Saisoneröffnung der Rennbahn Hoppegarten findet wegen der Coronavirus-Pandemie ohne Zuschauer statt. (Quelle: dpa/Andreas Gora)
Bild: dpa/Andreas Gora

"Coronik" für Berlin und Brandenburg - Wie sich das Coronavirus in der Welt verbreitet

Etwa fünf Monate ist es her, seit erste Fälle einer rätselhaften Lungenkrankheit im chinesischen Wuhan auftraten. Von dort breitete sich das neue Coronavirus über die ganze Welt aus - und veränderte auch Berlin und Brandenburg. Ein Protokoll.

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Mai 2020

  • 12. Mai: Eltern in Brandenburg können ein bisschen aufatmen: Kinder und Jugendliche dürfen ab dem 25. Mai wieder in Kitas und Schulen – zumindest tageweise. Die Kleinsten sollen mindestens einen Tag pro Woche eine Kita besuchen können. Kitas, die mehr Ressourcen haben, dürfen auch weitere Tage anbieten. An den Schulen sollen die Jahrgänge 1 bis 4, die Jahrgänge 5 und 6 der Leistungs- und Begabtenklassen an Gymnasien sowie die 7. und 8. Jahrgänge Präsenzunterricht bekommen. Lehrkräfte, die zur Corona-Risikogruppe gehören, müssen sich nicht in die Klassenräume stellen.
  • 12. Mai: Berlin bekommt ein Ampelsystem im Umgang mit Neuinfektionen. Darin würden die Reproduktionszahl, die Auslastung der Intensivbetten und die Zahl der Neuinfektionen beobachtet, sagt die Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD). Liege die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner beispielsweise über sieben Tage zusammengezählt bei 20, springe die Ampel auf gelb, bei 30 Neuinfektionen auf rot. "Unser Höhepunkt lag bislang bei 37", sagt Kalayci zur Zahl der Neuinfektionen.
Corona-Ampel für Berlin (Quelle: rbb)
So funktioniert die neue "Corona-Ampel": Der Berliner Senat wählt damit einen Sonderweg.Bild: rbb
  • 12. Mai: Die Thüringer Landesregierung gibt bekannt, dass bereits am folgenden Tag wieder Versammlungen ohne Beschränkung der Teilnehmerzahl möglich sind. Bisher sind wegen des Infektionsschutzes Versammlungen nur mit maximal 50 Teilnehmern erlaubt [mdr.de].
  • 12. Mai: Die Zahl der festgestellten Infektionen in Russland steigt weiter stark an – inzwischen hat das Land nach den USA mit 232.000 weltweit die meisten Fälle. Die Behörden erklären den starken Anstieg damit, dass deutlich mehr Menschen auf das Virus getestet werden als zu Beginn der Epidemie. Es wird aber mit einer hohen Dunkelziffer gerechnet.
  • 11. Mai: Das neue Corona-Reservekrankenhaus auf der Berliner Messe eröffnet. Es gibt noch keine Patienten. Wesentliche Teile des Hauses sollen später von anderen Krankenhäusern übernommen und weitergenutzt werden.
  • 11. Mai: Viele Museen in Berlin öffnen wieder, darunter die Gemäldegalerie und die Sonderausstellungshallen am Kulturforum, Altes Museum und Alte Nationalgalerie. Sollte es sich vor einem Bild zu sehr ballen, greift das Wachpersonal ein.
  • 11. Mai: Apropos Museen - dieses hier öffnet nicht. Schon mehrere Male ist die Eröffnung des Humboldt-Forums an der Museumsinsel in Mitte verschoben worden, jetzt gibt es eine weitere Verzögerung auf der Dauerbaustelle: Wegen der Corona-Krise gebe es nicht genug Baumaterial und es fehlten Facharbeiter, so die Stiftung Humboldt Forum. Rechtzeitig wird das Forum nicht fertig. Zum Jahresende soll immerhin ein Teil des riesigen Museumsbaus eröffnen.
  • 11. Mai: Mit den Lockerungen in Berlin und Brandenburg steigt der Blutbedarf an den Krankenhäusern. Da viele Arbeitnehmer an den Arbeitsplatz zurückgekehrt seien oder ihre Freizeit wieder anders gestalteten, sei die Blutspendenfrequenz rückläufig, sagt ein Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).
