Hilfe für Feuerwehrleute - Forster App soll Löschwasserbrunnen finden

Löschwasserbrunnen Lieberoser Heide (Foto: rbb/Schiller)
Bild: rbb/Schiller

Löschwasserbrunnen sind essentiell für die Arbeit der Feuerwehr. Doch viele Daten zur Lage der Brunnen sind veraltet. Abhilfe soll eine neue App schaffen. Die Entwickler stammen aus Forst. Ihre App solll auch offline funktionieren.

Ein kleiner roter Hydrant soll Feuerwehrleuten künftig bei der Suche nach Löschwasserbrunnen helfen. Der Hydrant ist das Symbol einer neuen Handy-App - entwickelt in Forst (Landkreis Spree-Neiße).

Schnell und unkompliziert sollen mit der App Wasserstellen und Löschbrunnen gemeldet werden und im Notfall genauso schnell gefunden werden können. Viele Daten über die Brunnen sind nämlich längst veraltet.

Einfache Verbreitung von wichtigen Informationen

Auf einer Karte in der App wird dem Nutzer angezeigt, wo es Löschwasser gibt. Ist die App einmal heruntergeladen funktioniert das auch offline. Für Feuerwehren im Ernstfall sei das eine echte Bereicherung, zeigt Entwickler Sebastian Kürten sich überzeugt. "Es gibt oft einzelne Leute in der Feuerwehr, die sich sehr gut auskennen. Aber diese Informationen müssen auch kommuniziert werden. Da macht sich natürlich eine Karte und vor allem ein digitales Tool sehr gut", erklärt er.

Damit das auch gut funktioniert müssen zunächst genügend Daten gesammelt werden. Unterstützung kommt vom Landesbetrieb Forst und von verschiedenen Feuerwehren. Mitmachen kann aber jeder, zumindest beim Melden der Wasserstellen.

"Wenn man jetzt Hydranten auf der Straße sieht, das sind diese rot umrandeten Schilder, dann ist alles, was man wissen will auf diesem Schild vorhanden. Die Position ermittelt man auf der Karte und setzt da den Marker", so Kürten.

Feuerwehren sind überzeugt

Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit ein Foto zu machen, damit die Brunnen beispielsweise auch bei einer Schneedecke leichter gefunden werden können.

Mit dabei beim Gründer-Team ist auch Monika Zielinski. Für sie war diese App längst überfällig. "Wir haben damit überhaupt erst angefangen, weil wir von der Problemlage erfahren haben. Da dachten wir, es gibt ein wirkliches Problem. Als wir das den Führungskräften vorgestellt haben, hielten die das für eine gute Sache", erzählt sie.

Für Feuerwehren soll die Appnutzung grundsätzlich kostenlos bleiben. Aktuell sind etwa zehn Prozent aller Wasserentnahmestellen in der App hinterlegt. Die Entwickler aus Forst hoffen nun auf weitere Nutzer, damit die Daten solider werden und die App damit zu einem verlässlichen Helfer.

Sendung: Antenne Brandenburg, 24.08.2021, 15:40 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    "Ihre App solll auch offline funktionieren."
    Bei GPS-Implementierung ist das kein Problem. Funktioniert beim Geocaching (macht Spass!) einwandfrei und ist imho zuverlässiger als analoges Kartenmaterial. Wer kennt sich heute noch mit analogem Kompass und Planzeiger aus? Dürften nur wenige sein. Auch wäre eine Abgleichsfunktion wünschenswert, sobald das Cellphone wieder Netz hat. Die Idee finde ich super.

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