Koalitionsvertrag - Berliner Mieterverein sieht bei Schwarz-Rot zu starken Fokus auf Neubau

Mi 05.04.23 | 09:42 Uhr
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Symbolbild: Baustelle Neubau in Berlin. (Quelle: dpa/J. Schmitz)
Material: Brandenburg Aktuell | Bild: dpa/J. Schmitz

Fallen sozial schwache Menschen bei den Wohnungsbau-Plänen von SPD und CDU hinten runter? Diese Sorge hegt der Berliner Mieterverein. Neubau sei zwar wichtig, doch die neu geschaffenen Wohnungen müssten sich die Menschen auch leisten können.

  • Mieterverein: bei Wohnungsbau könnten Geringverdiener zu kurz kommen,
  • Forderung nach Bestandsschutz vor allem der günstigen Wohnungen
  • BUND kritisiert Pläne unversiegelte Flächen wie das Tempelhofer Feld zu bebauen

Der Berliner Mieterverein sieht die Ankündigung der CDU und der SPD, den Schwerpunkt auf den Neubau von Wohnungen legen zu wollen, kritisch. "Wir brauchen Neubau. Das Problem ist, dass man genau hingucken muss, in welchem Preissegment gebaut wird", sagte Wibke Werner, Geschäftsführerin des Mietervereins, am Mittwoch im rbb24 Inforadio.

Auch für Haushalte mit geringem Einkommen müsse Wohnraum zur Verfügung stehen. Daher sei es vielmehr wichtig, den Wohnungsbestand, besonders den günstigen Wohnraum, noch besser zu schützen, statt den Fokus zu stark auf den Wohnungsneubau zu legen, sagte Werner.

Wohnungsbau soll vereinfacht werden

Im Koalitionsvertrag lautet das Vorhaben, pro Jahr 20.000 neue Wohnungen zu bauen, 5.000 davon sollen Sozialwohnungen sein. Damit dies gelingt, möchten CDU und SPD das Bauen grundsätzlich vereinfachen und beschleunigen: entschlackte Bauordnung, schnellere Verfahren, verkürzte Fristen, mehr Typenbaugenehmigungen.

Die Pläne für den sozialen Wohnungsbau sieht Werner kritisch, da Änderungen bei den Quoten und ein weiteres Förderprogramm für mittlere Einkommen geplant seien. "Das sind so Punkte, da haben wir ein bisschen Sorge, dass der soziale Wohnungsbau künftig mehr für die mittlere Einkommensschicht zur Verfügung gestellt wird und die Haushalte mit den geringeren Einkommen hinten runterfallen könnten."

Um Mieter zu schützen, planen CDU und SPD ein digitales Mieten- und Wohnungskataster auf Landesebene, das die Mietenentwicklung transparenter machen soll. Außerdem soll es eine Prüfstelle geben, die die Einhaltung der Mietpreisbremse überwacht. Die kostenfreie Mieterberatung in den Bezirken soll bei Bedarf ausgebaut werden.

Wegner: Land Berlin muss mehr Einfluss auf Mietenmarkt haben

Auf die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften kommt laut den Plänen der Koalition einiges zu: Sie sollen nicht nur etwa ein Drittel der 20.000 neuen Wohnungen bauen, sondern auch 15.000 Wohnungen ankaufen. Dafür sollen sie vier Milliarden Euro erhalten, die kreditfinanziert sein sollen. CDU-Chef Kai Wegner legt Wert darauf, dass das Land Berlin mehr Einfluss auf dem Mietwohnungsmarkt hat und dort auch mehr Steuerungsfunktion haben sollte.

Mehr landeseigene Wohnungen zu schaffen, sieht Weber grundsätzlich als richtigen Weg, "um insgesamt das gemeinwohlorientierte Segment zu stärken", sagte die Mietervereins-Geschäftsführerin. "Allerdings muss man auch sehen, dass die Idee dahintersteht, der
Enteignungsinitiative und der Vergesellschaftung von Wohnungen den Wind aus den Segeln zu nehmen."

Kritik auch vom BUND

Bei der Frage der Vergesellschaftung großer Wohnungsbauunternehmen kündigten CDU und SPD ein Rahmengesetz an, falls die zuständige Expertenkommission eine rechtssichere Umsetzung des Volksentscheids für möglich hält. In Kraft treten würde es zwei Jahre nach seiner Verkündung, heißt es im Vertragstext. Das kritisierte die Enteignungs-Initiative: Der Volksentscheid solle untergraben werden – das sei antidemokratisch, hieß es.

Kritik an den Bauplänen im Koalitionsvertrag kommt vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Zwar kündige Schwarz-Rot an, versiegelte Flächen besser zu nutzen, gleichzeitig aber auch, unversiegelte Flächen wie die Elisabethaue oder Teile des Tempelhofer Felds bebauen zu wollen.

Neue Stadtquartiere will Schwarz-Rot in Zukunft schneller entwickeln. Der zentrale Festplatz soll nur dann als Baustandort in Betracht kommen, wenn es einen gleichwertigen Ausweichstandort für die Schausteller gibt. Wie die Friedrichstraße in Zukunft aussieht, darüber wollen CDU und SPD gemeinsam mit Anwohnern und Gewerbetreibenden verhandeln. Für die Berliner Mitte insgesamt wird ein städtebaulicher Masterplan angekündigt.

Sendung: rbb24 Inforadio, 05.04.2023, 09:00 Uhr

80 Kommentare

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  1. 80.

    Das Eigentum wird uns alle und kommende Generationen überleben, wetten?

  2. 79.

    "Da wurde nichts verramscht. Die Buden waren schlicht am Ende, hatten extreme Leerstände und der Senat kein Geld, die zu sanieren. Der Senat hätte jahrelang Unsummen zuzahlen müssen. Man war deshalb froh, dass Investoren diese Teilbestände abgenommen haben. Erst mit dem zunehmenden Zuzug wurden diese Wohnungen wieder lukrativ. Da die Durchschnittsmiete bei den Kommunalen und bei DW & Co. aber ohnehin nahezu identisch ist, ist es im Prinzip auch egal, wer die Wohnung anbietet."