  • 11. Mai: Auch die Basketball-Bundesliga stellt ihr Konzept für die Fortsetzung der Saison vor – für den Fall, dass die Regierung das erlaubt. Zehn Klubs sollen ein drei Wochen langes Meisterschaftsturnier in München austragen. Alle Spieler, Trainer, Schiris und Betreuer würden die ganze Zeit im gleichen, riesigen Hotel untergebracht, mit dem nötigen Abstand. Mehrere Profis, darunter Albas Kapitän Niels Giffey, zeigen sich skeptisch, ob auf diese Weise Lagerkoller zu vermeiden ist. Sie kritisieren außerdem die kurze Vorbereitungszeit. Hinter vorgehaltener Hand bezeichnen Spieler das Turnier spöttisch als "Corona-Cup" [sueddeutsche.de]
  • 10. Mai: Die Galopprennbahn Hoppegarten startet in die neue Saison. Der Favorit Rubaiyat mit Jockey Andrasch Starke im Sattel gewinnt das mit 27.500 Euro dotierte Hauptrennen. Auf den Rängen schaut keiner zu - die Rennbahn ist leer. Die Jockeys dürfen nur mit Mundschutz starten. "Durch die von außen getätigten Wettumsätze können wir wenigstens einen Teil der Kosten erwirtschaften", sagte der Rennbahn-Chef Gerhard Schöningh schon vor dem Wochenende.
  • 9. Mai: Auf dem Alexanderplatz versammeln sich laut Polizei etwa 1.200 Menschen. Die Zusammenkunft ist allerdings laut Behörden dort nicht angemeldet, momentan liegt die zugelassene Teilnehmerzahl bei höchstens 50. Viele Teilnehmer skandierten unter anderem "Freiheit", "Widerstand" und "Wir alle sind das Volk", darunter sind Dutzende gewaltbereite Hooligans. Die Stimmung ist aggressiv, Teilnehmer der Versammlung werfen aus der Menge Flaschen auf Polizisten, es gibt 86 Festnahmen. Unter anderem werden Strafverfahren wegen Widerstandes gegen und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, schweren Landfriedensbruchs, Körperverletzung sowie Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz eingeleitet.
  • 8. Mai: Sowohl der Berliner Senat als auch die Brandenburger Regierung lockern die Besuchsregeln in Pflegeheimen und Krankenhäusern. Bewohner und Patienten dürfen nun mit wenigen Ausnahmen täglich von einer Person besucht werden. Wohlfahrtsverbände kritisieren diese Ankündigung als abrupt. Pflegeeinrichtungen und Mitarbeitende könnten sich nicht "innerhalb kürzester Zeit auf den verständlichen Andrang von Angehörigen vorbereiten", betont ein Caritas-Leiter. 
  • Am gleichen Tag gibt die Brandenburger Regierung mehrere weitere Erleichterungen der Beschränkungen bekannt: Spielplätze öffnen wieder, Besuche von Menschen in anderen Haushalten sind erlaubt - auch private Übernachtungen.
  • 7. Mai: Berlin lockert die Corona-Beschränkungen weiter: Ab 18. Mai dürfen sich bis zu 50 Menschen in geschlossenen Räumen versammeln, später bis zu 100 unter freiem Himmel. Berliner dürfen nun wieder auch Besuch aus anderen Haushalten zu Hause empfangen, Restaurants und Gaststätten mit beschränkter Gästezahl öffnen. Auch Sportvereine können draußen unter bestimmten Umständen wieder Teamtraining machen, die Frei- und Strandbäder dürfen theoretisch ab 25. Mai wieder öffnen. Vorausgesetzt, sie haben sich ein schlüssiges Hygienekonzept überlegt.
  • 7. Mai: Die Fußball-Bundesliga gibt ihren Spielplan bekannt, die Regierung hat nichts dagegen: Die Profis tragen ab dem 16. Mai wieder Spiele aus. Hertha BSC gastiert an diesem Tag in Hoffenheim, Union empfängt tags darauf den FC Bayern. Die Behauptung der Liga-Verantwortlichen, die Fußballfans könnten die Rückkehr des Spielbetriebs kaum erwarten, stehen in krassem Gegensatz zu den Ergebnissen von Meinungsumfragen. Im aktuellen ARD-Deutschlandtrend sagen 50 Prozent der Befragten, sie seien dagegen dass die Liga ihren Spielbetrieb wieder aufnimmt, nur 36 Prozent sind dafür [tagesschau.de]. "Wir können das in fünf Wochen runterspielen", sagt Dortmunds Geschäftsführer Watzke in einem "Spiegel"-Interview. 
