Interview | Preispoker im Lebensmittelhandel - "Es kann passieren, dass wir wie im Mittelalter verhandeln"

Mo 24.10.22 | 16:41 Uhr
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Symbolbild: Ein Mann im Anzug gestikuliert mit seinen Händen (Quelle: imago/Thomas Trutschel)
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Video: Super.Markt | 24.10.2022 | Charlotta Polter | Bild: imago/Thomas Trutschel

Weil sich Rewe und Edeka gegen Preisforderungen des US-Konzerns Mars sträuben, liefert der jetzt einfach mal: nichts. So ein Eskalations-Level sei durchaus üblich, erklärt der Verhandlungsexperte René Schumann - und erzählt, wie solche Verhandlungen ablaufen.

Der US-Milliardenkonzern Mars hat vorläufig einen Lieferstopp gegen Supermärkte der Rewe Group (inklusive des Discounters Penny) und wohl auch gegen die Edeka-Gruppe (inklusive Netto und Marktkauf) ausgesprochen. Betroffen sind Riegel wie Mars, Snickers, Twix oder aber auch Produkte wie Tierfutter (Whiskas, Catsan), Nudeln (Miracoli) und Reis (Ben's Original). Grund sind gescheiterte Preisverhandlungen. Hinter dem Streit steckt ein seit vielen Jahren brodelnder Konflikt zwischen großen Herstellern und etablierten Händlern. Die Branche beobachtet das Geschehen nun mit Spannung, da es um viel Geld geht - und um die Grundsatzfrage: Wer ist der Stärkere, wenn es um Margen geht?

Zur Person

René Schumann, Verhandlungsexperte und Gründer der Firma "Negotiation Advisory Group" in Düsseldorf (Quelle: Presse / Alexander Sell).
Presse / Alexander Sell

Verhandlungsexperte - René Schumann

Schumann begann seine Karriere bei Daimler-Benz. Seitdem hat er eigenen Angaben zufolge mehr als 15 Jahre Verhandlungserfahrung bei Consultingunternehmen gesammelt. 2018 gründete er die Beratungsfirma "Negotiation Advisory Group" (NAG) mit inzwischen rund 40 Mitarbeitern. Schumann hat ein Buch über die Berücksichtigung von Spieltheorie und Verhaltensökonomie bei der Planung einer Verhandlungsstrategie geschrieben.

rbb|24: Herr Schumann, momentan gibt es einen Streit zwischen dem Mars-Konzern und den Supermarktketten Edeka und Rewe. Der Konzern liefert nicht mehr, weil ihm die angebotenen Preise der beiden Händler zu niedrig sein. Wer gewinnt hier gerade und wer verliert?

René Schumann: Prinzipiell verlieren gerade alle: sowohl der Hersteller als auch der Händler - als auch der Verbraucher, der dann nicht mehr seine Produkte bekommt, die er eigentlich gerne haben möchte. Aber es sind kalkulierte Verluste, hier insbesondere von der Firma Mars. Die Firma hat sich über die letzten zwei Jahre dominant neu aufgestellt. Es geht nicht mehr nur um den Mars-Riegel, sondern es geht viel weiter - bis zum Hundefutter. Der Handel kommt gar nicht so einfach um Mars herum, und das möchte Mars natürlich jetzt bezahlt haben.

Die Firma fordert relativ hohe Mehrpreise und nutzt die aktuelle Situation, natürlich auch ein Stück weit nicht unberechtigt, muss man sagen: Die Energiepreise, Lieferketten, Nichtverfügbarkeit von Rohmaterialien, das führt natürlich zu Preissteigerungen. Die Frage ist immer: Ist es gerechtfertigt, was Mars gegenüber dem Handel ins Feld führt? Viele aus der Branche sagen, dass die Forderungen überzogen sind. Da zeigt sich dann als Verhandlungsexperte: Wer hat wieviel Macht am Tisch?

