"Coronik" einer Pandemie - Wie das Virus über Berlin und Brandenburg kam

Ein Mitarbeiter schließt im Impfzentrum den Vorhang einer Kabine, in der gegen das Coronavirus geimpft wird. (Bild: dpa/Jens Büttner)
Bild: dpa/Jens Büttner

Ende 2019 treten erste Fälle einer rätselhaften Lungenkrankheit im chinesischen Wuhan auf. Von dort breitet sich das Coronavirus über die ganze Welt aus - und verändert Berlin und Brandenburg nachhaltig. Eine "Coronik" der Ereignisse.

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Februar 2021

15. Februar: Um mehr Abstand der Fahrgäste zu gewährleisten, fahren auf Berlins Straßen ab sofort mehr Busse und Straßenbahnen. Die Fahrzeuge werden auf besonders stark genutzten Linien eingesetzt.

14. Februar: Wegen der Lieferverzögerung bei Corona-Impfpräparaten bleiben fünf von elf Impfzentren im Land Brandenburg für kurze Zeit geschlossen.

14. Februar: Ermittler gehen bundesweit mittlerweile mehr als 25.000 Verdachtsfällen wegen Betrugs bei Corona-Soforthilfen nach. Mehr als ein Drittel der Verdachtsfälle sind in Nordrhein-Westfalen und Berlin anhängig. In NRW gehe man 4.619 Vorgängen nach, in der Bundeshauptstadt 2.600, heißt es. In Brandenburg sind es 147 Fälle.

11./12. Februar: Das Brandenburger Bildungsministerium will bis Ende April für regelmäßige Corona-Schnelltests der Beschäftigten in Kitas und Schulen sorgen. Auch in Berlin sind Schnelltests für Kitas und Schulen in Planung.

10. Februar: Bund und Länder einigen sich darauf, dass Schulen und Kitas ab 22. Februar schrittweise wieder öffnen dürfen. Das liegt allerdings im Ermessen der Länder. Weitere Entscheidungen: Der Lockdown wird grundsätzlich bis zum 7. März verlängert, eine Ausnahme gibt es allerdings für Friseure: Sie dürfen ihre Geschäfte am 1. März wieder öffnen.

10. Februar: In Berlin geht das vierte Impfzentrum an den Start. Im Terminal C des ehemaligen Flughafens Tegel wird ausschließlich der Impfstoff von Astrazeneca verimpft. Da die Ständige Impfkommission das Vakzin nur zur Vergabe an 18 bis 64 Jahre alte Menschen empfohlen hat, werden dort nur unter 65-Jährige versorgt.

9. Februar: Schnelltests, FFP2-Masken, Luftfilter, Tablet-PCs: Der Senat will Berlins Schulen im Kampf gegen Corona stärken und plant ein millionenschweres Hilfspaket. Geht es nach der Kultusministerkonferenz, könnten schon ab Montag erste Schulen wieder öffnen. Doch ganz so schnell geht es doch nicht.

4. Februar: Viele Eltern sind mit dem Home-Schooling überfordert - erst recht, wenn Deutsch nicht ihre Muttersprache ist. Oft fehlt auch die technische Ausrüstung. Der Neuköllner Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (CDU) befürchtet, dass viele Kinder auf der Strecke bleiben: "Die Spätfolgen werden massiv sein." Doch bislang ist ein Termin für die Rückkehr der Kinder an die Schulen noch nicht in Sicht.

3./4. Februar: Angesichts sinkender Infektionszahlen werden in verschiedenen Bundesländern Lockerungspläne diskutiert, nach denen Schulen, Geschäfte und andere Einrichtungen wieder öffnen sollen. Wegen des wochenlangen Lockdowns sehen sind viele Betriebe in ihrer Existenz bedroht. Sowohl Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke als aus Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (beide SPD) warnen jedoch vor zu schnellen Lockerungen und gehen davon aus, dass der Lockdown verlängert wird. Sie verweisen insbesondere auf die Virusmutationen. Auch würden die Infektionszahlen zwar sinken, seien aber noch immer auf hohem Niveau.

1. Februar: Bund und Länder kommen mit Vertretern der Pharmabranche und der EU-Kommission zu einem Impfgipfel zusammen. Wichtigster Punkt: Wie können die Impfstofflieferungen zuverlässiger erfolgen? Nach dem Impfgipfel bekräftigt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das Ziel, allen Bundesbürgern bis zum Ende des Sommers am 21. September ein Impfangebot zu machen.

