Wasserspringen - Berlinerin Hentschel und Punzel holen erste Olympiamedaille für Deutschland

Lena Hentschel (l.) und Tina Punzel beim Synchronspringen vom 3-Meter-Brett (Quelle: Yomiuri Shimbun/Takumi Harada)
Audio: Inforadio | 25.07.2021 | Lars Becker | Bild: Yomiuri Shimbun/Takumi Harada

Die Berliner Wasserspringerin Lena Hentschel hat gemeinsam mit Tina Punzel Bronze im Synchronspringen geholt - und damit die erste Medaille für Deutschland bei den Olympischen Spielen in Tokio.

Die Wasserspringerinnen Lena Hentschel vom Berliner TSC und Tina Punzel vom Dresdner SC haben dem deutschen Team die erste Medaille bei den Olympischen Spielen in Tokio beschert. Im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett gewannen die Europameisterinnen die Bronzemedaille.

Hentschel und Punzel mussten sich am Sonntag im Tokyo Aquatics Celntre nur den starken chinesischen Siegerinnen Shi Tingmao und Wang Han sowie dem Duo Jennifer Abel und Melissa Citrini Beaulieuaus Kanada geschlagen geben.

Glückskeks der Physiotherapeutin

"Wir hatten ein bisschen Glück, weil die Italienerinnen einen Patzer gehabt haben. Aber das gehört bei unserem Sport dazu. Wir haben alles gegeben und gezeigt, was wir in den letzten Jahren trainiert haben", freute sich Lena Hentschel über die Medaille, die für die 20-Jährige der größte Erfolg ihrer Karriere ist.

Die Berlinerin zog mit 17 Jahren zu ihrer Partnerin Tina Punzel nach Dresden, um gemeinsam mit ihr trainieren zu können. "Jetzt hat sich das ausgezahlt. Das war einfach die beste Entscheidung." Vor dem Wettkampf hatte das Duo einen besonderen Glücksbringer: Einen Glückskeks ihrer Physiotherapeutin, den sie gemeinsam gegessen haben - und der offenbar geholfen hat.

Mit simulierter Zeitverschiebung trainiert

Im Gegensatz zu Hentschel war Punzel auch in Rio schon dabei. Dort wurde die heute 25-Jährige Siebte im Synchronspringen vom Dreier. Zudem ist sie viermalige Europameisterin. Sie hatte vor den Spielen mit Bronze geliebäugelt.

Für die deutschen Wasserspringer ist die erste Medaille im ersten Wettbewerb der perfekte Auftakt. Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro 2016 hatte Rekordeuropameister Patrick Hausding mit Bronze im Kunstspringen vom Drei-Meter-Brett die einzige deutsche Sprungmedaille gewonnen.

In Japan ist der DSV im Springen in allen vier Einzeldisziplinen sowie in drei der vier Synchronwettbewerbe vertreten. "Wir haben dasselbe Vorbereitungsprogramm absolviert wie vor dem Weltcup in Tokio. Wir haben auch wieder zeitversetzt in der Nacht trainiert, um die Zeitverschiebung zu simulieren. Damals hat es gut funktioniert. Wir hoffen, dass wir auch diesmal Erfolg haben", hatte Bundestrainer Lutz Buschkow vor dem Wettkampf erklärt. Der erste Erfolg ist da.

"Wenn es uns als Mannschaft gelingt, in Tokio unser Leistungsvermögen auszuschöpfen, ist die eine oder andere Medaille drin", sagte Buschkow. Fahnenträger Hausding ist im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett zusammen mit Lars Rüdiger am Mittwoch am Start.

Sendung: Abendschau, 25.07.2021, 19.30 Uhr

3 Kommentare

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  1. 3.

    Ein algerische Judoka hat seine Teilnahme am Wettbewerb zurückgezogen, weil er gegen einen Israeli antreten musste.....da wäre es doch langsam am besten, jeder Kullturkreis macht seine eigene Olympiade, und keiner braucht sich vor Wettkampfbeginn mehr hinzuknien.

  2. 2.

    Die Spiele werden doch nur wegen finanziellen Gründen durchgeführt, ich schau mir das nicht an.

  3. 1.

    Ich trainiere auch öfters mal mit simulierter Zeitverschiebung.

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