  • Das DFB-Pokalfinale soll am 4.Juli in Berlin im leeren Olympiastadion ausgetragen werden. Bei einer Umfrage von rbb|24 geben mehr als 74 Prozent der Befragten an, sie verpürten keine Vorfreude auf das Finale.
  • 7. Mai: Das Berliner Taxigewerbe hat es in diesen Tagen verständlicherweise schwer - bis zu 90 Prozent Umsatzrückgang befürchten die Fahrer. Einige geben auf.
  • 7. Mai: Am Bernauer Immanuel Klinikum arbeitet die japanische Ärztin Maki Okamoto. In einem privaten Blog erzählt sie den Menschen in ihrer Heimat davon, wie die deutschen Behörden mit der Corona-Krise umgehen. Zehntausende Japaner verfolgen ihre Artikel inzwischen. Die 33-Jährige wird zu einer Schalte in die beliebte japanische Fernsehsendung "Konichiwa Japan" eingeladen.
  • 6. Mai: Am Rande einer nicht genehmigten Demo gegen die Corona-Beschränkungen vor dem Berliner Reichstagsgebäude gibt es einen Übergriff auf ein ARD-Kamerateam. Der Angreifer wird festgenommen. Rund 1.000 Menschen haben sich nach dem Aufruf des TV-Kochs und Unternehmers Attila Hildmann versammelt, darunter auch Neonazis, Hooligans und AfD-Lokalpolitiker. Es sei unter anderem zu Beleidigungen, Widerstandshandlungen und Körperverletzung gegen Polizisten gekommen, sagt eine Polizeisprecherin.
  • 5. Mai: Der Berliner Senat beschließt weitere Soforthilfen, diesmal für kleine und mittlere Kultureinrichtungen. Die Unternehmen mit mindestens zehn Mitarbeitern sollen insgesamt 30 Millionen Euro bekommen. 
  • Und: Etwa 25.000 Beschäftigte in Berlin haben Anspruch auf eine neue Prämie von jeweils bis zu 1.000 Euro - eine Art Gefahrenzulage für Menschen, die in ihrem Job zwangsläufig einem höheren Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind. Zu den Begünstigten sollen neben Ärzten und Pflegern der landeseigenen Krankenhauskonzerne Vivantes und Charité unter anderem auch Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungssanitäter zählen, aber auch Mitarbeiter der Gesundheitsämter, Erzieherinnen und Erzieher im Notbetrieb in städtischen Kitas und Horten und Mitarbeiter der Jobcenter.
  • 5. Mai: Kaufhäuser wie das Kadewe können nun doch wieder komplett öffnen. Ein Gericht hatte die verfügte Beschränkung auf maximal 800 Quadratmeter Verkaufsfläche für unwirksam erklärt.
  • 5. Mai: Der Kampf gegen die Corona-Pandemie hat sich nach den Worten von Angela Merkel in den vergangenen Tagen sehr gut entwickelt. Deshalb könne man nun über weitere Lockerungen sprechen, sagt Merkel in der Sitzung der Unionsfraktion. Die Debatte über Öffnungen habe eine große Eigendynamik bekommen. Merkel macht deutlich: Wenn sich in einer Region ein Infektionsgeschehen zeige, seien dort lokal Maßnahmen zu ergreifen, damit nicht wieder das ganze Bundesgebiet in Mitleidenschaft gezogen werde.
  • 5. Mai: Die Vermietungsplattform Airbnb will 1.900 Mitarbeitern wegen der Corona-Pandemie kündigen. Sie würden eine Abfindung in Höhe von vier Monatslöhnen erhalten und bekämen ein Jahr Krankenversicherung bezahlt. Ihre Computer dürften sie behalten.
  • 5. Mai: Großbritannien hat bei der Zahl der Corona-Todesfälle Italien überholt. Laut Statistikbehörde starben dort 32.313 Menschen an Covid-19 - mehr als in jedem anderen Land Europas.
  • 5. Mai: Die Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne), Markus Söder (CSU) und Stephan Weil (CDU) ziehen Kaufanreize für die Autobranche in Betracht - eine Nachfolgerin der früheren "Abwrackprämie" quasi. Weil es den Autokonzernen in der Krise schlechtgehe, solle der Steuerzahler den Kauf von Neu- und Jahreswagen fördern.
