Salzburg - Ziltendorfer kämpft als Elektroniker um Edelmetall bei Berufe-WM

Do 24.11.22 | 16:37 Uhr
Symbolbild: Berufeweltmeisterschaften. (Foto: Sebastian Kahnert/dpa)
Sebastian Kahnert/dpa
Audio: Antenne Brandenburg | 24.11.2022 | Stefanie Fiedler | Bild: Sebastian Kahnert/dpa

Wer ist der oder die Beste seines oder ihres Fachs? Bei der Berufe-WM kämpfen Frischausgelernte um WM-Edelmetall. Bisher läuft es für Deutschland ganz gut. Aktuell greift der Ziltendorfer Kai Schmidt nach Lorbeeren im Bereich Anlagenelektronik.

Kai Schmidt aus Ziltendorf (Oder-Spree) greift bei der Weltmeisterschaft der Berufe – den sogenannten Worldskills - im Bereich Anlagenelektronik nach Edelmetall. Seit Donnerstag laufen die Wettbewerbe im österreichischen Salzburg. Der 22-Jährige hat bei Arcelor Mittal in Eisenhüttenstadt den Beruf des Elektronikers im Bereich Automatisierungstechnik erlernt und ist jetzt dualer Student.

Für die WM habe Schmidt fast rund um die Uhr geübt, getestet und gelernt, sagt Schmidt. Er sei wahnsinnig aufgeregt und fühle sicih sehr gut vorbereitet. "Seit letztem Jahr Sommer finden zusammen mit meinem Ausbilder und weiteren Experten regelmäßig Trainings statt. In den letzten Monaten wurden diese Übungen noch mal intensiver. Da war eigentlich fast jeden Tag immer nur trainieren", so der 22-Jährige.

Kai hat es drauf, meint sein Ausbilder

Ausbilder Maik Eberl ist von seinem Schützling überzeugt. Er betreut ihn bereits seit seinem ersten Ausbildungsjahr und weiß, was Schmidt auf dem Kasten hat. "Das muss man sich vorstellen: Das ist Hochleistungssport. Die haben dort innerhalb kürzester Zeit eine komplexe Anlage zu errichten und können dabei nur wenige Pausen machen. Die Teilnehmer sind voll auf sich fokussiert, müssen ein Stück weit in ihrer eigenen Welt unterwegs. Am Ende des Tages sind die Jungs auch fertig, also einfach nur noch fertig fürs Bett", erklärte Eberl.

Eigentlich zentraler Austragungsort geplant gewesen

Eigentlich sollte die WM der Berufe zentral im chinesischen Shanghai ausgetragen werden. Wegen Chinas strikter Corona-Politik musste die Meisterschaft auf 15 Länder wie Deutschland, Österreich, die Schweiz, Kanada und Südkorea verteilt werden. Insgesamt werden in 61 verschiedenen Berufen Weltmeisterinnen und Weltmeister gesucht. Mehr als 1.000 Spitzen-Fachkräfte im Alter bis zu 23 Lebensjahren haben gemeldet. Sie kommen aus 58 unterschiedlichen Ländern.

Elektroniker Kai Schmidt sei von dem Starterfeld beeindruckt, sehe für sich aber gute Chancen, sich in Salzburg durchsetzen zu können. "Schön wäre es, auf dem Treppchen zu stehen – also die Top-Drei. Mindestens sollte die 'Medal of Exzellenz' drin sein. Das ist, wenn man eine überdurchschnittlich gute Punktzahl erreicht hat. Dann bekommt man diese Medaille und alles andere mehr wäre Bonus!" Am Samstag wird Schmidt dann mehr wissen, wie er abgeschnitten hat.

Nach 27 von 31 Weltmeisterschaften hat die Deutsche Berufe-Nationalmannschaft bisher zwei Gold- , vier Silber- , zwei Bronze- und acht Exzellenz-Medaillen errungen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 24.11.2022, 14:40 Uhr

Nächster Artikel