Teams und Outlook betroffen - Weltweite Störung legt Microsoft-Dienste stundenlang lahm

Mi 25.01.23 | 14:02 Uhr
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Das Microsoft Company-Logo. (Quelle: dpa)
dpa
Audio: rbb24 Inforadio | 25.01.2023 | Bild: dpa

Eine weltweite Störung bei Microsoft hat am Mittwoch zu einem Ausfall zahlreicher Dienste des Software-Konzerns geführt. Nutzer berichteten auf Portalen wie "allestörungen.de", dass unter anderen die Bürokommunikations-Plattform Teams und der E-Mail-Service Outlook.com nicht funktionierten.

Auslöser war ein Fehler bei einer Änderung der Netzwerk-Konfiguration in Microsoft-Systemen, wie der Konzern mitteilte. Dadurch konnten Dienste nicht mit der Cloud-Infrastruktur und auch nicht untereinander kommunizieren. Nachdem das fehlerhafte Update rückgängig gemacht wurde, kamen die betroffenen Dienste am späten Vormittag (MEZ) nach und nach wieder online.

Tausende Störungsmeldungen

In Ländern wie Deutschland oder Indien meldeten jeweils mehrere Tausend Nutzer Schwierigkeiten. Gegen 9:00 Uhr wurden der Website zufolge fast 12.000 Störungen allein für Teams gemeldet, die Zahl der Meldungen ging ab etwa 9:30 Uhr allerdings wieder stark zurück.

Fehler bei Änderungen der Netzwerk-Konfiguration sorgten in der Vergangenheit immer wieder für großflächige Ausfälle. Der Effekt wird dadurch verstärkt, dass die Infrastruktur für den Betrieb von Cloud-Diensten stark bei wenigen großen Anbietern wie Amazon, Microsoft und Google konzentriert ist. So setzen auf Microsofts Cloud-Angeboten wie Azure nicht nur die hauseigenen Angebote des Konzerns auf, sondern auch viele Start-ups und große Unternehmen greifen auf sie zurück.

Sendung: rbb24 Inforadio, 25.01.2023, 11:00 Uhr

17 Kommentare

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  1. 17.

    Naja, stimmt irgendwie. Es gibt kaum noch Malware, die unterhalb von XP fehlerfrei läuft.

  2. 16.

    Kann man auch machen. Muss man aber nicht. Man bleibt einfach bei den älteren Versionen. Die sind sowieso sicherer und besser.

    Und mit der Zeit wird es auch möglich sein, das sich auch darauf andere Software installieren läßt. Die Konkurrenz schläft ja nicht und will ja auch weiterhin Geld verdienen.

  3. 14.

    Wenn ich ihren Text so lese, würde ich eher sagen, das sie auf ihre Pumpe aufpassen sollten.

    Zu ihren Schlagwort “Technologieverweigerer“ gibt es eigentlich nur eine einzige Antwort. Sie vergessen, das es auch Menschen gibt die ihren Verstand benutzen und nachdenken. Und bei denen die Vernunft siegt.

    Aber dieses Thema wird ja bald wieder aufkommen, wenn das gezwungene 49-Euro-Online-Ticket kommt. Was auch die Überwachung/Kontrolle mehr als deutlich macht. Denn was soll der Onlinezwang zu einen monatlich kündbaren Ticket, wodurch es auch viele Menschen geben wird/gibt die dadurch keine Möglichkeit haben dieses Ticket zu erwerben und zu nutzen. Und bei einen monatlich kündbaren Ticket, reicht ein Ticket am Automaten aus, wo dann alle, wirklich alle, was davon haben.
    Hinzu kommt noch, das denn der Spaß bei Kontrollen ausbleibt, wenn man kein Ticket zeigen kann, da alles offline ist.

  4. 13.

    Hier noch ein Beispiel. Heut zu Tage werden doch viele Notbooks im S-Modus verkauft, die der Scherheit dienen sollen. Sicherheit ist zwar gut, aber was nützt das einen, wenn man da keine andere Software installieren kann, die nicht von Microsoft ist. Wer nur Surfen will, den kann es im Prinzip egal sein. Aber ...

    ... wer schützt mich dann vor Microsoft, wenn man keinen Schutz dafür installieren kann.

  5. 12.

    "Was läuft bei Ihnen falsch, dass Sie fordern, jeder hätte so zu sein wie Sie?"
    Was läuft bei Ihnen falsch, dass Sie mir eine solche Aussage unterstellen?
    Das habe ich mit keinem Wort gefordert!

    Ich gebe Ihnen Recht, dass ich mich mit dem bloßen Wort "Technologieverweigerer" unklar ausgedrückt habe. Und Sie haben natürlich Recht mit der Feststellung, dass es Menschen gibt, die aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen digitale Medien/Angebote nicht nutzen können. Ein permanentes Funkloch gehört aufgrund alternativer Zugangsmöglichkeiten nicht dazu. Und da sich mein Beitrag auf den einer/s Kommentators/kommentatorin bezog, der/die sehr wohl mit einem PC umgehen kann, dies aber nicht will, liegt in diesem Fall die Bezeichnung Technologieverweigerer nicht so weit weg.
    Also halten Sie den Ball flach und denken Sie an Ihre Pumpe ;-)

  6. 11.

    Der sogenannte Bedarf der Masse wäre ganz anders verteilt, wenn man nicht im Prinzip zum Online gezwungen wird. So wie es ja auch immer mehr beim Bezhalen und anderen Dingen nur mit Smartphone geht, bzw, gehen soll. Das Ganze dient nur der Verbesserung der Überwachung und Privatsphäre wird zum Frendwort, bzw. bleibt auf der Strecke.