Wer hat denn gerade mehr Macht?

Der Umstand, dass Mars das so kalkuliert, auch bewusst diesen Lieferstopp gesetzt hat, zeigt, dass zumindest Mars davon überzeugt ist, eine erhebliche Mehrpreisforderung durchgesetzt zu bekommen - obwohl sie dadurch natürlich momentan Verluste machen. Dennoch muss man sagen, dass der Handel wahrscheinlich deutlich höhere Verluste macht und deswegen auch in der schwächeren Position ist.

Ist so ein Lieferstopp des Herstellers ein normales Level bei solchen Verhandlungen oder ist das schon die höchste Eskalationsstufe?

Dass es zu Lieferstopps kommt, ist in der Branche erst mal nicht unüblich. Wenn man sich die gesamte Klaviatur anschaut, dann ist das schon im gehobenen Bereich, aber noch nicht in der maximalen Eskalation. Das wären beispielsweise rechtliche Auseinandersetzungen. Dann sprechen nicht mehr die Verhandlungsführer miteinander, sondern nur noch Juristen - und es geht um horrende Abschlagszahlungen.

Wir Verhandlungs-experten sagen nicht, dass man über Argumente eine Verhandlung gewinnen kann.

Edeka und Rewe haben gesagt, dass die aktuelle Situation insbesondere von großen Konzernen immer wieder für aus ihrer Sicht ungerechtfertigte Preiserhöhungen genutzt wird. Wie sehen Sie das?

Vor der Krise lief es lange Zeit eigentlich immer so: Die Preise müssen runter. Das wussten die Vertriebler, die Hersteller, wenn sie wieder von den großen Händlern eingeladen wurden. Dass die Preise jetzt nach oben gehen müssen, weil die Einkaufs- und Beschaffungskosten der Hersteller gestiegen sind, ist neu. Jetzt spricht man tatsächlich auf Augenhöhe. Aber natürlich versucht der eine oder andere Hersteller, mehr Marge, mehr Gewinn zu machen, als vor der Krise. Ich gehe davon aus, dass Mars nur eines der ersten Unternehmen ist, es werden weitere folgen.

Was hat die Krise an der Art und Weise der Verhandlungen verändert?

Zuvor hatte man entsprechende Planbarkeit. Man konnte über die Konditionen für das ganze Jahr sprechen, die dann auch fixiert sind. Jetzt gibt es tatsächlich je nach Produkt, je nach Hersteller, wöchentliche oder zweiwöchentliche Besprechungen. Es ist ein komplettes Novum in der Branche, so häufig in dieser Intensität über Preise zu sprechen. So fordern die Hersteller immer wieder ein bis zwei Prozent mehr. Man merkt, dass der Handel das akzeptiert, weil er es selber an den Endverbraucher weitergeben kann.

Manche in der Lebensmittelbranche sagen, dass gerade seitens der Hersteller auf einen Schlag Forderungen zwischen 20 und 40 Prozent aufgestellt werden. Da kracht es natürlich dann ordentlich im Gebälk.

Was kann man tun, wenn die Gegenseite am längeren Hebel sitzt? Da kann man doch noch so vermeintlich gute Argumente haben, sie nützen einem nichts. Oder?

Wir Verhandlungsexperten sagen nicht, dass man über Argumente eine Verhandlung gewinnen kann. Man gibt damit nur seinem Gegenüber etwas an die Hand, womit es sein Management überzeugen kann.

Worauf kommt es denn dann an?

Auf das bewusste Herausarbeiten möglicher Alternativen zu einer Verhandlungslösung - und darauf, ganz transparent zu zeigen, was die Konsequenzen für den Verhandlungspartner sind, wenn man nicht zusammenkommt. Dann geht es darum, eine neue Dramaturgie aufzubauen. Das Ergebnis muss immer sein: Eine Einigung hier am Tisch ist für den Verhandlungspartner besser, günstiger, einfacher, gesichtswahrender, als wenn er aufsteht und es zu keinem Deal kommen lässt.

