Frankfurt (Oder) - Badeverbot am Helenesee bleibt nach Schweinepest-Fällen bestehen

Helenesee in Frankfurt (Oder)
Video: rbb|24 | 07.07.2021 | Material: Brandenburg aktuell | Bild: rbb

Seit Ende Mai ist der Helenesee bei Frankfurt (Oder) für Badegäste wegen Erdrutschungen komplett gessperrt. Die Sperrung könnte bis Ende des Jahres andauern - Grund ist auch die Afrikanische Schweinepest.

Der Uferbereich am Helenesee bei Frankfurt (Oder) bleibt weiter gesperrt. Das teilte das Landesbergbauamt dem rbb am Mittwoch mit. Neben der Rutschungsgefahr am ehemaligen Tagebau liegen der Helene- und der angrenzende Katjasee nach weiteren Fällen der Afrikanischen Schweinpest (ASP) seit vergangener Woche in einem Kerngebiet.

Damit würde dort eigentlich ein Betretungsverbot greifen. Da der Strandbereich am Helenesee aber eingezäunt ist, gelte hier das Betretungsverbot nicht, teilte die Frankfurter Stadtverwaltung auf ihrer Website mit [frankfurt-oder.de]. Somit seien Spaziergänge an der Promenade derzeit möglich. Gebadet werden kann in diesem Jahr aber auch nach Freigabe der Strandabschnitte durch das Bergbauamt wohl nicht mehr, bestätigte ein Sprecher der Stadt auf Nachfrage.

Untersuchungen haben begonnen

Anfang März wurden am Ostufer des beliebten touristischen Ausflugsziels massive Rutschungen festgestellt. Daraufhin wurde der Helenesee teilweise, seit Ende Mai komplett gesperrt. Als ein Grund wird der historisch niedrige Wasserstand des Sees vermutet.

Derzeit werden Standfestigkeitsmessungen im Uferbereich des Helenesees vorgenommen. "Vor wenigen Tagen haben wir mit unseren Auftragnehmern die Untergrund-Vermessungen von den Böschungen und vom Seegrund abgeschlossen", sagte der Amtschef Sebastian Fritze am Mittwoch. "Heute sind die Drucksondierer fertig geworden." Diese hätten die Profile des Sees im Wasser vermessen. Bis Mitte kommender Woche müssten noch die landseitigen und die Profile im Schwankungsbereich des Wassers genommen werden, so Fritze weiter.

Geologische Untersuchungen am HeleneseeUntersuchungen am Helenesee

"Wenn man 20.000 Menschen am Strand hat, muss das passen"

Die Ergebnisse der bergbautechnischen Untersuchungen müssen anschließend von einem Sachverständigen ausgewertet werden. "Für die endgültige Aussage, wie es für die nächsten Jahre weitergeht, brauchen wir Nachweise für die Standsicherheit. Wenn man hier 20.000 Menschen auf dem Strand hat, muss das einfach passen." Ob bis Ende des Monats eine Entscheidung über das weitere Vorgehen getroffen werden kann, sei völlig offen. Auch, ob zeitnah einzelne Strandabschnitte wieder freigegeben werden könnten, sei unklar.

Selbst wenn sich der avisierte Termin zur endgültigen Erstellung des bergbautechnischen Gebietes verzögert, ans Badengehen ist am Helene- und am Katjasee aufgrund der Afrikanischen Schweinepest erst einmal nicht zu denken.

 

Sendung: Antenne Brandenburg, 07.07.2021, 15:40 Uhr

Sendung: Antenne Brandenburg, Antenne am Nachmittag, 07.07.2021, 15:40 Uhr
Sendung: Antenne Brandenburg, Antenne am Nachmittag, 07.07.2021, 15:40 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Wenn das Ufer bis ins nächste Jahr unberührt bleibt, werden sich schützenswerte Lebewesen/Pflanzen breitmachen, die eine Öffnung der Uferbereiche verhindern werden. Die entsprechenden Suchtrupps werden es finden.

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