Der Landrat von Ostprignitz-Ruppin, Ralf Reinhardt (2. v.l.) stellt den neuen Impfbus des Landkreises vor. (Quelle: rbb/Björn Haase-Wendt)
Video: rbb|24 | 06.03.2021 | Material: Brandenburg aktuell | Bild: rbb/Björn Haase-Wendt

Schwerpunkt pflegebedürftige Personen - Impfbus fährt ab nächster Woche durch Ostprignitz-Ruppin

Neben mobilen Impfteams in Pflegeeinrichtungen und dem Impfzentrum in Kyritz setzt der Landkreis Ostprignitz-Ruppin ab der nächsten Woche auch einen Bus ein, um Corona-Impfungen anzubieten. Damit sollen vor allem ältere, wenig mobile Menschen erreicht werden.

Aber auch in teilstationären Einrichtungen, die bisher nicht von den mobilen Impteams abgedeckt werden, soll der Impfbus zum Einsatz kommen. Das teilte das Brandenburger Gesundheitsministerium am Samstag mit.

Fast 200 Impfungen möglich

Die ersten Termine sind den Angaben zufolge am 10., 12. und 13. März 2021 in den Städten Rheinsberg und Freyenstein (Stadt Wittstock) sowie in der Gemeinde Fehrbellin. Impfberechtigte würden von den jeweiligen Verwaltungen über das Angebot informiert. Am Samstag wurde der Bus bereits in Amt Lindow für die Zweitimpfung von Senioren eingesetzt.

Eigentlich ist der Bus ein Reservefahrzeug der ORP-Verkehrsgesellschaft. Er wurde in den vergangenen Wochen auf Initiative des Landkreises umgebaut. Bis zu knapp unter 200 Impfungen könnten damit an einem Tag durchgeführt werden, erklärte der Arzt David Kissner, der zum Team des Impfbusses gehört.

Brandenburg beim Impfen Schlusslicht

Gerade im ländlichen Raum mit einem relativ hohen Anteil älterer Bürger sei es wichtig, dass der Impfstoff schnell und in großer Zahl zu den Menschen komme, sagte Landrat Ralf Reinhardt laut einer Mitteilung des Ministeriums. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) sagte, mit dem Impfbus würden vor allem pflegebedürftige Menschen erreicht: "Gemeinsam wollen wir das Impfangebot in die Fläche ausrollen und allen Brandenburgerinnen und Brandenburgern wohnortnah ihr Impfangebot ermöglichen."

In Brandenburg haben bislang (Stand 6. März) rund 5,1 Prozent aller Bewohner zumindest eine erste Impfung erhalten. Im bundesweiten vergleich liegt das Land damit auf dem letzten Platz. In Berlin liegt die Impfquote bei gut 5,8 Prozent; am weitesten ist das Saarland, dort sind bislang gut 6,7 Prozent der Menschen geimpft. Der Bundesdurchschnitt beträgt 5,9 Prozent.

Sendung: Antenne Brandenburg, 06.03.2021, 18 Uhr

Was Sie jetzt wissen müssen

8 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 8.

    Gute Idee..sollte ganz schnell Schule machen. Das DRK hat doch Blutspendebusse, die sollten doch dafür sofort einsetzbar sein.

  2. 7.

    Die deutsche Bürokratie ist nicht zu überbieten. Da werden großartig Prioritätslisten erstellt, noch großartiger teure Impfzentren eröffnet, wo das Personal Däumchen dreht, aber was noch wichtiger ist, die Politiket sich die Klinke in die Hand geben und ihre Gesichter in die bestellten Fernsehkameras hängen können, und nach diesem Kasperletheater kommt nun Jemand auf eine sehr praktische Idee und bringt den Impfstoff zu den Leuten
    Auf dem Mist der Gesundheitsministerin und ihren Kohorten von Bürokraten in ihrem Ministerium sprossen bisher nur Rohrkrepierer.

  3. 6.

    In jedem noch so winzigen Kaff in Brandenburg gibts entweder ne Feuerwehr, oder einen Fußballverein, oder beides. Und mind. einer davon hat einen Raum zur Verfügung. Vielleicht muss der rote Wagen ausparken. Aber diese Leute kennen auch im Ort jeden. Darüber ließe sich "wohnortnah" das Impfen umsetzen. Natürlich müsste dafür der eine oder andere am Wochenende arbeiten. Aber sorry, in Impfzentren, die mir bekannt sind, wird auch Sa und So geimpft!

    Nachdem in UK in Kirchen, Supermärkten und Tankstellen geimpft wird und KEINE Infektionen und Blutvergiftungen als Folge bekannt sind, weil der Raum nicht steril war, sollte das in DE auch möglich sein.


    Ist es aber nicht.

    Finde den Fehler... (während die Engländer ihre nächsten Ferien in Spanien buchen...)

  4. 5.

    Na super! Es liegen knapp 200.000 Impfdosen in Brandenburg ungenutzt herum. Wer das nicht glaubt- auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums kann man sich die Lieferzahlen je Bundesland und Impfstoff anschauen (bisher ca. 315.000 nach Brdbg), und beim rbb kann man die ca. 125.000 erfolgten Impfungen recherchieren. Und was macht Brandenburg? 4 Hausärzte impfen und man schickt einen Impfbus.
    Öffnet endlich die Priorisierungsliste für die weiteren Stufen und lasst die Betriebs- und Hausärzte ran. Gas, Strom und Wasser würden das alles selbst organisieren, ich denke mal auch jeder Einzelhandel würde das kurzfristig für seine Beschäftigten geregelt kriegen - also bitte Frau Nonnemacher geben Sie nicht jede Impfdose einzeln mit einer Unterschrift frei!

  5. 4.

    Warum lässt man nicht endlich die Hausärzte impfen?

  6. 3.

    Tolle Sache die der Landrat dort auf eigene Kappe organisiert hat.Die Gesundheitsministerin Des Landes Brbg ist sicher nicht in der Lage auf solche Ideen zu kommen. Ich bin gespannt wann sie abgelöst wird, denn sie ist ja auch nicht in der Lage einen Impfstützpunkt für das Havelland festzulegen oder zu organisieren

  7. 2.

    Sehr gute Idee!!! Einen solchen Bus sollte es in allen Landkreisen geben.

  8. 1.

    Machen wir uns nichts vor, diese Bunte Regierung hat versagt !

Nächster Artikel