Interview | Blockaden der "Letzten Generation" - "In Berlin gab es schon Straßenproteste, die viel stärker eskaliert sind"

Sa 29.04.23 | 08:20 Uhr
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Aktivisten der Klimaschutz-Initiative „Letzte Generation“ (Quelle: dpa/Matthias Balk)
Bild: dpa/Matthias Balk

Bilder von festgeklebten Aktivisten auf Straßen gehören in diesen Tagen wieder zum Berliner Alltag - genau wie die Empörung darüber. Der Berliner Protestforscher Simon Teune erklärt im Interview, warum er die Aktionen für vergleichsweise mild hält.

rbb|24: Herr Teune, in dieser Woche hat es wieder fast täglich Straßenblockaden durch Aktivisten der "Letzten Generation" in Berlin gegeben. Wie beurteilen Sie diesen Protest?

Simon Teune: Viel bemerkenswerter als den Protest an sich finde ich die Reaktionen darauf. Ich finde erstaunlich, wie hasserfüllt die Menschen diesen Leuten begegnen, die sich da auf die Straße setzen. Aber auch wie schräg das teilweise eingeordnet wird, was da passiert. Es hat ja schon Vergleiche mit den Straßenkämpfen in der Weimarer Republik oder der politischen Gewalt der RAF gegeben. Das finde ich schon ziemlich absurd, wenn man sich anguckt, was real passiert: Nämlich, dass an ein paar Stellen für eine halbe bis zwei Stunden die Straße blockiert wird.

zur person

Simon Teune, Protestforscher an der FU Berlin.(Quelle:Chris Grodotzki)
Chris Grodotzki

Simon Teune arbeitet als Soziologe an der Freien Universität Berlin im Sonderforschungsbereich Intervenierende Künste. Dort forscht er zur Wirkung von Aktionen zwischen Kunst und Protest. Er ist außerdem Vorstand des Instituts für Protest- und Bewegungsforschung (IPB) in Berlin.

Aber es scheint ja schon ein Alleinstellungsmerkmal dieser Aktionen zu geben, sonst würden die Reaktionen nicht so ausfallen.

Der Plan, eine Straße zu blockieren, ist nicht ganz neu. Das hat es ja durch die Gruppe "Extinction Rebellion" schon vor einigen Jahren gegeben.

Das Besondere an diesen Straßenblockaden, die man dadurch verlängert, dass man sich festklebt, sind zwei Sachen. Das eine ist: Man braucht sehr wenige Leute, um das zu tun und erzielt einen enormen Effekt. Denn es werden viele Menschen für einen längeren Zeitraum aufgehalten. Zusätzlich spielt da die Medienberichterstattung eine Rolle, die angesichts der Zahl der handelnden Menschen überproportional ist.

Zweitens handelt es sich um eine Form des zivilen Ungehorsams, die es so in Deutschland noch nicht gegeben hat. Dass eben über einen längeren Zeitraum und nicht nur spontan an verschiedenen Stellen Straßen blockiert werden, um dadurch Druck auf die Regierung auszuüben. Der Unterschied zu anderen Aktionen ist hier, dass es nicht darum geht, einem konkreten Ziel zu schaden, also einem Betrieb, einer Institution, einer Militärbasis oder einem Atommüll-Transport, sondern indirekt über die Straßenblockade politischen Druck auszuüben.

Und hier zeigt sich offensichtlich auch ein Kommunikationsproblem dieser Protestform, denn es gibt keinen direkten Adressaten. Es ist auch nicht leicht vermittelbar, dass es beim auf die Straße kleben nicht nur um Verkehrspolitik geht, sondern um Klima-Politik allgemein.

Die aktuellen Klima-Proteste haben ein viel geringeres Niveau an Konfrontation als frühere Proteste. Der Unterschied ist, dass sich die Leute viel mehr angegriffen fühlen von dem, was da passiert.

Simon Teune, Protestforscher

Sind diese Blockaden denn eine besonders radikale Form des Protests - auch in Hinblick auf Proteste in der Vergangenheit?

Gerade wenn man das im Vergleich zu früheren Protesten sieht, sind die öffentliche Debatte und die Rede von Radikalisierung unangemessen. Radikal wird in der Regel mit zwei Bedeutungen benutzt. Zum einen auf die Inhalte bezogen - da würde ich sagen, ein Neun-Euro-Ticket und ein Tempolimit sind keine radikalen Forderungen. Außerdem kann sich Radikalität dadurch ausdrücken, dass Gewalt legitimiert wird und dann auch angewendet wird. Auch das findet nicht statt, es handelt sich um einen sich selbst beschränkenden, gewaltfreien Protest.

Und es ist, gerade wenn man das mit historischen Protesten ins Verhältnis setzt, und wenn man es mit der Schwere des Problems ins Verhältnis setzt - es geht ja um nichts weniger als die Bedrohung der menschlichen Zivilisation-, eine milde Form des Protests.

In Berlin gab es schon Straßenproteste, die viel stärker eskaliert sind. Etwa die ersten gewalttätigen Auseinandersetzungen der Studentenbewegung Ende der 1960er Jahre und die darauf folgende Stadtguerilla oder die Kämpfe um besetzte Häuser in den 1980er und 1990er Jahren. In diese Reihe gehören auch die 1.-Mai-Demonstrationen, bei denen es regelmäßig zu Krawallen kam. Wenn man da die aktuellen Klima-Proteste sieht, haben die von der Form her ein viel geringeres Niveau an Konfrontation. Der Unterschied ist nur, dass sich die Leute viel mehr angegriffen fühlen von dem, was da passiert.

Wird das Bild des auf der Straße klebenden Aktivisten in die Protest-Geschichte eingehen?

Der aktuelle Protest steht schon in der Tradition des zivilen Ungehorsams. Da denke ich etwa an die Bürgerrechtsbewergung in den USA oder die Friedensbewegung in Deutschland. Aber er funktioniert eben anders: Bei der US-Bürgerrechtsbewegung haben die Leute gegen Gesetze verstoßen, die sie als Unrecht verstanden haben. Etwa, dass es getrennte Zonen für Schwarze und Weiße gab. Bei der Friedensbewegung ging es darum, den Betrieb von Militärbasen zu stören durch Blockaden. Und jetzt gibt es eben den Versuch, über die Straßenblockaden den gesamtgesellschaftlichen Klärungsbedarf bei der Klimakrise deutlich zu machen.

Für die Klebe-Blockaden gibt es kein direktes historisches Vorbild, wichtig ist, sie in den Zusammenhang einzuordnen. Es ist eine Protestform, die aus der Verzweiflung geboren ist, weil andere Formen nicht zu einer konsequenten Klimapolitik geführt haben. Es gab ja Massendemonstrationen, es gab eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht, es gab Hungerstreiks, es gab Aktionen vor den Ministerien oder bei den wirtschaftlichen Akteuren, die für die Klimakrise mitverwantwortlich sind. Das alles war nicht so wirksam oder hat nicht in dem Maße den Nerv getroffen.

