Montage von Flugzeug-Triebwerken bei Rolls Royce in Dahlewitz (Brandenburg)
Bild: imago/Rainer Weisflog

Krise der Luftfahrtindustrie - Rolls Royce streicht weltweit 9.000 Stellen

Der britische Triebwerksbauer Rolls Royce will weltweit mindestens 9.000 Stellen streichen. Grund sei der Einbruch des Luftverkehrs während der Corona-Pandemie. Konzernchef Warren East sprach am Mittwoch in London von schweren Entscheidungen in beispiellosen Zeiten.

In welchen Ländern die Stellen gestrichen werden, war zunächst nicht klar. An den deutschen Standorten im brandenburgischen Dahlewitz (Teltow-Fläming) und in Oberursel bei Frankfurt am Main sind 4.000 Menschen beschäftigt.

Rolls-Royce-Triebwerke vor allem für Langstreckenflüge

Der Konzern hat weltweit etwa 52.000 Mitarbeiter. Er baut vor allem Antriebe für Großraumflugzeuge, die auf Langstreckenverbindungen von Kontinent zu Kontinent zum Einsatz kommen.

Viele Airline-Manager und die großen Flugzeughersteller Boeing und Airbus erwarten, dass sich das Geschäft mit Fernflügen als letztes von der Krise erholt. Auch sie haben ihre Produktionspläne infolge der Pandemie gekappt - und zwar besonders stark bei den Großraumjets, deren Antriebe oft von Rolls-Royce stammen, zum Beispiel für die Boeing 787 und den Airbus A350.

Eine Erholung des Passagierverkehrs dürfte sich über mehrere Jahre hinziehen, schätzen Experten.

Sendung: Inforadio, 20.05.2020, 10:20 Uhr

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