Pärchen beim Essen in der Simon-Dach-Straße (Bild: imago images/Steinach)
Audio: rbb 88,8 | 27.05.2020 | Anke Michel | Bild: imago images/Steinach

Pläne in Friedrichshain-Kreuzberg verworfen - Bezirk verzichtet auf Straßensperrungen für Gastronomie

Im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg werden nun doch keine Straßen zu Gunsten der Gastronomie gesperrt. Stattdessen werde bei jedem Gastronomen individuell geprüft, ob der Außenbereich auf Parkplätze ausgedehnt werden könne, teilte der Bezirk am Dienstagabend auf Twitter mit.

In dem Bezirk sollten ursprünglich an den Wochenenden unter bestimmten Bedingungen Straßen gesperrt werden, damit Gastronomen mehr Tische aufstellen können. So sollten Teile der Dresdner Straße, der Samariterstraße und der Bereich rund um den Boxhagener Platz für den Autoverkehr gesperrt werden.

Gastronomen konnten per Online-Antrag einen entsprechenden Bedarf anmelden, davon haben laut Bezirk 300 Wirte Gebrauch gemacht. "Die 300 eingegangenen Bedarfsmeldungen verteilen sich über den gesamten Bezirk. Daher werden keine einzelnen Straßen oder Straßenabschnitte gesperrt", begründete Bezirkssprecherin Sara Lühmann auf rbb|24-Nachfrage diesen Schritt. Aber auch Sicherheitsaspekte hätten eine Rolle gespielt, sagte sie weiter.

Sendung: rbb 88,8, 27.05.2020, 09:30 Uhr

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6 Kommentare

  1. 6.

    Eigentlich sollte diese Maßnahme in der Bergmannstrasse eingeführt werden.
    Der Verkehr dort ist chaotisch und für Radfahrer aufgrund der vielen Lieferfahrzeuge in zweiter Reihe gefährlich.
    Im Zentrum des Grünen Bezirks Kreuzberg gibt es noch nicht einmal einen Fahrradweg!

    Statt dessen werden unsinnige Sitzecken auf- und wieder abgebaut. Statt die Strasse zu sperren und den vielen Restaurants die Möglichkeit zu geben, Tische außen aufzustellen, wird die Friedrichstraße gesperrt, die kaum Gastronomie hat.

    Da fragt man sich schon, welcher Politiker aus welchen Gründen sinnvolle Maßnahmen in der Bergmannstrasse verhindert hat.

  2. 5.

    Schade. Ja, eine Sperrung der Gehwege, Feuerwehrzufahrten und Fußgängerfurten insbesondere für den "ruhenden" Autoverkehr begrüße ich ausdrücklich. In Charlottenburg fallen mir immer wieder viele verrostete Poller vermutlich aus den 80er Jahren an den Gehwegen und Fußgängerfurten auf ;) Gabs also schon mal die Idee (vor 40 Jahren?!)- in einem Bezirk mit bereits damals hoher "ruhender" Autodichte im Straßenraum.
    @Rechercheteam rbb: Wann und WO begann diese Praxis in West-Berlin ? ;)

  3. 4.

    Hier lässt sich keiner vorführen. Die Leute kennen die grüne Agenda und wählen die ja gerade deshalb. Guten Morgen!

  4. 3.

    Man könnte ja hilfsweise wenigstens die Gehwege für den Fahrzeugverkehr sperren.

  5. 2.

    Wenn es darum geht dem Autofahrer das Leben schwer zu machen und Autos aus der Stadt zu verbannen, ist dem Bezirk Friedrichshain/Kreuzberg jedes Mittel recht. Erst waren und sind es die Radfahrer, dann die Kinder die temporäre Spielstraßen erhalten. Und jetzt, wenn es irgendwie geht, noch die Gastronomie auf die Straße. Leute merkt ihr noch was? Lasst euch doch nicht länger von diesen GRÜNEN Träumern vorführen. Sonst werden bald alle Straßen in Berlin für Kraftfahrzeuge gesperrt, damit unsere Stadttauben genug Platz zum landen haben.

  6. 1.

    Schade das die Bergmannstr. wieder zurückgebaut wurde. War ja damals unwissentlich sozusagen vorreiter für Coronazeiten.

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