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30 Kommentare

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  1. 30.

    Neuseeland steht noch meilenweit weltmeistermäßig viel besser da: konsequentes MItmachen der GANZEN Bevölkerung Und wenn die Zahlen steigen: SOFORT harter, aber kurzer Lockdown mit empfindlichen Strafen gegen Zuwiderhandelnde. Wegen 3 Neuinfektionen wird dort jetzt kurz mal wieder zugemacht, keine Meckerei dort oder Verstöße und anschließend geht das unbeschwerte Leben weiter. Davon könnte die übrige Welt größtenteils lernen, will sie aber nicht. Eure Berechnungen könnt ihr euch sparen, das Virus interessiert sich dafür nicht, es will einfach nur wüten und dürfte sich besonders über die Uneinsichtigen und die Unvorhersichtigen freuen. DBDDHKP

  2. 29.

    Was wollen Sie eigentlich mit Ihrem ziemlich respektlosen Kommentar zum Thema des Artikels beitragen?
    "Coronik" einer Pandemie
    Wie das Virus über Berlin und Brandenburg kam"
    Was hat Ihre persönliche Antipatie gegen die Polizei/Kripo damit zu tun?
    Haben Sie Langeweile und müssen Ihren Pandemie- Frust loswerden.Da hilft auch kein Ironiehinweis.
    "Die Abstandsregeln scheinen für alle Menschen zu gelten. Nur die Polizei muss sie nicht einhalten. "
    1. Polizisten sind auch Menschen.
    2.Auf dem Markt wäre ich einfach an den Polizisten vorbeigegangen,hätte mich nicht provoziert gefühlt.
    3.Fensterputzende Kripobeamte sind eben multitaskfähig. Wenn das überhaupt Kripobeamte waren.
    Also,kommen Sie wieder runter und bleiben Sie gesund.

  3. 28.

    Wenn ich Ihr Kommentar richtig verstehe, dann liefen Sie und und zwei Polizisten aufeinander zu und Sie erwarteten, dass die Polizisten ausweichen, damit Sie es nicht tun müssen. Die Polizisten erwarteten vieleicht das selbe von Ihnen.
    Ergo, könnten Sie sich " auf eigenen Nase fassen ".

  4. 27.

    Ein informativer Bericht der durch eine Überschrift im Boulevard-Stil viel verliert. Ein Virus kommt über Berlin? Also, wenn das mal nicht Niveau einer Zeitung mit vier Buchstaben ist.... Gehts nicht einfach sachlich?

  5. 26.

    Jetzt mal jammern
    auf allerhöchstem Niveau, denn die Zusammenstellung ist schon sehr interessant und informativ. Auch die Öffnung nach vorne/„zukünftig“ ist logisch. Aber das ich erst nach unten scrollen, nach oben lesen, wieder nach unten scrollen (um „umzublättern“) muss, ist etwas störend. Hätte man vielleicht nutzerfreundlicher lösen können.

  6. 25.

    Machen sie doch Vorschläge, und warten Sie auf Antworten von anderen Usern.
    Politiker haben jetzt genug zur aktueller Corona - Lage zu besprechen, und das bleibt noch lange so.

  7. 24.

    "...so muss ich bei Seite 12 anfangen und mich rückwärts..."
    ist inzwischen schon bei 13.

    Vielleicht folgender Versuch einer Erklärung, der mir in Teilen bestimmt keine Freunde schaffen wird:
    Es handelt sich hierbei um eine Geschichte, die noch nicht abgeschlossen ist und in absehbarer Zeit auch nicht abgeschlossen wird, also eine "never ending story", die uns mittelfristig (bis Ende 2021 ?) auch weiter begleiten kann und wird.
    Die Fortschreibung und das Lesen angefügter neuer "Kapitel" ist einfacher, wenn man die vorne anhängen kann, woraus sich zwangsläufig ergibt, dass Kapitel 1 am Ende steht.

  8. 23.

    Es wäre bei dieser "CORONIK" hilfreicher, wenn auf Seite 1 der Beginn dieser Chronik starten würde, so muss ich bei Seite 12 anfangen und mich rückwärts durchklicken ...

