Potsdam und Cottbus bewerben sich - Brandenburger Gastronomie sieht Chance in Modellprojekten

Absperrband kennzeichnet die Tische eines Restaurants im Flughafen BER (Quelle: picture alliance/Andreas Franke)
Bild: picture alliance/Andreas Franke

Die Gaststättenbranche in Brandenburg sieht nach eigenen Angaben eine Chance in den geplanten Modellprojekten für Lockerungen in Kreisen oder Städten. "Für uns ist es ein Weg auszutesten, wie es unter Pandemie-Bedingungen geht", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Brandenburg, Olaf Lücke, der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. Diese Idee sei auf jeden Fall besser, als "einfach nur zuzumachen", sagte Lücke.

Seit dem 2. November sind Gaststätten und Cafés in Brandenburg wegen der Corona-Krise geschlossen - bis auf Liefer- oder Abholdienst. Bund und Länder vereinbarten, dass in den Ländern und in einzelnen Regionen zeitlich befristete Modellprojekte mit Schutzmaßnahmen und Corona-Testkonzept möglich sein sollen, um Bereiche wie Handel und Gastronomie zu öffnen.

"Das Saarland macht es vor"

Die Stadt Potsdam lässt das Einkaufen seit Samstag mit Termin und negativem Test zu und will Modellkommune werden. Als weitere Modellprojekte wollen sich Cottbus, Brandenburg an der Havel und der Kreis Uckermark bewerben. Das Brandenburger Kabinett will solche Lockerungen über voraussichtlich sechs Modellprojekte ermöglichen.

Der Dehoga Brandenburg sieht in der geplanten regionalen Öffnung ein Zeichen: "Es ist eine Signalwirkung an die Branche: Hier geht was", sagte der Hauptgeschäftsführer. Ein Signal gehe aber auch an die Gäste, dass es die Chance gebe, aus dem Lockdown herauszukommen, wenn sie sich an die Regeln hielten. "Das Saarland macht es vor", sagte Lücke. Vom 6. April an sollen im Saarland Kinos, Fitnessstudios und die Außengastronomie wieder offen sein - aber nur mit tagesaktuellem negativen Corona-Schnelltest.

Die Brandenburger Gaststätten warten auf den 12. April, wenn sich Bund und Länder wieder treffen, um über neue Corona-Regeln zuv beraten. "Da muss es ganz klare Angebote geben - ansonsten sehe ich für die Branche schwarz", sagte Lücke.

Sendung: Antenne Brandenburg, 28.03.2021, 10:30 Uhr

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7 Kommentare

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  1. 7.

    wie naiv ist das denn? Gerade haut die 3. Welle voll zu und jetzt noch ein Vorschlag, die Corona-Notstandslage noch mehr anzuheizen und ins Unendliche zu verlängern: Die Wirtschaft und "ungerecht" Lockdown-Maßnahmen sind jetzt zweit- oder drittrangig: Wissenschaftler warnen eindringlich davor, dass parallel zu weiterem dramatischem Anstieg der Infektionen nicht nur das Gesundheitswesen funktionsunfähig wird, sondern das die Virus-Mutationen in einer Geschwindigkeit und einem Ausmaß zunehmen, dass die derzeit verfügbaren Impfstoffe durch die Mutationen ausgetrickst und wirkungslos werden, d.h. die ganze Impfstoffsuche muss dann von vorne beginnen. Ist DAS IHR Ziel? >viel glück damit! So geht Leer-, nein Verzeihung, BLÖD-Denken mit IQ null

  2. 6.

    Volksverarsche wie Anfang der 60er, wo in einer Broschüre für Verhaltenmaßnahmen bei ABC-Angriffen empfohlen wurde, sich unter einem Tisch mit Müchern zu verkriechen und in diesem "bunker" einen Kochtopf über den Kopf zu ziehen"

  3. 5.

    Das ist echt eine Farce was sich Brandenburg hier leistet. Irgendwie hat man das Gefühl das in diesem Bundesland garnichts ernst genommen wird...ein Menschenleben ist hier nichts wert..fast jeder Bürgermeister ist geimpft und die Kranken werden überhaupt nicht berücksichtigt...naja dann fällt es wegen einer auch bald bei uns bevorstehenden Entscheidung auf den intensiv Stationen leichter...

  4. 4.

    Spart lieber das Geld für solche Experimente und gebt den Betroffenen lieber das Geld in die Hand damit sie ihre Existenz absichern können.

  5. 3.

    Ich kann diese Experimente und das falsche in Sicherheit wiegen nicht nachvollziehen. Die Tests weisen alle eine starke Fehlerquote auf! Ich verweise hier gern mal auf folgenden Artikel: https://www.tagesspiegel.de/wissen/als-saeule-der-pandemiebekaempfung-gedacht-corona-schnelltests-liefern-unzuverlaessige-ergebnisse/27036606.html

  6. 2.

    Wenn für alle Gastronomien in ganz Deutschland das modellprojekt anbieten was soll der ewige Flickenteppich so kann es passieren das man wieder von einem Ort zum anderen fährt nur um ein bisschen Normalität zu erhaschen. Die Kneipe wo ich arbeite ist schon auf alles vorbereitet für den Fall das es mal zur Öffnung kommt!!

  7. 1.

    Die Berliner Gastronomie könnte doch auch von den verpflichtenden Schnelltests zum Shoppen profitieren und wieder öffnen. Alles andere wäre doch unlogisch oder?

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