Ich glaube aber auch, dass das eine spezifisch deutsche Konstellation ist, dass durch die Straßenblockaden so ein Furor ausgelöst wird. In anderen Ländern wie Bolivien oder Argentinien gehören Straßenblockaden zum normalen Handlungsrepertoire von sozialen Bewegungen. Hier ist das Auto zu einem Freiheitssymbol hochstilisiert worden. Das ist für Menschen, die ohne Auto unterwegs sind, befremdlich. Die Leute stehen gerade in Berlin jeden Tag im Stau, aber wenn ihnen jemand zurechenbar diesen Stau verursacht, dann ticken sie offensichtlich aus.

Und das werden sie wohl noch eine Weile tun, denn die "Letzte Generation" hat angekündigt, die Stadt unbefristet lahmzulegen. Was glauben Sie: Wie lange halten die Aktivisten durch?

Das ist schwer zu sagen. Die Vokabeln "unbefristet" und "lahmlegen" sollen ja vor allem eine Drohkulisse aufbauen. Es ist allerdings klar, dass das nicht unbefristet machbar ist. Das Kontingent der Menschen, die bereit sind, diese Form des Protests anzuwenden, ist überschaubar. Zudem sind die Kosten extrem hoch. Nicht nur, weil man da beschimpft wird, sondern weil man etwa auch einer möglichen Haftstrafe ohne Bewährung entgegensieht, wie wir gerade gesehen haben.

Ich kann mich auch an kein historisches Beispiel erinnern, wo es einen Protest auf diesem Konfliktniveau wirklich auf Dauer gegeben hat. Irgendwann sind die Ressourcen alle oder es gibt einen Etappensieg, mit dem man einen Protest beenden kann.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Mark Perdoni, rbb|24.

Sendung: rbb24 Abendschau, 27.04.2023, 19:30 Uhr

123 Kommentare

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  1. 123.

    "Ich kann z.B. lediglich eins meiner sechs KFZ in meiner Parkraumbewirtschaftungszone genehmigt wissen, "

    1. kann ich mich nicht erinnern ihnen das "Du" angeboten zu haben, das suche ich mir immer noch aus

    2. schön dass wir jetzt wissen dass eine Genitalverlängerung manchen Leuten nicht ausreicht wenn man sonst im Leben nichts errreicht hat

  2. 122.

    Lässt sie doch einfach mal einen ganzen Tag kleben. Dann gibt es keine Beschwerden über Polizeigewalt. Die Polizisten müssten dann nur noch die Personalien aufnehmen. Fertig.

    Die LG lässt ja nach ihrer Aussage immer eine Rettungsgasse. Damit werden ja nie Menschenleben gefährdet.

    Radikal ist die LG nach diesem Interview auch nicht. ^^

    Sie sind so verzweifelt. ^^

  3. 121.

    Liebe Gertrud, danke für deinen Beitrag. Ich sehe das genauso. Die Menschen, die sich jetzt über die sog. "Klimakleber" aufregen, sind die ersten, die bei Extremwetter z. B. im Sommer über 35 ° und mehr, jammern oder bei Überflutungen nach dem Staat rufen.

  4. 120.

    ...die Chaoten kleben fest? Ich fahre Umweg! Umwelt freut sich. Lass die kleben.

  5. 119.

    Warum befürchten ? Eine gut organisierte Vertretung der Autofahrer wäre ein guter Schutz für den einzelnen Betroffenen, nicht in Rage zu geraten. Denn dann vertritt die Organisation die Interessen aller Blockierten.

  6. 118.

    Jede Aktion erzeugt eine Reaktion. Somit muss man befürchten, dass sich auch zu den Straßenblockaden eine gut organisierte Gegenbewegung gesellschaftlich formiert.

  7. 117.

    Also gegen gewaltfreien Demos ohne nötigung vor Ministerien habe ich nichts.

    Gegen kreative Demos mit witzigen Kostümen und Aktionen habe ich auch nichts.

    Aber sich wie ein kleines Kind an der supermarkt Kasse einfach auf den boden setzen oder legen und festkleben... Super. Ist ja alles für den Klimaschutz. Da müssen wir alle klatschen. Damit müssen wir leben. Alles ganz normal. Das ist das neue Berlin. Danke für nichts.

  8. 116.

    Die Verbindung zu Extinction Rebellion finde ich sehr bedenklich. Der Mitbegründer Roger Hallam, wird heute gerne vergessen, verharmlost den Holocaust hat seltsame Ansichten über Demokratie, Sexismus und Rassismus. Wenn das einen Systemwechsel herbeizuführen soll, wohin geht die Reise?

  9. 115.

    Einsammeln durch die Polizei, Strafanzeigen im Vorfeld hinzufügen und schnell dem Richter zur Verurteilung vorführen. Nur so setzt eine Lernkurve bald ein.

  10. 114.

    Wo bitte kollabiert denn in Berlin der Verkehr an normalen Tagen? Das bisschen Stop and Go ist kaum der Rede wert.

  11. 113.

    Dem RBB ist für dieses unaufgeregte Interview zu danken. Ein Akademiker rückt in Ruhe die Verhältnisse zurecht.

    Leider ist in Zeiten, in denen ein Mangel an Bildung durch ein Übermaß an Lautstärke vor allem in "sozialen" Medien kompensiert wird, nicht mit viel Verständnis zu rechnen, das Simon Teune allerdings gebührt.

    Man mag über die Protestform streiten. Aber gibt es ernsthaft Zweifel an der Berechtigung dieses Protests? Ich bewundere, wie besonnen diese Aktivistinnen und Aktivisten friedlich ihren Protest zeigen, auch wenn ihnen Hass und Gewalt von Mob, Politik und Polizei entgegenschlägt. Haltet durch!

  12. 112.

    "Die damaligen Stadtplaner haben das U- und S-bahnsystem kreiert, was wir heute noch nutzen. " - ist ja richtig (auch wenn mit zwei unterschidlichen Spubreiten, zumindest bei der U-Bahn).

    UND DIE ERSTE AMPEL DEUTSCHLANDS WAR AUF DEM POTSDAMER PLATZ (für Radfahrer und Fussgänger - oder?).

  13. 111.

    „... jetzt gibt es eben den Versuch, über die Straßenblockaden den gesamtgesellschaftlichen Klärungsbedarf bei der Klimakrise deutlich zu machen.“ „Und hier zeigt sich offensichtlich auch ein Kommunikationsproblem dieser Protestform, denn es gibt keinen direkten Adressaten.“

    Genau so ist es. Man könnte fast meinen, der Protest richte sich gegen Autos, unabhängig davon wer damit zu welchem Zweck unterwegs ist und wie die betreffende Person auf den Klimawandel reagiert. Aber ein Auto trifft keine politische Entscheidungen. Und potenzielle Mitstreiter holt man so auch nicht ab.

    Hier hätte Herr Teune eigentlich festhalten müssen, dass diese Protestform folglich nicht zielführend ist und dass sie demzufolge von den Bürgern nicht gebilligt wird. Stattdessen führt er die übertriebene Autoliebe der Deutschen an. Die besteht zwar, aber sie ist nicht der Grund dafür, dass die Mehrheit gegen die Proteste ist. Hier sollte Herr Teune wohl noch etwas forschen.