Sie haben jahrelange Erfahrung bei solchen Preisverhandlungen. Was passiert da?

Unterm Strich laufen die Verhandlungen immer nach einem ähnlichen Schema. Zunächst sondiert man und stellt dabei fest: Es gibt einen Unterschied zwischen dem, was sich die beiden Verhandlungspartner vorstellen. Und dann fängt die Eskalation an, es kommen zusätzliche Partner in die Runden hinein und dann kommt ein Punkt, da wird es emotional.

Wie äußert sich das?

Man schwappt über, besonders unerfahrene Kolleginnen und Kollegen sind harte Konflikte oft nicht gewohnt. Es kommt zu Situationen, dass man den Verhandlungspartner über Stunden in irgendwelchen Besprechungsräumen warten lässt. Wir haben selbst erlebt, dass einem Verhandlungspartner nicht einmal mehr ein Stuhl angeboten wurde, sondern dass die Verhandlung im Stehen geführt werden musste. Es kommt immer zu Gesprächen, wo man sieht: Okay, das ist jetzt der Sache nicht mehr dienlich. Sobald Emotionalität dazukommt, kann es passieren, dass wir verhandeln wie im Mittelalter.

Was werden da für Aussagen getroffen, die einen emotional packen und verunsichern sollen?

Es ist noch nicht mal unbedingt das, was gesagt wird, sondern wie es gesagt wird. Wir nennen das im Verhandlungssprech das "Framing", also wie die Rahmenbedingungen, wie die gesamte Geschichte aufgebaut wird, wie Bedrohungsszenarien suggeriert werden, ohne dass sie ausgesprochen werden.

Wie kann ich mir das vorstellen?

Nehmen Sie an, Sie kommen zum Verhandlungspartner an dessen Unternehmensstandort, und Sie werden wirklich kalt begrüßt. Sie müssen warten, Sie werden in einen Raum geführt, wo dann vielleicht ein Wasserschaden zu sehen ist, ein bisschen Wasser von der Decke tropft, oder ein kleiner Schimmelschaden in der Ecke ist. Das hört sich ein Stück weit lustig an, aber es ist erstens tatsächlich passiert und zweitens wird es bewusst eingesetzt, um Verhandlungspartner auf eine gewisse Situation vorzubereiten. Durch das Spielfeld, das aufgebaut wird, soll Stress erzeugt werden. Man fühlt sich gleich unwohl - und dann geht man erst in die eigentliche Verhandlung.

Wie geht es dann weiter?

Es gibt im Wesentlichen zwei Richtungen: Entweder man schafft erst mal ein gemeinsames Spielfeld, ein gemeinsames Verständnis, dass man ja eigentlich zusammen eine Lösung schaffen möchte. So werden 80 bis 90 Prozent der Verhandlungen im Handel geführt, würde ich sagen.

Oder man wählt die zweite Variante, eigentlich seltener, aber derzeit wieder häufiger zu beobachten: Man startet direkt mit einer sehr hohen, zum Teil zu hohen Forderung in die Verhandlung. Das wird gleich sehr aggressiv und dominant wahrgenommen. Die Verhandlung beginnt, man redet aber nicht über das Wetter oder über die Anfahrt, sondern geht sehr direkt auf den Punkt und sagt: Okay, wir haben eine Mehrpreisforderung von 30 Prozent. Wenn Sie die nicht innerhalb der nächsten 24 Stunden akzeptieren, werden wir Sie innerhalb der nächsten 48 Stunden nicht mehr beliefern.

Was würde man in so einer Situation entgegnen?

