Symbolbild: Clubcommission sucht Personal. Arzthelfer Linus informiert am 08.10.2020 Patienten in einer langen Schlange vor einer Arztpraxis im Berliner Bezirk Neukölln über den Corona-Test. (Quelle: dpa/Kay Nietfeld)
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Facebook-Aufruf der Berliner Clubs - Clubcommission sucht Fachpersonal für Corona-Schnelltests

Um Corona-Schnelltestbereiche vor Clubs in Berlin einzurichten, sucht die Clubcommission seit Montag medizinisches Fachpersonal mithilfe eines Facebook-Aufrufs. Ein "Testlauf mit Covid-19-Schnelltests" soll demnach am kommenden Wochenende (17. und 18. Oktober) "tagsüber" und auch am darauf folgenden Wochenende stattfinden.

Qualifizierte Interessierte sollen sich über ein Online-Formular dafür anmelden und dabei ihre Präferenz angeben, was den Club angeht, in dem sie eingesetzt werden wollen. Durch die Schnelltests könnten Clubs einen Beitrag dazu leisten, die Ausbreitung der Infektionen unter jungen Menschen zu bremsen, heißt es.

Clubs kritisieren Sperrstunde

Die Berliner Clubs hatten zudem am vergangenen Freitag die vom Senat beschlossene Sperrstunde kritisiert. Der Dachverband hatte erklärt, wenn Bars und Clubs geschlossen seien, würden Menschen an anderen Orten zusammenkommen.

Der aktuelle Anstieg der Infektionszahlen sei hauptsächlich auf private Ansammlungen und Treffen zurückzuführen und nicht auf Events in Clubs mit Hygienekonzepten. Die Sperrstunde sei ein Schlag ins Gesicht. Der "Tag der Clubkultur" am 3. Oktober habe gezeigt, dass Kulturveranstaltungen unter Pandemiebedingungen sicher möglich seien. Die Clubcommission schlug an dem Tag vor, Schnelltests vor Clubs zu ermöglichen.

Clubs und Diskotheken dürfen derzeit ihr reguläres Angebot wegen der Corona-Pandemie noch nicht wieder aufnehmen. Das heißt, die Ausrichtung von "Tanzlustbarkeiten" ist weiterhin verboten, wie es in der aktuellen Verordnung des Berliner Senats formuliert steht.

Sendung: Abendschau, 13.10.2020, 19:30 Uhr

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7 Kommentare

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  1. 7.

    Nörgler wo man nur hinguckt. Lasst doch die Clubs Schnelltests anwenden. Tut doch niemandem weh.
    Wenn das hilft die Clubs durch den Winter zu bringen, dann go for it!
    Mir sind solche legale und sichere Veranstaltungen mit einem validen Hygienekonzept viel lieber als irgendwelche Privatfeiern in den eigenen vier Wänden oder gar illegal veranstaltete Partys in irgendeinem Park.

  2. 6.

    Super Idee. Die können sich vor Anfragen kaum retten. Die eurozeichen blinken in den Augen der clubbetreiber. Kriegen Geld vom Staat. Reicht aber nicht

  3. 5.

    Noch seltene Schnelltests in Clubs einzusetzen und das auch noch bei den höchsten Zahlen seit Beginn der Pandemie... super Idee und super Zeitpunkt. Aber man muss natürlich Prioritäten setzen.

  4. 4.

    Wie Weltfremd sind denn die Damen und Herren von der Clubcommision bei steigenden Corona Zahlen Clubs und Diskotheken zu öffnen. Wir haben ja auch so viel Medizinisches Personal in unserem Staat daß die Medizinischen Einrichtungen selber Händeringend Fachpersonal suchen.

  5. 3.

    "Der aktuelle Anstieg der Infektionszahlen sei hauptsächlich auf private Ansammlungen und Treffen zurückzuführen und nicht auf Events in Clubs mit Hygienekonzepten."
    Ja, ja;
    Das hat man in dem Beitrag der Abendschau im Sommer gesehen, wo über die Einhaltung der Regelungen in den Bars in Mitte berichtet wurde und sich der Bezirksbürgermeister dann noch mit allen Möglichen Ausreden rechtfertigte. Damals hätte eine sofortige Schließung dieser Bar eine Signalwirkung gehabt.
    Frage an die Barbetreiber: Was ist mit den ganzen illegalen Partys die veranstaltet werden, siehe
    Tagesspiegel :https://plus.tagesspiegel.de/gesellschaft/berliner-dj-ueber-partys-in-der-pandemie-wir-haben-alle-regeln-gebrochen-die-es-gibt-53762.html

  6. 2.

    Ja klar. Medizinisches Fachpersonal sitzt ja auch däumchendrehend überall herum. Darum können ja auch Menschen mit Symptomen häufig nicht getestet werden. Und, mal so nebenbei: Wenn diese irrsinnige Aktion tatsächlich stattfände, was passiert, wenn einer positiv getestet wird? Unter Bewachung abgeführt in Quarantäne?

  7. 1.

    Die Clubkommission erweist sich zunehmend als realitäts- und wissenschaftsleugnende Kasperltruppe, die händeringend versucht, das Unvernünftige irgendwie doch mit hanebüchenen Aktionen durchzudrücken.

    Das ist genauso absurd, wie die Gastwirte und Gastwirtinnen, die über die Sperrstunde jammern, aber keinerlei Abstand in ihren Räumlichkeiten gewährleisten können, bzw. nicht dafür sorgen, dass einfach Regeln eingehalten werden.

    Was man der Politik aber vorwerfen kann und muss: dass die Last der Regeln die Unternehmer/innen tragen sollen und in fast keiner Weise die Immobilienbesitzer mit ins Boot geholt werden, deren vermietete Räume nun erheblich an Wert verloren haben, weil nicht mehr so viel Umsatz auf der gleichen Fläche zu machen ist.

    Die Mieter/innen sind die gelackmeierten Melkkühe, die die Zeche immer zahlen sollen.

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