    Auch wenn sie diese Lügen zu gerne wiederholen, sie bleiben plumpe Lügen, warum hätte DW Schrottimmobilien kaufen sollen? Nein, man war sich der Marktmacht bewußt die man mit riesigen Wohnungsbeständen quasi mitkauft.

    Es war auch nicht alles vollkommen marode, das betraf nur den kleinsten Teil der Bestände. Berlin mußte verramschen, das drückt den Preis nochmal zusätzlich.

    Und Mieten und DW, der legale Betrug mit den Nebenkosten, die die Gesamtmiete in die Höhe treiben.

  3. 78.

    Es gibt Beiträge, denen was selbstherrlich Verteilendes anhaften. Ohne eine Kompetenz dafür zu haben. Das drückt aus, dass es eigentlich kein Eigentum geben darf. Und wenn, dann bestimme „ich“ wieviel das sein darf. Solange bis alle arm sind. Weil sich keiner mehr anstrengt.
    Nur die „Umverteiler“ werden dann nicht arm sein, wetten?

  4. 76.

    "Der Einzige, der sich hier entlarvt, sind leider wieder einmal Sie selbst, weil Sie die Aussage schlicht nicht verstanden haben!"

    Natürlich, jeder der nicht ihrer Meinung ist wahlweise dumm oder hat ihre Kommentare nicht verstanden. Das ist soo abgedroschen, fällt ihnen echt nichts anderes ein?

    Zumal sie selbstverständlich meine Frage nicht beantworten weil sie mal wieder kein einziges Argument haben. Arm.

  5. 74.

    Wenn zu wenig Wohnungen vorhanden sind , dann bringt ein Umverteilen gar nichts, und es würde viele geben die leer ausgehen.
    Übrigens, man kann nur umverteilen was einem gehört, ergo, landeseigene Wohnungen könnten umverteilt werden.

  6. 73.

    Werte Martina,
    Ihre Beiträge sind oft recht spannend und gut formuliert. Leider enthalten diese sehr viel Ideologie und wenig Umsetzbares. Eigentlich würden sie eine sehr gute Politikerin abgeben.

  7. 72.

    Sozialleistungen runter! Arbeit muss sich lohnen."
    Aha.
    Ich sehe schon die Vorgesetzten die auf die untertänige Bitte um eine Lohnerhöhung antworten: Wat willste, die Sozialhilfe is doch jetzt schon knapp niedriger als dein Lohn. Sollen wir da noch mehr kürzen damit du zufrieden bist?

  8. 71.

    Und ich sehe schon Legionen von rbb-Nutzern in ihren kommentierten BGB-Ausgaben blättern um nachvollziehen zu können, welch schlaue Sachen Sie uns allen mitgeteilt haben.

  9. 70.

    auf die Aussage des DMB und Co kann man getrost verzichten ich erinner mal an die Rechtsberatung ( § 558 BGB, § 559 BGB, §561 BGB)

  10. 69.

    Das sind die immer wieder aus der Mottenkiste geholten Phrasen der angeblichen Opfer dieser Gesellschaft, die Martina in Stammtischmanier von sich gibt.

    Fragt sich, warum haben es eigene Eltern nicht zu finanzieller, guter Basis gebracht?

    Fragt sich warum man es selber nicht zu finanzieller, guter Basis bringt?

    Chancen/Geld liegen auf der Straße, die meisten Linken sehen es aber nur in Form des Geldes/Erfolgs Dritter.

  11. 68.

    „schlage ich vor wir machen nun mal Politik, Gesetz und Verordnung für die, die höchstens 1500 Netto im Monat schaffen.“

    Sie meinen also noch mehr Politik für die vielen arbeitsunwilligen Personen und Familien, die der Gemeinschaft nichts zurückgeben.

    Vielleicht sollten Sie da mal ihre Ihre selbst erteilten Ratschläge ansetzen.

    Sozialleistungen runter! Arbeit muss sich lohnen.

  12. 67.

    Wer glaubt daran, dass in den kommenden Jahrzehnten jährlich mehr Wohnungen zugebaut werden können als von Zugezogenen benötigt wird? Erst wenn sich das Verhältnis hier merklich zugunsten des Neubaus verändert ist ein Neubau eine Lösung für die Probleme des Berliner Wohnungsmarktes.
    Ständig wird in Berlin im Kern nach Neubau geschrien, dabei kann das nicht die Lösung sein.
    Eine Förderung der Umverteilung von Wohnraum ist anzustreben. Hier kommen von allen Parteien KEINE VORSCHLÄGE. Traurig.

  13. 66.

    HermineBlnMittwoch, 05.04.2023 | 21:48 Uhr
    Antwort auf [Martina] vom 05.04.2023 um 20:55
    "Und was ist mit den Leuten dazwischen, die knapp über 1.500 liegen, (...) aber die interessieren ja nicht…"

    Wie kommen Sie denn nun darauf? Zwischen einer Politik die sich ausserhalb ihres Raumschiffs vorstellen kann, dass Ihre Ordnungspolitik für die vielen Leute funktionieren muss, die es gerade mal und massenhaft nur auf 1500 netto schaffen und einer die auch für die gut ist, die es auf 1500-2500 netto im Monat bringen ist bitte wo der dramatische Unterschied?
    Also falls das eine Frage an mich ist: Doch. Genau die müssen interessieren. Tun sie aber nicht. In vielfacher Erhebung nachgewiesen spielen genau die keine Rolle, werden deren Bedürfnisse nicht berücksichtigt. Obwohl die es sind, die die Steuerlast tatsächlich tragen, den Steuerhaushalt tatsächlich über ihre Anzahl füllen. Während eine Minderheit der Gut- bis Sehrgutverdiener über ihre persönliche Steuerlast jammern.

  14. 65.

    Sie wollen zuteilen? Das traue ich Ihnen nicht zu, dies gerecht zu machen. Schon deshalb, weil Sie Anstrengungen und Chancennutzung nicht thematisieren. Im Gegenteil, Sie beleidigen diese sogar. Mit „ Gnade der Geburt „.. das wirkt zu oft einfach unverschämt.

  15. 64.

    Und was ist mit den Leuten dazwischen, die knapp über 1.500 liegen, die gibt es auch noch, aber die interessieren ja nicht…

  16. 63.

