Publikum in Berliner Mercedes-Benz Arena (Quelle: dpa/Kriemann)
Bild: dpa/Kriemann

Großveranstaltungen in Berlin - Hallenbetreiber hoffen ohne Entlassungen durchzukommen

Alle setzen auf Zeit: Die ausfallenden Konzerte und Groß-Events in Mercedes-Benz Arena,  Max-Schmeling-Halle oder Velodrom sollen möglichst nachgeholt werden. Solange machen die großen Hallen Wartungsarbeiten - und hoffen auf das Beste. 

Was Sie jetzt wissen müssen

Die Betreiber der großen Hallen in Berlin hoffen durch Terminverschiebungen die Einnahmeausfälle durch die Corona-Krise so gering wie möglich zu halten. "Wir gehen derzeit grundsätzlich davon aus, dass die Veranstaltungen nachgeholt werden", sagte Moritz Hillebrand, Unternehmenssprecher der Anschutz Entertainment Group, die die Mercedes-Benz Arena betreibt.

Auch die Geschäftsführung der Velomax Berlin Hallenbetriebs GmbH, Sybil Franke und Sebastian Rüß, hofft auf Nachholtermine nach dem allerdings nicht absehbaren Ende der Krise. "Derzeit versuchen wir in Abstimmung mit unseren Kunden, Veranstaltungen nach Möglichkeit zu verschieben. Dies wird voraussichtlich nicht in jedem Einzelfall gelingen. Wie hoch hier die Erfolgsquote ist, auch dies hängt maßgeblich von der Dauer der aktuellen Ausnahmesituation ab", heißt es schriftlich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Konzerte von Roland Kaiser, Ateez und Böhse Onkelz fallen aus

Velomax, eine hundertprozentige Tochter der Unternehmensgruppe Gegenbauer, betreibt sowohl die Max-Schmeling-Halle als auch das Velodrom. Beide Veranstaltungsstätten gehören dem Land Berlin. Bisher mussten die Veranstalter rund 20 Konzerte und Sportveranstaltungen in beiden Hallen absagen.

In der Mercedes-Benz Arena fallen die Konzerte von Roland Kaiser, Ateez und Böhse Onkelz aus sowie acht Spiele von Alba Berlin. "Viele Termine im März und April werden für die Playoffs der Eisbären freigehalten", sagte Hillebrand. Die Deutsche Eishockey-Liga hatte in der vergangenen Woche die Saison abgebrochen.

In Friedrichshain wird dafür jetzt versucht, Wartungsarbeiten vorzuziehen, die erst in der Sommerpause angestanden hätten. Ansonsten arbeiten die Mitarbeiter im Home Office, soweit das gehe, sagte Hillebrand.

Beschäftigte müssen sich keine Sorgen machen

Sorgen um ihre Arbeitsplätze müssen die Mitarbeiter derzeit nicht machen. "Stand heute sind Entlassungen in unserem Unternehmen weder vollzogen worden noch geplant. Wir werden alles daransetzen, unsere langjährigen loyalen und qualifizierten Beschäftigten auf jeden Fall zu halten", erklärte Velomax. Dabei wird Kurzarbeit je nach Länge und des Verlaufs der Pandemie nicht ausgeschlossen. Zudem hängt es davon ab, welche weiteren Maßnahmen durch die Behörden erlassen würden.

FAQ zum Umgang mit dem Coronavirus

  • Ich fürchte, infiziert zu sein. Was tun?

  • Was passiert mit möglichen Infizierten?

  • Was passiert mit Kontaktpersonen?

  • Welche Kapazitäten haben die Kliniken?

  • Welche Reisebeschränkungen gibt es?

  • Wie viele bestätigte Fälle gibt es?

  • Ist das Virus meldepflichtig?

  • Was ist das Coronavirus?

  • Woher kommt das Virus?

  • Wie kann ich mich anstecken?

  • Wie ansteckend ist das Virus?

  • Wer ist besonders gefährdet?

  • Wie funktioniert der Test?

  • Was sind die Symptome?

  • Wie kann ich mich schützen?

  • Welche Behandlung gibt es für Infizierte?

  • Gibt es Immunität gegen das Virus?

  • Wie hoch ist die Sterberate?

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

Das könnte Sie auch interessieren

Verhüllungskünstler Christo (Quelle: dpa/Britta Pedersen)
dpa/Britta Pedersen

Verhüllter Reichstag 1995 - Aktionskünstler Christo ist tot

Wer sich heute den Reichstag vorstellt und damals dabeigewesen ist, der bekommt die Bilder nicht mehr aus dem Kopf: Dick eingepackt in hellen Tüchern stand er da, wochenlang bestaunten ihn Gäste aus der ganzen Welt. Nun ist der Schöpfer dieser Idee gestorben.

Der verhüllte Berliner Reichstag schimmert 1995 in der Abendsonne (Quelle: rbb/Wolfram Leytz)

Christos Reichstagsverhüllung jährt sich zum 25. Mal - Alles begann mit einer Postkarte

Es war eine seiner spektakulärsten Aktionen - die Reichstagsverhüllung vom 24. Juni bis 7. Juli 1995. Fünf Millionen Besucher kamen damals nach Berlin, um sich das Spektakel anzusehen. Christos Projekte gehören zu den größten der Welt. Der 84-Jährige zählte zu den weltweit bekanntesten Künstlern. Er verhüllte Brücken, Landschaften und Gebäude - immer nur für eine gewisse Zeit.