Ministerpräsident Woidke vor einem Wahlplakat der SPD mit der Aufschrift "Ein Brandenburg" in Großbuchstaben (Quelle: dpa/Soeren Stache)
Video: Brandenburg aktuell | 06.07.2019 | Andreas B. Hewel | Bild: dpa/Soeren Stache

Landtagswahl in Brandenburg - SPD betont im Wahlkampf den Zusammenhalt

Ein einfaches "Ein" ist das große Motto der SPD Brandenburg im kommenden Wahlkampf. Das "Ein" soll laut SPD für Zusammenhalt im Land stehen. Und dieser sei, so Ministerpräsident und Parteichef Dietmar Woidke, in den Genen der Sozialdemokraten. 

Schatzmeister der SPD: "Nachholbedarf" beim Klimawandel

Es gehe um "ein Brandenburg, das nicht Regionen gegeneinander ausspielt, sondern das sagt, alle Regionen müssen sich gleichmäßig entwickeln", erklärt Ministerpräsident Dietmar Woidke, SPD, die Überschrift des Wahlkampfs. Die SPD widmet sich also vor allem sozialen Themen. Die SPD wolle mehr soziale Gerechtigkeit, mehr Lehrer und Erzieher und einen Mindestlohn von 13 Euro durchsetzen, so Woidke.

Auch für Harald Sempf, der Schatzmeister der Partei, ist soziale Gerechtigkeit wichtig. Den momentanen Brennpunkt sieht er aber woanders: "Heute stehen die sozialen Fragen nicht im Mittelpunkt. Im Moment geht es vorrangig darum, eine Wirtschaftsentwicklung zu machen, die den Klimawandel auch respektiert, und ich glaube, da haben wir einen gewissen Nachholbedarf", so Sempf.

Frage der Koalition

Die Jusos werfen zum Wahlkampfauftakt der SPD bereits einen Blick auf die Arbeit nach der Wahl. Rica Eller von der Jugendorganisation der Sozialdemokraten beantwortet die Frage, mit wem die SPD am besten koalieren soll: "Rot-Rot-Grün ist für uns die Option nach der Landtagswahl", so Eller. "Mit einer CDU, die eine Koalition mit der AfD nicht ausschließt, sehen wir keine Zukunft für eine Koalition."

In den Umfragen liegen SPD, CDU und AfD etwa gleichauf bei rund 20 Prozent – kein guter Werte für die SPD. Trotzdem legen die Sozialdemokraten, die seit der Wende in Brandenburg den Ministerpräsidenten stellen, selbstbewusst die Latte hoch: Man wolle – so Woidke – deutlich stärkste Kraft im Land werden. "Wir wollen, dass es keine Regierung ohne die SPD geben kann."

Es wäre die neunte nach der Wende.

Sendung: Brandenburg Aktuell, 05.07.2019, 19.30 Uhr

Kommentar

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21 Kommentare

  1. 21.

    Im Grunde genommen begann der Stern der SPD in Brandenburg schon zu sinken, als Manfred Stolpe sich quasi als Geburtstagsgeschenk zum 60. die Länderfusion und damit die Abschaffung desjenigen Landes schenken lassen wollte, was er selbst namentlich mitbegründete. Matthias Platzeck sorgte kurzzeitig nur für eine Blutauffrischung.

    Kaum eines der Flächenländer hat so sehr die Fläche faktisch ignoriert wie Brandenburg. Kaum eines der Bundesländer begreift sich als Landeshauptstadt + x. Nicht Bayern, da ist Nürnberg. Augsburg u. Regensburg vor, nicht Hessen, dagegen stehen FfM, auch Kassel und Darmstadt, in NRW herrscht die Rivalität zwischen Köln und Düsseldorf und niemand könnte das Ruhrgebiet ignorieren, Niedersachsen kennt die Polarität zwischen Hannover und Braunschweig, Sachsen-Anhalt jene zwischen Magdeburg und Halle, Mecklenburg-Vorpommern kann Rostock nicht übergehen und BaWü könnte nicht ohne Freiburg, Karlsruhe u. Mannheim auskommen.

    Und Brandenburg?

  2. 20.

    EIN BRANDENBURG
    ein Landesvolk - ein Bundesland - ein Ministerpräsident...

  3. 19.

    Noch vor einigen Jahren haben die Menschen bei Umfragen ihre Meinung gesagt. Das ist heute anders. Viele machen sich einen Spaß daraus falsche Antworten zu geben. Und so "verdreht" wie manche Fragen gestellt werden kann ich die Bürger sogar verstehen. Wenn man die jetzige Regierung nicht mehr möchte und zu den grünen wechselt bekommt man am Ende wieder RR mit G ! Also ändert sich nix, es geht immer so weiter!

  4. 18.

    Vieles teile ich, was die Meinungen anbelangt. Nur stellt sich mir die Frage, wo dann bei den vielen auch anderswo im Land geäußerten Meinungen überhaupt noch SPD-Wähler herkommen, bzw etwas verschärft: wie man überhaupt noch ein solcher sein kann.

  5. 17.

    "Woidke, wenn er glaubhaft sein will, sollte als erstes alle Stasistrolche, die aktuell noch in einem der Bundesrepublik tätig sind, aus allen Ämtern jagen."

