Teilnehmer aus rechter Szene - Brandenburger Linken-Politiker nach "Friedens"-Demo in der Kritik

Mi 21.09.22 | 10:47 Uhr
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Demonstration gegen die Energie- und Außenpolitik der Bundesregierung in Brandenburg an der Havel am 17.09.2022. (Quelle: rbb)
Video: rbb24 Brandenburg aktuell | 20.09.2022 | Carsten Krippahl und Markus Woller | Bild: rbb

Der "heiße Herbst" hat in Brandenburg begonnen: Die Teilnahme an einer der vielen Demos hat für einen Linken-Politiker nun Folgen. Er demonstrierte mit Akteuren der rechten Szene. Dafür gibt es auch aus der eigenen Partei Kritik.

Der Brandenburger Linken-Lokalpolitiker Bernd Lachmann steht nach der Teilnahme an einer Demonstration in Brandenburg an der Havel am vergangenen Samstag in der Kritik. Ihm wird, auch aus der eigenen Partei, vorgeworfen, sich nicht klar genug von der rechten Szene distanziert zu haben.

Zu der Demo gegen die Energie- und Außenpolitik der Bundesregierung hatte das sogenannte "Bündnis für Frieden" aufgerufen. Lachmann hatte den Protest mitorganisiert. Unter den 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren auch Akteure der rechten und rechtsextremen Szene erkennbar, einschließlich sichtbarer Reichsbürger-Symbole. Auch Mitglieder der Querdenker-Szene sowie der AfD-Politiker Lars Hünich demonstrierten mit.

"Ich kannte die Gesichter nicht, ich und die anderen Ordner sind teilweise auch im vorderen Bereich mitgelaufen", erklärte Lachmann, Mitglied im Kreisverband Potsdam-Mittelmark, am Dienstag dem rbb. Auch der AfD-Landtagsabgeordnete Hünich sei ihm nicht bekannt gewesen.

Bereits wenige Stunden nach der Demo habe ein Shitstorm gegen ihn begonnen, so Lachmann.

Demo-Teilnehmer mit rechter Symbolik

"Man muss wissen, mit wem man auf die Straße geht"

Auch im Brandenburger Landtag löste die Mischung der Demonstrierenden einige Kritik aus. "Wenn man solche Demonstrationen anmeldet, muss man wissen, mit wem man auf die Straße geht", sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Jan Redmann. Das Beispiel Brandenburg an der Havel zeige, dass viele Menschen bei solchen Demos mitdemonstrierten, denen es nicht nur um die Energiekrise gehe.

Die Brandenburger Grünen sehen das Problem auch darin begründet, dass einige Linke und Rechte in den aktuellen Debatten ähnliche Positionen beziehen würden. "Die Linke muss sich entscheiden, wo sie steht und wo sie hin will", sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Petra Budke. Das schließe auch Positionen zum Krieg gegen die Ukraine und zu Sanktiionen gegen Russland ein.

In Brandenburg finden derzeit an vielen verschiedenen Orten regelmäßig Demonstrationen verschiedener Strömungen statt. Allein am Montagabend waren es laut der Potsdamer Polizei etwa 40 im gesamten Bundesland mit 7.500 Teilnehmern. Die Themen und Strömungen lassen sich dabei nicht immer scharf trennen.

Kritik auch aus der Linken

Auch aus der Linken selbst wird nach der Demonstation in Brandenburg an der Havel Kritik daran laut, dass bei den Teilnehmenden nicht näher hingeschaut wurde. Der Kreisverband Brandenburg an der Havel distanziert sich: "Wenn man als linkes Bündnis zu einer Demonstration aufruft, darf man nicht gemeinsam mit Querdenkern oder der AfD marschieren", sagte der Kreisvorsitzende René Kretschmer dem rbb. Eine klare Distanzierung sei nötig und liege in der Verantwortung des Veranstalters.

Auch der Linken-Landesvorsitzende Sebastian Walter zog am Dienstag eine klare Trennlinie: "Was nicht stattfinden darf, ist, dass die Linke gemeinsam mit Querdenkern, AfDlern, Rechtspopulisten oder Nazis auf die Straße geht". Wer sich absichtlich nicht daran halte, dem drohte Walter mit einem Parteiausschluss.

