"Coronik" einer Pandemie - Wie das Virus über Berlin und Brandenburg kam

Di 16.02.21 | 17:43 Uhr | Von Sebastian Schneider, rbb|24
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Ein Mitarbeiter schließt im Impfzentrum den Vorhang einer Kabine, in der gegen das Coronavirus geimpft wird. (Bild: dpa/Jens Büttner)
Bild: dpa/Jens Büttner

Ende 2019 treten erste Fälle einer rätselhaften Lungenkrankheit im chinesischen Wuhan auf. Von dort breitet sich das Coronavirus über die ganze Welt aus - und verändert Berlin und Brandenburg nachhaltig. Eine "Coronik" der Ereignisse.

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Februar 2021

15. Februar: Um mehr Abstand der Fahrgäste zu gewährleisten, fahren auf Berlins Straßen ab sofort mehr Busse und Straßenbahnen. Die Fahrzeuge werden auf besonders stark genutzten Linien eingesetzt.

14. Februar: Wegen der Lieferverzögerung bei Corona-Impfpräparaten bleiben fünf von elf Impfzentren im Land Brandenburg für kurze Zeit geschlossen.

14. Februar: Ermittler gehen bundesweit mittlerweile mehr als 25.000 Verdachtsfällen wegen Betrugs bei Corona-Soforthilfen nach. Mehr als ein Drittel der Verdachtsfälle sind in Nordrhein-Westfalen und Berlin anhängig. In NRW gehe man 4.619 Vorgängen nach, in der Bundeshauptstadt 2.600, heißt es. In Brandenburg sind es 147 Fälle.

11./12. Februar: Das Brandenburger Bildungsministerium will bis Ende April für regelmäßige Corona-Schnelltests der Beschäftigten in Kitas und Schulen sorgen. Auch in Berlin sind Schnelltests für Kitas und Schulen in Planung.

10. Februar: Bund und Länder einigen sich darauf, dass Schulen und Kitas ab 22. Februar schrittweise wieder öffnen dürfen. Das liegt allerdings im Ermessen der Länder. Weitere Entscheidungen: Der Lockdown wird grundsätzlich bis zum 7. März verlängert, eine Ausnahme gibt es allerdings für Friseure: Sie dürfen ihre Geschäfte am 1. März wieder öffnen.

10. Februar: In Berlin geht das vierte Impfzentrum an den Start. Im Terminal C des ehemaligen Flughafens Tegel wird ausschließlich der Impfstoff von Astrazeneca verimpft. Da die Ständige Impfkommission das Vakzin nur zur Vergabe an 18 bis 64 Jahre alte Menschen empfohlen hat, werden dort nur unter 65-Jährige versorgt.

9. Februar: Schnelltests, FFP2-Masken, Luftfilter, Tablet-PCs: Der Senat will Berlins Schulen im Kampf gegen Corona stärken und plant ein millionenschweres Hilfspaket. Geht es nach der Kultusministerkonferenz, könnten schon ab Montag erste Schulen wieder öffnen. Doch ganz so schnell geht es doch nicht.

4. Februar: Viele Eltern sind mit dem Home-Schooling überfordert - erst recht, wenn Deutsch nicht ihre Muttersprache ist. Oft fehlt auch die technische Ausrüstung. Der Neuköllner Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) befürchtet, dass viele Kinder auf der Strecke bleiben: "Die Spätfolgen werden massiv sein." Doch bislang ist ein Termin für die Rückkehr der Kinder an die Schulen noch nicht in Sicht.

3./4. Februar: Angesichts sinkender Infektionszahlen werden in verschiedenen Bundesländern Lockerungspläne diskutiert, nach denen Schulen, Geschäfte und andere Einrichtungen wieder öffnen sollen. Wegen des wochenlangen Lockdowns sehen sind viele Betriebe in ihrer Existenz bedroht. Sowohl Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke als aus Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (beide SPD) warnen jedoch vor zu schnellen Lockerungen und gehen davon aus, dass der Lockdown verlängert wird. Sie verweisen insbesondere auf die Virusmutationen. Auch würden die Infektionszahlen zwar sinken, seien aber noch immer auf hohem Niveau.

1. Februar: Bund und Länder kommen mit Vertretern der Pharmabranche und der EU-Kommission zu einem Impfgipfel zusammen. Wichtigster Punkt: Wie können die Impfstofflieferungen zuverlässiger erfolgen? Nach dem Impfgipfel bekräftigt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das Ziel, allen Bundesbürgern bis zum Ende des Sommers am 21. September ein Impfangebot zu machen.

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