In der Marina Eldenburg, Mecklenburger Großssenplatte, haben auch die Müritzfischer ihren Sitz. Es gibt einen Fischverkauf mit Imbiss und Mietboote für Angler. (Quelle: imago images/Rex Schober)
Audio: Inforadio | 25.06.2020 | Interview mit Harry Glawe | Bild: imago images/Rex Schober

Virus-Ausbrüche in Berlin - Mecklenburg-Vorpommern könnte Corona-Auflagen für einzelne Bezirke machen

Urlauber aus Corona-Risikogebieten müssen sich vor ihrem Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern auf Covid-19 testen lassen. Der Test dürfe maximal 48 Stunden alt sein, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) am Donnerstag im rbb.

Für Berliner und Brandenburger gebe es aber bisher keine Beschränkungen, so Glawe. Theoretisch sei diese Regelung aber auch für Reisende aus der Region möglich, sagte Glawe im Hinblick auf die Corona-Ausbrüche beispielsweise in Neukölln. So wäre es denkbar, dass die Reisebeschränkung für einen bestimmten Bezirk gelten könne. "In Großstädten gibt es Hotspots, wo insbesondere ein Bezirk ein besonderes Problem haben könnte." Derzeit gebe es seiner Ansicht nach aber keine Hotspots in Berlin. "Deshalb können alle Berliner in Mecklenburg-Vorpommern Urlaub machen", so Glawe.

Nachweis über eine Übernachtung nötig

Vorraussetzung sei, dass eine Übernachtung nachgewiesen werden könne, so der Minister. Tagesausflüge sind nicht möglich. Glawe räumte im Interview ein, dass es keine Polizeikontrollen oder Straßenabsperrungen gebe.

Mecklenburg-Vorpommern hatte als erstes Bundesland ein Beherbungsverbot für Urlauber aus Risikogebieten angeordnet, falls es "in einem Landkreis mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten 7 Tage (Basis RKI) vor der geplanten Anreise" gibt [externer Link]. Auch Bayern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen zogen bereits nach.

Das vollständige Interview mit Harry Glawe (CDU), Wirtschaftsminister für Wirtschaft, Arbeit, Gesundheit und Tourismus in Mecklenburg Vorpommern, können Sie oben im Audio-Player nachhören.

Sendung: Inforadio, 25.06.2020, 07:25 Uhr

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5 Kommentare

  1. 5.

    „Meiner Meinung nach, hätte man die Bürger dazu vorbereiten und ermutigen sollen auf Urlaubsreisen zu verzichten und alternative Ferien- & urlaubsangebote in den Heimatorten realisieren können.“

    In der momentane Zeit sollte man sich schon überlegen, ob man eine Urlaubsreise unternimmt. Muss Ihnen das denn auch noch jemand sagen.

  2. 4.

    Es geht hier um hunderte Fälle und nicht um einen. Natürlich können die Göttinger nicht dafür, aber sie leben nun mal dort.
    Also mal nachdenken bevor Sie sich aufregen.

  3. 3.

    Wozu wurde denn die corona app ins Leben gerufen, wenn die leute jetzt zu Test genötigt werden, um verreisen zu können?

    Meiner Meinung nach, hätte man die Bürger dazu vorbereiten und ermutigen sollen auf Urlaubsreisen zu verzichten und alternative Ferien- & urlaubsangebote in den Heimatorten realisieren können.

  4. 2.

    Na typisch Brandenburger Egoisten, ich glaube das würden sie nicht mehr sagen, wenn ein einzelner Fall in Fürstenwalde auftreten würde und damit ganz Fürstenwalde gesperrt wäre.
    Was können die Göttinger für ihre fleischfabrik?
    Entweder alle oder gar keiner, da muss sich schon Meck-Pomm entscheiden.
    Ansonsten lächerlich und willkürlich, nach Bezirken da kann man sich nur an den Kopf fassen.

  5. 1.

    Finde ich richtig. Schließlich lebt dort ein großer Teil vom Tourismus und die Menschen in Deutschland, die Achtsam und vorsichtig waren und sind, haben sich ihren Urlaub verdient

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