Demo-Teilnehmer mit rechter SymbolikBernd Lachmann (Linke)

Lachmann will weitermachen

Lokalpolitiker Bernd Lachmann zieht derweil Konsequenzen aus der vergangenen Demonstration. Er wolle trotz allem weiter machen. Bei der nächsten Demo im Oktober sollen aber mehr Ordner eingesetzt werden.

Sendung: rbb24 Brandenburg aktuell, 21.09.2022, 19:30 Uhr

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47 Kommentare

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  1. 47.

    Wenn ich diesen Bericht lese und die Antworten dazu, stelle ich mir ernsthaft die Frage: Wer hat eigentlich 1989 die Demos angemeldet und wer hat damals die Gesinnung und die Parteizugehörigkeit überprüft ? Es geht doch um die „Sache“ und nicht um Parteien! Und die eigentlich 4. Gewalt im Staat, die Medien, hinterfragen nicht, recherchieren nicht und sind nicht kritisch gegenüber den anderen Gewalten ! Da fragt man sich , wo sind wir bloß gelandet! Einen Dank für den Mut von Herrn Lachmann!

  2. 46.

    Ok, jetzt fünfter Versuch
    "Alle (damit meine ich in erster Linie Politiker) sollten sich darüber im Klaren sein, dass wir in
    - EINER GESELLSCHAFT LEBEN
    und mit den aktuellen gesellschaftlichen Problemen
    - GEMEINSAM KLAR KOMMEN MÜSSEN
    ob uns das gefällt oder nicht ist dabei vollkommen egal.
    Und wenn die Linke, die sich in den letzten Jahren erfolgreich zerfleischt hat und dabei in Richtung Bedeutungslosigkeit abgedriftet ist, sich nicht entblödet einem langjährigem Mitglied, dass sich für die Lösung sozialer Belange (im Gegensatz zur Parteispitze) einsetzt eine NÄHE ZUR AFD vorwirft und mit Ausschluss droht, ist das ein Beispiel für die Dekadenz unserer Gesellschaft."

  3. 45.

    Ok, jetzt vierter Versuch
    "Alle (damit meine ich in erster Linie Politiker) sollten sich darüber im Klaren sein, dass wir in
    - EINER GESELLSCHAFT LEBEN
    und mit den aktuellen gesellschaftlichen Problemen
    - GEMEINSAM KLAR KOMMEN MÜSSEN
    ob uns das gefällt oder nicht ist dabei vollkommen egal.
    Und wenn die Linke, die sich in den letzten Jahren erfolgreich zerfleischt hat und dabei in Richtung Bedeutungslosigkeit abgedriftet ist, sich nicht entblödet einem langjährigem Mitglied, dass sich für die Lösung sozialer Belange (im Gegensatz zur Parteispitze) einsetzt eine NÄHE ZUR AFD vorwirft und mit Ausschluss droht, ist das ein Beispiel für die Dekadenz unserer Gesellschaft."

  4. 43.

    Bin da ganz Ihrer Meinung. Das Schöne bei dem Aufschrei der Parteien, es lenkt so toll vom Thema der Demo ab. Aber das ist wohl leider parteiübergreifend. Inhaltliche Leere, dafür Ränkespiele in den Parteien.

  5. 42.

    Kann man ja so halten.aber wenn die linke so zerstritten ist wie in Deutschland,wird es zu dieser Politik nie eine vernünftige Opposition geben. Wie sagt man - teile und mach das Volk kaputt

  6. 41.

    Es sind ja wohl eher die Rechtsextremen die versuchen auf jeden Zug aufzuspringen. Fremdenfeindlichkeit, Corona und jetzt halt als Fünfte Kolonne Moskaus.

  7. 40.

    Vierter Versuch:

    „Der "nickklau" ist doch hier gang und gäbe und wird auch nicht verhindert.“

    Ja, bedauerlicherweise gibt‘s hier keine festen Accounts … Für irgendwelchen Querfront-Quatsch bin ich auf jeden Fall nicht zu haben! Mit Rechten demonstriert man nicht!

    (es sei denn, man ist selbst einer)

  8. 39.

    Leider nein, der eine Kommentar, völlig Nettiquette konform, wird leider gezielt zensiert.

  9. 38.

    Tja, jetzt werden die gemeinsam geteilten Nenner beider Pateien offensichtlich, und der "heßre Herbst" kann in Eintracht eingeläutet werden.

  10. 37.