    Tja, sie wären froh, wenn sie alles online machen könnten. Da gehen die Meinungen aber auch auseinander. Zum Teil haben sie damit recht, zum anderen Teil hat man dann nie was in der Hand, wenn es z.B. zu Problemen kommt. Und hat dann das Nachsehen.

    Das heute hat auch nur wieder gezeigt, wie die Menschheit aufgeschmissen ist, wenn mal alles offline ist. Ist genau der Grund warum bei mir auch alles, bei mir ist und nicht auf Clouds oder ähnliches. Wobei ich es immer sehr kurios finde, wie man bei den Sachen immer behaupten kann, was man dann alles hat. Obwohl man dann erst recht nichts hat, was heute viele merken mussten.

  7. 10.

    Was läuft bei Ihnen falsch, dass Sie fordern, jeder hätte so zu sein wie Sie? Die technologische Entwicklung orientiert sich doch am Bedarf der Masse. Aber nicht jeder, der dem nicht folgt, ist ein Technologieverweigerer. Die Gründe reichen vom permanenten Funkloch bis zur körperlichen Unmöglichkeit, einen Computer zu bedienen. Und für diese Menschen muss es Alternativen geben. Eine Alternative bedeutet nicht, dass der Fortschritt aufgehalten wird, sondern nur, dass man auch denen, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht die technologischen Möglichkeiten nutzen können, ebenfalls die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglichen muss.

  8. 9.

    Viel Meinung, leider wenig Verständnis für die Realität. Bei der Störung handelte es sich um ein reines Netzwerkproblem bei Microsoft selbst. Die Behebung der Störung ist im Wesentlichen seit 10:00 Uhr heute Morgen abgeschlossen und die Dienste funktionieren wieder wie gewohnt. Natürlich waren davon ausgesprochen viele Nutzer betroffen und das auch alle gleichzeitig. Trotzdem haben die Clouddienste der großen Anbieter eine Verfügbarkeitsquote, von der Firmen mit eigener Serverinfrastruktur nur träumen können und zusätzlich rund um die Uhr genügend Experten zur Hand, um das Problem in kürzester Zeit zu beheben. Da kann der gute alte Server-Admin vor Ort schlicht nicht mithalten. Diese hohe Zuverlässigkeit ist für Firmen heute ein absolutes Muss, insbesondere wenn sie nicht nur an einem einzigen Standort arbeiten.

  9. 8.

    Lach,
    Sie nennen genau die Dinge für das das dieser übersteigerte Irrsinn absolut nicht notwendig ist - außer man ist kriminell oder verdient sein Geld damit….
    übrigens hatte ich mein gesamtes Berufsleben seit 1985 als Informatiker (vor allem gerade im Bereich ‘Internet’) zugebracht - langsam tendiere ich dazu mich zu schämen!

  10. 7.

    Nun, ich wäre froh, wenn ich wirklich alles Online machen könnte. Viel mehr als heute. Man denke nur an die sinnlosen Wartezeiten bei Behörden und Ämtern, unnötige Wege, sozialen Kontakt mit Menschen, denen man nun wirklich nicht begegnen will. Welch verschenkte Lebenszeit!

    "Es muß aber auch weiterhin anderen Alternativen geben!"
    Warum? Die Gesellschaft muss sich in ihrer Entwicklung am Bedarf der Masse orientieren, nicht an Technologieverweigerern. Natürlich steht es jedem frei, sich aus irgendwelchen Gründen nicht mit digitalen Services zu beschäftigen. Nur kann diese Minderheit nicht der Maßstab sein und nicht über die Möglichkeiten der Mehrheit bestimmen.

  11. 6.

    " ich kann auch ohne"
    Ich glaube, da unterliegen Sie einem Trugschluss.
    Wie Sie selbst feststellen, ist das Internet mehr als einzelne Dienste oder Anwendungen. Ohne Internet würden Sie heute z.B. Ihr Gehalt bzw. ggf. Transferleistungen erhalten, keine AU-Bescheinigung übermittelt bekommen, wichtige Steuerunterlagen erhalten etc. um nur mal ein paar "schmerzhafte" Beispiele zu nennen.

    Cloud-Infrastruktur hat eben auch Nachteile im Vergleich zu OnPrem.

  12. 5.

    Tja, mir gehts genauso, privat wehre ich mich auch gegen Smartphone, Internet und Co. (Dienstl. brauche ich leider einen PC, anders gehts nicht mehr).Ich sehe es auch als große Nötigung an... fast überall schleicht es sich ein, daß man alles nur noch online machen kann. Es muß aber auch weiterhin anderen Alternativen geben! Leider wird vorausgesetzt, daß jeder immer und überall online und erreichbar ist.

  13. 4.

    Der Erfolg des Internets (und das ist wesentlich mehr als die Allgemeinheit heute nur als ‘www’ oder schlimmer noch das ‘Dienst’ wie Face*, Tw* etc kennt) beruhte auf seiner Dezentralisierung und relativen Unabhängigkeit. Davon ist heute nix mehr übrig- man sieht die ersten Folgen. Und es wird noch schlimmer werden…..
    Mir (fast) egal - ich kann auch ohne, weiß aber noch nicht wie lange ich mich noch gegen manche Nötigungen wehren kann!

  14. 3.

    Unsere IT sagt, Softwareproblem von Microsoft, könne man nichts machen…. Abwarten.. Geduld & so..

  15. 2.

    lol, der Russe war's, na klar. Die Ausrede nehme ich jetzt auch immer, wenn ich eine Route falsch konfiguriere.

  16. 1.

    Ein bisschen viel Störung seit Februar letzten Jahres. Liebesgrüße aus Moskau?

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