24.07.2020, Berlin: Ein Polizeibeamter und ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes Mitte stehen an einer Straße zusammen. (Quelle: dpa/Zinken)
Bild: dpa/Zinken

Drogenfund in Friedrichshain - Berliner Polizei löst am Sonntag zwei illegale Partys auf

Die Berliner Polizei hat am Sonntagnachmittag eine Party mit mehr als 50 feiernden Menschen in einem Hostel im Stadtteil Friedrichshain aufgelöst. Dabei wurden nach Polizeiangaben auch Drogen wie Marihuana, Ecstasy und das Aufputschmittel Speed gefunden, wie am Montag mitgeteilt wurde.

52 Teilnehmer und Drogen sowie Medikamente

Die Polizei war nach ihren Angaben von einem Beobachter zu einem Grundstück am Markgrafendamm alarmiert worden. Dort traf sie zunächst mehr als 30 Menschen bei einer politischen Diskussion an. Weil sich alle an die Corona-Regeln hielten, konnten sie die Debatte fortsetzen.

Dann fiel den Polizisten eine Party in einem benachbarten Hostel auf. Die dort anwesenden 52 Teilnehmer trugen den Angaben nach weder Masken noch hielten sie Abstand. Die Polizei stellte alle Personalien fest und fand bei der Durchsuchung die Drogen sowie diverse Medikamente. Ob die Party bereits seit Samstag lief, war zunächst unklar. Die Party wurde aufgelöst, einige Teilnehmer konnten im Hostel bleiben, weil sie dort wohnten.

Gegen alle Anwesenden ist ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet worden.

Auch in Berlin-Lichtenberg wurde ohne Abstand gefeiert

Ebenfalls am Sonntag aufgelöst werden musste eine Techno-Party mit über 130 Gästen in Berlin-Lichtenberg. Auch hier hatten sich die Gäste weder an die Abstandsregelungen gehalten noch sei das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen „in Gänze nicht feststellbar“ gewesen, so die Berliner Polizei in einem Tweet. Auch hier wurde Anzeige erstattet.

In den vergangenen Monaten hatte die Polizei immer wieder illegale Partys in Berlin aufgelöst. Erst am vergangenen Wochenende war es bei der Auflösung einer illegalen Party im Volkspark Humboldthain durch die Polizei in der Nacht zu Sonntag zu Gewalt gekommen. Die Polizisten hatten Pfefferspray eingesetzt und Verstärkung angefordert, um die Lage zu beruhigen, wie die Polizei mitteilte.

Sendung: Inforadio, 23.11.2020, 10 Uhr

Was Sie jetzt wissen müssen

19 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 19.

    Die Drogen Gesetze erfüllen wieder ihre eigendliche Funktion. Leute die man nicht mag oder deren Handlungen man unterbinden will irgendwie Bestrafen. Hippies, Minderheiten usw.. Dicht gedrängt mit der S Bahn fahren -kein Problem. Schule mit 30 Kindern -kein Problem. usw. Ist ja für die Wirtschaft. Pary feiern, Freunde treffen ist irgendwie anders. Der Profit einiger weniger geht also vor. Das die Wirtschaft eh unsere Lebensgrundlage zerstört interessiert da auch keinen. So Sinnvoll und notwendig Einschränkungen gegen Corona sind die Verteilung ist nicht gerecht und nur durch eine Neo Liberale sichtweise logisch. Wissenschftlich wären sie anders umzusetzen. Das zeigen auch die Zahlen.

  2. 18.

    ... ich finde das Verhalten auch nicht richtig ... aber wenn von manchen solch drastische Vorschläge kommen, dann bitte auch folgendes bedenken: Alle Krankheiten, die durch eine selbstverschuldete und falsche Lebensweise, sprich falsche Ernährung, durch Zucker und Alkohol und Tabak ausgelöst werden, durch den Feinstaub der Autos sollten dann auch nicht mehr von der Gemeinschaft getragen werden. Oder, was denken sie darüber. Ich habe gestern gelesen, wie viele Menschen jährlich durch Feinstaub-Belastung sterben. Dass müssten dann doch die Autofahrer bezahlen. Und wer statt Gemüse Cola und Chips ist und Bewegung nur aus der Fussballübertragung im Fernsehen kennt, der müsste dann wohl auch selbst tief in die Tasche greifen für die Folgeschäden. Wo beginnt man denn mit der Eigenverantwortung und wo beginnt der Hass auf die anderen?

  3. 17.

    Mit so einer Denkweise dürften Gefängnisinsassen auch keine ärztlich Behandlung erhalten (?)
    Oder ehemalige Verurteilte nicht mehr wählen (siehe USA) Zum Glück wird hier ohne Ansehen behandelt.
    Aber es wurde im Hostel ja offensichtlich gegen Auflagen verstoßen, ich denke, das Hostel wird dafür zur Verantwortung gezogen werden.
    Ja ärgerlich, aber nicht ärgerlicher als alle anderen Fehlverhalten.
    Nicht immer auf andere zeigen, einfach selbst vorbildlich sein und andere positiv überzeugen.
    Ist in der Kindererziehung nicht anders, mit gutem Beispiel vorangehen und sich nicht durch Idioten den Tag versauen lassen.

  4. 15.

    Wieso nur Anzeigen wegen Ordnungwidrigkeit die ganzen Massen ab in ein nicht genutztes Stadion und in Quarantäne. Unterbringung und Verpflegung aus eigner Tasche Bezahlen sowie keine Lohnvortzahlung. Die Corona Tests auch noch bezahlen vielleicht wachen diese Herrschaften dann mal auf.

