Kurz nach Reaktivierung - Kraftwerksblock in Jänschwalde wieder vom Netz genommen

Do 20.10.22 | 17:18 Uhr
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Jänschwalde: Wasserdampf steigt aus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG).
Audio: Antenne Brandenburg | 20.10.2022 | Holger Kessler | Bild: dpa

Der Energiekonzern Leag hat einen Kraftwerksblock in Jänschwalde (Spree-Neiße) kurz nach der Reaktivierung wieder vom Netz genommen. Das hat das Unternehmen am Donnerstag auf rbb-Nachfrage mitgeteilt. Demnach sei Block F, der seit einigen Tagen wieder Strom produzieren sollte, bereits seit Anfang der Woche aufgrund einer Störung nicht mehr am Netz. Man gehe davon aus, dass der Block in den nächsten Tagen wieder Strom produzieren werde, so eine Unternehmenssprecherin.

In den kommenden Monaten "gut am Markt"

Block F wurde am Wochenende reaktiviert. Der zweite reaktivierte Block E ist seit zwei Wochen wieder am Netz. Dort gebe es allerdings gerade einen "kleineren Schaden" an einem der beiden Kessel, der kurzfristig behoben werde, hieß es. "Mit teilweise auftretenden technischen Befunden während des Beginns des Dauerbetriebs haben wir gerechnet", sagte die Leag-Sprecherin. Das Unternehmen gehe davon aus, in den kommenden Monaten mit den Blöcken "gut am Markt verfügbar zu sein", hieß es weiter.

Die Kraftwerksblöcke E und F waren wegen des geplanten Braunkohleausstiegs jahrelang in einer sogenannten Sicherheitsbereitschaft und nun im Oktober reaktiviert worden, um für mehr Energiesicherheit zu sorgen.

Block F sollte eigentlich Anfang Oktober endgültig stillgelegt werden, Block E ein Jahr später.

Sendung: Antenne Brandenburg, 20.10.2022, 18:30 Uhr

7 Kommentare

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  1. 7.

    Der Block F verfügt wie alle anderen 5 Blöcke über 2 x 815 t/h Dampferzeuger (Kessel). Wenn nicht beide Kessel einen Schaden haben, könnte der 500 MW Turbosatz nur mit einem Kessel also 250 MW am Netz weiter betieben werden .

  2. 6.

    Gibt es denn unter den vielen hunderttausenden Schutz-und Arbeitsuchenden keinen, der eine Lok fahren kann ? Auch könnte man ja wieder Fachkräfte aus der Türkei anwerben.

  3. 5.

    Um den Block F hochfahren zu können musste ein anderer Block runtergefahren werden. Es fehlt einfach an Kohle! Es gibt nicht genug Lokführer, die die Kohle vom Tagebau ins Kraftwerk zu fahren. Es ging lediglich darum vermelden zu können, das Block F fristgemäß wieder am Netz ist. Der Kohleausstieg ist beschlossen und das Kraftwerk fährt daher seit Jahren auf Verschleiß und die Personalplanung ist dementsprechend ausgerichtet. Jetzt fehlt es an Personal und in den Blöcken wurde nur das Notwendigste repariert.

  4. 4.

    Eigentlich ist hier nicht viel zu kommentieren, der Kommentarbereich wäre bei anderen echten Meldungen wichtiger, fehlt aber bisweilen bei eher zur Kontroverse neigenden Themen. Eigentlich ist es nicht einmal eine Meldung, da Wiederanlaufstörungen so vom Betrieb laut dem Bericht auch erwartet wurden.

  5. 2.

    Wahrscheinlich sind ein paar nette Dioxine ausgetreten und der Hund von einem Politiker ist auf grund dessen verstorben.

  6. 1.

    Rückwärts nimmer!

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