Alles, was in diese konkrete Situation hineingeht, im Sinne von: "Können wir uns einigen auf 15 Prozent" - all das ist prinzipiell falsch. Lehnen Sie sich mal zurück, atmen Sie mal durch, zählen Sie: 21, 22, 23. Gehen Sie erstmal nicht auf diese harte Forderung ein, wechseln Sie vielleicht das Thema. Natürlich wird die Verhandlung wieder auf diese Hauptforderung zurückgeführt werden. Dennoch hilft es nicht, direkt darauf anzuspringen und sich zu verhaspeln.

Oft werden solche Verhandlungen bewusst so gebaut, mit einer hohen Forderung reinzugehen, um das Gegenüber dann sehr schnell in eine Sackgasse zu führen. Es erfordert ein Stück Erfahrung, aber auch viel Training, solche Sackgassen-Situationen frühzeitig zu erkennen und dann lieber eine Pause zu machen.

Wie gehe ich durch meinen Apfelbaum durch, um hinterher bei dem schönsten, größten Apfel rauszukommen? Diesen optimalen Weg zu kennen, ist das Entscheidende.

Sie coachen Verhandlungsführer, Einkäufer. Was bringen Sie denen bei?

Das erste große Lernziel ist, dass man als Verhandlungsführer eine Eskalation für sich akzeptiert, dass man Ruhe bewahrt, wenn es wirklich zu einer emotionalen Konfrontation kommt, bevor man dann weitermacht. Da gibt es aber viele Techniken im Vorfeld, wie beispielsweise NLP (neurolinguistisches Programmieren, d. Red.) [brandeins.de], aber auch in der konkreten Verhandlungssituation: Wenn das und das passiert, dann reagiere ich folgendermaßen - in der Regel halt entsprechend ruhiger oder wenn man das nicht kann, dann nimmt man sich raus.

Mit welcher Strategie gehe ich in solche Gespräche?

Es geht vor allem darum, das Ganze erst einmal vom Ergebnis her zu durchdenken: Was ist unser Ziel? Das ist beispielsweise eine Mehrpreisforderung durchzubekommen. Dann muss man entsprechend rückwärts denken, über eine gewisse Verästelung an Optionen, ein ganzer Entscheidungsbaum. Dafür nutzen wir beispielsweise die Spieltheorie [wirtschaftslexikon.gabler.de]. Dann sagen wir: Okay, jetzt habe ich diese gesamte Verästelung transparent gemacht. Wie gehe ich durch meinen Apfelbaum durch, um hinterher bei dem schönsten, größten Apfel rauszukommen? Diesen optimalen Weg zu kennen, ist das Entscheidende.

Das stelle ich mir, wenn beide Seiten so denken und entsprechend auf alles professionell vorbereitet sind, eher wie eine Art Theaterstück als wie ein normales Gespräch vor. Ist das so?

Das ist ein normales Gespräch, vorausgesetzt, dass zwei Profis aufeinandertreffen oder besser gesagt Profiorganisationen, es sind ganze Teams. Man klärt gleich zu Beginn den Ablauf: Jetzt ist Sondieren, dann steigen wir in die eigentliche Verhandlung ein, dann mag es möglicherweise eine Eskalation geben. Die ist aber dann deutlich weniger emotional, sondern eher sachlich-fachlich geprägt. Und dann gehen wir Richtung Entscheidung. Das beschleunigt oft den Weg einer Einigung.

Wie lange haben Sie gebraucht, bis Sie für sich das Gefühl hatten, ich fühle mich jetzt gewappnet für die meisten Verhandlungssituationen?

Ich hatte meinen beruflichen Start damals bei Mercedes im Einkauf und dort wird täglich verhandelt. Ich selber habe es noch so gelernt, dass mir ein alter Haudegen gesagt hat: Beim Verhandeln solltest du als Einkäufer immer ein Taschenmesser am Tisch haben, das Du im Zweifel ziehen kannst. Das ist natürlich überspitzt, aber zeigt auch, dass diese Haltung sehr verbreitet ist: Verhandeln, das dauert über Jahrzehnte, bis man es wirklich kann. Wir haben unsere Beratungsfirma gegründet, weil wir damit brechen wollen. Natürlich ist es erfahrungsbasiertes Wissen, das kann man nicht so einfach übertragen. Aber die anderen 90 Prozent sind Methode, Handwerk. Das lernt man über etwa zwei, drei Jahre - aber dann kann man's auch. In den Meistermodus zu kommen dauert länger, aber darum geht es in 98 Prozent aller Verhandlungen nicht.

