Kampf gegen Corona - Ostbrandenburger Landkreise beteiligen sich kaum an Impfwoche

Eine Schülerin lässt sich in Berlin mit dem Impfstoff Moderna impfen (Bild: dpa/Bernd von Jutrczenka)
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Audio: Antenne Brandenburg | 13.09.2021 | Marie Stumpf | Bild: dpa/Bernd von Jutrczenka

Die Ostbrandenburger Landkreise planen zur am Montag beginnenden nationalen Impfwoche keine zusätzlichen Aktionen, um die Bevölkerung zum Impfen zu animieren. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte die Impfwoche ausgerufen, in der Länder und Kommunen sich etwa um niedrigschwellige Impfangebote auf Supermarktparkplätzen bemühen sollen.

Brandenburger Impfquote unterm Bundesdurchschnitt

"Überzeugen ist nicht unsere Aufgabe. Wir geben ein Angebot und wenn die Nachfrage da ist, werden wir den- oder diejenige auch zu einer Impfung bekommen", sagte etwa Thomas Berendt vom Landkreis Märkisch-Oderland dem rbb und verwies auf die kommunalen Impftage und Hausärzte. Berendt glaubt außerdem, dass mehr Brandenburger geimpft seien, als die Statistiken angeben, weil etwa Brandenburger, die sich in Berlin impfen lassen, nicht statistisch erfasst würden. Die offizielle Impfquote liegt in Brandenburg bei 56 Prozent, bundesweit bei 62.

Impfbereitschaft hat im Barnim "deutlich nachgelassen"

Auch die uckermärker Kreisverwaltung hat sich keine besonderen Aktionen zur Impfwoche ausgedacht. "Wir impfen schon sehr lange, sehr viel in der Fläche, etwa mit dem mobilen Impfbus", sagt der Gesundheitsdezernent Hendryk Wichmann. In seinem Landkreis sind 60 Prozent der Menschen vollständig geimpft.

Obwohl im Barnim die Impfbereitschaft in den vergangenen Wochen laut Kreissprecher Robert Bachmann "deutlich nachgelassen", plant der Landkreis - wie auch sein Nachbar Oder-Spree - keine zusätzlichen Impfangebote.

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9 Kommentare

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  1. 9.

    Na sehen Sie ......läuft ja trotzdem.....! Wer sich impfen lassen möchte, findet einen Weg......!

  2. 8.

    Was für ein verstörender Post!
    Hat man keine Kinder, können sie einem schlecht auch noch egal sein !
    Und was hat ein Impfangebot mit der Wahl in MOL zu tun?
    Verwirrend .......

  3. 7.

    "TimNeuköllnMontag, 13.09.2021 | 22:47 Uhr
    Antwort auf [PM] vom 13.09.2021 um 21:47
    In ganz PM gibt es keine Hausärzte??"

    Genau so ist es! Es gibt keine Hausärzte, die neue Patienten aufnehmen wollen, schon gar nicht nur zum Impfen! Es gibt eh schon vor Corana im Flächenland PM zu wenig HAUSärzte (privatärztliche Orthopäden dafür umso mehr...). Die sind mit der "Welle" heillos überfordert. Das ist einfach so. Jenseits des Speckgürtels ist da Schluss mit lustig.

    Ich arbeite in Neukölln, da war aber als Brandenburger kein Termin zu bekommen. Impfzentrum Tegel - sehr zu empfehlen...

  4. 6.

    Eine klare Haltung, Angebote macht man, überzeugen will man nicht. Diese Aussage kann man sich nur leisten, wenn man keine Kinder hat und sie einem verhältnismäßig egal sind. Um die geht es jetzt nämlich! Die Landrats-Wahlen stehen vor der Tür und in Märkisch Oderland damit die Chance etwas zu verändern.

  5. 4.

    Also... es gibt aus Potsdam Mittelmark nicht EINE Impfstelle. Ok, man kann nach Luckenwalde oder Kyritz tingeln, aber wer will das schon? Ich musste sehr rumsuchen, um die Impfangebote zu finden in Brandenburg. Liegt sicher daran, dass es so wenige sind ;-)
    Der Lagebericht schreibt nur noch von Kindern, Schulklassen und Quarantäne... ist klar, wer die nächste Welle aushalten muss: die Kinder! Toll, danke für nix.

  6. 3.

    Theoretisch ja (im Impfzentrum/Impfbus/etc. müssen sie sich ja ausweisen und der Hausarzt sollte eigentlich auch wissen, wen er/sie vor sich hat), praktisch nicht unbedingt - im Impfzentrum klappt das Weiterleiten, beim Hausarzt, nun ja, der gibt erstmal nur u/ü60 und den Impfstoff weiter, sollten er/sie zumindest, klappt auch nicht immer (und mehr geht dann erst am Ende des Quartals an die KVn und dann von dort ggf. weiter) ... Die Daten sind schon da, nur nicht unbedingt schon da angekommen, wo sie gesammelt werden sollen.

  7. 2.

    Ich habe keine Adresse angegeben und wurde trotzdem geimpft. Die Adressangabe war nicht zwingend erforderlich.

  8. 1.

    Ich dachte, man gibt Adresse bzw. Krankenkarte beim Impfen. Dann sollte doch die Statistik wissen, wo ich gemeldet bin. Oder nicht?

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