  14. 110.

    Also KEPAP als Nick muss ja nicht "Kebap" heissen. Vll. ist es auch was ganz persönliches - als Abkürzung oder so. Ich find's ok.

  15. 109.

    Was wissen Sie, was vor 120 Jahren war? Die damaligen Stadtplaner haben das U- und S-bahnsystem kreiert, was wir heute noch nutzen.

  16. 108.

    Wat willst Du denn mir vorschreiben wie ich meinen Nick schreibe!!!
    "Soziologie ist eine Wissenschaft, die sich mit der empirischen und theoretischen Erforschung des sozialen Verhaltens befasst, also die Voraussetzungen, Abläufe und Folgen des Zusammenlebens von Menschen untersucht." - empirischen und theoretischen Erforschung = ?
    Google und der/die/das Internet gehört abgeschafft - gelle?

    Interessant ist auch, das "Ole" meinen Kommentar als einzigen "kommentarwürdig" bzgl. all der anderen 100 Kommentere erachtet.
    Ole ist ein Forscher (Soziologe) - tralalalala - singt alle mit!!!

  17. 107.

    Wenn man ehrlichen Klimaschutz machen möchte, dann müsste man wieder mehr Regional denken. Sprich Obst/Gemüse nur noch regional beziehen, max. innerhalb der EU. Dann gibt es halt nicht zu jederzeit alles im Supermarkt. Urlaub? Vielleicht noch im eigenen Land, aber nicht mehr außerhalb, außer man kann sein Reiseziel Klimaneutral erreichen! Zu glauben das wir in der EU/DE Vorbild sein können, ist denke ich das typisch arrogante Denken von uns. Wenn das funktionieren würde, dann hätten wir keine Diktaturen auf der Welt und überall soziale Gerechtigkeit. Es ist schön zu sehen das es hier so viele Unterstützer der LG gibt, da erstaunt es einem das diese nicht mehr Menschen mobilisiert bekommen. Aber scheinbar kauft man sich lieber mit einer Spende frei, da dann das eigene wirtschaftliche Wohl doch höher ist als Klimaschutz. Bevor über mich gewettert wird: Ich fahre täglich Fahrrad durch Berlin oder nutze den ÖPNV. Eingekauft wird nach Möglichkeit Bio und Regional. Viel Spaß allen!

  18. 106.

    Vor allem war die von Max definierte Gegenbewegung vor der LG da. Somit hat Max nicht mal begriffen was eine Gegenbewegung ist. So ist das mit dem Raushauen von Sprüchen.

  19. 105.

    Gilt das auch für/bei Fahrrädern?
    Ich kann z.B. lediglich eins meiner sechs KFZ in meiner Parkraumbewirtschaftungszone genehmigt wissen,
    das finde ich unfair.
    Fahrräder dürfte ich sicher Dutzende, auch im Strassen-/Gehweg-Bereich abstellen.
    Auch da kann ich immer nur EINS nutzen.
    Oder traust mir da mehr zu?

  20. 104.

    Echt cool, analytisch wieder nicht zu übertreffen.
    Zumal Deine Erfahrungen und Erlebnisse bis zur Enstehung Berlins somit auf beinahe 1000 Jahre zurückblicken.

    Aber Deine angegebene "Gegenbewegung" haben doch erst Stadtplaner vor über 120 Jahren ermöglicht, der Grund ist bis heute rätselhaft.
    Oder wie hast Du das damals erlebt (und kannst das Aroma Berlins von damals umschreiben)?

  21. 103.

    Ein nieddlicher Artikel. Aber im ernst, er verklärt auch hier mal wieder die demokratiefeindlichen Ansätze. Demokratie ist Mehrheitsentscheidung aber nicht, dass eine Minderheit mit Gewalt ihre Meinung durchsetzt. Und wenn das nicht klappt, werden härtere Maßnahmen radikalisiert ergriffen. Sorry, das ist keine Demokratie sondern eine Meinung durchsetzen mit Gewalt.

  22. 102.

    Lern erstmal Kebap zu schreiben. Dein Kommentar strotzt vor Unwissen. Für Dich hat der rbb zum Glück eine Erklärung zur Person verfasst, Soziologen sind Dir unbekannt?

  23. 101.

    Also sind sie auch Grün oder können sie sich nichts leisten? Und Arbeiter und Ingenieure können sich ja auch was leisten. Also sind fast alle Grün und Leistungsträger. Das ja nett von ihnen geschrieben.

  24. 100.

    Der Autoverkehr kollabiert täglich, weil es viel zu viele Autos gibt und zu wenig in einen funktionierenden Nahverkehr gesteckt wird, der die einzig richtige Alternative in einem Ballungszentrum mit Platzmangel wie in Berlin ist. Und da wollen Sie ernsthaft behaupten, Sie hätten Ärger auf der Arbeit, wenn die "letzte Generation" mal kurz blockiert?? Staus sind doch alltäglich!

  25. 99.

    Achso wenn man Auto fährt ist man automatisch Leistungsträger. Ob der Zusammenhang stimmt ist fragwürdig.
    Und wegen diesen Zulassungen in den Außenbezirken sollen jetzt mehr Parkplätze und Straßen in der Innenstadt gebaut werden. Und wer soll dafür weichen?

  26. 98.

    Wahrgenommen?
    Schalten Sie doch mal den Fernseher an!
    Das Klimathema läuft in Dauerschleife rauf und runter.

  27. 97.

    Vor allem ist es als Autofahrer nicht schön, in einer solchen Situation gefangen zu sein.
    Ggf. hat man noch Kinder auf dem Rücksitz, die sich in einer gewaltähnlichen Situation wiederfinden.
    Gibt es eigentlich noch irgendein anderes Land außer Deutschland, wo man solche Straßenblockaden duldet?

  28. 96.

    Was sollte man von einem Politologen (!) der FU (!) schon anderes erwarten als einseitige Parteilichkeit? Wer die „Aktivisten“ kritisiert oder ablehnt, ist von ihm schon vorverurteilt. Und dieser harmlos-friedlicher Protest nicht etwa kriminelle Nötigung, sondern „ziviler Ungehorsam“.
    Interviews mit derart Befangenen braucht niemand.

  29. 95.

    Immerhin schon mal gut, dass die Autofahrer in großen Teilen CDU gewählt haben, weswegen wir einen neuen Bürgermeister begrüßen konnten und die Grünen nicht mehr am Ruder sind.

  30. 94.

    Zulassungszahlen sagen nichts über KfZ pro Haushalt aus. Einige haben nämlich mehrere KfZ pro Haushalt.

  31. 93.

    Blödsinn; ist einfache Physik und Bewegungsdichte, gepaart mit 0,5 * m * v^2. Elektronen und Photonen wiegen fast nichts und die Energie benötigt man, wegen dem beschissenen Wirkungsgrad bei Radiowellen.
    Dafür benötigt man nun wirklich nicht eine einzige Studie.

