Gestiegene Beschaffungskosten - Vattenfall erhöht die Strompreise ab Oktober in Berlin

Fr 12.08.22 | 12:07 Uhr
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Das Logo des Energiekonzerns Vattenfall auf dem Heizkraftwerk Moabit.(Quelle:dpa/C.Gateau)
Audio: rbb24 Inforadio | Do 12.08.22 | Bild: dpa/C.Gateau

Der Stromversorger Vattenfall erhöht im Oktober die Preise für seine Kunden in Berlin. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die deutlich gestiegenen Beschaffungskosten seien nach eigenen Angaben der Grund für die Preissteigerungen. Das Unternehmen hat in der Hauptstadt eigenen Angaben zufolge rund 1,4 Millionen Kundinnen und Kunden.

Ein typischer Berliner Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2.200 Kilowattstunden zahle dann im Grundversorgungstarif pro Monat 7,88 Euro mehr, hieß es. "Das entspricht einer Steigerung von 12,9 Prozent." Zuvor hatte der "Berliner Kurier" darüber berichtet.

Preis bleibt unter dem Niveau von Ende Juni

Konkret steigt der Verbrauchspreis in der Grundversorgung von 28,82 Cent je Kilowattstunde auf 33,12 Cent. Damit bleibt der neue Preis laut Vattenfall aber unter dem Niveau, das bis Ende Juni dieses Jahres gegolten hat. Damals lag der Preis pro Kilowattstunde noch bei 33,25 Cent und fiel ab Juli auf das aktuelle Niveau aufgrund des Wegfalls der EEG-Umlage.

Der Grundpreis wird ab Oktober von der Art des Stromzählers in den Haushalten abhängen, teilte Vattenfall weiter mit. Die Netzbetreiber haben demnach mit dem gesetzlich geregelten Einbau neuer Stromzähler begonnen. Der Grundpreis teilt sich künftig daher in einen "Grundpreis ohne Zähler" in Höhe von 7,49 Euro sowie ein Zählerentgelt auf, das von der Art des Zählers abhängt. Bisher beträgt der Grundpreis 8,20 Euro.

Sendung: Inforadio, 11.08.2022, 19:40 Uhr

9 Kommentare

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  1. 9.

    Nein, aber es sollten dann auch Mittel sein, die den Russen schaden. Derzeit verkaufen die weniger Öl als früher, verdienen mit dem Öl aber mehr. Sehen Sie, das ist der Weitblick, der vielen fehlt. Ihnen auch?

  2. 8.

    Ihrer Meinung nach sollen wir also zusehen, wie mitten in Europa ein Diktator ein Nachbarland überfällt, seine Soldaten morden, plündern, vergewaltigen.

  3. 7.

    Warum macht der Staat nicht eine Strompreisbremse und Gaspreisbremse. Statt Geld mit der Gießkanne zu verteilen und die Menschen mit dem 9 Euroticket sinnlos aus Fun durch die Gegend fahren zu lassen, könnte er damit direkt die Versorger entlasten und denen besonders auf die Finger schauen wie sich deren Preise darstellen. Oder wie wäre es mit Enteignung.
    Nord stream 2 ligt übrigens unter Erfüllung aller bautechnischen Normen betriebsbereit da. Nur Habeck und Co entscheiden sich lieber dafür, die Krise zu eskalieren, zum Schaden aller Bürger und der Wirtschaft.
    Mir ist klar, dass er sein Versagen nicht zugeben kann und will.. aber vielleicht sollte dass dan jemand anderes für ihn übernehmen.

  4. 6.

    Genauso ist es! EON hat schon erhöht und als die Mehrwertsteuer gesenkt wurde, hat Vattenfall auch sofort die Preise erhöht.
    Lapidar heißt es dann, höhere Beschaffungskosten!
    Die kriegen den Rachen nicht voll. Es war der größte Fehler, Strom und Gas in private Hände zu geben, genau wie die Post usw.

  5. 5.

    Ich hoffe doch das alles sich wieder einrenken wird. Wenn die Beschaffungskosten runter gehen hoffe ich auch das es der Preis auch tut.
    Hoffentlich ist das kein Traum

  6. 4.

    Naja, war ja mit zu rechnen. Da ich bisher immer was wieder bekommen habe, habe ich jetzt mal online bei Vattenvall den Abschlag ein bisschen erhöht und hoffe nun auf +/- O

  7. 3.

    Stimmt. Alles eine Folge von Sanktionen, die uns mehr treffen, als den Russen. Unserer Regierung fehlt es an Weitblick und Erfahrung.

  8. 2.

    Genau das waren auch meine Gedanken... Aber gut das ist ja nichts neues, was man hat, hat man. Das gilt eben auch für Preise, die gehen selten runter wenn sie nicht müssen.

  9. 1.

    Vattenfall kopiert das Modell aus der (befristeten) Senkung der Spritbesteuerung und kassiert jetzt die EEG-Umlage ein.

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