Volleyball-Bundesliga - SC Potsdam werden sechs Punkte abgezogen

Fr 02.02.24 | 15:29 Uhr
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Spielerinnen des SC Potsdam stellen sich vor dem Spiel am Netz auf (Bild: Imago/Beautiful Sports)
Bild: Imago/Beautiful Sports

Der SC Potsdam hat vor dem Start der Zwischenrunde der Volleyball-Bundesliga (VBL) sechs Punkte abgezogen bekommen. Das teilte die VBL am Freitagnachmittag mit. Im Sommer war der SC Potsdam von einer Betrugsaffäre durchrüttelt worden und hatte die finanzielle Lücke in der Nachlizensierung erst spät schließen können.

SC Potsdam: "Abzug von sechs Punkten unverhältnismäßig"

Laut VBL konnten die Brandenburger inzwischen alle Bedingungen des Lizensierungsverfahrens erfüllen. Neben der Punktstrafe wurde der Verein auch mit finanziellen Sanktionen belegt. Zur Höhe wollten sich Liga und Verein nicht äußern. Für die VBL sind die Untersuchungen damit abgeschlossen.

Die Finanzbehörden und Staatsanwaltschaft ermitteln weiter. "Diese Verfahren können sich noch über mehrere Jahre ziehen. Natürlich erwachsen daraus auch weitere finanzielle Risiken für den Standort", so Daniel Sattler, Geschäftsführer der VBL. "Uns war es aber ein Anliegen, nunmehr Rechtssicherheit für alle zu schaffen; dies auch im Lichte der Tatsache, dass unsere sportrechtlichen Sanktionsmöglichkeiten beschränkt sind."

Der SC Potsdam äußerte sich im Vorfeld des Ligaspiels in Stuttgart (Samstag, 17 Uhr). "Wir müssen das hinnehmen, aber ich finde den Abzug von sechs Punkten unverhältnismäßig", so Eugen Benzel, Geschäftsführer der SC Potsdam Sport & Marketing GmbH. Die neu gegründete Spielbetriebsgesellschaft habe die Versäumnisse der Vergangenheit wieder ins Reine gebracht: "Trotzdem sehe ich die Entscheidung als große Chance. Denn damit wird die Vergangenheit seitens der Liga abgeschlossen und wir können mit unserem Team endlich nach vorne schauen." Durch den Punktabzug kann der SC Potsdam in der Hauptrunde noch den vierten oder fünften Platz belegen. In der Zwischenrunde werden die Brandenburgerinnen dadurch im oberen Pool der besten fünf Teams spielen.

Erweiterung des Strafenkatalogs geplant

Neben dem SC Potsdam wurden auch Wiesbaden und Suhl mit einem Punktabzug belegt. Dem VC Wiesbaden wurden in der Hauptrundentabelle drei Punkte abgezogen. Gegen den VfB Suhl wurde ein Abzug von sechs Punkten sowie eine Geldstrafe verhängt.

Für die Zukunft kündigte der Lizensierungsausschuss eine Erweiterung des Strafenkatalogs an. Dazu zählen beispielsweise der temporäre Ausschluss vom Supercup, Pokalwettbewerb oder internationalen Wettbewerben sowie der Entzug des Heimrechts.

Sendung: rbb24 Inforadio, 02.02.2024, 15:15 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Für alle Entscheidungen wurde durch die VBL-Geschäftsführung mit Blick auf das Ende der Hauptrunde ein sofortiger Vollzug gemäß Ziffer 16.7 Bundesspielordnung angeordnet. Potsdam (26 Punkte, 10 Siege, 36:25 Sätze) kann in der Hauptrundentabelle noch Platz 4 oder 5 belegen; Suhl (24 Punkte, 10 Siege, 38:28 Sätze) und Wiesbaden (23 Punkte; 8 Siege; 33:32 Sätze) werden im direkten Duell am letzten Spieltag um den Einzug in die Zwischenrundengruppe A spielen.



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