  32. 92.

    Esi ist für mich immer wieder eine Überraschung, sich auch immer weiter addierenden, was es alles für FORSCHER gibt.
    Jetzt ein "Protestforscher"!!!
    Parteien-, Wahl-, Intergrations-, Klima-, Umwelt-, Energie-, Verkehrs-, Gewalt-, Konsum-, Atom-, Altertums-, Religions- und und und Forscher - es ist nicht zu ertragen wer bzw. was sich dazu berufen fühlt.
    Für mich ist die Wertigkeit derart Aussagen/Vorbringungen immer wieder fragwürdig,
    da es ja sonst Gesetzmäßigkeiten wären!
    Immer wieder faszinierend, wie "verbindlich" und "definitiv" jene Auffassungen und Beobachtungen dargeboten werden.
    JA SO IST ES UND SO WAR ES GEWESEN, AUCH WENN ICH NICHT DABEI WAR - ABER ES WAR SO WIE ICH ES BEURTEILE!!!

  33. 91.

    Grün sind die die es sich leisten können. Unabhängig durch Geld/Erben/Rentner usw...
    Leistungsträger sind Arbeiter und Ingenieure. Denn ohne die muss der/die Grüne einen Trampelpfad laufen, nicht die Straße, denn die wurde von fleißigen Leistungsträgern geschaffen.

  34. 90.

    Warum reagieren die Menschen so? Weil sie gebildeter als früher sind."
    Der war gut. Wirklich.
    Kann so unverändert in die HeuteShow.
    Gehört halt ne Menge Bildung zu mit einem Feuerzeug auf wehrlose Menschen loszugehen.

  35. 89.

    Wie kommen sie zu der falschen Annahme, dass Autofahrer die Minderheit sind?
    Dem ist nicht so. Das können sie zwar wie üblich schönlügen, ist aber Unsinn. Schauen sie sich die zugelassenen PKW in Berlin an.

  36. 88.

    Problem sind unsere Richter ..

  37. 87.

    Ich finde es immer wieder befremdlich wenn, nach eigenen Angaben, intelligente und gebildete Menschen die Klebeaktionen als gewaltfreien Protest hinstellen.
    Angesichts der Definition von Gewalt durch die UN oder der WHO, wo Gewalt allein schon durch die Androhung von physischer und psychologischer Kraft oder Macht auch wenn damit nur Ein Zustand der Entbehrung oder der Benachteiligung zu erreichen Gewalt ist, dann sind entweder die Angaben zum Bildungs- und damit auch Wissenstand falsch, oder...

  38. 86.

    "Leistungsträger dieser Gesellschaft" sind ja ihrer Meinung nach dann die Grünen-Wähler, weil diese ein überdurchschnittlich hohes Einkommen haben. Also was jetzt nun? Sind jetzt die Leistungsträger schlecht oder gut, oder wechseln sie so schnell die Hosen, dass es keiner sieht?

  39. 85.

    Warum reagieren die Menschen so? Weil sie gebildeter als früher sind. Sie erkennen auch ohne erklärende Medien wie unsinnig die Forderungen der Aktivisten sind. Diese Forderungen bringen gar nichts für das Weltklima, die Wahrnehmung ist, die haben noch nie gearbeitet, kassieren Bürgergeld vom Staat oder Geld von ausländischen Organisationen und stellen die parlamentarische Demokratie in Frage, wollen eine andere Gesellschaftsordnung. Alle erzählen fast wortwörtlich die gleiche Leier ….etc

  40. 84.

    Die Gegenbewegung? Nein, die Leistungsträger dieser Gesellschaft. Diejenigen, die die Wirtschaft am Laufen halten. Diejenigen, die für diesen vermeintlichen Wohlstand sorgen. Diejenigen, die den Großteil unserer Gesellschaft darstellen. Das können Dauerhater wie Sie aber nicht verstehen.

  41. 82.

    Die Gegenbewegung gibt es bereits und nennt sich Autofahrer, die 365 Tage im Jahr die Straßen blockieren. Einschließlich Rettungs- und Einsatzfahrzeugen.

  42. 81.

    Stimmt, Philipp Amthor und seine dummen, weil sinnbefreiten Sprüche sind inzwischen legendär.

  43. 80.

    Es wird wohl eine organisierte Gegenbewegung zur LG entstehen, wenn diese weiterhin Autofahrer nötigt und blockiert. Denn das sind die Geschädigten durch diese primitiven Blockaden.

  44. 79.

    Welcher Arbeitgeber nimmt ein ständiges Zuspaetkommen seinen Arbeitnehmers hin .Auch der Öffentliche wird Blockiert.Auch muss man die Zeiten die man dann sinnlos im Stau steht ,unproduktiv im Firmenwagen mit mehreren Mitarbeitern sitzt rechtfertigen und zum Teil nicht bezahlt kriegt.Da kann man schon einmal die Wut auf diese Leute kriegen und am liebsten.....
    Soll das jetzt so weiter gehen oder wird endlich Mal was getan,bzw die Polizei in die Lage versetzt was zu tun?

  45. 77.

    Sie vergessen die Speicherung. Server verbrauchen enorm Ressourcen. Allein die Kühlung.

  46. 76.

    >"Das Internet ist mittlerweile der größte CO2 Verursacher."
    Das ist auch so eine Mär. Sicher verbrauchen Server, Computer und die Netzstruktur auch Energie. Aber mal die Gegenreichnung: Wenn Sie alle Informationen, die übers Netz fließen, in Papier ausdrucken und zum Ziel transportieren würden, wäre der Energieverbrauch und CO2 Ausstoß für Papier und dessen Transport wesentlich höher. Das DVD versenden statt Streamingdienste sind in dieser Rechnung nicht mal mit drin.

  47. 74.

    Das Internet, also der Transport von Informationen, insbesondere der Leitungspositionen Transport, kostet in der Tat sehr viel Energie.
    Allerdings stimmt es nicht, dass das Internet auf Platz 1 rangiert.
    Im Gegenteil, neben der Industrie ist der personen- und warenbezogene Transport, insbesondere der Individualverkehr, wesentlich energielastiger.

  48. 73.

    Ich finde das Mittel der LG auch nicht zielführend. Das Ziel sollte es ja sein, Menschen zu überzeugen und nicht nur Aufmerksamkeit zu schaffen.
    Trotzdem mag ich Ihren Kommentar nicht. Jemand mit Verstand & Empathie wird verstehen warum!

  49. 72.

    Nicht nur in Italien, auch in England werden mittlerweile Gefängnisstrafen o. Bew. ausgesprochen.

  50. 71.

    Es geht den Menschen, die sich in der LG und vergleichbaren Gruppierungen engagieren, aus meiner Sicht vor allem darum wahrgenommen zu werden. Das Thema Klimaschutz ist dabei nur Mittel zum Zweck. Und ob ihnen dabei Hass oder eine andere Form von Aufmerksamkeit zuteil wird, halte ich für zweitrangig. Hauptsache Aufmerksamkeit. So, wie die es ihr meist junges Leben lang schon gewohnt sind.