  5. 14.

    Wer wissentlich verantwortungslos anderen gegenüber handelt fällt nicht unter unterlassene Hilfeleistung.....oder soll das heißen alle die sich an die Regeln halten und versuchen jeden Tag ein Held zu sein und nichts zu tun und schön brav zuhause zu bleiben oder die AHA Regeln beachten, etc um mit gegen die Pandemie zu arbeiten, sind selber schuld und sollten auch so schön Party machen ????
    Wie weit ist unsere Gesellschaft gekommen, wenn diejenigen Egoisten dann auch noch unterstützt werden......

  6. 13.

    unterlassene Hilfeleistung im Krankheitsfall geht nun wirklich zu weit was Sie hier fordern von wegen kein Platz im Krankenhaus u.s.w. Das gleich sollte man mit Ihnen mal abziehen wenn Sie medizinische Hilfe benötigen.

  7. 12.

    Die Betreiber des Hostel sind empfindlich zu bestrafen. Wie wäre es mit 6 Monaten Zwangsschließung und eine Strafe von 20000 Euro für den Betreiber? Und alle Gäste zahlen je 500 Euro in die Senatskasse. Wer binnen 14 Tagen nicht zahlt, verdoppeln der Strafe und wer dann nicht zahlt ist in Haft zu nehmen. Herr Behrendt hat ja Platz geschaffen.

  8. 11.

    Es ist möglich sich in einem Hostel / Hotel etc. dauernd anzumelden. Dann wohnt man dort ganz legal. Vorausgesetzt der Betreiber spielt mit.
    Prominentester Dauerbewohner: Udo Lindenberg / Hotel Atlantic / HH

  9. 10.

    Sorry - tut mir leid!! Wegen solchen Idioten haben viele ihre Arbeitsplätze verloren oder müssen um diese bangen. Es ist schwer mit diesen Massnahmen zu leben. Doch lieber jetzt ganz kräftig auf die Zähne beissen und sich an alle Regeln halten. Vielleicht können wir dann wieder 2021 mehr oder weniger normal leben.
    Diese Partygänger sollten ein Bussgeld von mind. 1000 Euro bekommen und einen Eintrag ins Strafregister. Das ist öffentliche Gefährdung.

  10. 9.

    Auch wenn es schwer verständlich sein kann - der Konsum ist nicht strafbar. Das Rauschgift müsste also jemanden zuzuordnen sein - was, so glaube ich, im aktuellen Fall schwer möglich sein dürfte. Aus diesem Grund kann man auch das Hostel schlecht komplett dichtmachen.
    Ihr Wunsch ist nachvollziehbar aber nicht durchsetzbar.

  11. 8.

    Hallo Kathi, das sehe ich genauso. Unglaublich was hier noch abgeht!

  12. 7.

    1. Warum hat das Hostel überhaupt offen? Touristische Übernachtungen sind doch derzeit verboten.
    2. Gibt es da keine Aufsicht im Hostel bzw. wo war die denn den ganzen Tag?
    3. Die Personalien sollten an alle Krankenhäuser gemeldet werden, damit diese Egoisten kein Bett im Krankenhaus belegen sofern sie krank werden.
    4. die armen Eltern, Geschwister, Oma, Opa, Onkels, Tanten, Freunde, etc dieser Leute, die sich ggf. anstecken wenn die wieder zuhause sind

    Wie egoistisch und verantwortungslos muss man als Mensch sein um bei so einer Party in diesen Zeiten mitzumachen.....

  13. 6.

    @2. Für Drogensüchtige geht das nicht ein paar Monate, das halten sie nicht aus und haben ja sowieso das Zeitgefühl schon meist verloren.
    @ 1 und 3: waren sicher alles Geschäftsreisende!

  14. 5.

    Manche sind die regeln scheinbar egal, es bdarf härterer strafen

  15. 4.

    Warum ist es so schwer zu begreifen, dass es jetzt um mehr als Partys geht? Viele Kleinunternehmen und auch Familien bangen um ihre Existenz, Kinder und Enkel dürfen ihre Eltern bzw. Großeltern nicht sehen und diese Wohlstandsverwahrlosten feiern Partys. Dieses Hostel hätte sofort geschlossen werden müssen. Das macht Schule. Verwarnungen helfen nicht.
    Fast alle bangen um Weihnachten und hoffen auf ein paar Lockerungen, aber diese Egoisten denken nur ans Feiern. Einfach erschreckend was aus unserer Gemeinschaft geworden ist.

  16. 3.

    Im Normalfall hätte das hostel komplett geräumt werden müssen und geschlossen und alle die an der drogenparty beteiligt waren weggesperrt werden müssen!!

  17. 2.

    Da haben wohl einige unverbesserliche Egoisten den Schuss noch immer nicht gehört.
    Scheinbar müssen die möglichen Strafen bei Nichteinhaltung der bestehenden Regeln noch deutlich verschärft werden.
    Es muss erst heftig wehtun damit diese Spinner das Gebot der Stunde begreifen.

    Es wird doch wohl mal ein paar Monate ohne Party gehen!

  18. 1.

    Kann mir jemand verraten, wieso das Hostel Gäste beherbergt, die dann auch noch "bleiben dürfen " nach einer Razzia?

Das könnte Sie auch interessieren