Symbolbild: Medizinisches Personal in einem Zelt von einem Corona-Testzentrum (Quelle: dpa/Sven Hoppe)
Audio: rbb | 10.08.2020 | Miriam Keuter | Bild: dpa/Sven Hoppe

Schule in Alt-Tegel - Humboldt-Gymnasium testet Schüler wöchentlich auf Corona

Zum Schulstart unter Corona-Bedingungen beschreitet das Berliner Humboldt-Gymnasium in Alt-Tegel einen eigenen Weg: Statt Unterricht bekamen die Schülerinnen und Schüler erst einmal einen Corona-Test. Getestet wird in dieser und in der kommenden Woche zweimal, dann nur noch einmal pro Woche. Die Tests werden der Schule von einem Rostocker Bio-Technologie-Unternehmen kostenlos zur Verfügung gestellt.

Schulleiter Jörg Kayser schilderte im rbb, wie das Prozedere für die rund 1.000 Schülerinnen und Schüler stattfindet. Zunächst müssen sich die Kinder in einem Zelt auf dem Schulhof ihre Hände waschen. Danach bekommen sie, so Kayser, ein Aufklärungsvideo zu sehen, wie ein Corona-Selbsttest korrekt angewandt wird. Die Schülerinnen und Schüler müssen dann mit einem sterilen Spachtel den Abstrich selbst im Rachen vornehmen. Danach kämen die Proben ins Röhrchen und anschließend ins Labor, so Kayser weiter.

Schüler, Eltern und Lehrer, die bereits im Vorfeld über die Tests informiert worden waren, hätten überwiegend positiv reagiert. Man könne so gezielter auf eine eventuelle Covid-19-Infektion reagieren und müsse nicht gleich die ganze Schule schließen, sagte ein Schülersprecher dem rbb. Das ist auch das Argument der Schulleitung. Mit diesem Sonderweg wolle man im nun anlaufenden neuen Schuljahr handlungsfähig bleiben, so Schulleiter Jörg Kayser.

Was Sie jetzt wissen müssen

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

5 Kommentare

  1. 5.

    Nein. Die Kinder gingen nach hause und haben einen Tag frei, weil am Dienstag Einschlungen stattfanden. Heute (Mittwoch) sind sie wieder zur Schule gegangen.

  2. 4.

    Was in dem Artikel nicht erwähnt wurde: die getesteten Kinder wurden nach Hause geschickt und dürfen dort so lange warten, bis ihr Test negativ ausfiel.

    Hat sich jemand einmal die Mühe gemacht, Sensitivität und Spezifität dieser Tests mitzuteilen? Ich kenne mittlerweile viele, die nach einem ersten positiven Test sich so lange testen ließen, bis der Test negativ ausfiel.

    Besteht für diesen Test ein Goldstandard (z.B. wie beim Schwangerschaftstest: fiel er positiv aus, kann anhand der Schwangerschaft geprüft werden, ob der Test funktioniert [und umgekehrt])?

    Wenn ja - wie wird dieser ermittelt? Wurde bereits der Virus SARS-CoV-2 entsprechend den Koch'schen Postulaten isoliert? Wenn nein: wie wird validiert, wenn überhaupt?

    Und vor allem: warum wird nicht transparent das Verhältnis der positiv Getesteten zur Gesamtzahl aller Getesteten mitgeteilt, sondern nur eine über Monate kumulierte Zahl positiv Getesteter (wobei unklar ist, inwieweit hier Mehrfachtestungen einfließen)?

  3. 3.

    Ich finde das eine sinnvolle Maßnahmen direkt nach den Ferien, ich würde mir wünschen das dies eine generelle Anweisung für alle Kitas und Schulen wäre! Würde es für die ersten 14 Tage befürworten zur Sicherstellung das Bildung für unsere Kinder stattfinden kann! Das ist was wichtig ist und nichts anderes!

  4. 2.

    Ach ja, das Humboldt-Gymnasium und seine sehr spezielle Klientel. Kostenlose Tests für die Kinder unserer Besserverdienenden, Schulschließungen für den Neuköllner Pöbel - alle Menschen sind gleich, aber einige sind eben gleicher ...

  5. 1.

    Wie schön für diese Schule. Bitte berichten Sie die Ergebnisse. Ich träume davon, dass mit dieser Kenntnis im Hinterkopf ein Konzept aufgestellt wird, wie man möglichst sparsam testet, z.B. im "Pool". Eine Gruppe Schüler/Lehrer etwa wirft ihr Teststäbchen in einen Pool. Dann wird der ganze Pool analysiert in der Hoffnung, dass er komplett negativ ist.
    Bei niedriger Inzidenz und optimaler Gruppengröße sollte das eine Menge Laborkapazität usw. einsparen.
    Wenn natürlich ein positives Mitglied dabei ist, dann ist der ganze Pool positiv (und dann müsste individuell nachgetestet oder vorsorglich der ganze Pool in die Heimarbeit geschickt werden).
    Also, liebe schlaue Schüler/innen und Lehrer/innen: Bitte machen Sie das Beste aus Ihrer privilegierten Situation.

Das könnte Sie auch interessieren