Diese Leichtfüßigkeit, diese Bereitschaft zu kreativem Denken, schafft bessere Sondierungs-Ergebnisse. Die fehlt uns oft.

Wenn Sie sich mal erinnern: Gibt es eine Verhandlung, bei der Sie sagen, das würde ich heute anders machen?

Beim Verhandeln mit Partnern aus anderen Kulturen gehen wir meiner Erfahrung nach schon sehr "deutsch" ran. Heißt: Okay, man kennt sich, man hat sich mit Argumenten entsprechend gewappnet und jetzt möchte man halt verhandeln, um dann einen Abschluss zu finden.

Bei Mercedes war ich bei einer globalen Einkaufsorganisation. Wir haben unterm Strich nahezu alle Lieferanten ähnlich behandelt, egal ob sie aus China, Indien oder Südamerika kamen. Und das würde ich im Nachhinein sicherlich anders durchdenken und bewusst kulturelle Besonderheiten viel stärker einflechten.

Das sehen wir auch heute noch, wenn beispielsweise gerade viele Unternehmen in China oder Indien unterwegs sind, aber nach wie vor sehr westeuropäisch verhandeln. Da sagen wir: Lassen Sie uns den Prozess abändern, die Verhandlungsführer austauschen. Wir werden zu besseren Ergebnissen kommen, mit etwas mehr Geduld.

Was können wir uns in Deutschland von anderen Verhandlungskulturen abschauen?

Ich glaube die zentrale Erkenntnis ist, dass uns Westeuropäern oft das Spielerische fehlt. Wir gehen in eine Verhandlungssituation rein, wir hauen unsere Forderungen auf den Tisch. Wir haben dann noch irgendwo neben diesem Maximalziel ein Idealziel, ein Minimalziel, das wir auf jeden Fall erreichen wollen. Diese Eindimensionalität zeigt uns dann schnell unsere Grenzen auf.

In Großbritannien, aber auch in ehemaligen Commonwealth-Staaten, sehen wir einen anderen Umgang: Man testet einfach mal an, wo das Gegenüber gerade emotional steht. Man behauptet etwas, man wagt mal etwas. Man wirft auch mal eine Zahl in den Raum, um sie dann, wenn man merkt, das geht nicht in die richtige Richtung, sofort wieder zu kassieren. Man argumentiert sehr oft in Konjunktiven: Ist es denn möglich, über folgendes Thema nachzudenken?

Genau diese Leichtfüßigkeit, diese Bereitschaft zu kreativem Denken, schafft bessere Sondierungsergebnisse. Die fehlt uns oft. Wenn es in einer Verhandlung eine gute Sondierung gibt, kommt man zu den besten Entscheidungen. Und das ist, glaube ich, ein Lernfeld, das man sich von anderen Kulturen unbedingt abschauen kann.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Sebastian Schneider, rbb|24

Sendung: Super.Markt, 24.10.2022, 20:15 Uhr

36 Kommentare

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  1. 36.

    Das ist eben keine Marktwirtschaft wenn Konzerne den Einzelhandel erpressen können um exorbitante Preiserhöhungen durchzusetzen. Marktwirtschaft wäre es wenn Konkurrenz vorhandn wäre und sich so der Preis einpegelt.

    Es ist auch keine Marktwirtschaft wenn die großen 3 Einzelhandelkonzerne z.B. die Preise bei Milch und Butter bestimmen können und an der Krise kräftig mitverdienen. Um bei dem Mittelaltervergleich zu bleiben, hier bekämpfen sich zwei Raubritter und der Kunde ist der Dumme der die Zeche zahlt, so oder so.