    Ja muss es. Denn es geht nie um Gering- und Wenigverdiener. Das ist der Fakt. Und nicht Ihr Gefühl, das Sie täuscht.

    Nachdem die überprüfbare Datenlage nachweist, dass seit Jahrzehnten Politik für Leute gemacht wird, die es selbstverständlich finden 3-3500 Netto im Monat zu erlösen - obwohl das nachweisbar eine Minderheit ist -
    schlage ich vor wir machen nun mal Politik, Gesetz und Verordnung für die, die höchstens 1500 Netto im Monat schaffen.

    Stufe 1 dieses Planes lautet: Selbsterkenntnis. Halte ich es eigentlich für das Übliche, dass jede und jeder doch 3-3500 Netto im Monat hat? Oder habe ich die sogar - oder mehr - im Monat?

    Stufe 2: Perspektivwechsel. Ich bin mit meinen mindestens 3-3500 Netto im Monat gar nicht der Masstab.

    Stufe 3: Auf dieser Basis Politik, Projekt, Gesetz und Verordnung konzipieren.

    Stufe 4: Umsetzen.

  17. 62.

    Der Alex gehört doch wohl auch zur Mitte. Was man jetzt daraus macht ist eine Schande. Bürotürme wie Schornsteine und unten Zentrum der Kriminalität. Man stelle sich da mal alles Bäume und Park vor. Berlin zu viel "betonverdichtet" ist niemals ein Beitrag für gesundes Klima. Ihr Machttypen macht euch so unglaubwürdig.

  18. 61.

    Muss es denn immer um Geringverdiener gehen? Es gibt noch andere Menschen mit Wohnbedürfnissen. Die sind mindestens gleichwertig zu betrachten. 80% der Leute kommen in Ihren Überlegungen gar nicht vor. Ja nichteinmal angemessen oft werden diese erwähnt.

  19. 60.

    Was ein Luxussegment ist, ist relativ. Weil dann kein Antrag mehr kam, mußten Grüne und Linke klein beigeben. Und um ein Jahr verspätet die Rahmenbedingungen für sozialen Wohnungsbau notgedrungen zu verändern. Halt Linksgrüne Politik, und nun fehlen die Sozialwohnungen. Die "Lüge" darf ich gern zurückgeben:
    "Laut Aussage von Pallgen wollte die Senatsverwaltung das schon vor der Sommerpause erledigt haben - das hätten aber die Linken und die Grünen blockiert. Daher sei in der Sitzung des Hauptausschusses Ende August keine Zustimmung erfolgt."
    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2022/09/berlin-sozialer-wohnungsbau-foerderung-antraege.html

  20. 59.

    Da wurde nichts verramscht. Die Buden waren schlicht am Ende, hatten extreme Leerstände und der Senat kein Geld, die zu sanieren. Die Wohnungen hätten nämlich selbst nach Sanierung auf absehbare Zeit keine Rendite erwirtschaftet. Der Senat hätte jahrelang Unsummen zuzahlen müssen. Man war deshalb froh, dass Investoren diese Teilbestände abgenommen haben. Erst mit dem zunehmenden Zuzug wurden diese Wohnungen wieder lukrativ. Da die Durchschnittsmiete bei den Kommunalen und bei DW & Co. aber ohnehin nahezu identisch ist, ist es im Prinzip auch egal, wer die Wohnung anbietet. Das Problem ist vielmehr, dass sich auf jede einzelne Wohnung Dutzende von Bewerbern, teils Hunderte melden und sie haben wollen. Es ist daher im Prinzip egal, wer eine Wohnung NICHT anbieten kann. Die Kommunalen langen nämlich auch gut zu, wenn man nicht WBS-berechtigt ist.

  21. 58.

    Was ein Luxussegment ist, ist relativ. Weil dann kein Antrag mehr kam, mußten Grüne und Linke klein beigeben. Und um ein Jahr verspätet die Rahmenbedingungen für sozialen Wohnungsbau notgedrungen zu verändern. Halt Linksgrüne Politik, und nun fehlen die Sozialwohnungen. Die "Lüge" darf ich gern zurückgeben:
    "Laut Aussage von Pallgen wollte die Senatsverwaltung das schon vor der Sommerpause erledigt haben - das hätten aber die Linken und die Grünen blockiert. Daher sei in der Sitzung des Hauptausschusses Ende August keine Zustimmung erfolgt."
    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2022/09/berlin-sozialer-wohnungsbau-foerderung-antraege.html

  22. 57.

    „Und Geringverdienern empfehlen sie jetzt nach Chemnitz und Gelsenkirchen umzuziehen? Wer z.B. pflegt dann die Grünflächen, wer stellt ihnen die Zeitung zu und wer wechselt ihre Bettpfanne im KKH? „

    Nein, Sie interpretieren billig und bewusst fehl.

    Unbestritten sorgt das dortige Überangebot an Wohnraum fpr günstige Mieten.

    Der Markt regelt das, das können Sie bestreiten so oft sie wollen.

  23. 56.

    Leider haben die unfähigen Politiker der SPD Zehntausende Wohnungen and die Immobilienkonzerne verramscht und jetzt wollen sie mit der CDU sozialen bezahlbaren Wohnraum schaffen? Das sind alles nur schöne Worte, es wird nicht passieren.

  24. 55.

    Der Einzige, der sich hier entlarvt, sind leider wieder einmal Sie selbst, weil Sie die Aussage schlicht nicht verstanden haben! Einen Widerspruch gibt es nämlich gar nicht. Reiner sozialer Wohnungsbau durch Privatinvestoren ist derart unattraktiv geworden, dass er keinerlei Rendite mehr generiert und draufzahlen werden die sicher nicht. Selbst bei den Kommunalen liegt Neubau wegen der Kosten auf Eis. Berlin hat sich damit ausschließlich auf den quersubventionierten Anteil bei normalen Mehrfamilienhausprojekten verlassen, was natürlich und absehbar vorne und hinten nicht reicht und für die Käufer und die Mieter ohne WBS zu noch höheren Preisen führt, zumal ob der steigenden Zinsen dieser Markt auch gerade einbricht.