    Okay, dritter Versuch:

    „Der "nickklau" ist doch hier gang und gäbe und wird auch nicht verhindert.“

    Ja, bedauerlicherweise gibt‘s hier keine festen Accounts … Für irgendwelchen Querfront-Quatsch bin ich auf jeden Fall nicht zu haben! Mit Rechten demonstriert man nicht!

    (es sei denn, man ist selber einer)

  11. 36.

    Was nutzt eine Erklärung, wenn diese nicht verstanden werden würde?

  12. 35.

    Die Regierung allen voran Habeck haben die Energieknappheit zu verantworten. Alles fusst auf den Irrglauben wir brauchen kein Russen Gas. Hat Habeck noch im Frühjahr so gesagt. Und nun? Tut er so als ob er uns vor sich selber retten muss. Und Habeck jammert, die Opposition bei der CDU hat dazu keine konkreten Forderungen. Hat Habeck vergessen, dass der vorläufige Weiterbetrieb der Atomkraftwerke eine Forderung der Opposition ist? Habeck verschleppt wichtige Entscheidungen, Zuerst behauptet er, man keine Kernbrennstäbe kaufen. Als die Industrie widerspricht, hört man von Habeck nichts.

  13. 34.

    "Wenn es gemeinsam für die richtige Sache geht ist das doch super .Und wenn man einen Schritt aufeinander zugeht merkt man vielleicht , das man garnicht so verschieden ist ."

    Sie unterscheiden sich also nicht von Rechtsextremisten, Querdenkern und Verschörungstheoretikern? Interessant.

  14. 33.

    Genau. Warum nicht auf Rechtsextreme, Verschwörungsideolog*innen und andere Demokratiefeind*innen zugehen, ihnen eine Bühne bieten, sich nicht von ihnen abgrenzen und sie somit legitimieren und gesellschaftlich anschlussfähiger machen - warum nicht? Weil eine Demokratie eine wehrhafte sein und beschützt werden muss. U.a. vor den Brandstifter*innen am rechten Rand, denen die Krisen der Vergangenheit oder Gegenwart ausschließlich dafür wichtig waren, sich selbst salonfähiger zu machen; die Rechweite der menschenverachtenden Einstellungen zu erhöhen, anstatt sich inhaltlich in irgendeiner demokratischen Weise zu bemühen. Ängste zu schüren, statt demokratiekonforme Lösungen zu erarbeiten, ist keine seriöse Politik.

    Zurecht wird hier jemand kritisiert, der sich sowohl inhaltlich als auch personell und organisatorisch in keiner Weise hinreichend darum bemüht hat, Rechtsextremen entgegenzutreten und sich zu distanzieren. Querfrontler*innen hat die Linke dank Wagenknecht genug.

  15. 32.

    Gegen 14:00 hatte ich auch schon / noch mal auf Deine #12 Bezug genommen, ist aber anscheinend nicht durchgekommen … irgendwann vorhin dann noch mal abgeschickt; vielleicht klappt’s ja diesmal … Passiert manchmal einfach total random und funktioniert dann meistens beim zweiten Versuch – weshalb ich dahinter auch eher eine technische Ursache und keine Zensur vermuten würde.

  16. 31.

    Die Linken, insbesondere Herr Walter , würden sich auf der Jagd nach Stimmen sogar mit dem Teufel verbünden. Nur motzen reicht eben nicht.

  17. 30.

    Zu dem Bündnis, das zur Demo aufgerufen hatte, gehören neben Mitgliedern der "Linken" auch Mitglieder der DKP, jedoch kein Nazi. Natürlich ist es betrüblich, wenn sich die "Falschen" einer Demo anschließen. Aber wo liegt Lachmanns Fehler? Man muss ihm seine Naivität vorwerfen. Es kamen 12-Mal so viele Teilnehmer wie erwartet, es gab nicht genug Ordner. Und schon hatte Lachmann "wahllos" Leute angesprochen, den Job zu übernehmen. Leider auch die "Falschen". So etwas muss besser organisiert werden. Aber: Linke verlieren nicht dadurch ihr Recht auf Demonstrationsfreiheit, wenn Rechte mitlaufen. Denn wenn das Schule macht, können sie linken Protest auf der Straße letztlich genau dadurch praktisch unterbinden. Und das dürfte nicht nur mir nicht recht sein.

  18. 29.

