Eine Laborantin sortiert Proben im Institut für Virologie an der Charité, Archivbild (Quelle: DPA/Christophe Gateau)
Bild: DPA/Christophe Gateau

Neues Coronavirus - Verzögerungen bei Tests auf Coronavirus an der Charité

Was Sie jetzt wissen müssen

Bei den laufenden Tests von Proben auf das neuartige Coronavirus läuft an der Berliner Charité nicht alles nach Plan. "Seit Freitagnachmittag kommt es zu einer leichten Verzögerung bei der Testung von SARS-CoV-2-Proben, da eine Lieferung von Laborreagenzien nicht rechtzeitig eingegangen ist", erklärte Charité-Sprecherin Manuela Zingl am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA. Am Montag sollen die Probleme behoben sein, sagte sie. Der Test selbst dauere etwa vier bis fünf Stunden, so Zingl. Zusätzliche Zeiten müssten für den Probentransport eingerechnet werden. "An der Charité/Labor Berlin werden die Tests täglich durchgeführt."

Ein Labor unter dem Dach der Charité untersucht Proben von Menschen, die sich mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert haben könnten. Auftraggeber sind Behörden nicht nur in Berlin, sondern etwa auch in Brandenburg und Thüringen. Der Thüringer Ilm-Kreis hatte am Wochenende mitgeteilt, dass sich ein ursprünglich für Samstag erwartetes Testergebnis für einen 15-Jährigen verzögere. Der Brandenburger Landkreis Dahme-Spreewald erklärte, mit den Testergebnissen für fast 100 Mitarbeiter des Brandenburger Erlebnisbads Tropical Islands werde nunmehr für Montag und nicht mehr wie zunächst geplant am Sonntag gerechnet.

Zahl der bestätigten Fälle in Deutschland fast verdoppelt

Für die Tests werden laut Charité Abstriche aus dem Nasen-Rachen-Raum und gegebenenfalls auch den tiefen Atemwegen der Menschen genommen. Die Proben werden dann mittels eines molekularbiologischen Tests (Reverse-Transkriptase-PCR) auf das Sars-CoV-2-Virus untersucht.

Binnen eines Tages ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen in Deutschland von 66 auf 117 gestiegen, wie das Robert Koch-Instituts (RKI) am Sonntagvormittag mitteilte. Weltweit sind etwa 60 Länder betroffen - nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation rund zehn mehr als am Vortag. In Berlin und Brandenburg gibt es bislang noch keine bestätigten Fälle.

FAQ zum Umgang mit dem Coronavirus

  • Ich fürchte, infiziert zu sein. Was tun?

  • Was passiert mit möglichen Infizierten?

  • Was passiert mit Kontaktpersonen?

  • Welche Kapazitäten haben die Kliniken?

  • Welche Reisebeschränkungen gibt es?

  • Wie viele bestätigte Fälle gibt es?

  • Ist das Virus meldepflichtig?

  • Was ist das Coronavirus?

  • Woher kommt das Virus?

  • Wie kann ich mich anstecken?

  • Wie ansteckend ist das Virus?

  • Wer ist besonders gefährdet?

  • Wie funktioniert der Test?

  • Was sind die Symptome?

  • Wie kann ich mich schützen?

  • Welche Behandlung gibt es für Infizierte?

  • Gibt es Immunität gegen das Virus?

  • Wie hoch ist die Sterberate?

Sendung: Abendschau, 01.03.2020, 19.30 Uhr

Kommentar

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7 Kommentare

  1. 7.

    Ihr seid auch alle nicht mehr ganz knusper. Auf der ganzen Welt werden die Untersuchungen gemacht, natürlich kommt es dann bei Enzymen und Reagenzien schnell zu Lieferschwierigkeiten, da es nicht unendlich viele Firmen gibt, die diese anbieten. Diese Dinge werden nicht "gehamstert". Nur weil Maro und Bernd uns die Nudeln wegkaufen heißt das nicht, dass das in allen Bereichen möglich ist.

  2. 6.

    Vielleicht sollte man dem Artikel noch einen Link darauf spendieren, was eine "Reverse-Transkriptase PCR" ist. Nicht alle Leser dürften mit Molekularbiologie so sehr vertraut sein, dass sie wissen, welche Aufgabe das Enzym Reverse-Transkriptase im Vermehrungszyklus des Virus übernimmt und wie man sie dann mittels Polymerase Kettenreaktion nachweist.

  3. 5.

    @Marco:

    "das ist das Ergebnis der jahrelangen Sparpolitik des Rot-Roten Senats. "

    Was für ein Unsinn.

    1. War Berlin wegen dem CDU geführten (1991-2001) Bankenskandal zum Sparen gezwungen
    2. War die CDU von 2011 bis 2016 mit an der Macht und hat etlich Sparrunden initiiert und mitbeschlossen

    Sie können ja blau wählen, aber bleiben Sie bei den Fakten

  4. 3.

    Die Aussagen von Frau Kaleci, das Berlin gut vorbereitet ist, kam mir damals schon scheinheilig vor, jetzt sieht man die Realität, keine Tests vorhanden, keine Schutzausrüstung für Einsatzkräfte oder viele abgelaufene nicht brauchbare Schutzartikel, wenn die Pandemie richtig ausbrechen sollte, sieht Berlin ganz ganz schlecht aus, das ist das Ergebnis der jahrelangen Sparpolitik des Rot-Roten Senats.

  5. 2.

    Das vermittelt doch ein Gefühl von Sicherheit! Ein hoch auf unser gut vorbereitete Gesundheitswesen!!!

  6. 1.

    In Berlin und Brandenburg gibt es bislang noch keine bestätigten Fälle."
    Na mal sehen,was noch kommt.
    Fängt ja gut an und noch gab es hier wohl keinen
    sog. Stresstest.

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