  25. 54.

    wird im NB gesetzlich vorgeschriebe durch Rigolen bei Starkregenereigniss....kennt jeder TGA Planer und Aussenanlgenplaner....Basics im NB

    woher nehmen Sie ihr Wissen?

  26. 53.

    das seit 1960 schon so....DIN 1988

    Regenwasser und SW gehören nicht zusammen....nennt man Mischsystem

  27. 52.

    das stimmt so nicht und was wäre den die Option???....Monopole, Oligopole?

    Bischen Grundlagenverständnis von VWL wär bei so ner Aussage evtl. sinnvoll.

    Auch Märkte kann man regulieren, wollen Sie Zeiten wie zur DDR?....Sozialismus?

    Das Hauptproblem "Gier" wird man so nicht lössen können - die Grundlage allen Übels...

  28. 51.

    Was die Neubaugegner einfach nicht verstehen wollen, ist die Tatsache, dass diejenigen Mietinteressenten, die diesen Neubau beziehen und bezahlen würden, derzeit zusammen mit allen Anderen in den Altbau drängen. Durch ihre höhere Finanzkraft verdrängen sie dort die restlichen Mieter und Vermieter werden durch die Knappheit ihre Altbauwohnungen zu vollkommen überhöhten Preisen los. Staatlich lässt sich das gar nicht wirksam regulieren. Sobald ein Mangel einem hohen Bedarf gegenüber steht, steigen auch die Preise, weil die Menschen ja gezwungen sind, eine Wohnung bis zum ihnen maximal möglichen Preis zu mieten. Es gibt schlicht keine Alternative. Man zieht ja nicht zum Spaß nach Berlin. Deshalb kann nur Neubau die Situation entschärfen.

  29. 50.

    Bitte keine häßlichen Quader-Ghettos mehr bauen! Ich kann die nicht mehr sehen! Eine Schande der Architektur!

  30. 49.

    Wie wäre es denn, wenn der Mieterverein mit all seinen Mitgliedern selber Wohnungen baut und kauft, dann kann er sich damit sozial austoben wie er möchte, bis zum verschenken. Stattdessen immer nur Forderungen das andere gefälligst herhalten sollen.
    Selbst ist der Mieterverein !!!
    Bei offiziell 180.000 Mitgliedern in Berlin macht das, wenn jeder nur 1 Eoro monatlich zahlt, 2,16 Mio Euro im Jahr. Das dürfte für 7 bis 10 Wohnungen reichen... Jahr, für Jahr, für Jahr...
    Er könnte auch 5 oder 10 Euro mehr Mitgliedsbeitrag nehmen. Dann könnte er mit 21,6 Mio Euro über 100 Wohnungen im Jahr kaufen, sogar 4 - 5 Mietshäuser. Jahr, für Jahr, für Jahr. 10 Jahre = 1000 Wohnungen oder 50 Häuser.

  31. 48.

    Wäre diese Demokratie Normal ,bräuchte man nicht über Wohnungsbau,Armut oder sonstiges Diskutieren. Parlamentarischer Parteienstreit ist eine Bremse der Mehrheitsdemokratie.Wer was ,wann ,wo,gemacht hat als Partei,ist die Realität. Im hier und jetzt.Ziel verfehlt.Und es wird nicht besser.

  32. 47.

    „ Sie können sich ja nicht einmal vorstellen, dass es mir um das ERGEBNIS geht. Und nicht um eine Partei.“
    Nee, das kann ich mir bei Ihnen allerdings auch nicht vorstellen.

  33. 46.

    Was glauben Sie denn, warum die zahlreichen neuen Eigentumswohnungsanlagen für grossen Geldbeutel alle so gleich aussehen in der Innenstadt?

    Das ist jetzt eben gaaanz neu seit 89: Nicht nur überall gleich aussehender Platten- - also serieller Bau.
    Jetzt auch noch zusätzlich ernorm teuer und für Wenig- und Geringverdiener gar nicht bezahlbar!

  34. 45.

    Grund und Boden sind nicht vermehrbar, eine alte Weisheit.
    Das Land Berlin besitzt immer noch ausreichend Grund und Boden, und hätte noch mehr davon, wenn es nicht einen Teil verkauft hätte.
    Ergo, dass Problem in Berlin liegt an der Politik, an den rundum falschen Entscheidungen.
    Hinzu kommt, dass trotz des jährlichen Zuzug von bis 40 000 Menschen, tut man so, als wenn es die Politik nichts anginge.

  35. 44.

    Wem wollen sie denn den Quatsch glaubhaft machen? Klar standen vor 15 Jahren Plattenbauten leer, es sind ja alle zwangsläufig in den Westen, den Arbeitsplätzen hinterher.

    Und Geringverdienern empfehlen sie jetzt nach Chemnitz und Gelsenkirchen umzuziehen? Wer z.B. pflegt dann die Grünflächen, wer stellt ihnen die Zeitung zu und wer wechselt ihre Bettpfanne im KKH?

    Der Markt ist asozial.

  36. 43.

    Ja es ist viel besser, bestehende Wohnungen für richtig viel Geld zu kaufen, dann wird es in Zukunft für jeden eine bezahlbare Wohnung geben. Darum wurde RRG ja abgewählt, weil es soo viele neue bezahlbare Wohnungen gab!

  37. 42.

    Preiseinfluss über Besitz ist möglich und die einzig moralisch richtige Art und Weise. Für die Durchmischung ist es besser das Wohnen auf Kosten der Allgemeinheit ganz sein zu lassen, weil es neue Ungerechtigkeiten schafft. Statt sozialen Wohnungsbau ist das gerechtere Mittel des Wohngeldes zu stärken. Der neue Koalitionsvertrag verspricht erfolgreicher zu sein als das bisher nicht Erreichte. Ausreichend wird auch das in 3 Jahren nicht zu machen sein.

  38. 41.

    "Dass es sehr viele Eigenbedarfskündigungen gibt,"
    "Wohnungen als Ferienobjekte zu vermieten."

    Richtig - grosser Fehler von RRG. Insbesondere unter Lompscher /DIE LINKE im Bausenat - die wahrscheinlich einzige Partei die es hätte durchziehen können.

