeschwindigkeit von 240 kmh einem Tempolimit von 130 kmh vorzieht, auch wenn einem die Lebensbedingungen der Menschen in den Förderregionen von Lithium und Kobalt gleichgültig sind, auch wenn man dem Spitzenverdiener unter den CEOs der Welt sein Spitzen“gehalt“ von Herzen gönnt - der Standort Grünheide bei Berlin ist für Großindustrie und Folgeansiedlungen denkbar ungeeignet - das belegen alle Fakten. Die gewissenhafte Lektüre der rbb24-Kommentare zu diesem Thema ist hierzu wärmstens zu empfehlen.

  34. 23.

    Der WSE hat schon 2018 vor einer Unterdeckung bei der Trinkwasserversorgung in der Region gewarnt - das muß man als Fakt so hinnehmen. Der „Grundwasserkörper“ läßt sich nicht unendlich anzapfen, auch wenn das von der Politik "genehmigt" wird. Aus dem Nachbarländern werden in Zukunft nur 7 anstelle 21 Mio m3 H2O eingespeist. Ees gibt in den vergangenen Jahren unterdurchschnittliche Niederschläge und erhöhte Verdunstung durch Erwärmung. Die Qualität des Trinkwassers in Erkner läßt sich nur durch „Verschnitt“ erhalten. Das Klärwerk Münchhofe ist zur Aufarbeitung von industriellem Abwasser nicht geeignet. Wenn es technische Lösungen für all diese Probleme geben sollte, dann gewiß nicht in Jahresfrist.

  35. 22.

    Es ist doch eigentlich zu lustig: entweder wird den Gegnern der Teslaansiedlung vorgeworfen, daß sie nur ihre Ruhe auf ihren schönen Seegrundstücken retten wollten oder daß sie auf der Ernst-Thälmann-Strasse eh so miserabel wohnten, daß die Jammerei nicht lohne. Ein gängiger Vorwurf also: Partikularinteressen von Leuten, die in Grünheide nicht in ihrer Ruhe gestört werden wollen. Gleichzeitig aber hätten - so ebenfalls ein gängiger Vorwurf - Leute aus Köpenick, Friedrichshain oder Spandau bei dem Thema nichts zu vermelden. Und entweder werden die Demos der Teslagegner von Rechten dominiert oder es stellen sich linksextreme Demotouristen auf den Marktplätzen ein. Nur seltsamer Weise: die fachlich fundierten Argumente kommen ausschließlich von den Tesla-Gegnern, die Stimme ausgewiesener Hydrogeologen, Spezialisten in Zulassungsverfahren oder Schadstoffexperten liest und hört man nur dort. Dazu passt die erneute Einschätzung des WSE.

  36. 21.

    Was passiert denn in Berlin, wenn 1000de und aber 1000de jährlich neu in die Stadt ziehen? ÖPNV, Freiflächen, Kleingärten, Straßenverkehr, Wohnungsmarkt, Kitas, Schulen und ja auch Wasserversorgung. Man muss ja nicht lange im Netz suchen.
    Ich gehe davon aus, dass die meisten Teslaner in Berlin Wohnen werden. Die haben den Standort ja nicht umsonst ausgesucht. 23 Min. bis Ostbahnhof.

  37. 20.

    Neee, die stören mich nicht. Aber die vielen und kaum, zu ertragenden Bäume (alle durchweg minderwertig und hiebreif, versteht sich), stinkenden Waldtiere und furchtbar laute Singvögel, die Nachtschwärze natürlich auch.
    Dank Herrn Musk und kompetenter Landesregierung ist damit zum Glück bald Schluss.

  38. 19.

    Das Hauptproblem der WSE ist hier seit ungefähr Januar bekannt: Es ist vor allem der Zeitrahmen. Rauben Ihnen als Anwohner nicht eher die Züge auf der Bahnstrecke den Schlaf oder haben Sie eine besonders gute Schallisolierung?

  39. 18.

    '...die Einmischung der Regierung als "befremdlich".'
    Jo, so steht das im rbb-Text.

    Noch ulkiger ist, dass der Wasserverband Probleme sieht, die Politik jedoch nicht.
    Wer hat denn hier nun die Kompetenz-Kompetenz.
    Wenn man mal laut darüber nachdenkt, ist da etwa doch was dran, mit der Einmischung der Politik?
    Und wie sieht es dann mit der hier schon mehrfach angesprochenen politischen Einflussnahme auf die Ämter und Behörden aus?
    Fragen über Fragen, die können Einen schon mal den Schlaf rauben.

  40. 17.

    Rund im die GIGA-Fab wohnt doch gar keiner. Die Häuslinge in der Ernst-Thälmann-Str. haben ja nicht mal Streetview. Sie scheinen grundsätzlich alles abzulehnen.

  41. 16.

    Es waren sicherlich mehr als acht Interessenten in Europa. Berlin war übrigens auch dabei, nur war das überplante Grundstück zu klein wie z.B. auch die ehemalige SAAB-Fabrik. Saarland, NRW, Nds. und RLP wurden in D. als heiße Kandidaten gehandelt, dazu zog andere in der EU.

