13.05.2020, Brandenburg, Potsdam: Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz, hat sich während der Sitzung des Brandenburger Landtages einen Mund-Nasenschutz angelegt. (Quelle: dpa/Stache)
Bild: dpa/Stache

Beginn der Sommerferien - Nonnemacher ruft zu Corona-Disziplin im Urlaub auf

Die Brandenburger Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hat die Bürger dazu aufgerufen, die Corona-Regeln auch in der Ferienzeit konsequent einzuhalten. "Wir dürfen jetzt nicht nachlässig werden und so die zurückgewonnene Normalität aufs Spiel setzen", mahnte Nonnemacher am Mittwoch in einer Mitteilung.

"In Brandenburg ist die Situation immer noch erfreulich", sagte Nonnemacher am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtags. Es gebe auch keine Hotspots, vielmehr verteile sich die Zahl der Neuinfektionen auf mehrere Landkreise. Besonders gut sei die Lage in den stationären Pflegeeinrichtungen, erklärte Nonnemacher: Dort gebe es keine Fälle bei Heimbewohnern und lediglich drei Mitarbeiter, die vorsorglich in Quarantäne seien. In Gemeinschaftsunterkünften gebe es aktuell 24 Corona-Fälle, auch die seien auf mehrere Einrichtungen verteilt.

Nonnemacher: Jede Lockerung erhöht das Infektionsrisiko

Allerdings habe sich die Zahl der akut Erkrankten innerhalb von zwei Wochen von 60 auf derzeit rund 130 mehr als verdoppelt. "Allen muss klar sein, dass jede Lockerung das Infektionsrisiko erhöht", sagte die Ministerin. "Wir können den Weg hin zur vollständigen Normalität nur erfolgreich weitergehen, wenn alle Menschen sich weiter verantwortungsvoll und solidarisch verhalten."

Neue Corona-Hotspots wie im Landkreis Gütersloh (Nordrhein-Westfalen) und in Berlin-Neukölln und -Friedrichshain zeigten, wie schnell das Coronavirus das öffentliche Leben wieder massiv einschränken könne. "Deshalb gilt gerade in der Urlaubszeit, in der viele Menschen verreisen und unterwegs sind, besondere Vorsicht."

Auch Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) warnte am Mittwoch vor Nachlässigkeit im Umgang mit dem Virus. Noch seien solche Infektionsherde wie in Neukölln oder Friedrichshain lokalisier- und isolierbar, sagte Kalayci im rbb. Die eigentliche Gefahr liege aber darin, dass sich Neuinfektionen streuen. Die durch die jüngsten Lockerungen der Corona-Eindämmungsverordnung aufgehobenen Kontaktbeschränkungen könnten missverstanden werden. Auch jetzt sei nicht die Zeit für "supertolle große Familienfeiern ohne Schutz", so Kalayci.

Sendung: Brandenburg Aktuell, 24.06.2020, 19:30 Uhr

Was Sie jetzt wissen müssen

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

2 Kommentare

  1. 2.

    Und wenn die Kamera aus ist, schnell den Lappen aus dem face entfernen. So wie ihr lieben Politiker es ALLE macht.

  2. 1.

    Da gebe ich Frau Nonnemacher recht.
    Passt auf und seid nicht übermütig. Sehr gern würde ich die Kinder nach den Ferien wieder unbeschwert auf dem Schilhof sehen. Außerdem möchte ich gern das kleine Läden Überleben und nicht nochmals schliessen müssen.

Das könnte Sie auch interessieren