    Brutalst-Harte Durchsetzung der Verfolgung von Zweckentfremdung und Leerstand von Wohnraum auf allen Ebenen.
    Gegen alle Lobby und alles Gejammer der üblichen Verdächtigen über "Verbotspoltik" und "Verbotspartei"
    Schutz kleiner Gewerbetreibenden und Ladenlokal-Mieter. Der die angeblichen Beschützer von Handwerk, Kleinbetrieb und Mittelstand mit ihrer politischen Praxis lügen straft.

    Hat RRG, hat DIE LINKE vergeigt.

    Was ist eigentlich mit der Wilhelmstrasse - infiziert der Investor da die Restbewohnerschaft immer noch mit Legionellen?
    Weil in der Coronazeit seine Ferienwohnungen leer standen und das Warmwassersystem nicht für ihn kostenfrei genug Durchfluss hatte?

  39. 40.

    Nun ja, Kapitalismus. Aber man hätte was vom Osten übernehmen können nach dem Muster Plattenbau. Schnell, Standardisiert, dadurch billig und effizient. Fläche: Tempelhof, Tegel, Gatow, Festwiese

  40. 39.

    Herr Neumann - Sie sind nicht redlich. Und das erledigen Sie auch nicht mit Ihrem peinlichen Entwertungsversuch DIE LINKE zu "Ihrer" als "meiner Linken" zu erklären.

    Solange sich Leute wie Sie nicht einmal über die nackten Zahlen informieren, werden Sie die Kirmesredner des Politizirkus mit Demagogie und Unwahrheiten abholen können.

    Richtig. Lompscher hat nicht erreicht was sie als Bausenatorin erreichen wollte.
    Aber es war mehr als es der Vorgängersenat erreichte. Und mehr als es Geisel und Frau Chefsachen-Giffey bis dato erreichte. Niemand erfindet diese Fakten um Sie persönlich, die CDU, SPD oder FDP zu ärgern.

    Zudem kenne ich ausser grossen Sprüchen keinen einzigen Plan der SPD, CDU, FDP der die Bauzahlen unter Lompscher übertreffen könnte. Einen Plan gegen Gentrifizierung und Segregation in den Innenstadtbezirken kenne ich auch nicht.

    Sie können sich ja nicht einmal vorstellen, dass es mir um das ERGEBNIS geht. Und nicht um eine Partei.

  41. 38.

    Wer hat denn "nichts getan" ?

    Nerven Sie doch nicht mit solcher Demagogie.

    Fragen Sie doch mal den neuen Koalitionspartner der Berliner SPD, warum in den Bezirken in denen die CDU seit langem die Mehrheit stellen so wenig passiert beim verdichten und Neubau im mittleren und unterem Segment.
    Auch stehen diese Bezirke immer an hinterster Stelle, soll soziale Infrastruktur wie Geflüchteten-Unterbringung, Hilfe für Wohnungslose etc. eingerichtet werden.

    Ich bin diese Kirmesreden so leid!

  42. 37.

    Es ginge einfacher, wenn man denn will. Enteigung aller leerstehenden Spekulationsobjekte und zweckentfremdeter Wohnungen, die z.B. als AirBnB mißbraucht werden.

    Dann müssen noch die Förderungsbedingungen angepasst werden, wozu den Luxussegment fördern?

  43. 36.

    "... Die Gebäude-Vorschriften im Neubau müssen RADKAL reduziert werden ..."
    Hauptsache, die Gebäude fallen dann nicht - nach der Garantie von 2 Jahren - zusammen ;-)

  44. 35.

    In Chemnitz und Gelsenkirchen besteht ein hoher Leerstand und die Angebits,Ketten liegen bei 6 Euro/qm.

    Der Markt macht das annähernd perfekt.

    In Berlin gibt es zu wenig Wohnungen, das ist für Berliner teuer.

    Übrigens, vor 15 Jahren standen in Berlin auch viele Wohnungen leer. Mietpreise gab es da ab 4 Euro/qm.

    Der Markt lebt.

  45. 34.

    Die Gebäude-Vorschriften im Neubau müssen RADKAL reduziert werden … Low-Budget muss ausreichen … Bauen kann auch darüber viel billiger gemacht werden … Dann sinken auch die Neubau-Mieten, die für die Refinanzierung notwendig sind … Das machte es dann natürlich auch den Genossenschaften und den Städtischen Wohnungsbaugesellschaften leichter, günstige Mieten aufzurufen. Usw., usf.

  46. 33.

    "Nur der schnelle Bau neuer Wohnungen entschärft die Preistreiberei. Ein Überangebot reduziert den Marktwert/Miete. "

    Das ewige Mantra vom Markt der schon alles regeln wird, hat ja die letzten 40 Jahre so wunderbar geklappt. Nämlich überhaupt nicht. In Berlin wird Wohnraum zu bezahlbaren Preisen immer Mangelware bleiben, auch weil Flächen, Baumaterialien und Manpower dem Wohnungsbau entzogen werden um im Luxussegment zu bauen.

  47. 32.

    "Sozialer Wohnungsbau wurde jahrelang von Linkspartei und Grünen verhindert, 2022 ist kein einziger Antrag auf Sozialen Wohnungsbau gestellt worden, weil die Bedingungen zu miserabel waren, Geldgeber spielten zu diesen Konditionen nicht mit. "

    Im ersten Satz die ständig wiederholte Lüge, die sie dann selbst im zweiten Satz entlarven. Chapeau! Warum sollten die Grünen und Linken Wohnungen im Luxussegment fördern?

  48. 31.

    Der Mietverein sollte mal etwas BWL studieren.
    Angebot - Nachfrage - Verknappung treibt den Preis. Was nützt den Menschen der Kauf bereits vermieteter Wohnungen wenn dadurch nicht eine einzige gebaut wird. Den Schwachsinn zog nämlich RRG ab und die Situation änderte nichts, im Gegenteil.
    Nur der schnelle Bau neuer Wohnungen entschärft die Preistreiberei. Ein Überangebot reduziert den Marktwert/Miete. Das die Ampelregierung natürlich die Nebenkosten treibt ist wieder typisch SPD/Grüne

  49. 30.

    Dem Mieterverein obliegt es, auf geltendem Recht dieses Landes zu arbeiten. Nicht mehr und nicht weniger.

