Christian Drosten nach einer Pressekonferenz (Bild: dpa/Michael Kappeler)
Bild: dpa/Michael Kappeler

Virologe der Berliner Charité - Drosten wird für Kommunikation in Corona-Krise geehrt

Der Virologe Christian Drosten ist mit einem Preis für seine Kommunikation in der Corona-Krise geehrt worden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Stifterverband würdigen den Direktor des Instituts für Virologie der Berliner Charité damit für seine "außerordentlichen Leistungen für Wissenschaft und Gesellschaft angesichts einer dramatischen Pandemieentwicklung", wie die Uniklinik am Montag in Berlin mitteilte. Der Preis wurde einmalig eingerichtet und ist mit 50.000 Euro dotiert.

Drosten habe es geschafft, dass die Wissenschaft in der Öffentlichkeit innerhalb sehr kurzer Zeit als verlässlichste Orientierung für das Management der Krise wahrgenommen werde, so die Begründung. Er erkläre den Menschen auf anschauliche, transparente und faktenbasierte Weise, was die Wissenschaft weiß, wie sie arbeitet und welche Unsicherheiten bestehen.

Auch HU-Professor wird ausgezeichnet

Der Virologe zeigte sich erfreut. Es sei ihm ein "persönliches Anliegen", das aktuelle Wissen mit der Öffentlichkeit zu teilen, erklärte Drosten. "Nur so können die Menschen selbst Urteile fällen, Ängste abbauen und infektionsrelevante Entscheidungen in ihrem eigenen Alltag treffen."

Auch eine weitere Auszeichnung ging nach Berlin. Der Ökologe und Fischereiwissenschaftler Robert Arlinghaus erhält den ebenfalls mit 50.000 Euro dotierten Communicator-Preis von DFG und Stifterverband. Dem Professor für integratives Fischereimanagement an der Humboldt-Universität zu Berlin gelinge es, Angelfischerei mit den Themen Nachhaltigkeit, Umweltschutz und verantwortlichem Umgang mit der Natur zu verknüpfen, hieß es zur Begründung.

Was Sie jetzt wissen müssen

Müller gratuliert Preisträgern

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), gratulierte beiden Preisträgern. "Es freut mich natürlich sehr, dass gleich zwei dieser Preise nach Berlin gehen", teilte er am Montag mit.

Der "Communicator-Preis – Wissenschaftspreis des Stifterverbandes" wird seit dem Jahr 2000 verliehen und gilt als der wichtigste seiner Art in Deutschland. Das Preisgeld soll die Ausgezeichneten in ihrem Engagement unterstützen und auch die Umsetzung neuer Projekte ermöglichen

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

25 Kommentare

  1. 25.

    von Axel Retz: "Professor Christian Drosten hat vorgestern das Bundesverdienstkreuz erhalten. Ganz fettes Double-Like von mir dafür! Eigentlich hätte diese Auszeichnung dem Lieblingsvirologen des Bundeskanzleramtes bereits 2009 bei der sog. Schweinegrippe zugestanden, ebenso wie dem Robert Koch-Institut. Denn beide phantasierten auch damals schon von Millionen möglicher Opfer und schürten Hand in Hand mit den üblichen Verdächtigen wie der WHO und den regierungsnahen Medien unverantwortlich Angst und Panik. Völlig grundlos, wie sich herausstellte. Immerhin: Den großen Pharmaunternehmen flossen Hunderte von Millionen an Steuergeldern zu. Für Impfstoffe, die später auf dem Müll landeten und/oder viele Impfwillige schädigten."

  2. 24.

    Herr Drosten erhielt, wie Sie dem rbb24-Beitrag entnehmen wollen, einen "Preis [, der] einmalig eingerichtet [wurde] und ... mit 50.000 Euro dotiert [ist]". Der von Ihnen zitierte "Communicator-Preis – Wissenschaftspreis des Stifterverbandes" in Höhe von ebenfalls 50.000 Euro, diesjährig offenbar hochverdient an einen dem Angelhobby frönenden Professer verliehen, hat daher mit dem einmalig für Herrn Drosten für seine "außerordentlichen Leistungen" erschaffenen Preis nichts gemein. Soviel zu Ihrer Lesegenauigkeit ...

  3. 23.

    "Der "Communicator-Preis – Wissenschaftspreis des Stifterverbandes" wird seit dem Jahr 2000 verliehen und gilt als der wichtigste seiner Art in Deutschland" So viel zu Ihren Warnlampen...

  4. 22.

    Herr Drosten hat es auf subtile Weise innerhalb kürzester Zeit geschafft, die gesamte Bevölkerung in Angst und Panik zu versetzen. Ein Preis in dieser Höhe ist wirklich blanker Hohn!

  5. 21.

    Der Kanal vom "YouTuber des Vertrauens" zählt aber nicht als wissenschaftlicher Beweis. Auch wenn er "Die wirklich ganze Wahrheit über Corona - ganz wirklich ehrlich" heißt. ;)

  6. 20.

    Ich möchte die Eignung des Herrn Drosten hier nicht bewerten, das er ein fähiger Wissenschaftler ist, mag sein. Wo jedoch alle meine Warnlampen angehen, ist dieser Preis, der extra aus der Taufe gehoben wurde, dazu noch einmalig, und mitten in der Krise Einem, welcher die dem Staat / der Regierung genehme Meinung unters Volk bringt. Viele andere werden nicht mehr befragt oder sind in der Versenkung verschwunden, weil deren Experten-Meinung nicht genehm war. Meines erachtens, wäre eine Ehrung NACH einer Krise, in der Rückschau ein gutes Signal um besondere Leistungen zu ehren, jedoch mitten in der Krise ist äußerst seltsam. Bekommt er das geld für die Lenkung der Meinung? Er lügt ja nicht, aber verschweigt er ewtas ? Wer weiß. Am Besten und am glaubwürdigsten wäre eine Expertenrunde aus 10-20 Virologen und Epidemologen, die sich gemeinsam ein Bild von der Lage machen und Maßnahmen beschließen. Aber die Meinung vieler, auch wirklicher Experten, ist hier nicht gefragt!