    Warum wird mein Kommentar zensiert aber solche Verschwörungsschwurbeleien durchgewunken?

  19. 28.

    Genau solche Leute wie Sie meine ich. Sie können oder wollen sich nicht die Mühe machen zu unterscheiden. Und Sie haben tatsächlich meine Aussage nicht verstanden. Durch solche platten Attitüden machen Sie es nicht besser. Sie sollten beide Kommentare lesen. Rechthaberei und Vorverurteilungen oder auch bewusste Fehlinterpretationen durch Sie bereiten den Boden für undemokratisches Denken.

  20. 27.

    "Wenn es gemeinsam für die richtige Sache geht ist das doch super .Und wenn man einen Schritt aufeinander zugeht merkt man vielleicht , das man garnicht so verschieden ist ."

    Sie unterscheiden sich also nicht von Rechtsextremisten, Querdenkern und Verschörungstheoretikern? Interessant.

  21. 26.

    "Gemeinsam für die richtige Sache zu sein" ist das Eine - Zustimmung
    Aber "aufeinander zugehen" etwas ganz anderes.
    Wo soll man denn auch aufeinander zugehen?
    Bei Verschwörungstheorien und Extremismus?
    Wohl kaum!

  22. 25.

    Ich bleibe auch in öffentlichen Verkehrsmitteln lieber stehen, da ich nie weiß, neben wem ich sitze. Denn vielleicht ist das ja ein Rechtspopulist und schon schwups.., bricht ein shitstorm über mich los!

  23. 24.

    Am besten man geht gar nicht mehr demonstrieren, es könnte sich ja ein Rechter, Querdenker oder Impfgegner auf der Demo verstecken. So bekommt der Staat seine aufmüpfigen Bürger unter Kontrolle.

  24. 23.

    Auf einer Demo darf jede/r mitlaufen ! Das wäre der demokratische Idealfall, der aber schon lange nicht mehr gegeben ist, wie dieses Beispiel zeigt. Meine Empfehlung wäre, vor Beginn einer Demo, sich schon im Vorfeld vorsorglich zu distanzieren und präventiv zu entschuldigen.

  25. 22.

    Ich gebe zu ich war vor dem Ukrainekrieg ein Sympathiesant der Linken.
    Dem ist nicht mehr so.
    Sollte sich die Linke nicht vom extremen rechten Rand mit konkreten Handlungen, hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit absetzen und zu einer demokratisch, sozialen Volkspartei reformieren so wird sie für mich unwählbar bleiben.
    Ich will keine DDR-2 und auch keine sozialistischen Bruderstaaten. Lieber lebe ich unter dem Mercedes-Stern als unter dem Russischen Stern, um mal die Symbolik zu bemühen.

  26. 21.

    Wann ist jemand persönlich Rechtsextrem und wer beurteilt es.
    Ich halte nichts von pauschalen Zuordnungen

  27. 20.

    Danke für Ihren Kommentar. Genau meine Meinung!
    @RBB Stichwort Benutzernamen....
    Es wäre super wenn sich die neue Intendantin auch darum kümmert hier mal Ordnung rein zubringen.
    Verifizierte Nutzer und Ruhe ist. Dann noch dieser unsägliche Zustand das zig mal Fehlermeldungen kommen und man letztendlich nie weiß ob das Ding nun durchgegangen oder der Zensur zum Opfer gefallen ist.
    DAS IST STEINZEIT und viele Medien können es besser denn diese Form des sich äußern Könnens ist wichtig für eine Demokratie.
    Oben steht meine Mailadresse, bin gespannt ob ich was vom RBB zu lesen bekomme.
    MFG Peter

  28. 19.

    Sehen Sie, genau solche Leute wie sie habe ich gemeint. Sie scheinen sich nicht die Mühe zu machen und sitzen lieber am Schreibtisch.

  29. 18.

    warum muß man sich denn immer spinnefeind sein ? Wenn es gemeinsam für die richtige Sache geht ist das doch super .Und wenn man einen Schritt aufeinander zugeht merkt man vielleicht , das man garnicht so verschieden ist .

  30. 17.