    Was die Linke im Einzelnen verbockt hat, kann ich nicht sagen. Zumindest ist nichts Ausreichendes/genug passiert. Allein der Rücktritts-Grund, diese Steuergeschichten, da sage ich mal, das hätte nicht passieren dürfen. Entweder war´s das Fettnäpfchen oder doch die Notausgangstür? Wer will das beurteilen? Passt aber so und so nicht zum Amt! Man fragt sich, bei angebl. so viel Bildung in den eigenen Reihen, gibt es da keine Fachleute?

  50. 29.

    Das ist richtig.
    Es soll ja nun eine Ausschreibung für einen Wettbewerb geben. Es wird 'als Antwort' das zu bestaunen sein, was der Ausschreiber vorgibt. Hoffentlich keine Holzhütten. Das ehem.Flughafengebäude ist m.E.unter Denkmalschutz u. es wäre zu wünschen, dass eine harmonische Entsprechung gefunden wird, die nicht nur mit dem vorhandenen Gebäudekomplex in Randbebauung quasi, sondern auch mit dem Drumherum einen verträglichen Übergang bildet. Und v. a. wäre zu mahnen; das neue Bebauungsziel ist ein Verkehrsbedürfnis-Ziel. Es geht von den Größenordnungen nur das, was das Umland in allen Segmenten, u.a. Verkehr 'verkraften' kann. Schwierig, denke ich, aber machbar. Dass eine "wertvolle Erholungsfläche" verschwinden wird, ist nach Maßgabe sinnvoller Planung nicht zu erwarten, wohl aber sollte eine wirksame 'Fläche' entstehen, die in der Lage ist, stadtklimatisch 'auszustrahlen', - im besten Sinne d. Wortes

  51. 28.

    Bei uns in Köpenick wurde sehr viel neu gebaut, keine Sozialwohnungen, alle schon verkauft oder vermietet, und noch nicht mal fertig…

  52. 27.

    Wo werden Wohnungen gebaut,in Bezirken mit hoher Zuwanderung.Noch mehr Beton ,in Betonsiedlungen.Baut in Zehlendorf, Schöneberg,Rudow.Die Reichen und Schönen,brauchen Integrations-Bildung.Leben Live..

  53. 26.

    Klar, der Berliner Mieterverein umsorgt seine Klientel. Sozialer Wohnungsbau wurde jahrelang von Linkspartei und Grünen verhindert, 2022 ist kein einziger Antrag auf Sozialen Wohnungsbau gestellt worden, weil die Bedingungen zu miserabel waren, Geldgeber spielten zu diesen Konditionen nicht mit. Nicht zuletzt Grün-induzierte Wohnungsbauvorschriften verteuern das Bauen. Wenn jetzt außerhalb der staatlichen Förderung Wohnungen gebaut werden, wird damit das Wohnungsangebot in der Stadt vergrößert und damit wird insgesamt der Wohnungsmarkt entlastet.

  54. 25.

    Wer sich mit wirkl.m.d.vorliegenden juristischen Gutachten u. Entscheidungsschriften beschäftigt, gewinnt ein anderes Bild von dieser Debatte. So wie ich es verstanden habe, gibt das Urteil zu diesem Mietdeckel zw. nur in Berlin gedacht, zieml. klar Auskunft. In dieser BRD muss man es wollen, sich für die dann nicht ganz so üppigen Einkommensbezieher einzusetzen. Aber da erfolgt wenig, obwohl die Forschung zu diesem speziellen Problem zu ganz anderen Einsichten gelangt ist. Und ehrl.gesagt, ist auch ein 'munterer' Teil der Bürgergeldempfänger, 50% vielleicht, nicht ganz schuldlos. Darunter leiden die, die alles versuchen, aus dieser Kalamität herauszukommen, es leiden die, die für den Mindestlohn arbeiten gehen u. wo es zur Zeit trotzdem nicht reicht. Und es leiden alle, weil die Politik zögert, die juristischen Patt-Situationen, zu entscheiden. Derzeit neigt sich die Waage zur Umverteilung v. unten nach oben. Ich würde sagen, Gewissensentscheidungen. Die Not ist zu lindern.

  55. 24.

    Der Beton vergammelt zunehmend durch Frostschäden und Witterung, die Nutzung durch manche Sportarten ist dann auch vorbei.

  56. 23.

    Ja, Kapital ist mobil !

    Nichtstun aber eben auch (das geht ausser in China weltweit fast überall)! Von daher: Wer "nach oben" nicht in Berliner Wohnungen soll, da sind 99% schnell dabei... aber bei republikweit ner Million bezugsfertiger Wohnungen, die LEER stehen:

    Geht da auch nen bisschen was nach unten ?

  57. 22.

    "Erholungswert des Feldes" ??? Ich sehe nur eine mit Wildwuchs überwucherte Betonpiste und der Rest ist versteppte Einöde ohne jeden gärterischen Wert.

  58. 21.

    "Lompscher wusste das und stand auch dazu mit DIE LINKE..." Lompscher ist krachend gescheitert und damit auch Ihre Linke. Neben dem Mietendeckel gab es von ihr zig Versprechen, u.a auch 20.000 Neubauwohnungen pro Jahr und Zukauf von Bestandswohnungen. Heraus gekommen ist Kritik von Genossenschaften, ein Brandbrief der LWU und eine Senatskanzlei, die sich um den Zukauf hatte kümmern müssen.

  59. 20.

    Bestätigen kann ich nur, dass Wohnungen wie 'sauer Bier' angeboten werden. D will und will keiner einziehen. Ja, was soll denn bei so einer Wohnung nicht stimmen?
    Dass es sehr viele Eigenbedarfskündigungen gibt, so dass selbst Gewerbebetriebe (Pflege etc.) sich neue Räumlichkeiten suchen müssen.

    Das müsste man mal kontrollieren können. Da würden sich aber viele wundern. Und hinzukommt, dass es immer noch chic ist, Wohnungen als Ferienobjakte zu vermieten. Ich finde es immer sehr merkwürdig, wo so Leute mit ihren Rollkoffern entlangrollern. Ist aber eine Vermutung, aber schon sehr seltsam, oder die meisten berufstätigen Berliner haben immer ein volles Haus: Besuch von Freundin, Kinder der Freundin. Freude von Opa/Oma... ich kenne mich da nicht aus.

