Einnahmeeinbruch wegen Corona - Senat unterstützt BVG offenbar mit 250 Millionen Euro

Eine U-Bahn an der leeren Station Rosa-Luxemburg-Platz (Quelle: DPA/Annette Riedl)
Bild: DPA/Annette Riedl

Angesichts starker Einnahmeverluste durch die Corona-Krise und schwieriger Zukunftsaussichten sollen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) finanzielle Hilfen bekommen.

Nach Angaben aus Senatskreisen vom Dienstag hat das Land der BVG bis einschließlich 2025 rund 250 Millionen Euro zugesagt, die aus der sogenannten Berlin-Zulage stammen. Das habe Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) in kleiner Runde ausgehandelt, hieß es.

Täglich eine halbe Million Euro weniger Einnahmen

Die BVG sieht sich aufgrund starker Einnahmeausfälle sowie eines teuren Tarifabschlusses vor finanziellen Problemen.

Allein durch den Rückgang der Fahrgäste um bis zu 30 Prozent wegen der Corona-Pandemie verliert das landeseigene Unternehmen laut Sprecherin Petra Nelken täglich eine halbe Million Euro Einnahmen.

Sendung: Abendschau, 05.05.2020, 19:30 Uhr

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9 Kommentare

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  1. 9.

    Da haben Sie Recht genau so sehen die Bahnhöfe aus.
    Auch die verzogene Brut die nach der Schule auf den Bahnhöfen randaliert etc.
    Die definition von einem Bahnhof ist in Berlin verloren gegangen.
    Die Gefahren die daraus resultieren sieht leider keiner, wie oft fallen doch einige angebliche Fahrgäste ins Gleisbett.
    Wer denkt da an den Fahrer?

  2. 8.

    RBB: Werden bis einschließlich 2025 jedes Jahr 250 Mio € an die BVG gezahlt oder ist das die Summe für alle 6 Jahre zusammen? Alleine der Tarifabschluß kostet jedes Jahr 100 Mio €. Da langt diese Summe nicht für alle 6, sondern nur für 2,5 Jahre. Die Coronakrise kostete nach obigen Angaben bisher 21 Mio €. Wie lange sie noch dauert, weiß keiner. @2+7 stimme ich zu.

  3. 7.

    Vielleicht sollte die BVG mehr Geld in Aufsichtspersonal stecken, um zumindest die eigene Hausordnung und die AGB durchzusetzen. Dann würden u.U. auch mehr Personen die ÖPNV benutzen.

    Die wiederliche Entwicklung in den Bahnhöfen und Zügen jedwede Art von Personen und ihren Tätigkeiten zu dulden, ist mittlerweile unerträglich geworden. Da werden im laufenden Tagesbetrieb Drogendeals abgehalten, sich Schüsse gesetzt, volltrunkene Personen blockieren die Bänke, pöbeln herum, greifen zahlenden Fahrgäste an, etc. In jeder Ecke riecht es nach Pisse und Fäkalien.
    In den Bahnen haben sie Bettler, "Musiker" und ähnlich nervende Pesonen, die dort gar nicht sein dürften. Von Dönerfressern, Biersäufern und anderen Stinkern mal ganz abgesehen.

    Meine Frau hat ihr Abo bereits gekündigt und fährt wieder mit dem Auto.

  4. 6.

    Ich bin Busfahrer bei der BVG und nehme am Tag so um die 100 € ein. Ich arbeite im Monat ungefähr 22 Tage. Das muss man dann nur für die Busfahrer rechnen was der BVG fehlt, dazu kommen die Touristen am Flughafen. Auf diesen Linien nimmt man natürlich mehr ein. Dann der letzte Tariffvertrag, wo das Geld vom Senat auch ausgeblieben ist. Und der Mantelvertrag ist von Verdi zum 30.06.2020 gekündigt worden. Es geht um Arbeitsverbesserungen. Wendezeiten usw.
    Ich Liebe meinen Job, er hat sich nur in den letzten Jahren zum stressigeren geändert. Kassieren, Kundenfragen beantworten und dabei immer den Fahrplan im Auge haben, der sehr knapp bemessen ist.

  5. 5.

    Ja iss klar!Kleinunternehmer mit einem Stück Zucker abspeis.Den Großunternehmen Zucker sackweise in den Hintern blasen.MfG

  6. 4.

    Eine halbe Million € fehlen täglich, also alle 2 Tage eine Million - für wie viele Tage reichen dann 250 Mio ? Wie lange dauert die "Krise" schon ? Wie lange wird es noch dauern ? Schon mal großzügig für ein dreiviertel Jahr im Voraus die Kohle einstreichen ?

  7. 3.

    Na ja wer das glaubt mit die 500.000 Euro. Wieviel Euro davon durch schwarzfahren? Ich habe meinen Obolus durch Monatskarte bezahlt. Die BVG sollte mal mehr kontrollieren. Kann mich nicht erinnern jemals im Bus oder Straßenbahn kontrolliert worden zu sein in den letzten 15 Jahren. Dafür wird man aber in der U-Bahn meist zweimal auf der gleichen Strecke kontrolliert. Frau Pop sollte das mal bei ihrer Großzügigkeit mit einrechnen und nicht Steuergelder um sich schmeißen. Ich zahle dadurch zweimal.

  8. 2.

    Merkwürdig... die meisten Fahrgäste, die die BVG regelmäßig nutzen (müssen) dürften ja wohl dauerzahlende Abo-Kunden sein- und das Geld wird natürlich zu 100% abgebucht, obwohl die BVG inzwischen weniger Leistung erbringt, da dank erweitertet Fahrtakte weniger Fahrzeuge unterwegs sind. Natürlich fallen die vielen Touristen und ich-fahr-nur-in-der-Freizeit-oder-auch-so-ganz-selten-Leute raus. Aber ob die wirklich so viel ausmachen? Der Berufsverkehr ist doch ganz sicher der Löwenanteil, und den haben die monatlich sicher dank Einzugsermächtigung.

  9. 1.

    welche Zukunftsaussichten? _ kostenlose Nutzung des ÖPNV? _ würde der BVG und S-Bahn Millionenausgaben für den Fahrkartenverkauf ersparen...

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