    Da hält sich mein Mitleid mit Edeka und Rewe doch in sehr engen Grenzen.

    Und zu dem blödsinnigen Vergleich mit Sozialismus oder gar Kommunismus, es gab noch nie ein System mit Sozialismus oder gar Kommunismus! Der Ostblock bestand aus Einparteiendiktaturen. Selbst ein „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ wurde 1968 zusammengeschossen.

  2. 35.

    Ja, Sie haben Ihre Argumente auch nur aus dem Internet, so ist es eben mit dem Zeitgeist: Bad News.
    Ich esse Mars und was Sie mögen ist mir vollkommen egal.
    Und haben Sie sich mal Gedanken darüber gemacht wo Ihre Klamotten oder Ihre Technik Zuhause so herkommt?? Wahrscheinlich nicht...sonst dürften Sie hier gar nicht posten, sondern "OLD SCHOOL" einen Brief schreiben. Ich jedenfalls will es mir nicht schwerer als nötig machen und so haben alle etwas davon, Hersteller, Händler, Kunden.

  3. 34.

    Das ist halt Marktwirtschaft. Ein Systhem das wenigstens funktioniert. Nie gab es anderswo ein so großes Angebot an Waren. Man muss nur nicht jeden Mist kaufen. Im Sozialismus war Läden ohne Waren. Kommunismus ist nur eine Uthopie.
    Deshalb gibt es heute (noch) keinen Grund für für Weltuntergangsstimmung.

  4. 33.

    "Wenn ich sie nicht mehr im Supermarkt bekomme, kaufe ich sie eben im Netz.
    Jeder so wie er es braucht."

    Das scheint überhaupt ihr Lebensmotto zu sein. Mir doch egal was mit meinen Mitmenschen (Kinderarbeit), der Umwelt und nach mir (Planet) passiert.

    Da ist es auch nicht weiter verwunderlich wenn sie solche mittelalterlichen Mafiamethoden auch noch unterstützen. Hier zeigt sich nämlich was passiert wenn man Konzernen unkontrolliert zu viel Macht überlässt.

    Im Schwarzbuch Markenfirmen werden den Kakao-Zulieferern der Elfenbeinküste schwere Menschenrechtsverletzungen wie Ausbeutung und Kindersklaverei vorgeworfen. Reportagen der ARD aus den Jahren 2010 und 2012 kamen zu dem Schluss, dass große Firmen wie Mars Inc., Kraft Foods oder Nestlé Kindersklaverei „zumindest dulden“.

  5. 32.

    Den mathematischen Zusammenhang, von 49% Preissteigerung, eines Marsriegels und gleicher Lohnerhöhung, sollten Sie erklären.

  6. 31.

    Viele Anbieter quetschen da bis auf den letzten Tausendstel Cent alles aus. Andere Produzenten wie u. a. der für Gummibärchen aus BN o. der mit dem Vogelnest tun es auch. Die maximale Absatzmenge ist durch den Markt begrenzt u. Deutschland ist einer von vielen weltweit. Aber auch Packungsgröße, Menge, Inhaltsstoffe werden wichtiger. Die Frage ist, wieviel will man für Marken bezahlen. Alternativen sind oft gesünder, da sie tlw. weniger Geschmacksträger (Zucker, Fett) bzw. -verstärker enthalten.

  7. 30.

    49% teurer ist völlig inakzeptabel. Das kauft niemand. Wer bekommt schon solche Lohnerhöhung? Es würde Ladenfläche nutzlos verschwendet und die kostet auch Miete. Ich steige auf andere Produkte um. Durch durch Boykott kann der Käufer Einfluss nehmen (zB Echtpelz, Kraftstoffverbrauch, Tierhaltung)

  8. 29.

