Olympia-Starter aus der Region - Edelhelferin mit fast 40

Die Cottbuser Radsportlerin Trixi Worrack. / imago images/Eibner Europa
Audio: Inforadio | 24.07.2021 | Andreas Friebel | Bild: imago images/Eibner Europa

Kaum jemand hat wohl so viel olympische Erfahrung wie Trixi Worrack. Für die 39-Jährige sind es in Tokio bereits ihre fünften und letzten Spiele. 2004 in Athen ging sie erstmals an den Start. Die Rolle bei ihrem Karriere-Finale ist klar. Von Andreas Friebel

 
 

So richtig mochte es Trixi Worrack erst gar nicht glauben. Mit 39 und einem sportlich nicht überragenden Jahr wurde sie etwas überraschend doch für Tokio nominiert. "Ich denke, dass ich nominiert wurde, weil ich gute Arbeit für mein Team geleistet habe. Das hat der Bundestrainer gesehen. Und man darf nicht vergessen: Radsport ist auch Mannschaftssport."

Womit die Rolle von Trixi Worrack im olympischen Straßenrennen klar ist. Sie soll mit ihrer Erfahrung ihre Team-Kolleginnen maximal unterstützen, damit die deutschen Frauen vielleicht eine Medaille gewinnen.

 
 

Berliner und Brandenburger im BDR-Straßenteam

Trixi Worrack ist die einzige Frau aus der Region, die es in den Straßenkader geschafft hat. Allerdings ist die gebürtige Cottbuserin vor einigen Jahren an den Stützpunkt nach Erfurt gewechselt. Dort möchte sie nach dem Ende ihrer aktiven Laufbahn, ab Januar 2022 auch als Trainerin arbeiten. "Ich bleibe dem Radsport in jedem Fall erhalten."

Mit den beiden Berlinern Simon Geschke und Maximilian Schachmann stehen aber zwei Sportler aus der Region im Straßenkader der Männer. Geschke hat erst am Sonntag die Tour de France hinter sich gebracht. Bei seinem neunten Start kam der 35-Jährige zum neunten Mal ins Ziel. Ganz anders sah die Olympia-Vorbereitung von Schachmann aus. Er ließ die Tour sausen. Stattdessen versuchte er in der Sierra Nevada noch einmal sich zu verbessern. "Die Olympia-Vorbereitung geht gut", schrieb er in den sozialen Netzwerken.

 
 

Medaillen-Chancen

Bei ihren fünften und zugleich letzten Olympischen Spielen wird Trixi Worrack als Edelhelferin unterwegs sein, um Lisa Brennauer in eine optimale Position zu bringen. "Ich werde im Rennen als Kapitän die Taktik machen. Wenn etwas passiert, was wir vorher nicht besprochen haben, dann werde ich handeln."

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Conrad Scheibner, Annika Schleu, Ronald Rauhe, Laura Ludwig, Patrick Hausding, Emma Hinze und Lilly Stoephasius (Quelle:picture alliance /Axel Heimken; Frank May: Collage: rbb)
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Mehr zu den regionalen Olympiastartern und ihrer Vorbereitung auf die Spiele gibt es auf "Alles außer Fußball" (ALAF), dem Instagram-Kanal vom rbb Sport.

 

Eine ähnliche Rolle übernimmt auch Simon Geschke, der im Straßenrennen der Männer alles daransetzen wird, um Maximilian Schachmann auf das Podium zu bringen. "Ich fahre nach Tokio, um eine Medaille zu holen. Alles andere ist keine Option", so der 27-jährige deutsche Straßenmeister.

 

Gut zu wissen

Im Gegensatz zur Tour de France sind in Japan bei den olympischen Straßenrennen keine Zuschauer zugelassen. Dazu kommt, dass die Strecke recht anspruchsvoll ist. Bei den Männern ist sie 234 Kilometer lang. Führt über 4.865 Höhenmeter und den Berg Fuji. Start ist in Tokio. Die Ankunft ist auf dem Fuji International Speedway, einer Rennstrecke. Bei den Frauen ist der Kurs nicht ganz so schwer. Start und Ziel sind gleich. Es geht insgesamt "nur" über 137 Kilometer und 2.692 Höhenmeter.

Wann finden die Wettkämpfe statt?

Samstag, 24. Juli    
Straßenrennen, Männer 4 - 11:15 Uhr
Sonntag, 25. Juli    
Straßenrennen, Frauen 6 - 10:35 Uhr
Mittwoch, 28. Juli    
Zeitfahren, Frauen 4:30 Uhr
Zeitfahren, Männer 7 Uhr
 

Sendung: Inforadio, 24.07.2021, 15:15 Uhr

Beitrag von Andreas Friebel

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