  60. 19.

    Seit der Mischentwässerung ala Hobrecht hat sich auch die Ausführung von Kanalisationen weiterentwickelt. In Neubauten ist eine Trennung von Oberflächen- und Abwasser üblich.

  61. 18.

    SebastianBerlinMittwoch, 05.04.2023 | 10:29 Uhr
    "Komische Kritik. Jeder private Investor wäre doch blöd (...)Deshalb muss endlich so viel wie möglich neu gebaut werden, damit sich das auch spürbar auf die Marktpreise auswirkt."

    Und Sie sind jetzt also der Wundermann, der auf dem Erdenrund den zusätzlichen Grund und Boden erschafft?

    Gibt da immer so ein Bildungsproblem. Grund und Boden ist nicht vermehrbar. Hier greift das Vulgär-Prinzip des Kapitalismus nicht (Wers gerne gemütlich formuliert will: "Der Markt")
    Zum einen heisst es "Im-mobilie" weil sie eben nicht mobil ist. Zum anderen ist der Bedarf immer an genau einen präzisen Ort gebunden. Und das angebliche Allheilmittel - mehr, billiger produzieren und dabei mehr verbrauchen greift also nicht.

    Solche Grundbildung gilt in manchen Milieus als "Ideologie" Weils so schön wäre, könnte man Physik, Geografie, Ökologie und Ökonomie mit reiner Willenskraft aushebeln und auf den Kopf stellen. Der Glaube als Himmelreich...

  62. 17.

    Ich bin persönlich ganz klar, und allein schon als Statement GEGEN eine Bebauung des Tempelhofer Feldes. Unter den von mir in Beitrag 2 genannten Voraussetzungen (bzgl. der Belegung) könnte ich aber ggf. noch damit leben.

    Wo der Vorteil für Hartz-IV-Empfänger ist ? Mal angenommen es würden am südlichen Rand 30 Miethäuser mit je 14 Einheiten errichtet. In jedem dritten Haus ne (kleine) Hausmeisterwohnung und schon sind Transferleistungen durch Erwerbseinkommen substituiert !

    Flurputzen, Ansprechpartner für Probleme sein, Schlüssel an Feriengäste ausgeben und zurücknehmen, deren maximal 22 Einheiten nach Abreise reinigen... und das alles ohne zu pendeln !

    Aber GANZ SICHER nicht als Spekulationshütte für private Investoren, als Mietobjekte für besser betuchte, etc. !

    Und eben die Wirkung auf den Markt ! Kein Spanier zahlt 100 Euro für ne Übernachtung in nem Appartement, wenn er das praktisch als Neubauerstbezug auch für 50 bekommt !

  63. 16.

    Entschlackte Bauordnung, schnellere Verfahren, verkürzte Fristen, mehr Typenbaugenehmigungen - das muss nun auch tatsächlich sofort umgesetzt werden. Aber höhere Materialkosten, Fachhandwerkermangel sowie höhere Energiepreise und die Energieerzeugungswende machen Bauen erheblich teurer. Man wird sich sich jetzt auf Tatsachen einstellen müssen. Menschen mit kleinen Einkommen werden die Hälfte ihres Einkommens und mehr für Warmmieten ausgeben müssen. Und zwar auf Jahre.

  64. 15.

    Sie haben das Urteil zum Mietendeckel nicht verstanden. Das auch eine Aussage zum Volksentscheid über die Vergesellschaftung von Immobilien-Eigentums-Konzentration ist. Der wiederum auf die Verfassung der Bundesrepublik verweist. Die bekanntlich für alle Bundesländer gilt. Und Vergesellschaftung vorsieht. Und auch schon in der Praxis legitimiert hat. Bisschen Geschichtskenntnis ist immer hilfreich.

    Soziale Wohnraumpoltik ist Sache der Bundesregierung. Sagt das Mietendeckel-Urteil. Weiss nun jedes Bundesland. Für das Berlin dankenswerter Weise durch DIE LINKE ein klares Urteil erstritt.
    Dieses Urteil sagt NICHT: Die Bundesregierung müsse nichts tun. Landesregierungen müssen nichts tun, weil ein Verfassungsgerichtsurteil angeblich nur für Berlin gilt.

    Auch ein Volksentscheid im Land Berlin, hat eine Bedeutung und Wirkung für alle Bundesländer.
    Im politisch-gesellschaftlichen Aushandlungsprozess ist Winkeladvokatie nicht das Mass der Dinge.
    Offensichtlich fürchten Sie das.

  65. 14.

    Endlich ganz klare Ziele um dem desaströsen Wohnungsmarkt in Berlin die rote Karte zu zeigen, verbunden mit einem scharfen Monitoring. Keine unerfüllbaren sozialistischen Träumereien. Los gehts...!

  66. 13.

    Im Koalitionsvertrag steht auch:
    "Wohnberechtigungsscheine werden auch für Geflüchtete, unabhängig von der Dauer des Aufenthaltsstatus in Berlin, ausgestellt, ..."
    Noch mehr Konkurrenz um Sozialwohnungen.

  67. 12.

    Och Herr Steffen. Glauben Sie niemand bemerkt, wie Sie "sozialistisch" absichtsvoll mit "sozial" verwechseln?

    Eine Haupttachse um die sich das reaktionäre Rollback des real existierenden, wirkmächtigen rechten Mainstreams seit Jahrzehnten dreht.

    Der billige Kommunikationstrick ist doch für alle durchschaubar. Falls man etwas durchschauen will.

    Niemand hinderte Ihren ideologischen Fetisch "Privatwirtschaft" Bürgerinnen und Bürgern gemessen an ihrem Einkommen, den Wohnraum zu bauen, der tatsächlich gebraucht wird. Offenbar ist sie dazu nicht in der Lage. Oder wie viele Generationen, wie viele Jahrzehnte soll man noch darauf warten, bis sich Ihr Traum von der leistungsfähigen Privat- und Spekulationsimmobiienwirtschaft erfüllt?

