Touristen liegen am 1.Juni 2020 trotz coronabedingter Einschränkungen am Ostseestrand in Sehlendorf (Bild: imago-images/xim.gs)
Audio: Antenne Brandenburg | 26.06.2020 | Anke Michel | Bild: imago-images/xim.gs

Heimaturlaub in Corona-Zeiten - Ferienbeginn führt zu vollen Ost- und Nordseestränden

An den Stränden wird es voll: In Hamburg, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben in dieser Woche die Sommerferien begonnen. Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen folgen Anfang der Woche.

Wegen der Corona-Krise machen laut DPA in diesem Jahr mehr Deutsche als sonst Urlaub im eigenen Land. Das merken auch die Ferienorte an der Nord- und Ostsee. Sie berichten demnach durchgängig von einer sehr guten Buchungslage.

"Bei uns sind die Quartiere fast restlos ausgebucht. Die Vorbuchungen für den Sommer 2020 waren auch vor der Corona-Pandemie schon sehr gut, so dass nur noch wenige kurzfristige Reisende hinzugekommen sind", sagte die Pressesprecherin des Tourismus-Service Grömitz, Jaqueline Felsmann.

Auch Nordseetourismus profitiert von Corona-Lage

Auch an der Nordseeküste sind die Betten der DPA zufolge zum großen Teil ausgebucht. "Wir hatten vermutlich den stärksten Juni der vergangenen Jahre, und in der kommenden Woche werden wir die 90 Prozent-Marke in Auslastung und Belegung hinter uns lassen", sagte Olaf Raffel vom Büsumer Tourismus Marketing Service TMS.

Um ein zu großes Gedränge an den Stränden zu verhindern, haben die Ostseebäder Scharbeutz, Sierksdorf, Neustadt, Pelzerhaken und Rettin eine Internetseite entwickelt, auf der sich Tagestouristen vorab über das Platzangebot an den Stränden informieren können. Das System werde spätestens Mitte Juli verfügbar sei, sagte der Geschäftsführer der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht, André Rosinski.

Staus bleiben wohl nicht aus

Auf den Straßen im Norden rechnet der ADAC am Wochenende mit vielen Staus. Betroffen sind nach Angaben des Automobilclubs vor allem die Straßen rund um Hamburg sowie die Autobahn 1 Richtung Fehmarn und die Autobahn 7 Richtung Norden. Da Reisende bei der Einreise nach Dänemark nachweisen müssen, dass sie mindestens sechs Übernachtungen in dem Land gebucht haben, kann es nach Angaben des ADAC auch an der Grenze zu Wartezeiten kommen.

Zwischen Berlin und der Ostseeregion werden aber auch mehr Bahnen unterwegs sein. So könnten stark nachgefragte Züge entlastet und die Abstandsregeln besser gewahrt werden, teilte der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg am Montag mit. Ab dem 26. Juni werde jeweils freitags, samstags und sonntags ein zusätzliches Zugpaar von und nach Stralsund fahren.

Sendung: Antenne Brandenburg, 26.06.2020, 9 Uhr

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