    Ist vielleicht nicht wirklich wichtig ...

  9. 22.

    Genau! Und so allumfassend bis in das letzte Gebirgsdorf ist die Überwachung dort auch nicht. Da sterben Menschen ohne ärztliche Versorgung und mithin ohne jede Untersuchtung, an welcher Krankheit die armen Leute dort gestorben sind. Bei totalitären zentralistischen Staatsformen sind alle öffentlichen Zahlen immer als sehr relativ zu sehen.

  10. 21.

    " warum hat China seit März kaum noch Zunahme an Toten? "

    Ihre Meinung in allen Ehren aber gerade bei Zahlen aus Ländern wie China währe ich etwas vorsichtiger denn Wahrheit und Realität liegen dort nicht selten weit auseinander !!

  11. 20.

    Und doch wird immer nur über Infizierte geschrieben und gesprochen. Ist denn nicht hinlänglich bekannt, dass diese Zahl überhaupt nichts über eine Erkrankung aussagt? Lieber RBB Ihre journalistische Pflicht wäre es, bei jeder Infektionszahl zu erwähnen, dass sich die Anzahl der Tests erheblich erhöht hat, aber die Zahl der Infizierten nahezu bei 1% liegt. Es gibt kaum Zunahme an Erkrankten und keine Zunahme bei Belegung von Intensivbetten. Es wird immer nur die hohe Infektionszahl genannt. Warum? Wieso steht Schweden so gut da und warum hat China seit März kaum noch Zunahme an Toten? In Ihrer Aufzählung zur Demo am 29.08., wo entgegen Ihrer Zählweise ca. 100.000 Menschen teilnahmen, fehlt der Hinweis, dass sich danach die Infektionszahlen überhaupt nicht verändert haben. Objektiver Journalismus sieht anders aus.

  12. 19.

    "Wie sich das Coronavirus in der Welt verbreitet" 25.09.20 | 13:52 Uhr

    Lieber rbb,
    Kommentar 18 war von mir, den 18.09.2020. Mein Kommentar 18 passt nicht zu diesem Bild. Es war ein anderes Bild zu sehen, voller Dampfer mit Rentnern. Unter einem anderen Titel, Rentnerclub mit Masken.



  13. 18.

    Dieser Rentner Club, möchte eben noch ein bisschen Spaß vom Leben haben. Würden sie Abstand halten, bräuchten sie keine Nasen- Mundbedeckung im Freien. Auch Risikogruppen dürfen sich mit "AHA" regeln sich draußen frei bewegen.

  14. 17.

    Das Bild ist wirklich schockierend, dass Risikogruppen mit dem A* nicht zu hause bleiben.

  15. 16.

    Also dieses Bild ist wirklich schockierend. Schockierender als die Raucherlungen Bilder auf den Drogenpackungen .

    Schlimmer kann man nicht zeigen wie einem der Spaß verdorben wird.

  16. 15.

    Danke fürs Aktualisieren. Vor allem dafür, die 1.Mai-Demos korrekt zu beschreiben: Gaffer ohne Abstand und ohne Mundschutz, tausende...

  17. 14.

    Friede dem Lagerkoller! Wir wünschen Ihnen allen frohe Ostern - und putzen ab und an unsere Fenster, können die Bude langsam aber auch nicht mehr sehen.

    Beste Grüße und alles Gute,

    Ihre Redaktion

  18. 13.

    icke bins, warum so verbissen? Kündigt sich ein Lagerkoller an?

    Die Ironie zum Fensterputzen haben Sie auch nicht verstanden?

  19. 12.

    Doch, ich habe die atuell geltenden Regeln sehr wohl verstanden! Ich kritisierte nur Ihre Verallgemeinerung: 2 Polizisten verhalten sich nicht korrekt und schon heißt es "Nur die Polizei muss sie [die Regeln] nicht einhalten."

    Und dass die Kripo Fenster putzt - wen interessiert`s? Vielleicht haben die Ihre Mittagspause oder den Feierabend dafür genutzt, wer weiß das schon?

  20. 11.

    Sie haben die zur Zeit gültigen Regeln offenbar nicht verstanden. Sie dürfen Ihre privaten Fenster putzen. Jeden Tag. Zur Not auch mehrmals.

    "Gestichel" kann ich in meiner klaren Schilderung nicht entdecken.

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