  51. 70.
    Antwort auf [Berliner] vom 29.04.2023 um 11:00

    Lieber Berliner!
    Vielen Dank für Ihre Antwort auf meinen Kommentar.
    Ich sehe die Zukunft durch fließenden Verkehr eher nicht gefährdet, sondern durch stehenden Verkehr. Unter Anderem die Zukunft unserer Demokratie. Die Populisten haben sich doch zumindest verbal schon des Themas bemächtigt oder halten Sie die Wortschöpfung ,,Klimakleber" für einen Ausdruck der Wertschätzung gegenüber den Anliegen der LG? Aber auch die Anhänger und Aktivisten der LG scheinen mir, was das demokratietheoretische Denken betrifft, auf schwankendem Boden zu stehen. ,,Gesellschaftsräte" per Losentscheid sollen von Wissenschaftlern belehrt werden und die dadurch erworbene Expertise zur Ergänzung des parlamentarischen Entscheidungsfindungsprozesses eingesetzt werden. Und was bitte machen dann die verschiedenen Enquetekommissionen, Ausschüsse, Beratungsgremien, welche den Abgeordneten schon heute mit Rat und Tat zur Seite stehen? Aber bitte, wenn der Verkehr steht, erfinden wir eben das Rad neu.

  52. 69.

    In Italien führt die Regierung umgehend drakonische Strafen ein und zur Kursverschärfung gehört auch, das jetzt die Anti-Terror-Einheit gegen die Letzte Generation eingesetzt wird. Andere Länder lassen sich nicht von LG auf der Nase rumtanzen wie Deutschland.

  53. 68.

    Das Internet ist mittlerweile der größte CO2 Verursacher. Die Posten und Posten und verursachen daher genügend CO2.
    Die Rede von Greta bei der UNO wurde so oft gestreamt, als würden 97 Jets von D. nach den USA fliegen.
    Das mal nur so nebenbei.

  54. 67.

    Wissenschaft funktioniert nicht so, dass man mal einfachs ins Labor geht und Lösungen so ganz schnell für alles erfindet. Für manche Problem wird es keine Lösungen geben. D.h. man kann nur die Sachen aktuell Nutzen die da sind. Der Spruch von Herrn Amthor sagt also nur, man soll hoffen und beten. Besser ist es aber, endlich was zu unternehmen.

  55. 66.

    Was soll jetzt genau falsch verstanden worden sein? Das mit den Liefer und Handwerkern?

  56. 65.

    Ich habe mal eine Frage an die LG. Was steuert ihr eigentlich im privaten Bereich zur Verbesserung des Klimawandels zu, außer euch festzukleben und zu motzen

  57. 64.

    Und das soll uns trösten?

  58. 63.

    Danke, das Sie uns sagen, das Sie nichts sagen.
    Wir haben schon alle gewartet!

  59. 62.

    Und da wäre ein Ansprechpartner für die LG zu suchen. Bei den Benzinpreisen macht schneller zu fahren keinen Sinn und wenn die Autobahnen voll sind, geht es eh nicht. So würde mich Tempo 130 nicht stören. Aber was wurde gemacht? An der A13 und A24 wurde die Einschränkung wieder weggenommen. Das passt nicht in unsere Zeit.

  60. 61.

    „Protestforscher“ - Danke, ich sag hier nix. Das werden wohl andere erledigen….

  61. 60.

    Wer entscheidet, welches Ziel welche Mittel rechtfertigt? Was machen wir, wenn demnächst Rechtsextreme die Straßen blockieren, um eine Begrenzung der Zuwanderung zu erreichen? Wir müssen doch mal die moralische Betrachtung weglassen.

  62. 59.

    @ Chris Stab: "Mir tun die Leute (LG) eher leid, weil offensichtlich emotional und auch intellektuell so hilflos zu sein scheinen." Das trifft es gut. Interviews oder in einer Talkshow mag ich sie (die SprecherInnen) mir nicht anhören wollen. Jede Frage wird mit den immer gleichen Texten beantwortet. Dabei aber immer gelächelt! Es gibt keine Reaktionen auf Vorwürfe, die nun mal von Betroffenen kommen. Und vor allem keine Ideen, wie der Staat und auch wir alle, das Leben gestalten sollten.

  63. 58.

    Die Industrialisierung war zwar nicht der Anfang der Rückwirkungen menschlichen fehlgeleiteten Handelns, aber der Zeitraum indem die Natur nicht mehr „verschnaufen“ konnte und die Treibhausgasemissionen und mit ihr zeitversetzt die mittlere Temperatur exponentiell gestiegen ist.

  64. 57.

    Philip Amtor traf es sehr passend.

    In etwa sagte er „ Wissenschaftler, klebt euch nicht am das Labor fest, sondern forscht im Labor und seid konstruktiv!“

  65. 55.

    @BürgerWürger: Sicherlich können Alle etwas für den Klimaschutz tun. Aber es hätte keine Auswirkungen. Das Klima von heute hat ihre Ursprünge vor vielen Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten. Die Industrialisierung könnte der Anfang gewesen sein. Die letzten Jahrzehnte haben die Auswirkungen verstärkt. Siehe Ahrtal und die Zunahme der Tropenstürme.

  66. 54.

    Erstaunlich, daß Sie nicht Bundeskanzler sind! Der Einzige der die absolute Wahrheit gepachtet hat, sind Sie. Da wäre vielleicht auch die Wahl zum Pabst nicht ganz abwegig.

  67. 53.

    Seltsamer Kommentar. Das Verhalten und deren Umgang untereinander war schon immer Betätigungsfeld von Sozialwissenschaftlern. Klimaforscher beschäftigen sich mit anderen Dingen.

  68. 52.

    Wer sagt das Handwerker und Lieferranten mit den ÖPNV fahren sollen? Niemand, nur die Blockierer der Verkehrswende verbreiten diese Unwahrheit.
    Sündenbock für was? Ein Teil der Autofahrer ist generell aggressiv im Straßenverkehr.

  69. 50.

    Protestforscher - womit manche Menschen ihr Geld verdienen? Ich empfehle eine Umschulung zur Klimaforschung!
    Dann kann er die Klimakleber beraten, oder hat er das schon?

  70. 49.

    Gewalt gegen Dritte ist nie friedlich, auch nicht die der Letzten Generation.

  71. 48.

    Was tut die LG gegen den Müll in Berlin? wo bleibt der Aufschrei bei den viele Batterien? Die Flüsse werden durch Firmen vergiftet? Da nützt kein 9 € Ticket und keine Rede Kommission , geredet wird schon genug….

  72. 47.

    Könnten Sie bitte mal Ihr Narrativ vom aktuell dominierenden rechten Mainstream genauer erläutern?
    Ich möchte es einfach nur verstehen.

  73. 46.

    Gutes Interview: Das eigentlich empörende ist die Gewalt, die ausgeübt wird, gegen idR sehr gewaltlose Menschen. Ich habe großen Respekt für den Mut dieser Menschen, denen dieser Hass entgegenschlägt.

