Britta Ernst während der Kultusministerkonferenz (Bild: imago images/M. Popow)
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Audio: Inforadio | 07.04.2021 | Britta Ernst im Interview | Bild: imago images/M. Popow

Corona-Tests in Brandenburg - Bildungsministerin Ernst: Schüler sollen Testpflicht einhalten

Die Brandenburger Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) hat Schülerinnen und Schüler aufgefordert, sich nach den Osterferien an die Testpflicht zu halten.

Dies sei "ein ganz wichtiger Baustein, um Schulen möglichst lange offen zu halten und um auch die weiterführenden Schulen bald wieder zu öffnen", sagte Ernst am Mittwoch dem rbb. "Schülerinnen und Schüler, die nachweisen, dass sie sich zweimal die Woche testen, machen die Schule sicherer."

Die Testpflicht gilt an Grundschulen und für Abschlussklassen. Für diese Schülerinnen und Schüler ist weiterhin Unterricht im Wechselmodell vorgesehen. Ab dem 19. April dürfen sie allerdings nur in die Schule, wenn sie einen negativen Corona-Test vorweisen können.

Klassen 7, 8, 9 und 11 müssen wieder von zu Hause lernen

Die SPD-Politikerin betonte im Gespräch mit dem rbb-Inforadio, wer sich nicht testen wolle, müsse mit Konsequenzen rechnen: "Dann gibt es ein Angebot auf Distanzunterricht. Wer diese Testung nicht mitmachen möchte, hat keinen Anspruch darauf, in der Schule unterrichtet zu werden. Es wird dann ein Betretungsverbot für die Schule geben", so Ernst. Inzwischen gebe es knapp zwei Millionen Tests für die Schulen in Brandenburg, sagte sie. Weitere sollen zeitnah eintreffen.

Die Schüler der Klassen 7, 8, 9 und 11 müssen hingegen nach den Osterferien wieder komplett zu Hause lernen. Um sie werde man sich besonders kümmern, versprach Ernst. Es werde aber vermutlich länger als ein Jahr dauern, um die Rückstände aufzuarbeiten.

Sendung: Inforadio, 07.04.2021, 8.05 Uhr

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17 Kommentare

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  1. 17.

    Nehmen wir einmal folgendes Szenario an: Ein Schüler einer Abschlussklasse weigert sich, die Testung durchzuführen. Demnach dürfte er also die Schule nicht betreten und müsste er doch im Distanzlernen unterrichtet werden. Richtig? Wie verhält sich das dann aber mit den Prüfungen? Gibt es eine Richtlinie, wie in solchen Fällen verfahren wird?

  2. 16.

    Testen wäre eine gute Sache, wenn es zuverlässige Schnelltest gäbe. So ist das Chaos vorprogrammiert. Bei einem positiven Test gehen Kind und Kontaktpersonen Kat.I in Quarantäne. Wenn dann vorsorglich die ganze Klassen nach Hause geschickt wird, braucht man Schulen gar nicht erst öffnen. Falsch-positive Tests sind selbst bei korrekter Anwendung nicht selten, siehe RKI (https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/Ausgaben/08_21.pdf?__blob=publicationFile dort S. 4) oder hier https://www.pharmazeutische-zeitung.de/fda-warnt-vor-falsch-positiven-corona-schnelltests-121603/ Tatsächlich werden nur 4% der positiven Schnelltest durch einen PCR-Test bestätigt. Aus gutem Grund hat der bayr. VGH die Testpflicht für Pflegekräfte in Altenheimen (!) gekippt.

  3. 15.

    Es ist schon egal, wie man die Entscheidung findet, wenigstens wurde eine getroffen. Das haben wir in Berlin nicht. Heute will man wieder beraten. Bestimmt bekommen die Sl schon Freitagabend eine Mail von senbjf auf ihren Schulrechner. Gut wenn man von freitags 19.00 bis sonntags 22.00 im Büro ist, dann erreichen einen die wichtigsten Infos für den folgenden Montag. Die Senatorin sorgt gut für die Schulen.........

  4. 14.

    Wann hieß es schon einmal " Verkauft nicht an Ungeimpfte...
    .." . Wollen Sie einen Zusammenhang zu den antisemitischen Verbrechen in D herstellen und damit die Opfer verhöhnen?
    Ein Test zum Erkennen von Übertragungsrisiken ist kein Drama. Wissen Sie eigentlich, wieviele Kinder von Ihren Eltern nicht geschützt, sondern erniedrigt, vernachlässigt, misshandelt, missbraucht werden? In jeder Schulklasse sitzen mehrere und die machen gerne den Test in der Schule mit, sehnen ihn herbei, damit sie ein paar Stunden geschützt sind .

  5. 13.

    nur mit der Testpflicht haben die Kinder eine Chance auf offene Schulen; endlich eine Entscheidung der Landesregierung, die auch nach einem längerfristig Plan aussieht

  6. 12.

    Warum wird es denn nur scheinbar zurückgegeben? Wer krank ist oder Infektiös ist, hat zuhause zu bleiben. Das war auch schon vor Corona so. Nur dass einige Eltern ihre Kinder trotzdem krank in die Schule geschickt haben und es jetzt eben einen Nachweis gibt, so denn alle fair gegenüber sind und auch testen. Dann funktionierts auch, wenn nicht jeder sein Ego durchsetzen muss.

    Und dass die ITS nominell nicht überlastet waren, ist wohl den Maßnahmen zu verdanken, welche dann auch immer gegriffen hat. Aber fragen Sie mal die Pflegekräfte und Ärzte, ich glaube nicht dass die behaupten dass da noch viel Luft nach oben ist.

  7. 11.

    In welcher Blase leben Sie denn??? Oder war ihr Fernseher defekt???