    Schon die Bezeichnung ,,Bündnis für Frieden" klingt doch ziemlich anmaßend.
    Glaubt man denn, dass diejenigen, die den Kampf der Ukraine unterstützen, den Krieg nicht schnellstmöglich beenden wollen? Oder unterstellt man den Angegriffenen, sie wollten keinen Frieden?
    Wenn man für den Frieden ist, dann gibt es genau einen Platz, um das zu adressieren, nämlich vor der russischen Botschaft in Berlin.
    Das Putin den Gashahn zudreht, ist nicht die Schuld von Olaf Scholz und Robert Habeck.
    Mir wäre es auch lieber gewesen, man hätte die Ukraine gleich nach Beginn des russischen Überfalls mit Waffen versehen, die sie in die Lage versetzt hätten, den Krieg dahin zurückzutragen, wo er seinen Ausgang genommen hat, nämlich nach Russland. Natürlich ist das gefährlich, aber was ist riskanter: Russland mit seiner Politik durchkommen zu lassen oder die Überfallenen so zu unterstützen, dass der Krieg für Russland zu einem unkalkulierbaren Risiko wird?

  31. 16.

    Hallo „morigk“,
    Sie haben mit dem von Ihnen verfassten Kommentar genau das Schwarze getroffen. Die meisten meckern ja in den social Medias oder auch hier. Aber direkt zu einer Demo gegen Maßnahmen oder wie hier gegen die nun wirklich wichtigen Sachen zu gehen, das trauen die sich dann doch nicht. Man (jetzt im allgemeinen) könnte ja. Man weiß ja nicht wer noch so mitläuft. Dabei ist der Grund doch eigentlich der gleiche.
    Einen schönen Resttag und freundlichst
    Ihr Karsten Nilson, Berlin-Lichtenberg

  32. 15.

    Wenn ich mich entscheiden muss, ob ich "für Frieden" oder "gegen rechts" bin, dann ist meine Entscheidung eindeutig:
    BEIDES!

    Soll man eine pro Frieden-Demo verlassen oder absagen, nur weil auch Rechte daran teilnehmen?
    Wenn "Rechte" sich für den Weltfrieden aussprechen, muss man - als "nicht Rechter" - FÜR den nächsten Weltkrieg sein?

  33. 14.

    Sie haben ja recht.

    Linke und Rechte gehen auf die Straße und demonstrieren gemeinsam.

    Mehr sage ich ja auch nicht.

  34. 13.

    Für jeden Demokraten sollte die Teilnahme an einer von Rechtextremen organisierten Demo tabu sein, unabhängig vom Thema. Wenn Sie sich von Rechtsextremen nicht abgrenzen und sogar bei diesen mitlaufen, werden Sie halt mit dem berechtigten Vorwurf konfrontiert, Rechtsextreme zu unterstützen.

  35. 12.

    "Also, wer mich bereits aus den Kommentaren hier kennt: Den Kommentar #1 habe nicht ich geschrieben."

    Der "nickklau" ist doch hier gang und gäbe und wird auch nicht verhindert. Es steckt die immer gleiche Person dahinter und die Absicht ist klar erkennbar.

  36. 11.

    "Parallelen zwischen internationalem und nationalem Sozialismus gibt es doch nicht erst seit heute?"

    In der DDR schon, deshalb fällt ja dort die Ideologie der rechten Rattenfänger auf besonders fruchtbaren Boden. Aber das ist ein Sonderfall, es gibt keine Parallelen zwischen Sozialismus und Nationalsozialismus.

  37. 10.

    Die Hufeisentheorie ist wissenschaftlich wiederlegt und wird gerne von rechten Akteuren benutzt um Rechtsextreme und deren Taten zu verharmlosen.

    https://www.n-tv.de/politik/Extremismus-links-ist-nicht-gleich-rechts-article21584203.html

    "Unter Politikwissenschaftlern und Extremismusforschern gilt das Modell weithin als überholt und als zu eindimensional, um die politische Realität zu beschreiben. Trotzdem wird die Hufeisentheorie immer wieder herangezogen. Beliebt ist sie vor allem in rechten Kreisen mit bipolarer Weltsicht, erklärt Funke: "In Deutschland ist sie unter anderem verbunden mit dem rechtskonservativen Theoretiker Eckhard Jesse, der aus einem Kalten-Kriegs-Verständnis der 80er- und frühen 90er-Jahre heraus argumentiert und den Rechtsextremismus wie auch die AfD relativiert."

  38. 9.