  • 4. Mai: Die BVG fährt wieder nach ihrem normalen Fahrplan. Es gilt nach wie vor Maskenpflicht in den Bahnen und Bussen – kontrolliert wird diese allerdings nicht.
  • 4. Mai: Salomon Kalou, Stürmer von Hertha BSC, bringt sich mit einem live auf Facebook aus der Kabine gesendeten Video um seinen Job: Im Video ist zu sehen, wie er unter Missachtung aller Abstandsregeln Mitspieler, Trainer, Physiotherapeut abklatscht – das wirft auch Zweifel am von der DFL beteuerten, angeblich streng befolgten Hygienekonzept auf. Gemeinsam mit seinem Kollegen Vedad Ibisevic beschwert sich Kalou außerdem darüber, wieviel Gehalt ihnen der Verein wegen der Corona-Krise gekürzt habe. Hertha-Sportchef Preetz gibt kurz darauf bekannt, dass Kalou suspendiert ist. Der Profi entschuldigt sich. Sein Vertrag läuft ohnehin im Sommer aus, der Verein plante seit längerer Zeit nicht mehr mit dem Stürmer.
  • 4. Mai: Der Senat ändert seine Strategie bei den Tests: Nun sollen alle Menschen mit Corona-Symptomen getestet werden, außerdem alle Kontaktpersonen bestätigter Infizierter – auch wenn sie keine Symptome haben. Stichprobenartig wollen die Gesundheitsämter außerdem zwei Pflegeinrichtungen pro Bezirk testen. Alte Menschen sind am meisten gefährdet. Am gleichen Tag hat der Pharmakonzern Roche drei Millionen Corona-Tests nach Deutschland geliefert.
  • 4. Mai: Berlin und Brandenburg lockern die Corona-Beschränkungen: Museen dürfen ab diesem Tag wieder öffnen, Gottesdienste und Versammlungen mit bis zu 50 Teilnehmern werden unter Auflagen wieder genehmigt. Polnische Berufspendler müssen nach Rückkehr in ihr Heimatland nicht mehr in Quarantäne. Friseure können wieder Kunden bedienen. Dabei müssen sie aber die Zahl der Gäste in ihren Räumen begrenzen und auf Abstand achten. Rasieren, Bartpflege oder Wimpernfärben ist wegen der nötigen Nähe nicht erlaubt. Viele Salons sind auf Wochen hin ausgebucht.
  • 5.Mai: Der Flughafen Wien bietet freiwillige Coronavirus-Tests an, um die bei Einreise in Österreich sonst übliche 14-tägige Quarantäne zu vermeiden. Passagiere müssen dafür bei Ankunft 190 Euro bezahlen.
  • 1. Mai: Der 1.Mai wird in Berlin-Kreuzberg zum Ärgernis, was den Schutz vor Corona angeht – Tausende Schaulustige laufen durch die Straßen, an Orten wie dem Oranienplatz, dem Heinrichplatz oder der Oranienstraße halten sich die meisten nicht an Abstandsregeln. Die Teilnehmer der genehmigten Mini-Demos mit höchstens 20 Personen tragen größtenteils Mundschutz, sehr viele Außenstehende nicht. Die Polizei kann die Corona-Regeln nicht konsequent durchsetzen. Es gibt unter anderem wegen Angriffen auf Polizeibeamte 50 Festnahmen und fast 100 Identitätsfeststellungen. Eine Mitarbeiterin eines Fernsehteams wird spätabends durch einen Faustschlag verletzt, sie beschuldigt einen Polizisten und zeigt ihn an.
  • 1. Mai: In Mitte wird am Nachmittag ein Kamerateam der ZDF-"Heute-Show" von einer Gruppe mindestens 15 Vermummter angegriffen und teils schwer verletzt. Die Ermittler gehen nach bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass die Täter dem linken Spektrum zuzuordnen sind, schließen aber auch Verbindungen ins rechtspopulistische Lager nicht aus. "Die Aufklärung der Tat ist angesichts der Dynamik und Unübersichtlickeit des Geschehens aufwändig und schwierig", sagt ein Sprecher. In unmittelbarer Nähe, auf dem Rosa-Luxemburg-Platz, war erneut eine sogenannte "Hygiene-Demo" veranstaltet worden, mit viel mehr Teilnehmern als wegen des Infektionsschutzes genehmigt.