  7. 19.

    Wir werden jegliche Entnahme akzeptieren, uns bleibt keine Wahl.
    Drosten lebt in der Illusion, der Gesellschaft zu dienen, nehme ich positiv an. Er irrt sich darin. Er erfüllt eine Funktion, man ist mit ihm zufrieden. Die 50.000 sind nicht seine erste, sie werden nicht seine letze Belohnung gewesen sein. Von Glaxo (dotierte Ehrung) nahm er auch Geld an. Der Nobelpreis ist auch in der "Verlosung", ich sehe ihn da als Favoriten.
    Drosten argumentiert geschickt, wirkt locker, wendet sich gegebenfalls, fast wie Merkel. Er ist für die Angst vieler Menschen wesentlich verantwortlich. Das Campaging machte er nicht, nahm aber die Hauptberaterrolle ein. Das werden ihm beide Seiten nie vergessen.
    Derweil bleiben wir gediegen, egal wieviel Schulden das Establishment uns aufdrückt.

  8. 18.

    Das klingt für mich eher nach Bestechungsgeld!

  9. 15.

    Diesem Mann sollte man die Zulassung entziehen. Er agiert grob fahrlässig. Auch er hat den Hypokratischen Eid geschworen, zum Wohlergehen des Menschen. Statt dessen ist erkäuflich und verbreitet Angst und Panik, ohne fundierte Belege.

  10. 14.

    Ich kann diese Corona Schwarzmalerei nicht mehr hören. Der Herr Drosten sollte mal seine Meinung ein paar Tage für sich behalten und mal schauen was wirklich passiert.

  11. 13.

    Ach so, wer ein ganzes Volk mit Aussagen wie " wir erwarten 10 Millionen Tote " , " die 2. Welle kommt mit voller Wucht" ständig in Panik versetzt, erhält für "hervorragende Kommunikation" auch noch einen 50000 Euro dotierten Preis. Wo sind wir nur hingekommen?

  12. 12.

    Klar, ist das RKI auch mit der WHO verbandelt und bekommt Gelder. Googlen Sie mal "RKI Spenden Bill Gates"
    Die Bill und Melinda Gates Stiftung gehört zu den größten Sponsoren der Weltgesundheitsorganisation

  13. 11.

    Den Bock zum Gärtner machen und dann mit EUR 50.000,- eheren?
    Unmöglich!

  14. 10.

    Sehr richtig! Aber die werden nicht von der WHO unterstützt!
    Profiteure der Angst ist ein sehr aufschlussreicher Film.

  15. 9.

    Es gibt wahrlich eine ganze Reihe renommierter Fachleute (Wissenschaftler wie Mediziner), die "den Menschen auf anschauliche, transparente und FAKTENBASIERTE Weise, was die Wissenschaft weiß, wie sie arbeitet und welche Unsicherheiten bestehen" die aktuelle Lage erklären und zwar ohne Angst und Panik zu schüren! Die alle bzw. jeder Einzelne von denen hätte den Preis viel eher verdient, denn diese Fachleute haben kein Scheuklappendenken!

  16. 8.

    Wenn man einige Kommentare hier liest kommen dann merkt man dass die Autoren keine Ahnung vom Wissenschaftsbetrieb haben.
    Prof Drosten ist einer der führenden Virologen weltweit, und der ist seiner Wissenschaft verpflichtet, die er , und das macht er hervorragend, auch allgemein verständlich darstellen kann.
    Er ist seiner Wissenschaft verpflichtet, das ist das Gegenteil von dem, was offenbar einige Leute hier erwarten. Nein, er muss nicht das Schreiben,was sie gerne lesen wollen.

  17. 7.

    Mein Eindruck: Sie haben den Zusammenhang des Beitrages nicht richtig gelesen. Es geht nicht um Aufopferung, bspw. auch nicht um frühes Aufstehen oder um ständigen Kontakt mit Infizierten, der hier thematisierte Preis bezieht sich auf Kommunikation.

    Damit scheiden diejenigen aus, die Sie ggf. in der Vorstellung haben. Es geht um allgemeinverständliche Kommunikation, wie ein schwieriges Problem mit einfachen Worten für einen großen Kreis von Menschen auf einen Nenner gebracht werden kann. Da ist Christian Drosten m. E. ein hervorragendes Beispiel.

  18. 6.

    Ich war zunächst auch interessiert über die Krankheit etwas zu erfahren. Vieles im Podcast ist mir zu wissenschaftlich geworden. Herr Dr. Drosten ist mit Sicherheit ein Experte auf seinem Gebiet, jemand der das Virus kennt wie kaum jemand. Aber er ist aus meiner Sich Virologe. Bei der Krankeit geht es auch um Menschen und das fehlt mir bei ihm. Ein Arzt (und er hat ja wohl mal Medizin studiert) muss sich den Patienten als ganzes ansehen, nicht nur Mikrostrukturen, die im Körper leben.
    Dass er vor der Gefahr gewarnt hat, war sehr gut, ihn als einen von nur zwei Ratgeber der Regierung zu nutzen, halte ich für falsch. Zudem fehlen mir von ihm wirkliche Ansätze, wie es jetzt in Deutschland weitergehen soll.
    Ob das für einen Preis reicht? Aus meiner Sicht nicht. Sorry

Das könnte Sie auch interessieren