    Was für ein Unsinn! Man demonstriert für eine Sache, da ist es unerheblich, wer sonst noch der selben Meinung sein könnte. Sinn einer Demo ist sein Anliegen vorzutragen, nicht möglichst viele politisch identisch Ausgerichtete zu versammeln. Warum sollte ein Linken-Politiker seine Meinung nicht offen vertreten dürfen, nur weil jemand aus der politischen Gegenrichtung dieselbe Auffassung hat. Dann wären Demos schnell undurchführbar. Seltsamerweise gilt diese "Abgrenzung" immer nur in eine Richtung. Was für eine Doppelmoral. Auch Menschen mit radikal linker Einstellung haben ein uneingeschränktes Demonstrationsrecht. Das Grundgesetz ist da eindeutig.

  39. 8.

    Und ehrlich, wenn ich weiß, wann und wo eine Demo ist und das Thema mit meinem eigenen Denken des Protests übereinstimmt, dann ist es mir echt egal, ob diese Demo vvon der AFD, der Linken, Attac, Paritäter, SPD, Union, DFB oder sonstwem organisiert ist. Mir geht es darum, meinen Protest deutlich zu machen, weil ich auf ein Problem aufmerksam mache. Ich muss mir nicht das Gedankengut der Demo aneignen, ich habe eine eigene Stimme. Will sagen, wenn ich den krieg, die Sanktionen, die Grünenpolitik, den Kapitalismus, den Sozialismus, die Bildungsmisere, unser System usw. für falsch halte, dann sage ich das mit meinen Worten, aber nicht mit ideologischer, rassistischer Farbgebung sondern gesittet. Und wenn einige mich dann in eine andere Ecke egal ob rechts oder links stellen, dann sind diese Leute für mcih die armen Interpretierer, fast schon Rassisten, eben Besserwisser. Ich wurde schon links und rechts verordnet und beides passt nicht.

  40. 7.

    Hallo, Namensvetter … ich fände es schön, wenn Du Dir noch irgendeinen Zusatz geben würdest, da ich bislang unter diesem Namen mit genau dieser Ortsangabe gepostet habe.

    Also, wer mich bereits aus den Kommentaren hier kennt: Den Kommentar #1 habe nicht ich geschrieben.

  41. 6.

    Was für ein Unsinn!
    Auf eine Demo darf jede/r mitlaufen, unabhängig der politischen Orientierung.
    Eben kein "Aufruhr" und "Volksaufstand" von Verschwörern.
    Normaler Protest gegen den Irrsinn dieser Regierung!

  42. 5.

    Ich habe diesen Bericht gesehen und mir wurde ob des Inhalts schlecht. Es war eine präventive Empörungspsychose seitens einiger Politiker und "Besserwisser" Ich meine, wenn eine Demonstration stattfindet zu einem bestimmten Thema, dann kann jeder Bürger dorthingehen, wenn er möchte, denn er kennt ja das Thema. Wenn wie im vorliegenden Fall ein Politiker der Linken zu einer Demonstration aufruft, weil es um ernste Themen geht, dann kann man sich nicht wie die CDU oder die Grünen echauffieren, wenn Anhänger einer anderen Strömung mit demonstrieren und nur, weil diese dabei sind. Es ist leicht für CDU und Grüne, sich darüber präventiv zu echauffieren, weil die beiden Parteien in Brandenburg erst gar nicht fähig sind, gegen bestimmte Missstände auf die Straße zu gehen oder dafür zu mobilisieren. Lieber stillhalten. Es gibt genug aktuelle Brennpunkte.

  43. 4.

    Warum der Aufschrei?
    Parallelen zwischen internationalem und nationalem Sozialismus gibt es doch nicht erst seit heute?
    Gruß von einem Ex-DDR Bürger

  44. 3.

    Ich meine, man muss vor allem wissen, wofür man auf die Straße geht. Wenn man es nur an Organisator oder Teilnehmer festmacht, dann kann man gar nicht mehr auf die Straße gehen.

  45. 2.

    Das ist doch Unfug!
    Erstens : wird kein Demonstrant nach seiner politischen Einstellung befragt!
    Zweitens: jeder Demonstrant der gegen diesen Irrsinn auf die Straße geht hat das selbe Ziel!
    Warum also dieser Hype?

  46. 1.

    Das „Hufeisen“ schließt sich also nun auch sehbar.

    Links und rechts, Seit‘ an Seit‘.

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