    Sie müssen offenbar lernen und auch verinnerlichen: Leistungs- und Ergebnisorientierung ist tatsächlich die Perspektive, die Sie sich ohne die Leistung, das Ergebnis zu liefern zur Beute machen wollen.
    So geht halt Ideologie, Demagogie.

  68. 11.

    Wir brauchen mehr Steuerzahler und weniger Transferleistungsempfänger in unserer Stadt. Schließlich muss irgendjemand auch alles bezahlen, was sich der Senat und die Bürger so wünschen.

  69. 10.

    Angebotsausweitung beim Wohnungsangebot muss im Fokus der weiter wachsenden Stadt Berlin stehen. Wir brauchen Fachkräftezuzug und Zunahme des Steueraufkommens in der Stadt, damit wir auch zukünftig erforderliche Ausgaben wirtschaftlich stemmen können. Auch die Eigentumsquote muss steigen, indem man Mieter mit ausreichend "motiviert", sich die eigenen 4 Wände zu leisten. Auch dadurch bekommt man den aktuell bestehenden Nachfragedruck reduziert.

  70. 9.

    Falls einkommensschwache Mitbürger*innen eine Wohnung suchen, einfach mal auf den Seiten der goßen Berliner Landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften gucken. Dort stehen regelmäßig mehrere Neubauten, Erstbezug mit WBS drin. Für Durchschnittsbürger*innen mit einem "zu hohem Einkommen" um die 1500€ ist sowas der reinster Frust, denn diese dürfen weiter in Ihren maroden Altbauten hausen, da das Einkommen zu hoch ist, jedoch für einen Umzug in eine andere teurere Wohnung mit "ohne WBS" nicht ausreicht. Wenn man laut einer bekannten Bank mit einem Einkommen von unter 3500€ an der Armmutsgrenze kratzt, wo ist jetzt der Fehler?

  71. 8.

    Eine moderate Randbebauung des Tempelhofer Feldes mit bezahlbaren Wohnungen wäre genau das, was Berlin braucht und würde den Erholungswert des Feldes nicht schmälern. Wir sollten in Berlin vernünftige Kompromisse eingehen, statt uns mit Maximalpositionen gegeneinander zu stellen. Sozialwohnungsbau verhindern zu wollen ist weder links noch progressiv.

  72. 7.

    Komische Kritik. Jeder private Investor wäre doch blöd nicht an den Höchstbietenden zu vermieten/verkaufen. Deshalb muss endlich so viel wie möglich neu gebaut werden, damit sich das auch spürbar auf die Marktpreise auswirkt.

  73. 6.

    "CDU-Chef Kai Wegner legt Wert darauf, dass das Land Berlin mehr Einfluss auf dem Mietwohnungsmarkt hat und dort auch mehr Steuerungsfunktion haben sollte."

    Witz des Tages.
    Das ist es, was die CDU in der Opposition seit Jahrzehnten bekämpft. Und gegen die faktische Politik der SPD ebenso lange obstruiert.

    Wenn dieser Zynismus nicht so brutale Folgen hätte, könnte man nur in schallendes Gelächter ausbrechen. Über so viel Chuzpe, mit der man weiterhin vorhat die Stadtgesellschaft zu verarschen.

    Wieder einmal muss ein Mieterverein gebetsmühlenartig anmerken, was ebenfalls von CDU, SPD, FDP seit Jahren absichtsvoll-propagandistisch nicht unterschieden wird:
    Neubau ist das eine. (Und zwar das was wirklich gebraucht wird, nicht irgendwas, in das angeblich irgendwie und irgendwer umzieht um dann angeblich bezahlbaren Wohnraum für andere frei zu machen)
    Kontrolle des Gemeinwesens über den Wohnungsbestand ist das andere.
    Lompscher wusste das und stand auch dazu mit DIE LINKE...

  74. 5.

    " ... Der Volksentscheid soll untergraben werden. Dies sei antidemokratisch ... "
    Die Enteignung berührt Bundesrecht.
    Von den 16 Bundesländern waren 15 nicht zur Stimmenabgabe zugelassen.
    Welche Demokratie wird denn untergraben ?
    Die allgemeingültige, allumfassende Berlindemokratie oder die Im-Ring-Berlinokratie ?

  75. 4.

    Neue Wohnungen kann man gut versprechen. Da aber die Kanalisation überhaupt nicht auf solche Massen ausgerichtet ist, vergessen die Politiker stets, dass jeder Starkregen dann die Straßen und Keller wieder überschwemmt!

  76. 3.

    Zu beneiden ist der neue Senat nicht: Wohnungsbau, Bildung, Verwaltungsreform, Sicherheit usw., wo fängt man an?
    Ich denke mal Wohnungsbau ist das größte Problem, hier muß der Senat erfolgreich sein.
    Viel Erfolg!

  77. 2.

    Ist erst nach 2,3 Denkschleifen zu verstehen, aber Wegner hat da schon recht, wenn er sagt, dass der Senat mehr Einfluss auf den Mietmarkt nehmen muss ! Da ist auch der Fokus auf den Neubau letztendlich ein tolles Signal für sozial eher schwache, es kommt eben drauf an, wie man den fertiggestellten Wohnraum dann anbietet:

    Wie ? IDEAL wäre es hier (um den Markt wieder halbwegs einzufangen, sowie das Verkehrsproblem zu entschärfen) eine günstige Vermietung an fleissige, derzeitige Pendler mit möglichst WENIG Einkommen, die durch die andere Hälfte quersubventioniert wird (damit sich das ganze auch rechnet) die als FERIENWOHNUNGEN anzubieten sind ! Wesentlich teurer als die reguläre Vermietung, aber eben immer noch günstiger als zigtausend legale und illegale Privatanbieter !

    Was passiert ? Die geraten unter Druck und tendenziell werden MEHR Wohnungen von Privat regulär vermietet.

  78. 1.

    Der Berliner Mieterverein mit seinen sozialistischen Utopien, wie der Mietmarkt zu funktionieren hätte, sollte sich lieber auf seine Kernaufgabe konzentrieren, statt wiederholt seinen Unverstand hinaus zu posaunen. Er soll sich mal darauf beschränken, die Korrektheit in Verträgen und Abrechnungen zu prüfen und ggf. dagegen zu klagen. Für die politische Gestaltung sind die Parteien da.

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