    Dass das Grünheider Industriegebiet rd. zur Hälfte in einem WSG liegt, ist nichts neues, führte aber erst zu einem merklichen Aufschrei, als Tesla angekündigt hatte, dort zu bauen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen lassen eine solche Fabrik grundsätzlich zu.

  42. 15.

    Es wird vor allem deshalb "gejammert", weil diese Autofabrik in ein Naherholungsgebiet inmitten eines Landschaftsschutzgebietes, und, als wäre das noch nicht genug, in ein Trinkwasserschutzgebiet "gepflanzt" wird.
    Unsensibler kann man dabei nicht vorgehen.
    In Anbetracht vorgenannter Randbedingungen sollte man schon seine Bedenken zum Ausdruck bringen.
    2018 buhlten insgesamt 8 Standorte um Teslas GF4. Grünheide kam erst viel später ins Spiel.
    Für diese Gebiete wäre die vorherige industrielle Nutzung durchaus, ein Standortvorteil gewesen.
    Dass Grünheide der falsche Standort für einen derartigen Industriekomplex ist, geben mittlerweile auch einige hartgesottene Tesla-Fans zu.

  43. 14.

    schlecht vorbereitet hat es wohl Land Brandenburg. In Amerika ticken die Uhren anders und es wäre schon längst fertig.

  44. 13.

    Statt froh zu sein, dass Produktionsbetriebe in die Region kommen wird über dies und das gejammert. Hier findet die Wertschöpfung statt, hier entsteht Wohlstand! Einfach mal machen würde Deutschland 2020 helfen.

  45. 12.

    Wenn man Fakten sprechen läßt, ist man gleich ein Nörgler? Fakt scheint wohl zu sein, dass das Projekt GIGA schlecht vorbereitet worden zu sein oder war der Wunsch der Vater des Gedankens? Liebe Leute es geht um Wasser, um Trinkwasser der Menschen in Erkner und Umgebung!

  46. 11.

    Die Tesla-fabrik ist jedenfalls schneller fertig, wie unsere Ortsdurchfahrt. Da leistet Elon Musk und Tesla, sehr gute Arbeit.

  47. 10.

    Ja ist doch klar !!! So wie die Lausitz, sämtliche Steuermittel verbraucht, verbraucht die Lausitz auch unser Wasser. Da sollte man eher, gegen die Lausitz sein, wie gegen Tesla.

  48. 9.

    Quizfrage: bin mal gespannt, was schneller fertig gebaut ist: das Tesla- Werk oder die 10 km
    Abwasserleitung?!?!
    Ich hab noch ein bisschen Humor und hoffe, dass das eine Scherzfrage bleibt!!!

  49. 8.

    Nur wenige km weiter westlich hat sich der Widerstand gegen die Pläne des örtlichen Wasserversorgers formiert, die aktive Grundwasserhaltung einzustellen. Bei dem würde der Mehrverbrauch eines Verbrauchers wie Tesla zudem kaum zu Buche schlagen.

  50. 7.

    Der Brandenburger Klassiker. Wehren, Nögeln, Steine in den Weg legen. Man man man. Warum zum Kuckuck kann man sich nicht mal als Bundesland für solch ein Projekt engagieren? Tesla sit ja immerhin nicht irgendwer und mehr Arbeitsplätze sind ja nun auch nicht ohne (und ja... ein Teil wird aus Polen kommen...so what). Was weäre BRB denn lieber? Tesla geht nach BaWü oder Bay? Da macht man solch einen Aufstand sicherlich nicht.

  51. 6.

    Nachtrag zu meinem Kommentar: https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2020/07/niedrigwasser-spree-schwarze-elster-kreis-spree-neisse.html

  52. 5.

    Und wenn wirklich Wasserknappheit én massé da ist, wissen die ja bei wem man dann das Wasser sperren, bzw. die Zufuhr abknöpfen kann.

  53. 4.

    Warten Sie doch erst mal ab was noch durch die Wasserversorger gebaut wird und Mehrförderungsanträge sind gestellt worden. Sie fachsimpeln mit einem Datenstand der Ur-Zeit.

  54. 3.

    Je näher sie in Brandenburg an die Lausitz kommen, desto knapper wird das Wasser. Fakt. Da brauche ich kein Bedenkenträger zu sein.

  55. 2.

    Das heißt, falls die Gesamtgenehmigung für das Projekt ausbleibt, muss Tesla alles auf eigene Kosten zurückbauen.
    Das wird mit Sicherheit nicht passieren.Da sieht man aber mal wieder die fehlende Kompetenz der Verantwortlichen,die hier den Bau zugestimmt haben.Dabei geht es um Pfahlgründungen, Gebäudehüllen und Tragkonstruktionen.In Moor-und Sumpfgebiete reicht u.a. keine Betondecke.

  56. 1.

    Tesla wird bauen und alles ist gut. Die letzten Zuckungen der ewigen Bedenkenträger werden sich wie immer in Luft auflösen.

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