  74. 45.

    Im Moment ist die Polizei für mich der Sündenbock für Alle und dazu muss ich sagen, das man in die Stadt zum Büro mit den Öffis fahren kann, aber ebend nicht Handwerker, Lieferverkehr und, und....

  75. 44.

    Während eine Feuerwehr-Drehleiter mit Martinshorn und Blaulicht vor der Deutschen Oper darauf wartet, dass die Kimakleber mangels Rettungsgasse von der Strasse gelöst werden und ein RTW auf der Stadtautobahn feststeckt, lernen wir hier, dass die organisierten Gewalttaten der Letzten Generation eigentlich ganz harmlos sind.

  76. 43.

    Wie kann man für ein besseres Klima demonstrieren und gleichzeitig Chemikalien verwenden lassen um sich anzukleben lassen. Hier stimmt doch was nicht! Was macht LG gegen die große Verpackung Industrie?? Sie lassen sich ihre Jogging Hosen von Amazon bringen.

  77. 41.

    Jetzt sind also die LKW Fahrer Schuld? Man findet immer wieder Ausrede. Wenn man sich von sowas gleich "provoziert" fühlt, sollte man den Führerschein abgeben. Solche Verkehrsteilnehmer haben nichts auf der Straße zu suchen.

  78. 40.

    Also 16jährige dürfen noch nicht alleine Auto fahren, erst einmal recherchieren und dann schreiben.

  79. 39.

    "echt Leid tun ist die Polizei" Ja die Polizei muss ständig mit diesen aggressiven Autofahrern umgehen. Kann ich verstehen.

  80. 38.

    Kann es vielleicht sein, daß man durch hirnloses Überholen mit 1 km/h schneller als der LKW in der ersten Spur zum noch schneller fahren in der 3. Spur provoziert?

  81. 37.

    Und das Hauptargument nicht vergessen:
    Es gibt gar nicht genug Schilder für ein Tempolimit!

  82. 36.

    "...Tempolimit hat auch keine Vorteile. Es würde kein messbares Ergebnis geben,"

    Laut Studien zwischen 1 Mio Tonnen (FDP) bis zu 10 Mio (DUH). Dazu noch weniger Lärm / Dreck, weniger Staus, weniger (schwere) Unfälle, weniger Verletzte, weniger Rohstoffverbrauch, Tiere / Insekten....

    Und das alles nur bei Tempolimit auf Autobahnen.

    Hat also einige Vorteile. Und das alles zum Schnäppchenpreis. Ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhählrnis.

  83. 35.

    Ihre Worte:
    "Streng juristisch ist es eine Form der (passiven) Gewalt, aber keineswegs mit ihren Beispielen vergleichbar. "
    "Und Gewaltorgien haben im Gegensatz zum friedlichen Widerstand noch nie irgendwas nachhaltig bewegt."

    Sie sehen den Widerspruch?

  84. 34.

    Sie wissen schon, dass wenn man schneller fährt, man mehr Benzin verbraucht? Und zwar exponentiell? Abgesehen davon steigt auch die Unfallgefahr. Warum soll die Gesellschaft leiden, damit eine Randgruppe (Autobahnraser) Spaß hat?

  85. 33.

    ...Tempolimit hat auch keine Vorteile. Es würde kein messbares Ergebnis geben, weder regional, noch weltweit (die Durschnittsgeschwindigkeit im Land im vergangegen Jahr kann man gern googeln).
    Also warum irgend eine sinnlose abstruse Forderung einer Randgruppe erfüllen, wenn diese sowie Unsinn ist?

  86. 32.

    Streng juristisch ist es eine Form der (passiven) Gewalt, aber keineswegs mit ihren Beispielen vergleichbar.
    Denn abgesehen von der zeitbegrenzten Sperre sind ihre Grundrechte nirgends eingeschränkt.
    Wenn man ehrlich ist, sind die angewandten Mittel die friedlichsten aber eben nicht zulässigen Mittel.
    Deswegen ist das jedenfalls für mich eine Form des friedlichen Widerstands. Wobei der Begriff Widerstand ja die Verletzung des Rechts impliziert.
    Jeder der diese Form beispielsweise mit der der RAF oder anderen Formen der Gewaltexzesse gleichsetzt, hat den Knall nicht gehört.
    Und Gewaltorgien haben im Gegensatz zum friedlichen Widerstand noch nie irgendwas nachhaltig bewegt.

  87. 31.

    Whatsaboutism 2.0: „Der Staat ist auch nicht gewaltfrei.“
    Was für ein sinnentleerter Satz. Ich bin ein großer Fan des staatlichen Gewaltmonopols.
    Nötigung und Erpressung schaden Klimaschutz und Demokratie.

  88. 30.

    Tempolimit haben wir schon, die Fahrgeschwindigkeit von Berlin nach München auf der A9 liegt schon seit Jahren unter 130 km/h, heißt nur anders.

  89. 29.

    Ich bin in West-Berlin aufgewachsen und habe Hausbesetzerkrawalle als Schüler erlebt.
    Aus meiner Sicht sind die LG Proteste im Vergleich dazu banal. Einerseits sind sie nicht in der Lage eine große Anzahl von Leuten zu mobilisieren, dann sind die Aktionen irgendwie fantasielos und dröge. An das ständige Wiederholen dieser sinnlosen Strassenblockaden gewöhnt man sich mit der Zeit, und das vor allem in einer Stadt in der mittels Baustellen ohnehin ständig Verkehrschaos herrscht.
    Am meisten irritiert mich aber, welche banalen Ziele eingefordert werden.
    Einerseits wird behauptet, die LG wäre die letzte Generation, andererseits aber, um es nicht so weit kommen zu lassen, reicht erstmal Tempo 100 auf der Autobahn und das 9€ Ticket ?
    Das ist argumentativ so unterkomplex, wie ein Streit im Kindergarten.
    Mir tun die Leute (LG) eher leid, weil sie offensichtlich emotional und auch intelektuell so hilflos zu sein scheinen.

  90. 28.

    Fortsetzung:

    Wir haben in den sog. Industrienationen einen besondere Pflicht, als Vorbilder, da wir maßgeblich an der Zerstörung der Lebensräume Schuld haben und so unseren Wohlstand erst aufgebaut haben.

    Rein wirtschaftlich können wir trotz Klimaschutz profitieren, indem wir neue Technologien entwickeln und vorantreiben, von denen dann auch der Rest der Welt profitiert.

    Ganz nach dem Motto also, global denken und lokal handeln.

    Ich weiß vielen hier fehlt denken generell schwer. In Schubladen schieben und rummotzen ist einfacher, aber am Ende werdet auch ihr betroffen sein.

    Also: Danke LG für den Einsatz und die Proteste.

  91. 27.

    Haben wir alles der FDP zu verdanken. Tempolimits wären einfach einzuführen, kostet nicht viel und hat keine Nachteile. Aber wenn einem die eigene Ideologie so wichtig ist....

  92. 26.