  8. 10.

    Das Problem ist, dass uns das Recht auf Bildung nur scheinbar wieder gegeben wird, nämlich unter der Bedingung des Testens. Nach meinen Recherchen bei verschiedenen Medien rechtfertigt die Situation diese Maßnahme nicht. Die Intensivstationen waren zu keiner Zeit während Corona überlastet, und jetzt immer noch danach zu handeln, es könnte ja ... ist m.M. nicht angemessen.

  9. 9.

    Ich hoffe nur das Frau Ernst die Nummer mit dem Testen endlich mal durchzieht. Ohne Test kein Zutritt zur Schule. Keine Rücksicht auf die jammernden Eltern, wie schlimm das doch für die Kinder ist und das sie das doch nicht möchten. Aber....... irgend ein Gericht oder ein kluger Richter wird das dann schon wieder aufheben und der Affenzirkus beginnt von vorn.

  10. 8.

    Hoffentlich stehen die Test nun auch endlich zur Verfügung, vor den Ferien gab es einen (!) Test fürs Kind, die wöchentlichen wurden mangels Material gleich wieder gecancelt. Und wenn es schon Tests gibt, dann sollten bitte auch ALLE Kinder und Jugendlichen wieder in die Schule dürfen.

  11. 7.

    Mittlerweile heißt es wiedereinmal: Verkauft nicht an Ungeimpfte und Ungetestete! bzw. die Ungeimpften/Ungetestete dürfen nicht mehr in die Geschäfte. Und Einrichtungen zum Wegsperren für Quarantänebrecher gibt es ja schon seit einem Jahr in fast allen Bundesländern. Wenn man es nicht jeden Tag erleben würde, ich würde es nicht glauben, was 2021 so möglich ist und dass man sich an die schwächsten und schützenswertesten Geschöpfen auf Erden, unseren Kinder, ohne Gegenwehr der Eltern vergreifen kann. Was ist los mit der Menschheit?

  12. 6.

    Diese Schulpolitik wird langsam zur Posse. Nur, dass es hier um die Zukunft unserer Kinder geht. Und das ist nicht lustig.
    In einem Jahr hat Brandenburg es nicht geschafft, brauchbare Ideen und Voraussetzungen für einen vernünftigen Unterricht während der Pandemie zu entwickeln. Stillgeschweige umzusetzen. Es gibt immer noch Schulen, wo ein vernünftiger Distanzunterricht nicht möglich ist. Leider gibt es auch einige Lehrer, die Homeschooling mit Verteilen und Ausfüllen von kopierten Arbeitsblättern verwechseln. Ich war 30 Jahre Lehrer an einem Gymnasium und musste mit ansehen wie die Schule in Brandenburg kaputtgespart wurde. Warum setzt man sich nicht mit Lehrern, Schülern und Eltern zusammen und sucht nach Lösungen. Zeit war genug. Diese Entscheidungen von Leuten, die noch nie im Schuldienst waren, laufen ins Leere. Diese ungenauen Selbsttests werden es nicht bringen. Auch sollten die Lehrer der weiterführenden Schulen endlich geimpft werden und auch dort wieder Wechselunterricht durchgeführt werden. Das bringt allemal mehr als irgendwelche Arbeitsblätter von einigen, wenigen unmotivierten Lehrern. Bevor ich jetzt beschimpft werde, glauben Sie mir, ich weiß wieviele arrangierte Lehrer es gibt und wie schön und schwer derLehrerberuf ist. Dafür erhalten wir dann die Achtung und den Respekt der Kinder. Das ist doch der beste Lohn.

  13. 5.

    ...wer das Ein will, muss das Andere mögen...
    Was spricht gegen einen Test?
    Freiheirsrechte?! Man kann es auch übertreiben

  14. 4.

    Das hat nichts mit Erpressung zu tun, sondern ist eine (momentan die einzige) Maßnahme, mögliche Infektionsketten aus der Schule heraus zu verhindern. 2 Tests pro Woche für eine recht sichere Teilnahme am Unterricht, wo ist das Problem? Wie sie schon sagen, meine Kinder würde auch das tun, damit sie wieder in die Schule können.

    by the Way.. Standardvorgänge an Schulen wie Note 6 für nicht erbrachte Leistung, Ausschluß vom Sportunterricht durch nicht abgelegten Schmuck etc. wären nach Ihrer Lesart auch Erpressung.

  15. 3.

    Unglaublich, wie sehr hier verschiedene Themen vermischt werden. Der Frust scheint groß zu sein!

  16. 2.

    Die einzigste Person, die sich um meine schulpflichtigen Kinder kümmert, bin ich. Und wir brauchen hier im Wohngebiet keine Tests. Die Lehrer sind seit Monaten noch immer überfordert. Aber ja doch, Zitat: " Um sie werde man sich besonders kümmern, versprach Ernst.". Frau Ministerin Ernst, treten Sie endlich zurück. Es reicht!!!

  17. 1.

    Also doch Testzwang oder Schulbetretungsverbot. Wie kann man Kinder nur derart erpressen? Meine Tochter hat nicht nur einen Test hinter sich, sie will schlicht nicht mehr und ist jetzt im Gewissenskonflikt.

    Und wenn man schon den Testzwang einführt, warum werden dann nicht in allen Klassen Präsensunterricht angeboten? Die Klassenn7,8,9 sowie die Studenten würden beinah alles geben, um ein bisschen Normalität zu bekommen.

    So akribisch, wie jetzt der Testzwang durchgesetzt wird, sollte man sich mal an den Grenzen hinstellen und kontrollieren. Der Tanktourismus sowie die Auftragsfahrten zum Zigarettenholen sind ungebremst.

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