WM gastiert in Berlin - Was Besucher des Formel-E-Rennens am Tempelhofer Feld wissen müssen

Do 12.05.22 | 06:42 Uhr
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Formel E am Tempelhofer Feld
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Video: rbb24 | 11.05.2022 | 18 Uhr | Jonas Schützeberg | Bild: imago images/Shutterstock

Die ökologische Version der Formel 1 kehrt zurück nach Berlin: die Formel-E-WM macht Station am Tempelhofer Flugfeld. An diesem Wochenende fahren 22 Piloten um zwei Etappensiege. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Renn-Veranstaltung.

Die vollelektronische Motosportserie Formel E legt wieder einen Stopp in der Hauptstadt ein, beim "Berlin E Prix". Die bis zu 340-PS-starken Formel-E-Autos beschleunigen in unter drei Sekunden von null auf 100, die Höchstgeschwindigkeit der Boliden beläuft sich auf 225 km/h - und das natürlich: ohne Verbrennungsmotor.

Die wichtigsten Fragen und Antworten, was das Publikum an diesem Wochenende erwarten darf.

Worum geht es?

Auf dem Rollfeld des stillgelegten Tempelhofer Flughafens treten die Piloten am Wochenende (14. und 15. Mai) an zum siebten und achten Rennen der Formel-E-Weltmeisterschaft 2022. Insgesamt erstreckt sich die WM über 16 Rennveranstaltungen, welche bis August in zehn verschiedenen Ländern rund um den Globus ausgetragen werden.

Wie viele Piloten gehen in Berlin an den Start?

Das Fahrerfeld der diesjährigen WM setzt sich aus 22 Stammpiloten zusammen, die von elf unterschiedlichen Rennställen in den Wettbewerb geschickt werden. Darunter befinden sich auch drei Starter aus Deutschland: Maximilian Günther geht für Nissan an den Start, Andre Lotterer und Pascal Wehrlein fürs Team Tag Heuer Porsche.

Wie ist der Zeitplan?

Die Renntage finden am Samstag und Sonntag statt und beginnen jeweils morgens mit freien Trainings sowie den Qualifyings. An beiden Tagen fällt dann um 15 Uhr der Startschuss für die Rennen, welche in die WM-Gesamtwertung einfließen.

Wie verläuft die Strecke?

Der Kurs verläuft über 2,355 Kilometer auf dem Rollfeld des ehemaligen Flughafens. Die Strecke mit ihren zehn Kurven wird am Samstag zunächst gegen den Uhrzeigersinn befahren, am Tag darauf dann im Uhrzeigersinn.

"Das schwierige auf der Rennstrecke ist wirklich, das Auto am Limit zu bewegen", sagt Porsche-Ersatzfahrerin Simona de Silvestro. Doch genau darin liege auch die Kunst, fügt die Schweizerin hinzu.

Passanten und Spaziergänger bleiben vom Renngeschehen dabei weitgehend unbehelligt, da die Strecke nahe am Gebäudekomplex des Flughafens verläuft. Die Grünflächen des Tempelhofer Feldes bleiben weitgehend unberührt.

Warum ist die Strecke in Berlin besonders?

Seit drei Wochen sind rund 5.000 Menschen beteiligt am Bau und der Konzeption der Strecke sowie der Veranstaltungs-Messe rund um das Renngeschehen.

Die deutsche Hauptstadt ist dabei der einzige Ort im Rennkalender, den die Formel E seit ihrer ersten Saison 2014/15 jedes Jahr besucht hat. Die Strecke gilt als außergewöhnlich, weil sie im Unterschied zu anderen Formel-E-Kursen nicht auf den Verkehrs-Straßenverlauf festgelegt ist, sondern mit dem Flughafengelände auf einer völlig freien Fläche konzipiert werden konnte.

"In der Stadt überhaupt Platz zu finden, um so ein Rennen abzubilden, das ist schon schwer. Und der Flughafen Tempelhof ist ja quasi mit seiner Größe einfach perfekt”, sagt Veranstalter Ulrich Weingärtner. "Das Rollfeld ist groß genug. Hier können wir uns austoben und hier kriegen wir auch alles unter."

Den Streckenrekord hält der Jean-Eric Vergne mit einer Zeit von in einer Zeit von 66:06 Minuten (aufgestellt 2020). Der Franzose ist auch in diesem Jahr wieder dabei.

Wo sind die Tickets erhältlich?

Etwa zehntausend Zuschauer erwarten die Organisatoren am Wochenende. Freie Tickets sind nach wie vor erhältlich. Diese sind sind an der Tageskasse und auf der offiziellen Website des Veranstalters verfügbar [fiaformulae.com].

Sendung: rbb24, 11.05.2022, 18:00 Uhr

5 Kommentare

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  1. 5.

    Ja - ist schon zeitgemäß und für eine innerstädtische Veranstaltung auch richtig, aber trotzdem fehlt mir bei einem Rennen doch der "echte" Sound und dieser "Boxenmief".
    So @ 2 und 3 ... Ich denke Bauml geht nicht die Lautstärke auf den Zünder, eher die "Klangqualität". Wenn's beim richtigen Auto fiept oder quietscht ist das auch nichts für Frauenohren. Dann geht meistens irgendetwas von der Möhre zum Deibel.

  2. 4.

    Nimm Ohrstöpsel, wenn Du das nicht aushältst. Oder bleib weg und hör Dir lieber die Nervensägen mit vier Zylindern auf zwei Rädern irgendwo im Nirgendwo an. Tschüß *winkewinke*

  3. 2.

    Diese fiependen Geräusche der E-Antriebe sind nichts für Männerohren.

  4. 1.

    Bitte nicht noch mehr Greenwashing von E-Autos: Klar verursacht eine E-Formel-1 (auch) vor Ort weniger Lärm und Abgas als eine fossile. "Ökologisch" [Zitat] im Sinne eines angemessen sparsamen Umgangs mit Ressourcen ist es aber nicht wirklich, mit 250.000 Watt einen dicken Haufen häufiger und seltener Metalle im Kreis zu jagen. Die notwendige Energie und Rohstoffe stehen auf einem Planeten mit 7 Milliarden Menschen in scharfer Konkurrenz zu anderen Bedarfen. - Klar kann man das machen. Aber bitte ohne das "Saubermensch"-Feigenblättchen, mit dem sich Fahrer* von E-Boliden vor allem auf den Straßen gern das Selbstbild polieren (lassen), als würden sie täglich einen Bergwald aufforsten.

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