    Ach je. Jemand hat Whatsaboutism aufgeschnappt....

    Der Staat ist auch nicht gewaltfrei. Und da meine ich auch nicht, wo er Soldaten stellvertretend zum töten schickt.
    Und auch nicht wo der Polizist einen Schmerzgriff anwendet. (Nicht etwa, weil man so Leute wegtrüge, sondern weil er gern auch Mal neben der Exekutive gleich auch noch Legislative und Judikative gleichzeitig ist)

    Man sagt ja nicht umsonst, oder sinnfrei: Die Gewalt der Ignoranz. Die Gewalt des Beharrens. Die Macht des Faktischen.


  93. 25.

    Schön zu sehen, dass manche Kommentatoren den Text entweder nicht gelesen oder nicht verstanden haben. Da er genau auf das reflexartige Ablehnen und sich ins seiner Freiheit angegriffen Fühlen thematisiert, was einige User hier in ihren Kommentaren an den Tag legen.

    In Berlin steht man auch so oft im Stau und nur in diesem Fall gibt es einen bekannten Verursacher, was die Menschen scheinbar sehr kränkt. Außerdem würde ich wetten, dass die meisten Menschen, die hier negativ kommentieren, überhaupt nicht von dem Protest betroffen sind, sondern irgendwo in ihren Wohnungen oder in Brandenburg sitzen und sich als Ritter (oder Retter?) der Kommentarspalte aufschwingen. Volle Stammtischrhetorik also.

    Von vielen ausgeblendet wird das reale Problem des Klimawandels, des Artensterbens und der Zerstörung unseres Lebensraumes. Von dem im übrigen maßgeblich weniger als 1% der Menschen profitiert. Warum wir in Deutschland bzw. Europa als Vorbilder vorweg gehen sollten? Fortsetzung folgt.

  94. 24.

    Sehr gut! Zum Anderen sollten mal die Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten sich den Spiegel selbst vor das Gesicht halten. Ist es wirklich notwendig, daß 16-jährige ein Pkw besitzen müssen um die 10 bis 15 Minuten bis zur Schule oder Ausbildingsstelle mit dem Auto zurück zu legen?

  95. 23.

    Na Herr Lincoln - Kommentar gar nicht verstanden, aber schön mit Kraftausdrücken ins Schlachtfeld ziehen.
    Nur um dann irgendwie letztlich zu schreiben, was ich schrieb....
    ...ja so ganz gehen. Folgt man nur seinen Reflexen.
    Hübsches Wochenende noch.

  96. 22.

    Ich stimme Ihnen zu und kann es nicht mehr hören. Die Einzigen, die mir echt Leid tun ist die Polizei, da ja nur Daten aufgenommen werden und dann wieder frei und schieben Überstunden über Überstunden. Was macht eigentlich der Staat, wenn die Berliner Polizei fast komplett krank ist, alles denen überlassen?

  97. 21.

    Kommt drauf an. Sicher nicht allen.
    Aber bei diesem wichtigen Thema schon.

    Aber es sind doch nicht MEINE privaten Interessen und Überzeugungen. Herrje.
    Dieses Thema geht alle was an und es sollten sicher alle dafür interessieren.

  98. 20.

    Diese Protestform ist eben nicht gewaltfrei. Gewalt bedeutet nicht nur schlagen und zerstören. Freiheitsberaubung, jemanden einzusperren, ob im Keller oder im Auto, ist eine Form von Gewalt. Darum „ticken die Leute aus“. Es ist herrlich leicht, Herr Teune, vom akademischen Schreibtisch aus den Menschen zu empfehlen, die Art des Protests im historischen und weltweiten Zusammenhang einzuordnen und sich nicht so zu haben. Whataboutism. Wenn sie die Reifen zerstechen würden wäre es ja schlimmer (was in Berlin auch hundertfach passiert). Konsequent ahnden, keine Verhandlungen mit gewaltsamen Nötigern und Erpressern, sonst kleben morgen Nazis und Querdenker zusätzlich auf den Straßen.

  99. 19.

    Ich halte die Kleberei für unzweckmäßig.
    Angesichts der hohen Verkehrsdichte, reicht es völlig aus, an einigen neuralgischen Punkten einfach mal 100 Sekunden über die Straße zu gehen, um einen veritablen Stau zu verursachen. Dazu müsste man wissen, wo diese Punkte sind, denn diese gibt es. Jeder Autofahrer kann ein Lied davon singen, wie sehr auf Kante genäht das Berliner Straßennetz ist.
    Wenn sich jemand festklebt, macht er sich extrem angreifbar und vertraut darauf, daß er NICHT angegriffen wird und die Polizei ihn vom Asphalt ablöst. Das produziert dramatische Bilder, führt jedoch zu Endsolidarisieungseffekten mit der Mehrheitsgesellschaft und ruft jene Populisten auf den Plan, den ohnehin jede Demonstration gegen den Strich geht. Übrigens: im Bau hat noch niemand das Klima gerettet.

  100. 18.
    Antwort auf [Thomas] vom 29.04.2023 um 10:30

    Ich stimme Ihnen zu

  101. 16.

    Was kommt als nächstes.Sollte man ihren Willen nicht gerecht werden. Baumaschinen, natürlich gemietet.Menschen werden für weniger bestraft,als diese Demokratie Anarchisten.

  102. 15.

    Würden Sie JEDER politischen Interessengruppe zugestehen, ihre jeweiligen Ziele mit Blockaden und Sachbeschädigungen zu erzwingen? Oder dulden Sie das nur, wenn es um IHRE Interessen und Überzeugungen geht?

  103. 14.

    Merken Sie nicht, dass sie Blödsinn reden? Wir als Individuen können durch Änderung unser Lebensweise eine Menge für den Umweltschutz tun. Der Staat könnte durch flankierende Maßnahmen unterstützen, was er zum Teil auch schon tut, nur die Hausmittel sind sowohl bei uns Individuen als auch beim Staat endlich und damit begrenzt! Wann wird dieser Fakt endlich mal begriffen?

  104. 13.

    Es gab wesentlich radikalere Proteste. Nur wurde dabei nicht versucht, den Straßenverkehr flächendeckend lahm zu legen. Die waren lokal begrenzt.

    Wenn Teune nur das 9€-Ticket und Tempo 100 anspricht, ist er entweder schlecht informiert oder unterschlägt bewusst weitere Forderungen der Letzten Generation, die z.B. mit dem Gesellschaftsrat weit darüber hinaus gehen. Warum hat Perdoni dort nicht nachgehakt?

    Was nutzt das 9€-Ticket, wenn in der Metropole der ÖPNV überlastet und auf dem Land nur ein besserer Schülerverkehr ist? Diese Forderung ist plumper Populismus, die nur von Menschen geteilt werden kann, die bestenfalls morgens nur eine kurze Strecke zur Arbeit fahren müssen.

    Tempo 100 ist ein starkes Symbol, kann aber laut UBA nur nennenswert zu einer CO2-Reduzierung beitragen, wenn gleichzeitig Tempo 80 auf Landstraßen kommt und die Menschen trotzdem durch die Dörfer fahren anstelle einen schnelleren Umweg über die Autobahn zu nehmen.

