Ein Food Truck der kostenlos Essen an Obdachlose verteilt (Bild: rbb)
Video: rbb|24 | 27.04.2020 | Material: Abendschau | Bild: rbb

Foodtruck in Kreuzberg - Geflüchtete bekochen Obdachlose und Bedürftige

Das von ehemaligen Geflüchteten betriebene Restaurant "Kreuzberger Himmel" versorgt Obdachlose und Bedürftige während der Corona-Krise mit kostenlosem und warmem Essen.

Gestartet wurde das Hilfsprojekt schon am 24. März, unterstützt wird das Restaurant vom Verein "Be an Angel e.V." und der Kältehilfe Berlin. Gemeinsam mit dem Catering-Unternehmen Bab al-Jinan werden täglich bis zu 70 Mahlzeiten an vier verschiedenen Standorten in Berlin ausgegeben. Einer von ihnen ist ein Foodtruck, der immer montags und freitags jeweils etwa 50 Mahlzeiten ausgibt.

"Selbstverständlich, dass wir helfen, wo wir können"

Be an Angel e.V. unterstützt seit September 2015 Geflüchtete beim Ankommen in Deutschland. Unter ihnen war auch die aus dem Irak stammende Köchin Layale Jafar. Sie kocht im "Kreuzberger Himmel" und betont im Gespräch mit der Abendschau des rbb: "Wir haben in Deutschland so viel Unterstützung erfahren. Für mich ist es selbstverständlich, dass jetzt wir helfen, wo wir können."

Dabei kämpft das Restaurant so wie viele andere Gastronomiebetriebe auch inmitten der Corona-Krise selbst um das Überleben. Auch für das vor zwei Jahren gegründete Catering-Start Up "Bab al-Jinan" ist die Lage derzeit äußerst kritisch.

Über einen Spendenaufruf hat der Berliner Verein "Be an Angel e.V." inzwischen mehrere Tausend Euro für die Nahrungsmittel gesammelt, aus denen die Mahlzeiten entstehen. Ein Großhändler unterstützt das Hilfsprojekt außerdem mit Produkten zum Einkaufspreis oder mit Nahrungsmitteln, die kurz vor dem Verfallsdatum nicht mehr in den Verkauf gelangen. Das Küchenteam stellt seine Zeit zur Verfügung, der Caterer stellt den Foodtruck.

Sendung: Abendschau, 27.04.2020, 19:30 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Tolle Arbeit, DANKE an die "Geflüchteten" (blödes Wort)! Super, dass ihr auch an die Obdachlosenversorgung denkt, denn der Staat scheint das ja nicht unbedingt für nötig zu halten. VIELEN DANK und alles Gute!

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