ARCHIV: Leere Betten stehen im Corona-Behandlungszentrum Jaffestraße auf dem Berliner Messegelände
Audio: rbb 88.8 | 14.10.2020 | David Donschen | Bild: dpa/Michael Kappeler

Steigende Infektionszahlen - Corona-Krankenhaus auf Berliner Messegelände einsatzbereit

Der Berliner Senat sieht sich gut für den Fall gerüstet, dass bei stark steigenden Corona-Fallzahlen mehr Intensivbetten gebraucht würden. Gegenüber dem rbb betonte die Gesundheitsverwaltung am Mittwoch, das Corona-Behandlungszentrum auf dem Messegelände sei einsatzbereit und stünde aktuell mit 500 Betten zur Verfügung.

Eine Halle für 300 weitere Betten ist demnach vorbereitet. Dazu kommen noch 200 Betten in der ehemaligen Klinik in der Diesterwegstraße im Stadtteil Prenzlauer Berg.

Hunderte Mitarbeiter stehen zur Verfügung

Auch Personal steht laut Senat im Bedarfsfall zur Verfügung, es gebe 100 Freiwillige aus Vivantes-Kliniken und weitere 160 Mitarbeiter über sogenannte Abrufverträge. Darüber hinaus gebe es einen Pool von knapp 200 externen Mitarbeitern, die bei einer Zuspitzung der Lage ebenfalls aktiviert werden könnten.

Regelmäßig würden Schulungen durchgeführt, damit alle im Ernstfall mit den Örtlichkeiten und Abläufen vertraut sind.

Umbaukosten von 31 Millionen Euro

Das provisorische Notfall-Krankenhaus auf dem Messegelände war Ende April nach vier Wochen Bauzeit fertiggestellt worden. Gedacht war der zusätzliche Standort laut Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) als Reservekrankenhaus, wenn andere Kliniken keine Patienten mehr aufnehmen können.

Die Umbaukosten für die Messehalle 26 mit ihren 12.000 Quadratmetern war auf 31 Millionen Euro veranschlagt worden.

Sendung: Abendschau, 14.10.2020, 19:30 Uhr

Was Sie jetzt wissen müssen

7 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 7.

    @Elli:
    Heißt das, Sie würden den Umbau erst angehen, wenn die Kacke am dampfen ist? Diese Strategie hat im Frühjahr in anderen Ländern viele Menschen das Leben gekostet. Und verglichen mit anderen Haushaltsausgaben sind 31 Millionen tatsächlich nicht allzuviel Geld.

  2. 6.

    Bin gespannt ,ob dieser 31 mio Bau je gebraucht wird.

  3. 5.

    Dann werden Sie doch US-Präsident! Dann kriegen Sie eine auch nicht zugelassene Therapie.

    Oder wie sieht Ihre Alternative aus? Einfach nicht zum Arzt gehen, wenn der Hals dick wird?

  4. 4.

    Keine Sorge! Das sind Geräteeinweisungen für Personal, das weiß, was invasive/nichtinvasibe Beatmung ist.

  5. 3.

    Das ist ja eine schöne Milchmädchenrechnung...1000 Betten, aber kein garantiertes Personal? Handelt es sich bei dem angesprochenen „Reservepersonal“ eigentlich um ausgebildetes Intensivpflegepersonal, welches zu Normalbedingungen schon an Krankenhäusern fehlt? Und was ist eigentlich mit Ärzten? Wird es dann auch welche davon geben?? Das hört sich alles nach einer Blase an, die im Falle des eintretenden Notfalls garantiert platzen wird.

  6. 2.

    Ganz platt gesagt, ich möchte nicht mit Schnorchel im Hals von Pflegekräften, Studenten, Medizinern behandelt werden, die die Beatmungskiste nur durch einen Schnelldurchlauf kennen.

  7. 1.

    In einem Artikel heute Vormittag stand, das die Charite wegen fehlenden Personals Operationen streicht, jetzt soll Medizinisches Personal mit Abrufverträgen im Notkrankenhaus eingesetzt werden? Wer arbeitet denn dann noch in einem normalen Krankenhaus? Pförtner und Wachschutz?

Das könnte Sie auch interessieren