Stand: 12. Mai, 18 Uhr

Kommentar

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15 Kommentare

  1. 15.

    Danke fürs Aktualisieren. Vor allem dafür, die 1.Mai-Demos korrekt zu beschreiben: Gaffer ohne Abstand und ohne Mundschutz, tausende...

  2. 14.

    Friede dem Lagerkoller! Wir wünschen Ihnen allen frohe Ostern - und putzen ab und an unsere Fenster, können die Bude langsam aber auch nicht mehr sehen.

    Beste Grüße und alles Gute,

    Ihre Redaktion

  3. 13.

    icke bins, warum so verbissen? Kündigt sich ein Lagerkoller an?

    Die Ironie zum Fensterputzen haben Sie auch nicht verstanden?

  4. 12.

    Doch, ich habe die atuell geltenden Regeln sehr wohl verstanden! Ich kritisierte nur Ihre Verallgemeinerung: 2 Polizisten verhalten sich nicht korrekt und schon heißt es "Nur die Polizei muss sie [die Regeln] nicht einhalten."

    Und dass die Kripo Fenster putzt - wen interessiert`s? Vielleicht haben die Ihre Mittagspause oder den Feierabend dafür genutzt, wer weiß das schon?

  5. 11.

    Sie haben die zur Zeit gültigen Regeln offenbar nicht verstanden. Sie dürfen Ihre privaten Fenster putzen. Jeden Tag. Zur Not auch mehrmals.

    "Gestichel" kann ich in meiner klaren Schilderung nicht entdecken.

  6. 10.

    Was soll das Gestichel gegen die Polizei? Nur, weil vielleicht zwei sich nicht korrekt verhalten haben, gleich auf alle schließen?
    Ich habe übrigens auch während meiner Homeoffice-Arbeitszeit Fenster geputzt. Auweia! Hoffentlich verpfeift mich niemand!

  7. 9.

    Die Abstandsregeln scheinen für alle Menschen zu gelten. Nur die Polizei muss sie nicht einhalten. Auf dem Markt am Wittenbergplatz kommen mir 2 junge Polizisten auf "meiner" Seite entgegen. Platz machen? Fehlanzeige. Ich bleibe also stehen und der eine Polizist merkt wohl sein Fehlverhalten. Ergebnis: Er pöbelt irgend etwas hinter mir her. Bravo, solche Schnösel haben Achtung und Rückhalt der Bevölkerung verdient. *ironieoff*

    Aber macht ja nichts, bei der Mordkommission in der Keithstraße werden Fenster geputzt. Das ist sicher systemrelevant. Schließlich muss die Kripo den Durchblick haben. Und schon wieder *ironieoff"

  8. 8.