    Finde den Fehler! Aber das kann schon mal passieren wenn man sich nicht mit Gewaltenteilung und Demokratie auskennt. *facepalm*

  6. 16.

    Es ist eher verlogen wenn sie behaupten die "brandenburgischen Regierenden (hätten) durch die arrogante unsoziale Verteilungspolitik für das Erstarken der radikalen Randgruppen (ge)sorgt".

    Für das Erstarken der Rechtsextremen sind in erster Linie die dafür verantwortlich die das gewählt haben. Ihre Nebelkerze leist sich mal wieder nach dem alten Schema der Anhänger von Rechtsextremisten.

    "Seht her, wir werden regelrecht gezwungen rechtsextrem zu wählen".

    Mit Gruß an die AfD Lemminge da draußen.

  7. 15.

    EIN ! Ist das alles was die SPD dem Wähler zu sagen hat? 30 Jahre hat die SPD Zeit gehabt ihre Vorstellungen umzusetzen. Und was hat sie gemacht? Aber leider rennen die Wähler von der SPD zu den Grünen und dann haben wir in Brandenburg auch RRG! Wohin das führt kann jeder an Berlin sehen. SPD? N-EIN DANKE!

  8. 14.

    Woidke, wenn er glaubhaft sein will, sollte als erstes alle Stasistrolche, die aktuell noch in einem der Bundesrepublik tätig sind, aus allen Ämtern jagen. Dies gilt ganz besonders in der Justiz des Landes Brandenburg und bei den Staatsanwaltschaften des Landes, ganz besonders bei der Staatsanwaltschaft Potsdam.

  9. 13.

    Es klingt verlogen, wenn die brandenburgischen Regierenden durch die arrogante unsoziale Verteilungspolitik für das Erstarken der radikalen Randgruppen sorgt und gleichzeitig EIN Brandenburg proklamiert. NEIN - Brandenburg will nicht mehr belächelter LETZTER sein, der "nichts auf die Reihe kriegt". Gut das das Kürzel SPD sehr klein gehalten gezeigt wird, das passt zu den Umfragewerten. Da wir den MP nicht direkt wählen können, das Plakat aber so tut als wenn, kann kontraproduktiv sein. Wer will einen MP Woidke, der fordert und erwartet was andere zu tun haben, aber selber keine Investoren anlocken kann. An den richtigen Stellen "Klinkenputzen" ist halt nicht jedermanns Sache, nur von alleine kommt keiner.

  10. 12.

    30 Jahre an der Macht und vor den Wahlen immer die gleichen hohlen Sprüche. Wer seit 30 Jahren nichts geschafft hat, schafft auch in der nächsten Zeit nichts Sinnvolles und sollte dann auch Verschwinden. Problemlösungen für das Volk - 0. Und wenn ich jetzt wieder aus Berlin (SPD) höre, wir brauchen eine CO Steuer dann hoffe ich, die SPD geht unter 5%.

  11. 11.

    Es ist in Ordnung wenn Sie zugeben was Sie sind, das ändert aber nichts daran das die Aussage von User Peter richtig ist.

  12. 10.

    Aufklärung über die rechtsextreme AfD sind keine "Haßkommentare", wenn sie "Haßkommentare" lesen wollen dann müssen sie mal lesen was die Anhänger dieser rechtsextremen "Partei" z.B. zu Beiträgen über Flüchtlinge hier von sich geben.

    https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2019/07/sea-watch-3-rackete-bundesregierung-haft-frei.html

  13. 9.

    Die Realität weicht aber sehr von den Wunschträumen der Anhänger dieser rechtsextremen "Partei" ab. Selbst mit den Nazihochburgen wie Südbrandenburg kommt die AfD nicht über 20 % in Brandenburg.

  14. 7.

    Wer heute noch AfD wählt kann das mit "Protest" nicht mehr begründen. Der wählt ganz bewusst Rassisten und Volksverhetzer.

  15. 6.

    Wenn ich dieses große EIN sehe, fällt mir sofort NEIN ein! Das N lässt sich ja auch so schön ergänzen! Spielt bei der SPD eigentlich niemand Scrabble ...?!

  16. 5.

    SPD, nein Danke. Da die SPD sich nicht um Arbeitnehmer kümmert ist sie überflüssig geworden.

  17. 4.

    Die SPD hat in allen Bundesländern wo diese Partei regiert bzw. mitregiert abgewirtschaftet und Armt bzw. Perspektivlosigkeit geschaffen. Dies gilt auch für Brandenburg und seine Bewohner. Woidke findet diese Partei sein in Ordnung. Dies ist Schönrederei - wie es schon in der DDR immer getan wurde - und bringt Brandenburg nicht nach vorne.
    Dies hat der Brandenburger Wähler erkannt und wählt aus diesem Grunde eine andere Partei wie die AfD.

  18. 3.

    All das was die SPD fordert, hätte sie in den 30 Jahren, die sie an der Macht waren, umsetzen können! Die Zeit und Geduld mit dieser Partei sind endlich. Es gibt genug demokratische Alternativen zur SPD.

  19. 2.

    Ein Bier wäre mir lieber.

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