    Dann werden eben die Packungen größer und der Inhalt um 25% geringer, klappt auch bei der Rewe Group sonst auch und es gibt Werbezuschüsse und Incensive Reisen in die USA.
    Der Referenzpreis steht künftig in Kleinstschrift am Regal, die Verbraucherzentrale hat wieder neue Mogelpackungen anzuprangern.

  9. 27.

    Ob der Händler sich überteuerte Ware ins Regal legen will, ist erstmal seine eigene Entscheidung. Er muss das ja schließlich vorfinanzieren. So ein finanzielles Risiko in der heutigen Krisenzeit würde ich auch nicht eingehen. Da kann man schon verstehen, dass die Handelsketten das nicht mitmachen. Verhungern wird schon keiner, wenn überteuerte Mars-Riegel fehlen.

  10. 25.

    " Ich hoffe der Handel bleibt stark und lässt sich nicht erpressen von den Amis. "

    Das hat nichts mit " den Amis " zu tun sondern ist ein allgemeines Problem bei den großen Lebensmittelkonzernen denn gleiche Erscheinungen gab es auch schon bei Nestle was bekanntlich ein Schweizer Unternehmen ist und auch Deutsche Konzernen treiben gerne mal die Preise nach oben .

  11. 24.

    Mars kostenlos ... nur zehn Liegestütz und zwanzig SitUps. Für die Doppelpackung noch zehn Klimmzüge obendrauf. Damit dürfte das Problem gegessen sein.

  12. 23.

    Auch der Materialwert mit der dazugehörigen Wertschöpfung schwangt. Ob Milchpreise oder wie z.B. VW mit seinen Lieferanten umgeht, ist das Gegenstück zu Ihrer Rede. Der ständige Kampf um Geld für Entwicklung, neue Technologien und dafür notwendige Gewinne, aber auch Belohnungen für Anstrengungen ist das Elixier, wie sich Preise bilden. Dazu gehören auch, ungesunde Ausschläge in beide Richtungen. Wenn man in diesen Kampf eingreift, riskiert man Handlungen der Akteure, dessen Phantasien bei weitem die der Regulierer übertrifft. Karl Marx wusste: Das Geld will sich vermehren, so oder so. Deshalb sind Anreize viel erfolgversprechender...

  13. 22.

    Nur noch 6-8 Monate Rationalisierung, Optimierung, Reduzierung und Substituierung von Erdgas- und Öleinsatz und die Kosten bzw. Preise fallen ... Tief … Auf breiter, nein, sehr breiter Front ... Die Konsumenten jetzt besser nicht "veräppeln" ... Die vergessen nicht so schnell, wie Mancher jetzt vielleicht meint.

  14. 20.

    Ich hoffe der Handel bleibt stark und lässt sich nicht erpressen von den Amis.

  15. 19.

    Das Zeug ist eh größtenteils ungesund. Kann wegbleiben

  16. 18.

    Die zugegeben vorhandene größere Kreativität der US-Amerikaner sollte sich in anderen Dingen entfalten, als erst einmal völlig aus der Luft gegriffene Phantasiepreise zu nennen, um dann - behauptet rein spielerisch - ggf. zu anders gelagerten, gleichfalls aus der Luft gegriffenen Phantasiepreisen zu gelangen.

    "Altbackene" wie ich sind immer noch der Meinung, dass es ein Ideal wäre, dass Preise etwas mit dem Materialwert eines Gegenstandes zu haben sollten. Nach dem zweifellos sehr ehrlichen Artikel scheint das selbstgewählt immer weniger der Fall zu sein.

  17. 17.

    Ich stehe hinter dem Einzelhandel. Ich kaufe im REWE und mur ist das Fehlen von einigen Marken aufgefallen. Na und, wir sind umgestiegen. Ich finde es gut, dass man sich nicht alles aufdrücken lässt.
    Selbst wenn sich viele die teuren Produkte leisten könnte, ist es wichtig, eine rote Linie aufzuzeigen.

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