    Ja, sehe ich auch so.... auch andere Dinge könnten erledigt werden z.b. schneller Radwege bauen, leere Schulen reparieren, müßte alles flexibler koordiniert werden....

  9. 7.

    Ich finde ja, wir könnten die Zeit nutzen und gesamtgesellschaftlich zu diskutieren, welche Art von Gesundheitswesen wir in Zukunft haben möchten. Kaputtsparen und marktwirtschaftlich gewinnbringend führen ist offensichtlich der falsche Weg.

  10. 6.

    Genau das finde ich auch. Interessant ist, dass vor allem die Parteien, welche für Mangel und jahrelange Nicht-Vorbereitung verantwortlich sind, sich jetzt als Krisenmanager profilieren und dafür in den Umfragen Zulauf bekommen. So ist der Wähler halt...

  11. 5.

    Sehr interessanter Überblick - zeigt es doch sehr deutlich, dass die Brandenburger Landesregierung im Januar noch völlig andere Prioritäten hatte - Wirtschaftsansiedlung um jeden Preis, statt einer wirklich wichtigen Task Force zur Gesundheitsvorsorge. Dann wären jetzt vielleicht ausreichend Schutzausrüstungen da...für mich ein komplettes Versagen der Politik.

  12. 4.

    Hallo,

    Sie haben recht, die "Trompete"-Episode hat in unserer Coronik noch gefehlt - wir haben sie jetzt samt Link eingearbeitet. Danke für den Hinweis.

    Beste Grüße,

    Ihre Redaktion

  13. 3.

    Eine interessante und kritische Auflistung, vielen Dank an den RBB.
    Bezüglich der "Hamsterkäufe": Gaststätten, Betriebskantinen, Schulen und Kindergärten haben geschlossen. Von denen kaufen die wenigsten bei Aldi oder Rewe ein. Die vielen Menschen, die sich jetzt stärker selbst versorgen müssen, schon. Man hört nie, dass der Umsatz im Großhandel zurück ging. Warum wohl hatte Selgros angekündigt, auch für Privatpersonen zu öffnen? Die stärkere Nachfrage im Einzelhandel ist doch genau, was zu erwarten war. Zumal anfangs eine stärkere Ausgangssperre im Raum stand, jeder jederzeit mit 2 Wochen Quarantäne rechnen muss und die Regierung stärkere Bevorratung empfohlen hat. Dass Liefer-LKW an geschlossenen Grenzen im Stau standen, kam noch hinzu. Einige haben es schon übertrieben, aber insgesamt verstehe ich das Gejammer nicht. Dass den Einzelhandel an den Problemen mit der plötzlich gestiegene Nachfrage nicht die Schuld trifft, ist auch klar.

  14. 2.

    Und wie kam das Virus nun in die Welt? - Das erklärt der Artikel m.E. nicht. Wo kann sich denn der Patient Null, der schon am 1. Dezember erkrankt ist, angesteckt haben? Vielleicht könnte rbb24 mal die vielen Theorien, die über die Herkunft bzw. den Ausbruch des Virus (z.B. Laborunfall) kursieren, mal kritisch durchleuchten. China ist ja nun nicht gerade für Pressefreiheit und korrekte Berichterstattung bekannt.

    Wieso ist Südtirol so stark betroffen?
    Dass in vielen Regionen Deutschlands estmal noch munter Karneval gefeiert wurde, wird leider auch nicht erwähnt.

  15. 1.

    Am 29.2.20 war ein Spreader im Club Trompete feiern, Folge waren 17 Infizierte incl. 2 Polizisten. Damit ist er noch vor dem Praktikanten aus dem Büro in Mitte als Multiplikator aufgetreten. Öffentlich kommuniziert wurde es zögerlich, spätestens eine Woche danach wusste es aber ganz Berlin...

    Er taucht aber nirgends mehr auf.

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