  105. 12.

    Mal analysiert was da finanziell passiert.
    https://www.focus.de/panorama/welt/penibler-finanzbericht-der-klimakleber-offenbart-wofuer-sie-geld-ausgeben_id_192334699.html

  106. 11.

    einfach mal kleben lassen Gitter ringsum aufstellen und Verkehr umleiten !
    Die entsprechenden A-Ausfahrten sperren und die schon drauf sind, rausziehen etc.
    ist ja nicht NUR der Privatfahrer, der aufgehalten wird- auch Liefanten, Feuerwehr, Post etc.
    Da kannste lange auf den Handwerker warten usw.

  107. 10.

    Warum sich der Protest an die Bevölkerung richtet? Das fragen Sie ernsthaft!?

    Na weil uns die Sache alle was angeht und jeder Einzelne was machen muss.
    Und nicht "Kopf in den Sand" und weiter so.

    Warum sollten die Ihre Aktionen vor Regierungsgebäuden abhalten?
    Genau. Schuld is ja die Regierung, "die da oben", und nicht die Bevölkerung.
    Die muss doch nur zur Arbeit.

    Sie warten also drauf, dass Ihnen Ihre Regierung Gesetze und Vorschriften zum Thema Klimaschutz erlässt
    um sich dann zu beschweren und es aber wiederwillig trotzdem tun zu müssen?

    Warum also machen Sie nicht gleich selber was in Eigeninitiantive??
    Darum richtet es sich an die Bevölkerung, an ALLE.




  108. 9.

    Es fängt immer klein an. Schon deshalb darf man solche Sachen nicht unterschätzen. Deshalb find ich die Relativierung nicht gut.

  109. 8.

    Die "globale Realität", von der sie da reden, wird leider von dieser sogenannten LG völlig fehlinterpretiert. Hier werden dauerhaft Menschen belästigt, die für die Verachtfachung der Menschheit innerhalb von 100 Jahren (was der Grund für die Erderwärmung ist) schlichtweg nichts können.
    Der Hass auf Auto´s, die nur einen marginalen Anteil daran haben, ist einfach absurd.

  110. 7.

    Na dann ist ja alles supi. Weil: Früher war es schon mal schlimmer.
    Für mich ist es kein Unterschied, ob man sich verschiedenerorts in der Stadt auf Straßen mit System festklebt, oder aus Mülltonnen hier und da und dort Barrikaden baut.
    Nur nicht so vintage wie in Berlin vor hundert Jahren. Cooler, individueller, mobiler.
    Die Aktivisten wollen als Bewegung dem Staat ihren Willen aufzwingen. Mit Gewalt.
    Und das geht gar nicht.

  111. 6.

    hier ist das auto zu einem freiheitssymbol hochstilisiert worden das ist für menschen, die ohne auto unterwegs sind, befremdlich de leute stehen gerade in berlin jeden tag im stau, aber wenn ihnen jemand zurechenbar diesen stau verursacht,dann ticken sie offensichtlich aus

    da ist was dran. das macht mich nachdenklich. mfg melusine

  112. 5.

    Na ich würde auch denken: Eine solidarisch-kritische, also kritische Solidarität mit dem Anliegen von LG, erforderte einzuräumen, ihnen in der Sache recht zu geben. Und den Widerspruch der daraus entsteht nicht einfach auf sie abzuwälzen.

    Denn selbstverständlich tut niemand genug für den Klimaschutz. Und damit ist nicht gemeint, selber, individuell alles erfüllen zu können, was dem Klimaschutz diente. Denn individuelle kannn man nie genug dafür tun. Ist einfach unmöglich.
    Es ist vor allem die Tatsache, das z.B. die berechtigte Kritik an sozial und ökonomisch unfairen Heizungsverordnungen von oben, nicht als Angriff auf den Klimaschutz begriffen wird.
    Es wird also keine sozial gerechte Umsetzung gefordert. Es wird vertreten, mobilisiert, dass das mit dem Klimaschutz eh übertrieben ist.

  113. 4.

    "Hier ist das Auto zu einem Freiheitssymbol hochstilisiert worden. Das ist für Menschen, die ohne Auto unterwegs sind, befremdlich. Die Leute stehen gerade in Berlin jeden Tag im Stau, aber wenn ihnen jemand zurechenbar diesen Stau verursacht, dann ticken sie offensichtlich aus."

    Stimmt natürlich, geht aber schon weiter und tiefer: Dafür ist man auch jederzeit bereit am Streikrecht zu schrauben, fällt der Flug aus, wird Bahn bestreikt - oder überhaupt gestreikt. Hier ist das empörte, denunziatorische Vokabular ähnlich.

    Gibt in Deutschland traditionell eine lange Geschichte der reflexhaft mobilisierbaren Entsolidarisierung. Und damit gute Voraussetzungen für einen dominierend funktional rechten Mainstream. Während der behauptet, eigentlich linksliberal zu sein. Das auch wirklich so fühlt. In der Folge eskalierte soziale Fragen, sozialen Protest als "linksextremistisch" wahrnimmt. Was wiederum von der überwiegenden veröffentlichen Öffentlichkeit bestätigt und gefüttert wird.

  114. 3.

    Was mir einfach nicht in den Kopf will: Warum richtet sich dieser Protest nur an die Bevölkerung? Sind die Emissionen von z.B. Kreuzfahrtschiffen nicht relevant? Ich habe noch nichts von derartigen Protesten an den St. Pauli Landungsbrücken oder in Warnemünde gehört. Ganz zu schweigen von den Emissionen der Bundeswehr. Wie viele Emissionen verursacht eine Übungsstunde Panzerausbildung oder ein Übungsflug mit dem Eurofighter? Aber da kommt nix von der Letzten Generation.

  115. 2.

    Ich empfinde den Hass auf die LG auch als total übertrieben. Es passieren so viele Dinge auf der Welt über die man sich wirklich aufregen sollte. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass kleinbürgerliche Leute endlich mal aus ihrer Blase gerissen werden und mit der globalen Realität konfrontiert werden...

  116. 1.

    Ein wirklich gutes Interview. Ich find es gut und richtig, was die LG macht.
    Das große Anliegen dahinter is wichtig für Alle. Und mit Gewalt und Nötigung hat das nix zu tun.
    Aber der/die/das "gemeine deutsche Autofahrerende" empfindet es ja häufig auch schon als Gewalt,
    wenn man mit dem Fahrrad vor ihm auf einer Landstraße fährt und die Geschwindigkeit für eine Minute
    reduzieren muss. Da wird genötigt, gedrängelt und waghalsige Überholmanöver gestartet.
    Is ja klar, dass bei einer Sitzblockade völlig ausgerastet wird. Das sagt alles über die Einstellung dieser Leute.

    Die Menschen sollten aussteigen und sich zu der LG setzen. Fragen ob Sie vielleicht n Kaffee wollen oder Tee...

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